<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Kabelfernseh-Umsetzeinrichtung mit einem Eingang für Fernseh- signale, einem abstimmbaren Oszillator, einer mit dem Eingang sowie mit dem Oszillator verbunde- nen Mischstufe und einem teilnehmerseitig betätigbaren Kanalwähler zur Abgabe eines Signals, das die einem gewählten Fernsehkanal entsprechende Sollfrequenz des Oszillators darstellt.
Eine derartige Einrichtung ist z. B. aus der US-PS Nr. 3, 742, 131 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Steuerung des Oszillators zu verbessern und zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird bei einer Kabelfernseh-Umsetzeinrichtung der vorstehenden Art erfindungs- gemäss gelöst durch einen mit dem Oszillator und dem Kanalwähler verbundenen Komparator zum Ver- gleich der Istfrequenz und der Sollfrequenz des Oszillators und zur Abgabe eines der Differenz entsprechenden Steuersignals an den Oszillator.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann der Komparator einen Frequenzzähler auf- weisen. Dabei kann zwischen dem Oszillator und dem Frequenzzähler ein Frequenzteiler angeordnet sein. Günstig ist ferner, wenn mit dem Kanalwähler und dem Frequenzzähler ein Speicher verbun- den ist, dessen Ausgangsimpulse die dem gewählten Fernsehkanal entsprechende Sollfrequenz des
Oszillators darstellen.
Eine bevorzugte Ausführungsform zeichnet sicg durch einen zweiten Oszillator aus, der mit einer zweiten Mischstufe verbunden ist, deren zweiter Eingang an den Ausgang der ersten Misch- stufe angeschlossen ist. Ferner können ein mit dem Eingang für Fernsehsignale verbundener Daten- empfänger, eine zwischen dem Ausgang des Frequenzzählers und dem (ersten) Oszillator eingeschal- tete Schalteinrichtung und eine mit dem Datenempfänger sowie dem Speicher verbundene Kontroll- einrichtung vorgesehen sein, wobei die Schalteinrichtung derart gesteuert ist, dass der gewählte
Kanal nur dann empfangen werden kann, wenn der Datenempfänger Daten empfängt, die der
Empfangsberechtigung entsprechen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der schematischen Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigt Fig. 1 eine Kabelfernseh-Umsetzeinrichtung nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung und Fig. 2 ein Blockschema der gemeinsamen Oszillator-Abstimmeinrichtung.
Die Umsetzeinrichtung gemäss der Erfindung kann mit Vorteil für Mehrfamilienhäuser verwendet werden, beispielsweise für Etagenhäuser od. dgl. In einem von den Fernsehempfängern entfernt angeordneten, gemeinsamen Gehäuse sind mehrere, im vorliegenden Ausführungsbeispiel vier HF-Umsetzer angeordnet. Das Gehäuse kann an der Aussenseite des Gebäudes montiert sein, beispielsweise auf einem Mast, und muss wetterfest abgedichtet sein. Das Umsetzergehäuse enthält ferner eine Einrichtung zur Kontrolle der Empfangsberechtigung jedes der Teilnehmer. Die gemeinsame Oszillator-Abstimmeinrichtung ist durch Kabel mit den einzelnen Teilnehmern verbunden, tastet die Oszillatoren der einzelnen HF-Umsetzer zyklisch ab und bestimmt im Falle der Wahl eines Kanals durch den Teilnehmer, ob der Oszillator auf der richtigen Frequenz arbeitet.
Ist dies nicht der Fall, dann erzeugt die Oszillator-Abstimmeinrichtung das erforderliche Abstimmsteuersignal. Es ist somit eine gemeinsame Abstimmeinrichtung für mehrere HF-Umsetzer vorhanden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die zum Abstimmen von Oszillatoren üblichen Potentiometer entfallen und durch eine Frequenzsteuerung ersetzt sind, welche die Oszillator-Istfrequenz mit der Sollfrequenz vergleicht, die dem von dem Teilnehmer gewählten Kanal entspricht. Abstimm- - Potentiometer sind von den Umgebungsbedingungen abhängig. Die nachstehend beschriebene Anordnung mit einem Frequenzzähler ist von den Umgebungsbedingungen weitaus weniger abhängig, so dass die Umsetzeinrichtung im Freien angeordnet werden kann. Ausser der Verwendung der gemeinsamen Abstimmeinrichtung und dem Wegfall der üblichen Oszillator-Potentiometer führt die Erfindung zu einem weiteren Vorteil, der darin besteht, dass bei einem Kanalabonnement die Möglichkeit jedes Teilnehmers zum Empfang von Kanälen eingeschränkt werden kann.
Die gemeinsame Umsetzeinrichtung erhält Daten und bewirkt über eine Kontrolleinrichtung, dass jeder Teilnehmer nur jene Kanäle empfangen kann, zu deren Empfang er berechtigt ist.
Gemäss Fig. 1 ist ein Fernsehkabel --10-- durch ein wetterfestes Gehäuse --12-- geführt.
Dieses enthält einen Richtungskoppler --14--, der über einen Vierweg-Verteiler --16-- mit vier HF-Umsetzern --18, 20,22 und 24-- verbunden ist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden Zweifachumsetzer verwendet, die eine Eingangsfrequenz in eine Zwischenfrequenz und diese
<Desc/Clms Page number 2>
in die Frequenz eines in dem Empfänger nicht verwendeten Kanals umsetzen. Jeder HF-Umsetzer - ist durch eine Zweiweg-Verbindung mit einer digitalen Abstimmeinrichtung --26-- verbun- den. Der Oszillator jedes HF-Teils gibt ein Eingangssignal für die digitale Abstimmeinrichtung und diese gibt ein Steuersignal für den Oszillator ab.
Mit --28, 30,32 und 34-- sind bei je einem Teilnehmer befindliche Kanalwähler bezeichnet, die mit je einem der HF-Umsetzer --18, 20,22, 24-- verbunden sind und an den Fernsehempfänger des zugeordneten Teilnehmers ein Fernsehsignal abgeben können. Jeder Kanalwähler ist ferner mit der digitalen Abstimmeinrichtung --26-- verbunden, wie nachstehend ausführlicher beschrieben wird.
Das an Hand der Fig. 1 beschriebene System besitzt ferner einen Datenempfänger --36--, der mit dem Kabel --10-- und der digitalen Abstimmeinrichtung verbunden ist.
In der Fig. 2 sind ein einzelner HF-Umsetzer und die digitale Abstimmeinrichtung gezeigt.
Die einzelnen Umsetzer sind untereinander gleich und werden alle in der beschriebenen Weise gesteuert. Der Umsetzer --18-- besitzt einen Oszillator --38--, der mit einer ersten Mischstufe --40-verbunden ist. Der Ausgang der Mischstufe --40-- wird über einen ZF-Verstärker --42-- einer zweiten Mischstufe --44-- zugeführt. Der Ausgang der zweiten Mischstufe --44-- ist ein Fernsehsignal, das in einem üblichen Empfänger verarbeitet werden kann. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wird mit doppelter Umsetzung gearbeitet, doch ist dies nicht immer erforderlich.
Der Oszillator --38-- ist über eine Multiplex-Schaltung --48-- mit einem Frequenzteiler - verbunden, der die Oszillatorfrequenz durch 64 teilt. Der Ausgang des Frequenzteilers
EMI2.1
bereich von etwa 420 bis 680 MHz und der Frequenzteiler --50-- einen Ausgangsfrequenzbereich von etwa 6, 5 bis 11 MHz. Der Frequenzteiler --50-- gibt an den Frequenzzähler --52-- eine Folge von Impulsen ab, deren Anzahl eine bestimmte Oszillatorfrequenz für einen gegebenen HF-Umsetzer darstellt.
Ein Taktgeber --54-- steuert durch Taktimpulse von 1 MHz die Abtastzeit des Oszillators jedes HF-Umsetzers. Diese Abtastzeit kann 6, 4 ms betragen, ohne dass die Erfindung darauf einge- schränkt ist.
Mit dem Frequenzzähler --52-- ist ferner ein Festspeicher --56-- verbunden, der über eine Multiplex-Schaltung --58-- mit jedem der Teilnehmeranschlüsse verbunden ist. Von den Teilnehmeranschlüssen werden Digitalsignale abgegeben, die jeweils einen gewählten Kanal darstellen. Auf Grund jedes dieser Signale gibt der Festspeicher --56-- an den Frequenzzähler --52-- einen Puls ab, der die dem gewählten Kanal zugeordnete Oszillatorfrequenz darstellt. Der Ausgang des Frequenzzählers --52-- kann über eine Multiplex-Schaltung --60-- jedem der Oszillatoren --38-zugeführt werden.
In jeder Verbindung zwischen der Multiplex-Schaltung --60-- und einem der Oszillatoren ist ein geerdeter, grosser Kondensator --62-- angeordnet, der durch das von dem Frequenzzähler --52-- kommende Steuersignal geladen wird, so dass die Steuerspannung für jeden Oszillator --38-- während des Zeitraums in dem die digitale Abstimmeinrichtung andere Oszillatoren steuert, aufrechterhalten wird.
Der Datenempfänger --36-- ist mit einer Berechtigungs-Kontrolleinrichtung --66-- verbunden, die über eine Multiplex-Schaltung --68-- mit der Arbeitsspule eines Schalters --70-- verbunden ist. In jeder Verbindung zwischen der Multiplex-Schaltung --60-- und einem Oszillator --38-ist ein Schalter --70-- angeordnet. Die Kontrolleinrichtung --66-- ist mit dem Festspeicher --56-verbunden.
Im Betrieb kann jeder Teilnehmer durch Steuerung des zugeordneten HF-Umsetzers das gewünschte Programm wählen. Wenn ein Teilnehmer seinen Kanalwähler betätigt, wird dadurch das ganze System mit Strom versorgt. Der Taktgeber --54-- bewirkt, dass die Multiplex-Schaltungen die Oszillatoren --38-- und die ihnen zugeordneten Kanalwähler --28, 30,32, 34-- zyklisch abtasten. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Abtastzeit 6, 4 ms. Wenn ein Teilnehmer einen Kanal gewählt hat, gibt der Speicher --56-- an den Frequenzzähler --52-- einen Puls ab, der die Oszillator-Sollfrequenz darstellt. Während der Abtastzeit vergleicht der Frequenzzähler - die in dem Frequenzteiler --50-- durch 64 geteilte Istfrequenz des Oszillators --38-- mit der durch das Ausgangssignal des Speichers --56-- dargestellten Sollfrequenz.
Bei einer Frequenz-
<Desc/Clms Page number 3>
differenz wird ein Steuersignal in Form einer Steuerspannung erzeugt, die ein Laden des Kondensa- tors --62-- bewirkt und an den Oszillator --38-- angelegt wird. Je nach der Frequenzdifferenz zwischen dem gewählten Kanal und der Istfrequenz des Oszillators kann es länger dauern als einen
Abtastzyklus, bis der Oszillator --38-- mit der richtigen Frequenz arbeitet. Da der Abtastzyklus ziemlich kurz ist, kann der Teilnehmer den gewählten Kanal jedoch im wesentlichen sofort empfan- gen. Auf keinen Fall dauert es mehr als drei oder vier Abtastzyklen, bis der Oszillator-38- die richtige Frequenz hat.
Der Frequenzzähler --52-- gibt nicht nur an den Kondensator-62- und den Oszillator --38-- Kanalwechselspannungen ab, sondern bewirkt auch eine fortlaufende
Kontrolle und Korrektur des Oszillators --38-- zwecks Aufrechterhaltung der Frequenz des von dem Teilnehmer gewählten Kanals.
Wenn ein Oszillator abgetastet und ein entsprechendes Steuersignal erzeugt worden ist, schal- ten die Multiplex-Schaltungen unter Steuerung durch den Taktgeber --54-- den nächsten Umsetzer an. Dieser Vorgang wird für alle Umsetzer der Umsetzeinrichtung wiederholt. Danach beginnt der
Abtastvorgang wieder mit dem ersten Umsetzer. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Umsetzein- richtung auf jeden Kanalwechsel anspricht und die Oszillatoren ständig auf den den gewählten
Kanälen entsprechenden Frequenzen arbeiten.
Der Datenempfänger --36-- empfängt von einem Datensender entsprechend adressierte Daten und speichert diese. Wenn ein Teilnehmer einen im Abonnement zu empfangenden Kanal wählt, gibt der Speicher --56-- nicht nur ein die Oszillator-Sollfrequenz darstellendes Signal an den Frequenz- zähler --52--, sondern auch ein den gewählten Kanal und den Teilnehmer darstellendes Signal an die Kontrolleinrichtung --66-- ab. Dort wird dieses Signal mit den gespeicherten Daten verglichen, welche die Empfangsberechtigung des betreffenden Teilnehmers darstellen.
Wenn der Teilnehmer einen Kanal gewählt hat, zu dessen Empfang er berechtigt ist, hält die Kontrolleinrichtung über die Multiplex-Schaltung --68-- den Schalter --70-- geschlossen, so dass die digitale Abstimmeinrichtung --26-- imstande ist, den Oszillator --38-- auf der dem gewählten Kanal entsprechenden Frequenz zu halten. Ist der Teilnehmer dagegen zum Empfang des von ihm gewählten Kanals nicht berechtigt, wird der Schalter --70-- geöffnet, so dass der Oszillator --38-- nicht auf die dem gewählten Kanal entsprechende Frequenz abgestimmt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kabelfernseh-Umsetzeinrichtung mit einem Eingang für Fernsehsignale, einem abstimmbaren Oszillator, einer mit dem Eingang sowie mit dem Oszillator verbundenen Mischstufe und einem teilnehmerseitig betätigbaren Kanalwähler zur Abgabe eines Signals, das die einem gewählten Fernsehkanal entsprechende Sollfrequenz des Oszillators darstellt, gekennzeichnet durch einen mit dem Oszillator (38) und dem Kanalwähler (28) verbundenen Komparator zum Vergleich der Istfrequenz und der Sollfrequenz des Oszillators (38) und zur Abgabe eines der Differenz entsprechenden Steuersignals an den Oszillator (38).