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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verteilen von Winterstreusplitt auf Strassen, mit einem auf der Strasse durch Laufräder abgestützten Gestell, das einen um eine liegende Drehachse antreibbaren Schleuderbesen für den Winterstreusplitt und ein Prallschild für den abgeschleuderten Winterstreusplitt trägt.
Nach Winterdienststreuarbeiten bilden sich auf der Fahrbahn, am Strassenrand und im die Fahrbahndecke seitlich abschliessenden Spitzgraben zufolge des Strassenverkehrs streifenartige Streusplittansammlungen. Diese zum Teil verdichteten Streusplittansammlungen behindern nicht nur den Strassenverkehr, sondern stören auch den Abfluss, beispielsweise von Schmelzwasser, was den Strassenverkehr gefährdet und zu Fahrbahndeckenschäden führen kann. Setzt nach der Bildung solcher Streusplittansammlungen neuerlich Schneefall ein, so muss wieder gestreut werden, wobei die Splittmenge naturgemäss erhöht wird, was zu einem grossen Splitteinsatz führt, der zusätzlich die Säuberungsarbeiten nach der kalten Jahreszeit erschwert.
Um in Längsstreifen entlang einer frisch geteerten Strasse angehäuftes Streugut über die geteerte Strassendecke verteilen zu können, ist es bekannt (CH-PS Nr. 151223), einen kegelstumpfförmi- gen Schleuderbesen vorzusehen, der um seine in Fahrtrichtung verlaufende Drehachse angetrieben wird, so dass das Streugut im Bereich des grösseren Besendurchmessers weiter als im Bereich des kleineren Besendurchmessers quer zur Fahrtrichtung auf die geteerten Strassendecken geschleudert wird. Um dabei einen maximalen Streubereich vorzugeben, ist zusätzlich ein die Wurfweite des abgeschleuderten Streugutes begrenzendes Prallschild vorgesehen.
Nachteilig bei dieser bekannten Vorrichtung ist jedoch, dass auf Grund der Ausrichtung des Schleuderbesens in Fahrtrichtung nur ein vergleichsweise schmaler Längsstreifen der Fahrbahn mit dem Schleuderbesen bestrichen werden kann, wobei es erforderlich ist, eine entsprechende Anhäufung des Streugutes sicherzustellen, damit das Streugut auch im Bereich des kleineren Besendurchmessers von diesem erfasst werden kann. Aus diesen Gründen ist eine solche Vorrichtung für das Neuverteilen eines bereits aufgebrachten Wintersplitts ungeeignet, weil eben die erforderliche Streugutanhäufung nur durch besondere Massnahmen sichergestellt werden kann, wie sie durch den üblichen Strassenverkehr nicht erfüllt werden können.
Dazu kommt noch, dass die Verteilung des Streugutes über die maximale Wurfweite ausschliesslich von einer gleichmässigen Verteilung der Wurfweiten abhängt, was in der Praxis nicht gewährleistet werden kann.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und eine Vorrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe der einmal aufgebrachte Winterstreusplitt in einfacher Weise wieder über die ganze Fahrbahn gleichmässig verteilt werden kann.
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass sich die Drehachse des zylindrischen Schleuderbesens quer zur Fahrtrichtung erstreckt, dass der Schleuderbesen im Vorwärtsdrehsinn der Laufräder um seine Drehachse antreibbar ist und dass das Prallschild dem Schleuderbesen mit Abstand in Fahrtrichtung nachgeordnet ist.
Die erfindungsgemässe Erstreckung des Schleuderbesens quer zur Fahrtrichtung stellt in einfacher Weise die Erfassung des gesamten Streugutes durch den Besen sicher, wobei das Prallschild eine gleichmässige Verteilung erzwingt, weil das gesamte Streugut gegen das Prallschild geschleudert wird, das ebenfalls quer zur Fahrtrichtung verläuft und nicht zur Begrenzung eines Längsrandes des Streubereiches dient. Der bereits aufgebrachte Winterstreusplitt kann daher unabhängig von seiner jeweiligen Verteilung über die Fahrbahn wieder gleichmässig über die Fahrbahn verteilt werden, so dass es auf Grund der Wiederverwendung des bereits aufgebrachten Streusplitts lediglich notwendig werden kann, eine vergleichsweise geringe Zusatzstreuung vorzunehmen, wenn die mit dem vorhandenen Streusplitt erreichbare Streudichte nicht ausreichen sollte.
Da der Schleuderbesen die Streiansammlungen, insbesondere im Bereich des Strassenrandes abtragen und gegen das Prallschild schleudern soll, ist es vorteilhaft, diesen Schleuderbesen unter einem Winkel gegenüber einer fahrbahnparallelen Senkrechten zur Fahrtrichtung zu neigen.
Die günstigste Neigung hängt dabei von den jeweiligen Verhältnissen ab, so dass für eine Einstellungsmöglichkeit gesorgt werden sollte. Zu diesem Zweck kann der Schleuderbesen in einem Gehäuse angeordnet sein, das in an sich bekannter Weise um eine stehende Achse schwenkverstellbar im Gestell gelagert ist.
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Die Verteilungswirkung des Prallschildes hängt unter anderem vom jeweiligen Auftreffwinkel des Streugutes ab. Über diesen Auftreffwinkel kann folglich auch die Verteilungswirkung beeinflusst werden. Um hiefür die konstruktiven Voraussetzungen zu schaffen, kann das Prallschild ebenfalls um eine stehende Achse schwenkverstellbar im Gestell gelagert sein. Damit wird es möglich, gewünschte Winkelstellungen zwischen dem Prallschild und dem Schleuderbesen einzustellen.
Die Form des Prallschildes spielt für das Verteilen des vom Schleuderbesen abgeschleuderten Streugutes eine erhebliche Rolle. Weist das Prallschild einen unteren, etwa vertikalen Abschnitt und einen daran anschliessenden oberen, gegen den Schleuderbesen gekrümmten Abschnitt auf, so werden vorteilhafte Voraussetzungen für ein gleichmässiges Verteilen des Streusplitts über die Fahrbahn geschaffen. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass das im oberen Abschnitt auf das Prallschild auftreffende Streugut im wesentlichen entlang des vertikalen Abschnittes abgeleitet wird, was eine gezielte Verteilung des Streugutes unterstützt.
Um eine besonders gleichmässige Verteilung des auf das Prallschild auftreffenden Streugutes sicherzustellen, kann das Prallschild entlang seines unteren Randes eine gegen den Schleuderbesen vorragende Verteilerleiste tragen, die einen Staueffekt für das vom Prallschild abrieselnde Streugut bewirkt, so dass auf das Streugut eine zusätzliche, die Verteilung des Streugutes über die Schildlänge verbessernde Kraftkomponente quer zur Fahrtrichtung ausgeübt wird.
Damit das gesamte im Bereich des Strassenrandes angesammelte Streugut wieder über die Fahrbahn verteilt werden kann, kann dem Schleuderbesen zumindest auf der Strassenrandseite ein Seitenbesen vorgelagert werden, der das seitliche Streugut vor den Schleuderbesen kehrt, um vom Schleuderbesen erfasst und mittels des Prallschildes verteilt zu werden.
Wenn stark verdichtetes oder verklebtes Streugut vorliegt, können dem Schleuderbesen auch Auflockerungszinken od. dgl. vorgelagert werden, die das angesammelte Streugut zunächst aufreissen, damit es dann vom Schleuderbesen oder einem Seitenbesen leichter erfasst werden kann.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Verteilen von Winterstreusplitt auf Strassen in einer schematischen Seitenansicht und Fig. 2 diese Vorrichtung in einer schematischen Draufsicht.
Die dargestellte Vorrichtung weist ein Gestell-l-auf, das über Laufräder --2-- auf der Strasse abgestützt ist und über eine Kupplung --3-- an ein Schleppfahrzeug angehängt oder angebaut werden kann. Das Gestell-l-ist mit einem Portalträger --4-- versehen, in dem eine Längsstrebe --5-- verschiebbar gehalten ist.
Die jeweilige Verschiebestellung kann dabei über einen Steck bolzen --6-- festgelegt werden, der eine Führungshülse --7-- des Portalträgers --4-- und die Längsstrebe --5-- in einer von mehreren Durchstecköffnungen --8-- durchsetzt. An der Längsstrebe --5--, die die Kupplung --3-- trägt und mit einem höhenverstellbaren Stützrad --9-- versehen ist, ist ein zylindrischer Schleuderbesen --10-- gelagert, der sich quer zur Fahrtrichtung --11-- erstreckt und mit Hilfe eines Motors --12-- im Sinne des Pfeiles 13 angetrieben wird.
Der Schleuderbesen --10-- ist dabei mit seinem Gehäuse --14-- um eine stehende Achse --15-schwenkverstellbar an der Längsstrebe --5-- befestigt, wobei die einzelnen Schwenkstellungen durch einen Steckbolzen --16-- fixiert werden können. Dieser die Längsstrebe --5-- durchsetzen- de Steckbolzen --16-- greift nämlich in eine von mehreren Stecköffnungen --17-- einer am Ge- häuse --14-- vorgesehenen Scheibe --18-- ein.
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gert ist. Die gewählte Höhenstellung ist wieder durch einen Steckbolzen --22-- gesichert, der in eine der vorgesehenen Durchstecköffnungen --23-- der Träger --20-- eingesteckt wird.
Die Füh-
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gegenüber dem Portalträger --4-- gelagert, so dass mit einer Verschwenkung des Querträgers --24-auch das Prallschild --19-- verschwenkt wird. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass der Querträger --24-- in einem stehenden Holm --25-- drehbar gelagert ist, der in seiner Längsrichtung verstellbar in den Portalträger --4-- eingreift. Ein weiterer Steckbolzen --26-- fixiert dabei die jeweilige Verschiebestellung. Zum Festlegen der Schwenkverstellung des Querträgers --24-und damit des Prallschildes --19-- dient eine Rastscheibe --27-- am Holm --25--, die mit einer
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Gegenscheibe --28-- des Querträgers --24-- mittels eines Steckbolzens --29-- in den verschiedenen Drehstellungen verbunden werden kann.
Mit Hilfe einer solchen Vorrichtung können die Streusplittansammlungen auf der Fahrbahn und am Strassenrand vom Schleuderbesen --10-- einfach erfasst und gegen das Prallschild --19-geschleudert werden, das im Zusammenwirken mit dem Schleuderbesen --10-- für eine gleichmässige Verteilung des abgetragenen Streusplitts über die Fahrbahnbreite sorgt. Zu diesem Zweck weist das Prallschild --19-- einen unteren, etwa vertikal verlaufenden Abschnitt --19a-- und einen daran anschliessenden oberen, gegen den Schleuderbesen --10-- konkav gekrümmten Abschnitt - auf, so dass das aufprallende Streugut im wesentlichen entlang des Prallschildes --19--
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mässige Verteilung des entlang des Prallschildes abgleitenden Streugutes über die Fahrbahnbreite.
Durch die verschiedenen Einstellmöglichkeiten des Schleuderbesens --10-- und des Prallschildes - gegeneinander und gegenüber der Fahrbahn lassen sich die jeweils vorteilhaftesten Streubedingungen sicherstellen.
Um seitliche Streusplittansammlungen sicher erfassen zu können, kann dem Schleuderbesen --10-- ein Seitenbesen --31-- vorgelagert werden, der auf einem auf dem Gehäuse --14-- des Schleuderbesens --10-- gelagerten Schwenkhebel --32-- befestigt ist und durch einen Motor --33-- angetrieben werden kann. Aus der gezeichneten Arbeitsstellung kann der Seitenbesen um seine Schwenkachse --34-- in eine Ruhelage hochgeschwenkt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Verteilen von Winterstreusplitt auf Strassen mit einem auf der Strasse durch Laufräder abgestützten Gestell, das einen um eine liegende Drehachse antreibbaren Schleuderbesen für den Winterstreusplitt und ein Prallschild für den abgeschleuderten Winterstreusplitt trägt, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Drehachse des zylindrischen Schleuderbesens (10) quer zur Fahrtrichtung erstreckt, dass der Schleuderbesen (10) im Vorwärtsdrehsinn der Laufräder (2) um seine Drehachse antreibbar ist und dass das Prallschild (19) dem Schleuderbesen (10) mit Abstand in Fahrtrichtung (11) nachgeordnet ist.