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Die Erfindung bezieht sich auf einen Hochspannungsblinker zur Anzeige gefährlicher Spannungen durch ein Blinksignal, der an spannungsführenden Teilen anbringbar ist und nur eine einpolige metallische Verbindung mit einem der spannungsführenden Teile aufweist, während die Einspeisung des Potentials der andern Polarität kapazitiv erfolgt, und der einen von der anzuzeigenden Spannung gespeisten Impulsgenerator umfasst, an dessen Ausgang das Anzeigeelement, insbesondere eine Glimmlampe, angeschlossen ist.
Geräte zur Anzeige gefährlicher Spannungen, insbesondere im Bereich von Mittel- und Hochspannungsschaltanlagen werden vielfach eingesetzt und sind für eine dauernde Anzeige des Spannungszustandes aus Sicherheitsgründen wesentlich. Der Einbau von Hochspannungsindikatoren kann vor bzw. nach Schaltgeräten oder andern Trennstellen erfolgen. Ortsfest eingebaute Hochspannungsindikatoren dienen besonders dort der Sicherheit, wo die Möglichkeit von Rückspannungen in den Zellen gegeben ist. Sie haben zudem den Vorteil, dass. mit ihrer Hilfe auf einfachstem Wege festgestellt werden kann, welcher Netzaussenleiter (Phase) erdschlussbehaftet ist. Hochspannungsindikato-- ren stellen somit einen wesentlichen Beitrag zu erhöhtem Arbeitsschutz dar.
Wegen der ohnehin stets wachsenden psychischen Beanspruchung des Personals werden Warneinrichtungen von staatlichen und privaten Arbeitsschutzinstitutionen sowie von den Betrieben selbst im zunehmenden Masse verlangt.
Die im Bereich von Mittel- und Hochspannungsanlagen immer wieder vorkommenden schweren Unfälle, auch mit tödliche Ausgang, haben zur Entwicklung verschiedener Warneinrichtungen geführt.
Es sind weiters verschiedene Hochspannungsindikatoren bekannt, die das Vorhandensein gefährlicher Spannungen optisch und bzw. oder akustisch anzeigen (DE-PS Nr. 888884 und Nr. 972654).
Das Warnsignal wird bei diesen Indikatoren als Dauerlicht einer Glimmröhre und bzw. oder als prasselndes Geräusch einer Funkenstrecken-Entladung gegeben. Da vor allem bei Tageslicht Dauerlichtsignale nicht sonderlich auffällig sind und bei akustischen Signalen, insbesondere bei mehreren in einem Raum ortsfest angeordneten Indikatoren, eine eindeutige räumliche Zuordnung der Signale zu den jeweiligen Bauteilen problematisch ist, wurde auch schon vorgeschlagen, als Warnsignal ein optisches Blinksignal zu verwenden.
Gemäss einem solchen, aus der DE-PS Nr. 937299 bekannten Vorschlag wird bei einem Spannungssucher für mobilen Einsatz ein von der anzuzeigenden Hochspannung gespeister Glimmlampen-Kippschwingungsgenerator verwendet, wobei eine einpolige metallische Verbindung mit einem der spannungsführenden Teile der Anlage vorgesehen ist, während das Potential der andern Polarität dem Spannungssucher kapazitiv eingespeist wird.
Die Verwendung von Blinklicht an Stelle von Dauerlicht stellt bereits einen wesentlichen Fortschritt hinsichtlich Auffälligkeit und Erkennbarkeit des Warnsignals dar ; in manchen Anwendungsfällen wird jedoch als ein gewisser Mangel die Abhängigkeit der Blinkfrequenz von der Höhe der anzuzeigenden Spannung gewertet. Dies insbesondere dann, wenn ausser mit der normalen Betriebsspannung einer Hochspannungsanlage auch mit Rückspannungen gerechnet werden muss, deren Amplitude geringer ist als die der Betriebsspannung. Es kann dann der Fall eintreten, dass die für die Höhe der Betriebsspannung optimal auf etwa 1 Hz eingestellte Blinkfrequenz für die geringere Höhe der Rückspannung so weit absinkt, dass eine ordnungsgemässe Warnfunktion des Hochspannungsblinkers nicht mehr mit Sicherheit gewährleistet ist.
Ein gewisser Ausgleich dieses Mangels lässt sich bei Hochspannungsblinkern, deren Blinkfrequenz von aussen beeinflussbar bzw. einstellbar ist, zwar erzielen, jedoch ist ein solcher Einstellvorgang zeitraubend und nicht immer wirklich zielführend, da die Höhe der Rückspannungen ja nicht von vornherein bekannt ist.
Aus der DE-AS 1136774 ist weiters ein Hochspannungsprüfer für mobilen Einsatz mit akustischer Signalanzeige bekannt. Dieser bekannte Hochspannungsprüfer gibt bei Spannungslosigkeit der zu überprüfenden Leitung einen Dauerton ab, bei Auftreten einer Spannung verstummt der Spannungsprüfer. Abgesehen von dieser vom sicherheitstechnischen Standpunkt sinnwidrigen bzw. verkehrten Signalzuordnung (Spannung ja-Ton nein ; Spannung nein - Ton ja) ist ein Arbeiten an einer spannungslosen Leitung unter Dauerton sicherlich wenig angenehm, die Tonlosigkeit im Gefahrenfall wieder wenig signifikant. Wie schon vorher dargelegt, ist bei Einsatz mehrerer solcher Hochspannungsprüfer eine eindeutige räumliche Zuordnung der Signale zu den jeweiligen span-
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nungsführenden Bauteilen nicht möglich.
Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Hochspannungsprü- fers besteht darin, dass er seine Betriebsspannung aus einer Batterie bezieht und somit die Warn- funktion vom Zustand dieser Batterie abhängig ist.
Ziel der Erfindung ist es nun, einen Hochspannungsblinker zu schaffen, der die vorstehend dargelegten Nachteile der bekannten Geräte nicht aufweist und der insbesondere die Blinkfrequenz für einen weiten Bereich der anzuzeigenden Spannung konstant auf den für die Warnfunktion opti- malen Wert von etwa 1 Hz hält, u. zw. ohne Zutun der Bedienungsperson.
Dies wird bei dem eingangs näher bezeichneten Hochspannungsblinker erfindungsgemäss da- durch erreicht, dass der Impulsgenerator ein hinsichtlich seiner Impulsfrequenz fremdgesteuerter
Impulsgenerator ist.
Eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Hochspannungsblinkers ist dadurch gekennzeich- net, dass der fremdgesteuerte Impulsgenerator ein frequenzbestimmendes Element, insbesondere einen
Quarz, enthält, so dass die Frequenz des Blinksignals über den gesamten Bereich der anzuzeigenden Spannungen konstant ist.
Eine andere bei Gleichspannungen zwar nicht anwendbare, dafür aber besonders elegante erfindungsgemässe Lösung ist dadurch gekennzeichnet, dass der fremdgesteuerte Impulsgenerator einen Frequenzteiler enthält, der die Frequenz der anzuzeigenden Spannung bis zu der gewünschten Blinkfrequenz des Anzeigeelementes reduziert, so dass die Frequenz des Blinksignals mit jener der anzuzeigenden Spannung synchronisiert ist.
Die Erfindung wird nun an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Die mit dem Hochspannungspfeil gekennzeichnete Eingangsklemme symbolisiert die einpolige metallische Verbindung des Hochspannungsblinkers mit dem spannungsführenden Teil der Hochspannungsanlage. Die Hochspannung wird nach entsprechender Herabsetzung durch den Vorwiderstand - -r2-- an die Gleichrichter-Brückenschaltung --nI bis n4-- angelegt ; der zweite Pol der Hochspannung wird-wie bei Hochspannungsindikatoren üblich - über die Kapazität k2 kapazitiv eingekoppelt. Diese Kapazität besteht zumeist aus im Hochspannungsblinker angeordneten metallischen Platten oder Belägen, deren Kapazität gegenüber den auf Erdpotential liegenden Teilen der Hochspannungsanlage durch den Kondensator --k2-- symbolisiert wird.
Über einen Vorwiderstand --r3-- und zwei Zenerdioden --zl und z2-- werden die Betriebsspannung für die als Anzeigeelement vorgesehene Glimmlampe --pl-- und die Versorgungsspannung für die weiteren Elektronikbausteine dem Gleichrichterausgang entnommen. Die Dioden --n5 und n6-- sowie die Kondensatoren-kl und k3-- führen zur Realisierung einer ausreichend guten Gleichspannungsversorgung.
Vor der Diode --n6-- tritt auf Grund der Restwelligkeit ein Wechselsignal auf. Dieses Wechselsignal ist snychron mit der doppelten Netzfrequenz der anliegenden Nennspannung (z. B. 100 Hz).
Durch Teilung (z. B. 100 : 1) mittels eines elektronischen Frequenzteilers --FT-- und Ansteuerung über den Transistor --tl-- mit Widerstand --r4-- im Emitterkreis wird der im Stromkreis der Glimmlampe --pl-- liegende Transistor --t2-- geschaltet. Wird z. B. der Transistor --t2-- mit einer Periode von 1 Hz geschaltet, so ist er 500 ms geöffnet und 500 ms geschlossen. Daraus ergibt sich ein symmetrisches Blinken der Glimmlampe --pl--. Der Widerstand --rl-- dient zur Strombegrenzung.
Eine Einstellung der Blinkfrequenz ist bei dieser Schaltungsanordnung nicht mehr erforderlich, das Blinken tritt mit derselben Genauigkeit wie die Netzfrequenz auf. Bei dieser Schaltung ist auch die Blinkfrequenz von der Höhe der Versorgungsspannung unabhängig. Der mechanische Aufwand wird bei der Anordnung wesentlich reduziert und die Baugrössen der elektrischen Komponenten werden verkleinert.
Eine analoge Schaltung lässt sich selbstverständlich auch mit einem quarzgesteuerten bzw.
- stabilisierenden Impulsgeber aubauen, dessen Versorgungsspannung von der anzuzeigenden Gleichoder Wechselspannung abgeleitet ist.