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Die Erfindung betrifft eine quergeteilte Rückwand für den Aufbau eines Lastkraftfahrzeuges, deren Oberteil als an ihrem oberen Ende um eine horizontale Querachse schwenkbar am Aufbau angebrachte Klappe ausgebildet ist und deren Unterteil aus einer mittels einer Hubeinrichtung heb-und senkbaren sowie zwischen einer vertikalen und einer horizontalen Stellung verschwenkba- ren Ladeplattform besteht, wobei die durch die Kraft einer Feder nach oben in die Offenstellung bewegbare Klappe durch eine Betätigungseinrichtung in Abhängigkeit von der Bewegung der Lade- plattform in ihre Schliessstellung verschwenkbar ist.
Aus der DE-AS 2410116 ist eine quergeteilte Rückwand eines Lastkraftwagenaufbaues bekanntge- worden, deren Oberteil nach oben um eine horizontale Achse klappbar ist und durch die Kraft einer Feder in seiner Offenstellung gehalten wird. Der Unterteil ist als mittels einer Hubeinrich- tung heb- und senkbare sowie zwischen einer vertikalen und horizontalen Stellung schwenkbare
Ladeplattform ausgebildet. Der Oberteil wird mittels einer Betätigungseinrichtung in Abhängigkeit von der Bewegung der Ladeplattform von der Offenstellung in die Schliessstellung gebracht und dort durch die angehobene und hochgeschwenkte Ladeplattform verriegelt.
Dies bedeutet im praktischen Betrieb, dass zunächst die Ladeplattform zumindest so weit abge- senkt werden muss, dass die Verriegelung ausser Eingriff kommt, damit der Oberteil nach oben schwenken kann. Um Ladegüter aus dem Inneren des Lastkraftwagens auf die Ladeplattform trans- portieren zu können, muss diese wieder in ihre oberste Stellung hochgefahren werden, was über die Betätigungseinrichtung ein zwangsläufiges Schliessen der oberen Klappe bewirkt. Damit steht für sperrige Güter nicht die gesamte Innenraumhöhe des Lastkraftwagens für den Transport auf die Ladeplattform zur Verfügung.
Zur Vermeidung dieser Nachteile und in Anpassung an eine Ausführung einer Ladeplattform, die mittels eines am Fahrzeugchassis gelagerte Parallelogrammlenker aufweisenden, hydraulisch oder elektrisch betätigbaren Hubgestänges bewegbar ist, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass die Hubeinrichtung in an sich bekannter Weise von einem unterhalb des Aufbaues am Fahrzeugchassis schwenkbar gelagerte Parallelogrammlenker aufweisenden, hydraulisch oder elektrisch betätigbaren Hubgestänge gebildet ist und dass als Betätigungseinrichtung für die Klappe ein von dieser an einer Seitenwand des Aufbaues nach unten und entlang des Hubgestänges zur Ladeplattform geführter Bowdenzug vorgesehen ist, dessen Seil einerseits an der Klappe und anderseits an der Ladeplattform angreift und dessen Hülle am Aufbau und am Hubgestänge befestigt ist.
Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung der Rückwand wird der Schliessvorgang der oberen Klappe mit Hilfe dieses Bowdenzuges von den Bewegungsabläufen der Ladeplattform abgeleitet und damit eine einfache und zwangsläufige Betätigung erreicht.
Bei Rückwänden heutiger Bauart ist der die Ladeplattform bildende untere Teil mittels des angeführten Hubgestänges einerseits um eine horizontale Achse drehbar und anderseits zwischen der Ladefläche und dem Strassenniveau heb-und senkbar. Der Bewegungsablauf erfolgt hiebei im wesentlichen in drei Phasen : In der ersten Phase steht die Ladeplattform senkrecht und verschliesst ganz oder zum grössten Teil die hintere Öffnung des Laderaumes. Bei Beginn der Bewegung schwenkt die Plattform um eine in der Höhe der Ladefläche liegende horizontale Achse, bis ihre Ebene in der Höhe der Ladefläche liegt. In dieser Position können die Ladegüter aus dem Inneren des Laderaumes auf die Plattform gebracht werden.
In Phase zwei wird die Ladeplattform durch den Bewegungsmechanismus parallel abgesenkt, bis der dem Aufbau am nächsten liegende Unterteil der Plattform am Strassenboden aufliegt. Diese Bewegung erfolgt um eine zweite horizontale Achse, die unterhalb der Ladefläche des Aufbaues liegt. Dieser Teil muss ja mit Rücksicht auf die durch die Belastung auftretenden Biegemomente stärker dimensioniert sein, so dass sich im wesentlichen ein keilförmiger Querschnitt der Plattform ergibt. In der dritten Phase wird nun die Unterseite des freien Endes der Plattform zum Anliegen am Boden gebracht, so dass zwar deren Oberfläche leicht schräg steht, die Transportgüter aber allseitig leicht entladen werden können.
Bei der erfindungsgemässen Ausführung der Rückwand führt das Seil des Bowdenzuges zu einem Hebel, der an der horizontalen Schwenkachse der oberen Klappe drehbar angreift und dessen Länge so bemessen ist, dass der Schwenkwinkel zum vollen Öffnen der oberen Klappe mit der durch den Weg des Bowdenzuges gegebenen Länge ausreicht. Der Bowdenzug ist weiterhin entlang des Aufbaues nach unten zu der unter dem Aufbau am Fahrzeugchassis vorgesehenen Lagerachse des
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Hubgestänges und von dort entlang des Hubgestänges zur Ladeplattform geführt. Durch diese Art der Führung wird erreicht, dass während des Umlegens der Ladeplattform und des anschliessenden
Absenkvorganges keine Längenänderung der Hülle des Bodenzuges auftreten kann.
Das zugehörige
Seilende des Bowdenzuges greift an einem Ansatz an, der an der Ladeplattform in einem solchen
Abstand von deren horizontaler Drehachse angeordnet ist, dass die Länge des Seils des Bowdenzuges zum einwandfreien Öffnen der oberen Rückwandklappe während der ersten Phase-Ausschwenken der Ladebordwand von der Vertikalen in die Horizontale - ausreichend ist. Diese Öffnung gegen das Eigengewicht der Klappe wird durch eine wie üblich vorgesehene Feder, meist in Kombination mit einem Gasdruckdämpfer, bewirkt.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Betätigungseinrichtung ist dadurch ge- kennzeichnet, dass die Befestigung der Hülle am Aufbau und/oder am Hubgestänge zur Längeneinstel- lung in an sich bekannter Weise über einen zylindrischen Schraubkörper mit Kontermutter erfolgt.
Durch diese erfindungsgemässe Ausgestaltung ist es möglich, den Bowdenzug so zu justieren, dass die obere Klappe noch sicher geschlossen ist, wenn die Öffnungsphase der Rückwand beginnt. Bei weiterer Bewegung gibt die obere Kante der Ladeplattform die untere Kante der oberen Klappe frei und diese schwenkt unter dem Zug der Feder und gegen die nachlassende Kraft des Bowdenzuges nach oben. Mit der Absenkung der Ladeplattform in der dritten Phase ist der Bowdenzug vollkom- men entspannt.
Der Schliessvorgang erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Rückwand zeichnet sich dadurch aus, dass der Bowdenzug aus zwei über einen oberhalb der Lagerstelle des Hubgestänges mit seinem einen Ende schwenkbar am Fahrzeugchassis gelagerten Hebel miteinander verbundenen Abschnitten besteht, und am Hebel im Abstand von dessen freiem Ende eine am Fahrzeugchassis fixierte Feder angreift, wobei das hebelseitige Seilende des der Klappe zugeordneten oberen Bowdenzugabschnittes oberhalb und das hebelseitige Seilende des der Ladeplattform zugeordneten unteren Bowdenzugabschnittes unterhalb des Angriffspunktes der Feder am Hebel befestigt ist.
Bei dieser Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist es möglich, die Bowdenzugteile voneinander unabhängig zu justieren und damit eine noch bessere Anpassbarkeit der Teile der quergeteilten Rückwand in der Schliess- und Öffnungsstellung zu erreichen.
In den Zeichnungen sind als Beispiel Ausführungsformen der erfindungsgemässen Rückwand dargestellt. Hiebei zeigt Fig. 1 eine erste Ausführungsform, Fig. 2 ein Detail und Fig. 3 eine zweite Ausführungsform.
Die Fig. 1 zeigt den hinteren Teil des Aufbaues eines Lastkraftwagens, dessen Rückwand quergeteilt ist. Der Unterteil dieser Rückwand ist als mittels eines am Fahrzeugchassis gelagerte Parallelogrammlenker aufweisenden Hubgestänges --3-- hydraulisch oder elektrisch heb- und senkbare sowie zwischen einer vertikalen und einer horizontalen Stellung verschwenkbare Ladeplattform --1-- ausgebildet. Der Oberteil der Rückwand besteht aus einer um eine horizontale Querachse - nach oben schwenkbaren Klappe --2--, die durch die Kraft einer einerseits an der Seitenwand --8-- des Aufbaues --9-- und anderseits an der Klappe --2-- angreifenden Feder --21-in ihrer Offenstellung gehalten ist.
An der Klappe --2-- ist ferner ein Bowdenzug --4-- befestigt, durch den die Klappe --2-in Abhängigkeit von der Bewegung der Ladeplattform --1-- in ihre Schliessstellung schwenkbar ist. Die Hülle --16-- des Bowdenzuges --4-- führt von ihrer Befestigungsstelle --7-- an der Aufbauseitenwand --8-- entlang dieser Seitenwand nach unten zu einer zweiten Befestigungsstelle --11-- am Hubgestänge-3--. Die Befestigung der Bowdenzughülle --16-- an der Stelle --11-- erfolgt in bekannter Weise zur Längeneinstellung über einen zylindrischen Schraubkörper mit Kontermutter. Das Seil des Bowdenzuges --4-- ist mit seinem unteren Ende --12-- an einem Ansatz --13- der Ladeplattform --1-- und mit seinem oberen Ende an der Klappe --2-- angebracht.
Eine weitere Ausführungsform ist in Fig. 3 dargestellt, in der gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen sind.
Bei dieser Variante ist der Bowdenzug in zwei Abschnitte --23, 28-- unterteilt, wobei die Hülle des oberen Abschnittes --23-- von der Befestigungsstelle --7-- zu einer unteren Befesti- gungsstelle--24--führt, an der wieder der bereits beschriebene Schraubkörper zum Ausgleich
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der Länge angeordnet sein kann.
Das Seil des oberen Abschnittes --23-- führt zu einem Ansatzpunkt --25-- an einem Hebel - -26--, der um eine Achse --27-- drehbar am Rahmen des Fahrgestells angeordnet ist.
Die Hülle des zweiten Abschnittes --2-- des Bowdenzuges führt von einer Befestigungsstelle --29-- zu der gleichen Befestigungsstelle --11-- am Hubgestänge wie in Fig. 1. Das zugehörige Seil ist mit seinem einen Ende in gleicher Weise wie in Fig. 1 an einem Ansatz --13-- der Ladeplattform-l-befestigt. Das andere Ende diese Seils greift bei --30-- am Hebel --26-- an.
Von einer weiteren Stelle --31-- am Hebel --26-- ist eine Feder --32-- zu einem Fixpunkt --34-- am Chassis gespannt, die somit einen dauernden Zug auf den Hebel --26-- bzw. die Seilenden der Bowdenzugabschnitte --23 und 28-- ausübt und damit eine Öffnung der oberen Klappe bewirkt.
Die Abstände zwischen den Angriffspunkten --25, 30 und 31-- am Hebel --26-- sind so gewählt, dass die notwendigen Wege für die Bewegung der oberen Rückwandklappe in Abhängigkeit von der Stellung der Ladeplattform-l-erreicht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Quergeteilte Rückwand für den Aufbau eines Lastkraftfahrzeuges, deren Oberteil als an ihrem oberen Ende um eine horizontale Querachse schwenkbar am Aufbau angebrachte Klappe ausgebildet ist und deren Unterteil aus einer mittels einer Hubeinrichtung heb- und senkbaren sowie zwischen einer vertikalen und einer horizontalen Stellung verschwenkbaren Ladeplattform besteht, wobei die durch die Kraft einer Feder nach oben in die Offenstellung bewegbare Klappe durch eine Betätigungseinrichtung in Abhängigkeit von der Beegung der Ladeplattform in ihre Schliessstellung verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet dass die Hubeinrichtung in an sich bekannter Weise von einem unterhalb des Aufbaues (9) am Fahrzeugchassis schwenkbar gelagerte Parallelogrammlenker aufweisenden hydraulisch oder elektrisch betätigbaren Hubgestänge (3)
gebildet ist und dass als Betätigungseinrichtung für die Klappe (2) ein von dieser an einer Seitenwand (8) des
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