<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Verschraubung für einen auf einem Grundkörper anzubringenden
Montageteil, die pro Schraubverbindung eine im Montageteil eingesetzte Hülse, welche im verschraub- ten Zustand von einem im Grundkörper verankerten Bolzen durchsetzt ist, und einen dauernd am Montageteil gehaltenen Drehknopf zum Herstellen und Lösen der Schraubverbindung aufweist.
Unter der Bezeichnung"Camlock"sind derartige Einrichtungen bekannt, bei denen die
Bolzen fest mit dem Drehknopf verbunden sind und auf freien Enden diametral abstehende Vorsprün- ge aufweisen. Der mit dem Montageteil zu verbindende Grundkörper ist mit einem Langloch ver- sehen, durch welches das Ende des Bolzens hindurchgesteckt wird, worauf er verdreht wird und die Vorsprünge in einer Raste an der Rückseite des Grundkörpers einrastet, wobei zwischen der Hülse und dem Drehknopf eine Druckfeder wirksam ist. Diese Befestigungseinrichtungen sind relativ teuer, und ein weiteres Problem liegt darin, dass bei mehreren Verbindungen eine relativ grosse Präzision gegeben sein muss, um beispielsweise vier oder sechs Bolzen mit den entsprechenden
Löchern im Grundkörper fluchten zu lassen.
Dabei ergibt sich noch die Schwierigkeit, dass die
Vorsprünge jedes Bolzens in Übereinstimmung mit dem Langloch verdreht werden müssen. Die
Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gestellt, bei einer Verschraubung der eingangs genannten
Art in einfacher und billig herstellbarer Weise den Drehknopf dauerhaft mit der Hülse in Verbin- dung zu halten. Dabei soll bevorzugt auch dann eine leicht herstellbare Verbindung geschaffen werden, wenn Montageteil und Grundkörper nicht genau zur Deckung gebracht werden können.
Dies wird erfindungsgemäss nun dadurch erreicht, und dass der Bolzen, der in an sich bekannter Weise an seinem freien Ende ein Gewinde trägt, welches in ein Innengewinde im Dreh- knopf eingreift, mit dem Grundkörper verbunden ist, und dass der Drehknopf lose an einem Flansch der Hülse gehalten ist, welchen er mit einem einspringenden Rand übergreift. Die Aufteilung der Verschraubung in zwei voneinander getrennte Teile, von denen der Bolzen als fester Bestand- teil des Grundkörpers von diesem hochsteht, und die Hülse mit dem Drehknopf als unverlierbarer
Bestandteil des Montageteils ausgebildet ist, gestattet die vereinfachte Herstellung, da der
Drehknopf aus Kunststoff gefertigt werden kann, und unmittelbar auf die in den Montageteil eingesetzte Hülse aufgeschnappt wird. Der Bolzen kann etwa einen Gewindeansatz aufweisen und damit in den Grundkörper eingeschraubt sein.
Ebenso kann auch die Hülse mit einem Aussenge- winde versehen und in den Montageteil eingeschraubt sein.
Bolzen, die einen verbreiterten Kopf aufweisen und am freien Ende ein Gewinde tragen, auf das ein Drehknopf aufgeschraubt ist, sind in verschiedenen Ausführungen von Verschlüssen für Thermoskannen und Flaschen bekannt (z. B. EP-A-58362, DE-AS 1429908). Dabei wird zwischen dem Bolzenkopf und einem Verschlussteil, durch den der Bolzen ragt, ein elastischer Stopfen geklemmt, wobei das Anziehen des Drehknopfes den Stopfen spreizt und ihn an der Öffnungswand der Kanne oder Flasche klemmt. Derartige Verschlüsse sind Verschlüsse für Öffnungen und nicht Verbindungen eines Grundkörpers mit einem Montageteil. Darüber hinaus liegt das Problem der Passgenauigkeit mehrerer gleichzeitig herzustellender Verbindungen nicht vor.
Zur Lösung dieses Problems ist in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung vorgesehen, dass die lichte Weite der Hülse grösser als der Aussendurchmesser des Bolzens ist, wobei zwischen dem Drehknopf und der Hülse dasselbe radiale Spiel vorgesehen ist. Hiedurch ist eine Horizontalverschiebung der zu verbindenden Elemente möglich, da die Hülse um den gleichen Betrag sowohl zum Drehknopf als auch zum Bolzen verschiebbar ist, so dass der Drehknopf auch im Fall von Fertigungstoleranzen mit dem Bolzen in Eingriff gebracht werden kann.
Nachstehend wird nun die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein. Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch die Verschraubung bei geöffnetem und Fig. 2 einen Vertikalschnitt bei geschlossenem Montageteil.
Die dargestellte Einrichtung stellt eine lösbare Verbindung eines Montageteils --6-- mit einem Grundkörper --7-- dar, wobei ein Drehknopf --1-- unverlierbar mit dem Montageteil --6-verbunden ist. Zu diesem Zweck wird in eine Gewindebohrung --13-- des Montageteils --6-eine Hülse --4-- eingeschraubt (Aussengewinde --12--), bis sie mit dem Absatz --11-- auf dem Montageteil --6-- aufliegt und somit mit dem Montageteil --6-- fest verbunden ist. Der Drehknopf --1-- besteht aus Kunststoff und wird auf die Hülse --4-- einfach aufgeschnappt, wobei der einspringende Rand --2-- des Drehknopfes --1-- den Flansch --14-- der Hülse --4--
<Desc/Clms Page number 2>
übergreift.
Der Drehknopf --1-- weist einen Aufnahmeraum --5-- auf, der grösser als der hoch- stehende Teil der Hülse --4-- ist, so dass der Drehknopf aus der Hülse --4-- verschiebbar ist. Der Aussendurchmesser des Flansches --14-- der Hülse --4-- ist kleiner als der Innendurch- messer des Aufnahmeraumes --5--, so dass zwischen dem Drehknopf --1-- und der Hülse --4-- auch ein radiales Spiel --a-- gegeben ist. Im Grundkörper --7-- ist ebenfalls eine Gewindeboh- rung vorgesehen, in die ein Bolzen --8-- mit einem Aussengewinde --9-- eingeschraubt ist, das an seinem Kopfteil vorgesehen ist.
Der Bolzen --8-- passt ebenfalls mit Spiel --a-- in die Hül- se --4-- und ist an seinem freien Ende mit einem Gewinde --10-- versehen, welches beim Aufsetzen des Montageteils --6-- in das Innengewinde --3-- des Drehknopfes --1-- eingreift (Fig. 2). Durch Verdrehen des Drehknopfes --1-- werden somit Montageteil --6-- und Grundkörper --7-- fest miteinander verbunden. Wie vor allem aus Fig. 2 ersichtlich, ist durch das doppelte radiale Spiel-a--zwischen der Hülse --4-- und dem Bolzen --8-- bzw. Hülse --4-- und dem Drehknopf --1-- eine Horizontalverschiebung des Montageteils --6-- (Pfeil A) möglich.
Dies bedeutet umgekehrt, dass Passungenauigkeiten bei einer Verschraubung mit mehreren Verbindungen zu keinen Montageproblemen führen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verschraubung für einen auf einem Grundkörper anzubringenden Montageteil, die pro Schraubverbindung eine im Montageteil eingesetzte Hülse, welche im verschraubten Zustand von einem im Grundkörper verankerten Bolzen durchsetzt ist, und einen dauernd am Montageteil gehaltenen Drehknopf zum Herstellen und Lösen der Schraubverbindung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (8), der in an sich bekannter Weise an seinem freien Ende ein Gewinde (10) trägt, welches in ein Innengewinde (3) im Drehknopf (1) eingreift, mit dem Grundkörper (7) verbunden ist, und dass der Drehknopf (1) lose an einem Flansch (14) der Hülse (4) gehalten ist, welchen er mit einem einspringenden Rand (2) übergreift.
EMI2.1