AT386338B - Verfahren zur herstellung von lagerstabilen, intravenoes zu verabreichenden, waessrigen proteinloesungen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von lagerstabilen, intravenoes zu verabreichenden, waessrigen proteinloesungen

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    • C07K16/00—Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies
    • C07K16/06—Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies from serum
    • C07K16/065—Purification, fragmentation
    • A—HUMAN NECESSITIES
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    • A61K35/00—Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
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Description


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   Die Erfindung betrifft die Herstellung von lagerstabilen, intravenös zu verabreichenden, wässerigen Proteinlösungen, insbesondere von Infusionslösungen, aus Humanplasma oder Human- serum. 



   Die intravenöse Verarbeitung von Proteinlösungen findet in der Medizin zu verschiedenen
Zwecken verbreitet Anwendung. Sie dient einerseits zu Zwecken der parenteralen Ernährung, dient aber anderseits auch zur unterstützenden Behandlung bei Infekten oder zur Behandlung von Schockzuständen. Diese Lösungen besitzen jedoch den Nachteil, dass sie oft schon nach relativ kurzer Lagerungszeit, manchmal sogar schon gleich nach der Abfüllung des Präparates, zur
Ausscheidung fester Proteinpartikel neigen, eine Erscheinung, die auf das Vorhandensein denaturier- ter Proteine zurückgeführt wird. Derartige feste Ausscheidungen machen solche Lösungen für die intravenöse Verabreichung, insbesondere als Infusion,. ungeeignet. 



   Es konnte nun gefunden werden, dass die Neigung zur Niederschlagsbildung bei solchen
Proteinlösungen unterbunden werden kann, indem man jene Proteinanteile, die die Instabilität der Lösung bewirken, durch Behandlung der Lösung mit Luft und anschliessende Inkubation der Lösung etwa bei Körpertemperatur gezielt und selektiv zur Ausscheidung bringt und abtrennt. 



   Die so erhaltenen Lösungen zeigen dann keinerlei Tendenz zur Niederschlagsbildung mehr und können problemlos gelagert und verabreicht werden. 



   Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung von lagerstabilen, intravenös zu verabreichenden, wässerigen Proteinlösungen aus Humanplasma oder Humanserum durch wiederholte Reinigungs- und Anreicherungsschritte, wie Fällen, Filtrieren, Adsorbieren und Dialysieren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man in die gereinigte und angereicherte
Serumproteinlösung während 1 bis 3 h unter Rühren sterile Luft einleitet und die Lösung an- schliessend 2 bis 3 Tage lang auf 30 bis   400C   erhitzt, den dabei auftretenden Proteinniederschlag abtrennt und die Lösung durch Sterilfiltration sterilisiert. 



   Hiebei wird die Hitzebehandlung vorzugsweise bei etwa   37 C   durchgeführt. 



   Es war überraschend, dass es möglich ist, durch eine so einfache Behandlung eine selektive Alterung und Ausflockung der denaturierten Proteine zu erzielen, die eine weitere Fraktionierung zu Reinigungszwecken überflüssig macht. 



   Die Abtrennung der ausgeflockten Proteine gelingt auf übliche Weise, insbesondere durch eine übliche Klarfiltration, wobei Silikate (Aerosil, Celite), Cellulosen (Filtercell)   od. ähnl.   als Filtermittel dienen können. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist auf alle, auf übliche Weise hergestellte, wässerige Proteinlösungen anwendbar, die die geschilderte Instabilität aufweisen. Bevorzugt können damit Lösungen behandelt werden, die neben Albumin auch Plasmaproteinfraktionen, insbesondere einschliesslich Immunglobulinen enthalten, da vor allem die hochmolekularen Immunglobuline stark der Gefahr der Denaturierung ausgesetzt sind. 



   Beispiel :
Durch 10   l   einer 5%igen, durch Ammoniumsulfatfraktionierung und Mischung der Albuminmit der Globulinfraktion hergestellten Serumproteinlösung mit einem Gehalt von 15 Relativprozent Immunglobulinen wurde unter Rühren 2 h lang bei Zimmertemperatur sterile Luft geblasen. Die so erhaltene Lösung wurde anschliessend auf   37 C   erwärmt und diese Temperatur wurde 3 Tage lang konstant gehalten. Der erhaltene Niederschlag wurde durch Klärfiltration von ausgeschiedenen Proteinanteilen abfiltriert, anschliessend durch Sterilfiltration sterilisiert und abgefüllt. Der Proteinverlust durch die Behandlung betrug 5%. Die Lösung blieb bei zweimonatiger Lagerung völlig klar. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von lagerstabilen, intravenös zu verabreichenden, wässerigen Proteinlösungen aus Humanplasma oder Humanserum durch wiederholte Reinigungs- und Anreicherungsschritte, wie Fällen, Filtrieren, Adsorbieren und Dialysieren, dadurch gekennzeichnet, dass man in die gereinigte und angereicherte Serumproteinlösung während 1 bis 3 h unter Rühren <Desc/Clms Page number 2> sterile Luft einleitet und die Lösung anschliessend 2 bis 3 Tage lang auf 30 bis 40 C erhitzt, den dabei auftretenden Proteinniederschlag abtrennt und die Lösung durch Sterilfiltration sterilisiert.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hitzebehandlung bei etwa 37 C durchgeführt wird.
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