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Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsportionierer, insbesondere zur Ausgabe von Getränken, bestehend aus einem an einer Flasche anbringbaren Ausgiesserteil, der bei nach unten gerichtetem Flaschenhals in eine Halterung an einer Ausgabestelle einsteckbar ist, wobei zur Zeitdosierung der Flüssigkeitsabgabe ein ansteuerbares Magnetventil dient, dessen Erregerwicklung in der Halterung und dessen durch eine Feder in der Schliessstellung gehaltenes Ausgabeventil mit von der Erregerwicklung betätigtem Anker im Ausgiesserteil vorgesehen sind, und wobei der Ausgiesserteil ein in die Flasche einragendes sperrbares Luftzuführungsrohr aufweist.
Bei derartigen Flüssigkeitsportionierern ist es möglich, mit wenigen Zapfstelle an der Ausgabestelle das Auslangen zu finden und die momentan oder nur relativ selten benötigten Getränke mit an ihnen verbleibenden Ausgiesserteilen abzustellen. Es ist dabei bekannt, die Ausgiesserteile mit Identifizierungsmerkmalen zu versehen und an der Abgabestelle Identifizierungseinrichtungen vorzusehen, so dass selbsttätig festgestellt wird, welches Getränk ausgabebereit ist. Dabei können in einer zentralen Steuereinheit auch zusätzlich Angaben über den die Ausgabe z. B. über einen Steck- schlüssel vorbereitenden Kellner gespeichert und damit die Abrechnung mit dem Kellner vorbereitet werden. Als Identifizierungsmerkmale werden derzeit mit einem Strichcode versehene Aufschriften am Ausgiesser verwendet.
Für die beschriebene Art der Getränkeausgabe werden Flüssigkeitsportionierer mit ansteuerbarem Magnetventil bevorzugt, da hier die Ansteuerung im Sinne einer Zeitdosierung einfach ist und vor allem eine rasche Getränkeausgabe gewährleistet wird. Die Zeitdosierung ist anderseits bei den bisherigen Ausführungen nicht immer hinreichend genau, da sie von verschiedenen Faktoren, z. B. der Viskosität oder Klebrigkeit der Flüssigkeit, der Temperatur, dem Druck in den das Getränk enthaltenden Flaschen, deren Füllzustand sowie in weiterer Folge auch von der Form des Flaschenhalses abhängt. Es können
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jeweils nur Mittelwerte vorgegeben und erfasst werden.
Der Vorschlag, eine zusätzliche Kontrolle durch Wiegen der Gewichtszunahme eines Aufnahmegefässes einzuführen, hat sich in der Praxis nicht bewährt, da auf den Wiegevorrichtungen die durch das Aufstellen der Gefässe bzw. das Einlassen des Getränkes auftretenden Erschütterungen zu Fehlmessungen führen und überdies die Wiegevorrichtung durch Verschmutzung in ihrer Funktion beeinträchtigt wird.
Bei den bekannten Flüssigkeitsportionierern der eingangs genannten Art wird das Magnetventil als Hubmagnet ausgebildet, der beim Anheben z. B. einen Ventilteller nach oben hin von einem in der Auslassöffnung angebrachten Ventilsitz abhebt. In der Ruhestellung wird das Ventil durch sein Eigengewicht und die Rückholfeder gehalten.
Der Magnetanker taucht, ebenso wie die Rückho)-bzw. Schliessfeder, in die abgegebene Flüssigkeit ein, so dass es hier, da der Magnetanker überdies in Gleitführungen gelagert wird, leicht zu einem Festkleben des Ankers und damit zu Störungen am Portionierer kommt. Hygienisch bedenklich ist auch die bleibende Berührung von dem Getränk mit Feder und Anker und es kommt zu Schwierigkeiten bei der Reinigung. Ein weiterer grundsätzlicher Nachteil der bekannten Portionierer ergibt sich aus einer funktionsbedingten grossen Bauhöhe, die das Abstellen von mit dem Ausgiesserteil versehenen Flaschen in Kühlfächern erschwert oder unmöglich macht. Um zu verhindern, dass z.
B. mittels eines in die Auslauföffnung eingeführten Stiftes der Magnetanker hochgedrückt und damit das Ventil unbefugt zur Flüssigkeitsabgabe geöffnet wird, werden im Auslaufbereich labyrinthartige Sperren vorgesehen, die das Einführen solcher Stifte oder sonstiger Werkzeuge zum beweglichen Teil des Ventiles verhindern sollen. Dadurch ergibt sich anderseits ein ungleichmässiger Auslaufstrahl und eine weitere Vergrösserung der Gesamtbauhöhe des Ausgiesserteiles. Für die Absperrung der Luftzuführungsrohres wird vorzugsweise bisher am in die Flasche einragenden Ende dieses Rohres ein einfaches Absperrventil vorgesehen, dessen Aufgabe nur darin besteht, bei in der Ausschankstellung befindlicher Flasche den Flüssigkeitseintritt in dieses Luftzuführungsrohr zu verhindern.
Es ist bisher üblich, relativ lange, also weit in die Flasche reichende Luftzuführungsrohre zu verwenden, die sich bei gefüllter Flasche ebenfalls mit dieser Flüssigkeit füllen, so dass zunächst beim Zapfvorgang der Luftdurchtritt behindert ist und die Luft auch in weiterer Folge die im Luftzuführungs- rohr angesammelte Flüssigkeit nur schwer verdrängen kann, so dass in der Auslaufgeschwindigkeit der Flüssigkeit je nach dem sehr starke Unterschiede auftreten, ob
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das Ende des Luftzuführungsrohres in die Flüssigkeit eintaucht oder nicht. Wahrend der Getränkeabgabe öffnet das beschriebene Ventil und die Luft tritt in grossen Blasen, die sich zunächst am Ventil sammeln und dann hochsteigen, in die in der Flasche enthaltene Flüssigkeit ein.
Die Blasenbildung hängt bisher von den schon oben erwähnten Faktoren des Getränkes und insbesondere von der Höhe des Flüssigkeitsspiegels in der Flasche über dem Absperrventil des Luftzuführungsrohres ab, so dass das Ausmass der Luftzufuhr und damit die Austrittsgeschwindigkeit des Getränkes beeinflusst werden und es zu den eingangs erwähnten Unzukömmlichkeiten bei der Zeitdosierung kommt.
Hauptaufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Flüssigkeitsportionierers der eingangs genannten Art, bei dem der Ausgiesserteil einen vergleichsweise einfachen Aufbau erhalten kann, eine geringe Bauhöhe besitzt, funktionstüchtig und hygienisch einwandfrei arbeitet, eine weitgehende Sicherung gegen unbefugte Getränkeentnahme durch Betätigung des Magnetventiles durch mechanische Hilfsmittel bietet und bei der Zeitdosierung weitgehend genau arbeitet, also nur geringe Abgabetoleranzen besitzt.
Die gestellte Aufgabe wird prinzipiell dadurch gelöst, dass der Ventilsitz unterseitig an einem unmittelbar an die Flaschenhalsöffnung anschliessenden Auslass des Ausgiesserteiles vorgesehen und der mit dem Anker versehene Ventilkörper aus seiner schlie- ssenden Andrücklage nach unten in eine Öffnungslage verstellbar ist, in der er den Auslass mit einem nach unten offenen Ablaufrohr verbindet, aus dem das zentral durch den Auslass hochragende Luftzuführungsrohr seitlich herausgeführt ist.
Damit wird eine geringere Bauhöhe als bei den bekannten Portionierern gewährleistet und es ist unmöglich, das Magnetventil durch Einführen eines Stiftes od. dgl. zu betätigen, so dass ein einfacher niedriger Auslauf des Ausgiesserteiles vorgesehen werden kann. In der Praxis kann so eine um wenigstens ein Drittel niedrigere Bauhöhe des Ausgiesserteiles als bei den bekannten Portionierern erzielt werden, so dass das Einstellen von mit dem Ausgiesserteil ausgestatteten Flaschen in Kühlfächer problem- los möglich wird.
Da keine Diebstahisicherungen im Auslaufbereich anzubringen sind, kann man auch ein einen gleichmässigen Strahl erzeugendes einfaches Auslaufrohr verwenden und mit hohen Auslaufgeschwindigkeiten arbeiten, was für den Schankbetrieb von besonderem Interesse ist.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass der Anker des Magnetventiles als das Ablaufrohr mit Abstand umschliessendes Rohr ausgebildet ist, mit Umfangsspiel fliegend in einem Rohransatz des Ausgiesserteites) lagert und in ihn, ebenfalls mit Umfangsabstand vom Ausgiesserrohr, die mit ihrem unteren Ende auf einem das Ausgiesserrohr haltenden Endbund des Rohransatzes abgestützte Schliessfeder des Magnetventiles eingreift.
Diese Konstruktion ist äusserst einfach und hat den entscheidenden Vorteil, dass der Anker keine aufwendigen und zum Verkleben neigenden Führungen benötigt, sich aber trotzdem sicher in die Schliessstellung des Ventiles einrichtet, also funktionstüchtig ist. Feder und Anker verbleiben ausserhalb der Flüssigkeitsführung, so dass auch den hygienischen Anforderungen entsprochen wird.
Wenn nach einer Weiterbildung der Endbund des Rohransatzes mit in der Gebrauchsstellung erhöht über dem Ende des Ausgiesserrohres angeordneten Luftzuführungsöffnungen versehen ist, erfolgt eine dauernde Belüftung des Zwischenraumes von Anker und Ablaufrohr, die Luftzuführung ist zumindest weitgehendst in diesem Bereich vom Flüssigkeitsablauf getrennt und ermöglicht den Ablauf allfällig unbeabsichtigt austretender Flüssigkeitsreste, ohne dass diese den Anker oder die Feder verschmutzen bzw. störend bis zur nächsten Flüssigkeitsabgabe im Portionierer zurückgehalten werden.
Wenn in Weiterbildung der Erfindung als untere Abstützung für den Ausgiesserteil in der Halterung ein von der Erregerwicklung erregter ringförmiger Magnetteil vorgesehen ist, dessen Ringöffnung die Luftzuführungsöffnungen freilässt, ergibt sich die Möglichkeit, mit einer relativ niedrigen Spule vorwiegend über den ringförmigen Magnetteil an dem entsprechend niedrigen Anker die notwendigen Betätigungskräfte zu erzeugen, die Betriebssicherheit zu erhöhen und wieder die Bauhöhe zu verringern.
Vereinfacht wird die Ausführung, wenn der Anker gleich oben einen die Feder abstützenden Ringbund aufweist.
Ein konstruktiv günstiges Auslassventil wird erhalten, wenn der Ventilsitz aus einem nabenartigen Mittelteil des Auslasses gebildet ist, der von durch Haltestege unterbrochenen Auslassöffnungen umgeben ist, das zentrale Luftzuführungsrohr hält und an dessen unterem Umfangsrand in der Schliessstellung des Ventiles eine vom Ringbund des Ankers gehaltene Dichtung anliegt.
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Für die notwendigen Abdichtungen im Bereich des Ventilsitzes und Auslaufrohres können gesonderte Ringdichungen eingesetzt werden. Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ergibt sich aber dadurch, dass die Dichtung als Membrandichtung ausgebildet ist, deren Aussenrand ausserhalb der Auslassöff- nung dichtend am Auslassteil angreift und die mit dem Rand einer zentralen Durchlass- öffnung den Ringbund des Ankers umschliesst, so dass der Ringbund in der Schliessstellung des Ventiles den oberen Randbereich der Durchlassöffnung dichtend an den Ventilsitz und in der Öffnungsstellung des Ventiles den unteren Randbereich der Durchlassöffnung der Membran dichtend an das obere Ende des mit Abstand von den Auslassöffnungen angeordneten Ablaufrohres andrückt.
Diese Membran kann zum Ausgleich der Längenänderungen balgenartig ausgestattet sein. Wesentlich ist, dass diese Membran nicht nur einen sicheren Abschluss des Ventiles in der Schliessstellung gewährleistet, sondern bei geöffnetem Ventil eine unmittelbare und dichte Vebindung zwischen den Auslassöffnungen und dem Einlass des Ablaufrohres herstellt. Bei geschlossenem Ventil gibt die Membran anderseits das obere Ende des Ablaufrohres frei, so dass dieses über dem Ringspalt zwischen ihm und dem Magnetanker auch von oben her belüftet wird und daher beim Schliessen des Ventiles noch an der Wand des Ablaufrohres vorhandene Getränkereste leicht in das untergestellte Gefäss abfliessen können.
Eine sichere Abdichtung des schliessenden Ventiles, bei dem trotzdem keine Gefahr eines Verklebens durch zuckerhältige Flüssigkeiten besteht, wird dadurch erreicht, dass der Ventilsitz aus einem schmalen nach unten gerichteten Randwulst des nabenartigen Mittelteiles gebildet ist.
Es wurde eingangs schon angedeutet, dass bei der Zeitdosierung die Luftzufuhr in der bisherigen Form einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor darstellt. Um hier Abhilfe zu schaffen, sieht die Erfindung vor, dass für das Auslassende des Luftzuführungsrohres ein Flatterventil vorgesehen ist, das bei der Flüssigkeitsabgabe die Luft in Form kleiner Bläschen in die Flasche einleitet. Durch eine derartige Ausgestaltung wird überraschend der Einfluss der Füllstandshöhe über dem Belüftungsventil ausgeschaltet, da das Flatterventil praktisch eine relativ hohe Eigenfrequenz entwickeln kann und diese Eigenfrequenz des Ventiles die Luftabgabe am Ventil vorwiegend bestimmt.
Es erfolgt bei entsprechender Konstruktion des Ventiles eine Zwangsabgabe der Luft in die Flasche, wodurch sich in weiterer Folge wieder die Möglichkeit ergibt, ein sehr kurzes, bereits im Flaschenhals mit dem Flatterventil endendes Belüftungsrohr zu
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verwenden. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass das Flatterventil auch bei gefullter, abgestellter Flasche sich oberhalb des Füllstandes der Flasche befinden kann.
Nach einer bevorzugten Ausführung ist das Flatterventil als Kugelventil ausgebildet, für dessen in der Schliessstellung auf einem Ventilsitz aufruhende Ventilkugel ein seitliche Luftauslässe aufweisender Führungskäfig und ein ihre Öffnungs-Hubbewegung begrenzender Aufprallanschlag vorgesehen sind, so dass die Ventilkugel bei der Flüssigkeitsentnahme zwischen Schliessstellung und Aufprallanschlag hin- und herpen- delt. Die Ventilkugel treibt beim Rückprall die im Käfig befindliche Luft in Form kleiner Bläschen zwangsweise aus, so dass die Ablösung der Luftbläschen von der Belüftungseinrichtung zwangsweise gewährleistet ist.
Der beschriebene Effekt wird noch verstärkt, wenn nach einer Weiterbildung der Aufprallanschlag seinerseits aus einer einen grösseren Durchmesser als die Ventilkugel aufweisenden Kugel besteht, die in einem auf ihren Durchmesser abgesetzt erweiterten Oberteil des Führungskäfigs verstellbar ist. Dabei kann der Führungskäfig in seiner Längsrichtung verlaufende Führungsrippen für die Ventilkugel und die den Aufprallanschlag bildende Kugel aufweisen, wobei die Vertiefungen zwischen diesen Führungsrippen Luftführungen bilden und zumindest vorwiegend nur im Oberteil in seitliche Luftauslässe übergehen.
Konstruktiv und auch zur Ermöglichung einer einfachen Reinigung kann vorgesehen werden, dass das Flatterventil in einem über das Ende des Luftführungsrohres hinausragenden Teil einer Aufsteckhülse für dieses Luftführungsrohr angebracht ist. Der Aufprallanschlag kann auch als Feder ausgebildet sein, die bei Verwendung einer zweiten Kugel an dieser Kugel abgestützt ist.
Besonders bei dünnen Luftführungsrohren kann dieses Luftführungsrohr bzw. die Aufsteckhülse unmittelbar vor dem Flatterventil eine einen Resonanzraum bildende Erweiterung aufweisen. Es wird dadurch auch die Verwendung grösserer Kugeln im Ventil möglich.
Für die Verwendung in Schankanlagen kann für den Ausgiesserteil ausserhalb der Flaschenhalterung eine transparente Aufsteckhülse vorgesehen sein, die einen mit einer Identifizierungseinrichtung der Abgabestelle zusammenwirkenden Mikrochip und vorzugsweise eine gegebenenfalls codierte Inschrift zur optischen Flaschenkennzeichnung aufnimmt. Im Mikrochip können auch Informationen über die Abgabezeiten
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für das jeweilige Getränk gespeichert sein, die nach Getränkeart und Viskosität selbstverständlich variieren können. Dabei ist es auch möglich, eine Eichung nach mit dem jeweiligen Getränk eingestellten Abgabemengen vorzusehen. Die Inschriften erleichtern das Erkennen der jeweiligen Flasche durch den Benützer.
Um ein Austrocknen des Portionierers, insbesondere aber einen Luftzutritt zum Flascheninhalt bei abgestellter Flasche zu verhindern, kann für den mit der Flasche abstellbaren Ausgiesserteil eine dicht schliessende Abdeckkappe vorgesehen werden, die sowohl das Auslaufrohr als auch die Luftzuführungsöffnungen abschliesst. Druckunterschiede durch Erwärmung des jeweiligen Getränkes gleichen sich anderseits nach Abnehmen der Kappe über die Belüftungseinrichtung aus.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der
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Fig. 1 eine mit einem Ausgiesser des Flüssigkeitsportionierers versehene Flasche in
Seitenansicht, Fig. 2 die Flasche nach Fig. 1 vor den Einsätzen in die Halterung einer Ausgabestelle in Ansicht, Fig. 3 den Flüssigkeitsportionierer in der Abgabestellung in grösserem Massstab im
Längsschnitt, Fig. 4 als Detail dazu die Ventil- und Magnetanordnung des Ausgiesserteiles bei in der Schliessstellung befindlichem Ausgabeventil, Fig. 5 und 6 eine bei dem Poritonierer verwendbare Belüftungseinrichtung im Längs- schnitt und in Draufsicht, Fig. 7 eine Ausführungsvariante der Belüftungseinrichtung im Längsschnitt und Fig. 8 eine weitere Ausführungsvariante des Flatterventils der Belüftungseinrichtung.
Der Flüssigkeitsportionierer nach dem Ausführungsbeispiel besteht dem Prinzip nach aus einem an der Flasche anbringbaren Ausgiessertei) 1 und einer zugeordneten, mit einem Erregermagnet ausgestatteten Halterung 2 an einer Abgabestelle 3. An dieser Abgabestelle können nebeneinander mehrere derartige Halterungen 2 vorgesehen sein. Jeder Halterung ist der Fühler einer Identifizierungseinrichtung zugeordnet, die mit einem nur in Fig 3 dargestellten Mikrochip 4 in einer auch eine Identifizierunqs-
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aufschrift 5 enthaltenden, transparenten Aufsteckhülse 6 des Ausgiesserteiles zusammenwirkt und über die Identifizierungseinrichtung an eine zentrale Steuereinheit Informationen über das eben auszuschenkende Getränk und die Dosierzeit gibt, wobei die Steuereinheit z.
B. über einen codierten, vom Kellner einzuführenden Schlüssel Informationen über die Bedienungsperson erhält und einerseits die Getränkeabgabe über den Flüssigkeitsportionierer steuert, anderseits aber auch die Registrierung bzw.
Verrechnung der Getränkeabgabe vornimmt.
Nach Fig. 1 ist für den Ausgiesserteil 1 eine sowohl seinen Auslass als auch Luftzuführungen abschliessende elastische Abdeckkappe 7 vorhanden.
Der Ausgiessertei) 1 ist als Spritzgussteil gefertigt und enthält in einem den Hals 8 einer Flasche 9 umschliessenden Oberteil eine mittels einer Schraubkappe 10 vorspannbare elastische Dichtungseinlage 11, mit deren Hilfe die Flasche 9 festgehalten wird. Im unteren Bereich ist der Ausgiesserteil 1 konisch zu einem Rohrstück 12 mit eingezogenem Endbund 13 abgesetzt, wobei der Endbund in das Ende 14 eines Auslaufrohres übergeht und ein Mundstück für den Flüssigkeitsablauf bildet. Die Flasche ruht mit dem Ende ihres Halses 8 auf einem tellerartigen Formteil 15 auf, in dem Auslassöffnungen 16 vorgesehen sind, zwischen denen Stege einen nabenartigen Mittelteil 17 halten.
Durch diesen nabenartigen Mittelteil ist ein Luftführungsrohr 18 hindurchgeführt, das seitlich in einem als Einsatzteil ausgebildeten Mittelstück 19 des Auslaufrohres 14,19 mündet. Ausserhalb dieses Mittelstückes 19 sind im Endstück 14 schlitzförmige Lufteinlässe 20 vorhanden, die einen um das Mittelstück 19 des Auslassrohres vorhandenen breiten Ringspalt 21 mit Luft versorgen. Nach aussen hin wird dieser Ringspalt von einem fliegend mit Spiel in 12 angebrachten Magnetanker 23 begrenzt, der oben in einen Ringbund 24 übergeht und in seinem Hohlraum mit Abstand vom Rohrteil 19 eine unten auf 14 und oben am Ringbund 24 abgestützte Druckfeder 25 aufnimmt, die das Bestreben hat, den Anker nach oben in Richtung auf den Formteil zu drücken.
Der Formteil 15 klemmt mit einem nach unten gerichteten Wulst 26 den Aussenrand einer Dichtungsmembran 27 fest, die innen eine mit der Öffnung des Rohres 19 fluchtende Öffnung bestimmt und mit diesen vorgeformten Öffnungsrändern den Ringbund 24 dichtend umschliesst. In der in Fig. 3 dargestellten Öffnungslage drückt der Ringbund 24 den zugeordneten Innerand der Dichtungs-
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membran 27 gegen den oberen Rand des Auslaufrohres 19. In der Stellung nach Fig. 4 drückt die Feder 25 den Ringbund 24 nach oben, so dass die Membran einen kleinen Randteil der Öffnung unten am Rand des den Ventilsitz bildenden nabenartigen Mittelteiles 17 dichtend anlegt.
Dieser Mittelteil kann in seinem Randbereich ebenfalls mit einem schmalen, nach unten gerichteten Wulst versehen sein, um die Dichtwirkung zu erhöhen und die Fläche des Dichtungseingriffes zu verringern.
Das Belüftungsrohr 18 ragt von unten in den Flaschenhals 8 ein. Am Mittelteil 17 ist eine Aufsteckhülse 28 angebracht, die an ihrem freien Ende ein Flatterventil 29 trägt, dessen Funktion auch im Zusammenhang mit den Fig. 5 - 8 noch später beschrieben wird.
Im Bereich der Halterung 2 der Abgabestelle ist die Wicklung 30 eines mit dem Anker 23 zusammenwirkenden Elektromagneten angeordnet, für den überdies ein ringförmiger Eisenkern 31 vorhanden ist. Durch Einschalten des Stromes in der Wicklung 30 wird der Anker 23 nach unten gezogen und damit das Ventil 17,24, 27 geöffnet, so dass die Flüssigkeit aus der Flasche auslaufen kann. Bei Abschalten der Wicklung 30 drückt die Feder 25 das Ventil wieder in die Schliesslage. Dabei wird, wie Fig. 4 zeigt, der obere Rand des Auslaufrohres 19 freigegeben, so dass wegen der nun vorhandenen beidseitigen Belüftung bis dahin am Rohr 19 haftende Flüssigkeit in das Aufnahmegefäss abfliessen kann.
Bei allen beschriebenen Ausführungsformen besteht das Flatterventil 29 aus einem von abgesetzten Längsrippen 32 und einem oberen Abschluss 33 bestimmten Führungskäfig mit unterem Einlass 34 und einem von einem ersten Absatz gebildeten Ventilsitz 35 für eine Ventilkugel 36. Mit Abstand oberhalb dieser Ventilkugel 36 ist eine als Anschlag dienende Kugel 37 auf einem weiteren Absatz 38 abgestützt, über dem sich die Zwischenräume der Führungsrippen zur Luftabgabe nach aussen öffnen. Nach Fig. 8 kann dem Führungskäfig in einer Erweiterung 39 des Luftzuführungsrohres bzw. der Hülse 28 ein Resonanzraum vorgeordnet werden. Bei der Getränkeentnahme entsteht in der Flasche 9 ein Unterdruck, so dass der einen relativen Überdruck aufweisende äussere Luftdruck jeweils die Kugel 36 von ihrem Ventilsitz nach oben drückt.
Diese Kugel 36 prallt auf die Kugel 37 und erteilt dieser ebenfalls einen Bewegungsimpuls nach oben, so dass die beiden Kugeln 36,37 innerhalb der
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ihnen zugemessenen Käfigstrecken mit relativ hoher Frequenz auf- und niederpendeln und dabei die Luftzufuhr periodisch unterbrechen. Überdies üben die sich rasch hinund herbewegenden Kugeln eine Pumpwirkung auf die zwischen ihnen und an ihnen vorbeigeführte Luft aus, so dass diese in Form kleiner Bläschen an den Öffnungen austritt. Wie Fig. 3 zeigt, kann die gesamte Belüftungseinrichtung noch innerhalb des Flaschenhalses 8 untergebracht werden.