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Die Erfindung betrifft eine Brandschutzeinrichtung für Luftleitungen und Luftleitungskanäle, insbesondere von Klimaanlagen, bestehend aus einer in einem durch eine Wand eines Gebäudes od. dgl. führenden Leitungsteil schwenkbar gelagerten Brandschutzklappe, die über eine Antriebseinrichtung aus ihrer die Leitung freigebenden Ruhestellung in eine die Leitung absperrende Brandschutzstellung verschwenkbar und mit der Antriebseinrichtung in einem in die Luftleitung einfügbaren Leitungsabschnitt angebracht ist.
Eine derartige Brandschutzeinrichtung ist aus der DE-A- 1 35 38 013 bekannt. Sowohl bei dieser Ausführung als auch bei allen anderen ähnlichen Brandschutzeinrichtungen soll erreicht werden, dass ein Gebäude auch im Bereich der Luftleitungen bzw. Luftleitungskanäle, insbesondere von Klimaanlagen oder Be- und Entlüftungseinrichtungen in einzelne Brandabschnitte unterteilt wird, wobei die in der Schliessstellung befindlichen Brandschutzklappen im Brandfalle den Durchtritt von Feuer, Hitze- und Rauchgasen verhindern. Die Zeitdauer, die eine Brandschutzklappe im Brandfall wirksam bleiben muss, ist durch Bauvorschriften festgelegt. Diese Vorschriften verlangen auch, dass die Brandschutzklappe innerhalb der Durchführungsöffnung der Wand anzubringen ist.
Der die Brandschutzklappe enthaltende Leitungsabschnitt wird bei der bekannten Ausführung unmittelbar in die Wand eingebaut und gegebenenfalls durch Verputzen oder sonstige Massnahmen zur Wandöffnung abgedichtet.
Dadurch besteht die Gefahr, dass dieser Leitungsteil bei den Verputz- und Verkleidungsarbeiten an der Wand beschädigt wird, so dass Undichtheiten auftreten können bzw. die Funktion der Brandschutzklappe beeinträchigt wird. Die Wartung wird erschwert und Reparaturarbeiten können häufig erst nach Aufstemmen der Wand und Eröffnen des jeweiligen Leitungsabschnittes vorgenommen werden.
Konstruktiv ist es bekannt, die Brandschutzklappen entweder über Femsteuereinrichtungen vollkommen zu betätigen oder zumindest eine Femauslösung für die Brandschutzklappen vorzusehen, nach deren Betätigung eine mit der Klappe verbundene Antriebseinrichtung die Klappe in die Schliessstellung verstellt. Es gibt auch Brandschutzklappen, die durch in ihrem Bereich angebrachte Temperaturwächter unmittelbar betätigt werden. Nach der genannten DE-A- 1 35 38 013 ist für die Brandschutzklappe eine äussere Antriebseinrichtung zum Ein- und Ausschalten eines die Brandschutzklappe in der Öffnungsstellung haltenden Elektromagneten vorgesehen. In das Rohrghäuse und damit in den Luftführungsschacht ragt ein Temperaturfühler ein.
Bei den bekannten Brandschutzeinrichtungen ergeben sich häufig Probleme durch für den Eingriff mit der in der Schliessstellung befindlichen Klappe bestimmte Dichtungen, die meist als elastisch zusammendrückbare Dichtungen ausgebildet werden und einen Gegendruck auf die schliessende Klappe ausüben, so dass bei der bisherigen Bauweise die Gefahr besteht, dass die Brandschutzklappe durch den Gegendruck der Dichtungen nach dem Schliessvorgang wieder in eine leichte Öffnungsstellung gedrückt wird bzw. von Haus aus nicht vollständig schliesst.
Nach der DE-C-I 36 05 711 ist eine sich gattungsmässig von Brandschutzeinrichtungen der eingangs genannten Art unterscheidende Konstruktion vorgesehen, bei der ein Brandschutzschieber ausserhalb der Durchführungsöffnung der Wand, in die ein Rohr bleibend eingebaut wird, in einem einen wesenlich grösseren Durchmesser aufweisenden Gehäuse angebracht ist, das über einen Flansch dicht an das die Wand durchsetzende Rohr angeschlossen werden muss. Aussen an diesem Gehäuse wird eine Antriebseinrichtung für die Klappe angebracht.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Brandschutzeinrichtung, bei der gegenüber den bisherigen Konstruktionen Einbau und Wartung wesentlich vereinfacht und die Betriebssicherheit erhöht wird. Eine Teilaufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer einfachen und dabei die Brandschutzklappe sicher in die Schliessstellung führenden und in der Schliessstellung sichernden Antriebs- bzw. Betätigungseinrichtung.
Eine erfindungsgemässe Brandschutzeinrichtung zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, dass für die Montage des Leitungsabschnittes eine in die Wand od. dgl. einsetzbare, die Leitungsdurchführungsöffnung bestimmende Zarge, Einbauhülse od. dgl. vorgesehen und die Brandschutzklappe in dem in der Montagestellung in die Zarge eingreifenden Teil des Leitungsabschnittes und ihre Antriebseinrichtung in dem aus der Zarge herausragenden Teil des Leitungsabschnittes untergebracht ist.
Durch die erfindungsgemässe Ausführung werden bereits vor der Montage des Leitungsabschnittes bzw. der gesamten Luftleitung die Durchführungsstellen durch die Wand festgelegt, wobei die Zarge bzw. Einbauhülse fertig eingebaut und gegebenenfalls verputzt werden kann. Die eigentliche Brandschutzeinrichtung bildet einen Einsatzteil für die Zarge bzw. Einbauhülse und kann mit ihrem Leitungsabschnitt sowohl aus der jeweiligen Luftleitung als auch aus der Zarge ausgebaut werden. Trotzdem kann ein wesentlicher Teil der Brandschutzeinrichtung, nämlich die Brandschutzklappe, wie vorgeschrieben in der Wand untergebracht werden.
Die Unterbringung der Abtriebseinrichtung in dem aus der Einbauhülse bzw. Zarge herausragenden Leitungsabschnitt erleichtert die Unterbringung von Fern- bzw. Handbetätigungseinrichtungen. Die Klappe selbst wird vorzugsweise aus einem hoch brandbeständigen, asbestfreien Material hergestellt, wobei der Rand dieser Platte zur Vermeidung von Beschädigung eine Metalleinfassung aufweisen kann. Für den Einsatz in Krankenhäusern usw. kann das brandbeständige Material zwischen verschweissten oder verlöteten Blechen eingefasst werden, um die Reinigung zu erleichtern bzw. das Ansetzen von Keimen an der Klappe zu verhindern.
Nach einer weiteren Ausführung ist die Antriebseinrichtung als Kurbeltrieb ausgebildet, dessen um eine zur Schwenkachse der Brandschutzklappe parallele Achse drehbare Kurbel mit der Brandschutzklappe über einen Lenker verbunden ist, der wenigstens in der Schliessstellung, der Brandschutzklappe bezüglich der Kurbeldrehachse
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vorsehen,verhindert.
Eine bevorzugte Ausführung sieht vor, dass die Kurbel des Kurbeltriebes einen um die Kurbelachse drehbaren Scheibensektor aufweist, an dem in der Nähe des einen, bezogen auf die Drehrichtung beim Schliessvorgang hinteren Sektorrandes der die Verbindung mit der Brandschutzklappe herstellende Lenker angreift und der bei geschlossener Brandschutzklappe mit seinem anderen Sektorrand an die von der Anlenkstelle des Lenkers bezüglich einer Mittelschwenkachse abweisende Seite der Brandschutzklappe anschlägt und dadurch die Brandschutzklappe zusätzlich in der Schliessstellung verriegelt. Die Klappe kann dann aus dieser Stellung nicht mehr durch unmittelbar auf sie selbst wirkende Kräfte, sondern nur durch Rückdrehen der Kurbel wieder in die Öffnungsstellung verstellt werden.
Der einen Teil des Kurbeltriebes bildende Scheibensektor kann weitere Funktionen erfüllen. Insbesondere können an ihm den Kurbeltrieb wenigstens in der einen der beiden möglichen Stellung festhaltende Einrichtungen, z. B. bei im Schliesssinn vorbelasteten Einrichtungen bei Übertemperatur auslösende Sicherungen, die den Kurbeltrieb in der Öffnungslage festhalten, oder hinter dem in die Schliessstellung bewegten Scheibensektor einrastende Verriegelungsstifte od. dgl. angreifen, mit deren Hilfe die Brandschutzklappe noch einmal in der Schliessstellung gesichert wird.
Es wurde schon erwähnt, dass zur Betätigung der Brandschutzklappe entweder eine Fernbetätigungseinrichtung oder ein örtlicher Temperaturwächter vorgesehen werden kann. Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann man auf verhältnismässig einfache Weise beide möglichen Betätigungsarten dadurch kombinieren, dass eine Antriebswelle des Kurbeltriebes, wie an sich bekannt, über eine ferngesteuerte, äussere Antriebseinheit, z.
B. pneumatische Kolbentriebe, Elektromagnete od. dgl. antreibbar ist und der Kurbenscheibensektor zusätzlich auf der Antriebswelle über eine Betätigungsfeder drehbar lagert, wobei ein temperaturempfindlicher Fühler den Kurbelscheibensektor bei vorgespannter Feder auf der Welle festhält, so dass eine Betätigung über die äussere Antriebseinheit möglich ist, welcher Fühler aber beim Überschreiten der Auslösetemperatur den Kurbelscheibensektor freigibt, so dass die Feder unabhängig von der äusseren Antriebseinheit über Kurbelscheibensektor und Lenker die Brandschutzklappe in die Schliesslage verstellen kann.
Sowohl bei dieser Ausführung als auch bei einer hinter dem Scheibensektor in der Schliessstellung der Klappe einrastenden Verriegelung kann man vorsehen, dass eine ferngesteuerte Rückstellung der Klappe in die Öffnungsstellung solange verhindert wird, bis im unmittelbaren Bereich der Brandschutzeinrichtung durch Handbetätigung die Verriegelung gelöst bzw. eine neue Sicherung eingesetzt wird. Diese Massnahme gewährleistet, dass bei einem Steuerungsfehler im Brandfalle das unzulässige Öffnen der Brandschutzklappe über die Fernsteuerung verhindert wird.
In den meisten Fällen wird man vorsehen, dass die Übertotpunktsperre nur bei geschlossener Klappe eintritt, d. h., dass keine Behinderung für die Verstellung des Kurbeltriebes und der Klappe aus der Öffnungsstellung vorzusehen sind. Von der Kurbelbewegung können auch über Fühler bzw. Lichtschranken Steuersignale für Anzeigelampen u. dgl. auf einer Gebäudeüberwachungseinrichtung abgeleitet werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 bis 3 in stark schematisierter Darstellungsweise eine erfindungsgemässe Brandschutzeinrichtung bei geöffneter Brandschutzklappe, während des Schliessvorganges und bei geschlossener Brandschutzklappe, wobei in Fig. 1 neben dem die Brandschutzklappe enthaltenden Leitungsteilen eine Einbauzarge dargestellt wurde und Fig.
4 eine detaillierte Darstellung der Brandschutzeinrichtung im Teilschnitt. Nach den Fig. 1 bis 3 ist eine in eine Wand für sich einbaubare Einbauzarge (1) vorgesehen, die für die beim Ausführungsbeispiel einen rechteckigen Querschnitt aufweisende Luftleitung als rechteckiger aus einem C-Profil gefertigter Rahmen ausgebildet ist, dessen Rahmenöffnung so gross gewählt ist, dass das Ende einer Luftleitung unter Zwischenschaltung einer Dichtung von beiden Seiten her eingeschoben werden kann.
Die Brandschutzeinrichtung selbst ist in einem Leitungsteil (2) untergebracht, der ein Gehäuse bildet und einen in die Zarge (1) einschiebbaren Abschnitt (3) sowie einen ausserhalb der Zarge verbleibenden Abschnitt (4) aufweist, wobei die Enden des Abschnittes (4) durch überstehende Flansche (5,6) verstärkt sind. Der Flansch (5) bildet einen Anschlag für den Rand der Einbauzarge (1). In den mit dem Flansch (6) versehenen Endbereichen des Abschnittes (4) kann das Ende einer Luftleitung so wie der Abschnitt (3) in die Zarge (1) unter Zwischenlage von Dichtungen eingeschoben werden, wobei man an den Flanschen (5,6) Schraubverbindungen zur Zarge bzw. zum anschliessenden Leitungsabschnitt vorsehen kann.
Im Abschnitt (3) ist um eine horizontale Mittelachse (7) eine Brandschutzklappe (8) aus der in Fig. 1 dargestellten, die Leitung freigebenden Ruhestellung über die Zwischenstellung nach Fig. 2 in die Sperrstellung nach Fig. 3 verschwenkbar gelagert, wobei die Klappe (8) in der Sperrstellung mit feststehend angebrachten elastisch zusammendrückbaren Dichtungen (9) zusammenwirkend die Leitung rauchgas-und flammfest abschliesst.
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Zur Betätigung der Brandschutzklappe (8) ist ein Kurbeltrieb vorgesehen, der eine auf einer Achse (10) zwischen den durch Anschläge od. dgl. bestimmten Enddrehstellungen nach den Fig. 1 und 3 verdrehbare Kurbel (11) aufweist, die über einen Lenker (12) mit Abstand von der Drehachse (7) an der Brandschutzklappe (8) angreift. Für die Betätigung des Kurbeltriebes (10,11) kann eine äussere Antriebseinrichtung, z. B. ein Elektromagnet, ein pneumatischer Motor, die über Fernsteuereinrichtungen betätigbar sind, aber auch ein Handhebel oder ein Federmotor vorgesehen sein, wobei die Feder des Federmotors in der Stellung nach Fig. 1 gespannt ist und ein die Kurbel (11) festhaltender Temperaturfühler, z.
B. mit einer bei niedrigen Temperaturen schmelzenden Sicherung, beim Überschreiten der eingestellten Temperatur die Kurbel (11) freigibt, so dass der Federmotor die Kurbel (11) in die Stellung nach Fig. 3 drehen kann. In dieser Stellung nach Fig. 3 hat sich der Lenker (12) über die Drehachse (10) hinwegbewegt und nimmt also eine in Fig. 3 übertrieben eingezeichnete Übertotpunktstellung ein. Ein Weiterdrehen aus der Stellung nach Fig. 3 ist, wie erwähnt, durch Anschläge verhindert. Die elastische Rückstellkraft der Dichtungen (9) zieht den Kurbeltrieb nur fester gegen den Anschlag, kann aber die Klappe nicht mehr im Öffnungssinn bewegen. Ein Öffnen der Klappe aus der Stellung nach Fig. 3 ist nur durch Rückdrehen des Kurbeltriebes (10, 11) möglich.
Nach Fig. 4 wird die Kurbel des Kurbeltriebes von einem Scheibensektor (13) gebildet, das in der Nähe des Randes (14) die Anlenkstelle (15) für den Lenker (12) aufweist, der an einer Lagerhülse (16) der Brandschutzklappe (8) angreift. Der Sektor (13) ist auf einer äusseren Antriebswelle (10) mit einer Hülse (17) drehbar, wobei man entweder eine am Sektor (13) und der Welle (10) angreifende Feder vorsehen kann, die das Bestreben hat, den Sektor (13) im Schliesssinn zu drehen und wieder einen Temperaturfühler vorsieht, der den Sektor (13) beim Überschreiten der eingestellten Temperatur freigibt oder bei lediglich äusserer Betätigung die Welle (10) mit der Nabe (17) kuppelt.