AT389782B - Verfahren zur herstellung einer mechanisch beanspruchbaren, elektrisch isolierenden, faserarmierten kunststoff-stange mit metallener endarmatur - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer mechanisch beanspruchbaren, elektrisch isolierenden, faserarmierten kunststoff-stange mit metallener endarmatur Download PDF

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Description

Nr. 389782
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer mechanisch beanspruchbaren, elektrisch isolierenden, faserarmierten Kunststoff-Stange mit wenigstens einer metallenen Endarmatur für die Verwendung in elektrischen Hochspannungs-Schaltanlagen, wobei die Kunststoff-Stange ein im Schnitt rundes Stangenende mit wenigstens einer ringnutartigen Verjüngung aufweist, die mit einem inneren Vorsprung eines das S Stangenende mit Spiel übergreifenden Hülsenteiles der Endarmatur fluchtet, und der zwischer Kunststoff-Stange und Endarmatur freibleibende Hohlraum mit einem aushärtbaren Kleber gefüllt ist.
Aus der DE-AS 24 29 475 ist es bekannt, die problematische direkte Verbindung der Armatur mit der glasfäserarmierten Kunststoff-Stange dadurch zu verbessern, daß man um den glasfaserarmierten Teil einen Mantel aus relativ elastischen organischen Fasern im gleichen Kunststoff vorsieht, und in diesem Mantel eine 10 Drahtwendel zum Eingriff in ein Hülsen-Innengewinde vorsieht. Dies erfordert eine aufwendige Herstellung und ist auch mechanisch nicht ohne Nachteile.
In der GB-PS 1 177 448 wird die Verbindung zweier Kunststoffrohre beschrieben, bei welcher das eine Kunststoffrohr einen ringförmigen, in eine ringnutartige Verjüngung des anderen Kunststoffrohres eingreifenden Wulst aufweist. Die Verbindung zweier Metallrohre mittels eines wärmedehnenden Kunststoffes ist aus der 15 GB-PS 1 046 041 bekannt Das eine Metallrohr weist ringförmige Wülste auf, welche mit ringnutartigen Erweiterungen des anderen Metallrohres fluchten. Der Hohlraum zwischen den beiden Metallrohren ist mit Kunststoff ausgefüllt
Beide Verbindungen sind für die Übertragung hoher Kräfte und für die Anwendung bei elektrisch isolierenden Kunststoff-Stangen in Hochspannungs-Schaltanlagen kaum geeignet. 20 Für die Übertragung hoher Kräfte ist zwar eine in der DE-OS 30 46 538 beschriebene Kunststoff-Stange geeignet welche mittels eines mit Klebstoff vergossenen asymmetrischen Trapezgewindes mit einer metallenen Armatur verbunden ist jedoch ist ihre Herstellung relativ aufwendig.
Es ist daher Zweck der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer Stange mit Endarmatur der eingangs genannten Art zu finden, das wirtschaftlich vorteilhaft ist und die Herstellung robuster und betriebssicherer 25 Kunststoff-Stangen mit metallenen Endarmaturen ermöglicht
Dies wird dadurch erreicht daß der innere Vorsprung des Hülsenteiles nach dem Einfuhren des Stangenendes durch mechanisches Verjüngen erzeugt wird, und danach der zwischen Stangenende und Hülsenteil nach dem mechanischen Verjüngen bleibende Hohlraum mit einem flüssigen, aushärtbaren Kleber gefüllt wird.
Der in die Verjüngung des Stangenendes eingreifende Vorsprung des Hülsenteils ergibt eine lockere 30 Verzahnung dieser beiden Teile, wobei das gegenseitige Spiel durch den erhärteten Kleber, beispielsweise aus Epoxidharz, sicher aufgehoben wird.
Bevorzugterweise geschieht das mechanische Verjüngen auf wirtschaftliche Art durch Einreiten.
Der flüssige, aushärtbare Kleber kann durch eine im Hülsenteil vorgesehene Einbringöffnung eingefüllt werden, welche im Bereich des freien Endes des Stangenendes liegt Überschüssiger Kleber kann dabei aus dem 35 Hohlraum zwischen Stangenende und Hülsenteü austreten und eine lunkerfreie Klebefuge bilden. Den Kleber läßt man dann aushärten, wobei die Aushärtung durch chemische und bzw. oder thermische Maßnahmen unterstützt werden kann.
Um eine robuste und betriebssichere Ausführung zu »zielen, wird der wenigstens eine innere Vorsprung des Hülsenteiles soweit mechanisch verjüngt daß er in eine ringnutartige Verjüngung des Stangenendes hineinragt 40 Bevorzugterweise wird das Stangenende in den Hülsenteil soweit eingeführt, daß sein freies Ende am Hülsenteil innen anliegt Eine nach diesem Verfahren hergestellte Kunststoff-Stange mit metallen»: Endarmatur ist für die direkte Übertragung von hohen Schubkräften besonders geeignet
Zur Herstellung einer Kunststoff-Stange mit metallener Endarmatur, die sich für die Übertragung hoher Zugkräfte besonders eignet werden am Stangenende sich zum freien Ende desselben hin verkleinernde Außen- und 45 Kemdurchmesser ausgebildet und am das Stangenende mit Spiel übergreifenden Hülsenteil, dem Einfuhren des Stangenendes durch mechanisches Verjüngen innere Vorsprünge erzeugt, damit die Innenkontur des Hülsenteils im wesentlichen der Außenkontur des Stangenendes folgt
Das Stang»iende kann beispielsweise durch Drehen entsprechend profiliert werden. Nach dem Einfuhren des profilierten Stangenendes in den Hülsenteil können dann auf einfache Art die inneren Vorsprünge durch 50 mechanisches Verjüngen, beispielsweise Einrollen, erzeugt werden. Das profilierte Stangenende wird dabei bevorzugterweise soweit in den Hülsenteil eingeführt, daß sein freies Ende am Hülsenteil innen anliegt Nach dem Einbringen des flüssigen, aushärtbaren Klebers in den zwischen profiliertem Stangenende und verjüngtem Hülsenteil noch fieibleib»iden Hohlraum und Aushärtung des Kleb»s »'gibt sich eine für die sichere Üb»tragung hoher Schub- und Zugkräfte besonders geeignete Kunststoff-Stange mit metallen» Endarmatur. 55 Im folgend»i wird an Hand d» beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher »läutert. Es zeig»i Fig. 1 die Seitenansicht einer an beiden Enden mit je ein» Endarmatur versehenen Schaltstange und Fig. 2 einen gegenüber Fig. 1 vergrößert dargestellten Schnitt durch den V»bindungsbereich der Endarmatur mit dem Stangenende.
In Fig. 1 ist eine beispielsweise aus glasfaserarmi»tem Kunststoff bestehende, elektrisch isoli»ende Stange 60 (1) dargestellt, welche an ihren Enden (10) (Fig. 2) Endarmaturen (2) aus Stahl trägt. Die Stange (1) kann eine
Rundstange od» ein Rohr sein.
Aus der Fig. 2 ist ersichtlich, daß das Stangenende (10) sich zu seinem freien Ende (11) hin allgemein -2-

Claims (6)

  1. Nr. 389782 verjüngend ausgebildet ist und zwei ringnutartige Verjüngungen (12) aufweist In der Fig. 2 ist außerdem dargestellt daß die Endaimatur (2) einen Hülsenteil (20) aufweist dessen durch mechanisches Einrollen erzeugte innere Vorsprünge (21) in die Verjüngungen (12) eingreifen, wobei die Innenkontur des Hülsenteils (20) angenähert der Kontur des im nicht dargestellten Querschnitt runden Stangenendes (10) mit Spiel folgt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, liegt das freie Ende (11) des Stangenendes (10) am Hülsenteil (20) an, wobei eine Einfüllöffnung (22) in der Nähe des genannten freien Endes (11) des Stangenendes (10) vorgesehen ist. Durch diese Einfüllöffnung (22) wurde der im Hülsenteil (20) gegenüber dem Stangenende (10) verbleibende Hohlraum (3) mit einem flüssigen Kleber gefüllt Dieser Kleber, der beispielsweise ein Zweikomponentenkleber aus Epoxidharz ist wurde nach dem Füllen ausgehärtet. Dadurch ist das Spiel zwischen Hülsenteil (20) und Stangenende (10) aufgehoben. Weiters ist aus Fig. 2 ersichtlich, daß die Vorsprünge (21) in den dem freien Ende (11) des Stangenendes (10) nähergelegenen Bereich der Verjüngungen (12) des Stangenendes (10) eingreifen, wodurch das durch den Kleber aufgehobene Spiel besonders gering gehalten werden kann. Dieses Spiel stellt an sich sicher, daß beim mechanischen Einrollen des Hülsenteils (20) das Stangenende (10) nicht mechanisch überansprucht zu werden braucht Es ist in der gezeigten Weise möglich, wirtschaftlich vorteilhaft eine betriebssichere Schaltstange herzustellen. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung einer mechanisch beanpruchbaren, elektrisch isolierenden, faserarmierten Kunststoff-Stange mit wenigstens einer metallenen Endarmatur für die Verwendung in Hochspannungs-Schaltanlagen, wobei die Kunststoff-Stange ein im Schnitt rundes Stangenende mit wenigstens einer ringnutartigen Verjüngung aufweist, die mit einem inneren Vorsprung eines das Stangenende mit Spiel übergreifenden Hülsenteiles der Endarmatur fluchtet, und der zwischen Kunststoff-Stange und Endarmatur freibleibende Hohlraum mit einem aushärtbaren Kleber gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Vorsprung (21) des Hülsenteils (20) nach dem Einführen des Stangenendes (10) durch mechanisches Veijüngen erzeugt wird, und danach der zwischen dem Stangenende (10) und dem Hülsenteil (20) nach dem mechanischen Verjüngen freibleibende Hohlraum mit einem flüssigen, aushärtbaren Kleber gefüllt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mechanische Verjüngen des Hülsenteils (20) durch Einrollen geschieht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der flüssige, aushärtbare Kleber durch eine im Hülsenteil (20) vorgesehene Einbringöffnung (22) eingebracht wird, welche im Bereich des freien Endes (11) des Stangenendes (10) liegt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine innere Vorsprung (21) des Hülsenteils (20) soweit mechanisch verjüngt wird, daß er in eine ringnutartige Verjüngung (12) des Stangenendes (10) hineinragt.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stangenende (10) in den Hülsenteil (20) soweit eingeführt wird, daß sein freies Ende (11) am Hülsenteil (20) innen anliegt.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem mehrere ringnutartige, trapezförmige Verjüngungen aufweisenden Stangenende, dadurch gekennzeichnet, daß am Stangenende (10) sich zum freien Ende (11) desselben hin verkleinernde Außen- und Kemdurchmesser ausgebildet werden, und am das Stangenende (10) mit Spiel übergreifenden Hülsenteil (20) nach dem Einführen des Stangenendes (10) durch mechanisches Verjüngen innere Vorsprünge (21) erzeugt werden, damit die Innenkontur des Hülsenteils (20) im wesentlichen der Außenkontur des Stangenendes (10) folgt Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
AT455783A 1983-03-28 1983-12-29 Verfahren zur herstellung einer mechanisch beanspruchbaren, elektrisch isolierenden, faserarmierten kunststoff-stange mit metallener endarmatur AT389782B (de)

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