CH659155A5 - Mechanisch beanspruchbare, elektrisch isolierende, faserarmierte kunststoff-stange mit endarmatur und verfahren zu ihrer herstellung. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine mechanisch beanspruchbare, elektrisch isolierende, faserarmierte Kunststoff-Stange mit wenigstens einer metallenen Endarmatur, für die Verwendung in elektrischen Hochspannungs-Schaltanlagen.
Nach der DE-AS 2 429 475 wird vorgeschlagen, die problematische direkte Verbindung der Armatur mit der faserarmierten Kunststoff-Stange dadurch zu verbessern, dass man um den faserarmierten Teil einen Mantel aus relativ elastischen organischen Fasern im gleichen Kunststoff vorsieht, und in diesem Mantel einen Drahtwendel zum Eingriff in ein Hülsen-Innengewinde vorsieht. Dies erfordert eine aufwendige Herstellung und ist auch mechanisch nicht ohne Nachteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine eingangs genannte Stange mit Endarmatur und ein Verfahren zu ihrer Herstellung zu schaffen, die wirtschaftlich vorteilhaft, robust und betriebssicher ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine faserarmierte Kunststoff-Stange gemäss Patentanspruch 1 und ein Verfahren zu ihrer Herstellung gemäss Patentanspruch 6 vorgeschlagen.
Der in die Verjüngung des Stangenendes eingreifende Vorsprung des Hülsenteils ergibt dabei eine lockere «Verzahnung» dieser beiden Teile, wobei das gegenseitige Spiel durch den erhärteten Kleber, z.B. einem Epoxyd sicher aufgehoben ist.
Dabei kann man vorteilhaft mehrere ringnutartige Verjüngungen und entsprechend viele Vorsprünge ineinandergreifen lassen, was die Festigkeit der Verbindung erhöht, und wobei man vorzugsweise diese Verjüngungen im Abstand voneinander entlang des sich zu seinem freien Ende hin verjüngenden Stangenendes vorsieht.
Insbesondere auch im letztgenannten Falle kann man das Hülsenteil so ausführen, dass es eine dem Stangenende angenähert folgende Innenkontur aufweist, so dass der im verbleibenden Hohlraum befindliche Kleber eine ausreichend regelmässige Schichtdicke aufweisen kann.
Man kann dabei das freie Ende des Stangenendes innen am Hülsenteil anliegen lassen, so dass die direkte Übertragung von Schubkräften möglich ist.
Insbesondere im letztgenannten Falle ist es auch von besonderem Vorteil, wenn wenigstens ein Vorsprung des Hülsenteils in einem Bereich der zugehörigen ringnutartigen Verjüngung des Stangenendes gelegen ist, welcher dem freien Ende des Stangenendes näher liegt. So kann im Rahmen des gegenseitigen «Spiels» des Hülsenteils und des Stangenendes ein durch den Kleber optimierbares Zusammenwirken erzielt werden.
Dabei kann eine erfindungsgemässe Stange mit Endarmatur nach dem erfindungsgemässen Verfahren besonders einfach und sicher hergestellt werden. Dabei kann man das Stangenende, z.B. durch Drehen entsprechend profilieren, dann das Hülsenteil darüberstülpen und den Vorsprung durch mechanisches Verjüngen, insbesondere durch Einrollen erzeugen. Da dieser Vorsprung nicht spielfrei am Stangenende anzuliegen braucht, kann er ohne übermässige mechanische Beanspruchung der Stange hergestellt werden.
Der nach diesem z.B. Einrollen verbleibende Hohlraum zwischen dem Hülsenteil und dem Stangenende kann danach mit einem flüssigen Kleber ausgefüllt werden, worauf man den Kleber härten lässt. Das Härten kann natürlich durch geeignete chemische und/oder thermische Massnahmen unterstützt werden.
Vorteilhafterweise wird der Kleber durch eine dem freien Ende des Stangenendes nahegelegene Einbringöffnung des Hülsenteils in das Hülsenteil eingebracht, wobei überschüssiger Kleber zwischen Hülsenteil und Stangenende austreten kann und eine lunkerfreie Klebefuge erhältlich ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der rein schematischen Zeichnung beispielsweise erörtert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer an beiden Enden mit je einer Endarmatur versehenen, gebrochen dargestellten Schaltstange, und
Fig. 2 einen gegenüber Fig. 1 vergrösserten Längsschnitt durch den Verbindungsbereich einer Endarmatur mit dem Stangenende.
In Fig. 1 erkennt man die aus mit Fasern z.B. aus Glas armiertem Kunststoff bestehende, elektrisch isolierende (hier massiv dargestellte aber auch hohl mögliche) Stange 1, welche an ihren Enden 10 (Fig. 2) stählernde Endarmaturen 2 trägt.
Man erkennt in Fig. 2, dass das Stangenende 10 sich zu seinem freien Ende 11 hin allgemein verjüngend ausgebildet ist und zwei ringnutartige Verjüngungen 12 aufweist.
Ferner erkennt man in Fig. 2, dass die Endarmatur 2 ein Hülsenteil 20 aufweist, dessen durch mechanisches Einrollen erzeugte innere Vorsprünge 21 in die Verjüngungen 12 eingreifen, wobei die Innnenkontur des Hülsenteils 20 angenähert der Kontur des im (nicht dargestellten) Querschnitt kreisförmigen Stangenendes 10 mit Spiel folgt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, liegt das freie Ende 11 des Stangenendes 10 am Hülsenteil 20 an, wobei eine Einfüllöffnung 22 in der Nähe des genannten freien Endes 11 des Stangenendes 10 vorgesehen ist. Durch diese Einfüllöffnung 22 wurde der im Hülsenteil 20 gegenüber dem Stangenende 10 verbleibende Hohlraum 3 mit einem flüssigen Kleber gefüllt. Dieser z.B.
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Zweikomponentenkleber, wie ein Epoxydkleber, ist dann erhärtet. Dadurch ist das Spiel zwischen Hülsenteil 20 und Stangenende 10 aufgehoben.
Man ersieht aus Fig. 2 des weiteren, dass die Vorsprünge 21 in den dem freien Ende 11 des Stangenendes 10 nähergelegenen Bereich der Verjüngungen 12 des Stangenendes 10 eingreifen, wodurch das durch den Kleber aufgehobene Spiel besonders gering gehalten werden kann. Dieses Spiel stellt an sich sicher, dass beim mechanischen Einrollen des Hülsenteils 20 das Stangenende 10 nicht mechanisch überansprucht zu werden braucht.
Es ist in der gezeichneten Weise möglich wirtschaftlich vor-5 teilhaft eine betriebssichere Schaltstange herzustellen, wobei analogerweise auch andere mechanisch beanspruchbare Teile fertigbar sind.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Mechanisch beanspruchbare, elektrisch isolierende, faserarmierte Kunststoff-Stange mit wenigstens einer metallenen Endarmatur, für die Verwendung in elektrischen Hochspannungs-Schaltanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass am, im Querschnitt kreisförmigen Stangenende (10) wenigstens eine ringnutartige Verjüngung (12) vorgesehen ist, in welche ein innerer Vorsprung (21) eines das Stangenende (10) mindestens teilweise mit Spiel übergreifenden Hülsenteils (20) der Armatur (2) hineinragt, wobei der zwischen Stangenende (10) und Hülsenteil (20) verbleibende Hohlraum (3) mit einem erhärteten Kleber ausgefüllt ist.
2. Stange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere ringnutartige Verjüngungen (12) entlang des sich als Ganzes zu seinem freien Ende (11) hin verjüngenden Stangenendes (10) vorgesehen sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Stange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hülsenteil (20) eine dem Stangenende (10) angenähert folgende Innenkontur aufweist.
4. Stange nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (11) des Stangenendes (10) am Hülsenteil (20) innen anliegt.
5. Stange nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Vorsprung (21) des Hülsenteils (20) in einem Bereich der zugehörigen ringnutartigen Verjüngung (12) des Stangenendes (10) angeordnet ist, welcher am freien Ende (11) des Stangenendes (10) näher gelegen ist.
6. Verfahren zur Herstellung einer Stange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Hülsenteil über das entsprechend profilierte Stangenende stülpt und den Vorsprung des Hülsenteils durch mechanisches Verjüngen des Hülsenteils erzeugt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man den Vorsprung durch Einrollen erzeugt.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Erzeugen des bzw. der Vorsprünge den im Hülsenteil gegenüber dem Stangenende verbleibenden Hohlraum mit einem flüssigen Kleber füllt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man den flüssigen Kleber durch eine, im Bereich des freien Endes des Stangenendes angeordnete Einbringöffnung des Hülsenteils in das Hülsenteil einbringt.
Priority Applications (3)
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| CH170183A CH659155A5 (de) | 1983-03-28 | 1983-03-28 | Mechanisch beanspruchbare, elektrisch isolierende, faserarmierte kunststoff-stange mit endarmatur und verfahren zu ihrer herstellung. |
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