AT391121B - Verfahren zur herstellung von granuliertem stabilisiertem natriumperkarbonat - Google Patents

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Description

Nr. 391 121
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von granuliertem stabilisiertem Natriumperkarbonat.
Das genannte Natriumperkarbonat findet als Bestandteil von synthetischen Waschmitteln als Bleichkomponente Verwendung. Für synthetische Waschmittel bestimmte Bleichkomponenten, insbesondere Natriumperkarbonat, müssen bei erhöhten Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten sowie bei der Berührung mit Bestandteilen synthetischer Waschmittel chemisch beständig sein, weil sie einer Umsetzung unterzogen werden, die den Verlust an aktivem Sauerstoff hervorruft. Man benutzt dazu verschiedene Stabilisierungsmittel. Die Bleichkomponenten müssen ebenfalls eine genügende mechanische Festigkeit und raummäßige Verträglichkeit mit den Bestandteilen aufweisen, die zu synthetischen Waschmitteln gehören, was die Homogenität der Mischung in ihrer Gesamtheit sichert und die Schichtung und das Verklumpen derselben während der Lagerung und Transportierung verhindert.
Es ist bekannt, Natriumperkarbonat durch Umsetzung wässeriger Lösungen von Wasserstoffperoxid mit kalzinierter Soda in Anwesenheit von Stabilisierungsmitteln, welche den Wasserstoffperoxid oder Sodalösungen im voraus beigegeben werden, herzustellen. Hiebei werden die wässerige Lösung von Wasserstoffperoxid und die zubereitete wässerige Lösung kalzinierter Soda, vorgereinigt von Schwermetallverbindungen, vermischt. Der Prozeß vollzieht sich in Apparaten, die den Wärmeaustausch unter Umrühren des Reaktionsgutes bei einer Temperatur von höchstens 30 °C sichern. Das Endprodukt wird durch Zentrifugieren oder Filtration und anschließende Trockung der Natriumperkarbonat-Kristalle isoliert, während die Mutterlaugen in den Kreislauf zurückgeführt oder verwertet werden. Dadurch, daß in der Stufe des Isolierens von Natriumperkarbonat die Mutterlauge vorliegt und daß sie in den Kreislauf zurückgeführt wird sowie das Natriumperkarbonat als Pulver hergestellt wird und dann zu körnen ist, ist die Anwendung dieses Verfahrens begrenzt.
Wie oben hingewiesen wurde, ist die chemische Beständigkeit und mechanische Festigkeit die wichtigste, aber nicht die einzige Anforderung, die an granuliertes Natriumperkarbonat gestellt wird. Zur erfolgreichen Verwendung in synthetischen Waschmitteln soll es eine Gesamtheit von den Eigenschaften besitzen, von denen neben der chemischen Beständigkeit und mechanischen Festigkeit auch die dichte Verträglichkeit mit den Hauptkomponenten synthetischer Waschmittel von größter Bedeutung ist, was die Homogenität der Mischung sichert und die Schichtung und das Verklumpen derselben bei der Lagerung und beim Transport vermeidet
Die beste Verträglichkeit mit den Hauptkomponenten synthetischer Waschmittel weist granuliertes Natriumperkarbonat mit einer vorzugsweisen Teilchengröße von 0,2 bis 1,5 mm und einer Fülldichte von 0,5 bis 0,6 g/cm^ auf.
Zwecks Minderung der Fülldichte des Endproduktes bei seiner Synthese oder bei der Weitergranulation des erhaltenen kristallinen Natriumperkarbonats setzt man in einer Reihe von Verfahren Alkalimetallphosphate zu. Nach einem dieser Verfahren (DE-OS 2 700 797,1978) setzt man dem frisch hergestellten nassen kristallinen Natriumperkarbonat Alkalimetallpolyphosphate und/oder -pyrophosphate und Wasser bei einem Massenverhältnis von Endprodukt zu Phosphaten wie 1:0,2 bis 1:0,4 zu und granuliert in der Wirbelschicht bei einer zwischen 30 und 70 °C liegenden Temperatur. Das feuchte kristalline Natriumperkarbonat erhält man in bekannter Weise durch Vermischen wässeriger Lösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Soda mit Zusätzen von Stabilisierungsmitteln, Abkühlung des Reaktionsgemisches der Lösungen auf eine nicht höher als 30 °C liegende Temperatur, Bildung von Natriumperkarbonatkristallen, welche durch Filtration oder Zentrifugieren von der Mutterlauge getrennt werden.
Diese Verfahren ermöglichen jedoch die Herstellung von granuliertem Natriumperkarbonat mit einer α Fülldichte von weniger als 0,65 g/cnr nicht, und das Vorliegen von Mutterlaugen und die Herstellung des Endproduktes in kristalliner Form beschränken gleichfalls seine Anwendung.
Nach einem anderen (FR-PS 2 359 889, 1978) Verfahren zur Herstellung von granuliertem Natriumperkarbonat reinigt man auch von den Schwermetallbeimengungen die Lösung kalzinierter Soda, indem man darin Natriumpolyphosphat beispielsweise Natriumhexametaphosphat und Natriumsilikat einführt Die wässerigen Lösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Soda mit Stabilisierungsmitteln werden auf die Kristallkeime von Natriumperkarbonat über verschiedene Zufuhrleitungen mittels einer Druckdüse bei einer zwischen 35 und 95 °C liegenden Temperatur aufgegeben. Der Prozeß erfolgt nach dem Wirbelschichtverfahren, bei dem man die Synthese, Granulation und Trockung des entstehenden Natriumperkarbonats gleichzeitig durchführt.
Das angegebene Verfahren ist optimaler als die oben beschriebenen Verfahren. Es vereinigt die Synthese, Granulation und Trocknung, sichert jedoch den ausreichenden Stabilitätsgrad, die ausreichende Festigkeit und Fülldichte des Endprodukts nicht. Das Vorliegen der natriumpolyphosphatgebundenen Schwermetallbeimengungen im Endprodukt setzt die Stabilität des herstellbaren granulierten Natriumperkarbonats herab und erhöht seinen Verlust an aktivem Sauerstoff. Durch die getrennte Aufgabe der Lösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Soda auf die Kristallkeime des Natriumperkarbonats wird die Stabilität und Festigkeit der entstehenden Granalien des Endprodukts infolge der Verkürzung ihrer Synthesedauer wegen der gleichzeitig verlaufenden Granulations- und Trocknungsprozessen gemindert. Die Fülldichte des hergestellten Produkts liegt zwischen 0,8 und 0,9 g/cnr*, der relative Verlust an aktivem Sauerstoff (Stabilität) beträgt 20 %, die Durchschnittsgröße des Granulats betrug bei der Festigkeitsprüfung 300 pm. -3-
Nr. 391 121
Es sind ferner Verfahren bekannt (vgl. DE-OS 2 733 935 und 2 644 148), bei denen man auf die Natriumperkarbonat-Kristallkeime eine Lösung von Natriumperkarbonat oder gleichzeitig eine Lösung von Wasserstoffperoxid und eine Lösung kalzinierter Soda oder eine Suspension von Natriumperkarbonat aufbringt.
Im ersten Fall erreicht die Fülldichte der Granalien Werte von 0,9 bis 1,1 g/cm^, was zur Schichtung von Natriumperkarbonat und Bestandteilen synthetischer Waschmittel führt. Im zweiten Fall wird wegen einer ungleichmäßigen Verteilung der Lösungen über die Oberfläche der Kristallkeime der Verbrauch an Wasserstoffperoxid größer und nimmt die Stabilität des Natriumperkarbonats als Bestandteil insynthetischen Waschmittels ab. Für den Fall, daß eine Suspension von Natriumperkarbonat verwendet wird, nimmt die Fülldichte auf 0,5 bis 0,55 g/cm^ ab, aber wegen der lockeren Oberfläche der Granalien bildet sich viel unverwertbarer Staub, wodurch die Ausbeute an handelsüblichen Fraktionen kleiner wird und folglich die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens abnimmt.
Der bisherige Stand der Technik erlaubt also nicht, ausreichend stabile und feste Granalien von Natriumperkarbonat herzustellen, deren Fülldichte den Komponenten synthetischer Waschmittel mit den genügend hohen physikalisch-mechanischen Kennwerten nahekommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von granuliertem Natriumperkarbonat zu entwickeln, welches die Herstellung von stabilen und festen Granalien des Natriumperkarbonats ermöglicht, deren Fülldichte nach diesem Kennwert den Komponenten synthetischer Waschmittel nahekommt.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß man bei einem Verfahren zur Herstellung von granuliertem stabilisiertem Natriumperkarbonat, das als Bestandteil synthetischer Waschmittel verwendbar ist, welches Verfahren die Umsetzung wässeriger Lösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Soda in Anwesenheit von Stabilisierungsmitteln, wie Natriumpolyphosphaten und Natriumsilikat, und die nachfolgende Trocknung in der Wirbelschicht bei erhöhter Temperatur umfaßt, wobei die wässerigen Reaktionslösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Säure auf Kristallkeime von Natriumperkarbonat aufgebracht werden erfindungsgemäß das Stabilisierungsmittel enthaltende Gemisch der wässerigen Lösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Soda gleichzeitig mit einer wässerigen Stabilisierungsmittel enthaltenden Suspension von Natriumperkarbonat auf die Kristallkeime von Natriumperkarbonat aufgebracht, wobei das Massenverhältnis der Suspension zum Gemisch der wässerigen Reaktionslösungen von 0,25 bis 4:1 beträgt.
Zwecks Erniedrigung der Fülldichte des Endproduktes ist es zweckmäßig, die Zufuhr des Gemisches der angegebenen wässerigen Lösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Soda gleichzeitig mit der Zufuhr der wässerigen Suspension von Natriumperkarbonat durchzuführen, die die erwähnten Stabilisierungsmittel enthält und ein Produkt der Umsetzung kalzinierter Soda und wässeriger Lösung von Wasserstoffperoxid darstellt, während das Massenverhältnis der Suspension zum erwähnten Gemisch der wässerigen Lösungen 0,25 bis 4:1 beträgt.
Bei der Synthese des Endproduktes führt man also auf die Kristallkeime gleichzeitig zwei Strömungen und zwar das Gemisch der wässerigen Lösungen von kalzinierter Soda und Wasserstoffperoxid und die wässerige Suspenion von Natriumperkarbonat zu.
Die Aufgabe der wässerigen Suspension von Natriumperkarbonat auf die Kristallkeime bei der Synthese von granuliertem Natriumperkarbonat führt dazu, daß eine poröse Struktur aus Teilchenaggregationen von Natriumperkarbonat auf der Teilchenoberfläche des Endproduktes entsteht, was eine geringere Fülldichte des Produktes ergibt.
Bei einer Verminderung des Gehalts an einzuführender Suspension unter das angegebene Verhältnis kommt es dazu, daß eine dichte Schicht von Natriumperkarbonat auf den entstehenden Teilchen gebildet wird, was die
Vergrößerung der Fülldichte des Endproduktes auf einen Wert von 0,8 bis 0,9 g/cm^ und die Senkung der Prozeßproduktivität wegen größerer Menge an einzudampfender Feuchtigkeit bewirkt Bei einer Steigerung des Gehalts an einzuführender Suspension über das angegebene Verhältnis von 4:1 kommt es zu einer bedeutenden Verschlechterung des Verfahrens zur Bildung von Granulat, welches von Staubbildung und anderen negativen Einflußgrößen begleitet wird.
Das erfmdungsgemäße Verfahren gestattet also die Herstellung von stabilem und festem Natriumpeikarbonat-Granulat mit einer Fülldichte von unter 0,6 g/cnP.
Das Verfahren wird wie folgt durchgeführt
In einen Behälter, versehen mit Rührwerk und Heizmantel, gießt man aus einem Meßgefäß destilliertes Wasser ein und führt eine berechnete Menge kalzinierter Soda zu, um eine 18 bis 20 %ige Lösung herzustellen, setzt dann Natriumhexametaphosphat in einer Menge von 1 Masse-%, bezogen auf die Masse kalzinierter Soda, zu und löst bei einer zwischen 50 und 60 °C liegenden Temperatur unter Umrühren auf. Danach wird die zubereitete Lösung filtriert. Man gibt die abfiltrierte Lösung kalzinierter Soda unter Rühren in einen beheizten Behälter und fügt Natriumsilikat (flüssiges Wasserglas) in einer Menge von 5 bis 10 Masse-%, bezogen auf die Sodamasse, ein.
Gleichzeitig mit diesen Arbeitsgängen, durchgeführt bei der Bereitung der wässerigen Lösung kalzinierter Soda gießt man in den anderen Behälter eine 25 bis 40 masse-%ige wässerige Lösung von Wasserstoffperoxid ein, worin die Orthophosphorsäure zugegeben wird, sodaß der pH-Wert der Lösung auf 1,0 bis 2,5 gebracht wird. -4-
Nr. 391 121
Die Lösung wird umgerührt. Die hergestellten Lösungen von Soda und Wasserstoffperoxid werden zum Vermischen in einem Molverhältnis von 1:1,5 zugeführt.
Die Synthese der Natriumperkarbonatkristallkeime beginnt beim Vermischen der Lösungen von kalzinierter Soda und Wasserstoffperoxid in einer Mischkammer. Die Trocknung und die Granulation von Natriumperkarbonat verwirklicht man gemeinsam in einem Wirbelschichtapparat, aus welchem die Endftaktion abgefühit wird.
Die Herstellung der Suspension von Natriumperkarbonat besteht darin, daß die trockene Soda mit einer 25 bis 40 masse-%igen wässerigen Lösung von Wasserstoffperoxid in dem Molverhältnis, welches dem stöchiometrischen Verhältnis für die Herstellung von Natriumperkarbonat entspricht, vermischt wird. Die Herstellung der Suspension erfolgt bei einer Temperatur von +1 bis -5 °C unter Umrühren innerhalb von 0,5 bis 1 h. Die hergestellte wässerige Suspension von Natriumperkarbonat wird nachher auf die Kristallkeime gleichzeitig mit dem Gemisch der wässerigen Lösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Soda aufgegeben, wobei die Zufuhr der aufzugebenden Suspension in einem Verhältnis gegenüber dem Gemisch der oben genannten Lösungen von 0,25 bis 4:1 gehalten wird.
Man führt die Trocknung des entstehenden Natriumperkarbonats und die Granulation desselben gemeinsam durch. Der Prozeß vollzieht sich in einem Wirbelschichttrockner als Granulierapparat. Im Apparat werden die Temperaturmessungen der über dem Verteilgitter befindlichen Schicht sowie die Temperatur- und Mengenmessungen der Heißluft durchgeführt. Die Temperatur im Untergitterbereich liegt zwischen 125 und 250 °C, die Temperatur der Wirbelschicht beträgt 65 bis 95 °C.
In den Apparat werden 200 bis 500 pm große Teilchen von Natriumperkarbonat, die nach einem beliebigen Verfahren gewonnen sind, im voraus beschickt. Mit Hilfe von Zuteilern gibt man auf diese Teilchen gleichzeitig aber örtlich getrennt das Gemisch von Lösungen und die Suspension von Natriumperkarbonat zu und erhält Granalien einer beliebig geforderten Größe von 0,2 mm bis 2,5 mm.
Um die Fülldichte des hergestellten Produkts zu prüfen, bestimmt man das Verhältnis der Masse des im Zylinder lose aufgeschütteten Produkts zu seinem Raumbedarf.
Die Prüfung des hergestellten Produkts auf seine Lagerungsbeständigkeit wird wie folgt durchgeführt.
In der Kammer eines Ultrathermostaten werden bei 50 °C die Bedingungen der 100 %igen relativen Luftfeuchtigkeit erzeugt In offenen Boxen werden in die Kammer Einwaagen von 0,15 g granuliertem Natriumperkarbonat und 0,85 g synthetischem Waschmittel ohne Bleichmittel eingebracht und innerhalb von 15 h gehalten. Danach wird der Verlust an aktivem Sauerstoff (Oa) nach der permanganometrischen Methode bestimmt.
Die Stabilität des Produkts wird durch Bestimmung des relativen Verlustes an aktivem Sauerstoff innerhalb von 15 h ermittelt
Die Festigkeit vom Granulat des Endprodukts wird auf einer Kugelmühle mit Hilfe von Metallkugeln geprüft, die Kornzusammensetzung wird mittels Sieben und eines Bildanalysators bestimmt. Die Versuchsbedingungen sind wie folgt: Zeit 5 min, Drehamplitude 5, Durchschnittsgröße von Granalien des Natriumperkarbonats 830 bis 835 |im.
Zum besseren Verstehen der vorliegenden Erfindung werden folgende konkrete Beispiele angeführt.
Beispiel 1
Zur Herstellung der Lösung von Natriumperkarbonat gießt man in einen mit Rührwerk versehenen Kolben 1207 ml Wasser, beschickt mit 265 g (2,5 Mol) kalzinierter Soda und 2,65 g (1 Masse-%, bezogen auf die Sodamasse) Natriumhexametaphosphat. Die Auflösung erfolgt bei einer zwischen 50 und 60 °C liegenden Temperatur. Dann filtriert man die zubereitete Lösung und setzt 13,25 g (5 Masse-%, bezogen auf die Sodamasse) Natriumsilikat unter Umrühren zu. In einen anderen mit Rührwerk versehenen Kolben gießt man 425 g (3,75 Mol) Pherhydrol (30 %ige wässerige Lösung von Wasserstoffperoxid) unter Zusatz von 1,0 g Orthophosphorsäure (spezifisches Gewicht 1,7) ein, bis die Lösung einen pH-Wert von 1,0 erreicht In einen Wirbelschichtreaktor, welcher in seinem Unterteil ein Verteilgitter für die Heißluftzufuhr hat, werden als Kristallkeime 200 bis 500 μπι große Teilchen von Natriumperkarbonat in einer Menge von 300 g, die nach einem beliebigen Verfahren hergestellt sind, eingebracht.
Die zubereiteten Lösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Soda werden innerhalb von 50 s vermischt, dann wird das Gemisch zusammen mit der im folgenden beschriebenen Natriumperkarbonat-Suspension auf die Wirbelschicht der Kristallkeime aufgegeben.
Zur Bereitung einer wässerigen Suspension von Natriumperkarbonat beschickt man in einen mit Rührwerk versehenen Behälter 701 g trockene kalzinierte Soda und gießt 1125 g Perhydrol (30 %ige Wasserstoffperoxidlösung) ein, setzt nachher 36 g Natriumsilikat und 7 g Natriumhexametaphosphat zu. Bei der Verwendung der 30%igen Wasserstoffperoxidlösung beträgt das Verhältnis feste Phase/flüssige Phase der zubereiteten Suspension 1:0,75. Die hergestellte Suspension wird innerhalb von 0,5 h bei einer zwischen +1 und -5 °C liegenden Temperatur gerührt. Die Suspension wird anschließend auf die Wirbelschicht der Kristallkeime gleichzeitig mit Zufuhr des Gemisches der genannten wässerigen Lösungen aufgegeben, wobei die Zufuhr von Suspension und Gemisch der Lösungen im Gewichtsverhältnis 1:1 gehalten wird. -5-

Claims (3)

  1. Nr. 391 121 Die Prozesse des Wachsens der Teilchen, der Granulation und Trocknung dauern 20 min bei 95 °C. Das aus dem Apparat ausgetragene Granulat von Natriumperkarbonat in einer Menge von 1432 g (11,03 Mol) ist 0,7 bis 1,0 mm groß, enthält 14,37 % aktiven Sauerstoff, die Fülldichte des hergestellten Natnumperkarbonats ist 0,51 g/cm . Der Verlust an aktivem Sauerstoff bei der Stabilitätsprüfung beträgt 11 %. Die Durchschnittsgröße von Granalien beträgt 467 pm. Beispiel
  2. 2 Man erhält das granulierte Natriumperkarbonat unter den in Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen, nur daß man in einen Kolben 482 ml Wasser eingießt, 106 g (1,0 Mol) kalzinierter Soda und 1,06 g Natriumhexametaphosphat einbringt. Nach der Filtration setzt man der erhaltenen Lösung 5,3 g Natriumsilikat zu. In einen anderen Kolben werden 170 g (1,5 Mol) 30 %iges wässeriges Wasserstoffperoxid eingegossen, worin die Orthophoshorsäure hinzugefügt wird, bis der pH = 1 eingestellt wird. Zur Herstellung der wässerigen Suspension von Natriumperkarbonat beschickt man den Behälter mit 1190 g trockener kalzinierter Soda und gießt 1914 g Wasserstoffperoxid ein, gibt dann 59,5 g Natriumsilikat und 11,9 g Natriumhexametaphosphat zu. Die hergestellte Suspension wird auf die Kristallkeime gleichzeitig mit dem Gemisch der wässerigen Lösungen von kalzinierter Soda und Wasserstoffperoxid zugeführt, wobei das Verhältnis der Zufuhr von Suspension und Gemisch der Lösungen auf 4:1 gehalten wird. Die Granulation und Trocknung führt man innerhalb von 40 min bei 65 °C aus. Das aus dem Apparat ausgetragene Granulat von Natriumperkarbonat hat eine Fülldichte von 0,50 g/cm^, der Verlust an aktivem Sauerstoff bei der Stabilitätsprüfung beträgt 10,5 %, die Durchschnittsgröße der Granalien beträgt 451 pm. Beispiel
  3. 3 Das granulierte Natriumperkarbonat erhält man unter den in Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen, nur daß man in einen Kolben 1889,7 ml Wasser eingießt, 414,8 g (3,9 Mol) kalzinierter Soda und 4,15 g Natriumhexametaphosphat einbringt. Nach der Filtration setzt man der erhaltenen abfiltrierten Lösung 20,75 g Natriumsilikat zu. In einen anderen Kolben werden 664,7 g (5,8 Mol) Wasserstoffperoxid unter Zusatz von Orthophosphorsäure eingegossen, bis der pH-Wert auf 1,5 eingestellt ist. Zur Herstellung der wässerigen Suspension von Natriumperkarbonat beschickt man den Behälter mit 279 g trockener kalzinierter Soda und gießt 448 g Wasserstoffperoxid ein, gibt dann 14 g Natriumsilikat und 2,79 g Natriumhexametaphosphat hinzu. Das Verhältnis der auf die Kristallkeime aufgebrachten Suspension zum aufgebrachten Gemisch der wässerigen Lösungen von kalzinierter Soda und Wasserstoffperoxid beträgt 0,25:1. Das erhaltene Granulat von Natriumperkarbonat hat eine Raummasse von 0,53 g/ατΛ der Verlust an aktivem Sauerstoff bei der Stäbilitätsprüfung beträgt 11 %, die Durchschnittsgröße der Granalien beträgt 485 pm. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von granuliertem stabilisiertem Natriumperkarbonat, das als Bestandteil synthetischer Waschmittel verwendbar ist, welches Verfahren die Umsetzung wässeriger Lösungen von Wasserstoffyeroxid und kalzinierter Soda in Anwesenheit von Stabilisierungsmitteln, wie Natriumpolyphosphaten und Natriumsilikat, und die nachfolgende Trocknung in der Wirbelschicht bei erhöhter Temperatur umfaßt, wobei die wässerigen Reaktionslösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Säure auf Kristallkeime von Natriumperkarbonat aufgebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß man das Stabilisierungsmittel enthaltende Gemisch der wässerigen Lösungen von Wasserstoffperoxid und kalzinierter Soda gleichzeitig mit einer wässerigen Stabilisierungsmittel enthaltenden Suspension von Natriumperkarbonat auf die Kristallkeime von Natriumperkarbonat aufbringt, wobei das Massenverhältnis der Suspension zum Gemisch der wässerigen Reaktionslösungen von 0,25 bis 4:1 beträgt. -6-
AT3304/85A 1985-11-15 1985-11-13 Verfahren zur herstellung von granuliertem stabilisiertem natriumperkarbonat AT391121B (de)

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