AT394008B - Unterlegekeil fuer strassenfahrzeuge - Google Patents
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Description
AT 394 008 B
Die Erfindung bezieht sich auf einen Unterlegekeil für Straßenfahrzeuge mit Aufstellfläche, Auflauffläche, Rückenteil und Seitenteilen.
Eine Einrichtung dieser Art wurde z. B. durch die DE-PS 922 396 bekannt. Bei diesem bekannten Unterlegekeil wird eine Platte, die mit Stollen versehen ist, auf die Aufstellfläche von außen aufgebracht und mit einem Splint gesichert.
Dadurch ergibt sich aber der Nachteil, daß der Unterlegekeil bei Nichtverwendung aus zwei voneinander getrennten Einheiten besteht, die zum Gebrauch erst zusammengefügt werden müssen, und daher für Notsituationen, in denen rasch gehandelt werden muß, ungeeignet ist.
Bleiben die beiden Teile zusammengefügt, um für eine Situation gerüstet zu sein, die ein rasches Handeln erfordert, so besteht der Nachteil einer akuten Verletzungsgefahr beim Hantieren, weil die Stollen in gefährlicher Weise von der Aufstellfläche abstehen.
Die DE-PS 924 730 schlägt einen Unterlegkeil vor, bei dem starre Gleitschutzsicherungen von der Aufstellfläche aufragen, und der durch zusätzliche Rücklaufspome gegen ein Verrücken am Boden gesichert ist
Neben dem Nachteil der Verletzungsgefahr beim Hantieren durch die starren Gleitschutzsicherungen besteht bei dieser Einrichtung zusätzlich der Nachteil, daß die Rücklaufsporne nur mittels mehrerer Handgriffe in Einsatzbereitschaft gebracht werden können.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei der eine rutschfeste Aufstellung gewährleistet ist, ohne daß sich dadurch die Gefahr einer Verletzung beim Hantieren mit der Einrichtung ergibt.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Aufstellfläche Durchbrechungen aufweist und daß zwischen Auflauffläche und Aufstellfläche eine mit in Richtung der Aufstellfläche ausragenden Gleitschutzzacken, -kanten, -spikes oder dergleichen versehene Platte schwenkbar und mit der Aufstellfläche in Deckung bringbar gelagert ist, in welcher Stellung die Platte lösbar festlegbar ist und die Gleitschutzzacken, -kanten, -spikes oder dergleichen durch die Durchbrüche der Aufstellfläche vorragen.
Durch diese Maßnahmen wird in vorteilhafter Weise eine rutschfeste Aufstellung des Unterlegekeiles erreicht, wobei die Gleitschutzzacken, -kanten, -spikes oder dergleichen nur dann aus der Aufstellfläche ausragen, wenn der Unterlegekeil in Benutzung ist. Dadurch ist der Verletzungsgefahr beim Hantieren mit der erfindungsgemäßen Einrichtung in sicherer und einfacher Weise vorgebeugt.
Vorteilhaft ist es auch, daß durch diese Maßnahmen der Unterlegekeil ohne Kraftaufwand und zusätzliche Vorkehrungen in die dafür vorgesehenen Keilaufnahmeeinrichtungen einschiebbar bzw. herausziehbar ist sowie, daß die Gefahr, beim unvorsichtigen Hantieren mit dem Unterlegekeil das Fahrzeug in irgend einer Weise durch die vorstehenden Gleitschutzeinrichtungen zu beschädigen, nicht gegeben ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Platte mittels eines in eine in einem Plattenansatz ausgebildete Bohrung und in eine weitere, in einem Seitenteil ausgebildete Bohrung einführbaren Stiftes lösbar festlegbar ist.
Auf diese Weise wird erreicht, daß die Platte für den Fall des Gebrauches des Unterlegekeils rasch in der dafür vorbestimmten Stellung positionierbar ist. Dadurch, daß nur in einem Seitenteil eine Bohrung, welche in einer vorzugsweisen Ausführung verstärkt ausgebildet ist, vorgesehen ist, entfällt das oft zeitraubende Suchen, bei dem es nur auf den Tastsinn ankommt, mit der Spitze des Stiftes nach der zweiten gegenüberliegenden Bohrung.
Der Stift ist z. B mittels einer Kette, einem Drahtseil oder einem Kunststoffband mit dem Unterlegekeil verbunden.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Platte mittels einer Feder in Richtung der Auflauffläche vorgespannt ist
Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß die Gleitschutzzacken, -kanten, -spikes oder dergleichen der Platte durch die Durchbrüche der Aufstellfläche nur dann vorragen, wenn der Unterlegekeil in Verwendung steht Bei Nichtgebrauch genügt es, den Stift aus dem Unterlegekeil herauszuziehen, wodurch die Platte in Richtung der Auflauffläche klappt um der Verletzungsgefahr beim Hantieren vorzubeugen. Vorteilhaft ist es dabei, daß dazu nur ein einziger Handgriff notwendig ist.
Eine Ausbildungsvariante der Erfindung kann darin bestehen, daß die Aufstellfläche mit einer vorzugsweise thermostat- und/oder zeitschaltergesteuerten Heizplatte wärmeleitend verbunden ist
Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß der Unterlegekeil auch bei vereisten oder verschneiten Bodenverhältnissen einen sicheren Halt gewährt, indem die erwärmte Aufstellfläche das Eis oder den Schnee schmilzt, sodaß die Gleitschutzeinrichtungen in den Untergrund eindringen können.
Die Stromversorgung der Heizeinrichtung erfolgt z. B. durch die Fahrzeugbatterie, Batterien, die in dafür vorgesehene Batteriefächer im Unterlegekeil einbringbar sind oder etwa durch Akkus.
Des weiteren kann ein wesentliches Merkmal der Erfindung darin liegen, daß an der Außenseite des Rückenteiles und/oder der Seitenteile Beleuchtungs- und/oder Rückstrahleinrichtungen und/oder Leuchtfarben angeordnet sind.
Diese Maßnahme bietet den Vorteil der Erhöhung der Sicherheit im Straßenveikehrsalltag, da die Leuchteinrichtungen insbesondere bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen von den Verkehrsteilnehmern leicht wahrgenommen werden. Für die Stromversorgung werden die analogen Quellen wie für die Heizeinrichtung herangezogen. -2-
Claims (6)
- AT 394 008 B Eine weitere Ausbildungsform der Erfindung kann darin bestehen, daß die Auflauffläche und/oder die Aufstellfläche mit rutschhemmenden Belägen versehen sind. Dadurch wird auf vorteilhafte Weise erreicht, daß der Reifen auf der Auflauffläche des Unterlegekeils sicher haftet Ebenso wird dadurch erreicht, daß die Haftung der Aufstellfläche auf dem Untergrund erhöht wird. 5 Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert Dabei zeigen: Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Unterlegekeil samt Platte, Fig. 2 einen erfindungsgemäßen Unterlegekeil mit beispielhaft dargestellten Beleuchtungs- und/oder Riick-strahleinrichtungen, 10 Fig. 3 einen Unterlegekeil mit einem rutschhemmenden Profilbelag, und Fig. 4 einen weiteren Unterlegekeil mit einem rutschhemmenden Profilbelag. Gemäß der Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Unterlegekeil (1) dargestellt der eine Aufstellfläche (2) mit Durchbrechungen (5) aufweist wobei zwischen der Auflauffläche (3) und der Aufstellfläche (2) eine mit in 15 Richtung der Aufstellfläche (2) ausragenden Gleitschutzeinrichtungen (4) versehene Platte (6) schwenkbar und mit der Aufstellfläche (2) in Deckung bringbar gelagert ist. Wird die Platte (6) mit der Aufstellfläche (2) zur Deckung gebracht so ist sie in dieser Position mittels eines in eine in einem Plattenansatz (15) ausgebildete Bohrung (8) und in eine weitere, in einem Seitenteil (16) ausgebildete Bohrung (7) einführbaren Stiftes (9) lösbar festgelegt. In dieser Position, in der die Platte (6) 20 und die Aufstellfläche (2) zur Deckung gebracht sind, ragen die Gleitschutzeinrichtungen (4) durch die Durchbrüche (5) der Aufstellfläche (2) vor. Die Platte (6) ist mittels einer Feder (10) in Richtung der Auflauffläche (3) vorgespannt. Um dem Verlust des Stiftes (9) vorzubeugen, ist dieser z. B. an einer Kette (17) befestigt, die ihrerseits mit dem Unterlegekeil (1) verbunden ist. Anstatt der Kette (17) als Verbindungsglied zwischen dem Unterlegekeil 25 (1) und dem Stift (9) ist ebenso jede andere nicht starre Verbindung verwendbar. Fig. 2 zeigt in beispielhafter Ausführung einen Unterlegekeil (1), an dessen Außenseiten des Rückenteils (11) und des Seitenteils (12) Beleuchtungseinrichtungen (18), Rückstrahleinrichtungen (19) und Leuchtfarben (13) angeordnet sind. Die Anordnung der Beleuchtungs- (18), Rückstrahleinrichtungen (19) und Leuchtfarben (13) ist beliebig wählbar, ebenso die Form und Farben. 30 Die Fig. 3 und 4 stellen Unterlegekeile (1) dar, deren Auflaufflächen (3) und Aufstellflächen (2) mit verschieden geformten rutschhemmenden Belägen (14) versehen sind. Die Form der rutschhemmenden Beläge (14) ist über die beiden Ausführungsbeispiele hinaus beliebig wählbar, ebenso, ob der Belag (14) nur für die Aufstellfläche (2), die Auflauffläche (3) oder für beide Flächen (2), (3) vorgesehen ist. 35 40 PATENTANSPRÜCHE 45 1. Unterlegekeil für Straßenfahrzeuge mit Aufstellfläche, Auflauffläche, Rückenteil und Seitenteilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufstellfläche (2) Durchbrechungen (5) aufweist und daß zwischen Auflauffläche (3) und Aufstellfläche (2) eine mit in Richtung der Aufstellfläche (2) ausragenden Gleitschutzzacken, -kanten, -spikes (4) od. dgl. versehene Platte (6) schwenkbar und mit der Aufstellfläche (2) in Deckung bringbar gela- 50 gert ist, in welcher Stellung die Platte (6) lösbar festlegbar ist und die Gleitschutzzacken, -kanten, -spikes (4) od. dgl. durch die Durchbrüche (5) der Aufstellfläche (2) vorragen.
- 2. Unterlegekeil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (6) mittels eines in eine in einem Plattenansatz (15) ausgebildete Bohrung (8) und in eine weitere, in einem Seitenteil (16) ausgebildete Bohrung 55 (7) einführbaren Stiftes (9) lösbar festlegbar ist.
- 3. Unterlegekeil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (6) mittels einer Feder (10) in Richtung der Auflauffläche (3) vorgespannt ist.
- 4. Unterlegekeil nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufstellfläche (2) mit einer vorzugsweise thermostat- und/oder zeitschaltergesteuerten Heizplatte wärmeleitend verbunden ist. -3- AT 394 008 B
- 5. Unterlegekeil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite des Rückenteils (11) und/oder der Seitenteile (12) Beleuchtungs- (18) und/oder Rückstrahleinrichtungen (19) und/oder Leuchtfarben (13) angeordnet sind.
- 6. Unterlegekeil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflauffläche (3) und/oder die Aufstellfläche (2) mit rutschhemmenden Belägen (14) versehen sind. 10 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -4-
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