AT395162B - Einrichtung zur regeneration technischer oele - Google Patents
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Description
AT395162B
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Regeneration technischer Öle, insbesondere zum Scheiden des Wassers von öl durch Verdampfen des Wassers unter Unterdrück und Beseitigen des Kondensats, enthaltend einen Streuungsturm, der zwischen eine Zulauf baugruppe und einer Entgasungsbaugruppe eingegliedert ist, wobei die Zulaufbaugruppe ein Vorreinigungsfilter, einen Heizkörper und ein Feinfilter enthält und die 5 Entgasungsbaugruppe aus einem Kühler, einem Kondensatsammler und einer Vakuumpumpe besteht.
Eine Einrichtung dieser Art ist aus der US-PS 4 019 977 bekannt, worin eine Einrichtung zum Entfernen des Wassemebels und zum Koaleszieren in einem Verfahren zum Scheiden des Wassers von Öl beschrieben ist Öl, welches flüssige Verunreinigungen, im wesentlichen Wasser · entweder in freier Form oder in gelöstem Zustand, enthält wird durch ein unter Unterdrück stehendes Gefäß geführt, worin es durch einen Dispergierstoff fließt, wo 10 die Öloberfläche vergrößert wird. Durch derartiges Aussetzen dem Unterdrück innerhalb des Gefäßes wird der Druck des Wasserdampfes aus Öl erhöht, so daß Dampf entsteht Gereinigtes öl und entstandener Dampf werden danach aus dem Gefäß getrennt abgeleitet, wonach Wasser kondensiert und das Kondensat zur Ableitung geführt wird.
Bei obiger Einrichtung ist es möglich, kühles Öl hoher kinematischer Viskosität durch ein Reinigungsmittel, welches sehr kleine Durchgänge (etwa2pm) aufweist, nur unter der Bedingung zu drücken, daß man über eine große IS Filterfläche verfügt und sogar bei solchen Umständen kann nur mit Überarbeitung von Ölen gerechnet werden, deren kinematische Viskosität am Eingang bis zu etwa450 cSt beträgt Bei Ölen höherer kinematischer Viskosität versagt entweder die Einrichtung oder sie wirkt nicht optimal. Letzteres ist insbesondere der Fall beim Anlauf, wenn das Medium kühl ist.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, bei einer Einrichtung zum Scheiden des Wassers von Öl durch 20 Verdampfen des Wassers bei einem Unterdrück und durch Entfernen des Kondensats die Regeneration auch kühlen Öles hoher kinematischer Viskosität zu ermöglichen unter Verwendung eines mechanischen Reinigungsmittels mit sehr kleinen Durchgängen, ohne daß mit sehr großen Filterflächen gerechnet werden müßte.
Die Erfindung ist nun im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß in den oberen Bereich des Turms ein Streuungskopf und ein auf ersteren gebundener, darunter angeordneter parabolischer Prallschirm eingebaut sind. 25 Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Prallschirm über einen Abstandhalter auf den
Streuungskopf gebunden ist, wobei der Abstandhalter durch einen topfartigen Bodenteil und einen Deckel des Streuungskopfes hindurchragt.
Schließlich ist es auch noch vorteilhaft, wenn der Bodenteil mit den in einem Kreis unter gegenseitigen Abständen angeordneten Streuungsdüsen, die zum Prallschirm gerichtet sind, versehen ist. 30 DieErfindung wird nun aufgrund eines in den beigefügten Zeichnungen veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Schaltungsanordnung der Einrichtung, und
Fig. 2 eine erfindungswesentliche Einzelheit der Fig. 1, betreffend eine Prallungsgnippe.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Regeneration technischer Öle umfaßt u. a. eine Schnellkupplung (1), die 35 über eine Rohrleitung (2) mit einem Vorreinigungsfilter (3) verbunden ist. Das Vorreinigungsfilter (3) ist über eine
Rohrleitung (4) an eine Pumpe (5) gebunden, auf welche ein Elektromotor (6) angeschlossen und deren Druckseite mittels eines einstellbaren Sicherheitsventils (7) gesichert ist Die Pumpe (5) ist über eine Rohrleitung (S) mit einem Rückschlagventil (9) und danach mit einem Heizkörper (10) verbunden, wobei der Heizkörper (10) vorzugsweise als eine spezielle Niedrigleistungsvorrichtung (viermal 3 x 500 W) gebaut und über eine Rohrleitung (11) mit einem 40 Feinfilter (12) verbunden ist das überlauffrei ausgebildet ist und winzige Löcher (1 pm) aufweist Auf die zwischen dem Heizkörper (10) und Filter (12) gelegene Rohrleitung (11) sind ein Manometer (13) und ein Fühler für ein Berührungsthermometer (14) angeschlossen. Das Filter (12) ist mittels eines Differenz-Diaphragmaschalters (15) gesichert und durch eine Rohrleitung (16), auf welche ein Fühler eines zweiten Berührungsthermometers (17) angeschlossen ist mit einem Wegeventil (18) verbunden. Das Wegeventil (18) ist über eine Rohrleitung (19) und ein 45 Rückschlagventil (20) mitder auf der Saugseite der Pumpe (5) gelegenenRohrleitung(4) verbunden, und eine zweite
Rohrleitung (21) aus dem Wegeventil (18) ist an einen Zweiwege-Durchflußregler (22) gebunden. Der letztere ist über eine durch die Wand eines Streuungsturmes (24) geführte Rohrleitung (23) mit einem Streuungskopf (25) verbunden, auf welchen in eigentlichem Streuungsturm (24) ein Prallschirm (26) aufgehängt ist
Aus oberem Bereich des Streuungsturmes (24) ist eine Rohrleitung (27) geführt, auf welche ein Unterdruck-50 messer (28) angeschlossen ist. Die Rohrleitung (27) endet in einem luftgekühlten Kühler (29), der über eine Rohrleitung (30) mit einem Kondensatsammler (31) verbunden ist, auf dessen unteres Ende ein Auslaßventil (32) befestigt ist. Der obere Bereich des Kondensatsammlers (31) ist über eine Rohrleitung (33) miteiner Vakuumpumpe (34) verbunden, die vorzugsweise zur Rotationsbauart gehört. Auf dieselbe Rohrleitung (33) ist in gegebenem Fall ein diaphragmaartiger Unterdruckregler (35) angeschlossen. 55 Auf die Bodenwand des Streuungsturmes (24) ist eine Rohrleitung (36) angeschlossen, die zu einem Wegeregler (37) geführt ist. Der letztere ist über eineRohrleitung (38) miteiner Pumpe (39) verbunden, diean einen Elektromotor (40) gebunden ist. Die Pumpe (39) ist über eineRohrleitung (41) miteiner Schnellkupplung (42) und danach miteiner -2-
AT395162B biegsamen Rohrleitung (43) verbunden.
Der Streuungskopf (25) (Fig. 2) ist im wesentlichen von zweiteiliger Ausbildung. In einen unteren, topfförmigen Teil (44) sind Streuungsdüsen (45) eingeschraubt, die mit gegenseitigen Abständen in einem Kreis angeordnet und gegen den Prallschirm (26) gerichtet sind, der mittels eines Abstandhalters (47) auf den S treuungskopf (25) befestigt 5 ist Der topfförmige Teil (44) ist von äußerer Seite zur Verbindung mit dem Streuungsturm (24) mit radial gestellten
Vorsprüngen (48) sowie mit einem Anschluß (49) zum Anschluß an die Rohrleitung (23) versehen. Der topfförmige Teil (44) ist nach oben durch einen Deckel (50) abgedeckt.
Die vorangehend beschriebene Einrichtung ermöglicht die Scheidung fester, flüssiger (Wasser) und gasförmig» Verunreinigungen von Öl. 10 Die Einrichtung schließt man einfach mittels eines Schlauches über die Schnellkupplung (1) an eine Arbeits- maschine oder einen Behälter an. Das verunreinigte Öl wird über die Rohrleitung (2) in das Vorreinigungsfilter (3) (dessen Feinheit etwa 60 pm beträgt) gesaugt, wo grobe feste Verunreinigungen beseitigt werden. Teilweise gereinigtes öl wird durch die Rohrleitung (4) in die Pumpe (5) angesaugt und durch die Rohrleitung (8) üb» das Rückschlagventil (9) in den Heizkörper (10) gedrückt Mit dem einstellbaren druckweisen Sicherheitsventil (7) stellt 15 man den Öldruck in d» Rohrleitung (8) ein. Im Heizkörp» (10) erwärmt sich das eingeflossene Öl auf die Arbeitstemperatur (etwa 70 °C), wobei die letztere dadurch genau einstellbar ist, daß das B»ührungsthermometer (14) einzelne Heizeinheiten des Heizkörpers (10) einschaltet Das erwärmte Öl durchdringt das Filter (12), worin weitere feste Verunreinigung»! ausgeschieden werden,wonach es durch dieRohrleitung (16), welche mitdemFühler des zweiten B»ührungsthermometers (17) in Verbindung steht, in das Wegeventil (18) gelangt. 20 Bis die notwendige Prozeßtemperatur des Öls erreicht ist, strömt Öl durch die Rohrleitung (19) über das Rückschlagventil (20) zurück in die saugseitige Rohrleitung (4) d» Pumpe (5). Nachdem Öl genug erwärmt wird, steuert das Berührungsthermometer (17) das Wegeventil (18) um.
Das nunmehr von festen Teilchen befreite und erwärmte Öl wird durch die Rohrleitung (21) in den Zweiwege-Durchflußregler (22) gedrückt, dessen Aufgabe es ist, mit Hinsicht auf die Intensität der Verunreinigung des Öls 25 dieses in den Streuungsturm (24) konstant zu liefern. Das Öl wird ab Zweiwege-Durchflußregler (22) über die Rohrleitung (23) zum Streuungsturm (24) und über den Anschluß (49) in den Streuungskopf (25) gedrückt. Das Öl strömt mit großer Geschwindigkeit aus dem Streuungskopf (25) in den Streuungsturm (24) aus, worin ein Unterdrück von etwa 0,25 - 0,30 mbar herrscht, und prallt auf den parabolischen Prallschirm (26) auf. Dabei zerstreut sich Öl intensiv durch den Hohlraum und auf dem Prallschirm (26). Die Voraussetzung für das Verdampfen flüssiger 30 Verunreinigungen (Wasser) isterfüllt, wobeidieentstandenenDämpfezusammen mitgasförmigen Verunreinigungen durch die Rohrleitung (27) auf der Deckelseite des Streuungsturmes (24) aiisströmen. Regeneriertes Öl sammelt sich im Bodenbereich des Streuungsturmes (24).
Das Gemisch von Dämpfen und Gasen gelangt durch dieRohrleitung (27) in den Kühl» (29), wo sich die Dämpfe d» Flüssigkeit v»flüssigen. Die gewonnene (abgegebene) Wärme kann zweckmäßig v»wendet werden. Die 35 verflüssigten Verunreinigungen strömen zusammen mit den Gasen durch dieRohrleitung (30) in den Kondensatsamml» (31) ab, dessen oberer Teil über die Rohrleitung (33) mit d» Vakuumpumpe (34) v»bunden ist, über die gasförmige Verunreinigungen beseitigt werden.
Konstanter Unterdrück im Streuungsturm (24) wird durch denUnterdruckregl» (35) eingestellt Gewonnenes Öl wird üb» die Rohrleitung (36), den Wegeregl» (37) und die Auslieferungspumpe (39) aus dem Streuungsturm (24) 40 ausgepumpt Der Wegeregler (37) und die Pumpe (39) sind in dies»n Ausführungsbeispiel mittels zwei (nicht gezeigter) ölniveauempfindbare Schalter gesteuert die das höchste und das niedrigste zulässige Ölniveau im Streuungsturm (24) wahmehmen.
Vorbereitungen vor dem Anlauf der Einrichtung umfass»! folgende Schritte: Anschließen des Saugschlauches über die Schnellkupplung (1) und d» Auslieferungs-Rohrleitung (43) ebenso üb» die Schnellkupplung (42) sowie 45 Einschaltung von vier Schaltern, die in gegebenem Fall d» Vakuumpumpe (34), d» Einsaugpumpe (5), dem Heizkörper (10) und der Auslieferungspumpe (39) gehören. Nachdem die Einrichtung angelaufen ist wird d» Verlauf der Regeneration hinsichtlich des Druckes, der erhöhten Temp»atur, der Menge, d» Geschwindigkeit des Unterdrucks und des Ölpegels im Streuungsturm selbsttätig gesteuert Dadurch sind Fehler ausgeschlossen und das Regenerationsverfahren ergibt immer ein optimales Endprodukt 50 -3- 55
Claims (3)
- AT395 162 B PATENTANSPRÜCHE 1. Einrichtung zur Regeneration technischer Öle, insbesondere zum Scheiden des Wassers von Öl durch Verdampfen des Wassers unter Unterdrück und Beseitigen des Kondensats, enthaltend einen Streuungsturm, der zwischen eine Zulaufbaugruppe und eine Entgasungsbaugruppe eingegliedert ist, wobei die Zulaufbaugruppe ein Vorreinigungsfilter, einen Heizkörper und ein Feinfilter enthält und die Entgasungsbaugruppe aus einem Kühler, einem Kondensatsammler und einer Vakuumpumpe besteht, dadurch gekennzeichnet, daß in den oberen Bereich des Turms (24) ein Streuungskopf (25) und ein auf ersteren gebundener, darunter angeordneter parabolischer Prallschirm (26) eingebaut sind.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Prallschirm (26) üb»1 einen Abstandhalter (47) auf den Streuungskopf (25) gebunden ist, wobei der Abstandhalter (47) durch einen topfartigen Bodenteil (44) und einen Deckel (50) des Streuungskopfes (25) hindurchragt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß da* Bodenteil (44) mit den in einem Kreis unter gegenseitigen Abständen angeordneten Streuungsdüsen (45), die zum Prallschirm (26) gerichtet sind, versehen ist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -4-
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