AT39804B - Sicherheitsvorrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für elektrisch angetriebene Eisenbahnfahrzeuge zum selbsttätigen Ausschalten der Kraftzufuhr und gegebenenfalls zum gleichzeitigen Anstellen der Bremsen. - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für elektrisch angetriebene Eisenbahnfahrzeuge zum selbsttätigen Ausschalten der Kraftzufuhr und gegebenenfalls zum gleichzeitigen Anstellen der Bremsen.

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AT39804B
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Wilhelm Wechmann
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Wilhelm Wechmann
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Description


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  Sicherheitsvorrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für elektrisch angetriebene Eisenbahnfahrzeuge zum selbsttätigen Ausschalten der Kraftzufuhr und gegebenenfalls zum gleichzeitigen Anstellen der Bremsen. 



   Die Kurbel des Fahxschalters elektrisch angetriebener Fahrzeuge, insbesondere auf Hauptbahnen verkehrender elektrischer Lokomotiven und Triebwagen, wird vielfach mit einem Druckknopf versehen, den der Führer während der Kraftzufuhr zu den Motoren niedergedrückt halten muss, wenn der Arbeitsstrom eingeschaltet erhalten bleiben soll. Lässt der Führer infolge eines ihm zustossenden Unfalls oder aus Fahrlässigkeit den Knopf los, so tritt eine Unterbrechung des Arbeitsstromes und gegebenenfalls auch ein Anstellen der Bremsen ein. 



   Bei Verwendung dieser Einrichtung ist es nicht ausgeschlossen, dass der Führer von einem 
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 des ohnmächtig gewordenen   Führers   auf dem niedergedrückten Knopf liegen bleiben. Oder aber ein fahrlässiger Führer hat,   um   sich von Arbeit zu entlasten, ein Gewicht auf den Knopf gelegt oder auf andere Weise die Sicherheitseinrichtung ausser Betrieb gesetzt. Auch dann wird letztere nicht wirken, wenn dem Führer ein Unfall   zustösst.   



   Die gleichen Möglichkeiten können eintreten, wenn anstelle des Druckknopfes eine andere in gleicher Weise wirkende Vorrichtung zur Anwendung gelangt. 
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 soll (gegebenenfalls unter gleichzeitiger Anstellung der Bremse) in kurzen   Zwischenpausen   eine bestimmte Arbeit verrichten, z. B. einen Knopf oder Fusstritt   niederdrücken,   ein Rad drehen oder sonst wie bedienen   muss.   Kurz vor Ablauf jeder Zwischenpause (von z. B. 4 bis 10 Sekunden), kann ein geeignetes Signal gegeben werden. 



   Im folgenden sind an Hand der Zeichnungen einige Ausführungsbeispiele beschrieben. 



   In Figur 1 stellt A einen aus einem elektrischen Leiter bestehenden Hohlkörper dar, der 
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   Durch eine genügend grosse   Quecksilbeimenge   kann jedoch auch bewirkt werden, dass beim Wenden keine Stromunterbrechung im Gefäss stattfindet. In diesem Falle muss ein Augenblicksumsteller bekannter Bauart, wie ein solcher zum Beispiel in der Figur 4   bei) (, L,   F angedeutet und später erläutert ist, vorgesehen werden. Dieser Augenblicksumschalter verhütet auch, dass das dem Führer unzulängliche Gefäss in Mittellagen festgehalten werden kann. 



   'Während vorstehend eine Einrichtung beschrieben ist, bei der ein Körper, in jenem Falle Quecksilber, vom Führer auf eine bestimmte Höhe gehoben, und die dadurch geleistete Arbeit langsam wieder aufgebraucht wird, kann auch einem elastischen Körper, einer Feder oder einer bestimmten Menge Luft, ein Arbeitsvermögen zugeführt werden, welches allmählich wieder vernichtet wird. Solange die Arbeit nicht vollständig oder bis zu einem gewissen Grade aufgebraucht ist, wird durch diese Einrichtung die Kraftzufuhr zu dem Fahrzeug nicht unterbrochen. So ist in der Figur 2 eine Ausführung gezeichnet, bei der Luft verwendet wird.   A   stellt eine Pumpe zur Erzeugung von Pressluft mit dem Saugventil V und dem   Druc. kventi1 W   dar.

   Durch Niederdrücken des Knopfes F und damit des   Kolbens K   wird in dem Gefäss B ein gewisser Luftdruck erzeugt. Durch eine kleine   Offnungf kann   die   Pressluft aus. N langsam entweichen.   Wird von Zeit zu Zeit F von neuem   niedergedrückt, so   hält sich in B der Druck über einer gewissen Grenze. Wird das Niederdrücken von F unterlassen, so sinkt der Druck bald unter diese Grenze.

   Ein bis dahin von der gepressten Luft geschlossen gehaltenes Ventil D wird durch ein   Gewicht 0,   eine Feder oder ein ähnliches Mittel geöffnet, und durch diese Bewegung wird die Kraftzufuhr etwa durch einen Hebel 11. der zum Beispiel einen elektrischen Schalter   oder bei Benzin-, Pressluft-, Dampf-   fahrzeugen ein Absperrorgan P schliesst, abgeschnitten. 
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 die Nase   M !   in den Einschnitt c des Rades A einspringt. Durch die hierdurch verursachte Drehung des   Hebels H inlezug   auf den Arm B wird der Strom bei x-y, z.

   B. der Steuerstrom, unterbrochen.   Um     zu verhüten, dass das Einspringen   der Nase stattfindet,   muss   der Arm B rechtzeitig im Sinne des Pfeiles a um einen beliebigen Winkel weitergedreht werden, was der Führer des Fahrzeuges zu bewirken hat. Dies kann dadurch geschehen, dass eine Taste T. die im all 
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   vorrückt,   dass wiederum fast die ganze Zeit, die das Rad zu einer Umdrehung benötigt, ver- streichen kann. bis die Nase M in den Einschnitt einspringt. Bei der Rückwärtsbewegung der   @ Taste T   nach der Grundstellung r-r ist die Kupplung K unwirksam.

   Unmittelbar vor dem
Einschnitt c-in der Drehrichtung   gemessen-kann   am Radumfang noch eine kleine Ver-   tiefung oder Erhöhung mit allmählichem Übergang   zu dem gewöhnlichen Radumfang vorgesehen werden, welche eine vorläufige, kleine Bewegung des Hebels H hervorruft, wodurch ein Achtungs- signal in Tätigkeit versetzt wird. 



   In der Figur 4 ist eine Ausführung angedeutet, bei der von einer ständig laufenden Pumpe P Wasser gehoben wird. Dieses   fliesst   in einen Behälter A, in dem ein an einem Arm C befestigter 
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 einander leitend verbunden, wodurch die Kraftzufuhr aufrecht erhalten wird. Ist jedoch der Behälter B völlig voll oder leer, so ist der Arm in die Stellungen v-v oder l-l gelangt und von 
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   Zufluss   ist, einzustellen vermag, wird die Umstellung vermittels eines Augenblicksumstellers bekannter Bauart, wie zum Beispiel ! n der Figur 4 angedeutet, bewirkt. Der Arm K ist der einzige dem Führer   zugangliche Teil.

   Wird   er aus der gezeichneten Lage in die punktiert angedeutete umgelegt,   so   reisst kurz vor der Vollendung des Umlegens die Feder F den Arm L und damit den mit der Klappe E verbundenen Arm   z   in die punktiert angegebenen Lagen. 



   In der Figur 5 ist eine rein elektrisch betriebene Anordnung dargestellt, die sich insbesondere für elektrisch angetriebene Vollbahnfahrzeuge eignet. Es stellt A den Kontakt dar, der zu dem 
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 der Eisenkern   0 aus   seiner Ruhelage a-a, in der er durch eine Feder D, ein Gewicht oder dergleichen gehalten wird, in seine andere Endlage b-b geführt.

   Auf diesem Wege verbindet er vorübergehend die beiden   Kontaktstiicke     c-c   mit einander ; hierdurch wird ein Stromkreis für 
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 grösseren Teil der Abwärtsbewegung des Kernes   F   gelangt der mit F verbundene Arm J all-   mählich   aus seiner oberen Endlagef-fin die Lage   g-g   und stellt zwischen diesen beiden Lagen stets eine leitende Verbindung zwischen den beiden Schienen   -r/,   auf denen er gleitet, her. 



  Hierdurch wird der Steuer- oder Arbeitsstrom x-y geschdlossen gehalten. Bei der weiteren Abwärtsbewegung des Kernes F verlässt der Arm J die Schienen   d-d,   und es findet hierdurch ein Unterbrechen des Stromes x-y statt. J gelangt in die untere Endlage   h-h.   



   Kurz bevor J die Gleitschienen   d-d   verlässt, werden durch den Arm K die Kontaktstücke e-e mit einander verbunden, wodurch ein Signal L zur Wirkung kommt.   Schliessen   und ein beliebig langes Geschlossenhalten des Kontaktes A bewirkt also, dass der Steuer-, Arbeitsoder   Hilfsstrom x-y für   eine bestimmte Zeit geschlossen gehalten wird. Wird genügend lange vor Ablauf dieser Zeit der Kontakt   J   wieder geöffnet, so bleibt x y für dieselbe bestimmte Zeit weiter geschlossen. 



   Wenn jedoch innerhalb dieser Frist   Kontakt. 4 nicht umgestellt wird, daher geöffnet   wird, wenn er vorher geschlossen war, oder aber geschlossen wird, wenn   ('l'vorher offen war,   so gelangt der Eisenkern F in seine untere Endlage, die der Stellung   h-h   des Armes. J entspricht. In dieser Lage wird F durch eine auf den Absatz v springende Nase N festgehalten, sodass nunmehr eine   Hedtenung   von A keine Wirkung auf F mehr hat. Erst wenn die Fahrkurbel 0 in ihre Null- 
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   In dem Augenblick, in welchem der   Arm J die Schienen (1-d   verlässt, kann auch ein auf die Bremse einwirkendes Ventil oder ein   entsprechender Schalter durch F oder J   in Tätigkeit gesetzt werden. 



   Statt des einfachen Kontaktes A und des von ihm   beeinflussten Solenoides B.   die beide zur Erzeugung eines Stromstosses dienen, kann auch ein beliebiger   Stromstosskontakt   angeordnet werden. Statt des einen Kontaktes A oder der einen Bedienungsvorrichtung bei den vorher be- 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Sicherheitsvorrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für elektrisch angetriebene Eisenbahnfahrzeuge zum selbsttätigen Ausschalten der Kraftzufuhr und gegebenenfalls zum gleichzeitigen Anstellen der Bremsen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftzufuhr bezw. die Bremsen durch ein mit Zeiteinstellung versebenes, vom Führer periodisch zu bewegendes Absperrorgan (z. B. Schalter oder Ventil) überwacht werden, welches, sofern es nicht rechtzeitig wieder bewegt wird, nach Ablauf einer bestimmten Zeit die Kraftzufuhr unterbricht und gegebenenfalls gleichzeitig die Bremsen anstellt. <Desc/Clms Page number 4>
    2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Bewegung des Absperrorganes mittelbar oder unmittelbar eine Aufspeicherung von Energie stattfindet (beispielsweise durch Spannung einer Feder, Heben eines Gewichtes, Kompression eines Gases) welche Energie nach Ablauf einer bestimmten Zeit die Absperrung der Kraftzufuhr oder das Anstellen der Bremsen bewirkt.
    3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das von dem Führer zu bewegende Organ in mehrfacher Ausführung in verschiedener Gestaltung, etwa als Druckknopf, als Fusstritt und als Handrad vorgesehen wird, um durch eine Abwechselung in der Bedienung einer Ermüdung des Führers vorzubeugen.
    4. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachung der Kraftzufuhr durch einen einerseits von einem Elektromagneten (E) elektrisch, andererseits durch eine Gegenkraft, z. B. Eigengewicht oder Feder (G) mechanisch beeinflussten Schalter (E, F, J) erfolgt, welcher durch eine mittels vorübergehenden Stromschlusses bewirkte vorübergehende Erregung seines Magneten (E) geschlossen, durch die Gegenkraft (G) nach Ablauf einer bestimmten Zeit aber wieder geöffnet wird, sofern nicht rechtzeitig durch einen erneuten Stromstoss eine'erneute Erregung des Schalters (E, F, J) erfolgt.
    5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Handschalter (A) und ein durch den Handschalter elektromagnetisch gesteuerter Zwischenschalter (Bf') mit dem die Kraftzufuhr überwachenden Schalter (E, F, J) derart zusammenwirken, dass eine Umstellung des Handschalters (A) aus der Ofenlage in die Schlusslage und umgekehrt immer nur eine vorübergehende Erregung des Elektromagneten (E) des Schalters (E. F. J) und dadurch ein zeitlich begrellzt, es GeFchlossenbalten des Arbeitsstrome. s bewirkt.
AT39804D 1908-02-17 1909-02-10 Sicherheitsvorrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für elektrisch angetriebene Eisenbahnfahrzeuge zum selbsttätigen Ausschalten der Kraftzufuhr und gegebenenfalls zum gleichzeitigen Anstellen der Bremsen. AT39804B (de)

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AT39804D AT39804B (de) 1908-02-17 1909-02-10 Sicherheitsvorrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für elektrisch angetriebene Eisenbahnfahrzeuge zum selbsttätigen Ausschalten der Kraftzufuhr und gegebenenfalls zum gleichzeitigen Anstellen der Bremsen.

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