<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
mteilen0
Um den Insassen des Wagens die Illusion des Fahrens in einem Eisenbahnwagen zu erhöhen, Lat gemäss der Erfindung eine besondere Aufstellungsart des kinematographischen Apparates im Wageninneren und eine besondere Ausbildung der Wände getroffen. Zur Aufnahme der Bilder können die-Wände und Fenster auch aus transparenten Material gefertigt sein. Zur raschen Entleerung der Wagen sind die Türen nach aussen zu öffnen und behufs Hervorrufung von Scitenschwingungen ist der Wagen mit einer geeigneten Windevorrichtung versehen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt und zwar zeigen
Fig. l den waggonartigen Zuschauerrauni in einem mittleren Längsschnitt, Fig. 2 einen Grundriss des Zuschauerraums, Fig. 3 die Vorrichtung zum seitlichen Neigen desselben in einer Oberansicht und Fig. 4 eine Seitenansicht dieser Anordnung.
EMI1.3
auf welches von aussen die kinematographischen Bilder in bekannter Weise geworfen werden.
Es kann aber auch die Einrichtung so getroffen werden, dass der kinematographische Apparat im Innern des Zuschauerraumes am besten unter der Decke angebracht wird, so dass unter Fortfall der transparenten Wände, die Bilder auf die weissen als Schirm dienenden Wände projiziert werden.
Im Inneren ist der Zus'hauerraum zweckmässig durch einen mittleren Längsgang geteilt,
EMI1.4
Um den Zuschauerraum der Bewegung eines in schneller Fahrt befindlichen Eisenbahnwagen entsprechend in vibrierende schlingernde Bewegung setzen zu können, ist derselbe in bekannter Weise nach allen Seiten schwingend gelagert.
EMI1.5
kasten 1 während des Gleitens auf denselben nach allen Seiten aus der Horizontalebene geneigt werden.
Behufs Entlastung der Quetschfedern 7 und zur besseren Imitierung der vibrierenden Bewegung ist dieser Wagenkasten 1 zweckmässig nach allen Seiten d. h. nach oben, nach vorn und hinten und nach rechts und links durch starke Spiralfedern 14 mit dem umgebenden festen Mauerwerk verbunden.
Aus der Fig. 2 ist ersichtlich, dass an dem Zuschauerraum j ! zwischen den Sitzreihen 6 je nach aussen sich öffnende Türen 15 vorgesehen sind, durch welche ein schnelles Verlassen des
<Desc/Clms Page number 2>
Raumes durch die Zuschauer nach Schluss der Vorstellung oder im Falle von Unglücksfällen ermöglicht wird. Die Türen. M können so eingerichtet sein, dass sie entweder einzeln oder gleichzeitig auf mechanischem Wege zu öffnen, bezw, zu schliessen sind.
Die in Fig. 3 und 4 dargestellte Anordnung dient dazu, den Waggonkasten während der Vorführung behufs Markierung der Fahrt durch scharfe Kurven seitlich zu neigen.
Diese Einrichtung besteht im wesentlichen aus einer Wendevorrichtung mit einer doppelten sogenannten Differentialtrommel, durch deren Drehung von zwei Tauschleifen die eine angezogen und die andere gleichzeitig in demselben Masse ausgelassen wird. In diesen Tauschleifen hängen mit einfachen Seilrollen Zugseile, die je an einer Seite des um seinen unteren, mittleren Längsbalken schwingbar gelagerten Wagenkastens in der Weise befestigt sind, dass durch Drehung der Seiltrommel der Wagenkasten je nach einer Seite herabgezogen wird, während die Taue der anderen Seite nachgelassen werden.
In den Fig. 3 und 4 ist der Übersichtlichkeit halber nur das Untergestell des Waggonkastens dargestellt, und zwar der untere um den Stirnzapfen 13 schwingende Gestellrahmen 12. Zu beiden Seiten dieses Rahmens sind je mit einem oder mehreren Tauen 16, 17 Seilrollen 18, 19 befestigt, über welche Taue 20, 21 laufen, deren Enden in sonst bekannter Weise an der Differentialtrommel 22 der Windevorrichtung so befestigt sind, dass bei Drehung dieser Trommel 22 entweder die Tauschlinge 20 verkürzt und 21 ausgelassen wird oder-umgekehrt. Hierdurch wird, wie aus der Zeichnung ersichtlich, das Rahmengestell12 und damit der darauf in der eingangs beschriebenen Weise gelagerte Zuschauer kasten 1 nach der einen oder anderen Seite geneigt.
Für die Führung der Taue 16, 17, 20, 21 sind in der üblichen Weise an den in Betracht kommenden Stellen Leitrollen 23 vorzusehen.
PATENT ANSPRÜCHE : 1. Ein aus einem in der Längs- und Seitenrichtlmg schwingbar aufgehängten Eisenbahnwaggon bestehendes, zurVorführung kinomatographischerWandelbilder dienendes Reisepanorama, dadurch gekennzeichnet, dass Fenster und Wände dieses Wagenraumes behufs direkter Aufnahme der kinematographischen Projektionen ganz oder zum Teile aus geeignetem, transparentem Material hergestellt sind.