<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen zweiteiligen Verschluss für Auslassöffnungen von Grossbehältern, bei dem ein erster Verschlussteil am Behälter verbleibt und aus einem ins Innere des Behälters einragenden, rohrförmi- gen Gehäuse mit einem Verschlusskörper für die Auslassöffnung des Behälters, wenigstens einer Einlassöff- nung und einem rohrförmigen Auslass besteht, den ein Ventil mit federbelastetem Ventilkörper und Im
Gehäuse untergebrachter Ventilfeder am Innenende abschliesst und dessen rohrförmiger Auslass eine nach aussen offene Einsteckführung für einen ebenfalls rohrförmigen Betätigungsstössel bildet, der Tell des zweiten,
abnehmbaren Verschlussteiles ist und wenigstens eine bel von ihr geöffnetem Ventil mit dem
Behälterinnenraum kommunizierende Einlassöffnung und an seinem aus dem Auslass herausragenden Ende einen Ablauf aufweist.
Der grundsätzliche Vorteil einer derartigen Ausbildung des Verschlusses besteht darin, dass der erste Verschlussteil für den Transport am Behälter verbleiben Kann, die Auslassöffnung ordnungsgemäss abschliesst und in der Befestigungsstellung mit seinem Aussenende nicht oder nur wenig über die Aussenseite des Behälters vorsteht, so dass kaum eine Beschädigungsgefahr besteht.
Ein entsprechend ausgebildeter Verschluss ist aus der GB-2 181 720 A bekannt. Hier ist als zweiter Verschlussteil ein Ablaufrohr vorgesehen, das im Abstand von seinem Ende eine Dichtung trägt und in die Einsteckführung einführbar ist. Das Ventil besitzt einen kolbenförmigen Ventilkörper, an dessen Innenende eine an einer Schulter des Innenende des ersten Verschlussteiles in der Schliessstellung anliegende Dichtung vorgesehen ist. wobei dieser als Hohlkolben ausgeführter Teil durch eine an ihm und am ersten Verschlussteil abgestutzte Druckfeder in dieser Schliessstellung gehalten wird. Mit Abstand von der Dichtung sind die Einlassöffnungen im Ventilkörper vorgesehen.
An den Grundkörper des rohrförmigen Gehäuses des ersten Verschlussteiles ist ein Fiiteransatz angesetzt, der ebenfalls rohrförmig ausgeführt wird, an seinem freien Ende verschlossen ist und in seinem Mantel Filteröffnungen aufweist. Nachteilig bei der bekannten Ausführung ist der aufwendige Aufbau des ersten Verschlussteiles und auch eine umständliche Montage der verschiedenen Elemente dieses Verschlussteiles. Der Verschlussteil wird mit seinem Aussenende bleibend am Grossbehälter befestigt. Dies hat den Nachteil, daS praktisch keine Reinigungsmöglich für das Ventil und den Filter gegeben ist, wenn nicht der gesamte Behälter geöffnet wird.
Die erwähnte Dichtung am Innenende des kolbenförmigen Ventilkörpers stellt den einzigen Anschlag zwischen Ventilkörper und Auslass dar, so dass die Gefahr besteht, dass bei häufiger Betätigung die Dichtung entweder herabfällt oder In die Rohröffnung des ersten Verschlussteiles hineingezogen wird, so dass dann die Abdichtung des Verschlusses nicht mehr gewährleistet ist bzw. für Instandsetzungsarbeiten wieder der gesamte Behälter geöffnet werden muss. Durch die Ausbildung des Ventilkörpers als Hohlkolben und durch das Ansetzen des Filterteiles an den Verschlusskörper ergibt sich eine beträchtliche Gesamtbaulänge.
Andere Verschlüsse für die Auslassöffnungen von Grossbehältern, insbesondere Fässern, die als Ventile oder Hähne ausgeführt sein können, werden vorzugsweise nur für die Entleerung des Behälters am Behälter angebracht, für einen Transport aber entweder abgenommen und durch einen Stopfen oder Schraubkappenverschluss ersetzt bzw. in Sonderfällen auch durch eine aufgesetzte Kappe geschützt.
Bei der Verwendung von Transportverschlüssen kann der Austausch des Transportverschlosses gegen den Zapfverschluss in den meisten Fällen nur in einer bestimmten Lage, nämlich bei der Anbringung sich an der höchsten Stelle des Fasses befindlichem Verschluss vor sich gehen, was bei Grossbehältern schwer eingehalten werden kann, oder der Ersatz des aus einem Zapfen bestehenden Transportverschlusses erfolgt durch Anschlagen unter Eintreiben eines Anschlusszapfens eines Hahnes in das Zapfenloch, was besonderes Geschick erfordert und wobei ein nachträglicher Ersatz der Zapfverschlusses bei noch teilweise gefülltem Fass durch den Transportversch) uss wieder problematisch wird. Bel dem bekannten Verschluss der eingangs genannten Art kann der Ablauf der Flüssigkeit nur durch Herausziehen des zweiten, rohrförmigen Verschlussteiles erfolgen.
Dieser Verschluss eignet sich also kaum für einen Ausschank direkt vom Fass.
Zur Vermeidung von Transportschäden bei bleibend an einem Fass befestigten Zapfverschlüssen ist es aus der US-1 458 719 A bekannt, einen rohrförmigen Verschlussteil bleibend am Behälter zu befestigen und In Ihm einen Hohlkolben eines verstellbaren Verschlusskörpers so anzubringen, dass dieser in einer Transportstellung mit Ausnahme des Aussenhandgriffes im wesentlichen völlig versenkt werden kann und für den Ausschank so weit herausgezogen wird, dass eine an ihm vorgesehene Auslassöffnung über den Rand eines Fassbodens hinausragt.
In dieser Stellung können Einlassöffnungen des rohrförmigen Verschlusskolbens durch Verdrehen wahlweise wie bei einem Hahn mit Einlassöffnungen des äusseren Verschlussteiles in Fluchtstellung gebracht oder durch Verdrehen oder Verschieben verschlossen Verden. In den belden Hauptstellungen kann der Hohlkolben mit Gewindeabschnitten in ein Gegengewinde des äusseren Teiles eingeschraubt und damit gesichert werden.
Aus der EP-0 156 500 Al ist es bekannt, einen Leitungsverteiler an einem Grossbehälter mit Hilfe einer Überwurfmutter zu befestigen, deren Befestigungsrand zur Sicherung gegen Abfallen in eine Ringnut eingreift. Diese Ringnut wird zwischen zwei nacheinander zu befestigenden Teilen gebildet.
<Desc/Clms Page number 2>
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verschlusses der eingangs genannten Art, der einen einfachen Aufbau besitzt, leicht gereinigt werden kann und bei dem wahlweise verschiedene Arten der
Entnahme des Fassinhaltes möglich sind, sowie Proben des Fassinhaltes problemlos abgezapft werden können.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der abnehmbare, zweite Verschlussteil wahlweise als
Ablaufrohr oder als Einlaufrohr eines aussen am Verschluss befestigbaren Zapfhahnes oder -ventiles ausgebil- det ist, sein Betätigungsstössel, wie an sich bekannt, einen seine Einstecktiefe in die Einsteckführung begrenzenden Bund aufweist, am Bund eine gegen das Ende der Einsteckführung andrückbare Dichtung vorgesehen ist und der rohrförmige Auslass des ersten Verschlussteiles einen gesonderten Teil bildet, der mit seinem den Ventilsitz aufweisenden Ende mit einem Aussengewinde in das Gehäuse einschraubbar ist und zwischen diesem Gewinde und einem Aussengewinde des Auslassendes nach Art eines Doppelnippels mit einer angeformten Mehrkantmutter versehen ist.
Bei der erfindungsgemässen Ausbildung ergibt sich ein einfacher Aufbau des am Behälter verbleibenden ersten Verschlussteiles, der im Bedarsfall auch rasch montiert bzw. demontiert werden kann. Das Ventil kann bei leerem Behälter, aber bei am Behälter verbleibendem ersten Verschlussteil leicht für Nachstellungen und Reinigungszwecke zugänglich gemacht werden. Der besondere Vorteil des erfindungsgemässen Verschlusses besteht aber darin, dass wahlweise ein Ablaufrohr für den Anschluss einer Leitung oder zum Ziehen von Proben des Behälterinhaltes oder ein Zapfhahn oder Ventil angesetzt werden kann, um etwa den direkten Ausschank vom Fass zu ermöglichen.
Die gegen das Ende der Einsteckführung andrückbare Dichtung am Bund wird bei voller Einstecktiefe wirksam und bietet einen zusätzlichen Schutz gegen ein Abtropfen von Flüssigkeit an der Anschlussstelle. Der Bund kann weitere Funktionen erfüllen und z. B. als Handhabe für das Einführen des Betätigungsstössels, aber auch als Teil eines Befestigungselementes dienen, wenn der Betätigungsstössel das Einlaufrohr eines Zapfhahnes oder Ventiles bildet. Die besondere Ausbildung des rohrförmigen Auslasses des ersten Verschlussteiles erleichtert die Montage des Gehäuses mit dem Ventil, wobei durch Zusammenschrauben der beiden Teile und Einlage einer Dichtung direkt eine Befestigung in einer Behälteröffnung erfolgen kann.
Nach einer anderen Ausführung wird dieses zweiteilige Gehäuse in die Öffnung eines Kappendeckeis oder einer Kappenmutter eingeschraubt, der bzw. die eine entsprechende Behälteröffnung abschliesst.
Nach einer Weiterbildung ist hier für das Auslassende des ersten Verschlussteiles ein wahlweise anbringbarer, kappenartiger Verschlussstopfen vorgesehen, der die z. B. achtkantige Mehrkantmutter mit einem angepassten Öffnungsprofil übergreift, so dass er eine Drehhandhabe für den rohrförmigen Auslass bildet, mit deren Hilfe das Gehäuse festgeschraubt werden kann. Beim Transport schützt der Verschlussstopfen den herausragenden Rohransatz mit dem Gewinde vor Beschädigungen.
Eine vorteilhafte Ausbildung sieht dabei vor, dass der kappenartige Verschlussstopfen einen pfropfenartig in die Rohröffnung eingreifenden Ringkamm besitzt und in dem vom Ringkamm umschlossenen Bereich seiner Aussenwand eine Belüftungsöffnung aufweist, um zu verhindern, dass beim dichten Einsetzen des Verschlussstopfens in die Rohröffnung ein Überdruck In eingeschlossener Luft entsteht, durch den das Ventil zumindest kurzzeitig abgehoben werden könnte.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist auf das Aussengewinde des rohrförmigen Auslasses eine Überwurfmutter aufschraubbar, die den als Einlaufrohr eines Zapfhahnes oder Ventiles dienenden Betätigungsstössel in der das Ventil offen haltenden Lage unter Abdichtung des rohrförmigen Auslasses gegen- über dem Ablaufrohr festhält. Durch diese Ausführung wird auch der Zapfhahn in der Arbeitsstellung fixiert Die meisten Elemente des Verschlusses werden vorzugsweise aus säure- und korrosionsbeständigem Kunststoff hergestellt.
Um mit möglichst wenigen Bauteilen das Auslangen zu finden und eine gedrängte Bauweise, insbesondere im Befestigungsbereich des Betätigungsstössels am Aussenende des rohrförmigen Auslasses bei nur geringem Überstand dieses Teiles zu ermöglichen, sieht eine Weiterbildung vor, dass die Überwurfmutter zweiteilig ausgebildet ist und aus einer auf das Aussengewinde des rohrförmigen Auslasses aufschraubbaren Ringmutter und einer sie mit Betätigungselngnff umschliessenden Handhabe in Form eines geschlitzten Ringes aus elastisch verformbarem Material mit äusseren Griffproflherungen besteht, welche Handhabe mit einem nach innen gerichteten Ringansatz unter elastischer Verformung in eine neben der Dichtungsanlage- fläche im Bund vorgesehene Ringnut einrastbar ist.
Dabei kann der Ring aus leichter verformbarem bzw höher elastischem Material als die Ringmutter hergestellt sein. Es ist auch nachträglich möglich, Handhabe und Ringmutter durch Klebung zu verbinden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung ist der Bund des Betätigungsstössels. wie an sich bekannt. ebenfalls rohrförmig ausgebildet und dieser Bund ist mit einem Innengewinde zum wahlweisen Einschrauben des Anschlussendes eines an das Einlassrohr anschliessbaren Zapfhahnes oder Ventiles oder eines Verschlussstopfens versehen Es wurde schon erwähnt, dass für den überstehenden Bundtell des als Einlaufrohr eines
<Desc/Clms Page number 3>
Zapfhahnes oder Ventiles dienenden Betätigungsstössels eine relativ kurze Bauhöhe angestrebt wird. so dass nur der Bund nach aussen über die Wand des mit dem Bund versehenen Behälters vorragt und in einer Halterung Aufnahme finden kann. Durch die letztgenannte Ausführung wird auch das Anschlussende eines Zapfhahnes oder Ventiles in den Bund hineinversenkt.
Insbesondere dann, wenn für Transportzwecke nur eine kurzzeitige Entfernung des Zapfhahnes oder Ventiles vorgenommen wird und es möglich ist, den Behälter so aufzunchten, dass der Auslassbereich die höchste Stelle oder eine Stelle über dem vorhandenen Flüssigkeitsspiegel einnimmt, kann man den Betätigungsstössel am Behälter belassen, nur Zapfhahn und Ventil abnehmen und die Öffnung durch den Stopfen verschliessen.
Der Betätigungsstössel kann sich sowohl bei der Ausbildung als Ablaufrohr als auch bei der Ausbildung als Einlaufrohr zur Verbesserung des Passsitzes leicht konisch zu seinem Einlassende hin verjüngen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung Ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen
Fig. 1 einen erfindungsgemässen Verschluss mit einem als Ablaufrohr ausgebildeten. in der herausge- zogenen Stellung dargestellten Betätigungsstössel im Teilschnitt,
Fig. 2 einen als Einlaufrohr für einen Zapfhahn oder ein Ventil verwendbaren Stössel in Ansicht bei Im
Tellschnitt dargestellter Überwurfmutter und
Fig. 3 eine weitere Ausbildungsmöglichkeit des Endes eines Anschlussrohres mit einem Verschluss- stopfen.
Der dargestellte Verschluss besitzt gemäss Fig. 1 ein rohrförmiges Grundgehäuse 1, das am Innenende 2 und auch in seinem Mantel 3 mit Einlauföffnungen 4 versehen sein kann und in dessen Aussenende 5 ein in seiner Grundform rohrförmiger Auslass 6 eingeschraubt ist, wobei mit Hilfe dieses Auslasses 6 auch ein Befestigungselement für die Anbringung des Verschlusses an einen Grossbehälter, beim Ausführungsbei- spiel eine auf einen nach aussen ragenden Gewinderohrstutzen des Behälters aufschraubbare Kappenmutter 7 festgeklemmt und Dichtungspackungen 8,9 unter Vorspannung gesetzt werden.
Der rohrförmige Auslass 6 bildet an seinem Innenende 10 einen konischen Ventilsitz für einen stumpfkegelförmigen Ventilkörper 11, der durch eine im Gehäuse 1 angebrachte Druckfeder 12 in seiner den Auslass 6 abschliessenden Stellung gehalten wird. Über die Kappenmutter 7 ragt nur ein Aussenende 13 des Auslasses 6 vor, welches Aussenende mit einem Aussengewinde 14 und einer das Innenrohr 15 umschliessenden Ringnut 16 versehen ist. Zwischen den beiden Gewindeteilen ist der rohrförmige Auslass 6 ähnlich wie ein Doppelnippel mit einer angeformten, achteckigen Mehrkantmutter 36 ausgestattet, mit deren Hilfe das Ein- und Ausschrauben in das und aus dem Gehäuse 1 erleichtert wird.
Für den Transport oder bei Nichtgebrauch kann ein kappenförmiger Verschlussstopfen 17 (siehe Fig. 3) aufgesetzt werden, der mit einem Ringkamm 18 In die Rohröffnung 15 oder die Ringnut 16 eingreift. Dieser Verschlussstopfen 17 bildet, wie erwähnt, eine Kappe mit einem innen an die Aussenprofilform der Achtkantmutter 36 angepassten Innenprofil 37. Innerhalb des Ringkammes 18 ist In der Aussenwand der Kappe eine Öffnung 38 vorgesehen. Ferner besitzt die Kappe Im Randbereich eine Griffprofilierung 39, so dass diese Kappe 17 als Drehhandhabe für den Teil 6 Verwendung finden kann.
Nach Abnahme des Verschlussstopfens 17 kann In die Rohröffnung 15 entweder ein Ablaufrohr 19 (Fig.
1) oder ein Einlaufrohr 20 (Fig. 2) eingeführt werden, das als Betätigungsstössel für das Ventil 11, 12 dient. Das Ablaufrohr 19 Ist für einen kurzzeitigen Gebrauch bestimmt und dient zur Entnahme von Proben des Behältennhaltes. Ein zu einer Handhabe geformter Bund 21 dient als die Einführtiefe des Rohres 19 begrenzender Anschlag, wobei auf das Rohr 19 eine Dichtung 22 aufgesetzt ist, die bei bis zum Bund 21 eingeschobenem Rohr 19 an der Stirnseite des Teiles 6 dicht anliegt. Das Rohr 19 ist im inneren Endbereich mit Mantelöffnungen 23 versehen und nimmt einen am Ende mit einer Verschlusshandhabe 24 ausgestatteten Einsatzstopfen 25 auf. der mit den Löchern 23 entsprechenden Löchern 26 versehen ist.
Der Überdeckungsgrad der Löcher 23. 26 kann durch Verdrehung und/oder Längsverschiebung des Einsatzstopfens 25 verändert werden, wodurch der Einlaufquerschnitt in das Rohr und damit die Ausströmgeschwindigkeit der Flüssigkeit durch eine an der anderen Seite der Handhabe 21 an das Rohr 19 anschliessende abgewinkelte Ablauftülle 27 verändert werden kann. Das Rohr 19 Ist gegen sein linkes Ende zu leicht konisch verjüngt, so dass es leicht in den Rohrteil 15 eingeführt werden kann und durch den Eingriff semes dicker werdenden Bereiches mit der Wandung des Rohrteiles 15 beim Öffnen des Ventiles 10 eine Vorabdichtung bewirkt, bevor die Hauptdichtung 22 in Eingriff kommt.
Solange das Rohr 19 voll eingeführt ist, bleibt das Ventil 11, 12 in seiner Öffnungsstellung und schliesst wieder, sobald das Rohr 19 herausgezogen wird
Wie schon erwähnt wurde, kann man an Stelle des Ablaufrohres 19 nach Fig. 1 auch ein Einlaufrohr 20 anbnngen. Dieses Einlaufrohr 20 hat die äussere Formgestalt des Rohres 19, besitzt aber statt dem Handgnff 21 einen erweiterten Rohrabschnitt 28, dessen linkes Ende einen Anschlagbund für das Ende des
<Desc/Clms Page number 4>
Teiles 15 bildet und wieder zur Abstützung einer Dichtung 22 dient. Neben dem Bund 29 Ist eine Ringnut 30 vorgesehen.
Eine Ringmutter 31, die auf das Gewinde 14 aufgeschraubt werden kann, ist von einer mit Griffprofilierungen 32 versehenen Betätigungshandhabe 33 umschlossen, welche Handhabe ähnlich wie ein Federring einseitig einen Schlitz 34 aufweist und mit einem Ringansatz 35 in die Ringnut 30 einschnappt, so dass sie allenfalls nach Verklebung mit der Ringmutter 31 diese drehbar, aber axial unverschiebbar mit dem Rohr 20 verbindet. Wird die Mutter 31 auf das Gewinde 14 aufgeschraubt, so hält das Rohr 20 das Ventil 11,12 bleibend in der Öffnungsstellung. Der Rohrabschnitt 28 kann die gleiche oder eine ähnliche Aussenform wie das freie Ende des Teiles 6 aufweisen und im Bedarfsfall durch eine Kappe, ähnlich der Kappe 17 verschlossen werden.
Der Rohrabschnitt 28 ist mit einem Innengewinde versehen, in das ein rohrförmiges Anschlussstück eines an sich bekannten, nicht dargestellten handelsüblichen Zapfhahnes oder -ventiles dicht eingeschraubt werden kann. Solange das Ablaufrohr 20 am Verschluss 1, 6 befestigt ist, hält es das Ventil 11,12 in der Öffnungsstellung, so dass die Flüssigkeitsentnahme aus dem Behälter über den angeschraubten Zapfhahn bzw. das entsprechende Zapfventil vor sich geht.
An Stelle einer Aufsetzkappe kann auch ein Verschlussstopfen In das Innengewinde des Rohrabschnittes 28 eingeschraubt werden.
Bei Verwendung eines Einlaufrohres 20 mit dicht an den Rohrabschnitt 28 anschliessendem handelsüblichen Zapfhahn oder -ventil ist dann eine Vereinfachung der Gesamtbauweise unter Verwendung vorhandener Teile möglich, wenn Zapfhahn oder -ventil in Sonderfällen bei noch teilweise gefülltem Behälter abmontiert werden sollen bzw. der Behälter so klein Ist, dass er in eine Lage verstellt werden kann. In der die Auslassöffnung an der höchsten Stelle liegt, so dass der erwähnte Stopfen angebracht werden kann.
Bei dieser Vereinfachung wird an Stelle des durch die Feder 12 belasteten Ventilkörpers 11 unter Weglassung der Feder einfach eine etwa die Form des Ventilkörpers aufweisende Verschlusskappe in die Innenöffnung 15 des Rohrkörpers 6 eingeführt, die insbesondere gemeinsam mit einem vorgesehenen Verschlussstopfen die Rohröffnung 15 dicht abschliesst und mit Hilfe des Einlaufrohres 20, das dann gleich an ein Ventil anschliesst, ins Behälterinnere abgestossen werden kann.