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Die Erfindung betrifft eine Kippstange zum Markieren von Slalomstrecken, bei der zwischen einem
Stangenfussteil und dem übrigen Stangenkörper ein Kippgelenk angeordnet ist, das mehrere Im wesentli- chen starre Hülsen oder Ringe aufweist, die bel gestrecktem Gelenk untereinander koaxial mit Spielabstand
Ihrer Innenwandungen um wenigstens ein den Stangenfussteil mit dem übngen Stangenkörper verbindendes, durch ein oder mehrere Federelemente unter Zugvorspannung gehaltenes Zugglied, insbesondere ein das Kippgelenk durchsetzendes Seil, angeordnet sind und deren Stirnseiten zum Hülsen- bzw. Ringaussenrand abgeschrägt sind.
Derartige Kippstangen sind z. B. aus den AT 381 461 B und AT 385 676 B bekannt. Durch die mehrteilige Ausbildung des Gelenkes und die mögliche Bildung von mehrere Knickstellen zwischen den aneinandergereihten Hülsen oder Ringen wird das Kippverhalten der Stange gegenüber einer Stange mit einem einzigen Gelenk verbessert. Es sind auch grössere Toleranzen für die Einführtiefe des Stangenfusstel- les In den Schnee zulässig. Bel den bekannten Kippgelenken besitzen die Gelenkhülsen oder-ringe ein ineinandergreifendes Profil, wobei vorzugsweise an dem einen Hülsenende abgesetzt vorspnngende Teile und im anderen Hülsenende zugeordnete Vertiefungen vorgesehen sind.
Wenigstens die diese Vertiefungen umschliessenden Ringwandungen der Hülse können an der Stirnseite der Hülse konkav gewölbt sein, um beim Abknicken des Gelenkes und bei der Rückstellung Abwälzflächen zu erhalten Die Abschrägungen der
Stirnseiten schliessen miteinander Keilspalte ein, deren Grösse bzw. Steilheit das Ausmass bestimmt. um das das Gelenk an jeder Knickstelle abgebogen werden kann. Das Rückstellverhalten der Kippstange kann über die Federvorspannung beeinflusst werden, weshalb vorzugsweise für das z. B. aus einem Seil bestehende
Spannglied Einstellschrauben vorgesehen werden, die nach einer vorteilhaften Ausführung unmittelbar von aussen z. B. durch Verdrehen des Fussteiles oder eines auf diesem gelagerten Teiles betätigbar sind.
Um nach starkem Abknicken der Stange ein zu rasches Zurückschnellen zu verhindern, das eine
Verletzungsgefahr für den Skiläufer bedingen könnte, ist nach der AT 386 350 B vorgesehen, mit der
Spannfeder, den sonstigen Federelementen oder dem Zugglied eine Dämpfungselnnchtung in Form einer
Bremse oder eines Stossdämpfers zu verbinden, die bzw. der nur beim Rückstellen der Stange wirksam wird und die Rücksteligeschwiridigkeit begrenzt.
Bel den bekannten Kippstangen mit Kippgelenk ergibt sich eine komplizierte Formgebung für die Gelenkhülsen oder-ringe und das Kippverhalten kann auch über die Federvorspannung nur In relativ engen
Grenzen beeinflusst werden.
Bel einen anderen Grundaufbau aufweisenden Kippstangen nach der EP 0 240 595 A ist es bekannt, ein Hauptgelenk der Stange aus einem elastisch verformbaren Stab zu bilden, auf den Hülsen oder Ringe aufgeschoben sind. Nach einer Vanante ist auf den rohrförmigen Stab auch eine zwischen zwei entsprechend gewölbte Endpfannen aufweisenden Hülsen geführte Kugel aufgesetzt Hülsen und Kugel dienen im wesentlichen nur der Abdichtung des Gelenkes und übernehmen kaum eine Führungsfunktion.
Aus der DE 23 06 421 A ist ein K) ppge ! enk mit einem einzigen Gelenkkörper bekannt, der unter der Vorspannung einer Feder steht und durch diese Feder gegen eine Abrollfläche des Stangenunterteiles gezogen wird. Das Kippgelenk ist so aufgebaut, dass es sich nur bel einer Abknickung um höchstens 45. zurückstellt, wogegen bel einer stärkeren Abknickung der Gelenkkörper aus dem starren Unterteil herausgezogen wird und die Stange liegen bleibt.
Schliesslich ist aus der FR 2 044 032 A eine Kippstange bekannt, bel der durchlaufend Im Abstand voneinander Gelenke angebracht sind, bel denen Gelenkhülsen oder - körper mit senkrecht zur Stabachse verlaufenden ebenen Stirnseiten gegeneinander gedrückt werden. Für jedes Gelenk ist eine Gummifeder vorgesehen, die mit kugeligen Enden in entsprechende Aufnahmen der Stangentelle eingehängt wird.
Sowohl bei Kippstangen der eingangs genannten Art und noch stärker bel starren Kippstangen ergibt sich das Problem, dass dann, wenn die Stange unmittelbar im Gelenkbereich angefahren wird, starke Stösse und Schläge sowohl auf die Stange als auch zurück auf den Ski und damit auf Fuss oder Bein des Skifahrers auftreten, die zu lauten Geräuschen und einer Beschädigung der Stangen führen können und überdies eine nicht unbeträchtliche Verletzungsgefahr für den Skiläufer bedingen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kippstange der eingangs genannten Art zu schaffen, die gegenüber den bekannten Stangen In der Herstellung einfacher ist, eine höhere Funktionssicherheit aufweist, mit einfachen Mitteln In ihrem Kfppverhaiten In weiten Grenzen beeinflusst werden kann und bel der überdies beim Anfahren der Stange auftretende Stösse auf Stange und Ski vermieden bzw. weitgehend gemildert werden
Die gestellte Hauptaufgabe wird dadurch gelöst, dass die Gelenkhülsen oder-ringe untereinander und vorzugsweise auch mit dem übrigen Stangenkörper und dem Stangenfusstetl über Kugeln verbunden sind, die mit entsprechenden Durchgangsöffnungen auf das bzw.
die Zugglieder aufgefädelt sind und, wie an sich bekannt, In zueinander offene kugelsegmentförmige Vertiefungen der von Ihnen verbundenen Gelenk- hülsen, -ringe bzw Stangenteile eingreifen.
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Für die Elemente des Gelenkes ergeben sich bel der erfindungsgemässen Ausführung äusserst einfache Bauformen, so dass sich die Herstellung der Stange vereinfacht. Durch die Kugelform ergibt sich eine besonders saubere und günstige Führung der über die Kugeln verbundenen Gelenkhülsen oder -ringe. so dass sich schon bel Verwendung starrer Kugeln die Anwendung des Grundprinzipes des"zusammenrollbaren Stabes", das altbekannt ist. auf die Konstruktion eines Kippgelenkes als besonders vorteilhaft erweist. Die Erfindung bietet aber weitere neue Möglichkeiten : Zunächst kann durch Verwendung von Kugeln und
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ten beeinflusst werden.
Besonders vorteilhaft ist es aber, wenn nach einer Weiterbildung der Erfindung die Kugeln aus gegenüber den Gelenkhülsen oder -nngen weicherem. insbesondere gummielastischem Matenal hergestellt sind. In diesem Fall wirken die Kugeln auch als Stossdämpfer gegen von der Seite her, also beim Anfahren eines Skis an die Stange wirksam werdende Kräfte, so dass hier stärkere Schläge vermieden werden. Die Kugeln wirken bei Ihrer Herstellung aus dem entsprechenden Material auch dämpfend gegen ein Nachschwingen der Stange beim Wederaufrichten nach einer Abknickung.
Die zuletzt beschriebene Wirkung wird erhöht und kann überdies durch stärkeres oder schwächeres Spannen des Zuggliedes beeinflusst werden, wenn in Weiterbildung der Erfindung die Kugeln unter teilweiser elastischer Verformung zwischen die von ihnen verbundenen Getenkhütsen.-nnge bzw. Stangenteile eingespannt sind.
Zur Verbesserung des Gleitverhaltens sowie der Führung der Gelenkhülsen oder - nnge an den Kugeln kann In Weiterbildung der Erfindung die Oberfläche der Kugeln eine Profilierung in Form einer Noppung oder von mendianartig zu den in den Durchführungsöffnungen liegenden Polen verlaufenden Rippen aufweisen. Dadurch wird erreicht, dass zwischen den Vertiefungswandungen und der Kugelaussenseite im
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gegenüber seitlichen Stössen kann durch solche Profilierungen beeinflusst werden
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung. in der Zeichnung ist der Erfmdungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 In vergrössertem Massstab den Gelenkteil einer Kippstange in einer ersten Ausführungsform Im Schnitt und Fig.
2 In einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellung eine zweite Ausführungsform.
Das Kippgelenk besitzt bel beiden Ausführungsbeispielen zwei untereinander gleiche, Im wesentlichen starre Gelenkhülsen 1,2, la, 2a, einen oberen Formteil 3,3a und einen unteren Formteil 4, 4a, wobei die Formteile 3,3a und 4, 4a an ihnen angeformte Hülsenhälften 5. 5a und 6, 6a tragen Der Formteil 3, 3a besitzt einen Fortsatz 7, auf den eine rohrförmige Slalomstange aufgesteckt'werden kann. Auf einen entsprechend abgestuften Stangenfussteilträger 8,8a des Formteiles 4, 4a kann der eigentliche Fussteit der Slalomstange mit Eintreibspitze aufgesteckt werden.
Dieser Fussteil ist mit dem mit dem übngen Stangenkörper verbundenen Formteil 3,3a über ein Zugseil 9 verbunden, das durch eine sich innerhalb der Stange am Fortsatz 7, 7a abstützende Druckfeder unter Zugvorspannung gehalten wird, deren Stärke mittels einer mit dem unteren Ende des Seiles verbundenen, In ein Gewinde eingreifenden Spannmutter einstellbar ist Eine entsprechende Spannkonstruktion für das Seil 9 ist allgemein üblich.
Die Stirnseiten der Gelenkhülsen 1, 2, 1 a, 2a und der Hülsenhälften 5, 5a. 6,6a sind gegen den Aussenrand zu mit Abschrägungen 10 versehen, so dass sich nach aussen öffnende Keilspalt 11 entstehen
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12 und bel der Hülsenhälfte 6, 6a In die Sellführungsöffnung 15 übergehen.
Zwischen aufeinanderfolgende Hülsen 1, 2, la, 2a bzw. diese Hülsen und die anschliessenden Hülsenhälften 5, 5a, 6, 6a sind Kugeln 16 aus gummielastischem Material eingelegt, die sich nach oben und unten weitende Durchführungsöffnungen 17 für das Zugseil 9 aufweisen.
Der Unterschied zwischen den Konstruktionen nach den Figuren 1 und 2 besteht darin, dass bei der Ausführung nach Fig. 2 die Abmessungen der Hülsen la, 2a geringer sind, so dass die Kugeln 16 In den meisten Spannsteilungen die Hülsen 1a, 2a bzw. Hülsenhälften 5a, 6a auf gennge Distanz halten und die Kugeln 16 durch das Seil 9 elastisch verformt werden.
In Fig 2 ist bel der untersten Kugel 16 noch eine Ausführungsvanante angedeutet. Hier kann die Oberfläche der Kugeln 16 eine Profilierung In Form von mendianartig zu den in den Enden der Durchführungsöffnungen 17 liegenden Polen verlaufenden Rippen 18 aufweisen. Eine entsprechende Ausführung ist auch dann sinnvoll, wenn man Kugeln aus einem härteren Material verwendet. Es sind auch andere Oberflächenprofilierungen z B. In Form einer Noppung der Oberfläche der Kugeln 16 möglich.