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Die Erfindung betrifft eine Kippstange zum Markieren von Slalomstrecken. bei der zwischen einem Stangenfussteil und dem übngen Stangenkörper ein Kippgelenk angeordnet ist, das mehrere, im wesentlichen starre Hülsen oder Ringe aufweist, die bei gestrecktem Gelenk untereinander koaxial mit Sptelabstand Ihrer Innenwandungen um wenigstens ein den Stangenfussteil mit dem übngen Stangenkörper verbindendes, durch ein oder mehrere Federlemente unter Zugvorspannung gehaltenes Zugglied, insbesondere ein Seil, angeordnet und zwischen deren Stirnseiten Knickstellen des Gelenkes bestimmt sind, wobei zwischen wenigstens zwei aufeinanderfolgenden Gelenkhülsen oder-ringen ein diese zumindest bel gestrecktem Gelenk auf Distanz haltender Stossdämpfer in Form einer Einlage aus weicherem, insbesondere gummielastischem Material eingespannt ist.
Eine derartige Kippstange ist aus der EP 0 077 313 A bekannt. Ähnliche Kippstangen, die allerdings keine Stossdämpfer in Form von Einlagen aufweisen, sind In den AT 381 461 B und 385 676 B beschrieben, wobei hier zwischen den Stirnseiten der Gelenkhülsen oder -nnge sich bel gestrecktem Gelenk nach aussen öffnende Keilspalte eingeschlossen sind, um das Kippverhalten zu verbessern.
Bei allen Ausführungen wird durch die mehrteilige Ausgestaltung und die Anordnung mehrerer möglicher Knickstellen das Kippverhalten gegenüber einer Kippstange mit einem einzigen Kippgelenk verbessert und es sind grössere Toleranzen für
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besitzen die Gelenkhülsen oder-ringe ein Ineinandergreifendes Profil, wobei meist an dem einen Hülsenende abgesetzt vorspringende Abschnitte und am anderen Hülsenende diesem Abschnitt der Folgehülse zugeordnete Vertiefungen vorgesehen werden. Wenigstens die diese Vertiefungen umschliessenden Ringwandungen der Hülse können konkav gewölbt sein, um beim Abknicken des Gelenkes eine Abwälzfläche zu erhalten.
Bei der Ausführung nach der EP 0 077 313 A öffnet sich beim Abknicken ein Keilspalt vom knickseitigen Aussenrand der aneinanderliegenden Teile, wogegen bel den Konstruktionen mit Keilspalt die Grösse bzw. Steilheit der Keilspalte das Ausmass bestimmt, um welches das Gelenk an jeder Knickstelle abgebogen werden kann Das Rückstellverhalten der Kippstange kann jeweils über die Federvorspannung beeinflusst werden, weshalb vorzugsweise für das z. B. aus einem Seil bestehende Spannglied Einstellschrauben vorgesehen werden, die zweckmässig unmittelbar von aussen betätgbar sind.
Um nach starkem Abknicken der Stange ein zu rasches Zurückschnellen zu verhindern, das mit einer Verletzungsgefahr für den Skiläufer verbunden sein könnte, ist es nach der AT 386 350 B bekannt, mit der Spannfeder, den sonstigen Federelementen oder auch dem Zugglied eine Dämpferelnnchtung In Form einer Bremse oder eines Stossdämpfers zu verbinden, die bzw. der nur beim Rückstellen der Stange
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Die Stossdämpfer nach der EP 0 077 313 A erfüllen Im wesentlichen die Aufgabe von Schwingungsdämpfern, die ein zu langes Nachschwingen nach der Abknickung unter dem Einfluss der Spannfeder verhindern sollen.
Sowohl bei Kippstangen der gegenständlichen Art als auch, und dies in verstärktem Masse, bel starren Kippstangen, ergibt sich das Problem, dass dann, wenn die Stange unmittelbar Im Gelenkbereich angefahren wird, starke Stösse sowohl auf die Stange selbst als auch zurück auf den Ski und damit auf den Fuss oder das Bein des Skifahrers zur Wirkung kommen, die einerseits zu einer Beschädigung der Stangen führen können und anderseits eine nicht unbeträchtliche Verletzungsgefahr für den Skiläufer bedingen. Wegen des Ineinandergreifenden Profiles und der besonderen Anordnung der Stossdämpfer nach der EP 0 077 313 A können diese nicht zur Minderung der zuletzt erwähnten Stossbelastung beitragen.
Zu erwähnen ist noch, dass aus der DE 23 06 421 A ein Kippgelenk mit einem einzigen Gelenkkörper bekannt ist, bel dem der Gelenkkörper durch eine vorgespannte Feder gegen eine Abrollfläche des Stangenunterteiles gezogen wird Hier Ist das Kippgelenk so aufgebaut, dass es sich nur bei einer Abknickung um höchstens 45. zurückstellt, wogegen der Gelenkkörper bel einer stärkeren Abknickung aus dem starren Unterteil herausgezogen wird, so dass dann die stärker abgeknickte Stange liegen bleibt.
Aufgabe der Erfindung Ist es, eine Kippstange der eingangs genannten Art zu schaffen, die gegenüber herkömmlichen Kippstangen höhere Funktionssicherheit aufweist und bel der vor allem beim Anfahren an die Kippstange auftretende Stösse auf Stange und Ski vermieden bzw weitgehend verringert werden.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass, wie an sich bekannt, die Stirnseiten der Gelenkhülsen oder-ringe miteinander sich bei gestrecktem Gelenk nach aussen öffnende Keilspalte einschliessen, die Stossdämpfer einen in die Öffnung der beidseitig an sie anschliessenden Gelenkhülsen oder-nnge eingreifenden Hülsenkörper aufweisen und an den Hülsenkörper jeweils ein tellerartiger Mitteltell angeformt 1St, der eine Einlange für den sich bel gestrecktem Gelenk nach aussen öffnenden, zugehörigen Keilspalt zwischen den aufeinanderfolgenden Gelenkhülsen bildet.
Durch diese besondere Ausbildung erhält die Stange Im Gelenkbereich eine gewisse Nachgiebigkeit gegen von der Seite her beim Anfahren mit einem Ski wirksam werdende Kräfte, so dass stärkere Schläge vermieden werden, wobei trotzdem der Effekt erhalten bleibt, dass der bzw die Stossdämpfer ein Nach-
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schwingen der Stange bel der Wiederaufrichtung nach einer Abknickung dämpfen. Es ergibt sich überdies eine funktionell einfache Gesamtkonstruktion des Gelenkes. Das für die Herstellung als Stossdämpfer verwendete Material kann z. B. ein PU-Schaum entsprechender Konsistenz sein, bei dem die Forderung zu erfüllen ist, dass die tellerartigen Mittelteile der Stossdämpfer eine genügende Festigkeit gegen Abscheren oder Abschneiden durch die Skikanten aufzuweisen haben.
Da die Stossdämpfer mit Hülsenkörpern in die beidseitig anschliessenden Gelenkhülsen oder-ringe eingreifen, tragen sie auch zum geführten Zusammenhalt dieser Teile bel. Das Gelenk kann einfach durch Auffädeln der entsprechenden Teile auf das bzw. die Spannglieder montiert werden.
Wenn man ein relativ steiferes, aber trotzdem noch gummielastisches Material für die Herstellung der Stossdämpfer verwendet, ist eine Ausführung möglich, bel der die Hülsenkörper der Stossdämpfer mit ihren Enden innerhalb der Gelenkhülsen aneinanderstossen, so dass die Öffnungen der Stossdämpferhülsen zugleich die alleinige Führung für das bzw. die Zugglieder bilden. Hier kann man vorsehen, dass sich diese Stossdämpferhülsen gegen ihre Enden zu erweitern, damit sich dort beim Zusammenspannen keine unerwünschten Engstellen ergeben. Es ist aber auch denkbar, bei der Verspannung eine Anlage wenigstens eines Bereiches der Hülsen am Zugglied zu erzeugen und dadurch dieses Zugglied sozusagen in das nachgiebigere Material einzubetten, wodurch die Dämpfungseigenschaften in manchen Fällen verbessert werden.
Nach einer Weiterbildung weisen die Gelenkhülsen In ihrem Längsmittelabschnitt in Ihre Hülsenöffnung hineinragende, insbesondere ringförmige Stützen für die stirnseltigen Enden der Hülsenkörper der Stossdämpfer auf. Diese Ausführung empfiehlt sich bel etwas weicheren Stossdämpferhülsen und dann, wenn man für eine exakte Führung des bzw. der Zugglieder durch den Rand der Durchführungsöffnungen der ringförmigen Stützen sorgen will.
Die Längsränder der Stossdämpferhülsen können konvex gewölbt sein, damit sie sich beim Abknicken der Stange an den sie abstützenden Flächen abwälzen können. Ringförmige Stützen der Gelenkhülsen können konkave Gegenflächen für die Ränder der Hülsenkörper der Stossdämpfer aufweisen, um Führung und Zusammenhalt zu verbessern. Wenn diese Flächen vom Rand der Durchführungsöffnung für das Zugglied einspringen, kann man zusätzlich erreichen, dass sich die Stossdämpferhülsen bel der Verspannung im Endabschnitt etwas aufweiten und dadurch nicht zu nahe an das Zugglied gedrückt werden, falls bei dieser besonderen Ausführungsform kein zu starker Kontakt mit dem Zugglied erwünscht ist.
In Sonderfällen ist es sogar möglich, dass die durch das bzw. die Zugglieder vorspannbaren Stossdämpfer unter dieser Vorspannung zugleich allein als die Federlemente des Gelenkes ausgebildet sind. welche das bzw. die Zugglieder unter Vorspannung halten.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung Ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 In vergrössertem Massstab das Kippgelenk einer Kippstange in einer ersten Ausführungsform im Schnitt, Flg. 2 ein Teilstück einer Ausführungsvanante des Ktppgelenkes, ebenfalls im Schnitt, und Flg. 3 in gleicher Darstellungsweise wie Fig. 2 eine dritte Ausführungsvariante.
Nach Fig. 1 besitzt das Kippgelenk zwei untereinander gleiche, Im wesentlichen starre Gelenkhülsen 1, 2 einen oberen Formteil 3 und einen unteren Formteil 4, wobei die Formteile 3,4 gegengleich angeformte halbe Gelenkhülsen 5, 6 tragen. Der Formteil 3 besitzt einen nach oben ragenden Fortsatz 7, auf den eine rohrförmige Slalomstange aufgesteckt werden kann. Auf einen entsprechend abgestuften, nach unten
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aufgesteckte Fussteil am Formteil 4 ist mit dem mit dem übrigen Stangenkörper verbundenen Formteil 3 über ein Zugseil 9 verbunden, das durch eine sich innerhalb der Kippstange am Fortsatz 7 abstützende, nicht dargestellte Druckfeder unter Zugvorspannung gehalten wird, deren Stärke mittels einer mit dem unteren Ende des Seiles 9 verbundenen, In ein Gewinde eines am Seil 9 angebrachten Haltestiftes eingreifenden Spannmutter einstellbar ist.
Eine entsprechende Spannkonstruktion für das Seil 9 ist allgemein üblich.
Die Stirnseiten der Gelenkhülsen 1, 2 und 5 sind nach einem bogenförmigen Übergang nach aussen abgeschrägt, so dass sich nach aussen öffnende Keilspalt 10,11, 12 entstehen. Im Formteil 3 besitzt eine Durchführungsbohrung 13 für das Seil 9 einen kleiner als der doppelte Seildurchmesser gehaltene Durchmesser. Der Innendurchmesser der Gelenkhülsen 1, 2, 5,6 ist wesentlich grösser als der Seildurchmesser. Das Kippgelenk wird durch vorspannbare Stossdämpfer 14 vervollständigt, die einen Hülsenkörper 15 und einen tellerartigen Mittelabschnitt 16 aufweisen, wobei der tellerartig Mittelabschnitt 16 im Keilspalt 10, 11, 12 liegt und, bel der Ausführung nach Fig. 1, die Enden der Hülsenkörper 15 Innerhalb der Gelenkhülsen 1,2 aneinanderstossen.
Die Durchführungslöcher der Hülsenkörper 15 sind gegen die Stirnseiten dieser Hülsen 15 zu erweitert. Die stirnseitigen Hülsenränder sind konvex gewölbt. Für die
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Montage werden die dargestellten Teile auf das Seil 9 aufgefädelt. wonach das Seil 9 gespannt wird, so dass die Hülsenenden der Stossdämpfer 14 gegeneinander gedrückt werden und sich die stirnseitigen Ränder der Gelenkhülsen 1, 2, 5,6 in die tellerartigen Mittelabschnitte 16 eindrücken.
Die Ausführungsformen nach den Fig. 2 und 3 unterscheiden sich von der Konstruktion nach Fig. 1 dadurch, dass die hier vorgesehenen Gelenkhülsen 1a, 2a, 1b, 2b in ihrem Längsmittelabschnitt in die Hü ! senöffnung etnragende, ringförmige Stützen 17,18 aufweisen, auf denen sich die entsprechend kürzeren Hülsenkörper 15a, 15b der Stossdämpferhülsen 1 a, 2a, 1b, 2b mit ihren konvexen Rändern abstützen. Die Durchführungsöffnungen 19 der ringförmigen Stützen 17,18 haben einen etwa der Bohrung 13 im Formteil 3 (Fig. 1) entsprechenden Durchmesser. Die tellerartigen Mittelabschnitte 16a, 16b der vorspannbaren Stossdämpfer 14a, 14b liegen wieder in den Keilspalten 10, 11, 12.
Bei entsprechender Elastizität des verwendeten Materials können die Stossdämpfer 14, 14a, 14b selbst die Federlemente des Gelenkes bilden, welche das Zugseil 9 unter Vorspannung halten. Dabei Ist es zur Erhöhung der Federkraft denkbar, In die Stossdämpfer 14, 14a, 14b zusätzliche Federn einzubetten Im
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15b16a, 16b Tellerfedern eingebettet sein.