AT402055B - Rutsche zum abladen von schüttgut, insbesondere getreide - Google Patents

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AT 402 055 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rutsche zum Abladen von Schüttgut, insbesondere Getreide, in eine Einschüttgosse, mit einer auf einem laufradbestückten Stützgestell um eine Horizontalachse schwenk-verstellbar abgestützten geneigten Gleitwand.
Lastfahrzeuge zum Transport von Getreide oder anderem Schüttgut werden häufig durch einfaches 5 Abkippen des Schüttgutes in eine Einschüttgosse entladen, aus der das Gut dann über geeignete Fördereinrichtungen den zu befüllenden Silobehältern od. dgl. zugebracht wird. Um eine zu starke Staubentwicklung beim freien Abkippen des Schüttgutes zu verhindern oder auch ein Auffahren der Lastfahrzeuge auf die durch ein Gossengitter abgedeckte Gossenöffnung zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen, Rutschen zum Abladen einzusetzen, welche Rutschen starr mittels eines Stützgestells am io Boden aufstellbare Gleitwände aufweisen, so daß beim Entleeren der Fahrzeuge das Schüttgut vom Laderaum auf die Gleitwand gekippt wird und der Gleitwand entlang in die Einschüttgosse abgleitet. Allerdings erfordern diese bleibend aufgestellten Rutschen ein umständliches und genaues Manöverieren der Fahrzeuge und auf Grund der unterschiedlichen Ladehöhen dieser Fahrzeuge sind auch unterschiedliche Fallhöhen beim Abkippen des Schüttgutes von der Ladefläche auf die Gleitwand in Kauf zu nehmen, 15 was wiederum zu einer ungewollten Staubentwicklung führt. Für Einschüttgossen gibt es außerdem bereits Absaugeeinrichtungen, die einen Staubaustritt beim Einschütten von Schüttgut verhindern sollen. Bei den bekannten fest aufgestellten Rutschen dringen dabei wegen der freibleibenden Gossenöffnungen große Mengen Falschluft in die Einschüttgosse, die von der Absaugeeinrichtung zusätzlich bewältigt werden müssen, um einen Staubaustritt zu unterbinden. Da dies 20 eine unwirtschaftliche Überdimensionierung der Gossenabsaugung ergäbe, sind bisher aufwendige Umhausungen der Einschüttgossen notwendig, um eine halbwegs staubfreie Gossenbefüllung zu ermöglichen.
Aus der CH 470 300 A ist weiters eine Rutsche bekannt, die aus einem Untergestell mit einem festen und einem kippbaren Trog besteht und zur Stapelung von Stückgütern dient. Diese Rutsche läßt sich durch höheneinstellbare Streben des Untergestells in ihrer Aufnahmehöhe anpassen und ist auch mit zwei 25 Laufrädern zum Verschieben ausgestattet, doch eignet sie sich wegen der Höhenlage der Tröge, die durch ein Aus- und Zurückklappen des Kipptroges und der damit zu unterbrechenden Rutschbahn zum Stapeln von Säcken od. dgl. ausgebildet ist, nicht zum Abladen von Schüttgut und könnte bei einer Abstimmung ihrer Größe auf die Entiadeöffnung eines Schüttgutladeraumes auch kaum mehr hantiert werden.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine Rutsche der 30 eingangs geschilderten Art zu schaffen, die ein Schüttgutentladen weitgehend verbessert und die Voraussetzung für eine rationelle Staubfreihaltung des Gossenbereiches bei der Schüttgutübernahme bietet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß das Stützgestell in Bodennähe der Gleitwand Vorderräder aufweist und die Gleitwand um die Vorderradachse schwenkverstellbar abgestützt ist.
Dieses Stutzgestell läßt sich einfach an das zu entladende Fahrzeug heranfahren und die Gleitwand 35 kann durch Schwenkverstellen um die bodennahe Vorderradachse einwandfrei an die jeweilige Ladehöhe bzw. Abkipphöhe des Fahrzeuges angeglichen werden, so daß einerseits aufwendige Rangiermanöver der Fahrzeuge unnötig sind und anderseits die Gleitwand direkt an den Laderaum anschließbar ist, wodurch größere Fallhöhen und damit stärkere Staubentwicklungen von vornherein vermieden werden. Das Stutzgestell bzw. die Gleitwand lassen sich händisch oder über einen motorischen Antrieb verfahren bzw. 40 verstellen, wodurch auch größere Rutschen schnell und mühelos hantierbar sind.
An und für sich kann die Rutsche unterschiedlich konstruiert sein und auch hinsichtlich der Schwenkverstellung der Gleitwand gibt es grundsätzlich keine Beschränkung. Eine besonders zweckmäßige Konstruktion ergibt sich allerdings, wenn das Stützgestell mit starr gelagerten Vorderrädern und an Pendellenkern gelagerten Hinterrädern bestückt ist, wobei vorzugsweise an den Pendellenkern ein Stelltrieb angreift. 45 Hier wird die Vorderradachse gleichzeitig auch zur Schwenkachse der Gleitwand und durch die Schwenkbewegung der Pendellenker.um eine zur Vorderradachse parallele Schwenkachse kommt es zwangsweise zu einer Verstellung des Neigungswinkels der Gleitwand. Dabei wird durch ein Verschwenken der Pendellenker auch der Achsabstand zwischen Vorder- und Hinterrädern verändert, wodurch bei flacherer Neigung der Gleitwand ein größerer Radstand und damit eine an die stärkeren Kippbelastungen angepaßte größere 50 Abstutzsicherheit erreicht wird.
Um eine Beschädigung der Fahrzeuge beim Heranfahren der Rutsche zu verhindern, weist die Gleitwand an ihrer Oberkante einen Anschlußstreifen aus verformbarem Material auf, der zusätzlich ein praktisch spaltfreies Andocken der Gleitwand an die Ladefläche erlaubt.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Gleitwand mit einer unteren 55 Einlaufschurze ausgestattet, die in eine der Gossenöffnung angepaßte Abdeckhaube übergeht. Außerdem trägt günstigerweise das Stützgestell eine Bodenabdeckung. Mit dieser Einlaufschurze, die zwischen Seitenabdeckungen angeordnet ist, und die über die Gossenöffnung ziehbare Abdeckhaube wird der ablaufseitige Übergangsbereich zwischen Gleitwand und Einschüttgosse gegen Staubaustritt abgesichert, 2

Claims (5)

  1. AT 402 055 B was durch eine Bodenabdeckung des Stützgestells ergänzt werden kann, welche Bodenabdeckung bei einer teilweise auf das Gossengitter aufgefahrenen Rutsche den Gitterbereich unterhalb der Gleitwand abdeckt, so daß nicht nur eine weitgehend staubfreie Schüttgutentleerung gewährleistet ist, sondern darüber hinaus auch noch ein zu großer Falschluftanteil bei der Gossenabsaugung vermieden wird, wodurch auch ohne aufwendige Umhausungen der Einschuttgosse eine effektive Staubabsaugung erreicht werden kann. In der Zeichnung ist eine erfindungsgemäße Rutsche beispielsweise an Hand einer rein schematischen Schnittdarstellung näher veranschaulicht. Zum staubarmen Schüttgutabiaden von einem Lastfahrzeug 1 in eine Einschüttgosse 2 gibt es eine Rutsche 3 aus einer auf einem Stützgestell 4 abgestützten Gleitwand 5. Das Stutzgestell 4 weist starr gelagerte Vorderräder 6 und an Pendellenkern 7 gelagerte Hinterräder 8 auf, welche Pendellenker über einen Stelltrieb 9 um eine zur Vorderradachse A parallele Schwenkachse S schwenkbar an der Gleitwand 5 angelenkt sind. Dadurch ist die Rutsche 3 fahrbar, wobei ein nicht weiter dargestellter Elektromotor od. dgl. als Fahrantrieb eingesetzt werden kann, und besitzt eine in ihrem Neigungswinkel einstellbare Gleitwand 5, wozu über den Stelltrieb 9 die Schwenklage der Pendellenker 7 verändert wird. Die Rutsche 3 läßt sich daher an den jeweiligen Standplatz des Fahrzeuges 1 heranfahren und an die Höhe der Fahrzeugladeflache anpassen, wobei die Gleitwand 5 über einen Anschlußstreifen 10 aus Gummi oder Kunststoff od. dgl. einen schonenden und exakten Anschluß an das Fahrzeug erlaubt. Um beim Einschütten des Schüttgutes in die Einschüttgosse 2 einen Staubaustritt möglichst zu vermeiden, ist die Gleitwand 5 im unteren Bereich mit einer Einlaufschürze 11 ausgestattet, die durch Seitenteile 12 zu einem Einlaufschacht ergänzt ist, und außerdem geht die Einlaufschürze 11 in eine die Gossenöffnung 13 überdeckende Abdeckhaube 14 über, wobei ein entsprechender Haltebügel 15 für eine geeignete Aufspannung sorgt. Um zusätzlich den unterhalb der Gleitwand 5 freibleibenden Öffnungsbereich der Gossenöffnung 13 bei auf die gitterbestückte Gossenöffnung 13 aufgefahrener Rutsche 3 gegen einen unerwünschten Staubaustritt abdecken zu können, ist das Stützgestell 4 mit einer Bodenabdeckung 16 versehen. Patentansprüche 1. Rutsche zum Abladen von Schüttgut, insbesondere Getreide, in eine Einschuttgosse, mit einer auf einem laufradbestückten Stützgestell um eine Horizontalachse schwenkverstellbar abgestützten geneigten Gleitwand, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützgestell (4) in Bodennähe der Gleitwand (5) Vorderräder (6) aufweist und die Gleitwand (5) um die Vorderradachse (A) schwenkverstellbar abgestützt ist.
  2. 2. Rutsche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stutzgestell (4) mit starr gelagerten Vorderrädern (6) und an Pendellenkern (7) gelagerten Hinterrädern (8) bestückt ist, wobei vorzugsweise an den Pendellenkern (7) ein Steiltrieb (9) angreift.
  3. 3. Rutsche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitwand (5) an ihrer Oberkante einen Anschlußstreifen (10) aus verformbarem Material aufweist.
  4. 4. Rutsche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitwand (5) mit einer unteren Einlaufschürze (11) ausgestattet ist, die in eine der Gossenöffnung (13) angepaßte Abdeckhaube (14) übergeht.
  5. 5. Rutsche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützgestell (4) eine Bodenabdeckung (16) trägt. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3
AT203594A 1994-11-02 1994-11-02 Rutsche zum abladen von schüttgut, insbesondere getreide AT402055B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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CH470300A (de) * 1967-04-14 1969-03-31 Eigenheer Ernst Rutsche

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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CH470300A (de) * 1967-04-14 1969-03-31 Eigenheer Ernst Rutsche

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ATA203594A (de) 1996-06-15

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