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Die Erfindung betrifft eine Anbaueinrichtung für ein tragbares, an einander gegenüberliegenden Seiten zumindest je zwei Einstecköffnungen aufweisendes Transportgerät, wobei die Anbaueinrichtung zwei Seitenteile aufweist, deren erste Enden mit in die Einstecköffnungen einsteckbaren Einsteckzapfen versehen sind.
Aus der WO-A 87/00013 ist ein vielfältig einsetzbares Transportgerät bekannt, dessen Grundeinheit ein Rückentraggestell bildet, das eine Gleitfläche aufweist. Für den Lastentransport am Rücken werden ausserhalb der Gleitfläche anbringbare Bügel verwendet, deren Seitenteile in die Einstecköffnungen eingesteckt werden. Das Rückentraggestell ist nach Abnahme der Bügel auf dem Boden, insbesondere auf Schnee ziehbar, und stellt somit einen Schlitten dar Zwei Rückentraggestelle können aneinandergekoppelt werden, sodass einerseits eine tragbare Tragbahre und andererseits ein ziehbarer grösserer Schlitten bzw. ein Akja entsteht. Ein Radsatz für die Fahrbarmachung ist nicht vorgesehen.
Aus der DE 35 12 181 A ist ein Koffer bekannt, der durch einen Radsatz in einen Fahrradanhänger verwandelbar ist. Die wohl eher geringe Stabilität kann höchstens für eine Verwendung auf gewöhnlichen asphaltierten Strassen ausreichen.
Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, den Transport schwerer Gegenstände auf verschiedenen Böden auch abseits von befestigten Wegen zu erleichtern und erreicht dies dadurch, dass jeder Seitenteil zwei etwa V-förmig angeordnete Stützstäbe und zwei Einsteckzapfen aufweist und dass an den zweiten Enden der beiden Seitenteile eine die Seitenteile verbindende Radachse vorgesehen ist, auf der zumindest ein Rad angeordnet ist.
Auf diese Welse ist das Transportgerät sowohl als kleinere Grundeinheit als auch gekoppelte grössere Einheit in einfacher Weise fahrbar gemacht, wobei pro Transportgerät bevorzugt eine Anbaueinrichtung eingesetzt wird Die einfache Grundeinheit kann somit in einen schubkarrenartiges Fahrzeug oder auch In einen leichten Anhänger umgewandelt werden. Das gekoppelte, grössere Transportgerät kann eine etwa mittige Unterstützung erhalten, sodass es auf schwierigem Boden verhältnismässig leicht bewegbar ist. Gegebenenfalls können auch zwei Anbaueinrichtungen verwendet werden, die aus dem Transportgerät einen zweiachsigen Wagen od. dgl. machen.
In einer ersten bevorzugten Ausführung sind zwei Räder ausserhalb der beiden Seitenteile vorgesehen, wodurch sich eine breite Unterstützung des Transportgerätes ergibt. Für schwierig befahrbare, beispielsweise sehr steinige Untergründe ist eine andere Ausführung gegebenenfalls besser geeignet, in der nur ein Rad zwischen den beiden Seitenteilen angeordnet ist.
Weiters ist vor allem für sehr nachgiebige, beispielsweise moorige Untergründe eine Ausführung denkbar, in der mehrere Räder zwischen und ausserhalb der beiden Seitenteile vorgesehen sind, sodass sich eine Art von Walze ergibt.
Um den Transport der abgenommenen Anbaueinrichtung zu erleichtern, ist in einer bevorzugten Ausführung vorgesehen, dass die zweiten Enden der Seitenteile jeweils eine Lagerhülse für die Radachse aufweisen. Die Ausbildung von Lagerhülsen in den Seitenteilen, in die eine Radachse eingesteckt werden kann, ist insbesondere auch dann von Vorteil, wenn das Transportgerät wahlweise mit einem, zwei oder mehreren Rädern bestückt wird.
Sind die Seitenteile gekröpft ausgebildet, so kann eine sehr breite Spur der zweirädrigen Anbaueinrichtung erzielt werden, wenn die Seitenteile nach aussen gekröpft angeordnet werden. Die Anordnung der Kröpfungen nach innen verringert den Abstand zwischen den Lagerhülsen auf Radbreite. Bei der Kröpfung nach Innen stehen zwei ausserhalb der Seitenteile montierte Räder nur wenig über das Transportgerät über.
Die Stabilität der Anbaueinrichtung wird nochmals verbessert, wenn die V-Form des Seitenteiles im oberen Bereich der beiden Stützstäbe durch einen Verbindungsstab verstärkt ist.
Die beispielsweise drei bis fünf Einstecköffnungen der einfachen Grundeinheit des Transportgerätes weisen jeweils denselben Abstand zueinander auf. Werden zwei Grundeinheiten zu einer grösseren Einheit aneinander gekoppelt, so ist der Abstand der beiden beiderseits der Kupplung vorgesehenen ersten Einstecköffnungen zueinander anders. Eine Anpassung der Anbaueinrichtung kann in der Weise erfolgen, dass der Abstand zwischen den beiden Einsteckzapfen veränderbar ist. Die Kupplung der Transportgeräte ist nicht absolut starr.
Bevorzugte Ausführungen für eine möglichst einfache Anpassung an alle auftretenden Ausrichtungen zweier Einstecköffnungen zueinander sehen vor, dass zumindest ein Einsteckzapfen verschiebbar und/oder schwenkbar angeordnet ist, wobei beispielsweise jeder verschiebbar und/oder verschwenkbar angeordnete Einsteckzapfen in einem auf dem Verbindungsstab verdrehbaren Gleitschuh schwenkbar gelagert ist, und dass zumindest ein Einsteckzapfen sich zum Einsteckende hin konisch verjüngt.
Nachstehend wird nun die Erfindung an Hand der Figuren der beiliegenden Zeichnung näher beschrie- ben, ohne darauf beschränkt zu sein.
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Die Flg 1 zeigt eine Seitenansicht eines Transportgerätes mit einer erfindungsgemässen Anbaueinrich- tung, die Fig 2 eine Seitenansicht der Anbaueinrichtung In einer zweiten Ausführung die Flg. 3 eine Vorderansicht der Anbaueinrichtung. und die Flg 4 eine Seitenansicht eines weiteren Transportgerätes mit einer erfindungsgemässen Anbauen- nchtung.
Ein aus zwei jeweils ein Rückentraggestell bildenden Grundeinheiten 2 mithilfe von Kupplungen 3 zusammengefügtes Transportgerät 1 ist in Fig. 1 in Seitenansicht dargestellt. Das Transportgerät 1 dient zum Transport von Verletzten oder Lasten, und die einfache Grundeinheit 2 ist vor allem als Rückentraggestell für Lasten geeignet. Die für die vorliegende Erfindung unwesentlichen Details des Transportgestells wurden weggelassen und können der eingangs genannten WO-A 87/00013 entnommen werden. Jede der bel den Grundeinheiten 1 weisen seitlich eine Reihe von Einstecköffnungen 4 auf, die in Seitenholmen der Grundeinheit 2 ausgebildet sind.
Der Abstand zwischen zwei Einstecköffnungen 4 Ist an den Grundeinheiten 2 jeweils gleich, stimmt jedoch nicht mit dem Abstand zwischen den beiden Einstecköffnungen 4 überein, die belderseits der Kupplung 3 ausgebildet sind.
Für die Fahrbarmachung des Transportgerätes 1 ist eine Anbaueinnchtung vorgesehen, die zwei Seitenteile 5 und mindestens ein in den beiden Seitenteilen 5 gelagertes Rad 14 umfasst. Jeder Seitenteil 5 weist zwei etwa V-förmig angeordnete, gekröpfte Stützstäbe 6 auf, die am unteren Ende der Lagerhülse 12 für eine Radachse 13 tragen, und nahe dem oberen Ende durch einen Verbindungsstab 7 verstärkt sind.
Ein Stützstab 6 weist am oberen Ende einen sich insbesondere konisch verjüngenden Einsteckzapfen 8 auf Auf dem Verbindungsstab 7 ist ein Gleitschuh 9 drehbar (Pfeil C, Fig. 3) und verschiebbar (Pfeil A. Flg. 2) angeordnet, der um einen Stift 10 schwenkbar (Pfeil B, Fig. 2) einen zweiten Einsteckzapfen 11 trägt. Die Verschiebbarkeit des Gleitschuhs 9 lässt den Abstand der beiden Einsteckzapfen 8, 11 an den Abstand zwischen zwei Einstecköffnungen 4 anpassen, sodass die Anbaueinrichtung beispielsweise nach Flg. 1 als Mittelstütze eines aus zwei Grundeinheiten 2 zusammengesetzten Transportgerätes 1 oder nach Fig. 4 als Endstück eines aus einer einzelnen Grundeinheit 2 bestehenden Transportgerätes 1 verwendet werden kann.
Aufgrund der Drehbarkeit des Gleitschuhs 9 und der Schwenkbarkeit des Einsteckzapfens 11 ist eine beliebige Ausrichtung der beiden Zapfen 8. 11 zueinander erzielbar, die gemeinsam mit der Konizität des Zapfens 8 ein einfaches Einstecken in beliebige zwei Einstecköffnungen 4 auch dann ermöglichen, wenn diese nicht parallel zueinander verlaufen, bzw. aufgrund der nicht starren Kupplung 3 sich in ihrer Ausnchtung verändern können.
In den Lagerhülsen 12 der beiden Seitenteile 5 ist eine Achse 13 angeordnet, auf der, wie Fig. 3 zeigt, ein, zwei oder auch drei Räder 14 angeordnet sein können. Ein einzelnes Rad 14 ist zwischen den beiden Seitenteilen 5 eingesetzt, wie aus der Seitenansicht in Fig. 2 und 4 ersichtlich, und In Fig. 3 strichliert dargestellt ist. Zwei Räder 14 sind, wie aus Fig. 1 ersichtlich und in Fig. 3 mit ausgezogener Linie dargestellt ist, beidseitig ausserhalb der Seitenteile 5 auf der Achse 13 drehbar angeordnet, wobei zwischen den beiden Seitenteilen 5 eine Distanzhülse 15 eingesetzt ist. Für besonders nachgiebige Untergründe können auch alle drei Räder 14, gegebenenfalls auch mehrere Räder vorgesehen werden. Die Seitenteile 5 können auch vertauscht werden, sodass die Lagerhülsen 12 nach aussen versetzt sind.
Auf der dann längeren Achse 13 ist die Spurbreite der ausserhalb der Lagerhülsen 12 angeordneten Räder 14 vergrössert
Flg. 4 zeigt eine schubkarrenartige Ausbildung des Transportgerätes 1, wobei die Anbaueinrichtung in die beiden letzten Einstecköffnungen 4 eingesetzt ist, und nur ein Rad 14 zwischen den beiden Seitenteilen 5 aufweist Patentansprüche 1.
Anbaueinrichtung für ein tragbares, an einander gegenüberliegenden Seiten zumindest je zwei Ein- stecköffnungen (4) aufweisendes Transportgerät (1), wobei die Anbaueinrichtung zwei Seitenteile (5) aufweist, deren erste Enden mit in die Einstecköffnungen einsteckbaren Einsteckzapfen (8,11) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Seitenteil (5) zwei etwa V-förmig angeordnete
Stützstäbe (6) und zwei Einsteckzapfen (8. 11) aufweist und dass an den zweiten Enden der beiden
Seitenteile (5) eine die Seitenteile (5) verbindende Radachse (13) vorgesehen ist, auf der zumindest ein
Rad (14) angeordnet ist.