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Die Erfindung bezieht sich auf einen Ballonkatheter für intravaskuläre Anwendungen.
Ballonkatheter mit einem aufblasbaren Ballon sind beispielsweise der EP 402 964 B1 zu entnehmen.
Die bekannten Ballonkatheter dienen hierbei der Koronarsinusokklusion, wobei über eine Mehrzahl von Sensoren diagnostisch wertvolle Signale gewonnen werden können und Insbesondere das Aufblasen des Ballons zur Erzielung einer Retroperfusion gesteuert werden kann. Derartige Ballonkatheter sind auch als Mehrlumenkatheter bekannt, dessen distales Ende beispielsweise in den Koronarsinus des Herzens hineinragen, wobei das proximale Ende des Katheters mit einer Pumpe zum Aufblasen des Ballons verbunden ist. Über weitere Lumina, welche koaxial oder parallel zu dem Lumen für das Aufblasen des aufweitbaren Ballons angeordnet sind, können Drähte zur elektrischen Kontaktierung von Sensoren geführt werden. Über derartige weitere Lumina können auch kardioplegische oder thrombolytische bzw.
andere pharmakologische Wirkstoffe eingebracht werden, welche für die Retroperfusion In ischämisches Gewebe geeignet sind. Eine Reihe von weiteren Messungen lassen sich mit derartigen Ballonkathetern für diagnostische oder analytische Zwecke vornehmen, wobei ein wesentlicher Aspekt der sicheren Gewinnung von auswertbaren Messwerten darin liegt, dass der Ballon sicher Im Gefäss verankert werden muss und eine definierte Position für die Entnahme oder das Einbringen von Flüssigkeiten oder pharmakologischen Wirkstoffen eingenommen werden muss.
Bekannte Ballonkatheter sind so ausgebildet, dass die Spitze des Katheters bzw. das distale Ende in einem exakt definierten Abstand vom Ballon entfernt ist. Daraus resultiert, dass entweder der Ballon nicht optimal dort angebracht werden kann, wo er sicher hält oder dass die Katheterspitze bzw. das distale Ende nicht so weit eingebracht werden kann, dass sie den sicheren Halt und die sichere Anwendung gewährleistet.
Ein unbeabsichtigtes Verrutschen des Katheters im Blutgefäss führt zu nicht reproduzierbaren Messwerten.
Aus der EP 630 659 A 1 ist ein angioplastischer Ballonkatheter zur Behandlung sehr enger Stenosen bekannt geworden Der Katheter ist gegenüber einem nichtaufgeblasenen Ballon verschiebbar in Verschubrichtung zur Stenose hinter dem Ballon angeordnet. Nach Aufweiten der Stenose mit dem Ballon kann der Katheter nach Ablassen der Luft aus dem Ballon in den Ballon eingeführt werden, worauf der Ballon wiederum aufgeweitet wird.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, einen Ballonkatheter der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass die Sicherheit der Anwendung und die korrekte Positionierung auch unter schwierigen Umständen immer gewährleistet ist und insbesondere darauf ab, die Katheterspitze so weit in einen Koronarsinus hineinschieben zu können, dass er sich durch eine Art Einklemmen selbst verankert.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht der erfindungsgemässe Ballonkatheter der eingangs genannten Art im wesentlichen darin, dass der Katheter relativ zu dem ballonartig aufweitbaren Teil desselben in Achsrichtung des Katheters verschiebbar ist, wobei das aus dem Ballon vorragende distale Ende des Katheters gegenüber dem Ballon dichtend geführt ist und, dass das distale Ende des Katheters eine vorkonfigurierte, Insbesondere hakenförmig gekrümmte Form aufweist, welche von einem Mandril in eine gestreckte bzw. manövrierbare Form bnngbar und nach Zurückziehen des Mandrils selbsttätig einnehmbar ist.
Dadurch, dass der Katheter relativ zu dem ballonartig aufweltbaren Teil desselben in Achsrichtung des Katheters verschiebbar ist, lässt sich eine geeignete Position für das Anpressen des Ballons sicherstellen und gleichzeitig gewährleisten, dass die Katheterspitze bzw. das distale Ende zu einer sicheren Verankerung beiträgt und an eine Stelle gelangt, an weicher die gewünschte diagnostische Analyse oder Behandlung besonders erfolgversprechend ist. Eine dichtende Führung des aus dem Ballon vorragenden distalen Endes des Katheters relativ zum Ballon erlaubt es, wahlweise Austrittsöffnungen oder Mündungen einer Mehrzahl von Lumina durch den Ballon dichtend abzudecken, wofür es genügt, den Katheter relativ zum ballonartig aufweitbaren Teil in einer Weise zu verschieben, dass diese Dichtung gewährleistet ist.
Dadurch, dass das distale Ende des Katheters eine vorkonfigunerte, insbesondere hakenförmig gekrümmte Form aufweist, welche von einem Mandnl in eine gestreckte bzw. manövrierbare Form bringbar und nach Zurückziehen des Mandrils selbsttägig einnehmbar ist, wird eine sichere Verankerung auch in Fällen, in weichen beispielsweise eine temporäre oder Intermittierende Totalokklusion des Gefässes angewandt wird, gewährleistet. Auf diese Weise kann der Katheter sich nach Art eines Hakens in der gewünschten Position verankern und verbleibt in der gewünschten Position auch dann, wenn der aufweitbare Ballon durch eine Druckwelle deplaziert würde.
In jedem Fall kann die gewünschte Position für die Festlegung des aufweitbaren Ballons, beispielsweise an Eingang des Koronarsinus, stabil eingenommen werden und das distale Ende beispielsweise In den Aortenbogen hineingeschoben werden.
Mit Vorteil ist die Ausbildung so getroffen, dass die Mündungen einer Mehrzahl von Lumina eines
Multilumenkatheters am distalen Ende in axialer Richtung gestaffelt angeordnet sind und gesondert in eine
Position hinter dem dichtenden Vorderende des aufweitbaren Ballons in diesen zurückziehbar sind.
Um Beobachtungen oder pharmakologische Behandlungen über einen längeren Zeitraum sicher vor- nehmen zu können ist mit Vorteil die Ausbildung so getroffen, dass die relative Position des distalen Endes
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des Katheters zum aufweitbaren Ballon fixierbar ist.
Zur Erzielung der gewünschten Messwerte für diagnostische Zwecke ist mit Vorteil die Ausbildung so getroffen, dass am aufweitbaren Ballon und/oder an und/oder in dem Katheter Sensoren angeordnet sind.
Wie bereits erwähnt, kann der Katheter ein- oder mehrlumig ausgebildet sein, wobei für bestimmte Anwendungen nur Sensoren und die Versorgung des Ballons realisiert werden müssen. Bei einem Kardiopleglekatheter und anderen pharmakologischen Anwendungen können weitere Funktionen wie Blutführung od. dgl. realisiert werden. Mit Vorteil ist die erfindungsgemässe Ausbildung hierbei so getroffen, dass am proximalen Ende des Katheters ein Anschluss für einen Verschiebeantrieb des bzw. der Lumina des Kätheters relativ zum Lumen des aufweitbaren Ballons vorgesehen ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch das distale Ende eines Katheters mit einem aufgeweiteten Ballon, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11/11 der Fig. 1 durch den aufgeweiteten Ballon und Fig. 3 eine abgewandelte Ausbildung, nämlich einen mehrlumigen Katheter in einem Schnitt entsprechend der Linie 111/111 der Fig. 1.
In Fig. 1 ist das distale Ende eines Katheters 1 mit 2 bezeichnet. Je nach Anzahl der Lumina können unterschiedliche Austrittsöffnungen 3, 4, 5 oder 6 mit voneinander verschiedenen Lumina verbunden sein, sodass auf diese Weise die gesonderte Zuführung von pharmakologischen Substanzen oder die gesonderte Entnahme von Proben ebenso gelingt, wie beispielsweise die Ermittlung von Druckmesswerten über die in einem Lumen enthaltene Flüssigkeitssäule. Das distale Ende des Katheters 2 ist in einem aufweitbaren Ballon 7 in Richtung des Doppelpfeiles 8 gleitend und dichtend geführt, wobei die Dichtung mit 9 bezeichnet ist Bei der Ausbildung nach Fig. 1 ist ein weiteres Lumen 10 für eine Druckmessung ersichtlich.
Nach Erreichen einer vorbestimmten definierten Position des Ballons kann der Ballon 7 aufgeweitet werden, worauf die jeweils geeignete Position des distalen Endes 2 bzw. der Austrittsöffnungen bzw.
Mündungen 3, 4, 5 oder 6 durch axiale Verschiebung des distalen Endes 2 relativ zum Ballon 7 in Richtung des Doppelpfeiles 8 eingestellt werden kann. Wenn das distale Ende bei entsprechender Wahl der Abstände der Durchbrechungen 3,4, 5 oder 6 in einer Weise zurückgezogen wird, dass ein Teil der Mündungen bzw. der Durchbrechung dichtend vom Ballon abgedeckt ist, bleiben lediglich die freien Durchtrittsöffnungen bzw. Durchbrechungen 4,5 oder 6 in unmittelbarem Kontakt mit dem umgebenden Fluid und insbesondere mit dem Blut im Blutkreislauf eines Blutgefässes.
In der Darstellung nach Fig. 2 ist lediglich der Ballon 7 dargestellt, dessen Aussenhaut mit 11 bezeichnet ist. Die dem verschieblichen Teil des Katheters benachbarte Innenwand trägt axiale Lumina 10, über weiche beispielsweise Druckmesswerte gewonnen werden können. Über einen oder mehrere derartiger axialer Kanäle 10 kann auch das Druckmittel für das Aufweiten des Ballons 7 zugeführt werden.
Bei der Darstellung nach Fig. 3 ist ein mehrtumiger Katheter 1 dargestellt, dessen einzelne Lumina mit 12,13 und 14 bezeichnet sind. Die einzelnen Lumina 12, 13 und 14 können mit unterschiedlichen Mündungen bzw. Durchbrechungen 3,4, 5 bzw. 6, wie sie in Fig. 1 ersichtlich sind, verbunden sein, wobei in derartigen Lumina auch Drähte zur elektrischen Kontaktierung von Messsensoren angeordnet sein können.