AT407273B - Schliesszylinder - Google Patents
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Description
AT 407 273 B
Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder mit einem Zylinderkern, der in einem Zylindergehäuse drehbar gelagert ist und einen Schlüsselkanal sowie in das Zylindergehäuse einschiebbare Zuhaltungen aufweist.
Diese Zuhaltungen sind als radial in Bohrungen des Zylinderkernes verschiebbare Kernstifte ausgebildet, die mit gefederten Gehäusestiften Zusammenwirken. Wenn mittels der Zahnung eines Flachschlüssels die Kernstifte so verschoben werden, dass deren Berührungsflächen mit den anliegenden Gehäusestiften genau in der Mantelfläche des Zylinderkernes liegen, dann kann der Schließzylinder gesperrt werden. An die Stelle der Zahnung, welche das Schlüsselgeheimnis eines Flachschlüssels trägt, können gleichermaßen Bohrsenkungen auf den Flachseiten des Schlüssels treten, die ebenso die Aufgabe der Steuerung von Zuhaltungen erfüllen. Diese Zuhaltungen können auch so ausgebildet sein, dass sie blockierend in der Trennungsfläche zwischen Zylinderkern und Zylindergehäuse liegen und sich am Schlüssel abstützen. Wenn der Schlüssel an der Berührungsstelle eine entsprechende Ausnehmung aufweist, dann kann die Zuhaltung zurückweichen und die Drehung des Zylinderkernes im Gehäuse freigeben. Schließlich sind auch Schiebestifte bekannt, die innerhalb des Zylinderkernes in Bohrungen liegen und von seitlichen Profilelementen des Schlüsselbartes im Inneren des Schiüsselkanals axial verschoben werden. Die Schiebestifte tragen beispielsweise Ausnehmungen, die bei entsprechender axialer Positionierung im Zurückweichen von Sperrkörpern aus einer Sperrsteilung in eine Freigabestellung ermöglichen.
Die Erfindung zielt darauf ab, einen Schließzylinder hinsichtlich der Nachsperrsicherheit weiter zu verbessern. Dies wird dadurch erreicht, dass in der Stirnfläche des Zylinderkernes oder in einer Ausnehmung bzw. in einem Vorsprung der Stirnfläche oder eines eingesetzten Hartmetallkörpers nächst dem Schlüsselkanal eine im Wesentlichen axiale Bohrung mit einem schlüsselbetätigbaren Schieber vorgesehen ist, der eine Keilfläche zur Übertragung einer axialen Bewegung als Hubbewegung auf einen radial geführten und in mindestens eine Ausnehmung des Zylindergehäuses einschiebbaren Sperrkörper trägt. Jeder Schlüssel trägt an der Schlüsselreide einen Anschlag, der das Einschieben des Schlüssels in den Schlüsselkanal begrenzt. Dieser Anschlag liegt an der Stirnfläche des Zylinderkernes an, wobei dessen Stirnfläche dort zur Variation der Schlüsselposition im Zylinderkern eine Ausnehmung oder einen Vorsprung tragen kann. Der Anschlag des Schlüssels selbst oder eine gegenüber dem Anschlag axial bzw. auch radial versetzte Fläche steuert den stirnseitig sichtbaren Schieber. Der Schieber gelangt in eine definierte axiale Vorschubposition, wenn der Schlüssel vollständig angesteckt ist. In dieser hebt oder senkt der Schieber einen Sperrkörper über die kinematische Umlenkung. Es genügt für das Aufsperren des Schließzylinders daher nicht, wenn die vom Schlüsselbart zu steuernden Zuhaltungen entsprechend dem Schlüsselgeheimnis in die Freigabeposition gescho-ben werden. Vielmehr muss über die Schlüsselreide von außen noch zumindest eine zusätzliche Zuhaltung überwunden werden. Gerade in Verbindung mit dem Anschlag des Schlüssels an der Stirnfläche des Schließzylinders ist diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme von Bedeutung.
Es ist zweckmäßig, wenn der Sperrkörper zu dessen radialer Führung mit Führungsstiften verbunden ist, die in beiderseits des Schlüsselkanals angeordneten Bohrungen verschiebbar gelagert und durch Federkraft in Richtung eines Einrastens des Sperrkörpers in der Sperrsteilung vorgespannt sind. Diese Ausführung vermeidet die Gefahr eines Blockierens durch Verkanten. Dabei können in den Bohrungen Hartmetallstifte als Aufbohrschutz vorgesehen sein. Derartige Stifte sind als starr in entsprechende Bohrungen eingesetzte Stifte bekannt. Im vorliegenden Fall sind sie beweglich und gegen Federkraft in den Bohrungen gelagert. Wenn also ein passender Schlüssel in den Schlüsselkanal des Zylinderkernes geschoben wird, dann wird der letzte Weg bis zum Anschlägen des Schlüssels zum Einschieben des Schiebers und zum Ausheben des Sperrkörpers benützt. Es soll dabei sichergestellt sein, dass die Freigabe dieses zusätzlichen Gesperres nur und ausschließlich in einer einzigen Stellung des Schiebers erfolgt. Dies wird dadurch gewährleistet, dass in Verschieberichtung des Sperrkörpers mindestens eine etwa diametral zum Sperrkörper aus dem Zylinderkern ausmündende Bohrung für einen Stift bzw. Fortsatz vorgesehen ist, dessen Stirnfläche beim Austauchen des Sperrkörpers aus der Ausnehmung des Zylindergehäuses in der Zylinderfläche des Zylinderkernes liegt, wobei beim Überheben des Sperrkörpers in das Innere des Zylinderkernes hinein die Stirnfläche des Stiftes bzw. Fortsatzes aus der Bohrung vortritt und in eine Ausnehmung des Zylindergehäuses sperrend eingreift. Somit ist der Zylinder-kem blockiert, wenn der Sperrkörper noch in die Gehäuseausnehmung eingreift und auch dann, 2
AT 407 273 B wenn der Sperrkörper über die Freigabestellung hinaus angehoben wird. Dieser Effekt kann auch dadurch erreicht werden, dass der Sperrkörper als federbeaufschlagte Wippe ausgebildet ist, die mittig drehbar gelagert ist und unter Federkraft mit einem Wippenende sperrend in eine Gehäuseausnehmung eintaucht, dass die Wippe beim Einschieben des Schiebers, z.B. mittels einer schrägen Auflauffläche in die Waage schwenkbar ist, wobei beide Wippenenden etwa in der Mantelfläche des Zylinderkemes liegen und dass bei fortgesetztem Einschieben des Schiebers das Wippenende in eine Ausnehmung im Gehäuse sperrend eintaucht. Somit hat die Wippe zwei Sperrstellungen und nur eine Freigabestellung zwischen den Sperrstellungen.
Eine weitere Möglichkeit, nur eine Position der Schlüsselcodierung für ein Aufsperren zuzulassen und ein Überheben des Sperrkörpers auch durch Abtasthaken unwirksam zu machen, ist dadurch gekennzeichnet, dass an einem Führungsstift eine Eindrehung bzw. Ringnut vorgesehen ist, in die ein etwa senkrecht zum Führungsstift in einer Bohrung verschiebbarer Einlegestift in der Freigabestellung des Sperrkörpers eintaucht und in der Sperrstellung des Sperrkörpers sowie auch in einer überhobenen Freigabestellung des Sperrkörpers der Einlegestift radial nach außen in eine Gehäuseausnehmung verschiebbar ist.
Wie bereits erwähnt, ist es besonders vorteilhaft, die Schlüsselreide eines Flachschlüssels als Träger für die Steuerfläche des Schiebers im Zylinderkern heranzuziehen. Dadurch ergibt sich in zweckmäßiger Weise zylinderseitig, dass die Bohrung für die Schieberbetätigung in der Stirnfläche des Zylinderkernes bzw. im Hartmetallkörper unmittelbar unterhalb der Ausmündung des Schlüsselkanals vorgesehen ist.
Der Schlüssel ist dann dadurch gekennzeichnet, dass an der Schlüsselreide die Anschlagfläche zur Anlage an der Stirnfläche des Zylinderkemes für die Positionierung des Schlüsselbartes im Schlüsselkanal und nächst dieser Anschlagfläche der Schlüsselreide eine Steuerfläche zur Positionierung des Schiebers in der Bohrung vorgesehen ist. Der Schlüssel wird also mittels der Anschlagfläche im Schlüsselkanal in axialer Richtung positioniert und eine Steuerfläche führt gleichzeitig die Lageverschiebung des Schiebers in die Freigabestellung durch. In axialer Richtung gesehen, können die Anschlagfläche und die Steuerfläche in eine Ebene zusammenfallen.
Eine besondere Ausbildung des Schlüssels ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche als Stirnfläche eines Stiftes an der Schlüsselreide ausgebildet ist, wobei sich der Stift in Axialrichtung des Schlüsselbartes erstreckt und mit der Bohrung im Zylinderkern fluchtet, in diese eingreift und den Schieber positioniert. Der Stift bzw. die Nase können also auch einen Verschub des Schiebers bzw. dessen Stirnfläche in das Innere des Zylinderkemes bewirken.
Eine weitere praxisgerechte Schlüssel-Schfosskombination geht von einer Variation der Einschubtiefe des Schlüssels in den Schlüsselkanai aus. Dieser ist nach einer Variation der Schieberposition überlagert. Dies wird dadurch erreicht, dass auf der Schlüsselreide im Bereich des Schlüsselanschlages ein Vorsprung oder eine Ausnehmung mit einer Anschlagfläche vorgesehen sind, die an einer Fläche einer Vertiefung oder eines Vorsprungs der Stirnfläche des Zylinderkernes, insbesondere eines Hartmetalleinsatzes derselben den Schlüssel in axialer Richtung im Schlüsselkanal positionierend, anliegt und dass die Bohrung mit dem Schieber am Grund der Vertiefung oder am Vorsprung ausmündet und die Steuerfläche in der Anschlagflächenebene liegt. Insbesondere ist es zweckmäßig, wenn der Schlüssel an seinem Vorsprung oder in seiner Ausnehmung, die die Anschlagfläche für den Schlüssel im Schlüsselkanal tragen und somit den Schlüssel positionieren, eine zusätzliche Steuerfläche aufweist, die dem Schieber gegenüber liegt und diesen verschiebt, wobei die Steuerfläche zur Variation gegenüber der Anschlagfläche in parallele Ebenen zurückversetzt oder vorgeschoben ist.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt nach der Linie l-l in Fig. 2 durch einen Teil eines Zylinderkemes in Sperrstellung eines Sperrkörpers, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie ll-ll in Fig. 1, Fig. 3 einen Längsschnitt ähnlich Fig. 1, jedoch in Freigabestellung des Sperrkörpers und Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3, Fig. 5 einen Querschnitt durch einen Zylinderkem mit einem Gesperre mit Einlegestift in Sperrstellung, Fig. 6 den Querschnitt gemäß Fig. 5, jedoch in Freigabestellung, Fig. 7 einen Zylinderkern in Längsschnitt mit Gesperre mit Überhebesicherung in Sperrstellung, Fig. 8 einen Querschnitt dazu, Fig. 9 den Längsschnitt nach Fig. 7 in Freigabestellung, Fig. 10 einen Querschnitt zu Fig. 9 und Fig. 11 einen Längsschnitt gemäß Fig. 7 in neuerlicher Sperrstellung bei Überheben, Fig. 12 einen Querschnitt zu Fig. 11, Fig. 13 einen Längsschnitt 3
AT 407 273 B durch einen Teil eines Zylinderkernes in einer Ausführungsvariante in Sperrsteilung, Fig. 14 einen Querschnitt dazu, Fig. 15 den Längsschnitt nach Fig. 13 in Freigabestellung und Fig. 16 einen Querschnitt zu Fig. 15 sowie Fig. 17, 18 und 19 Längsschnitte durch jeweils einen Teil eines Zylinderkernes in weiteren Ausführungsvarianten in Freigabestellung.
Ein Zylinderkern 1 ist in einem Zylindergehäuse 2 drehbar gelagert. Die strichpunktierten Linien 3 deuten die Zuhaltungen in Form von gefederten Kern- und Gehäusestiften an. Stimseitig am Zylinderkern 1 ist mit Hilfe einer Schwalbenschwanzführung ein Hartmetallkörper 4 in eine radiale Nut in die Stirnfläche 5 eingesetzt. In einer Bohrung bzw. Ausnehmung des Hartmetallkörpers 4 ist ein Schieber 6 gelagert, der in der Ebene des Schlüsselkanals 7 (Fig. 2) liegt und von einer Steuerfläche auf einer Schlüsselreide bzw. im Übergang zum Schlüsselbart eines Schlüssels einschiebbar ist. Der Schieber 6 trägt stirnseitig eine Keilfläche 8, die in eine Ausnehmung 9 eines Sperrkörpers 10 greift. Fig. 2 zeigt, dass der Sperrkörper 10 in Ruhelage in eine Ausnehmung 11 des Gehäuses 2 eingreift. Wenn der Schieber 6 durch den passenden Schlüssel gemäß Fig. 3 eingeschoben wird, dann überträgt die Keilfläche 8 eine Hubbewegung auf den radial geführten Sperrkörper 10 und hebt ihn aus der Ausnehmung 11 heraus. Um den Sperrkörper 10 in radialer Richtung klemmfrei zu führen, ist dieser mit zwei gefederten Führungsstiften 12, 13 verbunden.
Fig. 13, 14 und 15, 16 zeigen Schnitte gemäß Fig. 1, 2 und 3, 4, jedoch sind die aus Messing gefertigten Führungsstifte 12', 13' lediglich verkürzt ausgebildet. Stifte 14, 15 aus Hartmetall sind unter Federvorspannung in den Führungsbohrungen als Aufbohrschutz zusätzlich vorhanden. In den Fig. 13 bis 16 fluchtet die Stirnfläche 5 des Zylinderkemes 1 mit dem Hartmetallkörper 4. Zur Betätigung des Schiebers 6 im Sinne einer Freigabe des Gesperres ist die Anschlagfläche des Schlüssels zur Schlüsselpositionierung im Schlüsselkanal 7 gleichzeitig Steuerfläche für den Schieber 6.
Fig. 5 und 6 zeigen eine Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 4, jedoch ist der Führungsstift 13" mit einer Ringnut 16 ausgestattet. In einer senkrecht zum Führungsstift 13" angeordneten Bohrung ist ein Einlegestift 17 angeordnet, der gemäß Fig. 5 bei verriegelndem Sperrkörper 10 in eine Gehäuseausnehmung 18 eingreift und fußseitig am Führungsstift 13” ansteht - also nicht zurückweichen kann. Wird der Sperrkörper 10 mittels des Schiebers 6 und die Eckumlenkung durch die Keilfläche 8 in die Freigabestellung (Fig. 6) angehoben, dann kann der Einlegestift 17 in die Ringnut 16 eintauchen. Der Zylinderkem 1 kann im Zylindergehäuse 2 gedreht werden. Wenn der Schieber 6 über die Freigabestellung hinaus zu tief eingeschoben wird, dann überhebt er den Sperrkörper 10. Die Ringnut 16 des Führungsstiftes 13" überfährt dann die Bohrung für den Einlegestift 17, der somit sperrt. Es ergibt sich aus den Zeichnungen, dass die schlüsselseitige Steuerfläche für den Schieber 6 nicht zwingend an der die Bohrung für den Schieber 6 umgebenden Fläche des Hartmetallkörpers 4 anliegen muss, um den Schieber 6 in die Freigabestellung zu bewegen. Es erscheint aus Gründen der Abtastsicherheit zweckmäßig, wenn die Anlagefläche des Schlüssels und die Steuerfläche für den Schieber 6 auf unterschiedlicher axialer Höhe liegen. Zudem ist es vorteilhaft, wenn der den Hartmetallkörper 4 überragende Teil des Schiebers 6 zum Entriegeln nicht bloß in die fluchtende Ebene mit der Stirnfläche des Hartmetallkörpers 4 zurückgedrückt werden muss, sondern dass für das Entriegeln eine höher oder tiefer liegende Schieberposition erforderlich ist.
In den Fig. 7 bis 12 ist eine Variante zur Absicherung der erfindungsgemäßen Verriegelung gegen Überheben dargestellt. Wieder kann über den Schieber 6 und seine Keilfläche 8 der Sperrkörper 10 aus der Gehäuseausnehmung 11 ausgehoben werden. Die symmetrisch angeordneten Führungsstifte 12, 13 tragen Fortsätze 19, 20, welchen im Gehäuse 1 Ausnehmungen 21, 22 gegenüber liegen. Die Längen der Fortsätze 19, 20 sind derart gewählt, dass sie beim Sperren durch den Sperrkörper 10 innerhalb des Zylinderkernes 1 liegen (Fig. 7, 8), dass sie in der genannten Freigabeposition des Sperrkörpers 10 exakt mit ihren Stirnflächen in der Mantelfläche des Zylinderkernes 1 liegen (Fig. 9, 10) und dass sie beim Überheben des Sperrkörpers 10, z.B. durch Manipulation am Zylinderkern, in die Gehäuseausnehmungen 21, 22 greifen (Fig. 11, 12). Beim Überheben würde der Sperrkörper 10 ohne weitere Maßnahmen (wie Einlegestift 17 oder Führungsstiftfortsätze 19, 20) freigeben.
Die Fig. 17, 18 und 19 betreffen die bereits angedeuteten Möglichkeiten der Betätigung des Schiebers 6 mittels eines Schlüssels 23. Der in der Stirnfläche 5 des Zylinderkernes 1 in radialer Richtung mittels einer Schwalbenschwanzführung oder dergleichen form- und kraftschlüssig einge- 4
Claims (11)
- AT 407 273 B setzte Hartmetallkörper 4 weist eine von Schließzylinder zu Schließzylinder bzw. von Schließanlage zu Schließanlage variable stimseitige Kontur auf, der ein Vorsprung 24 oder allenfalls eine Vertiefung der Schlüsselreide entsprechen muss, um die hier gegenüber der Stirnfläche 5 des Zylinderkernes parallel verschobene Anschlagfläche 25 zur exakten Positionierung des Schlüsselbartes im Schlüsselkanal 7 zu erreichen. Diese Anschlagfläche 25 kann gemäß Fig. 18 gleichzeitig die Steuerfläche 26 zur Positionierung des Schiebers 6 in die Freigabeposition des Sperrkörpers 10 sein. Wie Fig. 17 zeigt, kann die Steuerfläche 26 für die Freigabepositionierung des Schiebeis 6 bzw. Sperrkörpers 10 abweichend von der Anschlagfläche 25 parallel zurückversetzt sein. Gemäß Fig. 19 ist die Steuerfläche 26 über die Anschlagfläche 25 nach vor in Richtung zur Schlüsselspitze geschoben. Auf diese Weise wird ein Variationskriterium zur Unterscheidung von Zugangsberechtigungen, zum Aufbau von Schließanlagen oder zur zusätzlichen Sicherheit bei Einzelschlössern eingeführt. Die Lage des Anschlages (der Anschlagfläche 25) innerhalb eines komplexen Hartmetallkörpers 4 und die Anordnung der diesem Anschlag überlagerten Steuerfläche sind wichtige Kriterien im Interesse der Vielfalt und der Sicherheit in der Schließtechnik und gestatten bei jeweiliger Parallelverschiebung den Aufbau von Schließsystemen. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schließzylinder mit einem Zylinderkern, der in einem Zylindergehäuse drehbar gelagert ist und einen Schlüsselkanal sowie in das Zylindergehäuse radial einschiebbare Zuhaltungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stirnfläche (5) des Zylinderkemes (1) oder in einer Ausnehmung bzw. in einem Vorsprung der Stirnfläche oder eines eingesetzten Hartmetallkörpers (4) nächst dem Schlüsselkanal (7) eine im Wesentlichen axiale Bohrung mit einem schiüsselbetätigbaren Schieber (6) vorgesehen ist, der eine Keilfläche (8) zur Übertragung einer axialen Bewegung als Hubbewegung auf einen radial geführten und in mindestens eine Ausnehmung (11) des Zylindergehäuses (2) einschiebbaren Sperrkörper (10) trägt.
- 2. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper (10) zu dessen radialer Führung mit Führungsstiften (12, 13; 12', 13') verbunden ist, die in beiderseits des Schlüsselkanals (7) angeordneten Bohrungen verschiebbar gelagert und durch Federkraft in Richtung eines Einrastens des Sperrkörpers (10) in der Sperrstellung vorgespannt sind.
- 3. Schließzylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in den Bohrungen Hartmetallstifte (14,15) als Aufbohrschutz vorgesehen sind.
- 4. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Verschieberichtung des Sperrkörpers (10) mindestens eine etwa diametral zum Sperrkörper aus dem Zylinder-kem ausmündende Bohrung für einen Stift bzw. Fortsatz (19, 20) vorgesehen ist, dessen Stirnfläche beim Austauchen des Sperrkörpers (10) aus der Ausnehmung des Zylindergehäuses in der Zylinderfläche des Zylinderkernes (1) liegt, wobei beim Dberheben des Sperrkörpers (10) in das Innere des Zylinderkemes (1) hinein die Stirnfläche des Stiftes bzw. Fortsatzes (19, 20) aus der Bohrung vortritt und in eine Ausnehmung (21, 22) des Zylindergehäuses (2) sperrend eingreift.
- 5. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper (10) als federbeaufschlagte Wippe ausgebildet ist, die mittig drehbar gelagert ist und unter Federkraft mit einem Wippenende sperrend in eine Gehäuseausnehmung (11) eintaucht, dass die Wippe beim Einschieben des Schiebers (6), z.B. mittels einer schrägen Auflauffläche in die Waage schwenkbar ist, wobei beide Wippenenden etwa in der Mantelfläche des Zylinderkernes (1) liegen und dass bei fortgesetztem Einschieben des Schiebers (6) das Wippenende in eine Ausnehmung (11) im Gehäuse (2) sperrend eintaucht.
- 6. Schließzylinder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Führungsstift (13") eine Eindrehung bzw. Ringnut (16) vorgesehen ist, in die ein etwa senkrecht zum Führungsstift (13') in einer Bohrung verschiebbarer Einlegestift (17) in der Freigabesteilung des Sperrkörpers (10) eintaucht und in der Sperrsteilung des Sperrkörpers (10) sowie auch in einer überhobenen Freigabestellung des Sperrkörpers (10) der 5 AT 407 273 B Einlegestift (17) radial nach außen in eine Gehäuseausnehmung (18) verschiebbar ist.
- 7. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung für den Schieber (6) in der Stirnfläche (5) des Zylinderkemes (1) bzw. im Hartmetallkörper (4) unmittelbar unterhalb der Ausmündung des Schlüsselkanals (7) vorgesehen ist.
- 8. Schlüssel mit Schlüsselreide und Anschlagfläche für einen Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schlüsselreide die Anschlagfläche (25) zur Anlage an der Stirnfläche (5) des Zylinderkernes (1) für die Positionierung des Schlüsselbartes im Schlüsselkanal (7) und nächst dieser Anschlagfläche (25) der Schlüsselreide eine Steuerfläche (26) zur Positionierung des Schiebers (6) in der Bohrung vorgesehen ist.
- 9. Schlüssel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche (26) als Stirnfläche eines Stiftes an der Schlüsselreide ausgebildet ist, wobei sich der Stift in Axialrichtung des Schlüsselbartes erstreckt und mit der Bohrung im Zylinderkem (1) fluchtet, in diese eingreift und den Schieber (6) positioniert.
- 10. Schlüssel und Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Schlüsselreide im Bereich des Schlüsselanschlages (25) ein Vorsprung (24) oder eine Ausnehmung mit einer Anschlagfläche vorgesehen sind, die an einer Fläche einer Vertiefung oder eines Vorsprungs der Stirnfläche des Zylinderkemes (1), insbesondere eines Hartmetalleinsatzes (4) derselben, den Schlüssel (23) in axialer Richtung im Schlüsselkanal (7) positionierend, anliegt und dass die Bohrung mit dem Schieber (6) am Grund der Vertiefung oder am Vorsprung ausmündet und die Steuerfläche (26) in der Anschlagflächenebene (25) liegt.
- 11. Schlüssel und Schließzylinder nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel (23) an seinem Vorsprung (24) oder in seiner Ausnehmung, die die Anschlagfläche (25) für den Schlüssel (23) im Schlüsselkanal (7) tragen und somit den Schlüssel positionieren, eine zusätzliche Steuerfläche (26) aufweist, die dem Schieber (6) gegenüber liegt und diesen verschiebt, wobei die Steuerfläche (26) zur Variation gegenüber der Anschlagfläche (25) in parallele Ebenen zurückversetzt oder vorgeschoben ist. HIEZU 3 BLATT ZEICHNUNGEN 6
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