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Die Erfindung betrifft einen Schneeanlage-Hydranten, der an eine Wasserzuführungsleitung anschliessbar ist und eine Entnahmestelle zum Anschluss einer Schneekanone sowie eine Absperr- einrichtung zum Absperren und Öffnen des Wasserflusses zur Entnahmestelle aufweist, wobei die Absperreinrichtung eine in einer Gewindebohrung angeordnete Gewindespindel umfasst, die über eine Betätigungswelle verdrehbar ist.
Derartige Schneeanlage-Hydranten können neben einer Schipiste stationär angeordnet wer- den, insbesondere in dafür vorgesehen Unterflurschächten, um bei Bedarf einen einfachen und raschen Anschluss von Schneekanonen zu ermöglichen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hydran- ten ist bei einem Schneeanlage-Hydranten der Wasserdurchsatz wesentlich geringer, da in der Regel jeweils nur eine einzige Schneekanone pro Hydrant angeschlossen wird. Weiters muss eine genauere Flussregelung möglich sein und die Frostsicherheit muss gewährleistet werden.
In zunehmendem Masse wird eine Automatisierung der Steuerung von Beschneiungsanlagen gewünscht. Zu diesem Zweck werden die Betätigungswellen der Schneeanlage-Hydranten mit Stellmotoren verbunden. Es ist dabei üblicherweise ein beträchtlicher Montageaufwand unter Ver- wendung zusätzlicher Führungs- und Befestigungskonsolen erforderlich.
Die US 5,547,164 A zeigt einen Schneeanlage-Hydranten, dessen Betätigungswelle für den Antrieb durch Stellmotoren ausgebildet ist. Der Antrieb ist in einem Gehäuse, das auf der Kappe des Schneeanlage-Hydranten montiert wird, angeordnet.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Schneeanlage-Hydranten der eingangs erwähnten Art bereitzustellen, durch den insbesondere wahlweise eine einfache Automatisierung oder eine einfache Betätigung der Schneeanlage ermöglicht werden soll.
Erfindungsgemäss gelingt dies dadurch, dass an einer sich im Gehäuse des Schneeanlage- Hydranten befindlichen Stelle der Betätigungswelle ein Führungsteil angeordnet ist, der gegenüber einer mit der Gewindespindel in starrer Verbindung stehenden, vorzugsweise einstückig mit dieser ausgebildeten, Übertragungswelle axial verschiebbar ist, aber mit dieser in drehfester Verbindung steht.
Durch die axiale Verschiebbarkeit zwischen Übertragungswelle und Betätigungswelle kann eine Axialbewegung der Betätigungswelle beim Öffnen und Schliessen des Hydranten vermieden werden. Durch die Anordnung des Führungsteiles im Gehäuse ist sichergestellt, dass ein her- kömmlicher Stellmotor in einfacher Weise direkt auf den erfindungsgemässen Schneeanlage- Hydranten aufgebaut werden kann.
Günstigerweise ist die Betätigungswelle in einem Montageteil drehbar gelagert, welcher am Kopfteil des Gehäuses des Schneeanlage-Hydranten befestigt ist und von diesem demontierbar ist. Es wird dadurch eine einfache Montage bzw. Demontage des Durchflussregelteiles der Absperr- einrichtung ermöglicht, wie in der Figurenbeschreibung genauer erläutert werden wird.
Wenn gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung die Entnahmestelle zum Anschluss einer Schneekanone an einer vom Montageteil unterschiedlichen Stelle am Gehäuse des Schneeanlage- Hydranten angeordnet ist, ist die Montage bzw. Demontage des Durchflussregelteiles ohne eine Demontage des Hydrantenkopfteiles bzw. eines an der Entnahmestelle angebrachten Anschluss- teiles möglich.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert.
In dieser zeigt die einzige Figur einen Querschnitt durch die Längsmittelachse eines erfin- dungsgemässen Schneeanlage-Hydranten.
Im Gehäuse 1 des Schneeanlage-Hydranten ist eine Gewindebohrung 2 vorgesehen, in der eine Gewindespindel 3 drehbar angeordnet ist, welche vorzugsweise ein Trapezgewinde (bei- spielsweise TR 14x3) aufweist. Die Gewindespindel 3 ist mit einem Durchflussregler 4 starr verbun- den, der in einer Dichtbuchse 5 im Gehäuse 1 sitzt. Bei einer Drehung der Gewindespindel 3 verschiebt sich der Durchflussregler 4 axial gegenüber der Dichtbuchse 5 und gibt dadurch den Wasserdurchfluss durch die Dichtbuchse 5 mehr oder weniger frei.
Die Gewindespindel 3 ist einstückig mit einer Übertragungswelle 7 ausgebildet, auf der der Durchflussregler 4 drehfest und unverschiebbar angeordnet ist. Im Bereich 8 ihres freien Endes ist die Übertragungswelle 7 als Profilwelle, vorzugsweise als Vierkantwelle, ausgebildet. Der als Profil- welle ausgebildete Bereich 8 der Übertragungswelle 7 ragt in eine Profilbohrung 10 eines Führungsteiles 9, wobei das Innenprofil der Profilbohrung 10 dem Profil des Bereiches 8 der
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Übertragungswelle entspricht. Die Profilbohrung 10 mündet in einen Hohlraum 11 mit einem grösseren Durchmesser als die Profilbohrung, der im Inneren des Führungsteiles 9 angeordnet ist.
Die Übertragungswelle 7 ist dadurch gegenüber dem Führungsteil 9 axial verschiebbar, steht aber mit diesem in drehfester Verbindung. Der Führungsteil 9 steht über einen Querstift 12 mit einer Betätigungswelle 13, die in einem Montageteil 14 drehbar gelagert ist, in drehfester Verbin- dung. Es kann somit insgesamt durch eine Verdrehung der Betätigungswelle 13 die Gewinde- spindel 3 in der Gewindebohrung 2 verdreht werden, sodass sich der Durchflussregler 4 in der Dichtbuchse 5 axial verschiebt und die Durchflussöffnung für das Wasser verändert wird. Dabei führt die Betätigungswelle 13 aufgrund der Verschiebbarkeit zwischen Führungsteil 9 und Übertra- gungswelle 7 jedoch selbst keine Vertikalbewegung aus.
Ein Stellmotor zur Automatisierung der Schneeanlage kann somit in einfacher Weise direkt auf den Montageteil 14 und die Betätigungs- welle 13 aufgesetzt werden, ohne dass zusätzliche Führungs- und Betätigungskonsolen erforderlich wären.
Die Abdichtung des Montageteiles 14 im Kopfteil des Gehäuses 1 erfolgt über zwei O-Ringe 15,16. Der erste O-Ring 16 ist zwischen Montageteil 14 und Kopfteil des Gehäuses 1 angeordnet und wird durch Einsetzen von Innensechskantschrauben in die Gewindebohrungen 18 im Kopfteil des Gehäuses festgeklemmt. Der zweite O-Ring 15 befindet sich in einer Nut in der Bohrung 19 des Montageteiles, in der die Betätigungswelle drehbar gelagert ist.
Um den Durchflussregler 4 zu montieren bzw. demontieren ist es nur notwendig, die Innen- sechskantschrauben aus den Gewindebohrungen 18 zu entfernen und den Montageteil 14 samt der Betätigungswelle 13 abzunehmen. In der Folge kann der Durchflussregler 4 durch Heraus- drehen der Gewindespindel 3 aus der Gewindebohrung 2 mittels der Übertragungswelle 7 heraus- genommen werden. Es ist dabei auch nicht notwendig, ein in der Entnahmestelle 17 eingesetztes Anschlussteil bzw. eine daran angeschlossene Schneekanone abzunehmen.
Anstatt den hinteren Bereich der Übertragungswelle 7 als Profilwelle auszubilden und einen Führungsteil 9 mit einer Profilbohrung vorzusehen, wäre die Herstellung einer drehfesten Verbin- dung bei axialer Verschiebbarkeit zwischen diesen beiden Teilen auch auf andere Weise denkbar und möglich. So könnte die Übertragungswelle 7 in ihrem rückwärtigen Bereich einen Querschlitz aufweisen, in den ein am Führungsteil 9 angeordneter Quersteg eingreift.
Zur Gewährleistung der Frostsicherheit des erfindungsgemässen Schneeanlage-Hydranten ist im Gehäuse 1 ein Anschluss 20 für ein Drainageventil vorgesehen. Darin wird ein bei einem vorhan- denen Wasserdruck geschlossenes und bei Drucklosigkeit geöffnetes Rückschlagventil vorge- sehen. Bei geschlossenen Durchflussregler 4 kann dadurch das im Innenraum 21 des Gehäuses 1 enthaltene Wasser abfliessen. Der Bereich unterhalb des Durchflussreglers 4 befindet sich dagegen ausreichend tief in der Erde, um ausserhalb der Frostgrenze gelegen zu sein.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Schneeanlage-Hydrant, der an eine Wasserzuführungsleitung anschliessbar ist und eine
Entnahmestelle zum Anschluss einer Schneekanone und eine Absperreinrichtung zum
Absperren und Öffnen des Wasserflusses zur Entnahmestelle aufweist, wobei die Absperr- einrichtung eine in einer Gewindebohrung angeordnete Gewindespindel umfasst, die über eine Betätigungswelle verdrehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an einer sich im
Gehäuse (1) des Schneeanlage-Hydranten befindlichen Stelle der Betätigungswelle (13) ein Führungsteil (9) angeordnet ist, der gegenüber einer mit der Gewindespindel (3) in starrer Verbindung stehenden, vorzugsweise einstückig mit dieser ausgebildeten, Übertra- gungswelle (7) axial verschiebbar ist, aber mit dieser in drehfester Verbindung steht.