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Diese Erfindung betrifft neurotrophe Verbindungen mit einer Affinität für Immunophiline vom FKBP-Typ, ihre Herstellung und Verwendung als Inhibitoren der mit Immunophilinproteinen assozi- ierten Enzymaktivität und insbesondere Inhibitoren der Enzymaktivität von Peptidylprolylisomerase oder Rotamase.
Der Ausdruck Immunophilin bezieht sich auf eine Reihe von Proteinen, die als Rezeptoren für die prinzipiellen immunsuppressiven Wirkstoffe Cyclosporin A (CsA), FK506 und Rapamycin die- nen. Bekannte Klassen von Immunophilinen sind Cyclophiline und FK506 bindende Proteine wie FKBP. Cyclosporin A bindet an Cyclophilin, während FK506 und Rapamycin an FKBP binden. Die- se Immunophilin-Wirkstoff-Komplexe bilden Schnittstellen zu einer Reihe von intrazellularen Sig- nalübertragungssystemen, insbesondere im Immunsystem und dem Nervensystem
Immunophiline sind dafür bekannt, dass sie eine Peptidylprolylisomerase- (PPlase) oder Rota- maseenzymaktivität besitzen Es wurde bestimmt, dass die Rotamaseaktivität bei der Katalysierung des wechselseitigen Übergangs vom cis- zum trans-Isomeren bei Immunophilinproteinen eine Rol- le spielt.
Immunophiline wurden ursprünglich in Immungewebe entdeckt und untersucht. Es wurde zu- nächst von den Fachleuten postuliert, dass eine Inhibierung der Rotamaseaktivität der Immuno- philine zur Inhibierung der T-Zellenproliferation führt, wodurch die immunsuppressive Wirkung, die immunsuppressive Wirkstoffe wie Cyclosporin A, FK506 und Rapamycin zeigen, ausgelöst wird.
Weitere Studien haben gezeigt, dass die Inhibierung der Rotamaseaktivität, von selbst, für eine immunsuppressive Aktivität nicht ausreichend ist. Siehe Schreiber et al. in Science 1990,250, 556- 559. Es wurde gezeigt, dass die Immunophilin-Wirkstoff-Komplexe in ihrer Wirkungsweise mit ternä- ren Protemtargets in Wechselwirkung treten Siehe Schreiber et al. in : Cell 1991,66, 807-815. Im Falle von FKBP-FK506 und FKBP-CsA binden die Wirkstoff-Immunophilin-Komplexe an das Enzym Calcineurin, was das T-Zellenrezeptorsignal inhibiert, das zur T-Zellenproliferation führt. In gleicher Weise tritt der Komplex aus Rapamycin und FKBP in Wechselwirkung mit dem RAFT1/ FRAP-Protein und inhibiert das Signal vom IL-2-Rezeptor.
Es wurde gefunden, dass Immunophiline in hohen Konzentrationen im Zentralnervensystem vorhanden sind. Immunophiline sind im Zentralnervensystem 10- bis 50mal mehr angereichert als im Immunsystem. In neuralem Gewebe scheinen Immunophiline die Extension von Neuronenfort- satzen, die Stickoxidsynthese und die Neurotransmitterfreisetzung zu beeinflussen.
Es wurde gefunden, dass picomolare Konzentrationen eines immunsuppressiven Stoffes wie FK506 und Rapamycin das Neuritenwachstum aus PC12-Zellen und sensorischen Nervenzellen, insbesondere Rückenmarkswurzelganglienzellen (DRG) stimulieren. Siehe Lyons et al. in : Proc.
Natl Acad. Sci. USA, 1994, 91, 3191-3195. In Experimenten mit ganzen Tieren wurde gezeigt, dass FK506 die Nervenregeneration nach Gesichtsnervenverletzungen stimuliert und zu einer funktio- nellen Wiederherstellung bei Tieren mit Ischiasnervenläsionen führt.
Überraschend wurde gefunden, dass Wirkstoffe mit einer hohen Affinität für FKBP potente Rota- maseinhibitoren sind und ausgezeichnete neurotrophe Effekte zeigen. Siehe Lyons et al. Diese Ergebnisse legen die Verwendung von Immunsuppressiva zur Behandlung verschiedener Neuro- pathien des peripheren Nervensystems und zur Verstärkung des erneuten Neuronenwachstums im Zentralnervensystem (CNS) nahe. Untersuchungen haben gezeigt, dass neurodegenerative Störun- gen wie die Alzheimer-Krankheit, die Parkinson-Krankheit und amyotrophe Lateralsklerose (ALS) durch einen Verlust oder verminderte Verfügbarkeit einer neurotrophen Substanz, die für eine be- stimmte Population von Neuronen spezifisch ist, die von der Störung betroffen sind, auftreten kann.
Es wurden verschiedene neurotrophe Faktoren, die spezifische Neuronenpopulationen im Zentralnervensystem beeinflussen, identifiziert Es wurde beispielsweise die Hypothese aufgestellt, dass die Alzheimer-Krankheit aus einer Abnahme oder einem Verlust des Nervenwachstumsfaktors (NGF) resultiert. Daher wurde vorgeschlagen, die Alzheimer-Krankheit mit exogenem Nerven- wachstumsfaktor oder anderen neurotrophen Proteinen wie dem Wachstumsfaktor des Gehirns
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behandeln, um das Überleben degenerierender Neuronenpopulationen zu erhöhen.
Eine klinische Anwendung dieser Proteine in verschiedenen Stadien neurologischer Erkran- kung ist behindert durch Schwierigkeiten bei der Verabreichung und Bioverfügbarkeit der grossen Proteine für Ziele im Nervensystem Im Gegensatz dazu sind die immunsuppressiven Wirkstoffe mit neurotropher Aktivität relativ klein und zeigen eine ausgezeichnete Bioverfügbarkeit und Spezi-
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fität. Wenn sie jedoch chronisch verabreicht werden, zeigen Immunsuppressiva eine Reihe von potentiell schwerwiegenden Nebenwirkungen einschliesslich Nephrotoxizität wie Beeinträchtigung der glomerulären Filtration und irreversible interstitielle Fibrose (Kopp et al., 1991, in : Am. Soc.
Nephrol. 1 :162), neurologische Ausfälle wie unwillkürlicher Tremor oder unspezifische zerebrale Angina wie nicht lokalisierte Kopfschmerzen (De Groen et al., 1987, in : N.Engl. J. Med. 317:861) und Bluthochdruck mit den daraus resultierenden Komplikationen (Kahan et al., 1989, in- N. Engl.
J. Med. 321:1725).
Zur Vermeidung der Nebenwirkungen, die mit der Verwendung der immunsuppressiven Verbin- dungen verbunden sind, stellt die vorliegende Erfindung nicht immunsuppressive Verbindungen, die FKBP-Rotamaseinhibitoren mit kleinem Molekül enthalten, zur Förderung des Neuronenwachs- tums und zur Regeneration bei verschiedenen neuropathologischen Situationen zur Verfügung, wo eine Neuronenreparatur erleichtert werden kann, einschliesslich der Schädigung von peripheren Nerven durch physische Verletzung oder Krankheitszustände wie Diabetes, physische Schädigung des Zentralnervensystems (Rückenmark und Gehirn), Gehirnschäden in Verbindung mit Schlagan- fall und zur Behandlung von neurologischen Störungen in Zusammenhang mit Neurodegeneration einschliesslich der Parkinson-Krankheit, Alzheimer-Krankheit und amyotrophe Lateralsklerose.
Figur 1 ist eine Mikrophotographie von Rückenmarksganglien von Hühnern (Küken) behandelt mit verschiedenen Konzentrationen von Beispiel 17 wie es angegeben ist. Figur 1 zeigt, dass Bei- spiel 17 gemäss der vorliegenden Erfindung das Neuritenwachstum in Kulturen von sensorischen Neuronen stark fördert Kulturen von Explantaten, die am Embryonentag 9 bis 10 aus Hühner- rückenmarksganglien gewonnen wurden, wurden mit verschiedenen Konzentrationen von Beispiel 17 wie angegeben behandelt. Achtundvierzig Stunden später wurde die Anzahl an Neuriten mit einer Länge über der eines DRG-Explantats quantitativ bestimmt. Die Anzahl an Neuriten, die in unbehandelten DRG exprimiert wurden, wurde von der Neuritenzahl der mit Beispiel 17 behandel- ten Proben abgezogen, so dass sich das von Beispiel 17 abhängige spezifische Neuritenwachstum ergibt.
Es sind Mikroaufnahmen der mit Beispiel 17 behandelten DRG sowie das quantitative dosis- abhängige Neuritenwachstum ausgelöst durch Beispiel 17 dargestellt
Figur 2 ist ein Schaubild, das das quantitative Ausmass des Neuritenwachstums in Rücken- markswurzelganglien von Hühnern bei Behandlung mit verschiedenen Konzentrationen an Beispiel 17 zeigt. Figur 2 zeigt, dass Beispiel 17 gemäss der vorliegenden Erfindung das Neuritenwachstum in Kulturen von sensorischen Neuronen wirksam fördert. Explantatkulturen isoliert aus Hühnerrük- kenmarksganglien am Embryonentag 9 bis 10 wurden mit verschiedenen Konzentrationen an Bei- spiel 17 wie angegeben behandelt. Achtundvierzig Stunden später wurde die Anzahl an Neuriten mit einer Länge über der eines DRG-Explantats quantitativ bestimmt.
Die Anzahl an Neuriten, die in unbehandelten DRG exprimiert wurden, wurde von der Neuritenzahl der mit Beispiel 17 behan- delten Proben abgezogen, so dass sich das von Beispiel 17 abhängige spezifische Neuritenwachs- tum ergibt. Es ist das quantitative dosisabhängige Neuritenwachstum ausgelöst durch Beispiel 17 dargestellt.
Figur 3 ist eine Mikroaufnahme von Schnitten des Ischiasnervs von Ratten. Figur 3 zeigt, dass Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung die Neuronenregeneration nach Läsionen des Ischiasnervs fördert. Ischiasnerven von 150 g schweren männlichen Sprague-Dawley-Ratten wurden auf Höhe der Hüften gequetscht Beispiel 1 (30 mg/kg s.c.), Inactive (30 mg/kg s.c.) oder mtralipides Vehikel wurden einmal täglich während der nächsten 21 Tage verabreicht. Die Tiere wurden getötet, die
Ischiasnerven entfernt und Nervensegmente 2 mm distal zur Quetschstelle herausgeschnitten und mit Holmes-Silberfarbstoff angefärbt (zur Bestimmung der Axonanzahl) und mit Luxol-Blau (zur Bestimmung der Remyelierung).
Die Mikroaufnahmen zeigen Schnitte von Ischiasnerven von unbehandelten Ratten, Tiere mit Läsionen und Vehikelbehandlung und mit Beispiel 1 und Inactive behandelten Tieren bei 630facher Vergrösserung, wobei jede Gruppe vier Tiere umfasst.
Figur 4 ist ein Schaubild der (3H )-CFT-Bindung pro g Striatummembranprotein. Figur 4 zeigt, dass Neuroimmunophilinliganden gemäss der vorliegenden Erfindung die Erholung von Dopamin- neuronen nach MPTP-Behandlung von Mäusen fördern. CD1-Mäuse (25 g) wurden 5 Tage lang täglich mit 30 mg/kg MPTP (i.p.) behandelt. Die Tiere wurden ebenfalls täglich mit intralipidem Vehikel, Beispiel 1 (100 mg/kg s. c.) oder Beispiel 17 (40, 20, 10 mg/kg s.c., wie angegeben) gleich- zeitig mit dem MPTP und für weitere 5 Tage fortgesetzt behandelt. Nach achtzehn Tagen wurden die Tiere getötet, Striata aus 5 Tieren pro Gruppe zusammengenommen und in ein gewaschenes
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Membranpraparat überführt.
Die Bindung von (3H) -CFT an diese Striatummembranpräparate aus verschiedenen Gruppen wurde quantitativ bestimmt, um die Dopamintransportermengen auf leben- den Nervenenden zu bestimmen. Die Bindung in Gegenwart von 10 M unmarkiertem CFT erreich- te eine unspezifische Bindung, die von der gesamten Bindung abgezogen wurde, um die spezifi- sche (3H)-CFT-Bindung quantitativ zu ermitteln. Die Bindung wurde auf den Proteingehalt der Stnatummebranen aus jeder Versuchsgruppe normalisiert. Koronale und saggitale Gehirnschnitte aus mit MPTP und Wirkstoff behandelten Tieren wurden mit anti-Tyrosinhydroxylase (TH) Ig ange- färbt, um die axonalen nigralen Mengen an TH, die für die funktionellen dopaminergen Neuronen Indikativ sind, im striären, medialen Vorderhirn quantitativ zu bestimmen.
Figur 5 ist ein Balkendiagramm der (3H)-CFT dargestellt für 200 g Membranprotein Figur 5 zeigt, dass Neuroimmunophilinliganden gemäss der vorliegenden Erfindung die Erholung von Dopa- minneuronen nach MPTP-Behandlung von Mäusen gemäss der in Figur 4 beschriebenen Verfah- rensweise fördern.
Figur 6 ist eine Mikroaufnahme bei 630facher Vergrösserung von koronalen und saggitalen Ge- hirnschnitten. Figur 6 zeigt Gehirnschnitte aus mit MPTP und Wirkstoff behandelten Tieren ange- farbt mit anti-Tyrosinhydroxylase (TH) Ig zur quantitativen Bestimmung von striatalen TH-Werten, was die funktionalen dopaminergen Neuronen anzeigt
Figur 7 ist eine Mikroaufnahme bei 50facher Vergrösserung von koronalen und saggitalen Ge- hirnschnitten. Figur 7 zeigt Gehirnschnitte aus mit MPTP und Wirkstoff behandelten Tieren ange- färbt mit anti-Tyrosinhydroxylase (TH) Ig zur quantitativen Bestimmung von nigralen TH-Werten, was die funktionalen dopaminergen Neuronen anzeigt.
Figur 8 ist eine Mikroaufnahme bei 400facher Vergrösserung von koronalen und saggitalen Ge- hirnschnitten. Figur 8 zeigt Gehirnschnitte aus mit MPTP und Wirkstoff behandelten Tieren ange- färbt mit anti-Tyrosmhydroxylase (TH) Ig zur quantitativen Bestimmung von TH-Werten der Axon- bündel des medialen Vorderhirns, was die funktionalen dopaminergen Neuronen anzeigt
Die neuen neurotrophen Verbindungen gemäss der Erfindung sind relativ kleine Moleküle im Vergleich zu anderen bekannten Verbindungen, die an Immunophiline vom FKBP-Typ binden, wie Rapamycin, FK506 und Cyclosporin.
Die neurotrophen Verbindungen gemäss der Erfindung besitzen eine Affinität fur FK506-binden- de Proteine wie FKBP-12 Es wurde überraschend gefunden, dass wenn die erfindungsgemässen neurotrophen Verbindungen an FKBP gebunden sind, sie die Prolylpeptidyl-cis-trans-Isomeraseak- tivität oder die Rotamaseaktivität des bindenden Proteins inhibieren und Neuntenwachstum stimu- lieren, während sie keine immunsuppressive Wirkung zeigen.
Die Erfindung betrifft insbesondere eine neue Klasse von neurotrophen Verbindungen darge- stellt durch die Formel-
EMI3.1
worin
EMI3.2
die Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl- oder Cycloalkenylgruppen gegebenenfalls substituiert sein
EMI3.3
Gruppe bestehend aus 1-Naphthyl, 2-Naphthyl, 2-Indolyl, 3-Indolyl, 2-Furyl, 3-Furyl, 2- Thioazolyl, 2-Thienyl, 3-Thienyl, 2-, 3- oder 4-Pyridyl oder Phenyl mit einem bis drei Substi- tuenten, die unabhängig ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff,
Halogen, Hydroxyl, Nitro, Trifluormethyl, C1 - C6 geradkettigem oder verzweigtem Alkyl oder Alkenyl, C1 - C4 Alkoxy oder C1 - C4 Alkenyloxy, Phenoxy, Benzyloxy und Amino;
X Sauerstoff, Schwefel, Methylen (CH2) oder H2 ist ;
EMI3.4
Z ein C2 - C6 geradkettiges oder verzweigtes Alkyl oder Alkenyl ist, worin die Alkylkette in
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einer oder mehreren Positionen substituiert ist mit Ar1 wie es oben definiert ist, C3 - C8 Cycloalkyl, Cycloalkyl verbunden mit einer geradkettigen oder verzweigten C1 - C6 Alkyl- oder Alkenylkette oder Ar2, wo Ar2 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 2-lndolyl,
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Phenyl mit einem bis drei Substituenten, die unabhängig ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Halogen, Hydroxyl, Nitro, Trifluormethyl, C1 - C6 geradkettigem oder verzweigtem Alkyl oder Alkenyl, C1 - C4 Alkoxy oder C1 - C4 Alkenyloxy, Phenoxy,
Benzyloxy und Amino;
Z auch das Fragment sein kann:
EMI4.2
worin R3 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus geradkettigem oder verzweigtem Alkyl
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unsubstituiertes Ar1; X2 0 oder NR5 ist, wo R5 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, C, - C6 geradkettigem oder verzweigtem Alkyl oder Alkenyl; R4 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Phenyl, Benzyl, C, - C5 geradkettigem oder verzweigtem Alkyl oder Alkenyl und C1 - C5 geradkettigem oder verzweigtem Alkyl oder
Alkenyl substituiert mit Phenyl, oder pharmazeutisch akzeptablen Salzen oder Hydraten davon.
Bevorzugte Verbindungen weisen die folgende Formel auf :
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worin R1 eine C1 - Cg geradkettige oder verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe ist gegebenenfalls substituiert mit C3 - C8 Cycloalkyl, C3 oder Cs Cycloalkyl, C5 - C7 Cycloalkenyl oder Ar1, wo die Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl- oder Cycloalkenylgruppen gegebenenfalls substituiert sein
EMI4.5
Gruppe bestehend aus 1-Naphthyl, 2-Naphthyl, 2-lndolyl, 3-Indolyl, 2-Furyl, 3-Furyl, 2-Thio- azolyl, 2-Thienyl, 3-Thienyl, 2-, 3- oder 4-Pyridyl oder Phenyl mit einem bis drei Substituen- ten, die unabhängig ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Halogen,
Hydroxyl, Nitro, Trifluormethyl, C1 - C6 geradkettigem oder verzweigtem Alkyl oder Alkenyl,
C1 - C4 Alkoxy oder C1 - C4Alkenyloxy, Phenoxy, Benzyloxy und Amino;
Z ein C2 - C6 geradkettiges oder verzweigtes Alkyl oder Alkenyl ist, worin die Alkylkette in einer oder mehreren Positionen substituiert ist mit An wie es oben definiert ist, C3 - C8
Cycloalkyl, Cycloalkyl verbunden mit einer geradkettigen oder verzweigten C1 - C6 Alkyl- oder Alkenylkette oder Ar2, wo Ar2 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 2-lndolyl, 3-Indolyl, 2-Furyl, 3-Furyl, 2-Thiazolyl, 2-Thienyl, 3-Thienyl, 2-, 3- oder 4-Pyridyl oder Phe- nyl mit einem bis drei Substituenten, die unabhängig ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Halogen, Hydroxyl, Nitro, Trifluormethyl, C1 - C6 geradkettigem oder verzweigtem Alkyl oder Alkenyl, C1 - C4 Alkoxy oder C1 - C4 Alkenyloxy, Phenoxy, Benzyloxy und Amino ;
pharmazeutisch akzeptablen Salzen oder Hydraten davon Bevorzugte neurotrophe N-Glyoxylprolylesterverbindungen weisen die Formel auf :
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worin
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substituiert mit C3 bis C6 Cycloalkyl oder Ar1, wo Ar1 ausgewählt ist aus der Gruppe beste- hend aus 2-Furyl, 2-Thienyl oder Phenyl;
X ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Sauerstoff und Schwefel;
Y Sauerstoff ist, und
Z ein geradkettiges oder verzweigtes Alkyl oder Alkenyl ist, worin die Alkylkette in einer oder mehreren Positionen substituiert ist mit Ar1 wie es oben definiert ist, C3 - C6 Cycloalkyl, Ar2, wo Ar2 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 2-, 3- oder 4-Pyridyl oder Phenyl mit einem bis drei Substituenten, die unabhängig ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und C1 - C4 Alkoxy.
Die Verbindungen dieser Erfindung existieren in stereoisomeren Formen, entweder Enantiome- ren oder Diastereomeren. Die Stereochemie bei Position 1 (Formel 1) ist R oder S, wobei S bevor- zugt ist. Im Rahmen der Erfindung eingeschlossen sind Enantiomeren, die racemische Form und Diastereoisomerenmischungen. Enantiomere wie Diastereomere können nach den Fachleuten be- kannten Verfahren getrennt werden.
Es ist bekannt, dass Immunophiline wie FKBP bevorzugt Peptidsubstrate erkennen, die Xaa- Pro-Yaa-Gruppierungen enthalten, wobei Xaa und Yaa lipophile Aminosäurereste sind. (Siehe Schreiber et al., 1990, in. J Org. Chem. 55, 4984-4986, Harnson und Stein, 1990, in : 29,3813-3816. Auf diese Weise modifizierte Prolylpeptidomimetische Verbindungen, die lipophile Substituenten tragen, sollten mit hoher Affinität an den hydrophoben Kern der aktiven Stelle von FKBP binden und seine Rotamaseaktivität inhibieren.
Bevorzugte Verbindungen der vorliegenden Erfindung umfassen Ri-Gruppen, die stereoche- misch nicht hinderlich sind in Bezug auf die bekannte Form und Grösse des hydrophoben Kerns der aktiven Stelle von FKBP. Auf diese Weise können sehr grosse und/oder hochsubstituierte Ri-Grup- pen mit weniger Affinität an die aktive Stelle von FKBP binden.
Bevorzugte Verbindungen gemäss der Erfindung umfassen: 3-Phenyl-1 -propyl-(2S)-1 -(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 3-Phenyl-1 -prop-2-(E)-enyl-(2S)-1 -(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxylat,
3-(3,4,5-Tnmethoxyphenyl)-1-propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxy- lat, 3-(3,4,5-Trimethoxyphenyl)-1 -prop-2-(E)-enyl-(2S)-1 -(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidin- carboxylat, 3-(4,5-Methylendioxyphenyl)-1-propyl-(2S)-1 -(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincar- boxylat, 3-(4,5-Methylendioxyphenyl)-1 -prop-2-(E)-enyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrroli- dincarboxylat,
EMI5.3
3-Phenyl-1 -propyl-(2S)-1 -(1,2-dioxo-2-phenyl)-ethyl-2-pyrrolidincarboxylat, 3-(2,5-Dimethoxyphenyl)-1 -propyl-(2S)-1 -(3,
3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxylat,
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3-(3-Pyridyl)-1 -propyl-(2S)-1 -(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 3-(2-Pyridyl)-1 -propyl-(2S)- 1 -(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxylat,
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3-(3-Pyridyl)-1 -propyl-(2S)-1 -(2-cyclohexylethyl-1,2-dioxoethyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 3-(3-Pyridyl)-1 -propyl-(2S)-1 -(2-tert-butyl-1,2-dioxoethyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 3,3-Diphenyl-1-propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 3-(3-Pyridyl)-1-propyl-(2S)-1-(2-cyclohexyl-1,2-dioxoethyl)-2-pyrrolidincarboxylat,
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3, 3-Diphenyl-1-propyl-(2S)-1-cyclohexylglyoxyl-2-pyrrolidincarboxylat, 3,3-Diphenyl-1 -propyl-(2S)-1 -(2-thienyl)-glyoxyl-2-pyrrolidincarboxylat.
Besonders bevorzugte neurotrophe N-Glyoxylprolylesterverbindungen sind ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 3-(2,5-Dimethoxyphenyl)-1 -propyl-(2S)-1 -(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 3-(2,5-Dimethoxyphenyl)-1 -prop-2-(E)-enyl-(2S)-1 -(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidin- carboxylat,
EMI6.3
3,3-Diphenyl-1 -propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxobutyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 3,3-Diphenyl-1-propy!-(2S)-1-cyclohexylglyoxyl-2-pyrrolidincarboxylat, und
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Die Verbindungen gemäss der vorliegenden Erfindung können in Form von Salzen verwendet werden, die von anorganischen oder organischen Säuren und Basen abgeleitet sind. Unter solchen Säuresalzen sind die folgenden: Acetat, Adipat, Alginat, Aspartat, Benzoat, Benzolsulfonat, Bisul- fat, Butyrat, Citrat, Camphorat, Camphersulfonat, Cyclopentanpropionat, Digluconat, Dodecylsulfat, Ethansulfonat, Fumarat, Glucoheptanoat, Glycerophosphat, Hemisulfat, Heptanoat, Hexanoat, Hydrochlorid, Hydrobromid, Hydroiodid, 2-Hydroxyethansulfonat, Lactat, Maleat, Methansulfonat, 2-Naphthalinsulfonat, Nicotinat, Oxalat, Pamoat, Pectinat, Propionat, Succinat, Tartrat, Thiocyanat, Tosylat und Undecanoat.
Basensalze umfassen Ammoniumsalze, Alkalimetallsalze wie Natrium- und Kaliumsalze, Erdalkalimetallsalze wie Calcium- und Magnesiumsalze, Salze mit organischen Basen wie Dicyclohexylaminsalze, N-Methyl-D-glucamin und Salze mit Aminosäuren wie Arginin, Lysin und so weiter. Es können auch die basischen stickstoffhaltigen Gruppen quaternisiert werden mit Verbindungen wie niederen Alkylhalogeniden, beispielsweise Methyl-, Ethyl-, Propyl- und Butyl- chloriden, -bromiden und-iodiden, Dialkylsulfaten wie Dimethyl-, Diethyl-, Dibutyl- und Diamylsulfa- ten, langkettigen Halogeniden wie Decyl-, Lauryl-, Myristyl- und Stearylchloriden, -bromiden und -iodiden, Aralkylhalogeniden wie Benzyl- und Phenethylbromiden und anderen. Es werden dabei in Wasser oder Öl lösliche oder dispergierbare Produkte erhalten.
Die neurotrophen Verbindungen gemäss der Erfindung können einem Patienten periodisch ver- abreicht werden, der sich einer Behandlung wegen neurologischer Störungen oder aus anderen Gründen unterzieht, bei denen es wünschenswert ist, die Regeneration oder das Wachstum von Neuronen zu stimulieren, wie bei verschiedenen Neuropathien des peripheren Nervensystems oder neurologischen Störungen in Zusammenhang mit einer Neurodegeneration. Die erfindungsge- mässen Verbindungen können auch an andere Säuger als Menschen verabreicht werden, um ver-
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schiedene neurologische Störungen von Säugern zu behandeln.
Die neuen Verbindungen gemäss der vorliegenden Erfindung sind potente Inhibitoren der Rota- maseaktivität und besitzen ein ausgezeichnetes Mass an neurotropher Aktivität Diese Aktivität ist nützlich bei der Stimulation von geschädigten Neuronen, bei der Förderung der Neuronenregene- ration, der Vermeidung einer Neurodegeneration und bei der Behandlung von einigen neurologi- schen Störungen, von denen bekannt ist, dass sie mit einer neuronalen Degeneration und Neuropa- thien des peripheren Nervensytems verbunden sind.
Die neurologischen Störungen, die behandelt werden können, umfassen ohne darauf beschränkt zu sein: Trigeminusneuralgie, Glossopharyn- gusneuralgie, Bell-Lähmung, Myasthenia gravis, Muskeldystrophie, amyotrophe Lateralsklerose, progressive Muskelatrophie, progressive bulbäre Muskelatrophie, Bandscheibensyndrome mit Her- nien, Rupturen oder Prolapsen, zervikale Spondylosis, Erkrankungen des Plexus, Thoraxsyndro- me, Neuropathien des peripheren Nervensystems wie durch Blei, Diaphenylsulfon, Ticks, Porphy- rle oder das Gullain-Barre-Syndrom, Alzheimer-Krankheit und Parkinson-Krankheit.
Für diese Zwecke können die erfindungsgemässen Verbindungen oral, parenteral, durch Sprüh- inhalation, äusserlich, rektal, nasal, bukkal, vaginal oder über ein implantiertes Reservoir in Dosis- formulierungen, die herkömmliche nicht toxische pharmazeutisch akzeptable Träger, Adjuvantien oder Vehikel enthalten, verabreicht werden. Der hier verwendete Ausdruck parenteral umfasst sub- kutane, intravenöse, intramuskuläre, intraperitoneale, intrathekale, intraventrikuläre, intrasternale und intrakraniale Injektions- oder Infusionstechniken.
Damit sie an Zentralnervensystemtargets therapeutisch wirksam sind, sollten die Immunophilin- Wirkstoffkomplexe die Blut-Hirnschranke leicht überschreiten können, wenn sie peripher verab- reicht werden. Verbindungen gemäss der Erfindung, die die Blut-Hirnschranke nicht überwinden können, können auf intraventrikulärem Wege wirksam verabreicht werden.
Die pharmazeutischen Zusammensetzungen können in Form eines sterilen injizierbaren Präpa- rats vorliegen, zum Beispiel als sterile injizierbare wässrige oder ölhaltige Suspension. Diese Su- spension kann nach den Fachleuten bekannten Techniken formuliert werden, wobei geeignete Di- spergier- oder Netzmittel und Suspensionsmittel verwendet werden. Das sterile injizierbare Präpa- rat kann auch eine sterile injizierbare Lösung oder Suspension in einem nicht toxischen parenteral akzeptablen Verdünnungsmittel oder Lösemittel sein, zum Beispiel eine Lösung in 1,3-Butandiol.
Unter den akzeptablen Vehikeln und Lösemitteln, die verwendet werden können, sind Wasser, Rin- ger-Lösung und isotonische Natriumchloridlösung. Ausserdem können bekanntermassen sterile, fixierte Öle als Lösemittel oder Suspensionsmedium verwendet werden. Zu diesem Zweck kann jedes milde fixierte Öl verwendet werden einschliesslich synthetischer Mono- oder Diglyceride. Fett- säuren wie Oleinsäure und ihre Glyceridderivate finden Verwendung bei der Herstellung injizierba- rer Präparate, Olivenöl oder Castoröl, besonders in ihren polyoxyethylierten Versionen. Diese Öllö- sungen oder -suspensionen können auch einen langkettigen Alkohol als Verdünnungsmittel oder Dispergiermittel enthalten.
Die Verbindungen können beispielsweise oral in Form von Kapseln oder Tabletten verabreicht werden oder als wässrige Suspension oder Lösung. Im Falle von Tabletten zur oralen Verwendung werden üblicherweise eingesetzte Träger wie Lactose oder Stärke verwendet. Ebenso werden typi- scherweise Gleitmittel wie Magnesiumstearat zugesetzt Zur oralen Verabreichung in Kapselform nützliche Verdünnungsmittel umfassen Lactose und getrocknete Stärke. Wenn zur oralen Verwen- dung wässrige Suspensionen erforderlich sind, wird der Wirkstoff mit Emulgatoren und Suspen- sionsmitteln kombiniert. Wenn es gewünscht ist, können bestimmte Süssungsmittel und/oder Ge- schmacksstoffe und/oder Farbstoffe zugesetzt werden.
Die erfindungsgemässen Verbindungen können auch in Form von Suppositorien zur rektalen Verabreichung des Arzneistoffes verabreicht werden. Diese Zusammensetzungen können durch Mischen des Arzneistoffes mit einem geeigneten nicht reizenden Trägerstoff hergestellt werden, der bei Raumtemperatur fest ist, aber bei rektaler Temperatur flüssig ist und daher im Rektum schmilzt, so dass der Wirkstoff freigegeben wird. Solche Stoffe umfassen Kakaobutter, Bienen- wachs und Polyethylenglykole.
Die erfindungsgemässen Verbindungen können auch topisch verabreicht werden, insbesondere wenn die zur Behandlung vorgesehenen Bedingungen Bereiche oder Organe betreffen, die für eine äusserliche Anwendung leicht zugänglich sind, wie neurologische Störungen des Auges, der Haut oder des unteren Verdauungstraktes. Geeignete topische Formulierungen werden für jeden dieser
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Bereiche einfach hergestellt.
Für eine ophthalmische Verabreichung können die Verbindungen als Mikrosuspensionen in isotonischer, pH-regulierter steriler Salzlösung oder, bevorzugt, als Lösungen in isotonischer, pH- regulierter steriler Salzlösung formuliert werden, entweder mit oder ohne einen Konservierungsstoff wie Benzylalkoniumchlorid. Alternativ können für die ophthalmische Verwendungen die Verbindun- gen in eine Salbengrundlage wie Petrolatum formuliert werden
Zur äusserlichen Anwendung auf der Haut können die Verbindungen in eine geeignete Salbe formuliert werden, die die Verbindung suspendiert oder gelöst enthält, beispielsweise in einer Mi- schung mit einer oder mehreren der folgenden Substanzen. Mineralöl, Paraffinöl, Vaseline, Propy- lenglykol, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen, Emulgierwachs und Wasser.
Alternativ können die Ver- bindungen in eine geeignete Lotion oder Creme formuliert werden, die den Wirkstoff suspendiert oder gelöst enthält, beispielsweise in einer Mischung mit einer oder mehreren der folgenden Sub- stanzen : Mineralöl, Sorbitanmonostearat, Polysorbat 60, Cetylesterwachs, Cetearylalkohol, 2-Oc- tyldodecanol, Benzylalkohol und Wasser.
Eine ausserliche Anwendung für den unteren Verdauungstrakt kann mit einem rektalen Suppo- sitoriumformulierung erreicht werden (siehe oben) oder in einer geeigneten Klistierformulierung.
Dosishöhen in der Grössenordnung von ungefähr 0,1mg bis ungefähr 10000 mg der Wirkstoff- verbindung sind zur Behandlung der obigen Zustände zweckmässig, wobei bevorzugte Mengen ungefähr 0,1 mg bis ungefähr 1000 mg betragen. Die Menge an Wirkstoff, die mit den Trägersub- stanzen kombiniert werden kann, um eine Einzeldosis herzustellen, hängt vom zu behandelnden Patienten und der speziellen Art der Verabreichung ab.
Es ist jedoch selbstverständlich, dass eine spezifische Dosishöhe für einen bestimmten Patien- ten von einer Reihe von Faktoren abhängt wie der Aktivität des speziellen verwendeten Wirkstoffs, dem Alter, Körpergewicht, allgemeinen Gesundheitszustand, Geschlecht, Nahrungsgewohnheiten, Verabreichungszeit, Ausscheidungsrate, Wirkstoffkombination und der Schwere der zu behandeln- den Krankheit und der Art der Verabreichung.
Die Verbindungen können mit anderen neurotrophen Stoffen verabreicht werden wie dem neurotrophen Wachstumsfaktor (NGF), dem Wachstumsfaktor der Glia, dem Wachstumsfaktor des Gehirns, dem ziliaren neurotrophen Faktor und Neurotropin-3. Die Dosishöhe anderer neurotropher Wirkstoffe hängt von den zuvor aufgeführten Faktoren ab und der neurotrophen Wirksamkeit der Wirkstoffkombination.
Kj- Testverfahren
Die Inhibierung der Aktivität von Peptidylprolylisomerase (Rotamase) der erfindungsgemassen Verbindungen kann nach bekannten Methoden, die in der Literatur beschrieben sind, ermittelt werden (Harding, M. W. et al. in : Nature 341 : 758-760(1989); Holt et al. in. J. Am. Chem. Soc. 115: 9923-9938). Diese Werte werden als scheinbare K,-Werte erhalten und sind in Tabelle I dargestellt.
Die cis-trans-Isomerisierung einer Alanin-Prolin-Bindung in einem Modellsubstrat, N-Succinyl-Ala- Ala-Pro-Phe-p-Nitroanilid, wird spektrophotometrisch untersucht in einem Chymotrypsin gekoppel- ten Assay, das para-Nitroanilid aus der trans-Form des Substrats freisetzt. Die Inhibition dieser Reaktion, bedingt durch die Zugabe verschiedener Konzentrationen an Inhibitor, wird bestimmt und die Daten werden als Änderung der Geschwindigkeitskonstante erster Ordnung als Funktion der Inhibitorkonzentration analysiert, so dass sich scheinbare K,-Werte ergeben.
In einer Kunststoffkuvette werden 950 mL eiskalter Puffer (25 mM HEPES, pH 7,8,100 mM NaCI), 10 mL FKBP (2,5 mM in 10 mM Tris-CI pH 7,5,100 mM NaCI, 1 mM Dithiothreitol), 25 mL Chymotrypsin (50 mg/ml in 1 mM HCI) und 10 mL Testverbindung bei verschiedenen Konzentratio- nen in Dimethylsulfoxid zusammengegeben. Die Reaktion wird durch die Zugabe von 5 mL Sub- strat initiiert (Succinyl-Ala-Phe-Pro-Phe-para-Nitroanilid, 5 mg/mL in 2,35 mM LiCI in Trifluoretha- nol).
Die Absorption bei 390 nm gegen die Zeit wird 90 s lang unter Verwendung eines Spektro- photometers verfolgt und die Geschwindigkeitskonstanten aus den Aufzeichnungen der Absorption gegen die Zeitdaten bestimmt.
Die Daten aus diesen Experimenten sind in Tabelle I dargestellt
<Desc/Clms Page number 9>
EMI9.1
EMI9.2
<tb> No. <SEP> R <SEP> R'
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 1 <SEP> 1,1-dimethylpropyl <SEP> 3-phenylpropyl <SEP> 42
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 2 <SEP> " <SEP> 3-phenyl-prop-2- <SEP> 125
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> (E)-enyl
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 3 <SEP> " <SEP> 3-(3,4,5-tri-
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> methoxyphenyl)propyl <SEP> 200
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 4 <SEP> " <SEP> 3-(3,4,5-trimethoxy-
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> phenyl)-prop-2-(E)-enyl <SEP> 65
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 5 <SEP> " <SEP> 3-(4,5-methylenedioxy)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> phenylpropyl <SEP> 170
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 6 <SEP> " <SEP> 3-(4,5-methylenedioxy)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> phenylprop-2-(E)
-enyl <SEP> 160
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 7 <SEP> " <SEP> 3-cyclohexylpropyl <SEP> 200
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 8 <SEP> " <SEP> 3-cyclohexylprop-2-(E)-
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> enyl <SEP> 600
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 9 <SEP> " <SEP> (1R)-1,3-diphenyl-1-
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> propyl <SEP> 52
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 10 <SEP> 2-furanyl <SEP> 3-phenylpropyl <SEP> 4000
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 11 <SEP> 2-thienyl <SEP> 92
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 12 <SEP> 2-thiazolyl <SEP> 100
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 13 <SEP> phenyl <SEP> 1970
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 14 <SEP> 1,1-dimethylpropyl <SEP> 3-(2,5-dimethoxy)
<tb>
<tb>
<tb> phenylpropyl <SEP> 250
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 15 <SEP> " <SEP> 3-(2,5-dimethoxy)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> phenylprop-2-(E)-enyl <SEP> 450
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 16 <SEP> " <SEP> 2-(3,4,5-trimethoxy
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> phenyl)
ethyl <SEP> 120
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 17 <SEP> " <SEP> 3-(3-pyridyl)propyl <SEP> 5
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 18 <SEP> 3-(2-pyridyl)propyl <SEP> 195
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 19 <SEP> " <SEP> 3-(4-pyridyl)propyl <SEP> 23
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 20 <SEP> cyclohexyl <SEP> 3-phenylpropyl <SEP> 82
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 21 <SEP> tert-butyl <SEP> " <SEP> 95
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 22 <SEP> cyclohexylethyl <SEP> " <SEP> 1025
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 23 <SEP> cyclohexylethyl <SEP> 3-(3-pyridyl)propyl <SEP> 1400
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 24 <SEP> tert-butyl <SEP> 3-(3-pyridyl)propyl <SEP> 3
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 25 <SEP> 1,1-dimethylpropyl <SEP> 3,3-diphenylpropyl <SEP> 5
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 26 <SEP> cyclohexyl <SEP> 3-(3-pyridyl)propyl <SEP> 9
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 27 <SEP> 2-thienyl <SEP> 3-(3-pyridyl)propyl <SEP> 1000
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 28 <SEP> tert-butyl <SEP> 3,
3-diphenylpropyl <SEP> 5
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 29 <SEP> cyclohexyl <SEP> " <SEP> 20
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 30 <SEP> 2-thienyl <SEP> 150
<tb>
<Desc/Clms Page number 10>
In Säugerzellen komplexiert FKBP-12 mit dem Inositoltriphosphatrezeptor (IP3R) und dem Ryanodinrezeptor (RyR). Es wird angenommen, dass die neurotrophen Verbindungen dieser Erfindung FKBP-12 von diesen Komplexen dissoziieren, was dazu führt, dass der Calciumkanal "leck" wird (Cameron et al., 1995). Calciumströme sind bei Neuritenextensionen beteiligt, so dass der IP3R-Rezeptor und der Ryanodinrezeptor bei der neurotrophen Wirkung der Wirkstoffe beteiligt sein können. Da die Wirkstoffe an dieselbe Stelle binden wie FKBP-12 wie der IP3R-Rezeptor, kann man annehmen, dass die Wirkstoffe die Kanäle von FKBP-12 verschieben.
Rückenmarkswurzelganglien von Hühnern (Küken)
Kulturen und Neuritenwachstum
EMI10.1
men. Ganze Ganglionexplantate wurden auf mit einer dünnen Schicht Matrigel beschichteten 12- Lochplatten mit Liebovitz L15 plus Glucosemedium versehen mit 2 mM Glutamin und 10 % fetalem Kalbsserum und auch mit einem Gehalt an 10 M Cytosin-#-D-arabinofuranosid (Ara C) bei 37 C in einer Atmosphäre von 5 % CO2 kultiviert. Vierundzwanzig Stunden später wurden die DRG mit verschiedenen Konzentrationen an Nervenwachstumsfaktor, Immunophilinliganden oder Kombina- tionen von NGF plus Wirkstoffen behandelt. Achtundvierzig Stunden nach der Wirkstoffbehandlung wurden die Ganglien sichtbar gemacht unter Phasenkontrast oder Hoffman-Modulationskontrast mit einem Zeiss Axiovert Inversionsmikroskop. Es wurden Mikroaufnahmen der Explantate aufge- nommen und das Neuritenwachstum quantitativ bestimmt.
Neuriten, die länger sind als der DRG- Durchmesser wurden als positiv gezählt, wobei die Gesamtzahl der Neuriten pro Versuchsanord- nung quantitativ erfasst wurde. Pro Probenvertiefung wurden drei bis vier DRG kultiviert und jede Behandlung wurde doppelt durchgeführt.
Die Daten dieser Experimente sind in Tabelle II angegeben. Repräsentative Mikroaufnahmen für Beispiel 17 sind in Figur 1 gezeigt ; dosisabhängige Kurve für dieses Beispiel ist in Figur 2 angegeben.
Tabelle II
Neuritenwachstum in Küken-DRG
Beispiel Nr. ED50, Neuritenwachstum, nM
EMI10.2
<tb> 1 <SEP> 53
<tb>
<tb>
<tb> 2 <SEP> 105
<tb>
<tb>
<tb> 3 <SEP> 149
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 4 <SEP> 190
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 5 <SEP> 10
<tb>
<tb>
<tb> 6 <SEP> 75
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 10 <SEP> 0,46
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 11 <SEP> 0,015
<tb>
<tb>
<tb> 14 <SEP> 2
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 15 <SEP> 0,8
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 16 <SEP> 0,015
<tb>
<tb>
<tb> 17 <SEP> 0,05
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 18 <SEP> 30
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 19 <SEP> 6
<tb>
<tb>
<tb> 20 <SEP> 0,13
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 21 <SEP> 0,025
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 22 <SEP> 0,66
<tb>
<tb>
<tb> 23 <SEP> 1100
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> 24 <SEP> 0,014
<tb>
<Desc/Clms Page number 11>
Beispiel Nr.
ED50, Neuritenwachstum, nM
EMI11.1
<tb> 25 <SEP> 0,50
<tb> 26 <SEP> 2
<tb>
<tb> 27 <SEP> 500
<tb>
<tb> 28 <SEP> 0,50
<tb>
<tb> 29 <SEP> 10
<tb>
<tb> 30 <SEP> 100
<tb>
Ischiasnervenaxotomie
Sechs Wochen alte männliche Sprague-Dawley-Ratten wurden anästhesiert und der Ischiasnerv freigelegt und auf Höhe der Hüfte mit Pinzetten gequetscht. Testverbindungen oder Vehikel wurden subkutan direkt vor der Läsion und in den folgenden 18 Tagen täglich verabreicht. Teilstücke des Ischiasnervs wurden mit Holmes-Silberfärbung angefärbt, um die Anzahl der Axone quantitativ zu bestimmen, und mit Luxol-Blau, um das Ausmass der Myelinisation quantitativ zu bestimmen.
Achtzehn Tage nach der Läsion zeigte sich eine deutliche Abnahme in der Anzahl der Axone (50 % Abnahme im Vergleich zur Kontrolle ohne Läsion) und im Ausmass der Myelinisation (90 % Abnahme im Vergleich zur Kontrolle ohne Läsion) in mit dem Vehikel behandelten Tieren.
Die Verabreichung von Beispiel 1 (30 mg/kg, s. c.) direkt vor der Läsion und in den folgenden 18 Tagen täglich führte zu einer deutlichen Regeneration sowohl der Anzahl der Axone (5 % Abnahme, im Vergleich zur Kontrolle ohne Läsion) und dem Ausmass der Myelinisation (50 % Abnahme im Vergleich zur Kontrolle ohne Läsion) im Vergleich zu mit dem Vehikel behandelten Tieren.
Die deutliche Wirksamkeit des Beispiels 1 geht einher mit ihrer starken Aktivität zur Inhibierung der Rotamaseaktivität und zur Stimulierung des Neuritenwachstums in Küken-DRG. Diese Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt. "Sham" bezeichnet Tiere, die Vehikel erhielten, aber keine Läsion hatten; "Vehikel" bezeichnet Tiere, die eine Läsion hatten und nur Vehikel erhielten (d. h. keinen Wirkstoff).
Beispiel 1 zeigt eine auffällige Ähnlichkeit zu den "Sham"-Tieren, was die starke neuroregenerative Wirkung dieser Verbindungen in vivo zeigt.
Inactive ist eine Verbindung, die inaktiv ist als FKBP12-Inhibitor. Mit dieser Verbindung behandelte Tiere glichen den Tieren, die Läsionen hatten und mit Vehikel behandelt wurden, was mit den bei Beispiel 1 beobachteten neuroregenerativen Ergebnissen übereinstimmt, die direkt durch die Inhibierung von FKBP12 verursacht sind.
Quantitative Bestimmungen dieser Daten sind in Tabelle III gezeigt
Tabelle 111
EMI11.2
<tb> Behandlung <SEP> Axonanzahl <SEP> Myelinwert
<tb>
<tb>
<tb> (% <SEP> Kontrolle)
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Sham <SEP> 100 <SEP> 100
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> Läsion
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> + <SEP> Vehikel <SEP> (s <SEP> c.) <SEP> 50 <SEP> 10
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> + <SEP> Beisp. <SEP> 1
<tb>
<tb>
<tb> (30 <SEP> mg/kg <SEP> s <SEP> c.) <SEP> 100 <SEP> 50
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> + <SEP> Inactive
<tb>
<tb>
<tb>
<tb> (30 <SEP> mg/kg <SEP> s. <SEP> c.) <SEP> 25 <SEP> 25
<tb>
<Desc/Clms Page number 12>
MPTP-Modell der Parkinson-Krankheit in Mäusen
MPTP-Läsionen der dopaminergen Neuronen in Mäusen wurde als Tiermodell der Parkinson- Krankheit verwendet.
Vier Wochen alte männliche weisse CD1-Mäuse erhielten 5 Tage lang i. p 30 mg/kg MPTP. Beispiel 17 (10 - 40 mg/kg) oder Vehikel wurden 5 Tage lang s. c zusammen mit dem MPTP verabreicht, sowie weitere 5 Tage nach Beendigung der MPTP-Behandlung. 18 Tage nach der MPTP-Behandlung wurden die Tiere getötet und die Striata entnommen und homoge- nisiert. Es wurde eine (3H) -CFT-Bindung, ein Radioligand für den Dopamintransporter, an die Striatummembran vorgenommen, um die Menge des Dopamintransporters (DAT) nach Läsion und Wirkstoffbehandlung quantitativ zu bestimmen. Es wurde unter Verwendung einer anti-Tyrosinhy- droxylase Ig eine Immunoanfärbung an saggitalen und koronalen Gehirnschnitten vorgenommen, um das Überleben und die Erholung der dopaminergen Neuronen quantitativ zu bestimmen.
Bei Tieren, die mit MPTP und Vehikel behandelt wurden, wurde im Vergleich zu Tieren ohne Läsionen ein wesentlicher Verlust der funktionalen dopaminergen Endstellen beobachtet. Tiere mit Läsionen, die Beispiel 17 erhielten, zeigten eine fast quantitative Erholung der TH-gefärbten dopaminergen Neuronen.
Die Figuren 4 und 5 zeigen die quantitative Bestimmung der DAT-Werte, während die Figuren 6 - 8 Mikroaufnahmen der regenerativen Wirkungen von Beispiel 17 bei diesem Modell zeigen.
Figur 4 zeigt eine deutliche Erholung der funktionalen dopaminergen Endstellen, bestimmt durch (3H)-CFT-Bindung, in Bezug auf Tiere, die MPTP erhielten, aber nicht die Guilford-Verbindungen.
Figur 5 gibt diese Daten in Form eines Balkendiagramms an. Es wird gezeigt, dass Tiere, die zusätzlich zu MPTP 40 mg/kg Beispiel 17 erhielten, eine mehr als 90 %ige Erholung der (3H)-CFT- Bindung ausbildeten. Wie die Figuren 6 - 8 zeigen, zeigt die Immunoanfärbung auf Tyrosinhydroxy- lase (ein Marker lebensfähiger dopaminerger Neuronen) im Striatum, den Nigra und dem medialen Vorderhirnbündel eine klare und deutliche Erholung der funktionalen Neuronen bei Tieren, die Beispiel 17 erhielten, im Vergleich zu Tieren, die das läsionierende Mittel, aber keinen Wirkstoff (MPTPNehikel) erhielten.
Die folgenden Beispiele erläutern bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung und sind nicht als Einschränkung der Erfindung darauf zu verstehen. Alle Polymermolekulargewichte sind mittlere Durchschnittswerte der Molekulargewichte. Alle Prozentangaben beruhen auf den Gewichtspro- zenten des endgültigen Verabreichungssystems oder der hergestellten Formulierung, sofern nichts anderes angegeben ist, und alle ergeben insgesamt gleich 100 Gewichts-%.
Beispiele
Die erfindungsgemässen Verbindungen können auf eine Reihe von Synthesewegen hergestellt werden, die eingeführte chemische Umsetzungen verwenden. Der allgemeine Weg zu den vorlie- genden Verbindungen ist in Schema I beschrieben. N-Glyoxylprolinderivate können durch Umset- zen von L-Prolinmethylester mit Methyloxalylchlorid wie in Schema I gezeigt hergestellt werden.
Die erhaltenen Oxamate können mit einer Reihe von Kohlenstoffnukleophilen umgesetzt werden, um Zwischenprodukte zu erhalten. Diese Zwischenprodukte werden dann mit einer Reihe von Alkoholen, Amiden oder mit mit Schutzgruppen versehenen Aminosäureresten umgesetzt, um die Propylester und Amide gemäss der Erfindung zu erhalten.
<Desc/Clms Page number 13>
Schema I
EMI13.1
Beispiel 1
EMI13.2
Eine Lösung von L-Prolinmethylesterhydrochlorid (3,08 g ; 18,60mmol) in trockenem Methylenchlorid wird auf 0 C gekühlt und mit Triethylamin (3,92 g ; 38,74mmol; 2,1 eq) behandelt. Nach 15 min Rühren der gebildeten Aufschlämmung unter einer Stickstoffatmosphäre wird eine Lösung von Methyloxalylchlorid (3,20 g ; 26,12mmol) in Methylenchlorid (45 mL) tropfenweise zugegeben.
Die erhaltene Mischung wird 1,5 h bei 0 C gerührt. Nach Filtrieren zur Entfernung der Feststoffe wird die organische Phase mit Wasser gewaschen, über MgS04 getrocknet und aufkonzentnert.
Der rohe Rückstand wird in einer Silicagelsäule gereinigt, mit 50 % Ethylacetat in Hexan eluiert, so dass 3,52 g (88 %) des Produkts als rötliches Öl erhalten werden Mischung von cis-trans-Amidrota- meren ; Daten für das trans-Rotamer werden angegeben. 1H NMR (CDCI3): d 1,93 (dm, 2H); 2,17 (m, 2H); 3,62 (m, 2H); 3,71 (s, 3H); 3,79, 3,84 (s, 3H total); 4,86 (dd, 1H, J = 8,4,3,3).
EMI13.3
Eine Lösung aus Methyl-(2S)-1-(1,2-dioxo-2-methoxyethyl)-2-pyrrolidincarboxylat (2,35 g; 10,90 mmol) in 30 mL Tetrahydrofuran (THF) wird auf -78 C gekühlt und mit 14,2 mL einer 1,0 M Lösung von 1,1-Dimethylpropylmagnesiumchlorid in THF behandelt. Nach drei Stunden Rühren der erhaltenen homogenen Mischung bei -78 C wird die Mischung in gesättigtes Ammoniumchlo- rid (100 mL) gegossen und in Ethylacetat extrahiert.
Die organische Phase wird mit Wasser gewa- schen, getrocknet und aufkonzentriert und das nach Entfernen des Lösungmittels erhaltene Roh- produkt auf einer Silicagelsäule gereinigt, wobei mit 25 % Ethylacetat in Hexan eluiert wird, so dass 2,10 g (75 %) des Oxamats als farbloses 01 erhalten werden 'H NMR (CDCI3): d 0,88 (t, 3H); 1,22, 1,26 (s, 3H jeweils); 1,75 (dm, 2H); 1,87 - 2,10 (m, 3H), 2,23 (m, 1H), 3,54 (m, 2H); 3,76 (s, 3H); 4,52 (dm, 1 H, J = 8,4, 3,4).
EMI13.4
Eine Mischung aus Methyl-(2S)-1-(1,2-dioxo-3,3-dimethylpentyl)-2-pyrrolidincarboxylat (2,10 g; 8,23 mmol), 1 N LiOH (15 mL) und Methanol (50 mL) wurde bei 0 C 30 min lang gerührt und bei Raumtemperatur über Nacht. Die Mischung wird mit 1 N HCI auf pH 1 angesäuert, mit Wasser ver- dünnt und in 100 mL Methylenchlorid extrahiert. Der organische Extrakt wird mit Salzlösung gewa- schen und auf konzentriert, so dass sich 1,73 g (87 %) eines schneeweissen Feststoffs ergeben, der keiner weiteren Reinigung bedarf. 1H NMR (CDCI3): d 0,87 (t, 3H); 1,22, 1,25 (s, 3H jeweils); 1,77 (dm, 2H), 2,02 (m, 2H), 2,17 (m, 1 H); 2,25 (m, 1H); 3,53 (dd, 2H, J = 10,4, 7,3); 4,55 (dd, 1H, J = 8,6,4,1).
<Desc/Clms Page number 14>
EMI14.1
(Beispiel 1).
Eine Mischung aus (2S)-1-(1,2-Dioxo-3,3-dimethylpentyl)-2-pyrrolidincarboxylsäure (600 mg; 2,49 mmol), 3-Phenyl-1-propanol (508 mg ; 3,73mmol), Dicyclohexylcarbodiimid (822 mg, 3,98 mmol), Camphersulfonsäure (190 mg ; 0,8mmol) und 4-Dimethylaminopyridin (100 mg; 0,8 mmol) in Methylenchlorid (20 mL) wird unter einer Stickstoffatmosphäre über Nacht gerührt.
Die Reaktionsmischung wird durch Celit filtriert, um Feststoffe zu entfernen und in Vakuum aufkon- zentriert und das Rohmaterial auf einer Säule gereinigt (25 % Ethylacetat in Hexan), so dass 720 mg (80 %) von Beispiel 1 als farbloses Öl erhalten werden. 1H NMR (CDC3): d 0,84 (t, 3H); 1,19 (s, 3H); 1,23 (s, 3H); 1,70 (dm, 2H); 1,98 (m, 5H); 2,22 (m, 1H); 2,64 (m, 2H); 3,47 (m, 2H); 4,14 (m, 2H); 4,51 (d, 1H); 7,16 (m, 3H); 7,26 (m, 2H).
Das Verfahren von Beispiel 1 wird angewendet, um die folgenden erläuternden Beispiele her- zustellen:
EMI14.2
boxylat, 80 %, 1H NMR (360 MHz, CDC13): d 0,86 (t, 3H); 1,21 (s, 3H); 1,25 (s, 3H); 1,54 -2,10 (m, 5H); 2,10 - 2,37 (m, 1 H); 3,52 - 3,55 (m, 2H); 4,56 (dd, 1 H, J = 3,8; 8,9)); 4,78 - 4,83 (m, 2H); 6,27 (m, 1 H); 6,67 (dd, 1 H, J = 15,9); 7,13 - 7,50 (m, 5H).
Beispiel 3: 3-(3,4,5-Trimethoxyphenyl)-1-propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyr- rolidincarboxylat, 61 %, 1H NMR (CDCI3): d 0,84 (t, 3H); 1,15 (s, 3H); 1,24 (s, 3H), 1,71 (dm, 2H); 1,98 (m, 5H); 2,24 (m, 1H); 2,63 (m, 2H); 3,51 (t, 2H); 3,79 (s, 3H); 3,83 (s, 3H), 4,14 (m, 2H); 4,52 (m, 1H); 6,36 (s, 2H).
Beispiel 4: 3-(3,4,5-Trimethoxyphenyl)-1-prop-2-(E)-enyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopen- tyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 66 %, 1H NMR (CDCI3): d 0,85 (t, 3H); 1,22 (s, 3H); 1,25 (s, 3H); 1,50 - 2,11 (m, 5H); 2,11 - 2,40 (m, 1 H); 3,55 (m, 2H); 3,85 (s, 3H); 3,88 (s, 6H); 4,56 (dd, 1 H); 4,81 (m, 2H); 6,22 (m, 1H); 6,58 (d, 1H, J = 16); 6,63 (s, 2H).
Beispiel 5 : 3-(4,5-Methylendioxyphenyl)-1-propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1 ,2-dioxopentyl)-2- pyrrolidincarboxylat, 82 %, 1H NMR (360 MHz, CDCI3): d 0,86 (t, 3H); 1,22 (s, 3H), 1,25 (s, 3H); 1,60 - 2,10 (m, 5H); 3,36 - 3,79 (m, 2H); 4,53 (dd, 1H, J = 3,8 ; 4,61 - 4,89 (m, 2H); 5,96 (s, 2H); 6,10 (m, 1H); 6,57 (dd, 1H, J = 6,2 ; 15,8);6,75 (d, 1H, J = 8,0); 6,83 (dd, 1H, J = 1,3; 8,0); 6,93 (s, 1 H).
Beispiel 6 : 3-(4,5-Methylendioxyphenyl)-1-prop-2-(E)-enyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxo- pentyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 82 %, 1H NMR (360 MHz, CDCI3). d 0,86 (t, 3H); 1,22 (s, 3H); 1,25 (s, 3H), 1,60 - 2,10 (m, 5H); 2,10 - 2,39 (m, 1H); 3,36 - 3,79 (m, 2H); 4,53 (dd, 1H, J = 3,8; 8,6), 4,61 - 4,89 (m, 2H); 5,96 (s, 2H); 6,10 (m, 1H); 6,57 (dd, 1 H, J = 6,2 ; 6,75 (d, 1 H, J = 8,0), 6,83 (dd, 1H, J = 1,3; 8,0); 6,93 (s, 1H).
EMI14.3
dincarboxylat, 92 %, H NMR (360 MHz, CDC13): d 0,86 (t, 3H); 1,13 - 1,40 (m + 2 Singlets, 9H total); 1,50 -1,87 (m, 8H); 1,87 - 2,44 (m, 6H); 3,34 - 3,82 (m, 2H); 4,40 - 4,76 (m, 3H); 5,35 - 5,60 (m, 1 H); 5,60 - 5,82 (dd, 1 H, J = 6,5 ;
EMI14.4
16).boxylat, 90 %, 1H NMR (360 MHz, CDC13): d 0,85 (t, 3H); 1,20 (s, 3H); 1,23 (s, 3H);
1,49 - 2,39 (m, 7H); 2,46 - 2,86 (m, 2H); 3,25 - 3,80 (m, 2H); 4,42 - 4,82 (m, 1 H); 5,82 (td, 1 H, J = 1,8; 6,7); 7,05 - 7,21 (m, 3H); 7,21 - 7,46 (m, 7H).
EMI14.5
%, 'H NMR (300 MHz, CDC13): d 1,66 - 2,418 (m, 6H); 2,72 (t, 2H, J = 7,5); 3,75 (m, 2H); 4,21 (m, 2H); 4,61 (m, 1 H); 6,58 (m, 1 H); 7,16 - 7,29 (m, 5H); 7,73 (m, 2H).
<Desc/Clms Page number 15>
EMI15.1
%, 1H NMR (300 MHZ, CDCl3). d 1,88 - 2,41 (m, 6H); 2,72 (dm, 2H); 3,72 (m, 2H); 4,05 (m, 1H);
EMI15.2
1H NMR (300 MHz, CDCI3): d 1,97 - 2,32 (m, 6H); 2,74 (t, 2H, J = 7,5); 3,57 (m, 2H); 4,24 (m, 2H); 4,67 (m, 1 H); 6,95 - 7,28 (m, 5H); 7,51 - 7,64 (m, 3H); 8,03 - 8,09 (m, 2H).
Beispiel 14 : 3-(2,5-Dimethoxyphenyl)-1-propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrroli- dincarboxylat, 99 %, 1H NMR (300 MHz, CDCI3): d 0,87 (t, 3H), 1,22 (s, 3H); 1,26 (s, 3H); 1,69 (m, 2H); 1,96 (m, 5H); 2,24 (m, 1H); 2,68 (m, 2H); 3,55 (m, 2H); 3,75 (s, 3H); 3,77 (s, 3H); 4,17 (m, 2H); 4,53 (d, 1H); 6,72 (m, 3H).
Beispiel 15: 3-(2,5-Dimethoxyphenyl)-1-prop-2-(E)-enyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)- 2-pyrrolidincarboxylat, 99 %, 1H NMR (300 MHz, CDCI3). d 0,87 (t, 3H), 1,22 (s, 3H), 1,26 (s, 3H); 1,67 (m, 2H); 1,78 (m, 1H); 2,07 (m, 2H); 2,26 (m, 1H); 3,52 (m, 2H), 3,78 (s, 3H); 3,80 (s, 3H); 4,54 (m, 1 H); 4,81 (m, 2H), 6,29 (dt, 1 H, J = 15,9); 6,98 (s, 1H).
Beispiel 16: 2-(3,4,5-Trimethoxyphenyl)-1-ethyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrro- lidincarboxylat, 97 %, 1H NMR (300 MHz, CDCI3): d 0,84 (t, 3H); 1,15 (s, 3H); 1,24 (s, 3H); 1,71 (dm, 2H); 1,98 (m, 5H); 2,24 (m, 1H); 2,63 (m, 2H); 3,51 (t, 2H); 3,79 (s, 3H); 3,83 (s, 3H); 4,14 (m, 2H); 4,52 (m, 1 H); 6,36 (s, 2H).
Beispiel 17 : 3-(3-Pyridyl)-1-propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxy- lat, 80 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz). d 0,85 (t, 3H); 1,23 ; (s, 3H, jeweils), 1,63 - 1,89 (m, 2H); 1,90 - 2,30 (m, 4H); 2,30 - 2,50 (m, 1 H); 2,72 (t, 2H); 3,53 (m, 2H); 4,19 (m, 2H); 4,53 (m, 1 H); 7,22 (m, 1 H); 7,53 (dd, 1 H); 8,45.
Beispiel 18 : 3-(2-Pyridyl)-1-propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxy- lat, 88 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHZ). d 0,84 (t, 3H); 1,22 ; 1,27(s, 3H, jeweils), 1,68 - 2,32 (m, 8H); 2,88 (t, 2H, J = 7,5), 3,52 (m, 2H); 4,20 (m, 2H); 4,51 (m, 1 H); 7,09 - 7,19 (m, 2H); 7,59 (m, 1 H), 8,53 (d, 1 H, J = 4,9)
Beispiel 19 : 3-(4-Pyridyl)-1-propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxy-
EMI15.3
4,12 (m, 1H); 4,08 (s, 3H); 3,79 (s, 3H), 3,30 (m, 2H); 2,33 (m, 1H); 1,85 - 1,22 (m, 7H); 1,25 (s, 3H); 1,23 (s, 3H); 0,89 (t, 3H, J = 7,5).
EMI15.4
%, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz): d 1,09 - 1,33 (m, 5H), 1,62 - 2,33 (m, 12H); 2,69 (t, 2H, J = 7,5); 3,15 (dm, 1H), 3,68 (m, 2H); 4,16 (m, 2H); 4,53; 4,84 (d, 1H total); 7,19 (m, 3H); 7,29 (m, 2H).
EMI15.5
92 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz):
d 1,29 (s, 9H); 1,94 - 2,03 (m, 5H); 2,21 (m, 1H); 2,69 (m, 2H), 3,50 - 3,52 (m, 2H), 4,16 (m, 2H); 4,53 (m, 1H); 7,19 (m, 3H); 7,30 (m, 2H).
Beispiel 22 : 3-Phenyl-1-propyl-(2S)-1-(2-cyclohexylethyl-1 ,2-dioxoethyl)-2-pyrrolidincarboxy- lat, 97 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz) d 0,88 (m, 2H); 1,16 (m, 4H), 1,43 - 1,51 (m, 2H); 1,67 (m, 5H); 1,94 - 2,01 (m, 6H); 2,66 - 2,87 (m, 4H); 3,62 - 3,77 (m, 2H), 4,15 (m, 2H); 4,86 (m, 1H); 7,17 - 7,32 (m, 5H)
Beispiel 23 : 3-(3-Pyridyl)-1-propyl-(2S)-1-(2-cyclohexylethyl-1,2-dioxoethyl)-2-pyrrolidincar- boxylat, 70 %, 1H NMR (CDCl3, 300 MHz): d 0,87 (m, 2H); 1,16 (m, 4H); 1,49 (m, 2H); 1,68 (m, 4H); 1,95 - 2,32 (m, 7H), 2,71 (m, 2H); 2,85 (m, 2H); 3,63 - 3,78 (m, 2H); 4,19 (m, 2H); 5,30 (m, 1H);7,23(m, 1H); 7,53 (m, 1H); 8,46 (m, 2H)
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Beispiel 24 :
3-(3-Pyridyl)-1-propyl-(2S)-1-(2-tert-butyl-1,2-dioxoethyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 83 %, 1H NMR (CDC13, 300 MHz): d 1,29 (s, 9H); 1,95 - 2,04 (m, 5H); 2,31 (m, 1 H); 2,72 (t, 2H, J = 7,5); 3,52 (m, 2H); 4,18 (m, 2H); 4,52 (m, 1 H); 7,19 - 7,25 (m, 1 H); 7,53 (m, 1 H); 8,46 (m, 2H).
Beispiel 25 : 3,3-Diphenyl-1-propyl-(2S)-1-(3,3-dimethyl-1,2-dioxopentyl)-2-pyrrolidincarboxy- lat, 99 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz): d 0,85 (t, 3H); 1,21 ; (s, 3H jeweils); 1,68 - 2,04 (m, 5H); 2,31 (m, 1H); 2,40 (m, 2H); 3,51 (m, 2H); 4,08 (m, 3H); 4,52 (m, 1H); 7,18 - 7,31 (m, 10H).
Beispiel 26 : 3-(3-Pyridyl)-1-propyl-(2S)-1-(2-cyclohexyl-1, 2-dioxoethyl)-2-pyrrolidincarboxylat, 88 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz): d 1,24 - 1,28 (m, 5H); 1,88 - 2,35 (m, 11 H); 2,72 (t, 2H, J = 7,5); 3,00 - 3,33 (dm, 1H); 3,69 (m, 2H); 4,19 (m, 2H); 4,55 (m, 1H); 7,20 - 7,24 (m, 1H); 7,53 (m, 1H); 8,47 (m, 2H).
Beispiel 27 : 3-(3-Pyridyl)-1-propyl-(2S)-N-((2-thienyl)-glyoxyl)-pyrrolidincarboxylat, 49 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz): d 1,81 - 2,39 (m, 6H); 2,72 (dm, 2H); 3,73 (m, 2H); 4,21 (m, 2H); 4,95 (m, 1 H); 7,19 (m, 2H); 7,61 (m, 1 H); 7,80 (d, 1H); 8,04 (d, 1 H), 8,46 (m, 2H).
EMI16.1
99 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz): d 1,27 (s, 9H); 1,96 (m, 2H); 2,44 (m, 4H); 3,49 (m, 1H); 3,64 (m, 1H); 4,08 (m, 4H); 4,53 (dd, 1H); 7,24 (m, 10H).
Beispiel 29 : 3,3-Diphenyl-1-propyl-(2S)-1-cyclohexylglyoxyl-2-pyrrolidincarboxylat, 91 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz): d 1,32 (m, 6H); 1,54 - 2,41 (m, 10H); 3,20 (dm, 1H) ; 3,69 (m, 2H); 4,12 (m, 4H); 4,52 (d, 1 H); 7,28 (m, 10H).
Beispiel 30 : 3,3-Diphenyl-1-propyl-(2S)-1-(2-thienyl)glyoxyl-2-pyrrolidincarboxylat, 75 %, 1H NMR (CDCI3, 300 MHz): d 2,04 (m, 3H); 2,26 (m, 2H); 2,48 (m, 1H); 3,70 (m, 2H); 3,82 - 4,18 (m, 3H total); 4,64 (m, 1H); 7,25 (m, 11 H); 7,76 (dd, 1 H); 8,03 (m, 1 H).
Die erforderlichen substituierten Alkohole können nach einer Reihe von den Fachleuten be- kannten Verfahren der organischen Synthese erhalten werden. Wie in Schema II beschrieben kön- nen Alkyl- oder Arylaldehyde zu Phenylpropanolen durch Umsetzung mit Methyltriphenylphosphor- anylidenacetat homologisiert werden, so dass eine Reihe von trans-Cinnamaten erhalten werden ; die letzteren können durch Umsetzung mit einem Überschuss an Lithiumaluminiumhydrid zu den gesättigten Alkoholen reduziert werden, oder sequentiell durch Reduktion der Doppelbindung durch katalytische Hydrierung und Reduktion des gesättigten Esters durch geeignete Reduktions- mittel. Alternativ können die trans-Cinnamate zu (E)-Allylalkoholen durch Verwendung von Diisobu- tylaluminiumhydrid reduziert werden.
Schema II
EMI16.2
Längerkettige Alkohole konnen durch Homologisierung von Benzyl- und höheren Aldehyden hergestellt werden. Alternativ können diese Aldehyde durch Überführung der entsprechenden
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Phenylessigsäuren und höheren Säuren und Phenethylalkohol und höheren Alkoholen hergestellt werden.
Allgemeine Verfahrensweise zur Synthese von Acrylestern am Beispiel von Methyl-(3,3,5-tri- methoxy)-trans-cinnamat: Eine Lösung von 3,4,5-Trimethoxybenzaldehyd (5,0 g ; 25,48mmol) und Methyl(triphenylphos- phoranyliden)acetat (10,0 g ; 29,91 mmol) in Tetrahydrofuran (250 mL) wird über Nacht am Rück- fluss erhitzt Nach dem Abkühlen wird die Reaktionsmischung mit 200 mL Ethylacetat verdünnt und mit 2 x 200 mL Wasser gewaschen, getrocknet und im Vakuum aufkonzentriert. Der rohe Rück- stand wird auf einer Silicagelsäule chromatographiert, mit 25 % Ethylacetat in Hexan eluiert, so dass 5,63 g (88 %) des Cinnamats als weisser kristalliner Feststoff erhalten werden, 1H NMR
EMI17.1
J = 16).
Allgemeine Verfahrensweise zur Synthese von gesättigten Alkoholen aus Acryiestern. Am Bei- spiel von 3,4,5-Trimethoxyphenylpropanol.
Eine Lösung von Methyl-(3,3,5-trimethoxy)-trans-cinnamat (1,81 g ; 7,17mmol) in Tetrahydrofu- ran (30 mL) wird tropfenweise zu einer Lösung von Lithiumaluminiumhydrid (14 mmol) in THF (35 mL) zugegeben, wobei unter einer Argonatmosphäre gerührt wird. Nachdem alles zugegeben ist, wird die Mischung 4 Stunden lang auf 75 C erhitzt. Nach dem Abkühlen wird sie durch sorg- fältige Zugabe von 15 mL 2 N NaOH, gefolgt von 50 mL Wasser abgelöscht. Die erhaltene Mi- schung wird zur Entfernung von Feststoffen durch Celite gefiltert und der Filterkuchen mit Ethyl- acetat gewaschen.
Die vereinigten organischen Fraktionen werden mit Wasser gewaschen, ge- trocknet, im Vakuum aufkonzentriert und auf einer Silicagelsäule gereinigt, wobei mit Ethylacetat eluiert wird, so dass 0,86 g (53 %) des Alkohols als klares 01 erhalten werden. 1H NMR (300 MHz, CDCI3): d 1,23 (br, 1H); 1,87 (m, 2H,); 2,61 (t, 2H, J = 7,1), 3,66 (t, 2H); 3,80 (s, 3H); 3,83 (s, 6H); 6,40 (s, 2H).
Allgemeine Verfahrensweise zur Synthese von trans-Allylalkoholen aus Acrylestern. Am Bei- spiel von 3,4,5-Trimethoxyphenylprop-2-(E)-enol.
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