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Die Erfindung betrifft eine Erwärmungseinrichtung für stab- bzw. brettförmige Lamellen bzw.
Lamellenpakete, wie sie im Oberbegriff des Patentanspruches 1 beschrieben ist.
Bei einer bekannten Vornchtung - gemäss EP-B1-0 103 396 - wird eine aushärtbare Anordnung in einer durch umlaufende Druckbänder gebildeten Durchlaufpresse zur Beschleunigung des Abbindeprozesses mit Mikrowellen beaufschlagt. Nachteilig dabei ist, dass durch das Aufbringen von Druckkräften und auch Vorschubkräften in der aushärtbaren Anordnung Relativbewegungen an den Verbindungsflächen während der Aushärtephase eintreten, die in dieser Phase des Abbin- deprozesses störende Auswirkungen auf die Festigkeit der Verbindung bewirken.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der die Lamellen bzw. Lamellenpakete, welche mit Bindemitteln versehen sein können, und aus diesen zusammengesetzte Rohprofile gleichmässig temperiert und/oder mit höherer Produktqualität und kurzen Produktionszeiten hergestellt werden können.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Kennzeichenteil des Patentanspruches 1 wie- dergegebenen Merkmale gelöst. Der überraschende Vorteil dabei ist, dass durch die verschiebbare Anordnung der Wärme- und/oder Wellenenergiequelle, insbesondere der Mikrowellenerzeuger, oder des Gehäuses mit dem Mikrowellenerzeuger und der Wellenleiteinrichtung und/oder einer Aufnahmevorrichtung für die stab- bzw. brettförmigen Lamellen bzw. Lamellenpakete auf einer Führungsanordnung in den Lamellen bzw. im Lamellenpaket eine gleichmässige Temperatur über deren gesamten Längserstreckungen und Querschnitte und ein gleichmässiger und hoher Trock- nungsgrad bei verkürzter Trocknungszeit erzielt wird, wodurch eine hohe Qualität der gleichzeitig oder später erfolgenden Verbindung bei stark reduzierter Abbindezeit erreicht wird.
Darüber hinaus kann dadurch die Baugrösse des Mikrowellenerzeugers klein gehalten werden, woraus sich bei gleichzeitigem Einsatz einer Vorschubvorrichtung kürzere Produktionszeiten bei geringerem Energieeinsatz ergeben, wodurch die Fertigungskosten derartiger Rohprofile reduziert werden.
Von Vorteil ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 2, weil durch die mehrachsige Bewegung insbesondere mehrerer Mikrowellenerzeuger kurze Verweilzeiten in der Erwärmungsan- lage erreicht werden und damit eine hohe Wirtschaftlichkeit erzielt wird und weil dadurch auch bei Lamellen bzw. Lamellenpaketen, welche eine grosse Breite aufweisen, ein gleichmässiger Erwär- mungsprozess erreicht wird.
Weiters von Vorteil ist eine Ausbildung nach Patentanspruch 3, weil damit ein Austreten der Wärme- und/oder Wellenenergie aus dem Erwärmungsbereich verhindert wird.
Eine günstige Weiterbildung stellt Patentanspruch 4 dar, welche eine Verkürzung der Erwär- mungszeit, insbesondere bei Lamellen bzw. Lamellenpakete mit grosser Länge ermöglicht
Es ist aber auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 5 vorteilhaft, wodurch der gleichmässige Erwärmungsvorgang verbessert wird.
Von Vorteil ist eine Weiterbildung nach Patentanspruch 6, weil dadurch weiter Öffnungen im Gehäuse und damit eine Beeinträchtigung der Dichtheit der Strahlenkammer vermieden wird.
Vorteilhaft ist weiters eine Ausbildung nach Patentanspruch 7, wodurch eine Erwärmung von Lamellen bzw. Lamellenpakete mit grosser Länge bewerkstelligt wird.
Möglich ist aber auch eine in Patentanspruch 8 beschriebene Variante, wodurch eine konstante Durchwärmung des Lamellen- bzw. Lamellenpaketquerschnittes verbessert wird. Es ist aber auch eine Ausbildung wie in Patentanspruch 9 vorteilhaft, wodurch eine Emission von Mikrowellen aus dem Erwärmungsbereich verhindert wird.
Weiters von Vorteil ist eine Ausbildung nach Patentanspruch 10, weil dadurch eine Beschi- ckungsrichtung und eine Richtung des Abtransportes mit der Längserstreckung der Lamelle bzw Lamellenpakete fluchtend sind oder ein eine 90 Teilung aufweisendes Winkelverhältnis von Be- schickungsrichtung zur Richtung des Abtransportes erreicht wird, wodurch eine flexible Aufstellung der Vorrichtung im Fertigungsprozess ermöglicht wird.
Eine gunstige Ausbildungsvariante ist jene nach Patentanspruch 11, wodurch eine Emission von Wellenenergie aus Bedienungs- bzw. Wartungsöffnungen verhindert wird.
Eine bevorzugte Weiterbildung beschreibt Patentanspruch 12, wodurch eine Durchwärmung von Lamellen bzw. Lamellenpaketen mit einer grossen vertikalen Dickenerstreckung durchgeführt werden kann.
Möglich ist auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 13, weil dadurch das Niveau von der
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Erwärmungseinrichtung vor- bzw. nachgeordneten Fördereinrichtungen variiert werden kann bzw. eine vertikale Vorschubrichtung der Lamellen bzw. Lamellenpakete in einen Erwärmungsbereich erreicht wird.
Eine günstige Ausbildungsvariante ist jene nach Patentanspruch 14, wodurch eine starre, bie- gesteife Konstruktion der Erwärmungseinrichtung, insbesondere der Führungsanordnung erreicht wird, wodurch Schwingungen und Verschleiss vermieden und der Wartungs- und Instandhaltungs- aufwand reduziert wird.
Eine bevorzugte Weiterbildung beschreibt Patentanspruch 15, bei dem durch die gleichzeitige Verwendung von Untergurten eines Trägers als Versteifungs- und Führungselement die Baugrösse der Führungsanordnung minimiert wird.
Vorteilhaft ist auch eine Ausbildungsvariante nach Patentanspruch 16, weil dadurch eine Emis- sion von Wellenenergie, insbesondere im Bereich der Durchtrittsöffnungen, verhindert wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung stellt Patentanspruch 17 dar, wodurch der Abtransport der er- wärmten Lamellen bzw. Lamellenpakete aus dem Erwärmungsbereich erleichtert wird.
Möglich ist auch eine Ausbildung nach Patentanspruch 18, wodurch der Abstand zwischen Gehäuse und/oder Mikrowellenerzeuger und der Auflage bzw. den Lamellen bzw. den Lamellen- paketen veränderbar ist und dadurch auch Lamellen bzw. Lamellenpakete mit unterschiedlichen Dickenerstreckungen gleichmässig durchwärmt und getrocknet werden können.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der in den Figuren gezeigten Aus- führungsbeispiele näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 die erfindungsgemässe Mikrowellen-Erwärmungsanlage in Ansicht;
Fig. 2 die Mikrowellen-Erwärmungsanlage, geschnitten, gemäss den Linien II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine weitere Ausführung der Mikrowellen-Erwärmungsanlage in der Ansicht;
Fig. 4 die Mikrowellen-Erwärmungsanlage, geschnitten, gemäss den Linien IV-IV in Fig. 3;
Fig. 5 eine weitere Ausführungsvariante der Mikrowellen-Erwärmungsanlage im Querschnitt;
Fig. 6 eine schematische Darstellung des Verfahrensablaufes mit der erfindungsgemässen
Mikrowellen-Erwärmungsvorrichtung zur Herstellung eines Rohprofils;
Fig. 7 eine schematische Darstellung der Folgeprozesse des Verfahrensablaufes.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Erwärmungseinrichtung 1 zur Herstellung eines Rohprofils 2 aus stab- bzw. brettförmigen Lamellen 3 gezeigt. Diese umfasst eine heb- und senkbare Aufnahmevor- richtung 4 zur Aufnahme der z. B. hochkant an Verbindungsflächen 5 aneinander geschichteten Lamellen 3 für das Rohprofil 2 und erstreckt sich zumindest über eine Länge 6 der Lamellen 3. Die Breite 7 der Aufnahmevorrichtung 4 entspricht in etwa dem Produkt aus der Dicke 8 der Lamellen 3 und der maximalen Anzahl der für das Rohprofil 2 erforderlichen Lamellen 3.
Die Aufnahmevorrichtung 4 ist auf einer Aufstandsfläche 9, z. B. über mehrere in Richtung der Länge 6 beabstandet zueinander angeordnete, über ein Druckmedium beaufschlagbare Zylinder- anordnungen 10, z.B Teleskopzylinder 11 in zur Aufstandsfläche 9 senkrechten Richtung zwi- schen einer Ruheposition und einer Arbeitsposition verstellbar. In der Ruhelage ist eine Oberfläche 12 der Aufnahmevorrichtung 4 in Richtung der Aufstandsfläche 9 verstellt. In dieser Ruhelage sind niveaugleich mit der Oberfläche 12 parallel zur Aufstandsfläche 9 und mit Förderrichtungen gemäss Pfeil 13,14, die im rechten Winkel zur Längsachse der Lamellen 3 verlaufen, Fördereinrichtungen 15, z. B. Bandförderer für die Zu- und Abfuhr vorbereiteter Pakete der Lamellen 3 zur bzw. von der Aufnahmevorrichtung 4 vorgesehen.
Selbstverständlich sind auch andere Manipulationsmöglichkeiten der Pakete der Lamellen 3, wie z.B. mittels Hubstapler, Krananlage etc. möglich.
Die Aufnahmevorrichtung 4 wird in Richtung der Länge 6 von einem auf Stützen 16,17 auf der Aufstandsfläche 9 abgestützten Träger 18, z. B. einem Gitterträger, portalartig umfasst. Dabei bildet der in Richtung der Längsachse der Lamellen 3 verlaufende Träger 18, z. B. durch aus U-Profile 19 gebildete Untergurte 20, in Richtung der Längsachse verlaufende Führungsbahnen 21 einer Füh- rungsanordnung 22 aus. Diese die Untergurte 20 bildenden U-Profile sind dabei symmetrisch zu einer durch die Längsachse verlaufenden Symmetrieebene 23 angeordnet, wobei Stege 24 der U-Profile 19 zueinander gerichtet sind.
Die parallel zur Aufstandsfläche 9 verlaufenden Schenkel 25 der U-Profile 19 bilden die Führungsbahnen 21 für Rollenanordnungen 26 für die in Richtung der Längsachse verstellbare Lagerung eines Gehäuses 27, welches mindestens einen Mikrowel-
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lenerzeuger 28 aufnimmt. Das Gehäuse 27 umfasst die Lamelle 3 bzw. das Lamellenpaket U-förmig im Bereich zumindest einer Oberfläche und daran anschliessenden, winkelig dazu verlaufenden Seitenflächen und bildet dadurch eine Strahlenkammer zur Aufnahme der Lamellen 3 bzw. des Lamellenpaketes aus. Der Mikrowellenerzeuger 28 ist in einem Innenraum 29 im Bereich einer der Führungsanordnung 22 zugewandten Deckplatte 30 befestigt.
Das Gehäuse 27 und/oder einer oder mehrere Mikrowellenerzeuger 28 mit Wellenleiteinrichtungen 27' können, ähnlich wie die Aufnahmevorrichtung 4, höhenverstellbar angeordnet sein.
Seitenwände 31,32 des Gehäuses 27 überragen die Oberfläche 12 der Aufnahmevorrichtung 4 in ihrer von der Aufstandsfläche 9 distanzierten Arbeitsposition in Richtung der Aufstandsfläche 9, wodurch sich eine Überlappung der Seitenwände 31,32 mit Seitenflächen 33 der Aufnahmevor- richtung 4 ergibt. Stirnwände 34,35 des Gehäuses 27 weisen einen Ausschnitt 36 auf, wodurch Durchgangsöffnungen 37 in Richtung der Längsachse für das Paket der Lamellen 3 in ihrer in die Arbeitsposition mittels der Aufnahmevorrichtung 4 angehobenen Endstellung erzielt werden. Mittels einer Vorschubvornchtung 38, die z. B. einen auf der Deckplatte 30 angeordneten Antriebsmotor 39 mit einem Antriebselement 40, z. B.
Zahnrad aufweist, das in Antriebsverbindung mit einer in Rich- tung der Längsachse am Steg 24 des U-Profils 19 befestigten Zahnstange 41 steht, wird eine Verstellbarkeit in Richtung der Längsachse erreicht.
Zum Verfahren des Gehäuses 27 mit dem Mikrowellenerzeuger 28 wird der Antriebsmotor 39 über Leitungen 42 aus einer Energiequelle 43, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Steuereinrichtung 44 mit Energie beaufschlagt. Weiters wird aus der Energiequelle 43 mit Leitun- gen 45 und unter Zwischenschaltung einer Ansteuereinrichtung 46 der Mikrowellenerzeuger 28 angespeist.
Wie der Fig. 1 weiter zu entnehmen, werden zur Verkürzung der Durchlaufzeiten zur Erwar- mung der Lamellen 3 bzw. eines Paketes aus Lamellen bei einer grossen Länge 6, gegebenenfalls mehrere in Richtung der Länge 6 zueinander beabstandete Gehäuse 27 mit Mikrowellenerzeuger 28 auf den Führungsbahnen 21 angeordnet, die jeweils über eigene Vorschubvorrichtungen 38 verfügen und unabhängig oder simultan in Richtung der Längsachse bewegt werden.
Es ist aber auch eine gemeinsame Vorschubvorrichtung 47 möglich. Diese besteht z. B. aus einem im Träger 18 in Richtung der Längsachse angeordneten endlosen Zugelement 48, z.B.
Kette, Riemen etc., das über ein Antriebselement 49 eines Antriebsmotors 50 geführt wird, wobei der Antriebsmotor 50 an einer der Stützen 16,17 befestigt ist und dem ein Umlenkrad 51 an einem anderen Ende des Trägers 18 bzw. Stütze 16,17 zugeordnet ist und das Zugelement 48 über das Antriebselement 49 und das Umlenkrad 51 geführt ist. Das bzw. die Gehäuse 27, soferne mehrere der Mikrowellenerzeuger 28 in Richtung der Längsachse der Lamellen 3 angeordnet sind, stehen mit dem Zugelement 48 in Bewegungsverbindung und werden durch Betätigung des Antriebs- motors 50 längs der Führungsbahn 21 verstellt.
Weitere Möglichkeiten für die Vorschubvorrichtung 47 sind die Anwendung von Spindelantrie- be, Zylinderantriebe etc.
Die Vorschubgeschwindigkeit, mit der die mit dem Mikrowellenerzeuger 28 versehenen Gehäu- se 27 längs der Führungsbahn 21 bewegt werden, ist von der Leistung des Mikrowellenerzeugers 28 wie auch von dem zu erwärmenden bzw. zu trocknenden Querschnitt der Lamellen 3 bzw. des Paketes der Lamellen 3 abhängig. Demgemäss ist die Anwendung einer Regeleinrichtung 52 zur Ansteuerung des Antriebsmotors 50 vorgesehen, um z. B. über eine stufenlose Drehzahlregelung die Vorschubgeschwindigkeit der Vorschubvorrichtung 47 entsprechend von Soll-Vorgaben bzw. von Messwerten zu variieren, um diese an die Erfordernisse anzupassen.
Im Bereich der Durchgangsöffnungen 37 des Gehäuses 27 wie auch im Bereich dessen Sei- tenwände 31 sind Abschirmelemente 53, z. B aus Edelstahl, Nichteisenlegierungen etc., vorgese- hen, die einen Austritt von Mikrowellen in die Umgebung der Erwärmungseinrichtung 1 verhindern.
Des weiteren ist die Aufnahmevorrichtung 4 für die Lamellen 3 bzw. das Paket aus den Lamellen 3 mikrowellenresistent ausgebildet, wozu sich Kunststoffe oder Keramik eignen.
Es sei auch noch erwähnt, dass der Mikrowellenerzeuger auch an den vertikalen Seitenwän- den 31,32 angeordnet sein kann.
In den Fig. 3 und 4 ist eine andere Ausführung der Erwärmungseinrichtung 1 für Lamellen 3 bzw einem Paket der Lamellen 3 zur Bildung des Rohprofils 2 gezeigt. Diese weist ein sich über die Länge 6 der Lamellen 3 erstreckendes Gehäuse 54 auf Ein zur Längsachse der Lamelle 3 in
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senkrechter Richtung verlaufender Querschnitt des Gehäuses 54 ist C-förmig, wodurch zwischen aufeinander zugerichteten Schenkeln 55,56 eine sich in Richtung der Länge 6 erstreckende Ein- führöffnung 57 für die Lamellen 3 bzw. das Paket von Lamellen ergibt. Von dieser in Richtung einer durch einen Steg 58 des Profils gebildeten Rückwand 59 des Gehäuses 54 verlaufen in Richtung der Länge 6 zueinander beabstandete, die Aufnahmevorrichtung 4 ausbildende streifenförmige Auflagen 60 für die Lamelle 3.
Durch diese Auflagen 60 wird die in das Gehäuse 54 durch die Einführöffnung 57 in Richtung quer zu ihrer Längserstreckung eingebrachte Lamellen 3 in etwa in einer Mittellage zwischen einer Bodenwand 61 und einer Deckwand 62 des C-förmigen Gehäuses positioniert. In den Bereichen zwischen den Auflagen 60 und der Bodenwand 61 bzw. der Deck- wand 62 sind einander gegenüberliegend auf in Richtung der Längserstreckung der Lamellen 3 verlaufenden Führungsanordnungen 63,64 verfahrbare Mikrowellenerzeuger 65, 66 angeordnet.
Zum Verfahren der Mikrowellenerzeuger 65,66 in Richtung der Längserstreckung der Lamellen 3 sind diese über Vorschubvornchtungen 67,68, z. B. Spindelantriebe 69 gekuppelt. Möglich ist eine Ausführung, bei der jedem der Mikrowellenerzeuger 65,66 eine sich in Richtung der Längserstre- ckung des Gehäuses 54 erstreckende Gewindespindel 70 zugeordnet ist, welche z. B. gegenüber der Bodenwand 61 und der Deckwand 62 drehbar gelagert sind. Die Mikrowellenerzeuger 65,66 weisen mit diesen bewegungsfest verbunden Spindelmuttern 71 auf, die mit den Gewindespindeln 70 in Eingriff stehen. Zum Antrieb der Gewindespindeln 70 sind im Bereich einer Stirnwand 72 des Gehäuses 54 angeordnete Antriebsmotoren 73 befestigt.
Im Bereich der schlitzförmigen Einführöffnung 57 ist z. B. eine als Klappe 74 ausgebildete Verschlussblende 75 zur Abschirmung der Umgebung vor austretenden Mikrowellen bei Betrieb der Mikrowellenerzeuger 65,66 vorgesehen. Diese Verschlussblende 75 wird zum Beschicken der Erwärmungseinrichtung mit der Lamelle 3, z. B. über druckbeaufschlagte Zylinder 76 in eine die Einführöffnung 57 freigebende Stellung verschwenkt. Vor der Inbetriebsetzung der Mikrowellener- zeuger 65,66 wird diese Verschlussblende 75 zur Abschirmung vor die Einführöffnung 57 ge- schwenkt. Durch die Anwendung von Sensoren 77 und einer Überwachungssteuerung 78 wird z.B. sichergestellt, dass die Mikrowellenerzeuger 65,66 nur bei geschlossener Verschlussblende 75 in Betrieb genommen werden können.
Die einander gegenüberliegende Anordnung der Mikrowellenerzeuger 65,66 gewährleistet eine kurze Taktzeit bei der Erwärmung einer Lamelle 3 bzw. eines aus den Lamellen 3 gebildeten Stapels und gewährleistet weiters eine gleichmässige und verzugsfreie Erwärmung und einen anschliessenden raschen Abbindeprozess bei der Verbindung der Lamellen 3 mittels eines Verbin- demittels, z. B. eines Klebers zur Herstellung des Rohprofils 2.
In Fig. 4 ist in strichlierten Linien eine weitere Vanante zu ersehen, wo das Gehäuse 54 an mindestens einer Stirnwand 72 eine Einführöffnung 57 mit einer beispielsweise mittels eines druck- beaufschlagten Zylinders 76 verschiebbar angeordneten, eine geringfügig grössere Abdeckfläche als der Querschnitt der Einführöffnung 57 aufweisende Verschlussblende 75 aufweist. Weiters weist diese Ausführung in Längsrichtung der Lamelle 3 bzw. des Lamellenpaketes mehrere angetriebene Laufrollen 79 auf, welche die Aufnahmevorrichtung 4 ausbilden und deren im Zentrum verlaufen- den Laufrollenachsen 80 im rechten Winkel zur Länge 6 der Lamelle 3 bzw. des Lamellenpaketes angeordnet sind.
Dadurch wird erreicht, dass die Lamellen 3 bzw das Lamellenpaket eine parallel zur Länge 6 gerichtete Bewegung ausführen, wodurch ein stationäres Anbnngen der Mikrowellen- erzeuger 28, 65, 66 möglich ist. Durch eine Kombination dieser Variante mit der gemäss Fig. 4, das heisst, mindestens je eine Einführöffnung 57 an der Stirnwand 72 und einer Seitenwand 31, 32 bzw. zwischen den Schenkeln 55,56 kann eine Transportumlenkung der Lamellen 3 bzw. des Lamel- lenpaketes im Fertigungsprozess erreicht werden.
In der Fig. 5 ist ein Querschnitt einer weiteren Ausführungsvariante gezeigt, bei welcher der Mikrowellenerzeuger 28 in Richtung eines im rechten Winkel zur Länge 6 entgegengesetzt gerich- teten Doppelpfeiles 81 im Gehäuse 27 über eine Vorschubvorrichtung 82 beweglich angeordnet ist, wobei diese beispielsweise aus einem den Mikrowellenerzeuger 28 aufnehmenden gemäss Patent- anspruch 3 mit auf diesen fix angeordneten Spindelmuttern 84 und einer durch die Spindelmuttern 84 hindurchgeführten mittels eines Antriebes 85, welcher beispielsweise am Gehäuse 27 angeord- net ist, angetriebenen Gewindespindel 86 besteht. Es können jedoch auch andere Linearantnebs- systeme, wie beispielsweise Riementriebe, Linearzylinder, etc., zur Anwendung gelangen.
Das Gehäuse 27 ist über die bereits beschriebene Vorschubvorrichtung 38 in Richtung der Längsachse
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der Lamellen 3 bzw der Lamellenpakete beweglich angeordnet. Der Einsatz der Vorschubvorrich- tung 82 kann jedoch auch in oder auf einem stationär angeordneten Gehäuse 27 angebracht sem, wobei bei dieser Ausführungsform die Lamellen 3 bzw. das Lamellenpaket bewegt werden.
In den Fig. 6 und 7 ist ist das Verfahren zur Herstellung des Rohprofiles 2 mit der Pressvorrich- tung 87 schematisch anhand des Fertigungsdurchlaufes gezeigt. Der Fertigungsprozess zur Her- stellung des Rohprofiles 2 durchläuft dabei im wesentlichen die Stationen Bildung des Paketes der Lamellen 3, Bindemittelaufbringung, Erwärmung des Paketes in der Erwarmungseinrichtung 1, Transport zur Entnahmestation, Aufbringung der Vorspannung mittels Pressvorrichtung 87, Stape- lung, Zwischenlagerung, Entstapelung und Abfuhr des Rohprofiles 2 Die Stapelung erfolgt übli- cherweise durch eine auf einer Krananlage 88 verfahrbaren Manipulationsvorrichtung 89, welche die auf der Entnahmestation bereitstehenden erwärmten Lamellenpakete unter gleichzeitiger Aufbringung der Vorspannung durch Spannrahmen 90 auf einer bereitstehenden Plattform 91 übereinander anbringt.
Die Verbringung des Lamellenpaketes von der Entnahmestation auf die Plattform 91 mittels der Krananlage 88 kann jedoch ersetzt werden durch eine hohenverstellbare Ausbildung der Entnahmestation, z.B. als Scherenhubbühne 92, wodurch die die Krananlage 88 bzw. die darauf angeordnete Manipulationsvorrichtung 89 lediglich zum Aufsetzen der Spannrah- men 90 dient. Eine vertikale Positionierung kann jedoch auch direkt durch die höhenverstellbare Auflage 4 der Erwärmungseinrichtung 1 erfolgen.
Die Lamellen 3 können in einem Vorprozess durch stirnseitiges Verbinden in Form einer soge- nannten Keilverzinkung und Verleimung aus Kurzware gebildet werden. Damit können Fehlerstel- len in den Lamellen 3 vermieden werden bzw. wird dadurch die Abfallquote reduziert. Bei der Vorbereitung des Lamellenpaketes für das Rohprofil 2 wird weiters gegebenenfalls eine Sortierung nach unterschiedlichen Qualitäten der Lamellen 3 vorgenommen, wobei beim Paketieren die Lamellen 3 mit der hochsten Qualitätsstufe für die Aussenzonen des Rohprofils 2 und Lamellen 3 mit geringerer Qualität in der Mittellage des Rohprofiles 2 zur Anwendung kommen
Weiters hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, die Lamellen 3 vor der Bildung des Paketes einer Wärme- und/oder Wellenenergiequelle auszusetzen, wobei sich als besonders vorteilhaft die Anwendung von Mikrowellenenergie ergeben hat,
wodurch eine Erwärmung der Lamellen 3 aus ihrem Kernbereich in Richtung der Oberfläche erfolgt In Folge der schlechten Wärmeleitung des Werkstoffes der Lamellen 3 bleibt die mittels der Mikrowellen erzeugte Wärme über längere Zeit hinweg wirksam, wodurch der Abbindeprozess des Verbindungsmittels in der Pressvorrichtung 87 nach der Bildung des Rohprofiles 2 beschleunigt wird.
Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einer Wellenenergiequelle nach der Bildung des Pake- tes der Lamellen 3 vor dem Aufbringen der Spannrahmen 90 der Pressvorrichtung 87.
Eine bevorzugte Ausführung zur Anwendung einer Wellenenergiequelle bildet dabei der Mikro- wellenerzeuger 28, 65, 66 in der in Richtung der Längserstreckung der Lamellen 3 bzw. des Pake- tes verlaufenden Führungsanordnung 22 verfahrbaren Ausbildung, wodurch ein gleichmässiger und rascher Erwärmungsprozess erreicht wird. Nach dem Paketieren und gegebenenfalls erfolgter Vorbehandlung wird das Paket aus den Lamellen 3 in Richtung quer zu seiner Längsachse mittels einer Fördervorrichtung 93, z. B. Rollenbahn, Gurtförderer, etc., auf die bereit stehende Plattform 91 bzw. im Anschluss daran auf die jeweilige Lage 94, gebildet aus dem Spannrahmen 90 mit den in diesem gespannten Rohprofil 2, gefördert.
Ist nun das Paket der Lamellen 3 in einer Presspositi- on, werden mittels der auf einer Krananlage 88 verfahrbaren Manipulationsvornchtung 89 mit einem Tragrahmen 95 die Spannrahmen 90 auf das Paket der Lamellen 3 abgesetzt und mittels einer Verstellvorrichtung 96 Spannbacken 97 in die Pressstellung, bei der auf das Paket der Lamel- len 3 die Presskraft - Pfeil 98 - aufgebracht wird, verstellt. Damit ist eine der Lagen 94 gebildet und der Vorgang zur Bildung eines Gesamtstapels wird wiederholt, wobei die mittels Schienen 99 verfahrbare Plattform 91 in ein Zwischenlager 100 überstellt wird. In diesem Zwischenlager 100 verbleibt das Paket aus den Lamellen 3 während einer erforderlichen Abbindezeit, bis die erforder- liche Haftkraft des Verbindungsmittels erreicht ist, unter der Vorspannung durch die Spannrahmen 90.
Das Zwischenlager 100 kann dabei Belüftungseinrichtungen 101 und Heizeinrichtungen 102, um den Abbindevorgang zu beschleunigen, aufweisen. Selbstverständlich können auch mehrere dieser Zwischenlager 100 vorgesehen werden.
Nach Erzielung der erforderlichen Haftkraft erfolgt die Entstapelung und die Abgabe des Roh- profiles 2 Dazu werden die Lagen 94 einzeln vom Gesamtstapel mittels einer auf der Manipula-
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tionsvorrichtung 89 angeordneten Hubeinrichtung 103 aufgenommen und mittels der Krananlage 88 auf eine Fördervorrichtung 104, z. B. einer Rollenbahn 105 überstellt, wobei gleichzeitig wäh- rend des Verfahrens die Spannrahmen 90 mittels der Verstellvorrichtung 96 geöffnet werden.
Sobald das Rohprofil 2 auf der Fördervorrichtung 104 zur Auflage kommt, werden Hubgabeln 106 mittels eines Stellantriebes 107 in ihre Ruheposition verfahren und damit das Rohprofil 2 freigege- ben und über die Fördervorrichtung 104 abgeführt. Die Spannrahmen 90, die in ihrer geöffneten Position in Aufnahmen 108 des Tragrahmens 95 gehaltert sind, stehen nunmehr für einen weiteren Bestückungsvorgang für ein in der Pressenstation bereit gestelltes Paket der Lamellen 3 zur Verfügung und gelangen damit in den Fertigungsprozess zurück.
Dies ermöglicht nunmehr ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Rohprofilen 2, welches den erforderlichen Kapazitäten zur Herstellung unter Einhaltung der erforderlichen Halte- zeit zum Abbinden des Verbindungsmittels anpassbar ist und bei dem der Aufwand an mechani- schen Vorrichtungen gering ist.
Abschliessend sei der Ordnung halber darauf hingewiesen, dass in den Zeichnungen einzelne Bauteile und Baugruppen zum besseren Verständnis der Erfindung unproportional und massstäb- lich verzerrt dargestellt sind.
Es können auch einzelne Merkmale der einzelnen Ausführungsbeispiele mit anderen Einzel- merkmalen von anderen Ausführungsbeispielen oder jeweils für sich allein den Gegenstand von eigenständigen Erfindungen bilden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1,2; 3,4; 5 ; 6,7 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen erfindungsgemässen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen erfin- dungsgemässen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entneh- men.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Erwärmungseinrichtung für stab- bzw. brettförmige Lamellen aus Holz bzw. Lamellenpake- te mit einem Gehäuse, welches zumindest einen Mikrowellenerzeuger und eine Wellenleit- vorrichtung umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mikrowellenerzeuger (28) mit der
Wellenleiteinrichtung (27') oder einem den Mikrowellenerzeuger (28) mit der Wellenleitein- richtung (27') aufnehmenden Gehäuse (27) eine durch Träger (18) mit Führungsbahnen (21) gebildete Führungsanordnung (22) zugeordnet is, die bevorzugt in Richtung einer
Längsachse der stab- bzw. brettförmigen Lamellen (3) bzw.
Lamellenpakete ausgerichtet ist und dass der Mikrowellenerzeuger (28; 65,66) mit der Wellenleiteinrichtung (27') oder das Gehäuse (27, 54) mit dem Mikrowellenerzeuger (28; 65,66) und der Wellenleiteinrich- tung (27') und/oder eine Aufnahmevorrichtung (4) für die stab- bzw. brettförmigen Lamel- len (3) bzw. Lamellenpakete auf der Führungsanordnung (22) verschiebbar angeordnet und mit mindestens einer Vorschubvorrichtung (38; 47 ; 68 ; verbunden ist.