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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Festlegung einer Glashalteleiste an einem Rahmen eines Fensters oder einer Tür unter Eingliederung von Kunststoffhaltern, welche in eine C-förmig ausgebildete Nut des Rahmens einsetzbar sind, wobei die Glashalteleiste einen sich durch die von gegeneinander gerichteten Flanschen seitlich begrenzte Mündung der Nut in diese erstreckenden geneigten Ausleger mit einem T-förmigen Endabschnitt, eine die Aussenseite eines Flansches kontaktierende Stützleiste und eine an der zur Mündung gewandten Seitenfläche des Flansches zur Anlage gelangende Fixierleiste aufweist, gemäss den Merkmalen im Oberbegriff des Patentan- spruches 1.
Im Stand der Technik ist ein Kunststoffhalter bekannt, der sich von der Innenseite eines Flan- sches aus unter Anlage am Nutgrund bogenförmig um den Endabschnitt bis zur Innenseite des anderen Flansches erstreckt, sowie mit einer an einen Längsrand angeschlossenen Federlippe versehen ist, die von der Innenseite des Flansches aus schräg gegen eine Seitenwand der Nut gerichtet ist. Der Kunststoffhalter tritt zwischen dem anderen Flansch und dem geneigten Ausleger aus der Nut heraus und weist eine Grundplatte auf, die sich auf der Aussenseite des anderen Flansches abstützt. Ferner besitzt er einen geneigten Klemmschenkel, der mit seinem freien Ende die dem Nutgrund abgewandte Oberseite des Auslegers im Abstand von der Mündung kontaktiert.
Dieser Kunststoffhalter wird vor der Montage der Glashalteleiste in die Nut des Rahmens ein- gesetzt.
Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass der schräg von der Nut weg weisende Klemmschenkel bei anschliessenden Verglasungsarbeiten sehr störend ist. Dies geht so weit, dass die vorab mon- tierten Kunststoffhalter vor dem Anbringen der Verglasung entfernt und anschliessend umständlich wieder in die Nut eingesetzt werden müssen. Das bedeutet einen zusätzlichen Arbeitsaufwand und birgt die Gefahr in sich, dass einzelne Kunststoffhalter auf der Baustelle leicht verloren gehen können.
Andere Lösungen (EP 0 612 907 B1, US 5,095,676 A) sehen vor, Kunststoffhalter an einer Glashalteleiste zu befestigen und dann gemeinsam in die Nut eines Rahmens einzusetzen. Die an dem Ausleger der Glashalteleiste vormontierten Kunststoffhalter nehmen dabei eine exponierte Stellung ein. Hierbei können diese filigranen Bauteile leicht verschmutzen, was wiederum die Montage erschwert. Die an der Glashalteleiste befestigten Kunststoffhalter können ausserdem leicht verloren gehen, wenn die Glashalteleiste nicht vorsichtig genug gehandhabt wird.
Der Erfindung liegt - ausgehend vom Stand der Technik - die Aufgabe zugrunde, eine Anord- nung zur Festlegung einer Glashalteleiste an einem Rahmen eines Fensters oder einer Tür unter Eingliederung von Kunststoffhaltern zu schaffen, bei der die Kunststoffhalter in der Nut des Rah- mens vormontiert und so gestaltet sind, dass die Verglasungsarbeiten anschliessend ungehindert durchgeführt werden können.
Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Hierbei ist es von Bedeutung, dass sich jeder Kunststoffhalter von der Innensei- te eines Flansches aus unter Anlage am Nutgrund bogenförmig um den T-förmigen Endabschnitt des Auslegers bis zur Innenseite des anderen Flansches erstreckt und dass an den sich hier abstützenden Längsrand des Kunststoffhalters eine Klemmleiste angeschlossen ist, die sich einer- seits an der der Mündung zugewandten Seitenfläche des Flansches und andererseits an der dem Nutgrund abgewandten Oberseite des Auslegers abstützt.
Kernpunkt der Erfindung bildet somit der Sachverhalt, dass die Fixierung der Glashalteleiste in der Nut durch Abstützen der Klemmleiste an der der Mündung zugewandten Seitenfläche eines Flansches bewirkt wird. Die Erfindung macht Stützelemente, die auf der Aussenseite des Flansches aufliegen, sowie weit ausladende Klemmschenkel überflüssig. Dadurch wird erreicht, dass die Kunststoffhalter frei sind von störenden Vorsprüngen, die bei Verglasungsarbeiten hinderlich sein könnten. Die Kunststoffhalter können problemlos vorab montiert werden und sind durch Selbst- klemmung an den Innenseiten der Flansche und durch Anlage am Nutgrund lagefixiert. Sie können bei sachgerechter Montage nicht verloren gehen und bieten keine exponierten Angriffsflächen, so dass sie sich nicht unbeabsichtigt mit anderen Gegenständen verhaken und aus der Nut heraus gehebelt werden können.
Durch die geringe Baugrösse ist der Materialbedarf für die erfindungsgemässen Kunststoffhalter sehr gering. Damit ist ein deutlicher Vorteil gegenüber bekannten Kunststoffhaltern für Glashalte- leisten gegeben. Dazu kommt, dass die Kunststoffhalter besonders einfach aufgebaut sind, was
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fertigungstechnische Vorteile hat.
Die Kunststoffhalter können sehr einfach in die Nut im Rahmen montiert werden, indem zu- nächst die der Klemmleiste abgewandten Längsränder hinter einen Flansch der Nut geführt und dann die Kunststoffhalter während einer Schwenkbewegung zum Nutgrund hinter den anderen Flansch eingerastet werden. Die Kunststoffhalter bestehen aus einem ausreichend flexiblen Mate- rial, das ein leichtes Einsetzen in die Nut ermöglicht und gleichzeitig in der Lage ist, die Glashalte- leiste sicher zu fixieren.
An den den Klemmleisten gegenüberliegenden Längsrändern der Kunststoffhalter sind Feder- lippen angeschlossen, die von der Innenseite eines Flansches schräg gegen die Seitenwand der Nut gerichtet sind. Diese Federlippen dienen der sicheren Positionierung der Kunststoffhalter in der Nut. Beim Einsetzen der Kunststoffhalter drücken die Federlippen gegen die Seitenwand der Nut und federn nach dem Einrasten der Kunststoffhalter zurück, so dass sich die den Längsrändern benachbarten Seitenflächen der Klemmleisten an der der Mündung zugewandten Seitenfläche des anderen Flansches abstützen und hierbei den Endabschnitt des Auslegers der Glashalteleiste federnd elastisch einspannen.
Die Glashalteleiste wird somit in zwei sich kreuzenden Richtungen in der Nut abgestützt, zum einen zwischen den Innenseiten der Flansche und dem Nutgrund und zum anderen zwischen den einander zugewandten Seitenflächen der Flansche. Dadurch ist sicher- gestellt, dass die Kunststoffhalter an den ihnen zugedachten Positionen in der Nut verbleiben, nicht ohne weiteres verrutschen können und die Glashalteleiste einwandfrei positionieren.
Sollte während der Montage eine Umpositionierung oder Entnahme von Kunststoffhaltern er- forderlich sein, können diese gegen die Federkraft der Federlippen quer zur Nut verlagert und umgekehrt zum Montagevorgang aus der Nut entfernt werden.
Die Kunststoffhalter können aber auch so gestaltet sein, dass die Vorspannung ein Verlagern der Kunststoffhalter in der Nut durch einfaches Verschieben ermöglicht. Eine Entfernung ist dann gar nicht erforderlich.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung wird in den Merkmalen des An- spruchs 2 gesehen.
Hierbei verlaufen die Aussenseiten der Klemmleisten innerhalb der Mündung der Nut. Durch dieses Merkmal wird erreicht, dass die Klemmleisten und damit die gesamten Kunststoffhalter innerhalb der Nut sowie der Mündung positioniert sind. Da die Klemmleisten nicht aus der Mün- dung der Nut hervortreten, werden die Verglasungsarbeiten in keiner Weise durch die vorabmon- tierten Kunststoffhalter beeinträchtigt.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist im Anspruch 3 charakterisiert, wo- bei die Klemmleisten einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweisen und in den Kon- taktbereichen mit der Oberseite des Auslegers an diese Oberseite angepasst sind.
Die Klemmleisten haben durch die relativ massive Ausführung mit rechteckigem Querschnitt eine grosse Steifigkeit und bewirken eine sichere Positionierung des Auslegers in der Nut.
Die Kontaktbereiche können z. B. Fasen an den im wesentlichen rechteckigen Querschnitten sein, durch die sich die Klemmleisten flächig an den geneigten Ausleger anschmiegen. Derartige Fasen erleichtern darüber hinaus die Einführung des T-förmigen Endabschnitts des Auslegers in die Kunststoffhalter bei der Montage der Glashalteleiste.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbei- spiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen durch einen Kunststoffhalter in einer Nut festgelegten Ausleger einer
Glashalteleiste im Schnitt;
Fig. 2 und 3 das Einsetzen eines Kunststoffhalters in den Rahmen eines Fensters und
Fig. 4 und 5 die Montage einer Glashalteleiste in die Nut.
Mit 1 ist in der Fig. 1 eine Glashalteleiste bezeichnet, die an einem Rahmen 2 eines Fensters unter Eingliederung von flexiblen Kunststoffhaltern 3 lösbar befestigt ist, welche in eine C-förmig ausgebildete Nut 4 des Rahmens 2 eingesetzt sind. Die Mündung 5 der Nut 4 wird seitlich von zwei gegeneinander gerichteten Flanschen 6,7 seitlich begrenzt. Die Flansche 6,7 bilden Hinterschnei- dungen aus, wodurch die Breite der Mündung 5 kleiner ist als die Breite der Nut 4.
Die Glashalteleiste 1 kontaktiert über eine Stützleiste 8 die Aussenseite 9 des Flansches 6 und weist ferner eine Fixierleiste 10 auf, die sich an der zur Mündung 5 gewandten Seitenfläche 11des Flanschs 6 abstützt. Die Glashalteleiste 1 umfasst darüberhinaus einen geneigten Ausleger 12, der
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sich durch die Mündung 5 in die Nut 4 erstreckt und einen T-förmigen Endabschnitt 13 aufweist.
Der Endabschnitt 13 ist zum Teil in den Kunststoffhalter 3 federnd elastisch eingebettet. Er wird dabei von dem Kunststoffhalter 3 bogenförmig umgriffen, welcher sich von der Innenseite 14 des Flanschs 6 unter Anlage am Nutgrund 15 bis zur Innenseite 16 des Flanschs 7 erstreckt. An einem die Innenseite 14 des Flanschs 6 berührenden Längsrand 17 des Kunststoffhalters 3 schliesst sich abgewinkelt zum muldenartigen Mittelteil 18 eine Federlippe 19 an, die schräg gegen die Seiten- wand 20 der Nut 4 gerichtet ist.
An dem sich an der Innenseite 16 des Flanschs 7 abstützenden Längsrand 21 des Kunststoff- halters 3 ist eine Klemmleiste 22 mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt angeschlossen.
Sie erstreckt sich zwischen der der Mündung 5 zugewandten Seitenfläche 23 des Flanschs 7 und der dem Nutgrund 15 abgewandten Oberseite 24 des Auslegers 12. Die Klemmleiste 22 ist im Kontaktbereich 25 zur Oberseite 24 angefast, so dass eine flächige Berührung mit der Oberseite 24 erfolgt.
Die Klemmleiste 22 ist so gestaltet, dass ihre vom Nutgrund 15 abgewandte Aussenseite 26 ohne die eingesetzte Glashalteleiste 1 innerhalb der Mündung 5 der Nut 4 liegt (siehe auch Fig. 3 und 4). Erst nach Einsetzen der Glashalteleiste 1 verformt sich der Kunststoffhalter 3, wodurch die Aussenseite 26 der Klemmleiste 22 geringfügig aus der Mündung 5 tritt (vgl. Fig. 5).
Während die Klemmleiste 22 mit ihrem Kontaktbereich 25 an der Oberseite 24 des Auslegers 12 liegt, berührt der Endabschnitt 13 im Bereich des Flanschs 7 die Innenseite 27 des stegartigen Übergangs 28 zwischen der Klemmleiste 22 und dem Längsrand 21. Darüber hinaus berührt der Endabschnitt 13 die dem Nutgrund 15 abgewandte Innenfläche 29 des Mittelteils 18.
Die Fig. 2 und 3 verdeutlichen, wie ein Kunststoffhalter 3 in die Nut 4 eines Rahmens 2 einge- setzt wird.
In einem ersten Schritt wird die Federlippe 19 des Kunststoffhalters 3 hinter den Flansch 6 in die Nut 4 geführt, wie es der Pfeil PF andeutet. Im zweiten Arbeitsschritt (Fig. 3) wird das die Klemmleiste 22 tragende Ende des Kunststoffhalters 3 weiter in Richtung zur Nut 4 verschwenkt.
Die Schwenkbewegung in Richtung des Pfeils PF1 wird so lange fortgeführt, bis der Längsrand 21 und der Übergang 28 hinter den Flansch 7 gleiten und dadurch der Kunststoffhalter 3 in der Nut 4 einrastet.
In Fig. 4 ist dargestellt, wie die Glashalteleiste 1 durch eine Drehbewegung in Pfeilrichtung PF2 in die Nut 4 eingesetzt wird. Dazu wird der Endabschnitt 13 über die Mündung 5 der Nut 4 zwi- schen den Mittelteil 18 und die Klemmleiste 22 in eine vom Mittelteil 18, dem Übergang 28 und der Klemmleiste 22 begrenzte Aufnahmekammer 30 des Kunststoffhalters 3 eingeführt.
Fig. 5 zeigt die durch den Kunststoffhalter 3 in der Nut 4 fixierte Glashalteleiste 1 in der mon- tierten Endposition. Hierbei drückt die Klemmleiste 22 unter Abstützung am Flansch 7 auf die Oberseite 24 des Auslegers 12 und presst dadurch die Fixierleiste 10 gegen den Flansch 6. Die Glashalteleiste 1 ist lagefixiert.
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