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Die Erfindung betrifft eine Anlage zum automatisierten Aufnehmen sich bewegender Objekte auf Videokassetten oder Datenträger, wobei die bespielten Datenträger besichtigt und/oder gekauft werden konnen, mit wenigstens einer Aufnahmekamera, die so gesteuert ist, dass sie dem sich bewegenden, aufzunehmenden Objekt folgt.
Aus der DE 35 03 826 A ist eine Kameraeinheit bekannt, mit der sich bewegende Objekte erfasst und aufgenommen werden können. Die Kamera wird bei der DE 35 03 826 durch eine Fernsteuerung so bewegt, dass die Kamera dem zu erfassenden Objekt folgt. Die Fernsteuerung wird von einer Person bedient, wobei ein in einem Steuerpult befindlicher Vier-WegeSteuerknüppel und ein Taster zum Bedienen von Motorzoom und Motorfocus der Kamera vorgesehen sind.
In der EP 0 020 795 A ist ein Infrarot-Ortungssystem beschrieben, mit dessen Hilfe die Bewegung eines Objektes in einem vorgeschriebenen Rasterprofil kontrolliert werden kann. Dabei wird der zu ortende Infrarotpunkt von einer Energiequelle am Objekt selbst vorgegeben.
Aus der US 4 789 907 A ist ein Verkaufssystem bekannt, bei der eine persönliche Nachricht auf einer Videokassette gespeichert und die bespielte Videokassette käuflich erworben werden kann. In der US 4 789 907 A ist nicht vorgesehen, dass das Verkaufssystem für Videoaufnahmen mit einer Anlage kombiniert werden kann, die eine Videokamera enthält, die automatisiert einem sich bewegenden Objekt nachgeführt wird. Vielmehr ist die Videokamera bei dem Verkaufsautomaten gemäss der US 4 789 907 A in einem Gehäuse starr eingebaut und kann nur eine vor ihr sitzende Person erfassen.
Aus der AT 401 451 B ist eine Anlage zum automatisierten Aufnehmen sich bewegender Objekte auf Videokassetten bekannt, wobei die Videokassetten besichtigt und gekauft werden können. Bei der Anlage gemäss der AT 401 451 B ist eine Einrichtung vorgesehen, die auf dem aufzunehmenden Objekt eine Markierung erzeugt, auf welche die Steuerung für das Verfolgen des sich bewegenden, aufzunehmenden Objektes anspricht, wobei die das Objekt aufnehmende Kamera von ihren Schwenkantrieben so geschwenkt wird, dass sie nach dem Einschalten der Anlage der auf dem sich bewegenden, aufzunehmenden Objekt erzeugten Markierung zwischen einem vorgegebenen Anfangspunkt und einem ebenfalls vorgegebenen Endpunkt folgt.
Die Anlage gemäss der AT 401 451 B umfasst auch eine Aufnahme- und Abspielvorrichtung mit einem Monitor, über den die Videokassette besichtigt werden kann, sowie ein Magazin für Videokassetten und einen durch Münz- oder Wertmarkeneinwurf zu betätigenden Verkaufsautomat, mit dem die bespielten Videokassetten verkauft werden können.
Nachteilig bei der Anlage gemäss der AT 401 451 B ist es, dass eine gesonderte Einrichtung erforderlich ist, die auf dem aufzunehmenden Objekt eine Markierung erzeugt. Insbesondere, wenn die Einrichtung zum Erzeugen der Markierung auf dem aufzunehmenden und sich bewegenden Objekt ein Infrarotsender ist, haben sich manchmal Schwierigkeiten ergeben, die Bewegungen der Kamera so zu steuern, dass sie dem sich bewegenden, und aufzuzeichnenden Objekt tatsächlich immer richtig nachgeführt wird. Insbesondere hat es sich als nachteilig erwiesen, dass bei der AT 401 451 B zwingend ein Anfangspunkt und ein Endpunkt vorgegeben sein muss, zwischen welchen sich das aufzunehmende Objekt bewegt.
Die US 5 268 734 A zeigt und beschreibt ein System zum Bewegen einer Kamera derart, dass die Kamera einem sich bewegenden Objekt nachgeführt wird. Das System der US 5 268 734 A besteht (vgl. Fig. 1) aus einer Grundeinheit mit der Kamera und einer am Objekt angebrachten, beweglichen Einheit. Die Grundeinheit sendet IR-Signale aus, die in der beweglichen Einheit in digitale, der Lage des Objektes entsprechende Signale umgewandelt werden ("PAN-Transmitter" und "TIL T-Transmitter"). Die so erhaltenen Signale werden von einem RF-Sender (RF-Transmitter) an die Grundeinheit übermittelt und dort für das Nachführen der Kamera ausgewertet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Anlagen zu vermeiden und eine Anlage zum automatisierten Aufnehmen, Besichtigen und/oder Verkaufen von erinnerungswürdigen Aufzeichnungen zur Verfügung zu stellen.
Gelost wird diese Aufgabe in erster Linie mit einer Anlage, weiche sich dadurch auszeichnet, dass an dem sich bewegenden und aufzunehmenden Objekt wie an sich bekannt ein (Funk-) Impulsgeber angeordnet Ist, dass eine Einrichtung (Aktivator) vorgesehen ist, die den Impulsgeber aktiviert, oder dass die Kamera mit einer Bilderkennung, von welcher das sich bewegende, aufzu- nehmende Objekt erkannt wird, ausgestattet ist, und dass die Kamera durch die vom Impulsgeber
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abgegebenen Impulse oder durch die der Kamera zugeordnete Bilderkennung so bewegt wird, dass sie den sich bewegenden Objekt, vorzugsweise zwischen einem Anfangs- und Endpunkt der
Bewegung, folgt.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemässen Anlage sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei der erfindungsgemässen Anlage erfolgt das Erkennen des sich bewegenden und aufzu- nehmenden Objektes, z. B. einer Person, über einen Impulsgeber oder durch Bilderkennung. Es ist also bei der Erfindung, anders als bei der bekannten Anlage gemäss der AT 401 451 B nicht mehr erforderlich, dass eine Einrichtung vorgesehen ist, die auf dem aufzunehmenden Objekt eine
Markierung erzeugt. Die Kamera wird bei der Erfindung von ihrer Steuerung unter Verwertung der vom Impulsgeber ausgesendeten (Funk-) Signale oder von der Bilderkennung ausgeführten Erfassung des aufzunehmenden Objektes so gesteuert, d. h. bewegt, dass sie dem sich bewegenden, aufzunehmenden Objekt folgt. Die Steuerung spricht bei der Erfindung z.
B. auf von dem sich bewegenden, aufzunehmenden Objekt ausgesandte Impulse an und verfolgt aufgrund der ihr von der Steuerung erteilen Schwenkbewegungen das Objekt.
Bei der Erfindung verfolgt die Aufnahmekamera nach dem Einschalten der Anlage, z. B. durch
Einwurf einer Münze, einer Wertmarke oder einer Magnetkarte, aufgrund der von dem sich zu bewegenden, aufzunehmenden Objekt ausgesandten Impulse oder durch die Bilderkennung das aufzunehmende Objekt selbständig.
Bevorzugt, aber nicht zwingend erfolgt das Aufnehmen des sich bewegenden Objektes bei der Erfindung zwischen einem vorgegebenen Anfangspunkt und einem ebenfalls vorgegebenen Endpunkt. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Steuerung die Aufnahmekamera selbständig auf den Ausgangspunkt richtet, wenn ein vorhergegangener Aufnahmevorgang beendet worden ist.
Wenn ein Endpunkt vorgegeben ist, kann die Steuerung der Aufnahmekamera so eingerichtet sein, dass die Aufnahmekamera nach dem Durchgang des sich bewegenden Objektes durch den Endpunkt, oder eine vorgegebene Zeitspanne nach dem Beginn der Aufnahme auch ohne diesen Durchgang des Objektes durch den Endpunkt abgeschaltet wird.
Weiters kann in der erfindungsgemässen Anlage eine an sich bekannte Aufnahme- und Abspielvorrichtung mit einem Monitor vorgesehen sein, damit die Aufnahme besichtigt werden kann. Bevorzugt ist weiters ein Magazin für Videokassetten oder andere Datenträger und ein durch Münz-, Jeton- oder Wertmarkeneinwurf oder durch eine Magnetkarte zu betätigender Verkaufsautomat vorgesehen, über den bespielte Datenträger (Videokassetten) erworben werden können.
Mit Hilfe der erfindungsgemässen Anlage ist es auf einfache Weise möglich, ein sich bewegendes Objekt aufzunehmen und einem Datenträger, auf dem diese Aufnahme gespeichert Ist, anschliessend käuflich zu erwerben.
Die erfindungsgemässe automatisierte Anlage weist vorzugsweise wenigstens eines der nachgenannten Elemente auf : - Eine Start- oder Einschaltautomatik, welche die Anlage über Geld-, Jetoneinwurf oder durch eine Magnetkarte in Betrieb setzt.
- Einen Markierungssender, z. B. auf Basis von Infrarot, der an dem sich bewegenden und aufzunehmenden Objekt, beispielsweise einer zu filmenden Person, einen an der Person angebrachten Impulsgeber einschaltet.
- Eine Startfreizeichenanlage, die den Beginn der Aufnahme bzw. der Aufnahmeaktivität anzeigt.
- Eine (vollautomatische) Videokamera, insbesondere eine für Digitalaufnahmen eingerichtete Videokamera, die sich über einen Richtfunkempfänger auf den Impulsgeber an dem sich bewegenden und aufzunehmenden Objekt orientiert und durch ihre Steuerung stets auf dieses gerichtet ist, wobei die Steuerung wenigstens einen Servomotor antreibt, der das Schwenken der Kamera bewirkt, wobei die Kamera vorzugsweise durch eine Autofocuseinrichtung stets scharfgestellt ist und die Möglichkeit gegeben ist, durch Ändern der Brennweite (Autozoom) den Bildausschnitt zu ändern.
Wenigstens ein Aufnahmegerat, insbesondere einen Videorecorder für professionelle Einsatzzwecke mit Durchlaufautomatik für VHS-PA, SECAM-OST-WEST, insbesondere mit frei programmierbaren Mechanikfunktionen.
- Eine oder mehrere Kassetten bzw. Datenträgereinlaufmagazine mit Mindeststandanzeige.
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- Einen Farbmonitor zur Wiedergabe und Besichtigung der Aufnahme, der willkürlich angesteu- ert werden kann.
Eine Ausschaltautomatik, die entweder über eine Lichtschranke am Endpunkt (Ziel) oder nach einer vorgegebenen programmierbaren Zeit nach Beginn einer Aufnahme die Aufnahmefunktion beendet.
- Einen Verpackungsautomaten, der eine käuflich erworbene Videokassette oder einen ande- ren Datenträger vor der Ausgabe aus dem Verkaufsautomaten (in eine Folie) schützend verpackt - Eine freie programmierbare Steuerung, die den gesamten Ablauf steuert und mit geringem
Aufwand ein Umrüsten auf einen anderen Verwendungszweck erlaubt.
Von besonderem Vorteil bei der erfindungsgemässen Anlage ist es, dass zwar ein Ausgangs- punkt und ein Endpunkt (Start und Ziel), sowie eine vorgegebene Strecke der Bewegung (z. B. ein durch Tore ausgeflaggter Kurs in Form von Schiläufern) vorgesehen sein kann, aber nicht sein muss, weil die erfindungsgemässe Anlage in der Lage ist, auch nicht längs einer vorgegebenen
Bahn ausgeführten Bewegungen von Objekten, z. B. Schifahrern, zu folgen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehen- den Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung unter Bezugnahme auf die ange- schlossenen Zeichnungen. Es zeigt Fig. 1 am Beispiel eines Schiläufers das Starten der Anlage durch Einwerfen einer Münze ; Fig. 2 den Schiläufer am Ausgangspunkt (Start) und das Aktivieren des am Schiläufer angebrachten Impulsgebers, bzw. das Aktivieren der Bilderkennung und die
Fixierung auf den Schiläufer ; Fig. 3 den Schiläufer in zwei Stellungen während der Fahrt, während er von der Kamera aufgenommen wird ; Fig. 4 den Schiläufer nach dem Beenden des Laufes am
Endpunkt (Ziel) beim Betrachten der Aufnahme an einem Monitor. Aufgrund der Bilderkennung ist es möglich, die Kamera einem bestimmten, ausgewählten Objekt (z.
B. einem Schifahrer) nachzufahren. Bei der Bilderkennung wird das Objekt anhand bestimmter (optischer) Parameter (z. B.
Kontur, Grösse, Farbe) erfasst und diese Parameter gespeichert, wobei vorgesehen sein kann, dass die gespeicherten Parameter dem Objekt laufend angepasst (geändert) werden.
Durch die Bilderkennung werden beispielsweise die tatsächlich von der Kamera erfassten Bilder (durch Vergleichen der Bildpunkte mit den als Bildpunkte gespeicherten Parametern) mit den gespeicherten Parametern verglichen und so die Bewegung der Kamera derart gesteuert, dass sie dem sich bewegenden Objekt folgt.
Die erfindungsgemässe Anlage besitzt eine in einem Gehäuse 1 untergebrachte Start- und Einschaltautomatik, die durch Einwerfen einer Münze 2, durch Einschieben einer Wertkarte oder durch Einschieben eines Jetons aktiviert werden kann. Dies ist beispielsweise in Fig. 1 gezeigt. Am Gehäuse 1 kann in einem Sichtfeld 3 auch eine Bedienungsanleitung für die erfindungsgemässe Anlage, z. B. in Form eines Bildschirmes vorgesehen sein.
Nachdem die Anlage durch Einwerfen der Münze 2 (Fig. 1) aktiviert worden ist, begibt sich der Läufer, im gezeigten Fall ein Schiläufer, zum Ausgangspunkt 5 "Start", an dem eine Lichtschranke 6 vorgesehen ist.
Die neben dem Objektiv 10 einer Kamera (nur das Objektiv 10 ist in den Zeichnungen gezeigt) vorgesehene Aktivierungseinrichtung 11 aktiviert den vorher am Schifahrer beispielsweise im Bereich seiner Schulter oder der Brust angeordneten Impulsgeber 13, so dass die Kamera unter Verwertung der vom Impulsgeber 13 ausgesandten Funk-Impulse über ihre Steuerung dem Schifahrer nachgeführt werden kann. Dies ist in Fig. 3 in zwei Stellungen gezeigt.
Die Aktivierungseinrichtung 11, die wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, neben dem Objektiv 10 der Kamera vorgesehen ist, kann auch gleichzeitig als Empfänger für die vom Impulsgeber 13 abgesendeten Impulse, also für die Ortung der Position des Schifahrers herangezogen werden.
Am Endpunkt 20 eines beispielsweise durch Tore ausgeflaggten Kurses"Ziel"befindet sich ebenfalls in einem Gehäuse 21 untergebracht ein Monitor 22, über den die unmittelbar vorher erzeugte Aufnahme besichtigt werden kann. Soferne sich der Schiläufer dazu entschliesst, diese Aufnahme zu kaufen, wirft er eine Münze 2, eine Wertmarke, einen Jeton oder eine Kreditkarte in den entsprechenden Schlitz 12 im Gehäuse 22 ein und bekommt die, vorzugsweise verpackte, Videokassette oder einen anderen Datenträger, auf dem die Aufnahme gespeichert ist.
Nachdem der Schifahrer (das sich bewegende, aufzunehmende Objekt im Ausführungsbeispiel) den Endpunkt 20, also das Ziel erreicht hat, wird die Aufnahme abgebrochen und die Kamera schwenkt wieder an den Ausgangspunkt 5 (Fig. 2 "Start") zurück. Ebenso wird in dieser Zeit die
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Videokassette zurückgespult bzw. der Datentrager in seine Ausgangsstellung zurückbewegt, damit die Aufnahme durch den Läufer besichtigt werden kann.
Während dieser Zeit kann bereits ein nächster Läufer vom Ausgangspunkt 5 (Start) wegfahren und wird dabei von der Kamera aufgenommen.
Falls die Markierung des Schifahrers durch einen Impulsgeber 13, z. B. eine Funkmagnetkarte erfolgt, kann auch vorgesehen sein, dass diese am Endpunkt 20 wieder zurückgegeben wird, wobei die Möglichkeit besteht, durch Zurückgabe des beispielsweise als Funkmagnetkarte oder des Funksenders ausgebildeten Impulsgebers 13 den Kauf der vorher erzeugten Aufnahme zu tätigen.
Nachfolgend wird der Ablauf einer Aufnahme am Beispiel eines Schifahrers unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 4 erläutert.
Ein Schiläufer wirft am Start 5 eine Geldmünze 2 (oder einen Jeton) in den Start- bzw.
Einschaltautomaten ein (Fig. 1). Nachdem der Läufer nach dem Start-Frei-Signal gestartet ist und der Impulsgeber 13 aktiviert wurde (z. B. die Funktmagnetkarte eingeschaltet worden ist), verlässt der Schifahrer den Start 5, wobei dies durch die Lichtschranke 6 erfasst wird. Spätestens ab diesem Zeitpunkt nimmt die Videokamera durch den Richtfunkempfänger, der den Impulsgeber 13 (Funksender) am Schifahrer erkennt (oder in einer anderen Ausführungsform durch eine eigene Bilderkennung) so gesteuert auf, dass der Läufer immer im Bild ist. Die Kamera stellt sich selbsttätig scharf (Autofocus) und die Aufnahme wird in einem Datenträger, z. B. einer Videokassette aufgezeichnet, während sich der Schifahrer einer, beispielsweise vorgegebenen, Piste entlangbewegt (Fig. 3).
Sobald der Läufer das Ziel 20 erreicht hat (falls der Läufer das Ziel 20 nicht erreicht hat nach einer vorgegebenen Zeitspanne) schaltet die Kamera aus und schwenkt selbsttätig zum Ausgangspunkt 5 (Fig. 2) zurück. Gleichzeitig wird der Datenträger (z. B. das Videoband) zurückgespult und ist zur Wiedergabe bereit.
Der Läufer hat nun die Möglichkeit, seine Fahrt am Monitor 22 im Gehäuse 21 am Endpunkt 20 (Ziel) zu besichtigen, wobei gleichzeitig ein weiterer Läufer von der Kamera aufgenommen und die Aufnahme auf einem Datenträger gespeichert werden kann. Um dies in einfacher Weise zu ermöglichen, sind beispielsweise in dem Gehäuse 21 am Endpunkt 20 zwei VideoaufnahmeWiedergabegeräte vorgesehen.
Während der Läufer nun überlegt, ob er den Datenträger mit der vorher erzeugten Aufnahme käuflich erwirbt oder nicht, wird die Aufnahme zurückgespult.
Entschliesst sich der Schiläufer dazu, die Aufnahme zu kaufen, kann dies durch Einwurf des entsprechenden Geldbetrages oder einer entsprechenden Wertmünze 2 erfolgen, oder aber durch Rückgabe der Funkmagnetkarte, die während der vorhergehenden Fahrt des Schifahrers Funksig- nale ausgesendet hat, die von dem Richtfunkempfänger erfasst und zur Nachführung der Kamera verwendet worden sind.
Wird die Kassette oder der andere Datenträger nicht erworben, kann die sich im Videorecorder (Durchlaufrecorder) befindliche und zurückgespulte Kassette für eine weitere Aufnahme verwendet werden.
Die elektrische Funktionsweise der beschriebenen Anlage ist beispielsweise die folgende :
1. ) Startautomatik :
Nach Einführen eines Geldscheines (Münze, Wertmarke oder Magnetkarte) wird die Startautomatik freigegeben und die Personenerkennung erfolgt mittels aktivierter Magnetkarte, Sender oder eigener Bilderkennung. Gleichzeitig schwenkt die Kamera mittels Servomotor zur Starteinrichtung, fokussiert das Objekt und das Aufnahmegerät geht in den Aufnahmemodus.
2. ) Lauf-Aufnahme :
Nach Passieren der Start-Schaltschranke 6 mit automatischer Rückstellung, Laufzeiteinblendung und Vorgabezeiteinblendung verfolgt die automatische Videokamera mit Funkpeilung, Bilderkennung und dauernder Nachfokussierung das Objekt bis ins Ziel 20. Nach Passieren einer Lichtschranke im Ziel 20 besteht die Möglichkeit, mittels frei programmierter Zeitvorgabe die Kamera auf das markierte Objekt nachzuschwenken und in dieser Zeit mittels Automatiktele auf Grossbild des Objektes zu schalten. Gleichzeitig kann beim Passieren der Ziellichtschranke eine durch die Start-Lichtschranke 6 in Gang gesetzte Zeitnehmung gestoppt werden.
Nach der Grossaufnahme wird wieder durch die Steuerung die Kamera zum Start 5 (ins Starthaus) geschwenkt und ist bereit für die neue Aufnahme.
3. ) Videoaufzeichnung :
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Die Kassettenladung erfolgt über ein Magazin
Nach erfolgter Aufzeichnung wird die Kassette automatisch zurückgespult und die Videomaschine schaltet auf Wiedergabe. Diese Wiedergabe wird nach freiprogrammierter Zeitkonstante mittels START-Videoverbindung an einem (Farb-) Monitor sichtbar gemacht. Nach Besichtigen der Aufnahme hat der Kunde eine vorprogrammierte Zeitspanne zur Verfügung, über den Zahlautomat die Kassette zu erwerben. In dieser Zeitspanne wird der Datenträger wenn erforderlich zurückgespult. Bekommt der Verkaufsautomat vom Zahlautomat den Erwerbsbefehl, wird die Kassette verpackt und ausgeworfen.
Wird nach der Vorgabezeit kein Erwerbsbefehl gegeben, ist die Kassette zur nächsten Aufnahme bereit. Während der Wiedergabezeit ist die zweite Videomaschine unter gleicher zeitlicher Ablaufsteuerung wie die erste Videomaschine zur Aufnahme des Objektes bereit und schaltet nach erfolgter Aufnahme gleich wie bei 1.) in den Wiedergabemodus, und gibt damit die Aufnahmebereitschaft der Maschine frei.
4. ) Steuerung und Systemaufbau :
Die Einheit besteht aus folgenden Geräten : a. ) Zahl- bzw. Einschaltautomat am Starthaus b. ) Aktivator für Impulsgeber c. ) Startautomatik mit automatischer Rückstellung und akustischer Nullpunktzählung d. ) Videokamera mit Servomotor, IR-Empfänger oder Funkempfänger bzw. Bilderkennung,
Auto-Fokussierung, Laufzeiteinblendung mit Datum und Uhrzeit e. ) Zwei Professional Videomaschinen und Datenaufzeichnungsgeräte mit Zählwerk und frei programmierbaren Mechanikfunktionen f. ) Farbmonitor zur Wiedergabebesichtigung g.) Zahlautomat für den Kassettenerwerb h. ) Lichtschranke für Zielmarkierung, Steuerung der Laufzeit i. ) Einlaufmagazin mit Mindeststandsignal j. ) Auslaufmagazin mit Zählwerk.
Ein im Rahmen der Erfindung verwendbarer Impulsgeber sendet auf eigener Frequenz Funkimpulse, die von einem in der Kamera installierten Funkempfänger empfangen und nachverfolgt werden.
Der Impulsgeber ist ein scheckkartenähnlicher Chip mit einer aufladbaren Monozelle, programmierbaren Zeitschalter und/oder einem manuellen Ein- und Ausschalter. Kommt die aufzunehmende Person in den Kamerabereich, kann durch leichten Druck oder Schlag der in der Tasche befindliche Impulsgeber eingeschaltet (aktiviert) werden.
Der Impulsgeber kann auch als Steckkarte ausgeführt sein, bei weicher durch Einstecken in den Aktivator die Monozelle mit so viel Energie aufgeladen wird, dass der Impulsgeber einen gewissen Zeitraum Funksignale aussendet. Dies hat den Vorteil, dass, sollte bei der vorgehenden Variante das Ausschalten vergessen worden sein, keine zweite aktivierte Impulsquelle gleichzeitig in den Aufnahmebereich kommen kann. Ausserdem ist dadurch der Unsicherheitsfaktor ausgeschaltet, dass mit leerer Batterie versucht wird, Aufnahmen zu machen.
Der nun ausgesandte Impuls wird vom Funkempfänger an der Kamera empfangen. Über eine spezielle Steuerung richtet sich dieser Impulsempfänger auf den Impulsgeber und verfolgt diesen, parallel gesteuert mit der Kamera nach.
Vorteil : Durch Verwendung verschiedener Frequenzen, Aufnahmen mehrerer Personen mit mehreren Kameras gleichzeitig möglich. Bei beiden Varianten kann man den Impulsgeber bei der Rückgabe an der Kasse oder einen Verkaufsautomaten als Zahlungsmittel für die aufgenommene Kassette (Datenträger) verwenden.
Für das In-Betriebsetzen des Impulsgebers kann ein Aktivator vorgesehen sein.
Durch dieses Element wird bei Einstecken des Impulsgebers (Steckkarte) die Anlage in Betrieb gesetzt und gleichzeitig die Monozelle zum Betrieb des Funksenders entsprechend über Schnellladung aufgeladen. Ebenso kann der Impulsgeber zeitgesteuert durch die installierte Software aktiviert werden.
Um die Kamera dem aufzunehmenden Objekt nachzuführen, kann an Stelle eines Impulsgebers das Verfahren der Bilderkennung angewendet werden.
Nach Aktivieren (Einschalten) der Anlage erstellt die Kamera von der aufzunehmenden Person
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