AT410912B - Abrichtrolle für schleifscheiben - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abrichtrolle für Schleifscheiben, mit einer Trägerscheibe, die am Umfang in Umfangsnchtung beabstandete Aufnahmeschlitze aufweist, in die Diamanten eingesetzt sind. Eine derartige Abrichtrolle ist aus der EP 0 922 533 A2 bekannt. Dabei ist vorgesehen, dass die Diamanten in den Aufnahmeschlitzen klemmend gehalten werden Der praktische Einsatz hat jedoch gezeigt, dass diese Art der Fixierung unzureichend ist und die Diamanten teilweise aus den Aufnahmeschlitzen freikommen Dies fuhrt einerseits dazu, dass die Tragerscheibe getauscht werden muss, und andererseits zu einer Gefahrdung des Bedienpersonals Daruber hinaus ist es aus der JP 59-214561 bekannt, zylinderformige Stifte aus gesintertem Diamantpulver in ein verpresstes und anschliessend ausgehärtetes Metallpulverbett einzusetzen. Neben dem ausserst aufwendigen Herstellungsverfahren ist bei der resultierenden Abrichtrolle der Halt der Stifte ungenügend Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Verankerung der Diamanten in der Trä- gerscheibe zu verbessern Dies wird erfindungsgemass dadurch erreicht, dass auf die Tragerscheibe seitlich zumindest ei- ne Randschicht aufgesintert ist. Die aufgesinterte Randschicht bildet sowohl mit der Tragerscheibe als auch mit den Diamanten einen festen Verbund und sorgt damit für eine solide Verankerung der Diamanten Fur eine optimale Verankerung ist vorgesehen, dass auf die Tragerscheibe beidseits eine Rand- schicht aufgesintert ist, wobei diese Randschichten bis zum Umfangsrand der Trägerscheibe reichen sollten Die Einbettung der Tragerscheibe mit den Diamanten lasst sich dadurch weiter verbessern, dass die Tragerscheibe radial innerhalb der Aufnahmeschlitze Ausnehmungen aufweist, uber die die beiden Randschichten in Form von durchgehenden Stegen miteinander in Verbindung stehen Zusatzlich zu den aufgesinterten Randschichten können die Diamanten, die vorzugsweise längliche Form aufweisen, mit der Tragerscheibe verklebt sein Ein weiterer Aspekt der Erfindung sieht vor, dass die Tragerscheibe zwischen den Aufnahme- schlitzen fur die Diamanten Aussparungen aufweist, in denen im Zuge der Sinterung der Rand- schichten Sekundärkorn angeordnet wird Dieses Sekundärkorn, das vorzugsweise aus feinkorni- gen Diamanten besteht, verhindert, dass sich die Abrichtrolle zu einem Vieleck abnützt, da der Stahl der Tragerscheibe wesentlich weicher ist als die in sie eingebetteten Diamanten Weitere Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfol- genden Figurenbeschreibung. Dabei zeigt. Fig 1 eine mit Diamanten besetzte Tragerscheibe in einer Ansicht von oben, Fig 2 die Tragerscheibe der Fig. 1 in Seitenansicht, Fig 3 ein zweiteiliges Spannelement zum Festspannen der Tragerscheibe in geschnittener Explosionsdarstellung, Fig 4 das Spannelement mit eingespannter Tragerscheibe im durch einen der Diamanten ver- laufenden Schnitt, Fig. 5 das Detail A in Fig 4 und die Fig 6a bis 6g das Herstellverfahren für eine Tragerscheibe mit gesinterten Randschichten im Halbschnitt Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Tragerscheibe 1 ist in ihrer Grundform kreisringförmig und be- steht aus verkupfertem Stahl Die Trägerschiebe 1 weist am Umfang angeordnete, in Umfangsnch- tung beabstandete radiale Aufnahmeschlitze 4 auf, in die Diamanten 3 eingesetzt sind. Als Diamanten kommen monokristalline (MKD) oder polykristalline (PKD) Diamanten in Frage, die angepasst an die Aufnahmeschlitze 4 längliche Form aufweisen. Aufgrund der Ausnehmungen 5, die die Aufnahmeschlitze 4 in gebogener Form fortsetzen und kreisförmig abschliessen, können die Aufnahmeschlitze 4 geringfügig federnd auseinandergedruckt werden, so dass sie die einge- setzten Diamanten 3 anschliessend leicht klemmend halten. Zusätzlich ist vorgesehen, dass die Diamanten 3 mittels eines herkömmlichen Industneklebers mit der Tragerscheibe 1 im Bereich der Aufnahmeschlitze 4 verklebt sind Die Fig. 3 und 4 zeigen das zweiteilige Spannelement 10a, 10b Der Teil 10a des Spannele- mentes weist dabei ein Aussengewinde 11 auf, wogegen der zugehörige Teil 10b des Spannele- mentes mit einem korrespondierenden Innengewinde 12 versehen ist Die beiden Teile 10a und <Desc/Clms Page number 2> 10b des Spannelementes werden in axialer Richtung miteinander verschraubt, wobei die Trager- scheibe 1 klemmend eingefasst wird. In die vorgesehenen Gewindebohrungen 13 werden (nicht gezeigte) Stifte als Verdrehsicherung eingeschraubt, die ein unbeabsichtigtes Lösen der Teile 10a und 10b des Spannelementes voneinander verhindern. Das zweiteilige Spannelement 10a, 10b besteht aus gehartetem Stahl und kann nach Verschleiss der Trägerscheibe 1 wiederverwendet werden. Wesentlich für die vorliegende Erfindung sind die aufgesinterten Randschichten 2 Die Rand- schichten 2 sind flächengleich mit der Tragerscheibe 1 und sichern den festen Halt der Diamanten 3. Wie Fig. 5 zu entnehmen ist, stehen die beiden Randschichten 2 im Bereich der Ausnehmungen 5 uber einen durchgehenden Steg miteinander in Verbindung. Das als Randschichten 2 aufgesin- terte Material besteht aus folgenden Grundbestandteilen: Wolframcarbid, Kobalt, Bronze und Zinn Die Dicke der Randschichten 2 liegt zwischen 0,3 mm und 0,8 mm, wogegen die Dicke der Träger- scheibe 1 zwischen 0,8 mm und 1,8 mm liegt. Anhand der Fig. 6a bis 6g soll nunmehr das Herstellverfahren der Tragerscheiben 1 mit aufge- sinterten Randschichten 2 erläutert werden. Wie die Abbildungsfolge zeigt, wird eine Form ver- wendet, die einen Formkern 20 sowie einen umgebenden Formring 21 aufweist. Dazwischen ist ein kreisnngformiger Unterstempel 22 angeordnet. Wie Fig. 6a zeigt, wird zuerst Sintermaterial 7 in die Form eingebracht Im folgenden, in Fig. 6b gezeigten Verfahrensschritt wird das Sintermaterial 7 vom Oberstempel 23a zur unteren Randschicht 2 verdichtet. Anschliessend wird die Tragerscheibe 1 mit den eingesetzten Diamanten 3 in die Form eingelegt (Fig. 6c). Wie aus Fig 6d zu entneh- men, wird im Bereich der Aussparungen 6 mit Sekundärkörnung 8 vermischtes Sintermaterial 7 in die Form eingebracht Die Sekundärkornung 8 besteht ebenfalls aus Diamant mit Korngrossen zwischen D601 und D851, wobei diese Zahlen die Korngrösse in wiedergeben. Die Mischung wird anschliessend mittels des Oberstempels 23b verdichtet (Fig. 6e). Im nachsten Verfahrensschritt wird nochmals Sintermaterial 7 in die Form eingebracht, das die Tragerscheibe 1 mit den Diaman- ten 3 abdeckt und auch in die Ausnehmungen 5 eindringt, sodass ein durchgehender Kontakt zur unteren Randschicht 2 entsteht. Dieser Schritt ist in Fig. 6f gezeigt. Abschliessend wird - wie Fig. 6g zu entnehmen - durch Verdichtung mit dem Oberstempel 23a die obere Randschicht 2a ausgebil- det. Die Trägerschiebe 1 mit den aufgepressten Randschichten 2 kann nunmehr aus der Form ent- nommen werden, im Ofen bei etwa 800 C gesintert und anschliessend heissgepresst werden.
Claims (14)
- PATENTANSPRÜCHE: 1 Abrichtrolle für Schleifscheiben, mit einer Trägerscheibe, die am Umfang in Umfangs- richtung beabstandete Aufnahmeschlitze aufweist, in die Diamanten eingesetzt sind, da- durch gekennzeichnet, dass auf die Tragerscheibe (1) seitlich zumindest eine Randschicht (2) aufgesintert ist
- 2 Abrichtrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Randschicht (2) bis zum Umfangsrand der Trägerscheibe (1) reicht.
- 3 Abrichtrolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Rand- schicht zwischen 0,3 mm und 0,8 mm liegt
- 4. Abrichtrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Tra- gerscheibe (1) beidseits eine Randschicht (2) aufgesintert ist.
- 5. Abrichtrolle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerscheibe (1) radial innerhalb der Aufnahmeschlitze (4) Ausnehmungen (5) aufweist, uber die die beiden Randschichten (2) in Form von durchgehenden Stegen miteinander in Verbindung stehen.
- 6. Abrichtrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger- scheibe (1) verkupfert ist.
- 7. Abrichtrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rand- schicht (2) Wolframcarbid, Kobalt, Bronze und Zinn enthalt.
- 8. Abrichtrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Aufnahmeschlitze (4) eingesetzten Diamanten (3) längliche Form aufweisen.
- 9. Abrichtrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Diaman- <Desc/Clms Page number 3> ten (3) mit der Trägerscheibe (1 ) verklebt sind.
- 10. Abrichtrolle nach einem der Anspruche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger- schiebe (1) zwischen den Aufnahmeschlitzen (4) Aussparungen (6) aufweist.
- 11 Abrichtrolle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in den Aussparungen (6) Sekundärkorn angeordnet ist
- 12 Abrichtrolle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Sekundarkorn aus im Vergleich zu den in die Aufnahmeschlitze (4) eingesetzten Diamanten (3) feinkornigen Di- amanten besteht
- 13 Abrichtrolle nach einem der Anspruche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Trager- scheibe (1) in ein zweiteiliges Spannelement (10a, 10b) einspannbar ist
- 14 Abnchtrolle nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile des Spann- elementes (1 Oa, 10b) miteinander in axialer Richtung verschraubbar sind HIEZU 5 BLATT ZEICHNUNGEN
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