AT411083B - Schlüssel für einen profilschliesszylinder und profilschliesszylinder - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft einen Schlüssel für einen Profilschliesszylinder mit einem Schlüsselrücken, mit dem Schlüsselrücken gegenüberliegend angeordneten Schliesskerben zur Steuerung von Stiftzuhaltungen des Profilschliesszylinders und mit einer Steuerkurve zur Steuerung einer Ergän- zungszuhaltung, wobei ein Teilbereich der Steuerkurve zur Halterung der Ergänzungszuhaltung in entriegelter Stellung des Profilschliesszylinders vorgesehen ist. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Profilschliesszylinder für einen solchen Schlüssel, mit einem in einem Gehäuse drehbaren Kern, mit Stiftzuhaltungen zur Blockierung der Bewegung des Kerns in Schliessstellung, mit einem in dem Kern angeordneten Schliesskanal zur Einführung eines den Stiftzuhaltungen entsprechende Schliesskerben aufweisenden Schlüssels und mit einer Ergänzungszuhaltung. Eine Schliesseinrichtung mit einem solchen Schlüssel und einem solchen Profilschliesszylinder ist beispielsweise aus der DE 36 03 687 C2 bekannt. Bei diesem Profilschliesszylinder ist die Er- gänzungszuhaltung neben dem Schliesskanal angeordnet. Diese Stiftzuhaltung hat eine seitlich in den Schliesskanal hineinragende Nase. Die Steuerkurve ist dementsprechend nutförmig auf dem seitlichen Bereich des Schlüssels angeordnet. Bei einem Einführen des zu dem Profilschliesszylin- der zugehörigen Schlüssels gelangt die Nase der Ergänzungszuhaltung in die nutförmige Steuer- kurve. Bei am Anschlag befindlichem Schlüssel wird die Ergänzungszuhaltung in dem zu seiner Halterung in entriegelter Stellung vorgesehenen Teilbereich der Steuerkurve bewegt. Hierdurch wird die Ergänzungszuhaltung zuverlässig in der entriegelten Stellung gehalten. Dieser Teilbereich ist als gerader Abschnitt der nutförmigen Steuerkurve gestaltet. Diese Schliesseinrichtung hat den Vorteil, dass die Ergänzungszuhaltung eine zusätzliche Drehsicherung bietet. Einem Öffnungsver- such ohne zu dem Profilschliesszylinder passenden Schlüssel wird daher ein hoher Widerstand entgegengesetzt. Die Ergänzungszuhaltung wird ausschliesslich von der Steuerkurve bewegt und ist einteilig gestaltet. Eine Feder zur Vorspannung der Ergänzungszuhaltung ist damit nicht erfor- derlich. Nachteilig bei dem Schlüssel und dem Profilschliesszylinder ist, dass sie sehr aufwändig aufge- baut und schwierig zu fertigen sind. Beispielsweise erfordert die nutförmige Gestaltung der Steuer- kurve ein aufwändiges Fräsverfahren für den Schlüssel. Die Ergänzungszuhaltung erfordert zudem in dem Kern und dem Gehäuse parallel zu dem Schliesskanal angeordnete Ausnehmungen. Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Schlüssel der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass er besonders kostengünstig herstellbar ist. Weiterhin soll ein möglichst kostengüns- tig zu fertigender Profilschliesszylinder geschaffen werden. Das erstgenannte Problem wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Steuerkurve in ei- ner in dem Schlüsselrücken angeordneten Ausnehmung und der zur Halterung der Ergänzungszu- haltung vorgesehene Teilbereich der Steuerkurve unmittelbar gegenüberliegend einer der Schliess- kerben angeordnet ist. Durch diese Gestaltung lässt sich die Steuerkurve einfach, beispielsweise mittels eines Form- fräsers, in den Schlüsselrücken einarbeiten. Der zur Halterung der Ergänzungszuhaltung vorgese- hene Teilbereich der Steuerkurve ist hierbei durch eine der Schliesskerben festgelegt. Durch diese Gestaltung erfordert die Erzeugung der Steuerkurve keine zusätzliche Ausrichtung des zur Form- gebung des Schlüssels erforderlichen Fräswerkzeugs. Der Schlüssel lässt sich daher besonders kostengünstig herstellen. Die Ergänzungszuhaltung wird gemäss einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung nach dem Einführen des erfindungsgemässen Schlüssels in den Schliesskanal zuverlässig in der entriegelten Stellung gehalten, wenn der Schlüsselrücken in seinem zur Halterung der Ergän- zungszuhaltung vorgesehenen Teilbereich einen auf sein freies Ende hinweisenden, zur Hintergrei- fung eines durchmessergrossen Bereiches der Ergänzungszuhaltung vorgesehenen Vorsprung hat. Die Führung der Ergänzungszuhaltung in ihre die Bewegung des Kerns des Profilschliesszylin- ders entriegelnde Stellung erfordert gemäss einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einen besonders geringen Kraftaufwand, wenn der zur Hintergreifung des durchmessergrossen Bereichs der Ergänzungszuhaltung vorgesehene Teilbereich der Steuerkurve eine Rampe auf- weist. Durch diese Gestaltung wird die Ergänzungszuhaltung bei einem Entlanggleiten an der Rampe aus der die Bewegung des Kerns blockierenden Stellung herausgezogen. Eine Schwächung des Schlüsselrückens durch die Steuerkurve lässt sich gemäss einer ande- ren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders gering halten, wenn der zur Halterung der Ergänzungszuhaltung vorgesehene Teilbereich der Steuerkurve oberhalb der am nächsten zu <Desc/Clms Page number 2> seinem freien Ende angeordneten Schliesskerbe angeordnet ist. Das zweitgenannte Problem, nämlich die Schaffung eines möglichst kostengünstig zu fertigen- den, eine Ergänzungszuhaltung aufweisenden Profilschliesszylinders, wird erfindungsgemäss da- durch gelöst, dass die Ergänzungszuhaltung im Bereich einer Schmalseite des Schlüsselkanals angeordnet ist und einer der Stiftzuhaltungen diametral gegenübersteht, und dass die Stiftzuhal- tung und die Ergänzungszuhaltung in Schliessstellung aneinander anliegen. Durch diese Gestaltung lassen sich Ausnehmungen für die Ergänzungszuhaltung und eine der Stiftzuhaltungen in einem Arbeitsgang in dem Kern und in dem Gehäuse erzeugen. Zusätzliche Ausrichtungen des Bohrwerkzeugs für die Ausnehmungen für die Ergänzungszuhaltung sind dank der Erfindung nicht erforderlich. Der erfindungsgemässe Schliesszylinder lässt sich daher besonders kostengünstig fertigen. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Profilschliesszylinders ist, dass der Bereich seitlich neben dem Schliesskanal für mögliche Seitenzuhaltungen frei ist. Die Ergänzungszuhaltung könnte einen Anschlag haben, gegen den sie bei aus dem Schliess- kanal entferntem Schlüssel vorgespannt ist. Zur weiteren Vereinfachung des Aufbaus des erfin- dungsgemässen Profilschliesszylinders trägt es jedoch bei, wenn in Schliessstellung die Ergänzungs- zuhaltung von der gegenüberstehenden Stiftzuhaltung in die den Kern mit dem Gehäuse verrie- gelnde Stellung vorgespannt ist. Die Ergänzungszuhaltung lässt sich gemäss einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Er- findung durch eine einfache Hintergreifung durch den Schlüssel zuverlässig in seiner vorgesehe- nen entriegelten Lage haltern, wenn die Ergänzungszuhaltung einen durchmessergrossen und einen durchmesserkleinen Bereich hat und wenn der durchmesserkleine Bereich in Schliessstellung in eine Ausnehmung des Gehäuses eindringt. Ein Verhaken des Schlüssel an der Ergänzungszuhaltung lässt sich gemäss einer anderen vor- teilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach vermeiden, wenn der durchmessergrosse Bereich an seinem Übergang zu dem durchmesserkleinen Bereich eine Steuerfase aufweist. Durch diese Gestaltung lässt sich die Ergänzungszuhaltung beim Einführen des Schlüssels in den Schliesskanal aus der die Bewegung des Kerns blockierenden Stellung herausziehen. Die Ergänzungszuhaltung gleitet gemäss einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfin- dung besonders reibungsarm über die Steuerkurve des Schlüssels, wenn der durchmessergrosse Bereich an seinem freien Ende eine Fase hat. Zur weiteren Vereinfachung des Einführens des Schlüssels trägt es gemäss einer anderen vor- teilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn der Winkel der Fase zur Stirnseite der Ergän- zungszuhaltung kleiner ist als der Winkel der Steuerfase. Ein Verhaken der Ergänzungszuhaltung beim Bewegen des entriegelten Kerns an dem Ge- häuse lässt sich gemäss einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach vermei- den, wenn der durchmesserkleine Bereich an seinem freien Ende konvex gestaltet ist. Die Ergänzungszuhaltung lässt sich gemäss einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Er- findung mit einer besonders hohen Stabilität fertigen, wenn der durchmessergrosse Bereich breiter ist als der Schliesskanal. Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in Fig. 1 einen Teilschnitt durch einen Profilschliesszylinder mit einem erfindungsgemässen, teil- weise eingeschobenen Schlüssel, und in Fig. 2 den Profilschliesszylinder aus Figur 1 mit vollständig eingeschobenen Schlüssel. Figur 1 zeigt einen Doppel-Profilschliesszylinder 1, dessen eine Seite aufgeschnitten dargestellt ist, mit einem Schlüssel 2. Der Profilschliesszylinder 1 hat einen in einem Gehäuse 3 drehbar gela- gerten Kern 4. Der Kern 4 lässt sich über einen nicht dargestellten Mitnehmer mit einem Schliess- bart 5 verbinden. In dem Kern 4 ist ein Schliesskanal 6 zur Einführung des Schlüssels 2 angeord- net. In der eingezeichneten Stellung ist der Schlüssel 2 teilweise in den Schliesskanal 6 eingeführt. Die Bewegung des Kerns 4 wird in dieser Stellung von fünf Stiftzuhaltungen 7 und einer Ergän- zungszuhaltung 8 blockiert. Die Stiftzuhaltungen 7 sind hier zweiteilig gestaltet und werden von Federn 9 in Richtung des Schlüssels 2 vorgespannt. Der Schlüssel 2 hat einen Schlüsselrücken 10, mit dem er an dem Gehäuse 3 anliegt, und mehre Schliesskerben 11 zur Abstützung der Stift- zuhaltungen 7. An seinem freien Ende weist der Schlüssel 2 eine in einer Ausnehmung 12 im <Desc/Clms Page number 3> Schlüsselrücken 10 angeordnete Steuerkurve 13 auf. Die Steuerkurve 13 wird von einem Vor- sprung 14 mit einer Rampe 15 begrenzt. Die Ergänzungszuhaltung 8 weist einen durchmessergro- #en Bereich 16 und einen durchmesserkleinen Bereich 17 auf und ist mit dem durchmessergrossen Bereich 16 in den Kern 4 geführt und von einer der Stiftzuhaltungen 7 mit dem durchmesserkleinen Bereich 17 in eine Ausnehmung 18 des Gehäuses 3 vorgespannt. Wenn man von der Stellung aus Figur 1 ausgehend den Schlüssel 2 weiter in den Schliesskanal 6 hineinschiebt, wird die die Ergänzungszuhaltung 8 vorspannende Stiftzuhaltung 7 von der Spitze des Schlüssels 2 nach unten gedrückt. Die Ergänzungszuhaltung 8 gleitet währenddessen an dem freien Ende des durchmessergrossen Bereichs 16 entlang der Steuerkurve 13 auf dem Schlüssel 2, bis die Rampe 15 des Vorsprungs 14 den durchmessergrossen Bereich 16 im Bereich einer Steuer- fase 19 hintergreift und nach unten drückt. Das Entlanggleiten der Ergänzungszuhaltung 8 wird durch eine am freien Ende des durchmessergrossen Bereichs 16 angeordneten Fase 20 verein- facht. Diese Stellung ist in Figur 2 dargestellt. Hierbei ist zu erkennen, dass die Stiftzuhaltungen 7 von den Schliesskerben 11des Schlüssels 2 jeweils in einer die Bewegung des Kerns 4 freigeben- den Stellung bewegt sind. Die Ergänzungszuhaltung 8 befindet sich vollständig innerhalb des Kerns 4. Ein Formschluss zwischen dem Kern 4 und dem Gehäuse 3 ist damit aufgehoben. Der Kern 4 und hierdurch auch der Schliessbart 5 lassen sich anschliessend mit dem Schlüssel 2 dre- hen. Zur weiteren Individualisierung des Schlüssels 2 können in seinen seitlichen Bereichen nicht dargestellte Ausnehmungen für Seitenzuhaltungen angeordnet sein. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schlüssel für einen Profilschliesszylinder mit einem Schlüsselrücken, mit dem Schlüsselrü- cken gegenüberliegend angeordneten Schliesskerben zur Steuerung von Stiftzuhaltungen des Profilschliesszylinders und mit einer Steuerkurve zur Steuerung einer Ergänzungszu- haltung, wobei ein Teilbereich der Steuerkurve zur Halterung der Ergänzungszuhaltung in entriegelter Stellung des Profilschliesszylinders vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkurve (13) in einer in dem Schlüsselrücken (10) angeordneten Ausneh- mung (12) und der zur Halterung der Ergänzungszuhaltung (8) vorgesehene Teilbereich der Steuerkurve (13) unmittelbar gegenüberliegend einer der Schliesskerben (11) angeord- net ist.
Claims (1)
- 2. Schlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüsselrücken (10) in seinem zur Halterung der Ergänzungzuhaltung (8) vorgesehenen Teilbereich einen auf sein freies Ende hinweisenden, zur Hintergreifung eines durchmessergrossen Bereiches (16) der Ergänzungszuhaltung (8) vorgesehenen Vorsprung (14) hat.3. Schlüssel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Hintergreifung des durchmessergrossen Bereichs (16) der Ergänzungszuhaltung (8) vorgesehene Teilbereich der Steuerkurve (13) eine Rampe (15) aufweist.4. Schlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Halte- rung der Ergänzungszuhaltung (8) vorgesehene Teilbereich der Steuerkurve (13) oberhalb der am nächsten zu seinem freien Ende angeordneten Schliesskerbe (11) angeordnet ist.5. Profilschliesszylinder mit einem in einem Gehäuse drehbaren Kern, mit Stiftzuhaltungen zur Blockierung der Bewegung des Kerns in Schliessstellung, mit einem in dem Kern angeord- neten Schliesskanal zur Einführung eines den Stiftzuhaltungen entsprechende Schliessker- ben aufweisenden Schlüssels und mit einer Ergänzungszuhaltung, dadurch gekennzeich- net, dass die Ergänzungszuhaltung (8) im Bereich einer Schmalseite des Schliesskanals (6) angeordnet ist und einer der Stiftzuhaltungen (7) diametral gegenübersteht, und dass die Stiftzuhaltung (7) und die Ergänzungszuhaltung (8) in Schliessstellung aneinander anlie- gen.6. Profilschliesszylinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Schliessstellung die Ergänzungszuhaltung (8) von der gegenüberstehenden Stiftzuhaltung (7) in die den Kern (4) mit dem Gehäuse (3) verriegelnde Stellung vorgespannt ist.7. Profilschliesszylinder nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ergän- zungszuhaltung (8) einen durchmessergrossen und einen durchmesserkleinen Bereich (16, <Desc/Clms Page number 4> 17) hat und dass der durchmesserkleine Bereich (17) in Schliessstellung in eine Ausneh- mung (18) des Gehäuses (3) eindringt.8. Profilschliesszylinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der durchmesser- grosse Bereich (16) an seinem Übergang zu dem durchmesserkleinen Bereich (17) eine Steuerfase (19) aufweist.9. Profilschliesszylinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der durch- messergrosse Bereich (16) an seinem freien Ende eine Fase (20) hat.10. Profilschliesszylinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel der Fase (20) zur Stirnseite der Ergänzungszuhaltung (8) kleiner ist als der Winkel der Steuerfase (19).11. Profilschliesszylinder nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der durchmesserkleine Bereich (17) an seinem freien Ende konvex gestaltet ist.12. Profilschliesszylinder nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der durchmessergrosse Bereich (16) breiter ist als der Schliesskanal.
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