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Die Erfindung betrifft ein Gebäude mit vorgefertigten un an der Baustelle montierbaren Fertigteilen.
Die Errichtung von Gebäuden in Montagebauweise mit Fertigteilen ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Baukosten, da auf eine Schalung und Rüstung verzichtet werden kann, welche beispielsweise bei der monolithischen Bauweise notwendig sind. Darüber hinaus können die Fertigteile mit hoher Güte vorgefertigt werden und das Gebäude mit einer geringen Zahl von Facharbeitern in kurzer Bauzeit errichtet werden. Weiterhin sind Bauarbeiten während der Winterzei durch die Verwendung von in Fabriken witterungsunabhängi vorgefertigten Bauteilen ermöglicht. Gerade bei der Erri htung einer grossen Anzahl gleicher Wohneinheiten bringt die Serienanfertigung der dafür notwendigen Bauelemente erhe liche Vorteile für die Baukosten.
Auf der anderen Seite ist jedoch die Montagebauweise erst ab einer grossen Anzahl von Baueinheiten durch die Serienanfertigung gleicher Bauelemente wirtschaftlich, da bei geringen Stückzahlen die Fabrikeinrichtung die Herstellung kosten und damit die gesamten Baukosten im Vergleich mit anderen Bauweisen unverhältnismässig stark erhöht. Die mit den serienmässig zur Verfügung stehenden Bauelementen errichteten Gebäude sind jedoch durchweg ähnlich oder sogar
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identisch, wodurch das Angebot an Wohnqualität, welches ab- hängig von der im voraus festgelegten Gebäudekonzeption ebenso ähnlich ist. Insbesondere bei Wohngebäuden ist je- doch der persönliche Anspruch der Bewohner an die Wohn- qualität stark unterschiedlich.
Die im voraus festgelegte Gebäudekonzeption bekannter Fertighäuser kann daher nur einen begrenzten Interessentenkreis ansprechen. Darüber hinaus wird oft der Wunsch geäussert, zu einem späteren Zeitpunkt nach Fertigstellung des Gebäudes Nachrüstungen und Erweiterungen des Hauses vorzunehmen, was infolge der festgelegten Konzeption des bekannten Fertighauses nur mit grossem Aufwand möglich oder sogar ausgeschlossen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gebäude mit vorgefertigten und an der Baustelle montierbaren Fertig- teilen derart zu gestalten, dass mit einer möglichst gerin- gen Anzahl zu fertigender Bauteile eine variable und bei Bedarf erweiterbare Gebäudekonzeption ermöglicht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Das Gebäude ist in Module mit einfachen Grundflächen ge- teilt, denen bausatzweise die Fertigteile zugeordnet sind.
Die Gebäudemodule sind nebeneinander liegend zu einem Ge- schoss und auf ein Gebäudemodul gleicher Grundfläche des je- weils darunter liegenden Geschosses gesetzt verbindbar. Pro Geschoss ist ein Grundmodul mit rechteckiger Grundfläche zur Versorgung des Geschosses und Erschliessung des Gebäudes an- geordnet, wobei benachbart der Längswand des Gebäudemoduls ein durchgehender, vertikaler Versorgungsschacht ausge- bildet ist, welcher die Längswand etwa mittig teilt. In dem Versorgungsschacht sind Versorgungsleitungen des Gebäudes zentral untergebracht, zum Beispiel Rohre zur Trinkwasser-
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bereitstellung, Abflussrohre, Heizungsrohre, Ekejtrizitats leitungen etc.
Der Versorgungsschacht liegt zwischen einem von einer Stirnwand des Grundmoduls begrenzten Raum unc einer Geschosstreppe, welche in einer Ecke des Grundmod ls angeordnet ist. An das Grundmodul können in jedem Geschoss des Gebäudes Anbaumodule zur Ausbildung von Wohnräumen ge- fügt werden. Die Anbaumodule, das heisst die Wohnräume, sind sämtlich vom Grundmodul des jeweiligen Stockwerkes aus zu- gänglich, wobei innerhalb des Gebäudes kurze Wege zwischen den einzelnen Räumen entstehen. Die Anordnung der Grüne- module im Mittelpunkt des Gebäudes bringen eine zentral e Lage der Geschosstreppen und insbesondere der Versorgun s- einrichtungen mit sich.
Die jeweiligen Versorgungsschächte der aufeinander gestapelten Grundmodule jedes Geschosses des Gebäudes fluchten miteinander und sind von den Ver- sorgungsleitungen durchsetzt, wodurch besonders vorteilhaft die Sanitärräume jedes Geschosses zentral liegen.
Die Einteilung des Gebäudes in Gebäudemodule ermöglicht bei geringen Herstellungskosten durch Serienfertigung der Modulbausätze variable und individuelle Gestaltungsmög ich- keiten der Gebäudekonzeption. Die Aussenwandteile der Ge- bäudemodule können mit unterschiedlichen Ausführungsvaiian- ten hergestellt werden, zum Beispiel mit bestimmten Fensteranordnungen, wobei jedoch die Fläche der jeweils äquivalenten Aussenwandteile gleich ist und insbesondere die Längserstreckung und die Geschosshöhe identisch ist. Wird ein Anbaumodul an einer Wand des Grundmoduls vorgeseher, so wird die entsprechende Anbauwand des Grundmoduls mit einem Durchbruch oder ähnlichem zur Erschliessung des Anbaumo uls ausgestattet.
Auf die Gebäudemodule werden jeweils entspre- chende Deckenteile aufgelegt, welche durch die einfach Grundflächengestaltung des jeweiligen Gebäudemoduls eir.fach herstellbar sind. Die einzelnen Deckenteile eines Gesc os-
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ses und vor allem die Masse des Deckenteiles des Grundmoduls weisen geringe Spannweiten auf, so dass einfache Baukörper mit einer unkomplizierten Statik entstehen. Zusätzliche Verstärkungsmassnahmen, zum Beispiel Unterzüge zur Stützung der Deckenteile bei grossen Spannweiten, und die damit ver- bundenen hohen Baukosten, können somit vermieden werden.
Ein besonderer Vorteil der baukastenartigen Bauweise mit stapelbaren Gebäudemodulen ist darin zu sehen, dass auf ein- fache Weise nach Fertigstellung des Gebäudes eine Erweite- rung durch Anfügung weiterer Gebäudemodule ermöglicht ist.
Dabei wird der Bausatz des gewünschten Gebäudemoduls auf einem bereits vorhandenen Gebäudemodul gleicher Grundfläche des jeweils darunter liegenden Geschosses montiert, wobei das fertige Gebäude mit geringem Arbeitsaufwand für die Er- weiterung vorbereitet werden kann, in dem die entsprechende Anbauwand des Grundmoduls des betroffenen Geschosses bear- beitet, entfernt oder durch ein für den Anbauzweck vorge- sehenes Aussenwandteil ersetzt wird. Die einfache Grundriss- form des Gebäudes auch im obersten Geschoss ermöglicht die Vorfertigung und katalogisierte Bereitstellung verschie- dener Dachbaustein-Varianten.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die Anbaumodule jeweils eine rechteckige Grundfläche auf und sind mit jeweils drei rechtwinklig gefügten Aussenwand- teilen an der Anbauwand des Grundmoduls befestigbar. Beson- ders vorteilhaft wird mindestens ein Winkelmodul an einer dem Versorgungsschacht gegenüber liegenden Anbauseite des Grundmoduls angeordnet, welches mit der Stirnwand des Grundmoduls fluchtend liegt. Aus der Winkelform des Gebäu- degrundrisses entsteht ein Hof, welcher eine differenzierte räumliche Qualität im unmittelbaren Wohnumfeld schafft. Die Winkelform ermöglicht darüber hinaus besonders vielfältige
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Möglichkeiten der Gebäudekonzeption durch variable Anord- nung der Gebäudemodule.
Bei guter Belichtung ist ausserdem eine benachbarte Anordnung mehrerer Gebäude, zum Beispiel als Reihenhäuser oder in Atriumanordnung, möglich. Die innenliegende Hofwand des Winkelmoduls erhöht darüber hin- aus die statische Tragfähigkeit des Gebäudes, da die Spann- weite des Deckenelementes des Grundmoduls durch Auflage auf dem Endabschnitt der Hofwand an der Anbauwand des Grund- moduls geteilt wird. Die Hofwand des Winkelmoduls stellt somit ein Auflager für die Deckenplatte des Grundmoduls nd für die Anbauwand des Grundmoduls des darüberliegenden G - schosses.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: @ Fig. 1 in Explosionsdarstellung die Anordnung d r
Gebäudemodule eines Gebäudes und den Aufbau eines Grundmoduls, Fig. 2a und 2b die Gebäudekonzeption mit Grundmodulen urd
Anbaumodulen, Fig. 3a und 3b Grundrisse des Erdgeschosses und des ersten
Geschosses eines in Montagebauweise mit Ce bäudemodulen erstellten Gebäudes, Fig. 4a bis 41 Ausführungsbeispiele von Gebäuden mit un- terschiedlichen Anordnungen der Gebäude- module, Fig. 5 Ausführungsbeispiele des Dachelementes für ein beispielhaftes, aus Gebäudemodulen be- stehendes Gebäude.
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Fig. 1 zeigt den Kern eines Gebäudes 1, welches im wesent- lichen aus Fertigteilen besteht, die fabrikmässig vorfertig- bar und an der Baustelle montierbar sind. Die Fertigteile sind bausatzweise Gebäudemodulen 2,3, 4 zugeordnet, welche nebeneinander liegend zu einem Geschoss und auf ein Gebäude- modul gleicher Grundfläche des jeweils darunter liegenden Geschosses gesetzt verbindbar sind. In jedem Geschoss ist ein Grundmodul 2 zur Versorgung des Geschosses und Er- schliessung des Gebäudes mit rechteckiger Grundfläche ange- ordnet. Die Grundfläche wird bestimmt durch Aussenwandteile, welche jeweils mit Geschosshöhe ausgebildet sind und sich rechtwinklig zueinander auf den Seitenflächen des Moduls erstrecken.
An einer Längswand 7 ist ein durchgehender, vertikaler Versorgungsschacht 5 ausgebildet, welcher etwa mittig die Längswand 7 teilend zwischen einem von einer Stirnwand 11 begrenzten Raum und einer Geschosstreppe 6 in einer Ecke 8 des Grundmoduls 2 liegt. Wird auf die tragen- den Wände des Grundmoduls 2 eine gleichflächige, recht- eckige Deckenplatte 24 zum Verschluss des Grundmoduls 2 auf- gelegt und ein weiteres Grundmodul 2' eines weiteren Ge- schosses des Gebäudes 1 aufgesetzt, so steht der Ver- sorgungsschacht des oberen Grundmoduls 2' mit dem Versor- gungsschacht 5 des Grundmoduls 2 in durchgängiger Verbin- dung. Durch den Versorgungsschacht 5 bzw. durch die mitein- ander verbundenen Versorgungsschachtelemente mehrerer Grundmodule 2,2' werden Versorgungsleitungen des Gebäudes geführt, zum Beispiel Wasserleitungen, Abflussleitungen oder auch Heizungsrohre.
Zur Versorgung der einzelnen Geschosse des Gebäudes werden aus dem Schachtelement 5 des jeweiligen Geschosses Anschlussleitungen aus dem Versorgungsschacht 5 geführt. Vorteilhaft kann in jedem Geschoss ein Sanitärraum benachbart des Versorgungsschachtes 5 angeordnet werden, wodurch kurze Versorgungswege für die Versorgungsleitungen
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entstehen. Durch die Stapelung der Grundelemente 2, 2' mit jeweils gleichem Grundriss liegen ebenso die Geschoss treppen 6 der einzelnen Grundelemente fluchtend übereinander, wobei ein durchgehendes Treppenhaus zur Erschliessung des Gebäudes 1 entsteht.
Wohnräume des Gebäudes 1 werden durch Anbaumodule 3,4 aus- gebildet, welche einerseits an der benachbart der Geschoss- treppe 6 liegenden Stirnseite und andererseits an einer gegenüber dem Versorgungsschacht 5 längs liegenden anbau seite mit dem Grundmodul 2 verbindbar sind. Die Anbaumo ule 3,4 weisen jeweils eine rechteckige Grundfläche auf, wcbei die parallel zueinander liegenden Aussenwände 12 des benach- bart der Geschosstreppe 6 ansetzbaren Stirnmoduls 4 derart beabstandet liegen, dass sie jeweils fluchtend an die Längs- wände 7,10 des Grundmoduls 5 fügbar sind. Ein Winkelmodul 3 ist mit seinem rechteckigen Grundriss gegenüber dem Ver- sorgungsschacht derart an das Grundmodul anfügbar, dass die aussenliegende Wand des Winkelmoduls 3 mit der Stirnwand 11 des Grundmoduls 2 fluchtend liegt.
Es entsteht dabei ein winkelförmiger Grundriss des Gebäudes 1, wobei von einer innenliegenden Hofwand 23 des Winkelmoduls 3 und der an- liegenden Anbauwand 10 des Grundmoduls 2 ein Hof 16 des GE bäudes 1 bestimmt ist. Das Winkelmodul 3 weist einen an- nähernd quadratischen Grundriss auf, wobei die Hofwand 23 etwa auf Höhe des Versorgungsschachtes 5 im Grundmodul liegt. Der Versorgungsschacht 5 liegt somit zentral im winkelförmigen Grundriss des Gebäudes 1. Die Wandteile de Anbaumodule 3,4 sind jeweils tragfähig zur Auflagerung eines Deckenelementes mit dem jeweiligen Grundriss des zugeordneten Anbaumoduls ausgebildet.
Die Anbindung der Hofwand 23 des Winkelmoduls 3 an die Anbauwand 10 des Grundmoduls 2 auf Höhe des Versorgungsschachtes 5 trägt ur Erhöhung der statischen Tragfähigkeit der Anbauwand für das
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Deckenelement des Grundmoduls 2 durch Teilung der Spannweite in der Längserstreckung bei.
Die Wandteile der Gebäudemodule 2,3, 4 werden vorgefertigt an die Baustelle geliefert und aneinander gefügt, wobei zunächst das Grundmodul 2 erstellt wird. Alternativ zur Montagebauweise mit einzelnen Wandelementen zur Ausbildung der Gebäudemodule 2,3, 4, wobei die Anbaumodule 3,4 jeweils mit Rückwänden 13,14 und das Grundmodul 2 mit einer Stirnwand 11 verschlossen werden, können die Gebäudemodule vorteilhaft einstückig vorgefertigt und mit geeigneten Hebezeugen an der Baustelle zusammengefügt werden. Die Anordnung eines Winkelmoduls 3 auf der dem Versorgungsschacht 5 gegenüber liegenden Anbauseite 9 des Grundmoduls 2 erzeugt einen grossen, bis zu der Längswand 7 mit dem Versorgungsschacht 5 reichenden Raum 21, wodurch ein hohes Mass an Wohnqualität geschaffen wird. Mit einfachen Mitteln wird dabei eine verlängerte Stirnwand 11 des Gebäudes 1 gebildet.
In dieser Längswand angeordnete Fensterelemente reichen bereits für eine Beleuchtung des Grundmoduls 2 und des Winkelmoduls 3 aus, so dass weitere Fensterelemente in den übrigen Wandelementen nicht zwingend erforderlich sind und diese somit kostengünstig herstellbar sind.
Die Gebäudekonzeption mit drei Gebäudemodulen, welche nebeneinander und aufeinander stapelbar verbindbar sind, eröffnet vielfältige Möglichkeiten der Gebäudeform, wobei die Herstellungskosten der Bauelemente aufgrund der geringen Stückzahl pro Gebäudemodul und der damit möglichen Serienfertigung reduziert werden können. Ein besonderer Vorteil der Modulbauweise ist darin zu sehen, dass die vorfertigbaren Gebäudemodule sich zur kostengünstigen, nachträglichen Erweiterung bereits bestehender Bauwerke in der Modulbauweise eignen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel kön-
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nen nachträglich auf die Anbaumodule 3,4 des bestehenden Geschosses, welches das Erdgeschoss des Gebäudes 1 sein mag, weitere Anbaumodule jeweils gleicher Art aufgesetzt weiden und mit ebenso geringem Bauaufwand mit dem Grundmodul 2' des aufgesetzten Geschosses in Verbindung gebracht werden.
Die Gebäudemodule bzw. deren Wandteile können in verschiedenen Ausführungsformen vorgefertigt werden, zum Beispiel im Holztafelbau, als Mauerwerkelemente oder als Betonfertigteile, wobei für die Gestaltung der Aussenwand beispielsweise die preiswerte Putzfassade, eine Holzverschalung, Aluminiumwellenverkleidung oder auch Verblendmauerwerk denkbar sind. Die Grundmodule sind daher in verschiedenen Ausführungsformen mit jedoch jeweils gleichen Abmessungen vorfertigbar und stehen katalogisiert zur variablen Kombination zur Erstellung eines individuell kon zipierten Gebäudes zur Verfügung.
Für die Abmessungen das Gebäudemoduls wird eine Höchstbreite des Grundmoduls sowie der Wandlängen der Anbaumodule von etwa 4 m als vorteilhaft gesehen, womit bei einem grossen Grundflächenangebot des Gebäudes 1 durch die Kombination der Gebäudemodule mit einfachen Mitteln eine hohe statische Festigkeit des Gebäudes 1 mit geringen Spannweiten der Deckenelemente erreicht wird, die sich aus den Geschossgrundrissen ergeben.
Das Gebäude 1 besteht vorteilhaft mindestens aus zwei Grundelementen 2, 2' und einem im Erdgeschoss mit dem Grundmodul 2 verbunden Winkelmodul 3. Dieses Minimalvolumen eines Gebäudes 1 ist in Fig. 2a dargestellt. Hier wird er Vorteil verdeutlicht, der sich ergibt aus der mittigen Anordnung des Versorgungsschachtes auf der aussenliegenden Längsseite der Grundmodule 2,2' und der diametral dem inkelmodul 3 gegenüber liegenden Geschosstreppe 6. Es werd n grossvolumige Wohnräume geschaffen, die leicht zugänglich sind und in ihrer Ausdehnung durch den für die Geschoss-
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treppe 6 vorzusehenden Raum in der Ecke der Grundmodule 2, 2' kaum beeinträchtigt sind. In den Grundmodulen sind strichliert dargestellte Trennwände zur Ausbildung eines Treppenhauses 25 und eines Sanitärraumes 15 angeordnet.
Der Sanitärraum 15 liegt dabei leicht zugänglich im Zentrum des Gebäudes 1 benachbart des Versorgungsschachtes. Das Gebäude 1 ist durch Anbaumodule beliebig erweiterbar, wobei Winkelmodule 3 und benachbart dem Treppenhaus 25 Stirn- module 4 anbaubar und geschossweise stapelbar sind. In Fig.
2b sind Winkelmodule 3', 3" und Stirnmodule 4, 4', 4" mit ausgezogenen Linien dargestellt, welche an die strichliert dargestellten Grundbausteine des Gebäudes 1 (Grundmodule 2, Winkelmodul im Erdgeschoss) anbaubar sind. Das gezeigte Mon- tagebau-Konzept mit rechteckigen Gebäudemodulen mit bausatzweise zugeordneten Fertigteilen ermöglicht die kostengünstige Erstellung von Gebäuden mit einer Vielzahl von Geschossen, beispielsweise sechs Geschosse, welche je- weils mindestens ein Grundmodul 2 aufweisen. Diese bau- kastenartige Bauweise ermöglicht die Erstellung einer Viel- zahl von Gebäudevarianten, von denen einige besonders vor- teilhafte Gebäudekonzeptionen in Fig. 4 dargestellt sind.
Die Fig. 3a und 3b zeigen Geschossgrundrisse eines zwei- geschossigen Gebäudes 1, welches im Ausführungsbeispiel im Erdgeschoss E (Fig. 3a) ein Grundmodul 2 und beide möglichen Anbaumodule aufweist, nämlich ein Winkelmodul 3 und ein Stirnmodul 4. Das erste Geschoss I (Fig. 3b) ist mit einem Grundmodul 2' und einem Winkelmodul 3' ausgestattet. Der winkelförmige Grundriss des Gebäudes 1 bildet einen Hof 16 aus, in dem vorteilhaft eine Remise als Kellerersatzraum angeordnet werden kann. Es kann jedoch auch ein Keller- geschoss vorgesehen sein, welches beispielsweise aus einem weiteren, unter dem Grundmodul 2 des Erdgeschosses E ange- ordneten Grundmodul besteht.
Im Kellergeschoss kann platz-
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sparend eine Heizungsanlage benachbart des Versorgungs- schachtes 5 installiert werden, welcher wie beschrieben an der aussen gegenüber dem Winkelmodul 3 liegenden Längswand jedes Grundmoduls 2 ausgebildet ist und vertikal sämtliche Geschosse durchzieht. Die Geschosstreppe 6 in der Ecke des Grundmoduls ist in jedem Gebäudegeschoss durch eine Innen- wand von einem Sanitärraum 15,15' des jeweiligen Gesch s- ses E, I getrennt, deren Sanitäranlagen mit dem Versor- gungsschacht 5 verbunden installiert sind. Die Sanitärräume 15, 15' sind durch eine weitere Trennwand begrenzt, welche im Erdgeschoss die Küchenelemente 26 des Gebäudes 1 ab- trennt. Somit wird der Versorgungsbedarf der Küchenelem nte 26 durch die Anordnung benachbart dem Versorgungsschach 5 mit kurzen Leitungswegen gedeckt.
Die Eingangstür 20 zur Erschliessung des Gebäudes 1 ist im Grundmodul 2 des Erdgeschosses auf einer Höhe zwischen em Versorgungsschacht und der Geschosstreppe 6 angeordnet. m Ausführungsbeispiel liegt die Eingangstür 20 in der Anbau- wand 10 des Grundmoduls 2 für das Regelelement 3. Die Ein- gangstür 20 ist als Bestandteil der Anbauwand 10 des Grund- moduls 2 vorfertigbar. Vorteilhaft kann die Eingangstür 20 auch benachbart der Geschosstreppe 6 bzw. zwischen der Ge schosstreppe 6 und dem Versorgungsschacht 5 in der Längs and des Grundmoduls 2 angeordnet werden, wobei benachbart d r Geschosstreppe 6 ein durch die Eingangstür betretbarer u d beispielsweise als Garderobe nutzbarer Eingangskorridor ge- bildet ist.
Die räumliche Ausgestaltung des Grundmoduls 2 und die An- ordnung der Geschosstreppe 6 und des Versorgungsschachte 5 darin ermöglicht die Teilung des Geschosses in zwei ge- trennte Wohneinheiten, indem in dem Grundmodul eine Tre n- wand angeordnet wird, welche zwischen der Geschosstreppe 6 @
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und dem Versorgungsschacht 5 von der Anbauwand 10 bis zur Längswand durchgeht. Die Eingangstüren 20 weiterer Wohnein- heiten können beidseitig der Trennwand 19 liegend in der Anbauwand 10 des Grundmoduls 2 liegen. Weiterhin ermöglicht der Modulgrundriss die Ausbildung eines quer das Grundmodul 2 durchsetzenden Laubenganges durch die Anordnung zweier paralleler Trennwände 19. In jeder dieser Trennwände 19 wird eine Eingangstür zur Erschliessung der jeweiligen Wohn- einheit vom Laubengang aus vorgesehen.
Die freie Deckfläche des Stirnmoduls 4 kann im Geschoss I als Terrasse 40 oder zum Ausbau als Wintergarten genutzt werden. Der Zutritt zur Terrasse 40 ist in der stirnseitigen Rückwand des Grund- moduls 2' vorgesehen. Diese Rückwand kann als Fertigteil mit bereits ausgebildetem Terrassenzutritt als Bestandteil des Grundmodul-Bausatzes hergestellt werden. Für eine nach- trägliche Erweiterung des Gebäudes 1 kann auf die Fläche der Terrasse 40, welche ja die Oberseite des Stirnmoduls 4 des Erdgeschosses E (Fig. 3a) ist, ein weiterer Stirnmodul- Bausatz montiert werden.
Mit lediglich drei unterschiedlichen Gebäudemodulen und da- mit einer geringen Anzahl vorzufertigender Bauteilsätze für die Gebäudemodule sind vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für Gebäude mit unterschiedlichen Konzeptionen möglich, von denen in Fig. 4 eine Auswahl besonders vorteilhafter Gebäu- dekonzeptionen gezeigt ist. Die Fig. 4b , 4e, 4h, 4k zeigen dabei jeweils Vorschläge für Gebäude auf kleinen Baugrund- stücken. Dabei wird jeweils ein im ersten Geschoss über dem Erdgeschoss des Gebäudes angeordnetes Anbaumodul, im Ausfüh- rungsbeispiel das Stirnmodul 4', mit Pfeilern 18 am Erd- boden abgestützt. Der somit vom Grundmodul und den Pfeilern 18 begrenzte und vom Stirnmodul 4' des ersten Geschosses überdachte Freiraum 17 ist beispielsweise als Fahrzeug- stellplatz verwendbar.
Durch die Anordnung der Pfeiler 18
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ist trotz des Fehlens eines Stirnmoduls im Erdgeschoss ein beliebiger Ausbau und Aufstockung des Gebäudes mit Stirn- modulen 4' möglich.
Um das Gebäude kompakt und standfest auszubilden, werd n bei der Konzipierung des Gebäudes vorteilhaft wenigstens die um eines reduzierte Anzahl der Grundmodule an Winkel- modulen vorgesehen. Es können jedoch auch abweichende Ge bäudeformen gebildet werden, wie das Beispiel der Fig. 4k zeigt, welche bei Anordnung einer Vielzahl benachbarter Baueinheiten gleicher oder auch unterschiedlicher Korngrösse entsprechend der Anzahl der verwendeten Gebäudemodule aus städtebaulichen Aspekten vorteilhaft sein können.
Dachelemente werden als Fertigteile für die Montagebauweise des Gebäudes hergestellt, wobei die Gestalt des Dachelemen- tes von der Korngrösse des zu bedeckenden obersten Geschoss- querschnittes des Gebäudes abhängt. Die abzudeckende Fläche des obersten Geschosses des Gebäudes 1 entspricht maximal der Gesamtfläche der drei Gebäudemodule, woraus sich vier mögliche Deckflächen entsprechend der gewählten Kombination der Gebäudemodule im obersten Gebäudegeschoss ergeben. Fig.
5 zeigt das Ausführungsbeispiel eines Gebäudes 1 mit zwei Grundmodulen 2,2', zwei Stirnmodulen 4, 4' und einem Win- kelmodul 3 im Erdgeschoss. Das auszuwählende Dachelement 22 deckt daher eine Fläche ab, welche der Grundfläche des Grundmoduls und des Stirnmoduls entspricht. Es können ver- schiedene Formen von Dachbausteinen 22 serienmässig vorge- fertigt werden und katalogisiert bei der Planung und Aus- führung des Gebäudes 1 zur Verfügung gestellt werden. Es kann auch vorteilhaft sein, Dachelemente mit den Grund- flächen der einzelnen Gebäudemodule anzufertigen und ent- sprechend der tatsächlich abzudeckenden Fläche bei dem ge- wählten Gebäudekonzept auszuwählen.
Bei Anordnung mehrerer
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Gebäudemodule im obersten Gebäudegeschoss ergeben sich dabei eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten der zur Ver- fügung stehenden Dachelemente 22.