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Glashüllen oder Glasgefässe.
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Das Neuartige der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Muster so anzuordnen, dass ihre Hauptrichtungs-bezw. Begrenzungslinien zwar in Ebenen liegen, die durch die Längsachse
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gegeneinander verschoben sind oder so, dass die Zahl der Elemente in den beiderseitigen Mustern verschieden ist.
Das Aussehen von Glasgegenständen hängt bekanntlich von der Lichtverteilung ab. Bleibt diese von Element zu Element dieselbe, so ist das Aussehen der Gläser einförmig, wechselt jedoch die Lichtverteilung dauernd von Element zu Element. so wird das Aussehen belebt. Die Licht- verteilung hängt ihrerseits von der Dicke des Glases und den Neigungsflächen der Muster zueinander ab.
Bei denjenigen Gläsern nun, bei denen sich die Muster genau decken, wird eine Änderung von Punkt zu Punkt nur in einem Musterelement stattfinden, in dem Nachbarelement werden sh h dieselben Verhältnisse wiederholen. Sobald sich aber die Muster gegeneinander verschieben. wird ein Decken der Begrenzungslinien nicht von Element zu Element stattfinden, und infolgedessen wechselt sowohl die Dicke des Glases als auch die Neigung der Oberflächen zu einander.
Durch die Dicke des Glases aber im Verein mit den Neigungen der Oberflächen zu einander wird
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Zweck und dieselbe Wirkung wird erreicht, sobald die Zahl der Elemente der Muster auf der einen Seite von der Zahl der Elemente der Muster auf der anderen Seite verschieden gewählt wird, so dass die gegenseitigen Musterelemente sich nicht mehr decken können.
Bekannt sind bereits Glasplatten, wie Fensterscheiben, Oberlichtplatten oder dergl., die auf beiden Seiten mit parallelen Prismen bezw. Wellungen versehen sind, wobei ein Decken der gegenseitigen Prismen oder Weitungen nicht stattfindet. Diese Glasplatten sind so ausgebildet. dass die Prismen horizontal verlaufen und zwar aussehliesslich zu dem Zweck, möglichst viel
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laufenden Prismen bezw. Wellungen oder aus Prismen und Wellungen bestehen.
Wählt man die Zahl der Musterelemente in den beiderseitigen Mustern verschieden, so ergibt sich, dass die besten Wirkungen erzielt werden, sobald man ein Verhältnis wählt, wobei die eine Zahl kein ganzes Vielfaches der andern bildet, dass also beispielsweise nicht Verhältnisse wie l : 2, 1 : 3 usw.. sondern Verhältnisse wie 6 : 7 und 9 : 11 usw. vorliegen.
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Schritt auf die Flächeneinheit einer Ebene - treffen, die in einem bestimmten Abstand von dem Glase gedacht ist. Auf den Figuren ist diese Fläche mit X-X bezeichnet.
Fig. 1 a zeigt ein Glas, bei dem zwei Prismen des Musters der einen Seite, drei Wellungen des Musters der gegenüberliegenden Seite entsprechen.
Fig. Sa ein Glas, bei dem vier Wellungen des einen, fünf Wellungen des anderen Musters entsprechen.
Fig. 3 a zeigt ein Glas, bei dem einem Prisma der einen Seite ein Prisma auf der gegenüberliegenden Seite entspricht, wobei aber die Muster etwas gegeneinander verschoben sind.
Fig. 4 a zeigt ein Glas, bei dem ein Prisma auf der einen Seite zwei Prismen auf der gegen- überliegenden Seite entspricht.
Fig. 5 a zeigt dieselben Verhältnisse in einer etwas anderen Ausführung.
Fig. 6 a ein Glas, bei dem zwei Prismen der einen Seite, drei Prismen der gegenüberliegenden Seite entsprechen.
Fig. 7 a zeigt dieselben Verhältnisse in einer etwas anderen Ausführung.
Fig. 8 a ein Glas, bei dem drei Prismen, auf der einen Seite, vier Prismen auf der gegenüberliegenden Seite entsprechen.
Fig. 9 a dieselben Verhältnisse in einer etwas anderen Ausführung.
Die Diagramme geben ein anschauliches Bild davon, wie die Lichtverteilung bei derartigen Gläsern wechselt. In Wirklichkeit wird die Lichtverteilung von der dargestellten etwas abwerfen, denn es konnte nur dargestellt werden, einmal die Dickeänderung des Glases und zweitens die Lichtverteilung durch die Neigungsänderung der Oberfläche, nicht jedoch der sich summierende Einfluss beider Verhältnisse.
Die so hergestellten Gläser können selbstverständlich ganz oder nur zum Teil gemustert sein ; die Muster gemäss der Erfindung können dabei unterbrochen sein von glatten oder anders gemusterten Zonen oder Streifen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Glashüllen oder Glasgefässe, wie Lampenglocken, Lampenschirme, Blumenvasen, Karaffen,
Gläser oder dergl., bei denen die äussere und innere Oberfläche mit gleichen oder ähnlichen Mustern bedeckt ist, deren Hauptrichtungs-bezw. Begrenzungslinien in Ebenen liegen, die durch die Längsachse der Glasgegenstände gelegt gedacht sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Haupt- richtungs- bezw. Begrenzungslinien der Muster auf der einen Seite gegenüber den entsprechenden
Linien der Muster auf der anderen Seite verschoben sind, so dass sie sich nicht decken.