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Die Erfindung betrifft ein Hinweiszeichen, mit dem Kraftfahrer darauf aufmerksam gemacht werden können, dass sie eine Fahrbahn entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung befahren oder befahren werden.
Um Kraftfahrer daran zu hindern, Fahrbahnen, insbesondere Autobahnen in einer Richtung zu befahren, die mit der vorgegebenen Fahrtrichtung nicht übereinstimmt (sogenannte "Geisterfahrer") sind verschiedene Vor- richtungen bekannt geworden. Einige dieser Vorrichtungen sind so einge- richtet, dass sie durch mechanisches Einwirken auf das Fahrzeug das Befah- ren entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung verhindern. Zum Teil sind die bekannten Vorrichtungen so ausgeführt, dass sie Reifen des Fahrzeuges beschädigen, so dass ein Weiterfahren nicht möglich ist.
Die bekannten Vorrichtungen, welche das Weiterfahren mit dem Fahr- zeug, das eine Fahrbahn entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung befährt, oder befahren will, durch Beschädigen des Fahrzeuges verhindern sollen, sind sehr aufwendig, da sie Einbauten in der Fahrbahn selbst benötigen und anderseits nachteilig, weil der Fahrer mit dem Fahrzeug, nachdem seine Reifen beschädigt worden sind, die Fahrbahn nicht mehr verlassen kann, indem er beispielsweise umdreht und in die richtige Richtung weiterfährt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute und wirksame Vorrichtung der eingangs genannten Gattung anzugeben, welcher die genannten Nachteile nicht hat.
Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung benötigt keinerlei Einbauten in der Fahrbahn selbst, ist aber, da das Hinweiszeichen, nachdem es ausgelöst worden ist, bis knapp über die Fahrbahn reicht, sehr wirksam und kann nicht übersehen werden.
Das Auslösen kann durch Sensoren bewirkt werden, die eine der zu erwartenden Fahrtgeschwindigkeit entsprechende Strecke vor (also entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung) dem eigentlichen Hinweiszeichen angeordnet sind.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann auch mit einer Sonnenzelle ausgerüstet sein, um von der Stromversorgung aus dem Stromnetz unabhängig zu sein.
Des weiteren besteht die Möglichkeit, dass die erfindungsgemässe Vorrichtung an ohnedies neben oder über der Fahrbahn vorhandenen Bauwer- ken, wie Brücken, Wegweisern, Masten u. dgl. montiert wird.
Das Hinweiszeichen, auf dem ein für den "Geisterfahrer" erkennbarer Hinweis, dass er die Fahrbahn entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung
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befährt, angeordnet ist, kann in ihrer Versorgungslage aufgerollt oder jalousieartig gefaltet sein.
Um das Erkennen in der Nacht besser zu gestalten, kann das Hin- weiszeichen und/oder Teile desselben reflektierend ausgebildet sein. Auf dem Hinweiszeichen können Aufschriften, wie "STOP", "FALSCH", oder andere Hinweise darauf, dass die Fahrbahn entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung benützt wird, angebracht sein.
Besonders bevorzugt ist es, wenn das erfindungsgemässe Hinweiszeichen auf Autobahnauffahrten oder auf Auffahrten zu Schnellstrassen aufgestellt ist. Dies schliesst nicht aus, Hinweiszeichen gemäss der Erfindung auch an andern Stellen einer Strasse oder Autobahn aufzustellen.
Wenn das Hinweiszeichen in seiner Wirkstellung bis knapp über die Fahrbahn reicht, kann es nicht übersehen werden. Wenn das Hinweiszeichen ein flexibles Flächengebilde, z. B. nach Art einer Plane ist, ergibt sich der Vorteil, dass das Hinweiszeichen, wenn das Fahrzeug nicht rechtzeitig anhält, das Fahrzeug nicht beschädigt, jedenfalls aber den Fahrer beim Fahren unter dem Hinweiszeichen darauf jedenfalls aufmerksam macht, dass er die Fahrbahn entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung befährt oder befahren wird.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung, wobei auf die Zeichnung Bezug genommen ist. Es zeigt : Fig.1 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemässen Hinweiszeichens, die an einem neben der Fahrbahn stehenden Mast angeordnet ist und Fig. 2,2a eine Ausfüh- rungsform des erfindungsgemässen Hinweiszeichens, die an bestehenden Fahrbahnüberbauten, wie Brücken, Wegweisern u. dgl. befestigt ist.
Zunächst wird die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform beschrieben.
An einem Mast 1 neben der Fahrbahn 2 ist ein über die Fahrbahn 2 ragender Ausleger 3 befestigt. Der Mast 1 kann in einer Führung 4, die nach der Fahrbahn 2 im Boden versenkt ist, z. B. um 180 , verdrehbar sein, so dass er auf beiden Seiten verwendet werden kann, wo jeweils "Geisterfah- rer" zu erwarten sind.
An dem Ausleger 3 ist ein Hinweiszeichen 5 aus flächigem Werkstoff, beispielsweise in Form einer Plane befestigt, der in der Versorgungslage auf den drehbar gelagerten Ausleger 3 aufgerollt sein kann. In dem in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel ist für das Drehen des als Aufwik- kelwelle für das Hinweiszeichen 5 dienenden Auslegers 3 ein Antriebsmotor 6 vorgesehen, der mit einem Endlosglied 7 mit dem Ausleger gekuppelt ist.
An einem Trum des Endlosgliedes 7 ist ein Gewicht 8 befestigt, das so auf den Ausleger 3 wirkt, dass im Auslösefall das Hinweiszeichen 5 abgerollt
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wird und die in der Zeichnung gezeigte Wirklage einnimmt.
Das Auslösen und damit Verbringen des Hinsweiszeichens 5, bei der das Gewicht 8 entlang dem Mast 1 oder entlang einer am Mast 1 befestigten Führung (nicht gezeigt) nach unten gleitet, erfolgt beispielsweise da- durch, dass eine Kupplung zwischen Motor 6 und Antriebsrolle 9, um die das untere Ende des Endlosgliedes herumläuft, gelöst wird. Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Abrollen unter der Wirkung des Gewichtes durch eine entsprechende Ansteuerung des Motors 6 unterstützt wird. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass das Abrollen des Hinweiszeichens 5 vom drehbar gelagerten Ausleger 3 ohne Gewicht 8 nur durch Betätigen (Drehen) des Auslegers 3 durch den Motor 6 erfolgt. In diesem Fall kann der Motor 6 dem Ausleger 3 auch unmittelbar zugeordnet, also am oberen Ende des Mastes 1 angeordnet ist.
Zusätzlich zu dem Gewicht 8 oder an Stelle desselben kann das untere Ende des Hinsweiszeichens 5 durch ein Gewicht beschwert sein, was den Vorteil hat, dass das Hinweiszeichen auch bei Windeinwirkung nach unten hängt und den ihm zugeordneten Zweck erfüllen kann.
Das Hinweiszeichen 5 kann ganz gleich, ob es durch Aufwickeln oder anders in seine Bereitschaftslage verbracht wird, mehrteilig ausgebildet sein, indem es aus wenigstens zwei nebeneinander angeordneten Streifen aus Flächenwerkstoff besteht. Falls bei einem Hinweiszeichen 5 aus mehreren Streifen am Hinweiszeichen 5 selbst ein Gewicht angeordnet ist, ist es vorteilhaft, wenn das Gewicht im Bereich des Fahrbahnrandes angeordnet ist.
Wenn der Mast 1, an dem der Ausleger 3 und das Hinweiszeichen 5 befestigt sind, verschwenkbar ist, kann das Schwenken auch für die Wartung des erfindungsgemässen Hinweiszeichens ausgenützt werden. So kann bei- spielsweise der Ausleger 3 in eine zur Fahrbahn 2 parallele Lage neben dem Fahrbahnrand verschwenkt werden, so dass Wartungsarbeiten ohne Behinderung des Verkehrs und ohne Gefahr für das Wartungspersonal durchgeführt werden können.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform besteht das erfindungs- gemässe Hinweiszeichen aus drei nebeneinander angeordneten Bahnen 5 aus flächigem Werkstoff, die auf Aufwickelwellen 3 aufwickelbar sind. Für den Antrieb der Aufwickelwelle 3 ist ein gemeinsamer Antrieb 6 (rechts in Fig.
2) vorgesehen, wobei in dem Gehäuse nicht nur der eigentliche Antriebs- motor 6, sondern auch die Steuereinheit mit der Auslösevorrichtung das Abrollen der Bahnen 5 aus flächigem Werkstoff untergebracht sein kann.
Zusätzlich können in dem Gehäuse eine Überwachungskamera für das Auslösen oder die Teile des Sensorsystems untergebracht sein. Auch ist es möglich,
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an dem Gehäuse des Antriebes 6 Sonnenzellen für das Aufladen von Batterien unterzubringen.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel hängt das das Abwik- keln unterstützende Gewicht 8 (Abrollgewicht) an einem Gurt 10, der auf der Welle 3 befestigt ist. In der Bereitschaftslage ist der Gurt 10 auf der Welle 3 aufgewickelt, so dass das Gewicht 8 in der Nähe der Welle 3 angeordnet ist. Um einen heftigen Ruck am Ende des Abrollens des das Gewicht tragenden Gurtes 10 zu vermeiden, kann die Welle 3 mit einer Freilaufeinrichtung ausgerüstet sein, die beschränktes Wieder-Aufrollen des Gurtes 10 auf der Welle 3 erlaubt, nachdem das Gewicht 8 seine unter- ste Stellung erreicht hat, so dass sich eine hin- und hergehende Drehbewe- gung ergibt, die zunehmend kleiner wird, bis das Gewicht 10 und damit die Bahnen 5 aus flächigem Werkstoff, die als Hinweiszeichen dienen, endgültig ihre Wirklage erreicht haben.
In Fig. 2a ist gezeigt, dass die Lageraufnahmen 12 für die Aufwickel- wellen 3 zur Vereinfachung der Montage von der Seite her (also quer zur Achse der Welle 3) in Halterungen 14, die an dem bestehenden Überbau 16 einer Fahrbahn 2 befestigt werden können, einschiebbar sind.
Bei beiden Ausführungsformen der Erfindung ist es möglich, wenig- stens im Bereich des unteren Endes der Bahn 5 aus flächigem Werkstoff (Fig. 1) oder der Bahnen 5 aus flächigem Werkstoff (Fig. 2) eine Be- schwerung derselben, z.B. eine'Sandfüllung, anzuordnen.
Ebenso ist beiden Ausführungsformen die Möglichkeit gegeben, die Bahn 5 in ihrer Bereitschaftslage nicht vollständig aufzuwickeln, sondern ein Stück herunterhängen zu lassen (Pfeil A in Fig. 1) . In diesem Fall können auf der (den) Bahn(en) 5 beim Befahren der Fahrbahn in der richti- gen Richtung sichtbare Seite für Hinweisbilder, beispielsweise Über- kopfwegweiserfeld angebracht sein. Auf der Befahren der Fahrbahn entgegen der richtigen Fahrtrichtung sichtbaren Seite ist dann beispielsweise die Aufschrift "Stop" oder wenigstens ein Einbahnzeichen (Verkehrszeichen "Einfahrt verboten") angebracht, das gleichsam als Vorwarnung für Falsch- fahrer (Geisterfahrer) dient.
Wenn das erfindungsgemässe Hinweisschild aus wenigstens einer Bahn aus flächigem Werkstoff besteht, ist sowohl in der teilweise abgesenkten Bereitschaftslage, also in der Wirklage (Pfeil B), der vorteilhafte Effekt gegeben, dass die Aufmerksamkeit erhöht wird, da sich die Bahn 5 unter Windeinwirkung bewegt.
Das Auslösen erfolgt mit Hilfe eines Sensors, der als Lichtschranke mit Sender und Empfänger beidseits der Fahrbahn oder als Reflexionslicht- schranke ausgeführt sein kann. Auch in der Fahrbahn 2 angeordnete Kontakte
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oder Leiterschleifen können für das Auslösen herangezogen werden. Die Auslösevorrichtung, also der Sensor, ist mit entsprechendem Abstand vor dem eigentlichen Hinweiszeichen angeordnet, wobei dieser Abstand so berechnet ist, dass ein Fahrzeug, das entgegen der vorgesehenen Fahrt- richtung fährt, bei einer normalerweise zu erwartenden Geschwindigkeit des Fahrzeuges die Vorrichtung erreicht, wenn das Hinweiszeichen in seine Wirkstellung (Figur) gebracht, z. B. abgerollt worden ist.
Statt das Hinweiszeichen, wie im gezeigten Ausführungsbeispiel, auf einer Welle (Ausleger 3) aufzuwickeln, kann das Hinweiszeichen auch gefaltet und in einem Aufnahmeraum am Ausleger 3 untergebracht sein. In diesem Fall genügt es, wenn in dem Aufnahmeraum (unten) eine öffenbare Klappe (Boden) vorgesehen ist, die beim Auslösen aufschwenkt und das Hinweiszeichen 5 nach unten fallen lässt. Zum Hochziehen können Zugschnüre vorgesehen sein, die das Hinweiszeichen nach Art einer Faltjalousie wieder in die Versorgungs- oder Bereitschaftslage in den Aufnahmeraum hochziehen.
Des weiteren kann eine Steuerung vorgesehen sein, die das Hinweis- zeichen aus seiner Wirkstellung wieder in seine Versorgungsstellung bringt, entweder indem die Plane aufgerollt oder hochgezogen wird, wenn sie jalousieartig ausgebildet ist. Dies erfolgt beispielsweise eine Minute, nachdem das Hinweiszeichen in seine Wirkstellung heruntergelassen worden ist.
Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben werden:
Um Lenker von Fahrzeugen darauf hinzuweisen, dass sie eine Fahrbahn 2 entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung befahren, ist an einem oberhalb der Fahrbahn 2 angeordneten Träger 3 ein Hinweiszeichen 5 befestigt, das nach Auslösen durch ein in die falsche Richtung fahrendes Fahrzeug abge- senkt wird, so dass es von dem über der Fahrbahn 2 angeordneten Träger 3 bis knapp über die Fahrbahn 2 hängt. Das Hinweiszeichen 5 ist aus flexi- blem Flächenwerkstoff gefertigt und kann Hinweise darauf, dass die Fahrbahn entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung befahren wird, aufweisen.
Durch das nachgiebige Hinweiszeichen 5 wird ein wirksamer Hinweis auf das Benützen einer Fahrbahn 2 entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung gegeben, wobei auch beim Durchfahren das Fahrzeug nicht beschädigt wird, da das Hinweiszeichen 5 von einem durchfahrenden Fahrzeug einfach weggedrängt wird, so dass der Lenker die Möglichkeit hat, umzudrehen, um seine Fahrt in die richtige Richtung fortzusetzen.