AT500707A1 - Schienenstossverbindung - Google Patents

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AT500707A1 AT5262003A AT5262003A AT500707A1 AT 500707 A1 AT500707 A1 AT 500707A1 AT 5262003 A AT5262003 A AT 5262003A AT 5262003 A AT5262003 A AT 5262003A AT 500707 A1 AT500707 A1 AT 500707A1
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Description


  DIPL -ING OTTO PFEIFER
DIP -ING DR TECHN ELISABETH SCHOBER
A-1010 WIEN SCHOTTENRING 16, BORSEGEBAUDE
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schienenstossverbindung, bei welcher die Stossflächen der Schienen und Verbindungslaschen mit den Schienen jeweils über eine Isolierzwischenlage verklebt sind, wobei die als massive Körper ausgebildeten Laschen jeweils den Raum zwischen Schienensteg und Aussenkante des Schienenkopfes im wesentlichen voll ausfüllen und mit den Schienen zusätzlich über Schrauben verbunden sind, die gegen die Schrauben isolierte Bohrungen im Schienensteg durchsetzen, und wobei jede Lasche an ihrer Aussenseite mit zumindest einer weiteren, die Stossebene überdeckenden und ebenfalls als massiver Körper ausgebildeten Zusatzlasche unmittelbar, vorzugsweise durch Klebung,

   starr verbunden ist.
Im Eisenbahnbetrieb ergibt sich in Verbindung mit elektrischen Sicherungseinrichtungen das Erfordernis, an bestimmten Stellen des Gleises aufeinanderfolgende Schienenstücke desselben Schienenstranges so untereinander zu verbinden, dass zwischen den Schienenstücken kein Stromübergang stattfindet.
Es ist bekannt (AT 310.789), zum Herstellen von isolierenden Schienenverbindungen Stahllaschen unter Zwischenschaltung von Isoliermaterial mit der Schiene zu verkleben und gegebenenfalls anschliessend noch zusätzlich mittels hochfester Schrauben mit der Schiene zu verschrauben . Als Isoliermaterial wird hiefür z.B. ein Kunstharz verwendet, das gegebenenfalls pu ver rm ge F sto e un o er Gewe e, z.B. G as asergewebe, enthält.

   Die Verklebung kann mit einem kalthärtenden, flüssigen Zweikomponentenkleber, in dem gegebenenfalls Glasfasergewebe eingebettet ist, ausgeführt werden, es kann aber auch ein relativ starrer Isolierkörper aus einer druckbeständigen, isolierenden Mittelschicht mit einem beidseitig auf diese Schicht aufgetragenen, wärmehärtenden Metallkleber verwendet werden, wobei der Metallkleber ein Gewebe oder Vlies enthalten kann.
Geklebte Isolierstösse in Verbindung mit hochfester Verschraubung erfordern einen sorgfältigen Einbau und eine regelmässige Wartung. Beim Herstellen der Verbindung muss, speziell bei hochbelasteten Gleisstrecken, dem Umstand Rechnung getragen werden, dass im Bereich der Stossflächen der beiden Schienenenden, die durch eine etwa 3 - 6 mm starke Zwischenlage aus Isoliermaterial voneinander getrennt sind, die auftretenden Kräfte bzw.

   Biegemomente lediglich durch die beiden Laschenquerschnitte übertragen werden. Der Klebestoss wird deshalb vielfach nicht in der Schwellenmitte, wo das grösste Biegemoment auftritt, sondern bezüglich der Schwellenmitte versetzt angeordnet. Die erforderliche Biegesteifigkeit der Stahllaschen, die für den stoss- und knickfreien Verlauf der Fahrfläche des Klebestosses massgebend ist, wird durch Wahl eines entsprechenden Laschenwerkstoffes erreicht.
In der Praxis treten nun bei derartigen Stossverbindungen infolge Überschreitung der Dauerfestigkeit des Laschenwerk Sto es Lasc en r c e au . Man at es a versuc t, urc esondere Massnahmen bei der Herstellung des Klebestosses eine verbesserte Dauerfestigkeit zu erzielen, insbesondere deshalb, weil eine weitere Steigerung der Qualität des Laschenwerkstoffes unwirtschaftlich wäre.

   So werden beispielsweise die zu verbindenden Schienen vor dem Festlegen der Verbindungslaschen mit ihren Stossflächen unter Zwischenschaltung der isolierenden Zwischenlage aneinandergepresst , und es wird eine Zwischenlage grosser Härte verwendet. Diese Massnahme ist jedoch mit einem relativ grossen Aufwand verbunden, weil Einrichtungen zum Einspannen und Gegeneinanderpressen der Schienen verwendet werden müssen.
Zur Aussteifung von stark beanspruchten Isolierstössen ist es notwendig, die Laschen im Stossbereich durch die erwähnten Zusatzlaschen zu verstärken. Die bisher verwendeten Zusatzlaschen, die aus einem Rechteckflachstahl hergestellt werden, haben den Vorteil, dass sie kostengünstig sind, aber anderseits den Nachteil, dass sie die Zugkräfte, die am Schienenfuss am höchsten sind, nicht verringern.

   Die Erfindung zielt darauf ab, diesem Mangel abzuhelfen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schienenstossverbindung der einleitend angegebenen Art, bei welcher erfindungsgemäss die Zusatzlaschen mit einem Fussteil versehen sind, der sich einerseits in den Hohlraum zwischen Hauptlasche und Schienenfuss und anderseits zur Aussenkante des Schienenfusses erstreckt, vorzugsweise auch um diesen herum zur Schienenfussunterseite.

   Auf diese Weise wird der Isolierstoss im Bereich seiner grössten Beanspruchung verstärkt und zusätzlich die Lasche am Schienenfuss abgestützt, wodurch eine geringe Durchbiegung und damit Belastung des Schienenstosses sichergestellt wird.
Vorzugsweise sind die Zusatzlaschen, wie an sich bekannt, kürzer als die Hauptlaschen ausgebildet und bezüglich der Stossebene der Schienen symmetrisch angeordnet, wobei die Zusatzlaschen zu beiden Seiten des Schienenstosses von einer Befestigungsschraube durchsetzt sind. Vorzugsweise bilden die Zusatzlasche und der Fussteil miteinander verschweisste Teile. Nach einem alternativen Erfindungsmerkmal sind die Zusatzlaschen und ihre Fussteile als einstückige Formkörper ausgebildet . Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann sich die Zusatzlasche, wie an sich bekannt, über die gesamte Länge des Laschenkörpers erstrecken.

   Zum Einbau an der Baustelle können die Zusatzlaschen vorisoliert, d.h. mit einer elektrisch isolierenden Beschichtung versehen sein.
Durch die Erfindung wird mit geringem konstruktiven Aufwand eine wesentliche Erhöhung der Biegewechselfestigkeit im Stossbereich erzielt. Die erfindungsgemässe Laschenanordnung kann auf einfache Weise in Werkstätten hergestellt und entweder daselbst oder im verlegten Gleis in die Schiene eingebaut werden, wobei die Zusatzlaschen vorteilhaft aus dem gleichen Material wie die Hauptlaschen hergestellt werden können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.

   Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer mit einer Schiene verschraubten Isolierlasche gemäss der Erfindung, Fig. 2 einen Schnitt durch die Lasche nach der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt durch die Lasche nach der Linie III-III in Fig. 1, Fig. 4 eine Seitenansicht der Zusatzlasche gemäss einer alternativen Ausführungsform und Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4.
Gemäss den Fig. 1 bis 3 ist eine Stahllasche 1 mit den zu verbindenden Schienen S mittels einer Isolierschicht 2 verklebt, wobei diese Isolierschicht aus einem ein Gewebe oder Vlies enthaltenden wärmegehärteten Klebemittel besteht.

   Die Stahllasche 1 ist zusätzlich über die Laschenschrauben 3, die Buchsen 4 aus Isoliermaterial der Stahllasche 1 durchsetzen, hochfest verschraubt.
Die Herstellung einer isolierenden Schienenverbindung mit Hilfe der vorstehend erläuterten Isolierlasche erfolgt in der Weise, dass zunächst zwischen die Schienenstirnflächen ein isolierendes Profilstück eingesetzt oder auch eingeklebt und in die Stegbohrungen der Schienen S buchsenförmige Isolierkörper 5 eingeführt, sodann die Stahllaschen 1 in die Laschenkammerräume eingesetzt und anschliessend infolge der hochfesten Schraubenverbindung in die Laschenkammerräume gepresst werden.

   Die Stahllaschen 1 stützen sich beim Anziehen der Schrauben 3 beim dargestellten Beispiel, wie Fig. 3 zeigt, gegen den Schienenkopf S' und den Schienenfuss S" ab, so dass Hohlräume 6 zwischen dem Schienensteg S"<1>der Sch ene S und den Stahllaschen 1 verbleiben.
Erfindungsgemäss ist an der Aussenseite der Stahllasche 1 eine Zusatzlasche 10 aufgebracht, die sich über die Laschenhöhe erstreckt und einen Fussteil 10' aufweist, der einerseits in den Hohlraum 6 zwischen Stahllasche 1 und Schienenfuss S" und anderseits bis zur Aussenkante des Schienenfusses S" verläuft. Bei einer speziellen Ausführungsform der Erfindung, die in Fig. 3<1>gezeigt ist, erstreckt sich der Fussteil 10" der Zusatzlasche 10 über die Aussenkante des Schienenfusses S" bis zu dessen Unterseite.

   Hiedurch wird die Festigkeit der Verbindung weiter erhöht .
Gemäss Fig. 3 ist der Fussteil 10' mit dem Körper der Zusatzlasche 10 verschweisst. Gemäss den Fig. 4 und 5 sind die Zusatzlasche 10 und der Fussteil 10' einstückig als Formkörper ausgebildet .
Als Material für die Zusatzlaschen wird gewalzter Stahl eingesetzt oder die Zusatzlasche aus Vollmaterial durch Fräsen ausgebildet. Auch Stahlguss kommt für die einstückige Zusatzlasche in Frage .

Claims (4)

Patentanspr c e :
1. Schienenstossverbindung, bei welcher die Stossflächen der Schienen und Verbindungslaschen mit den Schienen jeweils über eine Isolierzwischenlage verklebt sind, wobei die als massive Körper ausgebildeten Laschen jeweils den Raum zwischen Schienensteg und Aussenkante des Schienenkopfes im wesentlichen voll ausfüllen und mit den Schienen zusätzlich über Schrauben verbunden sind, die gegen die Schrauben isolierte Bohrungen im Schienensteg durchsetzen, und wobei jede Lasche an ihrer Aussenseite mit zumindest einer weiteren, die Stossebene überdekkenden und ebenfalls als massiver Körper ausgebildeten Zusatzlasche unmittelbar, vorzugsweise durch Klebung, starr verbunden ist und im Bereich der Zusatzlasche Schraubverbindungen mit den Schienen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlaschen (10) mit einem Fussteil (10') versehen sind,
der sich einerseits in den Hohlraum (6) zwischen Hauptlasche (1) und Schienenfuss (S") und anderseits zur Aussenkante des Schienenfusses (S") erstreckt, vorzugsweise auch um diesen herum zur Schienenfussunterseite.
(1) und Schienenfuss (S") und anderseits zur Aussenkante des Schienenfusses (S") erstreckt, vorzugsweise auch um diesen herum zur Schienenfussunterseite.
1. Schienenstossverbindung, bei welcher die Stossflächen der Schienen und Verbindungslaschen mit den Schienen jeweils über eine Isolierzwischenlage verklebt sind, wobei die als massive Körper ausgebildeten Laschen jeweils den Raum zwischen Schienensteg und Aussenkante des Schienenkopfes im wesentlichen voll ausfüllen und mit den Schienen zusätzlich über Schrauben verbunden sind, die gegen die Schrauben isolierte Bohrungen im Schienensteg durchsetzen, und wobei jede Lasche an ihrer Aussenseite mit zumindest einer weiteren, die Stossebene überdekkenden und ebenfalls als massiver Körper ausgebildeten Zusatzlasche unmittelbar, vorzugsweise durch Klebung, starr verbunden ist und im Bereich der Zusatzlasche Schraubverbindungen mit den Schienen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlaschen (10) mit einem Fussteil (10 ') versehen sind,
der sich einerseits in den Hohlraum (6) zwischen Hauptlasche
2. Schienenstossverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlaschen (10) , wie an sich bekannt, kürzer als die Hauptlaschen (1) ausgebildet und bezüglich der Stossebene der Schienen (S) symmetrisch angeordnet sind.
NACHGEREICHT
2. Schienenstossverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlaschen (10) kürzer als die Hauptlaschen (1) ausgebildet und bezüglich der Stossebene der Schienen (S) symmetrisch angeordnet sind.
3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Zusatzlasche (10), wie an sich bekannt, nur über einen Teil der Länge der Hauptlasche (1) erstreckt, zumindest aber über den Bereich der beiden innersten Verbindungsschrauben (3) .
5. Schienenstossverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis
3. Schienenstossverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlaschen (10) und der Fussteil (10') als einstückige Formkörper ausgebildet sind.
4. Schienenstossverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Zusatzlasche (10), wie an sich bekannt, nur über einen Teil der Länge der Hauptlasche (1) erstreckt, zumindest aber über den Bereich der beiden innersten Verbindungsschrauben (3) .
5. Schienenstossverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlaschen (10) mit einer elektrisch isolierenden Beschichtung versehen sind.
Neue Patentansprüche :
3. Schienenstossverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlaschen (10) und der Fussteil (10') als einstückige Formkörper ausgebildet sind.
4. Schienenstossverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzlaschen (10) mit einer elektrisch isolierenden Beschichtung versehen sind.
KACHGEREICHT »
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1013526A (en) * 1964-07-29 1965-12-15 Poor & Co Electrically insulated rail joint
AT347492B (de) * 1977-02-07 1978-12-27 Wagner Elektrothermit Schienenstossverbindung

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GB1013526A (en) * 1964-07-29 1965-12-15 Poor & Co Electrically insulated rail joint
AT347492B (de) * 1977-02-07 1978-12-27 Wagner Elektrothermit Schienenstossverbindung

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