AT500752A4 - Vorrichtung zur absicherung von böschungen, insbesondere von skipisten - Google Patents
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Description
(33261) hei Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Absicherung von Böschungen, insbesondere von Skipisten, mit einer Stützwand und mit die Stützwand aufnehmenden Stehern, die, vorzugsweise über an den Stehern angreifende Anker, im Unterbau verankert sind. Derartige Vorrichtungen werden eingesetzt, um Böschungen nach Erdarbeiten, nach Schlägerungen freiwerdende Hänge oder andere gefährdete steilere Bodenflächen gegen ein Abrutschen zu sichern. Derartige Sicherungsbauten schützen vor verstärkter Erosion und dienen der Aufnahme von Erddruckkräften (AT 3 98 098 B). Dafür vorgesehene Stützwände sind beispielsweise aus Holz, Beton, Stahl od. dgl. vorgefertigte Elemente, die üblicherweise an im Untergrund verankerten Stehern befestigt sind. Die Stützwand erlaubt eine flächige Aufnahme der Erd- bzw. Schneedruckkräfte, die über die Steher und die gegebenenfalls an den Stehern angreifenden Anker in den Untergrund eingeleitet werden. Die Stützwände lassen sich in Abhängigkeit der zu erfüllenden Schutz- oder Stützfunktion innerhalb weiter Bereiche variieren bzw. entsprechend unterschiedlich dimensionieren und können gegebenenfalls auch nachträglich durch zusätzliche Träger oder Anker verstärkt werden. Als nachteilig ist dabei anzusehen, dass derartige Hangverbauten für Böschungen im Bereich von Skipisten bzw. zur Abstützung von Skipisten zwar einen guten Halt von Erdreich und Piste gewährleisten, aber ebenso, insbesondere im Kurvenbereich, eine erhebliche Verletzungsgefahr für Skifahrer bzw. Wintersportler darstellen. Zudem ist es bei den bekannten Hangverbauten meist erforderlich, diese mit verdichtetem Schüttmaterial zu hinterfüllen, um ein Abrutschen des Hanges zu vermeiden. Des weiteren ist es zur Absicherung von Skipisten, bzw. um Schneeverwehungen zu vermeiden, bekannt, zwischen vertikalen Stützen gespannte Fangmatten vorzusehen. Derartige Fangmatten wirken einerseits Schneeverwehungen entgegen und verhindern anderseits ein Abstürzen von Wintersportlern in ein unwegsames Gelände ohne üblicherweise schwerwiegende Verletzungen zu verursachen. Zum Aufbauen und Spannen bekannter Schneezäune sind allerdings im allgemeinen spezielle Spanneinrichtungen erforderlich, wodurch ein erheblicher Montageaufwand gegeben ist. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die einerseits zur sicheren Verbreiterung von Skipisten, beispielsweise entlang von Hohlwegen od. dgl., geeignet ist und anderseits Wintersportler gegen ein Abstürzen in unwegsames Gelände und im Kollisionsfall gegebenenfalls vor schwerwiegendenVerletzungen schützt. Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass Steher und/oder Stützwand über die Oberkante der Stützwand hinaus mittels Träger verlängert sind, die einen Zaun, insbesondere einen Schneezaun, aufnehmen. Durch die Kombination von Stützwand und Zaun wird in einfacher Weise die Möglichkeit geschaffen, von Erosion geplagte Skipisten gegen ein Abrutschen zu schützen bzw. ergibt sich die Möglichkeit für Pistenverbreiterungen, insbesondere bei sogenannten Skiwegen, bei gleichzeitigem Schutz der Wintersportler gegen ein Abstürzen in unwegsames Gelände zu sorgen. Die erfindungsgemässe Stützwand wird meist in Böschungsbereiche gebaut, wobei die Stützwand vorzugsweise mit einem Abstand in Richtung der Falllinie der Böschung von deren oberem Rand angeordnet ist, so dass der Bereich zwischen Böschung und oberem Rand der Stützwand gegebenenfalls mit Schüttmaterial, oder aber besonders bevorzugt im Winter mit Schnee, aufgefüllt werden kann, woraus sich eine gewünschte Pisten oder Fahrbahnverbreiterung ergibt. Wird der Böschungsbereich bis zum oberen Rand der Stützwand ausgefüllt, besteht zudem keine Gefahr, dass sich Wintersportler an der Stützwand verletzen. Der Zaun dient zum Schutz der Wintersportler und ist über die Träger und Steher sicher im Untergrund verankert. Der Zaun wirkt allerdings nicht nur als Absturzsicherung, sondern kann bei Hangverbauten auch Schneeverwehungen entgegenwirken bzw. einen Hang nicht nur gegen Abrutschen und gegen Steinschlag sondern auch gegen einen Lawinenabgang sichern. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ergibt sich daraus, dass die Vorrichtung einerseits im Winter als Stütz- und Pistenverbreiterungsmassnahme, Absturzsicherung (auch für Sommersportler, wie z.B. Mountainbikefahrer), Lawinensicherung und Schneefangnetz, sowie anderseits im Sommer auch als Abgrenzung, insbesondere als Leitwand und somit als Absturzsicherung für Kraftfahrzeuge verwendet werden kann, wobei der Zaun, der selbstverständlich auch ein Schneenetz sein kann, in der warmen Jahreszeit auch von den Trägern abgenommen werden kann, um beispielsweise eine übermässige rasche Alterung des Zaunes bzw. Netzes zu vermeiden. Soll der Zaun von den Stehern abgenommen werden können, empfiehlt es sich, die Träger lösbar mit den Stehern und/oder der Stützwand zu verbinden, wodurch der Zaun zu Wartungszwecken bzw. während der Sommermonate gegebenenfalls gemeinsam mit den Stehern von der Stützwand abgenommen werden kann. Als besonders einfache und robuste Vorrichtung zur Absicherung von Böschungen hat sich eine Stützwand erwiesen, die zusammen mit querverlaufenden Stehern aus einzelnen neben- bzw. hintereinander gereihten Balken zusammengesetzt ist. Die Stützwand kann selbstverständlich aus beliebigen Materialien, wie aus Stahl, Beton od. dgl., bestehen, wobei sich allerdings insbesondere Holz empfiehlt, vorzugsweise aus besonders langlebiger, kesseldruckimprägnierter Lärche oder Kiefer, da eine aus Holz gefertigte Stützwand zudem wärmedämmend wirkt und eine zu starke Schneeschmelze von im Böschungsbereich zwischen Böschung und Stützwand aufgeschüttetem Schnee vermeidet, was sich insbesondere bei der Verbauung von Sonnenhängen empfiehlt. Um Verletzungen von Personen an den Trägern zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn dem Zaun und den Trägern Polster im Bereich der Träger zugehören, bzw. wenn die Träger 4 bügeiförmig, mit von der Böschung wegweisendem Bügel, ausgebildet sind. So können beispielsweise die Träger mit Schaumstoff ummantelt sein und kann der Zaun an den Polstern befestigt sein oder aber Zaun und Polster bilden eine vorgefertigte, auf die Träger aufsetzbare Einheit. In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines schematischen Ausführungsbeispieles dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Ausschnitt einer erfindungsgemässen Vorrichtung in Vorderansicht und Fig. 2 bis 4 drei erfindungsgemässe Vorrichtungen in teilgeschnittener Seitenansicht. Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur Absicherung von Böschungen 1 , insbesondere von Skipisten, umfasst eine Stützwand 2 (aus Holz, Stahl und/oder Beton), die Stützwand 2 aufnehmende Steher 3 und einen auf der Stützwand 2 mittels Träger 4 befestigten Zaun 5 in Form eines Netzes, beispielsweise eines bekannten Schneezaunes. Die Steher 3 sind mittels ein Stahlbetonfundament bildender Anker 6 im Unterbau verankert und über die Oberkante 8 der Stützwand 2 hinaus mittels der Träger 4 verlängert, wobei die Träger 4 gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 lösbar mit den Stehern 3 bzw. mit der Stützwand 2 verbunden sind und die Steher 3 nach dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3 einfach über die Oberkante 8 der Stützwand hinaus zu den Trägern 4 verlängert sind. Steher 2 und Anker 6 sind zusätzlich mittels nur angedeuteter Erdanker 9 im Unterbau 7 gesichert. Ebenso ist ein Abspannanker 10 vorgesehen. Anstatt der in den Ausführungsbeispielen dargestellten Verankerung kann die Stützwand aber auch durch alternative bzw. zusätzliche Massnahmen, beispielsweise durch talseitige Streben od. dgl., gesichert werden. Wie in den Fig. 2 bis 4 angedeutet, ist die Stützwand 2 mit einem Abstand in Richtung der Falllinie F der Böschung 1 von deren oberem Rand 11 angeordnet und ist der Bereich zwischen Böschung 1 und Oberkante 8 der Stützwand 2 mit Schnee aufgefüllt, um eine Pistenverbreiterung zu erzielen. Die Stützwand 2 ist gemäss den dargestellten Ausführungsbeispielen aus zusammen mit den querverlaufenden Stehern 3 nebeneinander gereihten Balken 12 aufgebaut. Um Verletzungen an den Trägern 4 zu vermeiden, sind zwischen Zaun 5 und den Trägern 4 Polster 13 vorgesehen, bzw. sind die Träger 4 in der Form von von der Böschung 1 wegweisenden Bügeln ausgebildet (Fig.4). Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 bilden Zaun 5, Polster 13 und Träger 4 eine, beispielsweise während der Sommermonate, von den Stehern 3 abnehmbare Baueinheit. Als Zaun 5 können handelsübliche Produkte diverser Hersteller, insbesondere Schneezäune, Sicherheitsnetze, Absperrungen u. dgl. auf die Stützwand aufgesetzt werden. <EMI ID=5.1>
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Absicherung von Böschungen, mit einer Stützwand und mit die Stützwand aufnehmenden Stehern, die über an den Stehern angreifende Anker im Unterbau verankert sind und mit über die Stützwand hinaus ragenden Trägern, die einen Zaun aufnehmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützwand (2) zusammen mit querverlaufenden Stehern (3) aus einzelnen neben- bzw. hintereinandergereihten Balken (12) zusammengesetzt und insbesondere zur Verbreiterung von Skipisten, mit einem Abstand in Richtung der Fallinie (F) der Böschung (1) von deren oberem Rand (11) zumindest im wesentlichen freistehend angeordnet ist, und dass der Zaun (5), insbesondere ein Schneezaun, vorzugsweise abnehmbar an der Stützwand (2) befestigt ist.
1. Vorrichtung zur Absicherung von Böschungen, insbesondere von Skipisten, mit einer Stützwand und mit die Stützwand aufnehmenden Stehern, die, vorzugsweise über an den Stehern angreifende Anker, im Unterbau verankert sind, dadurch gekennzeichnet, dass Steher (3) und/oder Stützwand (2) über die Oberkante (8) der Stützwand (2) hinaus mittels Träger (4) verlängert sind, die einen Zaun (5), insbesondere einen Schneezaun, aufnehmen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (4) lösbar mit den Stehern (3) und/oder der Stützwand (2) verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Stützwand (2) mit einem Abstand in Richtung der Fallinie (F) der Böschung (1) von deren oberem Rand (11) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Balken (12) aus Holz, insbesondere aus kesseldruckimprägnierter Lärche oder Kiefer, bestehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (4) lösbar mit den Stehern (3) und/oder der Stützwand (2) verbunden sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zaun (5) und den Trägern (4) Polster (13) im Bereich der Träger zugehören.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützwand (2) zusammen mit querverlaufenden Stehern (3) aus einzelnen neben- bzw. hintereinandergereihten Balken (12) zusammengesetzt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Balken (12) aus Holz, insbesondere aus kesseldruckimprägnierter Lärche oder Kiefer, bestehen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zaun (5) und den Trägern (4) Polster (13) im Bereich der Träger zugehören.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (4) für den Zaun (5) bügeiförmig ausgebildet sind.
Linz, am 4. November 2004 Hoch-Tief-Bau Imst Ges.m.b.H.
<EMI ID=7.1>
<EMI ID=8.1>
Hübscher Linz E02D -(33261)het-
Patentansprüche:
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (4) für den Zaun (5) bügeiförmig ausgebildet sind.<)>0[section]
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NACHGEREICHT
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