AT501190B1 - Zigarettenschachtel - Google Patents
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Description
2 AT 501 190 B1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zigarettenschachtel mit einem Schachtelkörper aus einem Boden und vom Boden aufragenden Umfangswänden sowie mit einem am Schachtelkörper angelenkten Deckel, der die Umfangswände übergreift. 5 Die üblicherweise für das Rauchen einer Filterzigarette benötigte Zeitspanne wird bei einem vorgegebenen Rauchverhalten durch die Länge der mit Tabak gefüllten Zigarettenhülse bestimmt. Steht diese Zeitspanne für das Rauchen einer Filterzigarette nicht zur Verfügung, so muß entweder das Rauchverhalten geändert oder der Rauchvorgang vorzeitig abgebrochen werden, wobei der nach dem Auslöschen der Glut verbleibende Zigarettenstummel im allge-io meinen verworfen wird, obwohl in vielen Fällen der Stummel noch eine für ein Weiterrauchen ausreichende Tabakmenge enthält. Um die Zigarettenlänge an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen zu können, wurde bereits vorgeschlagen, die mit Tabak gefüllte Zigarettenhülse an beiden Enden mit je einem Filterstück zu versehen, so daß ein Raucher die Möglichkeit erhält, die jeweils gewünschte Zigarettenlänge durch ein entsprechendes Ablängen der Zigarettenhül-15 se selbst zu bestimmen, ohne den abgetrennten Teil verwerfen zu müssen, weil ja dieser abgetrennte Teil ebenfalls eine vollwertige, aus einem Filterstück und einer mit Tabak gefüllten Zigarettenhülse bestehende Filterzigarette darstellt. Es ergibt sich somit höchstens die Schwierigkeit, dem Raucher ein geeignetes Instrument zum Durchtrennen der mit Tabak gefüllten Zigarettenhülse zur Verfügung zu stellen. 20
Zu diesem Zweck ist es bereits bekannt (US 2 664 091 A), im Eckbereich des Deckels einer die Zigaretten stehend aufnehmenden Zigarettenschachtel ein Loch zum Durchstecken einer zu durchtrennenden Zigarette vorzusehen und im Schachtelkörper unterhalb des Deckelloches ein Messer mit einer Schwenkachse zu lagern, die parallel zur Lochachse verläuft. Wird somit eine 25 Zigarette durch das Loch des Deckels gesteckt, so kann durch ein Verschwenken des zur Betätigung durch einen Schlitz in der Umfangswand des Schachtelkörpers ragenden Messers die Zigarette durchtrennt werden. Nachteilig ist der hohe Konstruktionsaufwand, der solche Zigarettenschachteln als Verkaufspackung für Zigaretten ungeeignet macht. Dazu kommt, daß der das Messer aufnehmende Schachtelbereich in einer vom übrigen Schachtelbereich getrennten 30 Kammer untergebracht werden muß, wodurch das Volumen der Zigarettenverpackung erheblich vergrößert wird.
Darüber hinaus ist es zum Beschneiden von Zigarren bekannt (GB 1910/24 712 A), am Rahmen einer Zigarrenschachtel ein Schwenkmesser anzulenken, das mit einer Gegenschneide 35 des Rahmenschenkels zusammenwirkt, an den das Messer angelenkt ist. Abgesehen davon, daß solche Konstruktionen aufgrund der Größenverhältnisse kaum auf eine Zigarettenschachtel übertragbar sind, ergibt sich wiederum ein erheblicher Konstruktionsaufwand. Schließlich ist es zum Beschneiden von Zigarren bekannt (US 666 781 A), bei einem Aufnahmebehälter für eine einzige Zigarre, der aus zwei durch ein Scharniergelenk miteinander verbundenen Schalen 40 gebildet wird, eine Stirnwand aus einer Messerscheibe zu fertigen, die in eine der beiden Schalen des Aufnahmebehälters eingesetzt ist. Zum Beschneiden der Zigarre braucht diese somit lediglich bei geöffnetem Aufnahmebehälter ein Stück durch die offene Stirnseite der Schale ohne Messer axial vorgeschoben zu werden, bevor durch ein Schließen des Behälters die Messerscheibe der anderen Behälterschale den aus dem Behälter vorstehenden Abschnitt der 45 Zigarre abtrennt. Eine solche Schneidvorrichtung ist für Zigarettenschachteln ungeeignet, weil mit dem Öffnen des Behälters die Gefahr bestünde, daß alle Zigaretten aus dem Behälter fallen. Außerdem wäre eine erhebliche Verletzungsgefahr bei einer unsachgemäßen Bedienung des stirnseitigen Messers gegeben. so Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine einfach handhabbare, stets verfügbare Schneidvorrichtung für Filterzigaretten mit Filterstücken an beiden Enden vorzusehen.
Ausgehend von einer Zigarettenschachtel der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, daß eine der Umfangswände des Schachtelkörpers ein in eine 55 Randausnehmung eingesetztes Messer zum Durchtrennen der Filterzigaretten aufweist. 3 AT 501 190 B1
Da die Zigarettenschachtel in an sich bekannter Weise selbst als Träger für eine Schneideinrichtung zum Durchtrennen der Zigaretten vorgesehen wird, ist diese Schneideinrichtung für den Raucher stets verfügbar. Die Schneideinrichtung ist einfach aufgebaut, weil sie ein in eine Randausnehmung einer Umfangswand eingesetztes Messer umfaßt, das bei geöffnetem De-5 ekel durch den Schachtelkörper in einer schneidgerechten Lage gehalten wird, so daß der Raucher lediglich eine Filterzigarette aus der Zigarettenschachtel zu entnehmen und mit Hilfe des Messers abzulängen braucht, indem die Filterzigarette vorzugsweise unter einem Drehen um die eigene Achse gegen die Messerschneide gedrückt wird. Der Messereinsatz in eine Randausnehmung einer Umfangswand vermeidet außerdem ein Verletzungsrisiko, insbesonde-io re wenn das Messer gegenüber dem Längsrand der Umfangswand zurückversetzt angeordnet wird.
Besonders günstige Schneidbedingungen ergeben sich, wenn das gegenüber dem Längsrand der Umfangswand zurückgesetzte Messer eine gegenüber dem Längsrand geneigt verlaufende 15 Schneide aufweist, weil in diesem Fall die sich zwischen der Schneide und dem Längsrand der Umfangswand ergebenden, freien Ränder der Randausnehmung als Führung für die zu durchtrennende Filterzigarette genützt werden können. Die Neigung der Messerschneide erleichtert die Handhabung dieser Schneideinrichtung im Sinne eines ziehenden Schnittes, wenn die Filterzigarette in die Randausnehmung eingeführt und gegen die Messerklinge gedrückt wird. 20
Obwohl das Messer grundsätzlich in jeder der Umfangswände des Schachtelkörpers vorgesehen sein kann, ergeben sich bezüglich der Handhabung günstigere Bedingungen, wenn das Messer in einer der zur Anlenkachse des Deckels verlaufenden Umfangswand vorgesehen wird. Die Filterzigaretten liegen üblicherweise parallel zur Anlenkachse des Deckels im Schach-25 telkörper, so daß die Filterzigaretten zum Ablängen nicht gegenüber ihrer Lage im Schachtelkörper um eine Querachse gedreht werden müssen. Außerdem bietet die Anordnung des Messers in einer quer zur Anlenkachse des Deckels verlaufenden Umfangswand die Möglichkeit, dem Schachteldeckel ein Gegenmesser zuzuordnen, und zwar in einem die Umfangswand mit dem Messer übergreifenden Abschnitt. Durch das Zusammenwirken von Messer und Gegen-30 messer beim Schließen des Schachteldeckels wird ein scherenartiges Durchtrennen der Filterzigaretten gewährleistet, was die Handhabung zusätzlich erleichtert. Die Messer und Gegenmesser können in einfacher Weise aus Schneidplättchen bestehen, die beispielsweise aus Kunststoff gefertigt werden. Wegen der im allgemeinen auf das Durchtrennen der Filterzigaretten aus der Zigarettenschachtel beschränkten Standzeit kommt es nicht auf eine beständige 35 Schneide an.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Zigarettenschachtel in einer vereinfachten Seitenansicht und 40 Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1 in einem größeren Maßstab.
Die Zigarettenschachtel gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist einen Schachtelkörper 1 mit einem rechteckigen Boden 2 und vom Boden 2 aufragenden Umfangswänden 3, 4 sowie einen an einer Umfangswand 4 auf der Längsseite des Schachtelkörpers 1 angelenkten 45 Deckel 5 auf, der mit Wandabschnitten 6 die Umfangswände 3, 4 des Schachtelkörpers 1 übergreift. Zum Unterschied zu herkömmlichen Zigarettenschachteln dieser Art ist eine der quer zur Anlenkachse des Deckels 5 verlaufenden Umfangswände 3 auf der Breitseite des Schachtelkörpers 1 mit einer Randaussparung 7 versehen, in die ein Messer 8, beispielsweise in Form eines Schneidplättchens, eingesetzt ist. Die Schneide 9 des Messers 8 ist gegenüber dem so Längsrand 10 der Umfangswand 3 zurückversetzt und verläuft gegenüber dem Längsrand 10 unter einem Neigungswinkel, wie dies insbesondere der Fig. 1 entnommen werden kann. Aufgrund dieser Rücknahme des Messers 8 ergibt sich durch die freien Ränder der Randausnehmung 7 eine Führung für die abzulängenden Filterzigaretten, was die Handhabung der Schneideinrichtung erheblich erleichtert. Die abzulängende Filterzigarette braucht lediglich in die Rand-55 ausnehmung 7 eingeführt und unter einem Drehen der Filterzigarette um Ihre Achse gegen die
Claims (4)
- 4 AT 501 190 B1 Schneide 9 des Messers 8 gedrückt zu werden, um die mit Tabak gefüllte Zigarettenhülse entlang eines Umfangs zu durchtrennen. Die Neigung der Schneide 9 des Messers 8 unterstützt dabei ein Durchtrennen unter den Bedingungen eines ziehenden Schnittes. Die gegenüber dem Längsrand 10 der Umfangswand 3 zurückversetzte Schneide 9 des Messers 8 bietet 5 darüber hinaus eine ausreichende Sicherheit gegenüber Verletzungen durch das Messer 8. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So könnte das Messer 8 mit einem Gegenmesser Zusammenwirken, das im Wandabschnitt 6 des Deckels 5 dem Messer 8 gegenüberliegend angeordnet ist und mit dem Messer 8 beim io Schließen des Deckels 5 scherenartig zusammenwirkt. Bei der Anordnung von Messer und “Gegenmesser ist die Neigung der Messerschneiden gegenüber dem Längsrand 10 der Umfangswand 3 nicht erforderlich. 15 Patentansprüche: 1. Zigarettenschachtel mit einem Schachtelkörper aus einem Boden und vom Boden aufragenden Umfangswänden sowie mit einem am Schachtelkörper angelenkten Deckel, der die Umfangswände übergreift, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Umfangswände (3, 4) 20 des Schachtelkörpers (1) ein in eine Randausnehmung (7) eingesetztes Messer (8) zum Durchtrennen der Filterzigaretten aufweist.
- 2. Zigarettenschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gegenüber dem Längsrand (10) der Umfangswand (3) zurückgesetzte Messer (8) eine gegenüber dem 25 Längsrand (10) geneigt verlaufende Schneide (9) aufweist.
- 3. Zigarettenschachtel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer (8) in einer quer zur Anlenkachse des Deckels (5) verlaufenden Umfangswand (3) vorgesehen ist. 30
- 4. Zigarettenschachtel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schachteldeckel (5) in einem die Umfangswand (3) mit dem Messer (8) übergreifenden Abschnitt (6) ein Gegenmesser aufweist. 35 Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 40 45 50 55
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| AT501190A1 AT501190A1 (de) | 2006-07-15 |
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Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US666781A (en) * | 1898-07-23 | 1901-01-29 | William P B Urick | Cigar-case. |
| GB191024712A (en) * | 1910-10-24 | 1911-08-03 | Adolf Schwieger | Improvements in Cigar Cases for Pocket Use. |
| US2664091A (en) * | 1952-02-15 | 1953-12-29 | Thostenson Gilbert | Combination cigarette case and cutter |
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2004
- 2004-12-21 AT AT21332004A patent/AT501190B1/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| US666781A (en) * | 1898-07-23 | 1901-01-29 | William P B Urick | Cigar-case. |
| GB191024712A (en) * | 1910-10-24 | 1911-08-03 | Adolf Schwieger | Improvements in Cigar Cases for Pocket Use. |
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Also Published As
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| AT501190A1 (de) | 2006-07-15 |
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