AT501618A1 - Haarveredelung auf basis von klebetechniken - Google Patents

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AT501618A1
AT501618A1 AT1642004A AT1642004A AT501618A1 AT 501618 A1 AT501618 A1 AT 501618A1 AT 1642004 A AT1642004 A AT 1642004A AT 1642004 A AT1642004 A AT 1642004A AT 501618 A1 AT501618 A1 AT 501618A1
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AT
Austria
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hair
bonding
plastic
adhesive
adhesive techniques
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AT1642004A
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English (en)
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Friedrich Dipl Ing Dr Bleicher
Erwin Dipl Ing Haberda
Falko Dipl Ing Puschitz
Original Assignee
Friedrich Dipl Ing Dr Bleicher
Falko Dipl Ing Puschitz
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  Patentanmeldung
Titel: Haarveredelung auf Basis von Klebetechniken
Aus ästhetischen Gründen wird zur künstlichen Veränderung des äusseren Erscheinungsbildes einer Person Humanhaar verwendet, welches in das Haupthaar in Form von Haarsträhnen eingebracht wird (z.B. Haarvertängerung). In durchaus industrialisierten Prozessen wird Humanhaar aufbereitet und als Haarsträhne zur Form von so genannten Bondings verarbeitet. Eine kleine Menge von sortiertem Humanhaar, es handelt sich dabei um einige wenige Einzelhaare bis mehrere hundert Haare, wird mit einem thermoplastischen Kunststoff an den Haarenden der Wachstumsseite verbunden. Dabei werden für die spätere Weiterverarbeitung unterschiedliche Querschnitte des Kunststoffteiles realisiert, die von der einfachen Kreis-, Ellipsen- oder Rechteck/Quadratform abweichen.

   Die derart erstellten Bondings werden in das Haupthaar der Kunden/innen eingearbeitet, indem eine Haarsträhne ausfrisiert und über eine maschinelle Vorrichtung mit dem Kunststoffelement des Bondings verschweisst wird. Die maschinelle Vorrichtung weist dafür eine Vorrichtung auf, in welche zuerst das Bonding eingelegt werden kann. Das Haupthaar wird in die Vorrichtung eingebracht und über eine thermische Schweisseinrichtung verbunden. Dieser Prozess weist einige kritische Faktoren auf. Zum einen kann bei zu hohen Temperaturen das Haupthaar in Mitleidenschaft gezogen werden (verkohlen) und zum anderen kann durch eine schlechte Verbindung mit dem Kunststoff ein Verlust der angeschweissten Haare eintreten.

   Zumal Humanhaar erhebliche strukturelle Unterschiede aufweist, wird ein Prozess, der konstante Rahmenbedingungen voraussetzt, nur mit erheblicher, stochastischer Variabilität in der erreichten Prozessqualität umgesetzt werden. Als Beispiel sei hier das Ultraschallverfahren genannte, welches ebenfalls für das Einbringen der thermischen Energie eingesetzt wird. Kommt es in einem Bonding zu einer unzulänglichen Erwärmung, entstehen an der Oberfläche Falten und Risse, durch die Haare ausfallen können oder externe Medien eindringen.

   Das Waschen mit Waschmitteln führt dabei zu einem Auflösen des Kunststoffes, wodurch die Haltezeit einer Bonding-Verbindung stark eingeschränkt wird.
Neben der Anwendung zur
Haarverlängerung in Form von Einzelbondings werden mehrere Haarsträhnen auch zu grösseren Haarersatzteilen verarbeitet.
Die vorliegende Erfindung sieht nun den Ersatz der thermoplastischen Kunststoffe durch flüssige
Kunststoffe vor, die bei Raumtemperatur im flüssigen Aggregatszustand verharren und über chemische oder physikalische Vorgänge vorzugsweise durch das Einwirken von ultraviolettem Licht vernetzen und aushärten. Speziell durch die UV-Licht-aushärtenden Kunststoffe besteht die Möglichkeit, eine verbesserte Dosierung der Kunststoffmenge für ein Bonding zu realisieren bzw. den Vernetzungsvorgang gezielt steuern zu können.

   Durch die geringe Viskosität des flüssigen Kunststoffes kann eine verbesserte Benetzung der Haare bzw. der Haarspitzen einer Strähne erzielt werden. Jedes Einzelhaar wird dadurch nach dem Aushärteprozess besser im Bonding gebunden. Die Oberfläche des Kunststoffes weist nur geringe Strukturschäden oder Risse auf. Das erforderliche Kunststoffvolumen kann derart auf eine Minimalmenge reduziert werden, woraus Bondings mit kleinster Geometrie realisiert werden können. Die Reduktion der Bondinggrösse gilt als ästhetisch besonders erstrebenswert. Die vorliegende Erfindung ist gekennzeichnet durch,
1. den Einsatz von bei Raumtemperatur flüssigen Kunststoffen, die für das Binden von Einzelhaaren oder von mehreren Einzelhaaren zu Haarsträhnen eingesetzt werden. Die Anzahl der Haare kann von zwei bis zu einer unbeschränkten Zahl reichen.
2.

   Erzeugen von Haarverbindungen, die neben der natürlichen Form aus dem einfachen Benetzen (ähnlich der Tropfenform, ...) auch in unterschiedlichen geometrisch definierten Formen hergestellt werden können. Dafür wird eine spezielle Vomchtung für flüssige Kunststoffe verwendet, in welche das Einzelhaar oder die Haarsträhne eingelegt und durch eine zweite Formhälfte eingeschlossen wird. Das Aufbringen des Kunststoffes kann durch Einspritzen in die Form, Eintauchen, Bestreichen oder Besprühen erfolgen. Durch das Aktivieren des Aushärteprozesses erfolgt die Vernetzung und die bleibende Formgebung, wobei unterschiedliche chemische oder physikalische Verfahren für das Vernetzen angewendet werden können.
3. Einsatz von vorzugsweise durch das Einwirken von ultraviolettem Licht vernetzenden Kunststoffen.

   Die bei einer Formgebung eingesetzten Vorrichtungen weisen dafür offene oder lichtdurchlässige Flächen auf. Beispielsweise können durch Bohrungen Lichtwellenleiter an der Vorrichtung angeschlossen werden, durch die das UV-Licht eingeleitet wird.
4. Einsatz der unter Anspruch zwei beschriebenen Vorrichtung, um in einer weiter mechanisierten Einrichtung für das Verbinden von Einzelhaaren oder von Haarsträhnen mit dem Haupthaar Verwendung zu finden.
5. Einsatz von flüssigen Kunststoffen für das Verbinden von Einzelhaaren oder von Haarsträhnen in Haarersatzteilen in freier Form und Abmessung
6. Als Beispiel sei die Herstellung von Perücken angeführt.
In der Abbildung 1 ist dargestellt, wie an Einzelhaaren (1) oder an Haarsträhnen (2), welche aus einer unterschiedlichen Anzahl von Haaren zumindest grösser oder gleich zwei bestehen, ein Kunststoffelement (3) angebunden ist.

   Das Kunststoffelement, welches üblicherweise als Bonding bezeichnet wird, dient als Basismaterial für eine spätere Verbindung mit dem Haupthaar einer Trägerperson. Für geometrisch definierte Bondingformen wird eine Vorrichtung (4), wie in Abbildung 2 dargestellt, eingesetzt. In diese Vorrichtung wird wiederum ein Einzelhaar (1) oder eine Haarsträhne (2) eingelegt. Entsprechend der erforderlichen Formgebung besteht die Vorrichtung aus einem Formteil oder aus mehreren Formelementen (5), (6). Um ein Verkleben des Bondings mit der Vorrichtung zu vermeiden, werden entsprechende Massnahmen getroffen, wie Trennmittel eingesetzt oder minder haftende Werkstoffe verwendet. Beispielhaft sind einige Varianten von Querschnittsformen für die Bondings in der Abbildung 3 dargestellt. Es kommen kreisförmige (7), vier- oder mehreckige (8) oder elliptische (9) Formen zum Einsatz.

   In die Vorrichtung (als Beispiel ist in Abbildung 4 eine Ausführungsform skizziert) wird der flüssige Kunststoff eingespritzt (Einspritzvorrichtung bestehend aus Dosiergerät (10) und Einspritzdüse (11 ). Das Aufbringen des Kunststoffes kann auch durch Eintauchen, Bestreichen oder Besprühen erfolgen.
Die derart erzeugten Bondings werden an das Haupthaar durch eine Klebevorrichtung vorzugsweise mit erweiterter Mechanisierung angebunden (siehe Abbildung 5). Dazu wird eine Handhabungseinrichtung (12) mit Einspritzsystem (13) und UV-Lichtquelle (14) ausgestattet, in welche das Bonding sowie die Haarsträhne der Trägerperson (15) eingebracht werden. Nach dem Einspritzen des Kunststoffes erfolgt der Härtevorgang und das anschliessende Ausformen.

   Dazu sind Einfach- oder Mehrfachsysteme angedacht.
Weitere Anwendungen sind in der Herstellung von grösseren Haarersatzteilen vorgesehen. In der Abbildung 6 ist dargestellt, wie durch eine grössere Abformvorrichtung (16) mehrere Haarsträhnen (17), (18), (19) gebunden werden und somit ein perückenähnliches Haarersatzteil erzeugt werden kann. Es können unterschiedliche Kunststoffteile zur Anbindung der Bondings eingesetzt werden. 

Die vorliegende Erfindung sieht nun den Ersatz der thermoplastischen Kunststoffe durch flüssige Kunststoffe vor, die bei Raumtemperatur im flüssigen Aggregatszustand verharren, jedoch durch das Einwirken von ultraviolettem Licht vernetzen und aushärten.

   Durch die UV-Licht-aushärtenden Kunststoffe besteht die Möglichkeit, eine verbesserte Dosierung der Kunststoffinenge für ein Bonding zu realisieren bzw. den Vemetzungsvorgang gezielt zu steuern. Durch die geringe Viskosität des flüssigen Kunststoffes, gegenüber den üblichen thermoplastischen Kunststoffen (z.B. Polyamid), kann eine verbesserte Benetzung der Haare bzw. der Haarspitzen einer Strähne erzielt werden. Jedes Einzelhaar wird dadurch nach dem Aushärteprozess besser im Bonding gebunden. Die Oberfläche des Kunststoffes weist nur geringe Strukturschäden oder Risse auf. Das erforderliche Kunststoffvolumen kann derart auf eine Minimalmenge reduziert werden, woraus Bondings mit kleinster Geometrie realisiert werden können. Die Reduktion der Bondinggrösse gilt als ästhetisch besonders erstrebenswert.
Entfällt
Entfallt
1.

   Haarveredelung auf Basis von Klebstoffen zum Verbinden von Haaren mit menschlichem Haupthaar, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff unter Einwirkung von ultraviolettem Licht aushärtet.
2. Haarveredelung auf Basis von Klebstoffen zum Verbinden von Kunsthaaren mit menschlichem Haupthaar, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff unter Einwirkung von ultraviolettem Licht aushärtet.
3. Haarveredelung auf Basis von Klebstoffen zum Verbinden von Kunsthaaren mit menschlichem Haupthaar, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff unter Einwirkung von ultraviolettem Licht in einer Form mit kreisförmigem, vier- oder mehreckigem oder elliptischem Querschnitt aushärtet.
 <EMI ID=3.1> 
AQHGEREICHT
19/10 '05 MI 11:04 [SE/EM NR 9930]

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19626107A1 (de) * 1996-03-18 1997-09-25 Gold Haarbüschel zur Verlängerung und Verstärkung oder Verdichtung des menschlichen Haares
AT403427B (de) * 1996-12-27 1998-02-25 Hairdreams Haarhandelsgmbh Thermoplastisches haarbefestigungselement
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EP1186249A2 (de) * 2000-09-12 2002-03-13 Angelo Lo Giudice Formvorrichtung zur Herstellung von Kunsthaarsträhnen und so hergestellte Kunsthaarsträhne
AT411961B (de) * 2002-11-29 2004-08-26 Bege Privatstiftung Applikator für ersatzhaarsträhnen

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