AT501709A4 - Halterung für mehrere schmuckelemente - Google Patents

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AT501709A4 AT0029703A AT2972003A AT501709A4 AT 501709 A4 AT501709 A4 AT 501709A4 AT 0029703 A AT0029703 A AT 0029703A AT 2972003 A AT2972003 A AT 2972003A AT 501709 A4 AT501709 A4 AT 501709A4
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Description

-1 -
(31 778) II
Die Erfindung bezieht sich auf eine Halterung für mehrere Schmuckelemente mit einer hinterschnittenen Aufnahmenut für die die Hinterschneidung hintergreifenden Schmuckelemente.
Um Schmucksteine in einfacherWeise fassen zu können, ist es bekannt (DE 195 43 461 A1), eine Fassung in Form einer im Querschnitt U-förmigen Schiene mit federnden Schenkeln vorzusehen, die zwischen sich eine Aufnahmenut für die Schmucksteine bilden. Die Schenkel sind auf ihren einander zugekehrten Seiten mit je einer Längsausnehmung versehen, so daß die Schmucksteine unter einem federnden Auseinanderspreizen der Schenkel in diese eine Hinterschneidung bildenden Längsausnehmungen eingesetzt werden können. Die Fassung in Form einer im Querschnitt U-förmigen Schiene kann an einem Schmuckstück angebracht werden, aber auch als Grundkörper für ein Schmuckstück dienen, beispielsweise einen Ring, wenn die Schiene zu einem Ring geschlossen wird. Aufgrund der federnden Klemmhalterung können die Schmucksteine eines Schmuckstückes ausgewechselt oder das Schmuckstück durch die Entnahme oder das Hinzufügen einzelner Schmucksteine in seinem Erscheinungsbild verändert werden. Diese Auswechselbarkeit der Schmucksteine ist allerdings mit dem Nachteil verbunden, daß wegen der Klemmhalterung der Schmucksteine über die federnden Schenkel der im Querschnitt U-förmigen Fassungsschiene die Gefahr besteht, daß einzelne Schmucksteine unbeabsichtigt aus dieser federnden Klemmhalterung gelöst werden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Halterung für mehrere Schmuckelemente der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß trotz eines einfachen Einsetzens oder Lösens der Schmuckelemente eine sichere Ver- • · • · • ·· • · t · · · ·· ·· · ·«· + · -2- bindung zwischen der Halterung und den Schmuckelementen gewährleistet werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Aufnahmenut zumindest an einer Stelle eine Einsetzaussparung für die Schmuckelemente aufweist und daß in die Einsetzaussparung ein in der Aufnahmenut lösbar verriegeltes Schließstück eingreift.
Da zufolge dieser Maßnahme die Aufnahmenut zumindest an einer Stelle für das Einfügen oder Entnehmen der Schmuckelemente eine Einsetzaussparung aufweist, die durch ein Schließstück formschlüssig verschlossen wird, sind die die Hinterschneidung der Aufnahmenut hintergreifenden Schmuckelemente innerhalb der durch das Schließstück verschlossenen Aufnahmenut unlösbar gefangen. Erst wenn das innerhalb der Aufnahmenut verriegelte Schließstück nach einer Entriegelung aus der Einsetzaussparung entnommen wird, können die Schmuckelemente aus der Aufnahmenut ausgefädelt bzw. in die Aufnahmenut eingefädelt werden.
Die Einsetzaussparung kann im Boden der Aufnahmenut vorgesehen werden, was das Einsetzen der Schmuckelemente durch den Boden der Aufnahmenut bedingt. Es ist aber auch möglich, die Hinterschneidung der Aufnahmenut durch eine entsprechende Einsetzaussparung zu unterbrechen, so daß die Schmuckelemente von der Nutöffnung her zwischen die Seitenwände der Aufnahmenut eingefügt werden. In diesem Fall hat das Schließstück entweder die Hinterschneidung der Aufnahmenut im Unterbrechungsbereich zu ersetzen oder ein Verschieben des Schmuckelementes entlang der Aufnahmenut in den Bereich der Einsetzaussparung zu unterbinden.
Obwohl die Verriegelung des Schließstückes in der Aufnahmenut konstruktiv in unterschiedlicher Weise gelöst werden kann, ergeben sich besonders einfache Konstruktionsverhältnisse, wenn das Schließstück eine quer zu den Seitenwänden der Aufnahmenut verlaufende Durchtrittsöffnung für einen die Seitenwände durchsetzenden Riegelstift aufweist. Nach dem Einsetzen des Schließstückes in die Einsetzaussparung der Aufnahmenut braucht daher lediglich der Riegelstift durch
die Seitenwände der Aufnahmenut und durch die Durchtrittsöffnung des Schließstückes gesteckt zu werden, um das Schließstück in der vorgesehenen Schließlage festzuhalten. Zur Lagesicherung des Riegelstiftes kann der Riegelstift in der Durchtrittsöffnung des Schließstückes federnd verrastet werden. Zum Ausschieben des Riegelstiftes aus dem Schließstück ist somit die Federrast zu überwinden.
Um das äußere Erscheinungsbild einer erfindungsgemäßen Halterung für mehrere Schmuckelemente nicht durch ein gesondertes Schließstück zu beeinträchtigen, kann das Schließstück aus einem Schmuckelement bestehen, das die Schließfunktion übernimmt. Die Schmuckelemente selbst können sehr vielfältig gestaltet werden und aus Einsätzen für die Aufnahmenut bestehen. Es ist aber auch möglich, Fassungen für Schmucksteine als Schmuckelemente vorzusehen. Wegen der Führung der Schmuckelemente in der hinterschnittenen Aufnahmenut werden jedoch Schmucksteine im allgemeinen nicht unmittelbar in die Aufnahmenut eingesetzt werden.
Die in die Aufnahmenut eingesetzten Schmuckelemente können innerhalb der Aufnahmenut mit einem entsprechenden Führungsspiel frei verschiebbar gehalten werden. Es können aber auch zumindest einzelne Schmuckelemente kraftschlüssig in der Aufnahmenut abgestützt und dadurch gegen ein Verschieben gesichert werden. Zu diesem Zweck kann ein Schmuckelement zwei durch einen zumindest angenähert parallel zum Boden der Aufnahmenut verlaufenden Schlitz voneinander getrennte Schenkel aufweisen, die unter einer federnden Vorspannung zwischen dem Boden und der Hinterschneidung der Aufnahmenut gehalten werden. Durch solche in der Aufnahmenut reibschlüssig gehaltene Schmuckelemente können entlang der Aufnahmenut Abschnitte begrenzt werden, in denen andere Schmuckelemente anschlagbegrenzt frei verschiebbar sind.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Halterung für mehre Schmuckelemente in Form eines Ringes in einer zum Teil aufgerissenen Draufsicht,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1, ·· ·· ···· ·· · ·· β i · · #♦····· • · · · ♦ · · ·· ····· * ! ! ! ····· · ··· ,, ·· · ···· ··· ·· -4-
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Aufnahmenut im Bereich eines mit Führungsspiel eingesetzten Schmuckelementes,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung der Aufnahmenut mit einem Schmuckelement, das jedoch kraftschlüssig in der Aufnahmenut festgelegt ist,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie Vl-Vl der Fig. 5,
Fig. 7 einen Querschnitt der Aufnahmenut mit einem eine Fassung für einen Schmuckstein bildenden Schmuckelement,
Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie Vlll-Vlll der Fig. 7,
Fig. 9 einen Querschnitt durch die Aufnahmenut mit einem eine Fassung für einen Schmuckstein bildenden Schmuckelement, das kraftschlüssig in der Aufnahmenut gehalten ist und Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 9.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 zeigt einen Ring der eine umlaufende Aufnahmenut 1 als Halterung für mehrere Schmuckelemente 2 aulweist. Diese Aufnahmenut 1 wird durch zwei von einem Boden 3 aufragende Seitenwände 4 gebildet, die mit einspringenden Randansätzen 5 versehen sind, so daß sich im Bereich beider Seitenwände 4 eine Hinterschneidung 6 ergibt. Da die Schmuckelemente 2 die Hinterschneidung 6 der Aufnahmenut 1 hintergreifende Schultern 7 aufweisen, sind die Schmuckelemente 2 innerhalb der Aufnahmenut 1 unverlierbar gefangen.
Zum Einsetzen der Schmuckelemente 2 in die Aufnahmenut 1 ist wenigstens eine Einsetzaussparung 8 vorgesehen, die durch ein Schließstück 9 verschlossen werden kann. Die Einsetzaussparung 8 kann gemäß den Fig. 1 und 2 durch eine Unterbrechung der die Hinterschneidung 6 bildenden Randansätze 5 entstehen, wie dies für das obere der beiden dargestellten Schließstücke 9 dargestellt ist, das durch die Einsetzaussparung 8 in die Aufnahmenut 1 eingesetzt und innerhalb der Aufnahmenut verriegelt wird. Das in den Fig. 1 und 2 untere der beiden Schließstücke 9 wird jedoch durch den Boden 3 der Aufnahmenut 1 eingesetzt und verschließt somit die bodenseitige Einsetzausnehmung 8. Dementsprechend werden
-5- nach dem Lösen des oberen Schließstückes 9 die Schmuckelemente 2 von außen durch die Einsetzaussparung 8 in die Aufnahmenut 4 eingesetzt und in Umfangsrichtung verschoben, bevor das Schließstück 9 wieder eingesetzt wird. Im Bereich des unteren Schließstückes 9 müssen die Schmuckelemente 2 von innen durch den Boden 3 in die Aufnahmenut eingesetzt bzw. entnommen werden.
Zur Verriegelung der Schließstücke 9 innerhalb der Aufnahmenut 1 dienen Riegelstifte 10, die die Seitenwände 4 der Aufnahmenut 1 durchsetzen und in eine Durchtrittsöffnung 11 der Schließstücke 9 eingreifen. Die Durchtrittsöffnungen 11 der Schließstücke 9 sind mit einer Federhülse 12 ausgekleidet, die mittig geringfügig eingeschnürt ist und mit einer Rastkerbe 13 der Riegelstifte 10 zusammenwirkt. Die Federhülse 12 bildet somit mit der Rasteinkerbung 13 der Riegelstifte 10 eine Federrast, die den Riegelstift 10 innerhalb der Federhülse 12 axial festlegt. Zum Lösen der Riegelstifte 10 sind diese unter Überwindung der Federrast aus der Durchtrittsöffnung 11 der Schließstücke 9 zu entfernen, bevor das Schließstück 9 aus der Einsetzaussparung 8 herausgezogen werden kann.
In den Fig. 3 bis 10 sind unterschiedliche Ausführungsformen von Schmuckelementen 2 dargestellt. Die Schmuckelemente 2 einerseits nach den Fig. 3 und 4 und anderseits nach den Fig. 7 und 8 greifen mit einem Führungsspiel in die hin-terschnittene Aufnahmenut 1 ein, so daß die Schmuckelemente 2 entlang der Aufnahmenut 1 frei verschoben werden können. Im Gegensatz zu den frei verschiebbaren Schmuckelementen 2 können auch kraftschlüssig in der Aufnahmenut 1 abgestützte Schmuckelemente 2 Verwendung finden, die aufgrund der kraftschlußbedingten Reibung nicht frei innerhalb der Aufnahmenut 1 verschoben werden können. Diese kraftschlüssig in der Aufnahmenut 1 gehaltenen Schmuckelemente 2, wie sie einerseits in den Fig. 5 und 6 und anderseits in den Fig. 9 und 10 dargestellt sind, bilden zwei Schenkel 14, die durch einen parallel zum Boden 3 der Aufnahmenut 1 verlaufenden Schlitz 15 voneinander getrennt sind. Diese Schenkel 14 stützen sich unter einer Federvorspannung einerseits am Boden 3 und anderseits an der Hinterschneidung 6 der Aufnahmenut 1 ab, wodurch der angestrebte Kraftschluß mit der Aufnahmenut 1 erreicht wird.
Die Schmuckelemente 2 können unterschiedlich gestaltete Einsätze für die Aufnahmenut 1 bilden wie dies in den Fig. 3 bis 6 angedeutet ist. Die Schmuckelemente 2 können aber auch gemäß den Fig. 7 bis 10 als Fassungen für Schmucksteine ausgebildet sein, die in herkömmlicher Weise in entsprechenden Fassungsausnehmungen 16 gehalten werden, was jedoch aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt ist.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So könnte die hinterschnittene Aufnahmenut 1 nicht nur von Ringen, sondern auch von anderen Schmuckstücken gebildet werden, weil es keineswegs erforderlich ist, eine in sich geschlossene Aufnahmenut vorzusehen. Es muß ja lediglich dafür gesorgt werden, daß die in die Aufnahmenut 1 eingesetzten Schmuckelemente 2 nicht stirnseitig aus der Aufnahmenut 1 austreten können.

Claims (7)

  1. Patentanwälte Dipl.-Ing. Gerhard Hübscher Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Spittelwiese 7, A-4020 Linz (31 778) Patentansprüche: 1. Halterung für mehrere Schmuckelemente mit einer hinterschnittenen Aufnahmenut für die die Hinterschneidung hintergreifenden Schmuckelemente, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmenut (1) zumindest an einer Stelle eine Einsetzaussparung (8) für die Schmuckelemente (2) aufweist und daß in die Einsetzaussparung (8) ein in der Aufnahmenut (1) lösbar verriegeltes Schließstück (9) efngreift.
  2. 2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsetzaussparung (8) im Boden (3) der Aufnahmenut (1) vorgesehen ist.
  3. 3. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsetzaussparung (8) die Hinterschneidung (6) der Aufnahmenut (1) unterbricht.
  4. 4. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließstück (9) eine quer zu den Seitenwänden (4) der Aufnahmenut (1) verlaufende Durchtrittsöffnung (11) für einen die Seitenwände durchsetzenden Riegelstift (10) aufweist.
  5. 5. Halterung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegelstift (10) in der Durchtrittsöffnung (11) des Schließstückes (9) federnd verrastbar ist.
  6. 6. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließstück (9) aus einem Schmuckelement (2) besteht.
  7. 7. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Schmuckelement (2) zwei durch einen zumindest angenähert ·· ···· »· • · · · 9 9 · • ·· -2-parallel zum Boden (3) der Aufnahmenut (1) verlaufenden Schlitz (15) voneinander getrennte Schenkel (14) aufweist, die unter einer federnden Vorspannung zwischen dem Boden (3) und der Hinterschneidung (6) der Aufnahmenut (1) gehalten sind. Linz, am 27. Februar 2003 Gold Backfrieder GmbH durch: /
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