AT501820B1 - Filz - Google Patents

Filz Download PDF

Info

Publication number
AT501820B1
AT501820B1 AT8142005A AT8142005A AT501820B1 AT 501820 B1 AT501820 B1 AT 501820B1 AT 8142005 A AT8142005 A AT 8142005A AT 8142005 A AT8142005 A AT 8142005A AT 501820 B1 AT501820 B1 AT 501820B1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
nonwoven
nonwoven layer
granular
felt
scattered
Prior art date
Application number
AT8142005A
Other languages
English (en)
Other versions
AT501820A1 (de
Original Assignee
Schober Rudolf
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schober Rudolf filed Critical Schober Rudolf
Priority to AT8142005A priority Critical patent/AT501820B1/de
Publication of AT501820A1 publication Critical patent/AT501820A1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT501820B1 publication Critical patent/AT501820B1/de

Links

Landscapes

  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description

2 AT 501 820 B1
Die Erfindung bezieht sich auf einen Filz aus wenigstens einem genadelten Faservlies und mit im Faservlies eingebetteten, körnigen Einlagerungen.
Um den menschlichen Körper bereichsweise dem Einfluß magnetischer Felder auszusetzen, 5 werden nicht nur Induktionsspulen, sondern auch Dauermagnete verwendet, die den Vorteil mit sich bringen, von einer elektrischen Versorgungsquelle unabhängig zu sein. Nachteilig ist allerdings die begrenzte Größe dieser Dauermagneten, wenn es gilt, Magnetfelder über eine größere Fläche zu verteilen, wie dies beispielsweise beim Einsatz solcher Dauermagneten in Unterbetten oder Decken zu fordern ist. Abgesehen davon müssen die Dauermagnete in Ihrer ge-io genseitigen Lage innerhalb des Unterbettes oder der Decke gehalten werden. Zu diesem Zweck ist es bekannt (DE 199 32 809 A1), die Dauermagnete zwischen zwei Baumwollagen vorzusehen und in ihrer gegenseitigen Lage ausgerichtet durch einen Kleber festzuhalten, was allerdings keine ausreichende Halterung der Dauermagneten mit sich bringt, insbesondere bei einer höheren Beanspruchung der Baumwollagen hinsichtlich ihrer Flexibilität. Diese Nachteile 15 werden bei einem Unterbett vermieden (GB 2 084 010 A), das zwei miteinander über eine Folie verbundene Filzlagen aufweist, von denen eine Filzlage mit über ihre Fläche verteilten Ausnehmungen zur Aufnahme der Dauermagneten versehen ist, die die mit der Folie verklebt werden. Die Folie beeinträchtigt jedoch die Durchlüftung des Unterbettes. Außerdem bilden die Dauermagneten harte Einlagen, die mit entsprechenden Polsterauflagen abzudecken sind, was 20 sich nachteilig auf den Abstand zwischen den Dauermagneten und dem den Feldern dieser Magneten auszusetzenden Körperteilen auswirkt.
Um Kräuter oder andere Wirkstoffe in Unter- oder Auflagen für den menschlichen Körper in einer gleichmäßigen Verteilung einbetten zu können, ohne die Anschmiegsamkeit der Unter-25 bzw. Auflagen an die jeweilige Körperform zu beeinträchtigen, ist es bekannt, diese körnigen Wirkstoffe in ein Faservlies einzunadeln. Zu diesem Zweck wird der körnige Wirkstoff auf eine Faservliesschicht aufgestreut, die vorzugsweise mit einer weiteren Vliesschicht abgedeckt und dann gemeinsam mit der Deckschicht vernadelt wird, so daß die körnigen Wirkstoffe zwischen den beiden Vliesschichten eingebettet festgehalten werden, die vergleichsweise dünn gehalten 30 werden können, so daß sich ein für das Anschmiegen an die jeweilige Körperform vorteilhaftes Verformungsverhalten des auf diese Weise hergestellten Nadelfilzes ergibt. Solche Filze sind jedoch nicht zur Aufnahme von Dauermagneten geeignet.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen ausreichend verformbaren, flächigen 35 Träger für Dauermagneten bereitzustellen, deren gegensinnig gepolte Magnetfelder vorteilhaft über die Fläche des Trägers verteilt werden können.
Ausgehend von einem Filz der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, daß die körnigen Einlagerungen aus einem magnetisierbaren Werkstoff beste-40 hen, der nach der nachträglichen Magnetisierung über die Fläche des Faservlieses verteilte, gegensinnig gepolte Dauermagnetbereiche bildet.
Da die körnigen Einlagerungen im Filz aus einem magnetisierbaren Werkstoff bestehen, können mit Hilfe der körnigen Einlagerungen über die Fläche des Faservlieses verteilte, gegensin-45 nig gepolte Dauermagnetbereiche gebildet werden, die die Verformbarkeit des Filzes kaum beeinflussen, so daß mit dem Filz ein flächiger Träger für mit dem Träger verformbare Dauermagnetbereiche erhalten wird, was eine vorteilhafte Voraussetzung für unterschiedliche Anwendungen darstellt. So können aus solchen Filzen mit Dauermagnetbereichen nicht nur Decken und Unterbetten sowie Auflagen für Sitz- und Liegemöbel, sondern auch Wickel und Ban-50 dagen oder Schuheinlagen gefertigt werden. Die Wahl der einzelnen Dauermagnetbereiche kann vorteilhaft an die jeweiligen Anforderungen angepaßt werden.
Obwohl es grundsätzlich möglich ist, nur eine Vliesschicht zur Aufnahme der körnigen Einlagerungen vorzusehen, insbesondere wenn diese Vliesschicht nachträglich mit einer Deckschicht 55 versehen wird, ergeben sich besonders vorteilhafte Einbettungsbedingungen für die körnigen 3 AT 501 820 B1
Einlagerungen, wenn diese körnigen Einlagerungen aus einem magnetisierbaren Werkstoff zwischen zwei miteinander vernadelten Vliesschichten eingelagert werden. Durch die Vernade-lung dieser Vliesschichten wird der körnige Werkstoff vorwiegend in die bezüglich der Einstichrichtung untere Vliesschicht eingelagert, wobei die beim Nadeln aus der oberen in die untere Vliesschicht eingetragenen Faserschlingen nicht nur die beiden Vliesschichten miteinander verbinden, sondern auch ein Gerüst ergeben, das eine Verlagerung der körnigen Einlagerungen innerhalb des Filzes weitgehend verhindert. In diesem Zusammenhang ist außerdem zu berücksichtigen, daß die zwischen den Körnern der Einlagerungen auftretenden Magnetkräfte für eine zusätzliche gegenseitige Halterung der Einzelkörner sorgen.
Die Herstellung von Filzen mit gegensinnig gepolten Dauermagnetbereichen ist aufgrund der körnigen Einlagerungen aus einem magnetisierbaren Werkstoff einfach, weil der körnige, magnetisierbare Werkstoff lediglich auf eine Vliesschicht aufgestreut werden muß, bevor diese Vliesschicht gegebenenfalls nach einer Abdeckung des aufgestreuten Werkstoffes durch eine weitere Vliesschicht genadelt wird, wie dies beim Einbetten von Kräutern oder anderen Wirkstoffen an sich bekannt ist. Die Magnetisierung der späteren Dauermagnetbereiche kann dann im Anschluß an die Vernadelung der Vliesschichten erfolgen, indem die mit den Einlagerungen aus einem magnetisierbaren Werkstoff versehenen Bereiche entsprechenden Magnetfeldern ausgesetzt werden.
Damit über den eingelagerten, gegebenenfalls nicht magnetisierten Werkstoff kein die gewünschte Ausbildung der Magnetfelder beeinträchtigender magnetischer Schluß erfolgen kann, empfiehlt es sich, den magnetisierbaren Werkstoff in voneinander abgegrenzten Bereichen über die Fläche der Vliesschicht verteilt aufzustreuen, was einfach mit Hilfe von entsprechenden Schablonen durchgeführt werden kann. Diese Streubereiche bestimmen die späteren Dauermagnetbereiche.
Wird die gegebenenfalls abgedeckte Vliesschicht nach der Vernadelung, aber vor der bereichsweisen Magnetisierung verdichtet, so ergibt sich auch für die körnigen Einlagerungen eine entsprechende Verdichtung mit der Wirkung, daß sich höhere Magnetkräfte bei der Magnetisierung erreichen lassen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Filz ausschnittsweise in einer schematischen Draufsicht und Fig. 2 den Filz in einem schematischen Querschnitt.
Der in Form einer Decke dargestellte Filz 1 weist zwei Vliesschichten 2, 3 vorzugsweise aus einem vorvernadelten Faservlies auf, wobei diese beiden Vliesschichten 2, 3 miteinander ver-nadelt sind, wie dies in der Fig. 2 durch die strichpunktiert angedeuteten Faserschlingen 4 veranschaulicht wird, die beim Vernadeln der aufeinanderliegenden Vliesschichten 2 und 3 aus der in Nadeleinstichrichtung oberen Vliesschicht 3 in die untere Vliesschicht 2 eingebracht werden. Zwischen den beiden Vliesschichten 2 und 3 sind bereichsweise körnige Einlagerungen 5 aus einem magnetisierbaren Werkstoff vorgesehen, die gegensinnig gepolte, beispielsweise entsprechend der Fig. 1 über die Filzfläche verteilte Dauermagnetbereiche 6 bilden.
Zur Herstellung des Filzes 1 wird zunächst auf die Vliesschicht 2 ein magnetisierbarer Werkstoff in einer entsprechenden Körnung entsprechend den späteren Dauermagnetbereichen 6 mit Hilfe von Schablonen aufgestreut, bevor die Vliesschicht 2 mit der Vliesschicht 3 abgedeckt wird. Die beiden Vliesschichten 2 und 3 werden dann vernadelt, um nicht nur die Vliesschichten 2, 3 miteinander zu verbinden, sondern auch die eingestreuten Bereiche der Einlagerungen 5 aus magnetisierbarem Werkstoff in ihrer gegenseitigen Lage festzuhalten. Nach einer vorzugsweise vorgenommenen Verdichtung des genadelten Filzes 1 zwischen entsprechenden Druckwalzen wird der Filz 1 einer Magnetisiervorrichtung zugeführt, in der die Bereiche 6 magnetisiert werden, und zwar mit einer entsprechenden gegensinnigen Polung, wie dies in der Fig. 1 ange-

Claims (5)

  1. 4 AT 501 820 B1 deutet ist. Um einen über die Vernadelung hinausgehenden Verbund zu erhalten, können zusätzlich Bindemittel eingesetzt werden, beispielsweise in Form eines Anteils der beiden Vliesschichten 2, 3 5 an Fasern, die einen thermoplastischen Mantel aufweisen, der unter einer Druck- und Wärmeanwendung erweicht und im Berührungsbereich mit anliegenden Fasern eine entsprechende Verbindung schafft. io Patentansprüche: 1. Filz aus wenigstes einem genadelten Faservlies und mit im Faservlies eingebetteten, körnigen Einlagerungen, dadurch gekennzeichnet, daß die körnigen Einlagerungen (5) aus einem magnetisierbaren Werkstoff bestehen, der nach der nachträglichen Magnetisierung 15 über die Fläche des Faservlieses (2) verteilte, gegensinnig gepolte Dauermagnetbereiche (6) bildet.
  2. 2. Filz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die körnigen Einlagerungen (5) aus einem magnetisierbaren Werkstoff zwischen zwei miteinander vernadelten Vliesschichten 20 (2, 3) eingebettet sind.
  3. 3. Verfahren zum Herstellen eines Filzes nach Anspruch 1 oder 2, wobei auf wenigstens eine gegebenenfalls vorvernadelte Vliesschicht ein körniger Werkstoff aufgestreut wird, bevor die Vliesschicht gegebenenfalls nach einer Abdeckung des aufgestreuten Werkstoffes 25 durch eine weitere Vliesschicht genadelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Vlies schicht ein magnetisierbarer Werkstoff aufgestreut wird, der nach der Vernadelung der gegebenenfalls abgedeckten Vliesschicht in über die Vliesfläche verteilten Bereichen gegensinnig magnetisiert wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetisierbare Werkstoff in voneinander abgegrenzten Bereichen über die Fläche der Vliesschicht verteilt aufgestreut wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gegebenenfalls 35 abgedeckte Vliesschicht nach der Vernadelung, aber vor der bereichsweisen Magnetisie rung verdichtet wird. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 40 45 50 55
AT8142005A 2005-05-12 2005-05-12 Filz AT501820B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT8142005A AT501820B1 (de) 2005-05-12 2005-05-12 Filz

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT8142005A AT501820B1 (de) 2005-05-12 2005-05-12 Filz

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT501820A1 AT501820A1 (de) 2006-11-15
AT501820B1 true AT501820B1 (de) 2007-05-15

Family

ID=37192154

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT8142005A AT501820B1 (de) 2005-05-12 2005-05-12 Filz

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT501820B1 (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2084010A (en) * 1980-09-03 1982-04-07 Nippon Athletic Ind Felt-like mattress
DE8631900U1 (de) * 1986-11-28 1988-03-31 Lacotherm AG, Wolfhalden Mittel zur Steigerung und Stabilisierung der Hauttemperatur
DE19932809A1 (de) * 1999-07-14 2001-01-18 Weinen Gottlieb Magnetanordnung für den Schlafbereich zur Verbesserung des Schlafes

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2084010A (en) * 1980-09-03 1982-04-07 Nippon Athletic Ind Felt-like mattress
DE8631900U1 (de) * 1986-11-28 1988-03-31 Lacotherm AG, Wolfhalden Mittel zur Steigerung und Stabilisierung der Hauttemperatur
DE19932809A1 (de) * 1999-07-14 2001-01-18 Weinen Gottlieb Magnetanordnung für den Schlafbereich zur Verbesserung des Schlafes

Also Published As

Publication number Publication date
AT501820A1 (de) 2006-11-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2855059C2 (de) Flächiger und biegsamer Schichtkörper zum Behandeln von Gasen oder Flüssigkeiten
DE1065364B (de) Ungewebter Faserstoff
DE69709115T2 (de) Verwendung eines filzes mit einer membran in einer yankee-papiermaschine
DE2460712B2 (de) Absorptionsvortage und Verfahren zu deren Herstellung
DE2722429A1 (de) Atmungsaktiver futterstoff mit formeffekt
DE1259014B (de) Verfahren zur Herstellung eines Saugkoerpers zur Verwendung in hygienischen Artikeln
DD202516A5 (de) Mattenfoermiger schichtkoerper, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung
DE1944579A1 (de) Inkontinente Unterlage od.dgl.
EP0276682B1 (de) Fasern enthaltendes Aggregat und Verfahren zu seiner Herstellung
DE102007023174A1 (de) Vorrichtung zum Behandeln und Verfestigen eines Verbunds
AT501820B1 (de) Filz
DE102009005783B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Kassettensteppbettes und Kassettensteppbett
DE1953873C3 (de) Mehrschichtiges Flächengebilde, insbesondere für hygienische und medizinische Zwecke
DE19902368B4 (de) Verbund
CH675118A5 (en) Filling material with fibre balls for quilts etc.
DE112019000585T5 (de) Vorrichtung und verfahren zum formen eines absorbierenden pads
DE19516174A1 (de) Textile Auslegeware
EP0594818B1 (de) Textiles material und verfahren zu seiner herstellung
DE102012011221A1 (de) Atmungsaktiver Textilverbund
WO2016113054A1 (de) Mehrlagenpapier
DE102012218799A1 (de) Betonschutzfolie mit textilem Flächengebilde
DE1729033A1 (de) Verfahren zum Herstellen flexibler,luftdurchlaessiger,bahnfoermiger Erzeugnisse
AT403766B (de) Abschirmmatte
DE60035284T2 (de) Filterband
DE19739169B4 (de) Verfahren zur Herstellung von Filz

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee