AT502479A4 - Verfahren und vorrichtung zum chargieren von einsatzstoffen - Google Patents

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AT502479A4
AT502479A4 AT0173505A AT17352005A AT502479A4 AT 502479 A4 AT502479 A4 AT 502479A4 AT 0173505 A AT0173505 A AT 0173505A AT 17352005 A AT17352005 A AT 17352005A AT 502479 A4 AT502479 A4 AT 502479A4
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Chargieren von Einsatzstoffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Chargieren von Einsatzstoffen, insbesondere Koks oder Erz, und gegebenenfalls abgetrennten Feinanteilen von Einsatzstoffen, zur Verarbeitung in einem metallurgischen Gefäss, insbesondere einem Hochofen, zur Erzeugung von Metall oder Metallvorprodukten, insbesondere Stahl oder Stahlvorprodukten, mit einer Chargiereinrichtung, die ein Fördermittel aufweist und zumindest einer Zuführvorrichtung zur Versorgung der Chargiereinrichtung.
Bei der Chargierung von Einsatzstoffen in metallurgische Gefässe, in denen die Einatzstoffe verarbeitet werden, sind einerseits die genaue Menge und die Position der eingebrachten Stoffe im Gefäss wichtig.
Aus dem Stand der Technik sind Verfahren und Vorrichtungen zum Chargieren bekannt, wobei es üblich ist,

   die Einsatzstoffe kreisringförmig im metallurgischen Gefäss zu verteilen. Dazu werden vordefinierte Einstellpositionen einer Eintragvorrichtung abgefahren und somit in mehreren Kreisringen die Einsatzstoffe eingebracht. Nachteilig ist dabei vor allem, dass es nicht möglich ist eine sehr homogene Verteilung der Einsatzstoffe zu erzielen.
Ausgehend vom Stand der Technik ist es eine Aufgabe der Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen,

   die einen gleichmässigeren und genaueren Eintrag ermöglichen.
Die erfindungsgemässe Aufgabe wird mittels des Verfahrens zum Chargieren und entsprechend der Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 und der Vorrichtung zum Chargieren und gemäss den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 21 gelöst.
Das erfindungsgemässe Verfahren sieht eine Chargierung der Einsatzstoffe und gegebenenfalls von Feinanteilen in ein metallurgisches Gefäss vor, wobei zur Einstellung einer gezielten Verteilung der chargierten Stoffe die Chargierung spiralförmig erfolgt, wobei die Spirale von aussen nach innen gebildet wird. Das Fördermittel wird entlang einer Spirale geführt, sodass auch die chargierten Stoffe entlang einer Spirale abgelagert werden.

   Aufgrund der stufenlosen Führung des Fördermittels erfolgt eine stetige Änderung der radialen Position während sich die Position in Umfangsrichtung ändert. Die Änderung der radialen Position erfolgt kontinuierlich und andauernd, während die Position in Umfangsrichtung geändert wird. Aufgrund dieser Massnahmen können vordefinierte Bedeckungen im Gefäss mit den chargierten Stoffen erzielt werden. Gegenüber konventionellen Verfahren ist es möglich komplexere Bedeckungen einzustellen bzw. noch gleichmässiger zu chargieren.
Entsprechend einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens wird das Fördermittel stufenlos und gleichzeitig um eine Achse gedreht und um eine weitere Achse geneigt. Diese zweiachsige Führung unter gleichzeitiger Änderung der Neigung erlaubt eine Chargierung auf die gesamte Fläche des Gefässes in das chargiert wird.

   Wesentlich ist dabei die stufenlose und gleichzeitige Positionierung, sodass eine vollständige Chargierung auf die gesamte innere Querschnittsfläche des metallurgischen Gefässes möglich ist.
Nach einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgen die Steuerung der Chargiereinrichtung und die Chargierung entsprechend einem vordefinierten Beschüttungsplan. Die Chargierung entsprechend einem Beschüttungsplanes stellt einen vorteilhaften Betrieb des Verfahrens im metallurgischen Gefäss sicher.
Nach einer weiteren besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens wird der Beschüttungsplan auf Basis einer gemessenen Ist-Temperaturverteilung und einer Soll-Temperaturverteilung der im Gefäss befindlichen Feststoffe eingestellt. Aufgrund der deutlich genaueren Chargierung lässt sich eine ZielTemperaturverteilung im Gefäss noch besser einstellen.

   Durch die Beschickung kann z.B. das Durchgasungsverhalten im Möller eines Hochofens beeinflusst werden, wobei sich das Durchgasungsverhalten als Temperaturverteilung im Gefäss abbildet Aufgrund der spiralförmigen Chargierung können Abweichungen von einer SollTemperaturverteilung noch besser vermieden werden.
Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt die Zufuhr der Einsatzstoffe und gegebenenfalls des Feinanteils aus der Zuführvorrichtung mengengeregelt. Während der Chargierung wird entsprechend der Spiralform Material in das Gefäss eingebracht, wobei aufgrund der sich verändernden Länge der Windungen der Spirale die Menge an Material geregelt wird, wobei die Menge pro Zeiteinheit also der Massenstrom angepasst wird.

   Unter Feinanteil werden Einsatzstoffe mit geringen Partikelgrössen verstanden, die aus verfahrenstechnischen Gründen abgetrennt, zumeist abgesiebt werden. Dabei werden als Feinanteil Partikelgrössen bei Erzen bis zu 8mm und bei Koks bis zu 24mm verstanden.
Gemäss einer geeigneten Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt die Chargierung aus der Zuführvorrichtung stapelweise. Dabei erfolgt die Chargierung in abgeschlossenen Mengen, also nicht andauernd. Nach Chargierung einer abgeschlossenen Menge erfolgt in einem nächsten Zyklus die Chargierung einer weiteren abgeschlossenen Menge. Vorteilhaft ist dabei, dass wechselweise abgeschlossene Mengen an Material eingebracht werden können und keine aufwändigen Ventileinrichtungen zur Unterbrechung des Materialstroms nötig sind.

   Des Weiteren ist es damit möglich vorab eingewogene Mengen oder auch Mischungen zu chargieren.
Nach einer möglichen Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens wird beim Chargieren von Feinanteil dieser stets vor den anderen Einsatzstoffen in die Zuführvor chtung eingebracht. Vor dem Eintrag der Einsatzstoffe bzw. des Feinanteils in das Gefäss werden diese Stoffe zunächst in die Zuführvorrichtung eingebracht. Dadurch, dass der Feinanteil zuerst eingebracht wird, erfolgt auch stets die Chargierung des Feinanteils in das Gefäss zuerst und vor den übrigen Einsatzstoffen. Aufgrund der spiralförmigen Chargierung wird damit der Feinanteil in den Randbereichen eingebracht und die Einsatzstoffe in den weiter innen liegenden Windungen der Spirale.

   Für den Fall, dass kein Feinanteil eingebracht werden soll, erfolgt die Chargierung der Einsatzstoffe über die gesamte Spirale, also auch an den Randbereichen.
Entsprechend einer speziellen Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens beträgt der Gewichtsanteil an Feinanteil 2% bis 20%, insbesondere 8% bis 12%, der gesamten chargierten Menge.

   Der Anteil an Feinanteil kann entsprechend zur Anpassung des Verfahrens gewählt werden, wobei insbesondere auf die Charakteristik des Verfahrens, das im metallurgischen Gefäss betreiben wird und auf die besonderen Bedingungen im Gefäss Berücksichtigung finden können.
Eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens sieht vor, dass der Feinanteil spiralförmig und überwiegend auf den Randbereich des Gefässes chargiert wird, wobei der radiale Endpunkt des spiralförmigen Bereiches auf den der Feinanteil aus einer Zuführvorrichtung chargiert wurde, den radialen Startpunkt für eine nachfolgende Chargierung von Feinanteil, insbesondere aus einer weiteren Zuführvorrichtung, bildet, sodass der Feinanteil gleichförmig auf den Randbereich verteilt wird. Durch die gesteuerte Chargierung ist ein positionsgenauer Eintrag in das Gefäss möglich.

   Für Metallerzeugungsverfahren wie z.B. in einem Hochofen, ist die Durchgasung des eingebrachten Materials wesentlich, da damit auch die Verfahrenstemperatur bzw. die Temperaturverteilung beeinflusst wird. Aufgrund der anderen Gasdurchlässigkeit bei Feinstoffen, ist es nötig, diese Stoffe gezielt und gleichmässig an den Randbereichen zu chargieren. Beim Chargieren des Feinanteils erfolgt der Eintrag im Randbereich entsprechend der Spiralform. Wenn der Feinanteil in der Zuführvorrichtung aufgebraucht ist, folgt der sich ebenfalls in der Zuführvorrichtung befindliche Einsatzstoff. In einem nachfolgenden Chargierzyklus wird der nun chargierte Feinanteil auf einer Spirale eingebracht, wobei der Startpunkt für den nun chargierten Feinanteil hinsichtlich seiner Umfangsposition unmittelbar an den vorher chargierten Feinstoff anschliesst.

   Dabei ist es entscheidend, dass in Umfangsrichtung eine gleichmässige Chargierung erfolgt, wobei die einzelnen Feinstoffanteile nicht in derselben vertikalen Lage vorliegen müssen.
Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt die Chargierung der Einsatzstoffe in der Spirale über 6 bis 14, insbesondere 9 bis 11 Windungen. Durch die Wahl der Windungen kann eine entsprechende Anpassung an die Abmessungen des metallurgischen Gefässes erfolgen. Grundsätzlich kann die Anzahl der Windungen bei Bedarf auch erhöht werden, wenn eine spezielle Beschüttung erforderlich ist.
Gemäss einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt die Chargierung der Feinanteile in den beiden äusseren, insbesondere nur in der äussersten, Windung(en) der Spirale.

   Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, Feinanteile nur in den äussersten Bereichen zu chargieren, da hier eine verringerte Gasdurchlässigkeit keine negative Beeinflussung der Temperaturverteilung bewirkt. Aufgrund der Chargierung nur an den äussersten Windungen, wird auch eine hohe Reproduzierbarkeit bei der Chargierung erreicht und somit eine sehr gleichmässige Verteilung des Feinstoffes. Nach einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens wird die Neigung des Fördermittels als Funktion der Drehzahl und unter Berücksichtigung des aktuellen Gewichts an Einsatzstoffen und gegebenenfalls Feinanteil in der Zuführvorrichtung, zur Erzeugung einer vordefinierten Verteilung im Gefäss, eingestellt. Aufgrund der stetigen Verfolgung des Gewichtes und damit auch des Gewichtes an 
 <EMI ID=5.1> 
 chargierten Materials gesteuert.

   Um eine gleichmässige Durchgasung des chargierten Materials im metallurgischen Gefäss sicherzustellen, ist es nötig, die Verteilung des Materials im Gefäss entsprechend anzupassen, wobei ein Ziel-Temperaturprofil eingestellt wird. Dabei kann es nötig sein über den Querschnitt des Gefässes ungleichmässig zu chargieren, wobei eine Beschüttung eingestellt wird, deren Oberfläche nicht eben ist, sondern Neigungen aufweist. Beim Chargieren auf diese Beschüttung treten an den geneigten Flächen Abgleitvorgänge auf, sodass das chargierte Material von sich aus seine Lage verändert.

   Aufgrund des bekannten Beschüttungsplanes ist es möglich auch derartige selbstständige Abgleitungen beim Chargieren zu berücksichtigen und somit die gewünschte Beschüttung noch genauer einstellen zu können.
Entsprechend einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens besteht der Feinanteil aus einer Mischung aus Feinanteilen von Koks und Erz. Feinanteile fallen bei der Verarbeitung von Erzen aber auch von Koks an. Derzeit werden diese Feinanteile häufig aufbereitet, wobei dies z.B. in einer Sinteranlage erfolgen kann. Diese Aufbereitung ist jedoch sehr aufwändig und kostenintensiv. Erfindungsgemäss werden daher Feinanteile, die zumeist durch absieben anfallen, gemischt und dann gemeinsam mit z.B. Erzen oder auch Koks eingesetzt.

   Die Feinanteile können nach Bedarf gemischt werden.
Entsprechend einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens weist die Mischung einen Koksanteil von 5% bis 40%, insbesondere 15% bis 30% auf. Diese spezielle Mischung trägt dem Umstand Rechnung, dass auch der Feinanteil an Erz mittels Koks als Reduktionsmittel versorgt werden muss. Obig angeführte Anteile haben sich dabei in Versuchen als vorteilhaft erwiesen.
Gemäss einer möglichen Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens werden Koks und Erz wechselweise chargiert, gegebenenfalls zusammen mit dem Feinanteil und/oder Zusatzstoffen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen die Materialien Koks und Erz bzw. wahlweise auch Feinanteile und/ oder Zusatzstoffe nicht als Mischungen sondern geschichtet in das metallurgische Gefäss einzubringen, wobei entsprechend wechselweise chargiert wird.

   Durch diese Art des Chargierens kann noch gezielter auf die metallurgischen Besonderheiten Rücksicht genommen und ein vorteilhaftes metallurgisches Verfahren sichergestellt werden. 
 <EMI ID=7.1> 
 Fig. , Schematiche Darstellung der erfindungsgemässen Chargierung in ein metallurgisches Gefäss
Fig. 2: Schematische Darstellung einer Beschüttung, die [pi]rft dem erfindungsgemässen Verfahren eingestellt wird Fig. 3: Schematische Darstellung einer Beschüttung, die mi, dem erfindungsgemässen Verfahren eingestellt wird
," Fig 1 is, die erfindungsgemässe Chargierung schematich dargestellt In ein metallurgische Gefäss 1 wird von oben chargiert, wobei der obere Abschluss des Gefässes nich. dargestellt ist. Zur Chargierung is. ein Fördermittel 2 vorgesehen.

   Dieses is. in einer besonderen AusgestaHung um eine Achse 5 schwenkbar gelagert, wobei der Neigungswinkel [alpha] des Fördermittels 2 geändert werden kann. Gleichzeitig zur Verstellung um die Achse 5 kann das Fördermittel 2 um die vertikale Achse 6 gedreht werden. Durch diese Bewegungen beschreibt die Auslassöffnung 8 des Fördermittels 2 eine Spirailorm. Die Neigung des Fördermittels wird dabe, derart verändert, dass eine von aussen nach innen führende Spirale 4 beschneben ward. Damit wird auch das mittels des Fördermittels 2 chargierte Material auf eaner Spiralform in Gefäss auf einer Fläche eingebrach, und eine entsprechende Beschu,tung 10 erzeugt.
Beim Chargieren von Feinanteilen werden diese stete vor den zu chargierenden Feinanteilen ins Ge,äss eingebrach,.

   Der dabei beaufschlagte Teil 7 der Spirale vom Anfangspunk, 8 bis zum Endpunk, 9 kann durch den gesteuerten Eintrag genau verfolg, werden. Aufgrund einer ste,igen Messung des Gewichtes der Zufuhrvorricnnang, die zur Versorgung des Fördermittels vorgesehen is,, kann die berate chargierte Menge stete milverfolg, werden. Damit ist der Endpunk, 9 der Spirale au, die der Feinanteil chargiert wurde bekann, und kann in einem unmittelbar nachfolgenden oder auch späteren Chargierzyklus als Stertpunk, für den nächsten Eintrag an Feinanteil genutzt werden. Au, diese Weise kann der Feinanteil gleichmässig über den Umfang und in Randnähe des Gefässes verteil, werden.

   Vorzugsweise ward der Feinantei, aber derart chargiert, dass er genau au. eine volle Windung der Sp<i>rale verteilt wird. üblicherweise wird in die Zuführvorrichlung die gesamte Menge an Feinanteil und Einsatzstoffen eingebrach, und dann mittels des Fördermittels 2 chargiert. E,n Chargierzyklus betri, dann die gesamte Menge an Material, die sach an der Zuführvorrichtung befindet. Die Einsatzstoffe werden, nachdem die Feinanteile chargiert wurden, auf die restlichen Windungen der Spirale 4 verteilt, wobei dies entsprechend eines vordefinierten Beschüttungsplanes erfolgt. Die Drehzahl des Fördermittels 2, die Neigung [alpha] und die Zufuhrmenge pro Zeiteinheit aus der Zuführvorrichtung können zur Einstellung einer gewünschten Beschüttung angepasst werden.

   Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt zumindest zwei Zuführvorrichtungen vorzusehen, sodass auch wechselweise unterschiedliche Materialien eingebracht werden können und eine schichtartig aufgebaute Beschüttung ermöglicht wird.
In Fig. 2 ist beispielhaft eine Beschüttung in einem metallurgischen Gefäss dargestellt. Die Einsatzstoffe werden dabei schichtartig eingebracht. Die Darstellung mit einer Abszisse, die den Radius R des metallurgischen Gefässes in Abstand von der Mittelachse M zeigt und einer Ordinate, die der Beschüttungsdicke, angegeben in Zentimetern entspricht, zeigt, dass zwei unterschiedliche Einsatzstoffe 11 und 12 chargiert wurden. Aufgrund der Durchgasung der Einsatzstoffe, werden Beschüttungen zumeist nicht eben sondern mit Häufungen versehen erzeugt.

   Es entsteht damit eine Oberfläche 13 die geneigt ist.
Fig. 3 zeigt eine mögliche Beschüttung in einer Darstellung, die die Mengenanteile der chargierten Materialien (Ordinate) über dem Abstand R von der Mittelachse M des metallurgischen Gefässes (Abszisse). Randnahe sind dabei die Feinanteile 14 zu sehen, die zwischen Koks 15 und Erz 16 bzw. weiteren Zuschlagstoffen 17 chargiert werden. Die Darstellung ist beispielhaft, die tatsächliche Beschüttung wird entsprechend einer Soll-Temperaturverteilung eingestellt.
Fig. 4 zeigt beispielhaft eine Soll-Temperaturverteilung 18 in einem metallurgischen Gefäss, wie z.B. in einem Hochofen, und eine Ist-Temperaturverteilung 19. Auf der Abszisse ist der Abstand von der Mittelachse des metallurgischen Gefässes dargestellt, die Ordinate stellt die Temperaturen dar.

   Um derartige Abweichungen zu minimieren, wird über die Chargierung und die Beschüttung durch ein geändertes Durchgasungsverhalten die Temperaturverteilung gezielt beeinflusst und verändert.

Claims (21)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Chargieren von Einsatzstoffen, insbesondere Koks oder Erz, und gegebenenfalls abgetrennten Feinanteilen von Einsatzstoffen, zur Verarbeitung in einem metallurgischen Gefäss, insbesondere einem Hochofen, zur Erzeugung von Metall oder Metallvorprodukten, insbesondere Stahl oder Stahlvorprodukten, mit einer Chargiereinrichtung, die ein Fördermittel aufweist, und zumindest einer Zuführvorrichtung zur Versorgung der Chargiereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel eine Auslassöffnung (3) aufweist, die beim Chargieren in das Gefäss entlang einer nach innen führenden Spirale (4) geführt wird und der Feinanteil spiralförmig und überwiegend auf den Randbereich des Gefässes (1) chargiert wird, wobei der radiale Endpunkt des spiralförmigen Bereiches auf den der Feinanteil aus einer Zuführvorrichtung chargiert wurde,
den radialen Startpunkt für eine nachfolgende Chargierung von Feinanteil, insbesondere aus einer weiteren Zuführvorrichtung, bildet, sodass der Feinanteil gleichförmig auf den Randbereich verteilt wird .
1. Verfahren zum Chargieren von Einsatzstoffen, insbesondere Koks oder Erz, und gegebenenfalls abgetrennten Feinanteilen von Einsatzstoffen, zur Verarbeitung in einem metallurgischen Gefäss, insbesondere einem Hochofen, zur Erzeugung von Metall oder Metallvorprodukten, insbesondere Stahl oder Stahlvorprodukten, mit einer Chargiereinrichtung, die ein Fördermittel aufweist, und zumindest einer Zuführvorrichtung zur Versorgung der Chargiereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel eine Auslassöffnung aufweist, die beim Chargieren in das Gefäss entlang einer nach innen führenden Spirale geführt wird, zur Einstellung einer vordefinierten Bedeckung im Gefäss.
2. Verfahren zum Chargieren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (2) stufenlos um eine Achse gedreht und gleichzeitig um eine weitere Achse (5) geneigt wird.
2. Verfahren zum Chargieren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel stufenlos und gleichzeitig um eine Achse gedreht und um eine weitere Achse geneigt wird.
3. Verfahren zum Chargieren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung der Chargiereinrichtung und die Chargierung entsprechend einem vordefinierten Beschüttungsplan erfolgen, wobei der Beschüttungsplan zur Steuerung des Durchgasungsverhaltens im Möller auf Basis einer gemessenen Ist-Temperaturverteilung und einer Soll-Temperaturverteilung der im Gefäss befindlichen Feststoffe eingestellt wird.
3. Verfahren zum Chargieren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung der Chargiereinrichtung und die Chargierung entsprechend einem vordefinierten Beschüttungsplan erfolgen.
4. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhr der Einsatzstoffe und gegebenenfalls des
Feinanteils aus der Zuführvorrichtung mengengeregelt erfolgt.
4. Verfahren zum Chargieren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschüttungsplan auf Basis einer gemessenen Ist-Temperaturverteilung und einer Soll-Temperaturverteilung der im Gefäss befindlichen Feststoffe eingestellt wird.
5. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Chargierung aus der Zuführvorrichtung diskontinuierlich erfolgt. <EMI ID=15.1>
5. Verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhr der Einsatzstoffe und gegebenenfalls des Feinanteils aus der Zuführvorrichtung mengengeregelt erfolgt.
6. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass beim Chargieren von Feinanteil dieser stets vor den anderen Einsatzstoffen in die Zuführvorrichtung eingebracht wird.
6. Verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Chargierung aus der Zuführvorrichtung stapelweise erfolgt.
7. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil an Feinanteil 2% bis 20%, insbesondere
7. Verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Chargieren von Feinanteil dieser stets vor den anderen Einsatzstoffen in die Zuführvorrichtung eingebracht wird.
8. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Chargierung der Einsatzstoffe in der Spirale über 6 bis 14, insbesondere 9 bis 11 Windungen erfolgt.
8% bis 12%, der gesamten chargierten Menge beträgt.
8% bis 12%, der gesamten chargierten Menge beträgt. A401164.AT
8. Verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil an Feinanteil 2% bis 20%, insbesondere
9. Verfahren zum Chargieren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Chargierung der Feinanteile in den beiden äusseren, insbesondere nur in der äussersten, Windung(en) der Spirale erfolgt.
9 verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichne,, dass dar Feinanteil spiralförmig und überwiegend auf den Randbereich des Gefässes chargiert wird, wobei der radiale Endpunk, das spiralf[delta]rmagen Bereiches au, den der Feinanteil aus einer Zuführvorrichtung chargiert wurde den radialen Stertpunk, für eine nachfolgende Chargierung von Feanante, insbesondere aus einer weiteren ZuführvorricMung, bilde,, sodass der Feananteal gleichförmig auf den Randbereich verteil, wird.
10. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung des Fördermittels als Funktion der Drehzahl und unter Berücksichtigung des aktuellen Gewichts an Einsatzstoffen, und gegebenenfalls Feinanteil, in der Zuführvorrichtung, zur Erzeugung einer vordefinierten Verteilung im Gefäss (1), eingestellt wird.
10 Verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet da die Chargierung der Elnsatzstoffe in der Spirale über 6 bas 14, insbesondere 9 bis 11 Windungen erfolg,.
11. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung und die Drehzahl des Fördermittels jeweils über Frequenzumrichter geregelt erfolgt. <EMI ID=15.1>
11 verfahren zum Chargieren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichne,, das die Chargierung der Feinanteile in den beiden äusseren, insbesondere nur in der äussersten, Windung(en) der Spirale erfolg,.
12. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgung des Fördermittels wechselweise aus verschiedenen Zuführvorrichtungen erfolgt, wobei zumindest zwei Zuführvorrichtungen vorgesehen sind.
12 Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichne,, da die Neigung des Fördermittels als Funk<[beta]>on der Drehzahl und unter Berücksichrigung des aktuellen Gewichte an EinsaUsteffen, und gegebenenfalls Feinanteil, in der Zuführvorrichttang, zur Erzeugung einer vordefinierten Verteilung am Gefäss, eingestellt wird.
13. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzstoffe und/oder der Feinanteil vor dem Chargieren in zumindest einen Behälter einer Zuführeinrichtung gespeichert werden.
13 Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichne,, dass die Neigung und die Drehzahl des Fördermittels jeweils über Frequenzumrichter geregelt erfolgt.
14. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung und die Drehzahl des Fördermittels derart gesteuert werden, dass der Feinanteil im Wesentlichen über eine vollständige Windung der Spirale chargiert wird.
14 Verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet das. die Versorgung des Fördermittels wechselweise aus verschiedenen Zuführvorrichtengen erfolg,, wobei zumindest zwei ZufuhrVorrichtungen vorgesehen sind.
15. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung und die Drehzahl des Fördermittels unter Berücksichtigung von natürlichen Abgleitungen in radialer Richtung an den geneigten Flächen des chargierten Materials gesteuert werden.
15 verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung zumindest einen Behälter zur Speicherung der Einsatzstoffe und gegebenenfalls Feinanteil umfasst.
16. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Feinanteil aus einer Mischung aus Feinanteilen von Koks und Erz besteht.
16 Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung und die Drehzahl des Fördermittels derart gesteuert werden, dass der Feinanteil im Wesan,lichen über eine vollständ<i>ge Windung der Spirale chargiert wird.
17. Verfahren zum Chargieren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung einen Koksanteil von 5% bis 40%, insbesondere 15% bis 30% aufweist.
17. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 2 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung und die Drehzahl des Fördermittels unter Berücksichtigung von natürlichen Abgleitungen in radialer Richtung an den geneigten Flächen des chargierten Materials gesteuert werden.
18. Verfahren zum Chargieren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass Koks und Erz wechselweise chargiert werden, gegebenenfalls zusammen mit dem Feinanteil und/oder Zusatzstoffen.
18. Verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Feinanteil aus einer Mischung aus Feinanteilen von Koks und Erz besteht.
19. Vorrichtung zum Chargieren von Einsatzstoffen, insbesondere Koks oder Erz, und gegebenenfalls abgetrennten Feinanteilen von Einsatzstoffen, zur Verarbeitung in einem metallurgischen Gefäss (1), insbesondere einem Hochofen, zur Erzeugung von Metall oder Metallvorprodukten, insbesondere Stahl oder Stahlvorprodukten, mit zumindest einem Fördermittel (2) und zumindest einer Zuführvorrichtung zur Versorgung des Fördermittels (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (2) eine Auslassöffnung (3) aufweist, die beim Chargieren in das Gefäss (1) entlang einer nach innen führenden Spirale (4) geführt wird, zur Einstellung einer vordefinierten Bedeckung im Gefäss (1), wobei die Zuführvorrichtung eine Wägeeinrichtung aufweist.
19. Verfahren zum Chargieren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung einen Koksanteil von 5% bis 40%, insbesondere 15% bis 30% aufweist.
20. Vorrichtung zum Chargieren von Einsatzstoffen nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (2) stufenlos und gleichzeitig um eine Achse drehbar und um eine weitere Achse, hinsichtlich seiner Neigung einstellbar, gelagert ist.
20. Verfahren zum Chargieren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Koks und Erz wechselweise chargiert werden, gegebenenfalls zusammen mit dem Feinanteil und/oder Zusatzstoffen.
21. Vorrichtung zum Chargieren von Einsatzstoffen, insbesondere Koks oder Erz, und gegebenenfalls abgetrennten Feinanteilen von Einsatzstoffen, zur Verarbeitung in einem metallurgischen Gefäss (1 ), insbesondere einem Hochofen, zur Erzeugung von Metall oder Metallvorprodukten, insbesondere Stahl oder Stahlvorprodukten, mit zumindest einem Fördermittel (2) und zumindest einer Zuführvorrichtung zur Versorgung des Fördermittels (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (2) eine Auslassöffnung (3) aufweist, die beim Chargieren in das Gefäss (1) entlang einer nach innen führenden Spirale (4) führbar ist, zur Einstellung einer vordefinierten Bedeckung im Gefäss (1).
22. Vorrichtung zum Chargieren von Einsatzstoffen nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (2) stufenios und gleichzeitig um eine Achse drehbar und um eine weitere Achse, hinsichtlich seiner Neigung einstellbar, gelagert ist.
23. Vorrichtung zum Chargieren von Einsatzstoffen nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung der Neigung und der Drehzahl des Fördermittels (2) jeweils ein Frequenzumrichter vorgesehen ist.
24. Vorrichtung zum Chargieren von Einsatzstoffen nach Anspruch 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführvorrichtung eine Wägeeinrichtung, zur laufenden Verfolgung der Einsatzstoffe und gegebenenfalls Feinanteil während des Chargierens, aufweist.
Patentansprüche
21. Vorrichtung zum Chargieren von Einsatzstoffen nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung der Neigung und der Drehzahl des Fördermittels (2) jeweils ein Fr[beta]quenzumrichter vorgesehen ist.
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