AT502776B1 - Diagnoseeinrichtung für die technische wartung eines tonprozessors - Google Patents
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Abstract
Diagnosemittel in Form einer Softwareeinrichtung zur örtlichen Diagnose eines Ton-Prozessors (29) einer implantierten Prothese. Das Diagnosemittel wertet Hardwarekomponenten und Programmfunktionen des Ton-Prozessors (29) aus und ruft in dem Ton-Prozessor (29) gespeicherte Patientendaten auf und wertet sie aus. Ein Tätigkeitsprotokoll oder -bericht basierend auf den Auswertungen ist verfügbar. Aktualisierte einen Patienten betreffende Daten und Funktionen werden abgerufen und dem Diagnosemittel zugeführt. Das Diagnosemittel kann im Falle eines Patientendatenfehlers oder Programmfunktionsfehlers in dem Ton-Prozessor (29) die Patientendaten und/oder Programmfunktionen des Ton-Prozessors (29) ersetzen. Ferner sind ein Verfahren zur örtlichen Diagnose eines Ton-Prozessors (29) und ein Vorgang zur Diagnose und Reparatur eines Ton-Prozessors (29) einer implantierten Prothese offenbart .
Description
österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15
Beschreibung
GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Diagnose und technischen Wartung eines Ton-Prozessors für eine Prothese, und insbesondere eine Einrichtung zur Unterstützung bei der Diagnose, Analyse, Wartung und Initialisierung eines Ton-Prozessors für ein Innenohr-Implantat. Beschreibung des Stands der Technik Hörhilfen und Innenohr-Implantate haben sich bei der Wiederherstellung der Hörwahrnehmung von hörgeschädigten Personen als nützlich erwiesen.
[0002] In Fällen von geringem Hörverlust, bei welchen die wesentlichen Strukturen des Innenohrs intakt sind und die Haarzellen zur Ermittlung mechanischer Vibration des Innenohr-Fluids fähig sind und diese in einen neutralen Impuls umwandeln, der vom Gehirn als Ton erkannt wird, werden Hörhilfen häufig verwendet. Solche Hörhilfen verstärken typischerweise den von der Person normal gehörten Ton, so dass die Person diese Töne fast so gut wahrnimmt wie ein normal Zuhörender.
[0003] In Fällen, in denen die Haarzellen des Innenohrs so schwer geschädigt sind, dass sie nicht mehr zur Umwandlung der mechanischen Vibration des Innenohrs-Fluids in ein elektrisches Signal fähig sind, sind herkömmliche Hörhilfen nicht von Nutzen. In solchen Fällen, in welchen ein schwerer oder ernster Hörverlust besteht, wurden Innenohr-Implantate entwickelt, um die Hörfunktion beeinflusster Personen wiederherzustellen. Ein solches Implantat wird in US-Patent No. 4 532 930 beschrieben, dessen Inhalt hierin durch Bezugnahme miteingeschlossen sind. Das Innenohr-Implantat macht die Rolle der Haarzellen überflüssig und leitet elektrische Stimulation direkt an die Nerven des Innenohrs weiter, welche für Sprache und Umgebungstöne maßgeblich ist, wobei die neuralen Impulse, welche durch solche elektrische Signale erzeugt werden, an das Gehirn geschickt werden und als Ton erkannt werden. Die elektrische Stimulation wird normalerweise an ausgewählte Nervenstellen innerhalb des Innenohrs durch eine Elektrodenanordnung geschickt, die elektrisch mit einem implantierten Stimulatorgerät verbunden sind.
[0004] Herkömmlicherweise empfängt das implantierte Stimulatorgerät ein kodiertes Tonsignal von einem externen Ton-Prozessorgerät und von diesem kodierten Signal leitet der implantierte Stimulator die passende elektrische Stimulation, welche an die passende Elektrode weitergeleitet werden soll, weiter, um den entsprechenden Ton wiederzugeben. Der implantierte Stimulator ist mit einem elektronischen Schaltkreis und Schaltern ausgestattet, um eine Weiterleitung der Stimulation an eine Anzahl an Elektroden gleichzeitig oder in sehr schneller Abfolge zu ermöglichen, um eine detaillierte Tonwahrnehmung bereitzustellen.
[0005] Der externe Ton-Prozessor stellt dem implantierten Stimulator das kodierte Signal über eine transkutane Verbindung, wie beispielsweise eine HF-Verbindung, bereit und das kodierte Signal ist direkt representativ für die Umgebungstöne, wie sie durch ein externes Mikrofon ermittelt werden. Das externe Mikrofon kann am externen Ton-Prozessor befestigt oder kann vom externen Ton-Prozessor entfernt, jedoch über eine geeignete Verbindung verbunden sein.
[0006] Durch fortlaufende technologische Verbesserungen ist die Bereitstellung eines Systems möglich, welches vollständig im Kopf des Benutzers implantierbar ist, so dass ein internes Mikrofon zur Erkennung der externen Umgebungstöne geeignet ist. In solch einem System wäre der Ton-Prozessor ebenfalls im Kopf des Benutzers implantiert und würde das Tonsignal auf ziemlich gleiche Art wie das vorher beschriebene System verarbeiten.
[0007] In solch einem System ist die Hauptfunktion des Ton-Prozessors die Aufnahme eines Audiosignals durch ein Mikrofon und dessen Verarbeitung gemäß einer besonderen Sprachko-dierungsstrategie, um ein Signal herzustellen, welches Stimulationsinformation für das Implantat enthält. In früheren Sprachkodierungsstrategien versuchte der Prozessor die wichtigen, in dem Signal (wie beispielsweise Sprache) vorhandenen Töne zu erkennen und diese als Muster elektrischer Stimulation zu codieren. Bei neueren Strategien wurde der gesamte Bereich spektraler und temporaler Information im Audiosignal an den Benutzer ohne jeglichen Versuch des Pro- 1/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15 zessors dies in eine vorgefasste Form einzupassen, weitergegeben.
[0008] Im Allgemeinen sind Sprachprozessoren sehr patientenspezifisch und während die Systemhardware bei allen Benutzern relativ gleich ist, variieren die verwendete Software sowie die durch verschiedene Softwarepakete gewonnenen Vorzüge von Patient zu Patient erheblich. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Grad an Taubheit und die Strukturen des Innenohrs von Person zu Person verschieden sind, und auch sehr vom Grund für die Taubheit abhängig ist. Dadurch muss der Sprach-Prozessor solche Benutzervariationen bestimmten und berücksichtigen, dass die Stimulation einer spezifischen Amplitude auf einer bestimmten Elektrode für die eine Person eine völlig andere Wahrnehmung als die gleiche Stimulation auf eine andere Person bedeutet. Dadurch bilden spezifische Benutzerparameter einen wichtigen Teil der meisten Sprachkodierungsstrategien.
[0009] Es ist ferner wichtig zu verstehen, dass es bei der Bereitstellung von Innenohr-Implantaten und der Unterstützung der weiteren Verwendung solcher Implantate, immer die Notwendigkeit geben wird, jeden Benutzer auf individueller Basis zu betreuen, um sicher zu stellen, dass diese aus ihrem Gerät den maximalen Nutzen ziehen.
[0010] Dies ist besonders wichtig in der Zeit nach der Implantation eines Innenohr-Implantats und bei der Nachbetreuung und dem Service, welche solch ein Vorgang mit sich bringt. Typischerweise muss das Gerät an den Benutzer nach der chirurgischen Implantation eines Geräts korrekt angepasst oder programmiert werden, um sicher zu stellen, dass der Betrieb des Geräts modifiziert ist, um individuelle Eigenschaften in Betracht zu ziehen, wie beispielsweise akti-ve/inaktive Elektroden und individuellen Komfort und Grenzwerte für jeden Stimulationskanal.
[0011] Nach einiger Zeit und während sich das Gehirn und der Körper an das Implantat anpassen, kann es notwendig sein, die Benutzerparameter zu modifizieren, um eine optimale Funktion des Implantats aufrecht zu erhalten und es ist wichtig, dass dieser Service der Person lebenslang zur Verfügung gestellt wird. Es ist abgesehen von der Anpassung und von der Herstellung patientenspezifischer individueller Benutzerstimulationsbelegungen auch wichtig, dass bei jeglichen Problemen mit der Gerätehardware Hilfestellung geboten wird. Solch eine Kundenbetreuung ist wesentlich und muss organisiert werden und detailliert genug sein, um sicher zu stellen, dass jegliche Probleme oder Schwierigkeiten, welche die Funktion des Geräts beeinflussen, schnell und effizient behandelt werden, um sicher zu stellen, dass der Benutzer nicht einen längeren Zeitraum ohne Betrieb erfährt.
[0012] Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Gründe für Fehlfunktionen oftmals schwer herauszufinden sind, und um Probleme richtig diagnostizieren zu können eine gute Kenntnis der Funktionalität des Geräts notwendig ist, ebenso wie eine beträchtliche Erfahrung mit solchen Geräten. Der Grund dafür ist, dass jedes erkannte Problem eine direkte Konsequenz der Vielzahl an Elementen, welche die Gerätefunktion beeinflussen, sein könnte, wie beispielsweise die Gerätehardware, die eingebettete Software, die installierte Software, die verwendeten Kodierungsstrategien und auch die empfängerspezifischen Parameter (wie beispielsweise Stimulationsbelegungen und dergleichen).
[0013] Derzeit muss der Benutzer im bedauerlichen Fall, dass er eine Schwierigkeit oder eine Fehlfunktion hat, welche zum Verlust der Systemfunktionalität führt, eine örtliche Klinik/Vertreter kontaktieren, die mit der Behandlung solcher Fälle betraut wurden. Diese Klinik/Vertreter ist normalerweise mit den Notwendigkeiten und Anforderungen der Person vertraut und ist in Besitz der vollständigen Unterlagen der patientenspezifischen Parameter der zugehörigen Sprachver-arbeitungsstrategien. Sollte eine Person ein Problem haben, ist es die Aufgabe der Klinik/des Vertreters sich diesem Problem anzunehmen und es so bald wie möglich zu beheben, so dass der Benutzer ein Minimum an Unannehmlichkeiten erfährt. Oftmals liegt dieses Problem an einer defekten Verbindung der Kabel oder der Batterieklemmen und kann einfach durch Ersetzen der defekten Kabel oder Batterien korrigiert werden, ohne dass weitere Maßnahmen notwendig sind.
[0014] Sollte sich beim externen Ton-Prozessor der Person ein Defekt ereignen, der das Gerät unwirksam macht, wird das Problem schwerwiegender. In solchen Fällen muss der Ton- 2/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15
Prozessor vom Hersteller oder einem autorisierten Vertreter des Herstellers komplett überprüft werden, und dadurch ist es wahrscheinlich, dass der Ton-Prozessor dem Patienten entnommen und zu einer solchen Reparaturstelle geschickt werden muss. In solchen Fällen stellt die Kli-nik/Vertreter dem Benutzer ein vorübergehendes Ersatzgerät zur Verfügung und lädt die Patien-ten-Sprachkodierungsalgorithmen und die Patienten-Parametereinstellungen auf das Ersatzgerät, so dass das Implantat korrekt funktionieren kann, während das eigene Gerät des Benutzers untersucht und repariert wird.
[0015] Obwohl alles unternommen wird, um vor Geräteausfällen zu schützen, ist es bei elektronischen Geräten wie einem externen Sprach-Prozessor schwierig, sicher zu stellen, dass die Ausfälle sich nicht aufgrund der Geräteeigenschaften und der Verwendungshäufigkeit, welche solch ein Gerät erfährt, ereignen. Da der Ton-Prozessor für die Kodierung der Stimulationsinformation, welche an den implantierten Stimulator weitergeleitet wird, verantwortlich ist, ist es ferner wichtig, dass jeglicher Systemausfall vollständig untersucht wird, um sicher zu stellen, dass der Benutzer keine ungeeignete Stimulierung erhält, welche nachteilige Effekte haben kann. Das ist der Grund dafür, dass alle Probleme mit Ton-Prozessoren zur Untersuchung und Befundnahme an den Anbieter oder Hersteller gesendet werden, um die Integrität aller zurückgesendeten Geräte sicher zu stellen.
[0016] Dennoch hat sich herausgestellt, dass eine große Anzahl an Sprach-Prozessoren (20-25 %), bei denen von Ausfällen/Fehlern berichtet wurde und welche an den Anbieter oder Hersteller zur Untersuchung zurückgeschickt wurden, keine mechanischen oder elektrischen Probleme hatten und beim Testen normal funktionierten. In solchen Fällen lagen die Probleme an fehlerhaften Patientendaten oder an Programmierdaten, welche auf dem Ton-Prozessor gespeichert sind. Dies kann daran liegen, dass der Ton-Prozessor abnormalen Umwelteinflüssen ausgesetzt wurde, wie beispielsweise extremen elektrischen, magnetischen, thermischen, mechanischen oder chemischen Kräften, oder sogar als Folge eines versehentlichen Stromausfalls oder durch falsch ersetzte Batterien.
[0017] Jegliche Erörterung der Dokumente, Vorgänge, Materialien, Geräte, Artikel oder dergleichen, welche die vorliegende Beschreibung umfasst, dient allein zum Zweck der Bereitstellung eines Zusammenhangs der vorliegenden Erfindung. Es sollte nicht als Zugeständnis gesehen werden, dass irgendwelche oder alle diese Angelegenheiten Teil des Standes der Technik bilden oder als Allgemeinwissen auf dem Gebiet gesehen werden, welches für die vorliegende Erfindung relevant ist, da diese bereits vordem Prioritätsdatum dieser Anmeldung bestanden.
[0018] Das in dieser Beschreibung verwendete Wort „umfasst" oder Variationen davon wie beispielsweise „umfassen" oder „umfassend" soll die Einbeziehung eines angegebenen Elements, als Ganzes oder als Teil, oder einer Gruppe von Elementen, als Ganzes oder als Teil, jedoch nicht die Ausnahme jeglichen anderen Elements, als Ganzes oder als Teil, oder eine Gruppe von Elementen, als Ganzes oder als Teil, beinhalten.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0019] Gemäß einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur örtlichen Diagnose eines Prozessors einer implantierbaren Prothese bereit, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: [0020] - Testen der Funktionalität einer Hardwarekomponente des Prozessors; [0021] - Auswerten der durch den Prozessor gespeicherten Daten; und [0022] - Auswerten der Softwarefunktionen des Prozessors.
[0023] Durch Durchführung solcher Auswertungsschritte vor Ort ermöglicht es die vorliegende Erfindung einem Empfänger, klinischen Personal oder dergleichen zu untersuchen, ob ein erkannter Defekt tatsächlich ein Defekt ist, welcher es notwendig macht, den Prozessor zu einer Reparaturstelle zu schicken oder nicht. Wie vorher bereits angemerkt benötigen vielleicht 20 % - 25 % der erkannten Defekte keine Einsendung des Prozessors an eine Reparaturstelle, und die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren bereit, bei welchem eine Auswertung des 3/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15 durch den Empfänger erkannten Defekts vor Ort ausgeführt werden kann, und wenn möglich vor Ort behoben werden kann, bevor der Prozessor an die Reparaturstelle geschickt wird. Selbst in Fällen, in welchen ein Defekt existiert, der eine Einsendung des Prozessors an eine Reparaturstelle notwendig macht, ermöglicht die vorliegende Erfindung die genauere Identifizierung des Defekts vor Ort, welche der Reparaturstelle zusammen mit dem Ton-Prozessor zur Erleichterung der Aufgabe der Reparaturstelle übermittelt werden kann.
[0024] Es sollte klargestellt sein, dass die örtliche Diagnose gemäß der vorliegenden Erfindung die Diagnose des Ton-Prozessors entfernt von der beispielsweise durch einen Hersteller bereitgestellten Reparaturstelle umfasst. Solch eine örtliche Diagnose kann die Diagnose bei einem Implantatsträger zuhause oder die Diagnose durch klinisches Personal in einer Klinik umfassen.
[0025] Die vorliegende Erfindung umfasst vorzugsweise ferner einen oder mehrere der folgenden Schritte: [0026] - Wiederherstellen der Funktionalität des Ton-Prozessors; [0027] - Melden der Ausführung des Ton-Prozessors; und [0028] - Überprüfung der Effektivität der wiederhergestellten Funktionen des Ton-Prozessors.
[0029] Insbesondere der Schritt der Wiederherstellung der Funktionalität des Ton-Prozessors kann einen oder mehrere der folgenden Schritte umfassen: [0030] - Wiederherstellung der Softwarefunktionen des Prozessors; [0031] - und Wiederherstellung der durch den Ton-Prozessor gespeicherten Daten.
[0032] Auf ähnliche Weise kann der Schritt des Meldens der Ausführung des Ton-Prozessors die Auswertung eines Tätigkeitsprotokolls über die durchgeführten Funktionen, Fehler und Warnungen, und Melden des Tätigkeitsprotokolls an einen vorbestimmten Empfänger beinhalten. Das Tätigkeitsprotokoll kann die Funktionsstörungen und -Warnungen mit bestimmtem Detailie-rungsgrad zusammenstellen und mit einem Detaillierungsgrad Bericht erstatten, welcher dem vorbestimmten Empfänger des Tätigkeitsprotokolls entspricht. Das heißt, abhängig von der Identität des vorbestimmten Empfängers des Tätigkeitsprotokolls, wie beispielsweise dem Implantatsempfänger, dem klinischen Personal oder dem Implantathersteller kann die Detailliertheit jedes Elements des Tätigkeitsprotokolls entsprechend variiert werden.
[0033] Vorzugsweise umfasst das Verfahren der vorliegenden Erfindung ferner den Schritt der Überprüfung auf Aktualisierung der Auswertungsmethodik vordem Untersuchen und Testen des Ton-Prozessors. Beispielsweise kann solch ein Schritt die Überprüfung auf neu zu installierende Daten auf den Ton-Prozessor oder die Überprüfung auf neu zu installierende Softwarefunktionen auf den Ton-Prozessor umfassen. Solch ein Schritt stellt die „Selbstaktualisierung" des Verfahrens der vorliegenden Erfindung bereit, beispielsweise durch Abfrage bei einer Reparaturstelle oder dem Implantathersteller, ob solche neuen Daten oder Softwarefunktionen vorhanden sind. Solch ein Schritt kann über das Internet durchgeführt werden, oder durch eine Diagnoseeinrichtung ohne den Eingriff des Benutzers, um eine automatisierte Selbstaktualisierung durchzuführen.
[0034] In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung könnte eine korrekte Diagnose des Problems vor Ort die Reparaturzeit erheblich verringern und die Notwendigkeit, den Prozessor über eine große Entfernung zu einer Reparaturstelle zur vollständigen Analyse zu senden verhindern, wenn der Defekt vor Ort durch Neu-Laden der entsprechenden Daten auf den Prozessor repariert werden könnte, gefolgt von einer vollständigen Funktionsanalyse. Ferner könnte durch die Durchführung einer detaillierten Diagnose und einer möglichen Gerätereparatur beim Benutzer zu Hause oder an dem Ort, wo der erste Kontakt mit dem klinischen Personal stattfand, eine durch den Benutzer erfahrene völlige Unterbrechung maßgeblich verringert werden.
[0035] Des Weiteren kann dem Empfänger durch Ermöglichung einer detaillierten Diagnose des Geräts unmittelbar nachdem das Gerät einen Ausfall aufweist, entweder direkt durch den Empfänger selbst, oder wenn das Gerät bei der Klinik/dem Vertreter angekommen ist, eine unmittel- 4/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15 bare Angabe der Art von erfahrenen Problem und der wahrscheinlichen Reparaturdauer übermittelt werden. Zusätzlich würde diese Reparaturzeit wahrscheinlich noch verringert werden, da dem Reparaturteam des Anbieters ein relativ detaillierter Diagnosebericht übermittelt werden würde, der auf die Problemquelle aufmerksam machen würde, ohne, dass zur Eingrenzung des Problems eine vollständige Diagnoseuntersuchung durchgeführt werden muss.
[0036] Zusätzlich zu den oben erwähnten Zeitersparnissen kann noch mehr Zeit und eine erhöhte Zufriedenheit der Empfänger dadurch gewonnen werden, dass der Empfänger eine Selbstdiagnose durchführt und kleine Probleme, wie beispielsweise die Wiederherstellung von Kodierungsstrategien und Empfängerparmetern selbst berichtigt, ohne dass ein Spezialist oder eine bestimmte Klinik aufgesucht werden muss.
[0037] Vorzugsweise ermöglicht das Verfahren der vorliegenden Erfindung ferner eine durchzuführende örtliche Reparatur von wenigsten einigen Defekten. Dementsprechend umfasst das Verfahren der vorliegenden Erfindung vorzugsweise ferner, im Falle des Patientendatenfehlers im Sprachprozessor, das Abrufen einer Sicherungskopie der Patientendaten und Ersetzen der Patientendaten des Prozessors. Der Schritt des Abrufens der Backupdaten kann das Abrufen der Backupdaten von einer Diskette, CD-Rom oder dergleichen umfassen, welche der Patient besitzt, oder alternativ das Abrufen von Backuppatientendaten von einem zentralen Datenspeicher, welche beispielsweise durch einen Prothesenhersteller oder eine Reparaturstelle, zu welcher der Prozessor andernfalls geschickt worden wäre, erhalten werden. Als Alternative kann der Schritt des Abrufens das Abrufen von Backuppatientendaten von einem örtlichen Speichermittel, wie beispielsweise einem PC des klinischen Personals oder dem PC des Empfängers umfassen. Der Schritt des Abrufens kann das Abrufen der Sicherungskopie der Patientendaten vor Ort oder das Abrufen der Sicherungskopie über ein Netzwerk, wie beispielsweise das Internet, umfassen.
[0038] Auf ähnliche Weise umfasst das Verfahren der vorliegenden Erfindung vorzugsweise, im Falle eines Programmfunktionsfehlers im Prozessor, die Neuinstallation der Programmfunktionen auf dem Prozessor. Wieder können die Programmfunktionen von einer Diskette oder CD-Rom oder dergleichen, welche der Patient besitzt, oder von einer zentralen Datenquelle, welche beispielsweise durch einen Hersteller der Prothese bereitgestellt wird, abgerufen werden. Als Alternative können die Programmfunktionen von einem örtlichen Speichergerät, wie beispielsweise dem PC des klinischen Personals abgerufen werden. Im Falle eines Programmfunktionsfehlers im Prozessor wird der erkannte Fehler vorzugsweise an einen Implantathersteller oder eine Reparaturstelle weitergeleitet, und wird vorzugsweise an ein Rehabilitationszentrum weitergeleitet, welches dem Empfänger des Implantats zugeordnet ist. Im Falle einer Erkennung, dass die Programmfunktionen des Prozessors von den Normen abweichen und verdächtige Programmelemente identifiziert werden, meldet die vorliegende Erfindung vorzugsweise Warnungen an den Hersteller und/oder die Reparaturstelle und an das Rehabilitationszentrum, welche dem Empfänger einen Besuch seines Audiologen oder klinischen Personals empfiehlt und empfiehlt, dass das Gerät nicht an eine Reparaturstelle zur unnötigen Reparatur geschickt wird.
[0039] Gemäß einem zweiten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Diagnosemittel zur örtlichen Diagnose eines Prozessors einer implantierten Prothese bereit, wobei das Diagnosemittel umfasst: [0040] - Mittel zum Auswerten von Hardwarekomponenten des Prozessors; [0041] - Mittel zum Aufrufen und Auswerten gespeicherter Daten des Prozessors; und [0042] - Mittel zum Auswerten von Programmfunktionen des Sprach-Prozessors.
[0043] Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Diagnosemittel einen entsprechend programmierten und konfigurierten Computer umfassen, der zum Verbinden mit dem Prozessor und zum Ausführen der Auswertungsschritte des Prozessors geeignet ist. Als Alternative kann das Diagnosemittel ein tragbares Gerät mit einer anwendungsspezifischen integrierten Schaltung (ASIC) umfassen, das zur Ausführung der erwünschten Diagnoseschritte betrieben werden kann. 5/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15 [0044] Die Diagnosemittel können den Prozessor auswerten, um nachzuprüfen, ob ein vom Implantatempfänger erkannter Defekt tatsächlich existiert, bevor der Prozessor an eine Klinik oder Reparaturstelle geschickt wird, und können ein detailliertes Tätigkeitsprotokoll basierend auf der Auswertung hersteilen. Der Bericht kann einer Prozessor-Reparaturstelle zusammen mit dem Prozessor bereitgestellt werden, wenn der Prozessor zur Reparatur geschickt werden muss. Solch ein Tätigkeitsprotokoll kann dem Implantatempfänger oder einem klinischen Personal oder Rehabilitationszentrum, welches dem Implantatempfänger zugeordnet ist, zusätzlich oder alternativ bereitgestellt werden.
[0045] In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist das Diagnosemittel ferner zur Durchführung örtlicher Korrektur oder Reparatur bestimmter Defekte geeignet, welche innerhalb des Prozessors anfallen können. Dementsprechend umfasst das Diagnosemittel vorzugsweise ferner Mittel zum Ersetzen der Patientendaten des Prozessors im Falle eines Patientendatenfehler im Prozessor. In solchen Ausführungsformen ist das Diagnosemittel vorzugsweise zum Abrufen einer Sicherungskopie der Patientendaten von einer Diskette oder CD-Rom oder dergleichen geeignet, welche der Patient besitzt, oder von einer zentralen Datenstelle, welche beispielsweise von dem Hersteller der implantierten Prothese oder durch eine Reparaturstelle bereitgestellt wird. Als Alternative kann das Diagnosemittel selbst eine Kopie der Patientendaten gespeichert haben.
[0046] Das Diagnosemittel kann ferner Mittel zum Abrufen von Aktualisierungen und die Installation solcher Aktualisierungen auf das Diagnosemittel umfassen. Beispielsweise können Mittel zum Abrufen von Aktualisierungen mit einer entfernten Stelle im Netzwerk in Verbindung treten, welche beispielsweise durch eine Reparaturstelle oder einen Implantatshersteller bereitgestellt wird, um zu ermitteln, ob das Diagnosemittel eine Aktualisierung benötigt. Die abgerufen Aktualisierungen können aktualisierte Patientendaten, aktualisierte Implantat-Softwarefunktionen oder aktualisierte Funktionalitäten des Diagnosemittels selbst umfassen.
[0047] Auf ähnliche Weise kann das Diagnosemittel vorzugsweise ferner Mittel zur Neuinstallation der Programmfunktionen auf dem Prozessor im Falle eines Programmfunktionsfehlers im Prozessor umfassen. Auch hier können die Programmfunktionen durch das Diagnosemittel von einer Diskette oder CD-Rom oder dergleichen abgerufen werden, welche der Patient besitzt, oder von einer zentralen Datenquelle, welche beispielsweise vom Hersteller der implantierten Prothese oder durch eine Reparaturstelle bereitgestellt wird. Als Alternative kann das Diagnosemittel selbst eine Kopie der Programmfunktionen zur Installation auf dem Prozessor im Falle eines Programmfunktionsfehlers innerhalb des Prozessors umfassen.
[0048] In Übereinstimmung mit dem Verfahren und Diagnosemittel der vorliegenden Erfindung kann die implantierte Prothese ein Innenohr-Implantat umfassen und der Prozessor kann einen Ton-Prozessor zur Umwandlung der empfangenen Töne in ein elektrisches Signal umfassen, welches durch einen implantierten Stimulationsteil des Innenohr-Implantats zugeführt wird. In solchen Ausführungsformen umfassen die Patientendaten des Ton-Prozessors, welcher durch das Diagnosemittel ausgewertet wird, typischerweise Daten wie beispielsweise den Schwellwert, des Komfortniveaus und dergleichen. Die Programmfunktionen des Ton-Prozessors, welche durch das Diagnosemittel ausgewertet wurden, umfassen typischerweise Funktionen zum Umwandeln empfangener Audiotöne, welche durch ein mit dem Ton-Prozessor verbundenes Mikrophon ermittelt werden, in elektrische Stimulationssignale, welche an einen implantierten Stimulationsbereich des Implantats unter Verwendung solcher Patientendaten, wie beispielsweise Schwellenwert, Komfortniveau und dergleichen, weitergeleitet werden.
[0049] Gemäß einem dritten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Diagnose und Reparatur eines Ton-Prozessors einer implantierten Prothese bereit, wobei das Verfahren umfasst: [0050] - Durchführung einer örtlichen Diagnose des Ton-Prozessors unter Verwendung einer Empfängerdiagnose- und Reparatureinrichtung durch den Empfänger der implantierten Prothese; 6/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15 [0051] - Reparatur der identifizierten Fehler, welche innerhalb der Möglichkeiten der Diagnose-und Reparatureinrichtung liegen, durch den Empfänger; [0052] im Falle der Identifizierung eines Fehlers, der über die Reparaturfähigkeiten der örtlichen Diagnose- und Reparatureinrichtung des Empfängers hinausgeht, Durchführung einer örtlichen Diagnose des Ton-Prozessors unter Verwendung einer klinischen Diagnose- und Reparatureinrichtung durch das klinische Personal; [0053] - Reparatur der identifizierten Fehler, welche die Möglichkeiten der klinischen Diagnose-und [0054] - Reparatureinrichtung nicht übersteigen, durch das klinische Personal; und [0055] - im Falle der Identifizierung eines Fehlers, der über die Möglichkeiten der klinische Diagnose- und Reparatureinrichtung hinausgeht, Weiterleitung des Ton-Prozessors an eine Reparaturstelle.
[0056] Die vorliegende Erfindung stellt ferner einen Computerlesbaren Speicher bereit, der mit Daten codiert ist, die ein Computerprogramm zur Steuerung eines Computers darstellen, um ein Verfahren gemäß einem der hierin offenbarten Verfahrensschritte durchzuführen.
[0057] Die vorliegende Erfindung stellt ferner ein Computerprogrammelement bereit, umfassend Computerprogrammcodemittel zur Steuerung eines Computers, um einen Ablauf gemäß einem der hierin offenbarten Verfahrensschritte durchzuführen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0058] Beispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in welchen: [0059] Fig. 1 eine illustrierte Darstellung eines Innenohr-Implantatsystems ist; und [0060] Fig. 2 ein Flussdiagramm ist, welches ein Ton-Prozessordiagnoseverfahren in Über einstimmung mit der vorliegenden Erfindung darstellt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0061] Vor Beschreibung der Eigenschaften der vorliegenden Erfindung ist eine kurze Beschreibung der Bauweise des Innenohr-Implantatsystems mit Bezug auf Fig. 1 angebracht.
[0062] Innenohr-Implantate bestehen typischerweise aus zwei Hauptkomponenten, einer externen Komponente umfassend einen Ton-Prozessor 29 und einer internen Komponente umfassend eine implantierte Empfänger- und Stimulatoreinheit 22. Die externe Komponente umfasst ein integriertes Mikrophon 27. Der Ton-Prozessor 29 ist in dieser Darstellung so konstruiert und angeordnet, dass er hinter das äußere Ohr 11 passt. Alternative Ausführungen können am Körper getragen werden oder es kann möglich sein, ein voll implantierbares System bereitzustellen, welches den Sprachprozessor und/oder das Mikrophon in die implantierte Stimulatoreinheit aufnimmt. An dem Ton-Prozessor 29 ist eine Sendespule 24 befestigt, welche elektrische Signale an die implantierte Einheit22 übereine HF-Verbindung überträgt.
[0063] Die implantierte Komponente umfasst eine Empfängerspule 23 zum Empfang von Strom und Daten von der Sendespule 24. Ein Kabel 21 erstreckt sich von der implantierten Empfängerund Stimulatoreinheit 22 zum Innenohr 12 und endet in einer Elektrodenanordnung 20. Die dadurch erhaltenen Signale werden durch die Anordnung 20 an die basilare Membrane 8 übertragen, wodurch der Hörnerv 9 stimuliert wird. Die Operation eines solchen Geräts wird beispielsweise in US-Patent Nr. 4 532 930 beschrieben.
[0064] Der Ton-Prozessor 29 des Innenohr-Implantats kann eine Audiospektralanalyse der akustischen Signale durchführen und gibt Kanalamplitudpegel aus. Der Ton-Prozessor 29 kann auch die Ausgaben nach Größenordnung sortieren oder die spektralen Höchstwerte kennzeichnen, wie in der von Cochlear Ltd. entwickelten SPEAK-Strategie, verwendet. 7/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15 [0065] Unter Bezugnahme auf Fig. 2 wird ein Ton-Prozessor-Diagnoseverfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung dargestellt. In derzeitigen Verfahren kontaktiert der Patient bei einem Problem mit einem Ton-Prozessor die nächste Klinik/Vertreter, um das Problem zu untersuchen und zu beheben. Sobald die Klinik eine anfängliche oberflächliche Untersuchung des Prozessor vorgenommen hat und ausgewertet hat, dass das Problem nicht einfach durch Ersetzen der externen Verbindungskabel oder einer defekten Verbindung zwischen den Kabeln gelöst werden kann, geht das Problem im Wesentlichen über die Möglichkeiten des klinischen Personals hinaus und er muss zum ursprünglichen Anbieter zur genaueren Untersuchung zurückgeschickt werden.
[0066] Ein Ersatzgerät wird der Person normalerweise zur Verfügung gestellt während das Gerät an den Anbieter zur Reparatur und genaueren Untersuchung zurückgeschickt wird. Das Ersatzgerät wird mit den spezifischen individuellen Notwendigkeiten (Belegungen) der Person geladen und die Person kann die Klinik mit einem voll funktionstüchtigen Gerät verlassen, solange sie auf die Reparatur und die Rücksendung des eigenen Geräts wartet. Außer in außergewöhnlichen Fällen wird das Gerät der Person immer repariert und an sie zurückgeschickt.
[0067] In erster Linie ermöglicht es die vorliegende Erfindung dem Empfänger sein Gerät zu testen, zu laden und auszuwerten, wenn ein Problem/Ausfall offensichtlich ist, oder nur um eine Routineuntersuchung durchzuführen, um sicher zu stellen, dass mit dem Gerät alles in Ordnung ist oder um regelmäßige Aktualisierungen des Geräts durchzuführen. Im Falle, dass mit dem Gerät ein Problem auftritt, welches der Empfänger nicht reparieren kann, wird der Empfänger angewiesen eine Klinik oder ein Rehabilitationszentrum aufzusuchen, in welcher die Angelegenheit gelöst oder weiter untersucht werden kann, und falls notwendig, ein Ersatzgerät erhalten werden kann.
[0068] Die vorliegende Erfindung stellt daher eine Softwareeinrichtung bereit, welche einen Test-, Diagnose-, Berichterstattungs- und Reparaturservice als defekt erkannter Ton-Prozessoren ermöglicht. Die Softwareeinrichtung beurteilt den Prozessor auf schwere Fehler aus, welche mit defekter Hardware oder einem fehlerhaften flüchtigen Speicher, Software und eingebetteter Hardware verbunden ist, und wertet ferner den Ton-Prozessor auf reparierbare Fehler aus, wie beispielsweise eine oder mehrere veränderte Einstellungen oder fehlerhaft gespeicherte Daten, welche alle durch die Einrichtung repariert werden können.
[0069] Fig. 2 zeigt ein Flussdiagramm, welches den Betrieb der Softwareeinrichtung der vorliegenden Erfindung darstellt. Anfangs wird der betroffene Ton-Prozessor auf offensichtliche Probleme untersucht, die seine Funktionalität beeinflussen würden, wie beispielsweise defekte Batterien, falsche Kabelverbindungen und dergleichen. Im Falle, dass ein offensichtliches Problem gefunden wird, wird dieses behoben, damit eine detailliertere Untersuchung des Systems durchgeführt werden kann.
[0070] Der Ton-Prozessor wird dann mit der Softwareeinrichtung der vorliegenden Erfindung verbunden, welche an einem herkömmlichen PC oder ähnlichem Interface verwendet werden kann.
[0071] Als erstes öffnet die Einrichtung einen Protokolleingang bei 30, wo alle durchgeführten Funktionen und Ergebnisse für die bestimmte Sitzung gespeichert werden. Bei 40 kann die Einrichtung einen Selbsttest durchführen, bei welcher es nach jeglichen erhältlichen Aktualisierungen für die Gerätekomponenten oder für die Ton-Prozessorfunktions- oder Datenbibliotheken sucht. Dieser Selbsttest stellt sicher, dass das Gerät aktualisiert ist und die aktuellsten Systemänderungen, welche für den bestimmten Empfänger anwendbar sind, enthalten. Der Selbsttest kann auf der zentralen Datenbasis gespeicherte Daten über das Internet oder jede andere Art von Netzwerk abfragen, wobei die zentrale Datenbasis alle Systemkomponentenaktualisierungen und Empfängerdatenaktualisierungen umfasst.
[0072] Sobald der Selbsttest 40 durchgeführt wurde, führt die Einrichtung einen Kommunikationsintegritätstest 50 durch, um auszuwerten, ob die Einrichtung zur Kommunikation mit dem Kern des Ton-Prozessors, d.h. der Zentraleinheit oder dem Microcontroller, fähig ist. Sollte 8/16 österreichisches patentaint AT502 776B1 2010-03-15 dieser Integritätstest 50 einen Fehler anzeigen, der auf ein Problem mit den Kommunikationskanälen zur Zentraleinheit hinweist, ist eine weitere Untersuchung des Geräts nicht möglich und die Einrichtung 51 stellt einen Bericht über einen schweren Fehler aus und weist den Empfänger darauf hin, dass das Gerät zum Hersteller/Anbieter zur Reparatur gesendet werden muss. Wenn der Integritätstest 50 anzeigt, dass die Kommunikationskanäle betriebsbereit sind, fährt die Einrichtung mit dem Vorgang fort.
[0073] Anschließend führt die Einrichtung bei 60 einen Integritätstest des Microcontrollers des Sprachprozessors durch, indem die Funktionalität der Zentraleinheit und ihr eingebetteter Code mit dem bekannten und durch die Einrichtung von einer Funktionsbibliothek abgerufenen ursprünglichen Ausführungscode verglichen wird. Während dieses Auswertungstests wird die Kommunikation der internen Hauptkomponenten des Ton-Prozessors ebenfalls abgerufen. Dieser Schritt liegt im Wesentlichen an der Einrichtung, welches spezifische Programme höchster Priorität von einer gespeicherten Datei innerhalb eines PC's oder über eine zentrale Speicherdatenbank abruft und diese mit den auf dem Gerät gespeicherten Programmen vergleicht. Sollte irgendeine Abweichung gefunden werden, bricht die Einrichtung den Test ab und gibt bei 61 einen Bericht heraus, der auf einen schweren Fehler innerhalb des Microprozessors hinweist und bei 62 auf eine Rückgabe des Geräts an den Anbieter zur weiteren Untersuchung bei 62 hinweist. Sollten keine Abweichungen gefunden werden, fährt die Einrichtung mit dem Test fort.
[0074] Vom Auswertungsergebnis ausgehend, dass die Haupthardware und eingebettete Software des Ton-Prozessors in Ordnung sind, fängt die Einrichtung dann mit einer Auswertung der patientenspezifischen Funktionen und Daten an, welche auf dem Gerät gespeichert sind. Obwohl Ton-Prozessoren typischerweise auf solche Art und Weise aufgebaut sind, dass sie als Massenware produziert werden können, sind alle verwendeten Ton-Prozessoren spezifisch auf die Miteinbeziehung von patientenspezifischen Funktions-, Daten- und Tonstrategien ausgelegt, welche alle im Ton-Prozessor gespeichert sind und einen Bestandteil des Ton-Prozessors bilden. Dadurch würde eine Person, die den Ton-Prozessor einer anderen Person, welcher nicht auf ihre eigenen spezifischen Eigenschaften optimiert ist, mit ihrem eigenen Implantat verwendet, eine komplett andere Hörwahrnehmung erfahren.
[0075] Dementsprechend ist der nächste Schritt bei 70 das Herunterladen der spezifischen Patientenstrategien, -funktionen, -daten und -einstellungen von einer externen Quelle, wie beispielsweise einer Diskette, welche der Patient besitzt, oder über eine weltweite Datenbank, welche solche Informationen speichert.
[0076] Sobald diese Daten durch die Einrichtung heruntergeladen wurden, überprüft die Einrichtung bei 80, ob die in diese Daten enthaltene Seriennummer mit der Seriennummer des Ton-Prozessors übereinstimmt. Sollte es eine Abweichung bei der Seriennummer geben, zeichnet die Einrichtung das Problem auf und gibt bei 81 an ihren Benutzer eine Warnung heraus, welche darauf hinweist, dass der Empfänger einen Ton-Prozessor verwendet, der nicht auf ihn ausgelegt ist.
[0077] Sollte die Seriennummer übereinstimmen, stellt die Einrichtung eine Speicherbelegung her, welche die Strategien, Funktionen, Daten und Einstellung, welche von der externen Quelle und den von der Einrichtung bereitgestellten Referenzbibliotheken abgerufen wurden, sortiert, in der Reihenfolge in welcher sie im Speicher (ROM und RAM) des Ton-Prozessors erscheinen. Diese Belegung wird weiter als die virtuelle Speicherbelegung bezeichnet.
[0078] Als nächstes wird die anfängliche Auswertung der patientenspezifischen Daten bei 90 durchgeführt, welche die gespeicherten Werte mit Konstruktionsobergrenzen vergleicht und jegliche ungewöhnlichen Werte notiert. Die patientenspezifischen Daten oder passenden Daten enthalten Werte, welche mit den individuellen Stimulations-Schwellwerten und Komfortniveaus übereinstimmen und sollte diese Information falsch sein, können sich durch nicht passende Daten Ausfälle ereignen. Selbst wenn die Einrichtung jegliche Daten identifiziert, welche über die Konstruktionsgrenzen hinausgehen, versucht die Einrichtung nicht solche Daten zu korrigieren, sondern zeichnet diese Abweichungen bei 91 auf und umfasst solche Angelegenheiten in dem Endbericht. 9/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15 [0079] Bei 100 vergleicht die Diagnoseeinrichtung die virtuelle Speicherbelegung mit den auf dem Gerät gespeicherten Strategien, Funktionen, Daten und Einstellungen. Da die virtuelle Speicherbelegung indikativ dafür ist, was auf dem Ton-Prozessor gespeichert werden soll, was von den neuesten Anpassungssitzungen und Bibliotheken erlangt wurde, versucht die Einrichtung bei 110 im Falle einer Abweichung zwischen den beiden automatisch diese Daten im Ton-Prozessor zu korrigieren. Im Falle, dass es eine Abweichung gibt, löscht die Einrichtung die auf dem Ton-Prozessor gespeicherten Strategien, Funktionen, Daten und Einstellungen und versucht die Daten neu zu schreiben. Bei 111 wird eine Anmerkung solcher Korrekturen zum Einbringen in den Endbericht erstellt. Nach diesem Neuschreiben wird bei 120 ein weiterer Vergleich gemacht, um zu überprüfen, ob die Daten damit übereinstimmen. Falls die Daten immer noch abweichen, beendet die Einrichtung den Test und gibt eine schwere Fehlermeldung bei 121 heraus, welche darauf hinweist, dass der Speicher in dem Ton-Prozessor an einer bestimmten Adresse beschädigt ist und dass er bei 122 die Wartung durch den Anbieter benötigt.
[0080] Sollte die Korrektur erfolgreich sein und sowohl die virtuelle Speicherbelegung als auch die auf dem Ton-Prozessor gespeicherten Daten übereinstimmen, löscht die Einrichtung die auf dem Ton-Prozessor gespeicherten Daten noch zweimal, [0081] jedoch auf verschiedene Weisen, und schreibt sie jedes Mal neu und vergleicht sie nochmals mit der virtuellen Speicherbelegung. Dadurch wird eine ausreichende Sicherheit gewonnen, dass diese anfängliche Datenfehler als nicht wiederholbar ausgewertet wird, und dadurch ermittelt die Einrichtung, dass der Ton-Prozessor zu weiteren Verwendung freigegeben werden kann. Der Test ist dann vollständig und bei 130 wird ein Protokoll ausgegeben, welches eine Aufstellung aller getesteter Funktionen und durchgeführter Änderungen zusammen mit jeglichen Empfehlungen bereitstellt.
[0082] Abhängig vom Benutzer der Einrichtung stellt die Einrichtung auf einem Monitor oder durch irgendeine Art von Ausgabegerät, welches mit der Einrichtung verbunden ist, einen Bericht auf dem geeigneten Niveau für diesen Benutzer bereit.
[0083] Abhängig von diesem Bericht, schickt der Benutzer entweder seinen Ton-Prozessor an die Klinik, den Vertreter oder an den Ort, wo der erste Kontakt stattfand, zusammen mit einer Kopie des Berichts, auf welchem das/die gefundene/n Problem/e aufgelistet ist/sind, oder speichert eine Kopie des Berichts auf der eigenen Datei zur späteren Bezugnahme.
[0084] Auf jeden Fall stellt die Einrichtung der vorliegenden Erfindung ein detailliertes Diagnose-und Reparaturgerät bereit, welches den Service, welchen ein klinisches Personal einem Innenohrimplantat-Patienten bereitstellen kann, außerordentlich verbessert und verringert die Zeit und den Aufwand, welcher durch ein Reparaturteam des Geräteanbieters benötigt wird, da diese nicht länger mit Problemen belastet werden, welche nur einer kleinen Korrektur bedürfen und sie eine detailliertere Diagnose eines Problems erhalten, welches sie spezifischer behandeln können.
[0085] Wie hierin beschrieben, offenbart die vorliegende Erfindung eine örtliche und leicht zugängliche Einrichtung, die Strategie, welche durch Verwendung der Einrichtung zur Diagnose in einem Ton-Prozessors für ein Innenohr-Implantat oder dergleichen verwendet wurde, und zum Analysieren, Initialisieren und Laden von empfängerspezifischen Daten auf solch einen Ton-Prozessor. Ferner fällt die Strategie zur Rückmeldung an den Hersteller des Ton-Prozssorgeräts und die Mittel, welche die Einrichtung verwendet, unter diese Offenbarung.
[0086] Fachleute werden weiter erkennen, dass eine Vielzahl an Variationen und/oder Modifikationen bei dieser Erfindung gemacht werden können, wie in den spezifischen Ausführungsformen gezeigt, ohne dass vom Sinn oder Rahmen der Erfindung, wie allgemein beschrieben, abgewichen wird. Die vorliegenden Ausführungsformen sollen daher in jeder Hinsicht als veranschaulichend und nicht einschränkend gesehen werden. 10/16
Claims (55)
- österreichisches patentaint AT502 776B1 2010-03-15 Patentansprüche 1. Verfahren zur örtlichen Diagnose eines Ton-Prozessors einer implantierbaren Prothese, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte: - Testen der Funktionalität einer Hardwarekomponente des Ton-Prozessors; - Auswerten der auf dem Ton-Prozessor gespeicherten Daten; und Auswerten der Software-Funktionen des Ton-Prozessors.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Schritt des Ausführens der örtlichen Diagnose entfernt von einer Reparatureinrichtung.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Diagnose durch einen vorbestimmten Benutzer, wie beispielsweise den Träger der Prothese oder einem klinischen Personal, durchgeführt wird.
- 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch den Schritt der Wiederherstellung der Funktionalität des Ton-Prozessors.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt der Wiederherstellung der Funktionalität des Ton-Prozessors ferner die Wiederherstellung von Softwarefunktionen des Ton-Prozessors umfasst.
- 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt der Wiederherstellung der Funktionalität des Ton-Prozessors ferner die Wiederherstellung von auf dem Ton-Prozessor gespeicherten Daten umfasst.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch den Schritt der Durchführungsmeldung des Ton-Prozessors.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt der Durchführungsmeldung des Ton-Prozessors die Schritte des Zusammenstellens eines Tätigkeitsprotokolls mit durchgeführten Funktionen, Fehlern und Warnungen und Melden des Tätigkeitsprotokolls an einen vorbestimmten Benutzer umfasst.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Tätigkeitsprotokoll die durchgeführten Funktionen, Fehler und Warnungen auf mehreren Niveaus detailliert zusammenstellt, wobei das Tätigkeitsprotokoll ein bestimmtes Detailniveau aufweist, welches der Identität des vorbestimmten Empfängers des Tätigkeitsprotokolls entspricht.
- 10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch den Schritt des Überprüfens der aktualisierten Auswertungstechnik vordem Auswerten und Testen des Ton-Prozessors.
- 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Überprüfens der aktualisierten Auswertungstechnik das Überprüfen auf neue Daten oder neue Softwarefunktionen, welche auf dem Ton-Prozessor installiert werden sollen, umfasst.
- 12. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die Schritte des Abrufens einer Sicherungskopie der Patientendaten und Ersetzen der Patientendaten des Ton-Prozessors im Falle eines Patientendatenfehlers im Ton-Prozessor.
- 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Abrufens einer Sicherungskopie der Patientendaten das Abrufen der Backupdaten von einer Diskette, CD-Rom oder dergleichen umfasst, die der vorbestimmte Benutzer besitzt.
- 14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Abrufens einer Sicherungskopie der Patientendaten das Abrufen der Backupdaten von einem zentralen Datenspeichermittel umfasst.
- 15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Abrufens einer Sicherungskopie der Patientendaten das Abrufen der Backupdaten von einem örtlichen Datenspeichermittel umfasst. 11/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15
- 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Abrufens einer Sicherungskopie der Patientendaten das Abrufen der Backupdaten über ein Kommunikationsnetzwerk umfasst.
- 17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch den Schritt der Neuinstallierung von Programmfunktionen auf dem Ton-Prozessor im Falle eines Programmfunktionsfehlers im Ton-Prozessor.
- 18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Programmfunktionen von einem Datenspeichermedium, wie beispielsweise einer Diskette oder CD-Rom, oder von einem zentralen oder örtlichen Datenspeichermittel abgerufen werden.
- 19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass, im Falle eines Programmfunktionsfehlers im Ton-Prozessor, der erkannte Fehler an einen Implantathersteller oder eine Reparaturstelle und an ein Rehabilitationszentrum, welches dem Empfänger des Implantats zugeordnet ist, weitergeleitet wird.
- 20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass wenn Abweichungen der Programmfunktionen des Ton-Prozessors von Programmfunktionen, welche von jeglichem Datenspeichermedium, zentralen Datenspeichermittel oder örtlichen Speichermittel abgerufen wurden, ermittelt werden, das Verfahren ferner die Schritte des Meldens von Warnungen an den Hersteller oder eine Reparaturstelle und ein Rehabilitationszentrum umfasst, dass der Implantatsempfänger einen Audiologen oder ein klinisches Personal aufsuchen muss, und des Empfehlens, dass der Ton-Prozessor nicht zur unnötigen Reparatur an die Reparaturstelle geschickt wird.
- 21. Diagnosemittel zur örtlichen Diagnose eines Ton-Prozessors einer implantierten Prothese, gekennzeichnet durch: - Mittel zum Auswerten von Hardwarekomponenten des Ton-Prozessors; Mittel zum Aufrufen und Auswerten von gespeicherten Patientendaten des Ton-Prozessors; und - Mittel zum Auswerten von Programmfunktionen des Ton-Prozessors.
- 22. Diagnosemittel nach Anspruch 21, gekennzeichnet durch ein programmiertes und konfiguriertes Computerprozessormittel, welches zum Verbinden des Tonprozessors und zum Ausführen der Auswertung des Ton-Prozessors betrieben werden kann.
- 23. Diagnosemittel nach Anspruch 21, gekennzeichnet durch ein tragbares Computerprozessormittel, welches zum Verbinden des Ton-Prozessors und zum Ausführen der Auswertung des Ton-Prozessors betrieben werden kann.
- 24. Diagnosemittel nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Ton-Prozessor ausgewertet wird, um sicher zu stellen, ob ein durch einen Implantatsempfänger erkannter Defekt tatsächlich besteht, bevor der Ton-Prozessor an eine Klinik oder Reparaturstelle geschickt wird.
- 25. Diagnosemittel nach Anspruch 24, gekennzeichnet durch ein Tätigkeitsprotokoll basierend auf der Auswertung des Ton-Prozessors.
- 26. Diagnosemittel nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Tätigkeitsprotokoll zusammen mit dem Ton-Prozessor an die Reparaturstelle weitergeleitet wird, wenn der Ton-Prozessor repariert, werden muss.
- 27. Diagnosemittel nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Tätigkeitsprotokoll an den Implantatspatienten und/oder das klinische Personal und/oder das Rehabilitationszentrum, welches dem Empfänger des Implantats zugeordnet ist, weitergeleitet wird.
- 28. Diagnosemittel nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass es zum Abrufen einer Sicherungskopie der Patientendaten von einem Datenspeichermedium wie beispielsweise einer Diskette oder einer CD-Rom oder dergleichen, welche der Implantatspatient besitzt, oder von einem zentralen oder örtlichen Datenspeichermittel betrieben werden kann. 12/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15
- 29. Diagnosemittel nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass Datenspeichermittel zum Speichern einer Sicherungskopie der Patientendaten.
- 30. Diagnosemittel nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Datenspeichermedium gespeicherte Programmfunktionen durch Diagnosemittel abgerufen werden und mit den auf dem Ton-Prozessor gespeicherten Programmfunktionen verglichen werden.
- 31. Diagnosemittel nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass jegliche Abweichung zwischen den verglichenen Programmfunktionen gemeldet wird, die auf einen Fehler in dem Ton-Prozessor hinweist.
- 32. Diagnosemittel nach einem der Ansprüche 28 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Patientendaten von dem Datenspeichermedium, zentralen Datenspeichermittel und/oder örtlichen Datenspeichermittel auf das Diagnosemittel heruntergeladen werden.
- 33. Diagnosemittel nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vergleichen zwischen den heruntergeladenen Patientendaten und den auf dem Ton-Prozessor gespeicherten Patientendaten durchgeführt wird.
- 34. Diagnosemittel nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass das Vergleichen das Vergleichen der in den heruntergeladenen Patientendaten enthaltenen Seriennummer und der auf dem Ton-Prozessor gespeicherten Seriennummer umfasst.
- 35. Diagnosemittel nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeglicher Nichtübereinstimmung zwischen der Seriennummer in den heruntergeladenen Patientendaten und der in dem Ton-Prozessor gespeicherten Seriennummer eine Warnung an den Empfänger des Implantats herausgegeben wird, welche darauf hinweist, dass ein nicht zugehöriger Ton-Prozessor verwendet wird.
- 36. Diagnosemittel nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übereinstimmung zwischen den Seriennummern gefunden wird, wobei das Diagnosegerät eine Speicherbelegung aller Strategien, Funktionen, Daten und Einstellungen herstellt, welche die Patientendaten und/oder Programmfunktionen bilden, welche von dem Datenspeichermedium in der Reihenfolge abgerufen werden, in welcher sie in dem Ton-Prozessor auftauchen.
- 37. Diagnosemittel nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass das Diagnosemittel die Speicherbelegung mit den Strategien, Daten und Einstellungen vergleicht, welche die in dem Ton-Prozessor gespeicherten Patientendaten und/oder Programmfunktionen bilden.
- 38. Diagnosemittel nach Anspruch 37, gekennzeichnet durch Mittel zum Ersetzen der Patientendaten oder Programmfunktionen des Ton-Prozessors im Falle eines Patientendatenfehlers im Ton-Prozessor.
- 39. Diagnosemittel nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass das Diagnosemittel jede Nichtübereinstimmung zwischen der Speicherbelegung und den Patientendaten oder Programmfunktionen, welche in dem Ton-Prozessor gespeichert sind, korrigiert oder die Patientendaten oder Programmfunktionen in dem Ton-Prozessor neu schreibt.
- 40. Diagnosemittel nach einem der Ansprüche 21 bis 39, gekennzeichnet durch Mittel zum Abrufen von Aktualisierungen und Anwenden der Aktualisierungen auf dem Diagnosemittel.
- 41. Diagnosemittel nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Abrufen von Aktualisierungen über ein Kommunikationsnetzwerk mit einer entfernten Stelle kommuniziert, um herauszufinden, ob das Diagnosemittel einer Aktualisierung bedarf.
- 42. Diagnosemittel nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die abgerufenen Aktualisierungen eine oder mehrere aktualisierte Patientendaten, aktualisierte Implantat-Software-funktionen oder aktualisierte Funktionalität des Diagnosemittels umfassen. 13/16 österreichisches Patentamt AT502 776B1 2010-03-15
- 43. Diagnosemittel nach einem der Ansprüche 21 bis 42, gekennzeichnet durch Mittel zur Neuinstallierung der Programmfunktionen des Ton-Prozessors im Falle eines Programmfunktionsfehlers in dem Ton-Prozessor.
- 44. Diagnosemittel nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, dass die Programmfunktionen von einem Datenspeichermedium, wie beispielsweise einer Diskette oder CD-Rom oder dergleichen, welche der Implantatsempfänger besitzt, oder von einem zentralen oder örtlichen Datenspeichermittel abgerufen werden.
- 45. Diagnosemittel nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, dass Datenspeichermittel zum Speichern einer Kopie der Programmfunktionen zur Installation des Ton-Prozessors im Falle eines Programmfunktionsfehlers in dem Ton-Prozessor vorgesehen sind.
- 46. Diagnosemittel nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die implantierte Prothese ein Innenohr-Implantat umfasst.
- 47. Diagnosemittel nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, dass der Ton-Prozessor empfangene Töne in ein elektrisches Signal umwandelt, welches auf den implantierten Stimulatorbereich des Innenohr-Implantats aufgebracht werden soll.
- 48. Diagnosemittel nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, dass die Patientendaten einen oder mehrere Schwellwerte, Komfortniveaus oder dergleichen umfassen.
- 49. Diagnosemittel nach Anspruch 46 oder Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, dass die Programmfunktionen Funktionen zum Umwandeln empfangener Audiotöne, welche durch ein mit dem Ton-Prozessor verbundenes Mikrophon empfangen werden, in ein an den implantierten Stimulatorteil des Innenohr-Implantats weiterzuleitendes elektrisches Stimulationssignal unter Verwendung solcher Patientendaten, wie Schwellwert oder Komfortniveau, umfassen.
- 50. Verfahren zur Diagnose und Reparatur eines Ton-Prozessors einer implantierten Prothese, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte: - Durchführen einer örtlichen Diagnose des Ton-Prozessors unter Verwendung einer Empfängerdiagnose- und Reparatureinrichtung durch den Empfänger der implantierten Prothese; und - Reparieren erkannter Fehler durch den Empfänger innerhalb der Möglichkeiten der Empfängerdiagnose- und Reparatureinrichtung.
- 51. Verfahren nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle des Erkennens eines Fehlers, der die Reparaturmöglichkeit der Empfängerdiagnose- und Reparatureinrichtung überschreitet, das Verfahren ferner den Schritt der Durchführung einer örtlichen Diagnose des Ton-Prozessors unter Verwendung einer Klinikdiagnose- und Reparatureinrichtung durch das klinische Personal umfasst.
- 52. Verfahren nach Anspruch 51, gekennzeichnet durch den Schritt des Reparierens erkannter Fehler durch das klinische Personal, sofern sie die Fähigkeit der Klinikdiagnose- und Reparatureinrichtung nicht übersteigen.
- 53. Verfahren nach Anspruch 52, gekennzeichnet durch den Schritt des Weiterleitens des Ton-Prozessors an eine Reparaturstelle im Falle des Erkennens eines Fehlers, der die Reparaturmöglichkeiten der Klinikdiagnose- und Reparatureinrichtung übersteigt.
- 54. Computerprogrammelement umfassend Computerprogramm-Codemittel, um einen Computer zur Durchführung eines Vorgangs nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20 zu steuern.
- 55. Computerlesbarer Speicher, der mit Daten kodiert ist, welche ein Computerprogramm zur Steuerung eines Computers zur Durchführung eines Vorgangs nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20 zeigt. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 14/16
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