AT502801A4 - Carvingfähiger schlitten - Google Patents

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AT502801A4
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Thomas Feix
Hannes Schloegl
Rainer Sebal
Anton Ing Mmag Dr Sabo
Martin Dr Reichel
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Technikum Wien Sportgeraetetec
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62BHAND-PROPELLED VEHICLES, e.g. HAND CARTS OR PERAMBULATORS; SLEDGES
    • B62B13/00Sledges with runners
    • B62B13/02Sledges with runners characterised by arrangement of runners
    • B62B13/06Sledges with runners characterised by arrangement of runners arranged in two or more parallel lines
    • B62B13/08Sledges with runners characterised by arrangement of runners arranged in two or more parallel lines with steering devices
    • B62B13/12Sledges with runners characterised by arrangement of runners arranged in two or more parallel lines with steering devices with tilting or bending runners
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Braking Arrangements (AREA)

Description


  Carvingfähiger Schlitten
Die Erfindung betrifft einen Schlitten, der durch eine Lenkbewegung zwei Carvingski 1 parallel aufkantet und dadurch einen geschnittenen Schwung fährt. Bei den bisherigen bekannten Ausführungen gibt es bereits einige Lösungen, die das Aufkanten von zwei Ski ermöglichen. Das Problem der bisherigen Ausführungen ist jedoch der maximal mögliche Aufkantwinkel. Die meisten Ausführungen stossen aus mechanischen Gründen bereits bei einem geringen Aufkantwinkel an ihre Grenzen. Andere Erfindungen bei denen ein höherer Aufkantwinkel denkbar wäre, haben das Problem, dass die Drehachse der Ski über die eingesetzte Skikante hinauswandert und sich dadurch die Richtung des Drehmomentes ändert. Das wiederum bewirkt, dass sich die Richtung der Kraft, mit der die Ski aufgekantet werden, ebenfalls ändert (Fig. 2, Fig. 3).

   Diese Richtungsänderung würde entweder das sofortige Umklappen der Ski bewirken, oder bei manchen Ausführungen ein plötzliches Gegensteuern der eingeleiteten Lenkbewegung erfordern.
Aufgabe der Erfindung ist es das Umklappen der Ski bei hohen Aufkantwinkeln, zu verhindern. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zwei Carvingski 1, die durch eine Lenkbewegung, welche über ein flexibles Zugelement 2 übertragen wird, parallel aufgekantet werden, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein elastisches Druckelement 9 hohe Aufkantwinkel erzeugt werden, ohne dass dabei die Ski umklappen und sich die Lenkkraftrichtung umdreht.
Diese Erfindung betrifft einen Schlitten, dessen drehbar gelagerte taillierte Ski über eine Lenkbewegung parallel aufgekantet werden können Fig.4.

   Die Lenkbewegung wird über ein flexibles Zugelement 2, welches über Seilrollen 12 umgelenkt wird, an eine weitere Seilrolle 13 direkt an die drehbar gelagerte Bindungsplatte 3 übertragen. Durch die Verwendung der Seilrolle an der Bindungsplatte ist garantiert, dass bei jedem Aufkantwinkel die gleichen Hebelverhältnisse herrschen. Weiters ist es durch die direkte Ansteuerung möglich, Aufkantwinkel von etwa neunzig Grad zu erreichen. Das entspricht einem höheren Winkel, als er beim Skifahren erreicht werden kann. Damit es ab einem bestimmten Aufkantwinkel nicht zur oben beschriebenen Kraftrichtungsänderung kommt, wird durch die Lenkbewegung zusätzlich eine Druckfeder 9 komprimiert. Fig. 5 Ansicht von hinten ohne Ski
Dazu wird das flexible Zugelement durch die beiden Federn durchgeführt.

   Die Federn sind am Rahmen aufgehängt und können sich jeweils am äusseren Rand an einer Stützplatte 10 abstützen. Zwischen den beiden Federn wird eine Mitnehmerplatte 11 auf das Seil geklemmt. Erfolgt nun eine Lenkbewegung, so wird je nach Lenkrichtung das flexible Zugelement nach links oder nach rechts gezogen und komprimiert durch die Mitnehmerplatte die linke oder die rechte Feder. Durch diese Komprimierung speichert die Feder Energie und kann diese ab dem Aufkantwinkel, bei dem es zur Kraftrichtungsumkehr kommt, freisetzen. Das bedeutet, dass die Feder dem plötzlichen Umklappen der Ski eine Kraft entgegensetzt. Dadurch bleibt die Richtung der benötigten Lenkkraft den gesamten Aufkantvorgang über gleich. Die Feder ist so konstruiert, das sie am Totpunkt des Aufkantens nur so weit einfedert, um gerade genügend Kraft gegen das Umklappen der Ski zu erzeugen.

   Dadurch wird gewährleistet, dass sich vor dem Totpunkt beim Spannen der Feder nur geringfügig höhere Lenkkräfte ergeben.
Die drehbar gelagerte Bindungsplatte besitzt die Form einer genormten Skischuhsohle, was das Befestigen von handelsüblichen Carvingski mit handelsüblichen Bindungen ermöglicht. Die Ski können ohne Vorbehandlung direkt angeschnallt werden. Dadurch, dass die Ski nur über die Bindung am Schlitten befestigt sind, ist eine optimale Durchbiegung der Ski während einer Kurvenfahrt gewährleistet. Das resultiert daraus, dass die handelsüblichen Bindungen schon dahingehend optimiert sind, eine möglichst Runde Biegelinie der Ski zu erlauben. Mit dem carvingfähigen Schlitten können auch hohe Aufkantwinkel mit geringer Geschwindigkeit gefahren werden.

   Das es hierbei aufgrund der geringen Zentrifugalkraft leichter zum Auslösen der Bindung kommt, sind an jeder Bindungsplatte zusätzlich zwei Plättchen 14 angeschraubt, die das herausschwenken der Bindungsplatte 3 aus den Vorderbacken 15 der Bindung verhindern Fig. 6.
Weiters besteht die Möglichkeit, den maximal möglichen Aufkantwinkel mittels mechanischen Anschlägen zu begrenzen. Das kann über einen verstellbaren Anschlag 16 an der Rahmenunterseite erfolgen, oder über einen Klemmteil 17, der am Seil befestigt wird und dadurch den Seilweg begrenzt. Fig. 7 Ansicht von vorne, Anschlag an der Bindungsplatte, ohne Ski
Fig. 8 Ansicht von vorne, Anschlag durch Seilklemmteil
Der carvingfähige Schlitten ist sowohl als Sportgerät, als auch als Messgerät geeignet.

   Durch den hohen erreichbaren Aufkantwinkel, das mechanische Begrenzen des maximalen Aufkantwinkels und der Möglichkeit zur Montage handelsüblicher Ski, werden ideale Bedingungen für Ski- Vergleichtests geschaffen. Der hohe Aufkantwinkel ist notwendig, da beim Skifahren Winkel von bis zu achtzig Grad gefahren werden. Wichtig bei den Messungen sind die gleichen Bedingungen für alle zu testeten Ski, daher ist es notwendig, dass der maximale Aufkantwinkel eingestellt werden kann. Wird jetzt ein Ski getestet, werden nur voll eingeschlagene Schwünge gefahren, d.h. es wird bis zum Anschlag im bekannten Aufkantwinkel eingelenkt. Da es ohne Probleme möglich ist die Ski des Schlittens zu wechseln, ergibt sich für die Tests einerseits eine enorme Zeitersparnis, andererseits müssen die Ski dabei nicht präpariert und dadurch beschädigt werden.

   Dadurch ist in Summe eine gute Basis für das Vergleichen der einzelnen Ski geschaffen. Momentan werden Tests in der Praxis so durchgeführt, dass einzelne Testfahrer mit mehreren Ski Testfahrten machen und anschliessend ihre subjektive Meinung über die Eigenschaften der Ski abgeben. Die gleichen Fahrbedingungen für die einzelnen Ski können dabei nicht gewährleistet werden.
Der Rahmen des Schlittens bleibt während der Fahrt in einer neutralen Stellung, wodurch bei geringen Geschwindigkeiten eine bequeme Sitzposition auf der montierten Sitzbank 7 eingenommen werden kann. Bei höheren Geschwindigkeiten wird der Schlitten im Stehen gefahren und durch Gewichtsverlagerung wird der Zentrifugalkraft entgegengewirkt. Dabei wird die Sitzbank zur Abstützung für die Oberschenkel verwendet.

   Für die Füsse sind spezielle Trittbleche 8 montiert, die durch eine Aufbiegung vorne und seitlich eine gute Abstützmöglichkeit bieten. Die Sitzbank kann zusätzlich noch gefedert werden, um bei Pistenunebenheiten die Schläge an der Wirbelsäule zu verringern.
Weiters ist der Schlitten mit einer geteilten Fussbremse ausgestattet, die jeweils mit dem linken oder rechten Fuss über einen Hebel 18 betätigt werden. Dabei werden Bremszacken 19 in den Schnee gedrückt und erzeugen somit die Bremswirkung Fig. 9. Die Rückstellung der Bremse erfolgt über eine Feder. Durch die Teilung der Bremse kann diese auch zur Kurveneinleitung beim Driftschwung verwendet werden. Anstatt der Fussbremse ist auch eine Handbremse denkbar, die über einen Hebel betätigt wird.

   Zusätzlich zu der aktiven geteilten Bremse ist eine Notbremse montiert, die im Falle eines Sturzes den Schlitten zum Stehen bringt Fig. 10. Das erfolgt über eine vorgespannte Drehfeder 20, die über eine Stange 21 in dieser Position gehalten wird. Die Stange wird über ein gefedertes Auslösesystem festgehalten, welches bei einem Sturz ausgelöst wird. Der Fahrer hat dazu eine Reissleine 22 am Kö[phi]er befestigt, an die am anderen Ende ein Plättchen 23 befestigt ist. Dieses Plättchen hält die Auslösefeder 24 während der Fahrt in der vorgespannten Position. Stürzt nun der Fahrer und fällt vom Schlitten, wird das Plättchen aus dem Auslösesystem gezogen und gibt die Auslösefeder frei. Diese wiederum bewegt den Auslöseriegel 25 und gibt die durch die Drehfeder vorgespannte Stange frei. Durch die Vorspannung wird die Stange nach unten geschwenkt und nimmt über einen Mitnehmer 26

Claims (2)

die Bremse mit nach unten. Diese gräbt sich mit den Bremszacken in den Schnee und zwingt den Schlitten zur Bremsung. Durch die Stange kann die vorgespannte Drehfeder über einen grossen Hebel in Position gehalten werden. Der Auslöseriegel nimmt dabei die Kraft am Ende der Stange auf, die das erforderliche Rückhaltemoment erzeugt. Wird nun durch die Auslösefeder der Auslöseriegel verschoben, muss die Reibkraft zwischen Stange und Auslöseriegel überwunden werden. Durch die Hebellänge kann die Kraft, die auf den Auslöseriegel wirkt und somit auch die zu überwindende Reibkraft, eingestellt werden. Dadurch kann auch die Vorspannung der Auslösefeder klein gehalten werden und somit auch die Kraft die der Fahrer aufbringen muss, um mit der Fangleine das Plättchen aus dem Auslösesystem zu ziehen. Das Notbremssystem kann mit der bereits vorhandenen geteilten Bremse kombiniert werden, um dadurch zusätzlich Gewicht zu sparen. Es wird dabei nur ein Teil der geteilten Bremse betätigt, um durch den aussermittigen Eingriff der Bremszacken, den Schlitten zusätzlich zur Bremsung, auch zum Eindrehen zu zwingen. Dabei stellen sich die Ski quer zur Hangneigung und verhindern zusätzlich das ungewollte Wegfahren des Schlittens. Ansprüche:
1. Schlitten mit zwei Carvingski(l), die durch eine Lenkbewegung, welche über ein flexibles Zugelement(2) übertragen wird, parallel aufgekantet werden, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein elastisches Druckelement(9) hohe Aufkantwinkel erzeugt werden, ohne dass dabei die Ski umklappen und sich die Lenkkraftrichtung umdreht.
2. Schlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine mechanische Verriegelung(14), die Bindungsplatte(3), bei wirkenden Kräften am Ski, in der Bindung(15) gehalten wird.
3. Schlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass neben den Ski(l) eine Bremseinrichtung (6) vorgesehen ist, welche durch eine Feder(20), die durch eine Reissleine (22) freigegeben ist, in Bremsstellung bringbar ist. Ansprüche:
Schlitten mit zwei Carvingski(l), die durch eine Lenkbewegung eines Lenkers, die über ein flexibles Zugelement(2), insbesondere ein Seil, und Umlenkrollen (12,13) übertragen wird, parallel zueinander aufgekantet werden, wobei eine
Bremseinrichtung (6) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement
(2) direkt an einer Bindungsplatte (3) der Skier (1) angreift und über ein elastisches
Druckelement (9) geführt ist, das zwischen den beiden Skiern (1) am Rahmen des
Schlittens aufgehängt ist.
Schlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckelement zwei
Federn (9) vorgesehen sind, die sich einerseits an einer am Schlitten angebrachten
Stützplatte (10) abstützen und zwischen denen eine Mitnehmerplatte (11) auf das Seil
(2) geklemmt ist.
Schlitten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein verstellbarer
Anschlag (16) an der Unterseite des Rahmens des Schlittens den Auf kantwinkel der
Carvingskier (1) begrenzt (Fig. 7).
Schlitten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Seil (2) verstellbar angebrachter Klemmteil (17) als Anschlag den Auf kantwinkel der
Carvingskier (1) begrenzt (Fig. 8).
Schlitten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Bindungsplatte (3) in Form einer Skischuhsohle ausgeführt und in den Bindungen (15) der Carvingskier (1) befestigbar ist, wobei an jeder Bindungsplatte (3) seitlich zwei
Verriegelungen (14) gegenüber der Bindung (15) der Carvingskier (1) vorgesehen sind
(Fig. 6).
Schlitten nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die als notbremse vorgesehene Bremseinrichtung (6) über eine vorgespannte Feder (20), die durch eine Reissleine (22) freizugeben ist, in Bremsstellung bringbar ist (Fig. 10).
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