AT502801B1 - Carvingfähiger schlitten - Google Patents

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AT502801B1
AT502801B1 AT19672005A AT19672005A AT502801B1 AT 502801 B1 AT502801 B1 AT 502801B1 AT 19672005 A AT19672005 A AT 19672005A AT 19672005 A AT19672005 A AT 19672005A AT 502801 B1 AT502801 B1 AT 502801B1
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Thomas Feix
Hannes Schloegl
Rainer Sebal
Anton Ing Mmag Dr Sabo
Martin Dr Reichel
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Technikum Wien Sportgeraetetec
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Description

2 AT 502 801 B1
Die Erfindung betrifft einen Schlitten mit zwei Carvingskiern, die durch eine Lenkbewegung eines Lenkers, die über ein flexibles Zugelement, insbesondere ein Seil, und Umlenkrollen übertragen wird, parallel zueinander aufgekantet werden, wobei eine Bremseinrichtung vorgesehen ist. 5
Bei den bisherigen bekannten Ausführungen gibt es bereits einige Lösungen, die das Aufkanten von zwei Ski ermöglichen (WO 2001/42074 A1). Das Problem der bisherigen Ausführungen ist jedoch der maximal mögliche Aufkantwinkel. Die meisten Ausführungen stoßen aus mechanischen Gründen bereits bei einem geringen Aufkantwinkel an ihre Grenzen. Andere Erfindun-io gen, bei denen ein höherer Aufkantwinkel denkbar wäre, haben das Problem, dass die Drehachse der Ski über die eingesetzte Skikante hinauswandert und sich dadurch die Richtung des Drehmomentes ändert. Das wiederum bewirkt, dass sich die Richtung der Kraft, mit der die Ski aufgekantet werden, ebenfalls ändert (Fig. 2, Fig. 3). Diese Richtungsänderung würde entweder das sofortige Umklappen der Ski bewirken, oder bei manchen Ausführungen ein plötzliches 15 Gegensteuern der eingeleiteten Lenkbewegung erfordern.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, das Umklappen der Ski bei hohen Aufkantwinkeln, zu verhindern. 20 Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Zugelement direkt an einer Bindungsplatte der Skier angreift und über ein elastisches Druckelement geführt ist, das zwischen den beiden Skiern am Rahmen des Schlittens aufgehängt ist. Durch das elastische Druckelement werden hohe Aufkantwinkel erzeugt, ohne dass dabei die Ski umklappen und sich die Lenkkraftrichtung umdreht. 25
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen möglichen Aufbau des Schlittens, in Fig. 2 und Fig. 3 wird die Aufkantung der drehbar gelagerten Ski über eine Lenkbewegung im Detail gezeigt, Fig. 4 zeigt die Komponen-30 ten der Lenkung, Fig. 5 deren unteren Teil, Fig. 6 die Halterung der Ski, Fig. 7 und 8 Einstellelemente für den Aufkantwinkel und Fig. 9 und 10 die Bremseinrichtung.
Die Erfindung betrifft einen Schlitten, dessen Carvingskier 1 über eine Lenkbewegung parallel zueinander aufgekantet werden. 35
Fig. 4 zeigt die für die Lenkbewegung notwendigen Komponenten. Die Lenkbewegung wird über ein flexibles Zugelement 2, welches über Seilrollen 12 umgelenkt wird, an eine weitere Seilrolle 13 direkt an die drehbar gelagerte Bindungsplatte 3 übertragen. Durch die Verwendung der Seilrolle 13 an der Bindungsplatte 3 ist garantiert, dass bei jedem Aufkantwinkel die glei-40 chen Hebelverhältnisse herrschen. Weiters ist es durch die direkte Ansteuerung möglich, Aufkantwinkel von etwa neunzig Grad zu erreichen. Das entspricht einem höheren Winkel, als er beim Skifahren erreicht werden kann. Damit es ab einem bestimmten Aufkantwinkel nicht zur oben beschriebenen Kraftrichtungsänderung kommt, wird durch die Lenkbewegung zusätzlich eine Druckfeder 9 komprimiert. Dazu wird das flexible Zugelement 2 durch die beiden Druckfe-45 dem 9 durchgeführt. Die Druckfedern 9 sind am Rahmen des Schlittens aufgehängt und können sich jeweils mit ihrem äußeren Rand an einer Stützplatte 10 abstützen. Die drehbar gelagerte Bindungsplatte 3 besitzt die Form einer genormten Skischuhsohle, was das Befestigen von handelsüblichen Carvingskiern 1 mit handelsüblichen Bindungen ermöglicht. Die Skier 1 können ohne Vorbehandlung direkt angeschnallt werden. Dadurch, dass die Skier 1 nur über die so Bindung am Schlitten befestigt sind, ist eine optimale Durchbiegung der Skier 1 während einer Kurvenfahrt gewährleistet. Das resultiert daraus, dass die handelsüblichen Bindungen schon dahingehend optimiert sind, eine möglichst runde Biegelinie der Skier 1 zu erlauben.
Fig. 5 zeigt den unteren Teil der Konstruktion ohne befestigte Ski 1. Zwischen den beiden 55 Druckfedern 9 wird eine Mitnehmerplatte 11 auf das Zugelement 2 geklemmt. Erfolgt nun eine 3 AT 502 801 B1
Lenkbewegung, so wird je nach Lenkrichtung das flexible Zugelement 2 nach links oder nach rechts gezogen und komprimiert durch die Mitnehmerplatte 11 die linke oder die rechte Druckfeder 9. Durch diese Komprimierung speichert die Druckfeder 9 Energie und kann diese ab dem Aufkantwinkel, bei dem es zur Kraftrichtungsumkehr kommt, freisetzen. Das bedeutet, dass die 5 Druckfeder 9 dem plötzlichen Umklappen der Skier 1 eine Kraft entgegensetzt. Dadurch bleibt die Richtung der benötigten Lenkkraft den gesamten Aufkantvorgang über gleich. Die Druckfeder 9 ist so konstruiert, das sie am Totpunkt des Aufkantens nur so weit einfedert, um gerade genügend Kraft gegen das Umklappen der Skier 1 zu erzeugen. Dadurch wird gewährleistet, dass sich vor dem Totpunkt beim Spannen der Druckfeder 9 nur geringfügig höhere Lenkkräfte io ergeben.
Fig. 6 zeigt die Halterung der Ski im Detail. Mit dem carvingfähigen Schlitten können auch hohe Aufkantwinkel mit geringer Geschwindigkeit gefahren werden. Damit es hierbei aufgrund der geringen Zentrifugalkraft leichter zum Auslösen der Bindung kommt, sind an jeder Bindungs-15 platte 3 zusätzlich zwei Plättchen 14 als Verriegelungen angeschraubt, die das Herausschwenken der Bindungsplatte 3 aus den Vorderbacken 15 der Bindung verhindern.
Fig. 7 und Fig. 8 zeigen die Komponenten zum Einstellen des Aufkantwinkels. 20 Es besteht die Möglichkeit, den maximal möglichen Aufkantwinkel mittels mechanischen Anschlägen zu begrenzen. Das kann über einen verstellbaren Anschlag 16 an der Rahmenunterseite erfolgen, oder über einen Klemmteil 17, der am Seil 2 befestigt wird und dadurch den Seilweg begrenzt. 25 Der carvingfähige Schlitten ist sowohl als Sportgerät, als auch als Messgerät geeignet. Durch den hohen erreichbaren Aufkantwinkel, das mechanische Begrenzen des maximalen Aufkantwinkels und der Möglichkeit zur Montage handelsüblicher Ski 1, werden ideale Bedingungen für Ski-Vergleichtests geschaffen. Der hohe Aufkantwinkel ist notwendig, da beim Skifahren Winkel von bis zu achtzig Grad gefahren werden. Wichtig bei den Messungen sind die gleichen Bedin-30 gungen für alle zu testeten Ski 1, daher ist es notwendig, dass der maximale Aufkantwinkel eingestellt werden kann. Wird jetzt ein Ski 1 getestet, werden nur voll eingeschlagene Schwünge gefahren, d.h. es wird bis zum Anschlag 16 bzw. 17 im bekannten Aufkantwinkel eingelenkt. Da es ohne Probleme möglich ist die Skier 1 des Schlittens zu wechseln, ergibt sich für die Tests einerseits eine enorme Zeitersparnis, andererseits müssen die Ski 1 dabei nicht präpariert 35 und dadurch beschädigt werden. Dadurch ist in Summe eine gute Basis für das Vergleichen der einzelnen Ski 1 geschaffen. Momentan werden Tests in der Praxis so durchgeführt, dass einzelne Testfahrer mit mehreren Skiern 1 Testfahrten machen und anschließend ihre subjektive Meinung über die Eigenschaften der Skier 1 abgeben. Die gleichen Fahrbedingungen für die einzelnen Skier 1 können dabei nicht gewährleistet werden. 40
Der Rahmen des Schlittens bleibt während der Fahrt in einer neutralen Stellung, wodurch bei geringen Geschwindigkeiten eine bequeme Sitzposition auf der montierten Sitzbank 7 eingenommen werden kann. Bei höheren Geschwindigkeiten wird der Schlitten im Stehen gefahren und durch Gewichtsverlagerung wird der Zentrifugalkraft entgegengewirkt. Dabei wird die Sitz-45 bank 7 zur Abstützung für die Oberschenkel verwendet. Für die Füße sind spezielle Trittbleche 8 montiert, die durch eine Aufbiegung vorne und seitlich eine gute Abstützmöglichkeit bieten. Die Sitzbank 7 kann zusätzlich noch gefedert werden, um bei Pistenunebenheiten die Schläge an der Wirbelsäule zu verringern. so Fig. 9 zeigt die Funktion der Fußbremse. Der Schlitten ist mit einer geteilten Fußbremse ausgestattet, die jeweils mit dem linken oder rechten Fuß über einen Hebel 18 betätigt werden. Dabei werden Bremszacken 19 in den Schnee gedrückt und erzeugen somit die Bremswirkung. Die Rückstellung der Bremse erfolgt über eine Feder. Durch die Teilung der Bremse kann diese auch zur Kurveneinleitung beim Driftschwung verwendet werden. Anstatt der Fußbremse ist 55 auch eine Handbremse denkbar, die über einen Hebel betätigt wird.

Claims (6)

  1. 4 AT 502 801 B1 In Fig. 10 sieht man eine Bremseinrichtung als Notbremse. Zusätzlich zu der aktiven geteilten Bremse ist eine Bremseinrichtung als Notbremse montiert, die im Falle eines Sturzes den Schlitten zum Stehen bringt. Dies erfolgt über eine vorgespannte Drehfeder 20, die über eine Stange 21 in dieser Position gehalten wird. Die Stange 21 wird über ein gefedertes Auslösesys-5 tem festgehalten, welches bei einem Sturz ausgelöst wird. Der Fahrer hat dazu eine Reißleine 22 am Körper befestigt, an der am anderen Ende ein Plättchen 23 befestigt ist. Dieses Plättchen hält die Auslösefeder 24 während der Fahrt in der vorgespannten Position. Stürzt nun der Fahrer und fällt vom Schlitten, wird das Plättchen 23 aus dem Auslösesystem gezogen und gibt die Auslösefeder 24 frei. Diese wiederum bewegt den Auslöseriegel 25 und gibt die durch die io Drehfeder 20 vorgespannte Stange 21 frei. Durch die Vorspannung wird die Stange 21 nach unten geschwenkt und nimmt über einen Mitnehmer 26 die Bremse mit nach unten. Diese gräbt sich mit den Bremszacken 19 in den Schnee und zwingt den Schlitten zur Bremsung. Durch die Stange 21 kann die vorgespannte Drehfeder 20 über einen großen Hebel in Position gehalten werden. Der Auslöseriegel 25 nimmt dabei die Kraft am Ende der Stange 21 auf, die das erfor-15 derliche Rückhaltemoment erzeugt. Wird nun durch die Auslösefeder 24 der Auslöseriegel 25 verschoben, muss die Reibkraft zwischen Stange 21 und Auslöseriegel 25 überwunden werden. Durch die Hebellänge kann die Kraft, die auf den Auslöseriegel 25 wirkt und somit auch die zu überwindende Reibkraft, eingestellt werden. Dadurch kann auch die Vorspannung der Auslösefeder 24 klein gehalten werden und somit auch die Kraft die der Fahrer aufbringen muss, um 20 mit der Reissleine 22 das Plättchen 23 aus dem Auslösesystem zu ziehen. Das Notbremssystem kann mit der bereits vorhandenen geteilten Bremse kombiniert werden, um dadurch zusätzlich Gewicht zu sparen. Es wird dabei nur ein Teil der geteilten Bremse betätigt, um durch den außermittigen Eingriff der Bremszacken 19, den Schlitten zusätzlich zur 25 Bremsung, auch zum Eindrehen zu zwingen. Dabei stellen sich die Skier 1 quer zur Hangneigung und verhindern zusätzlich das ungewollte Wegfahren des Schlittens. Patentansprüche: 30 1. Schlitten mit zwei Carvingskiern (1), die durch eine Lenkbewegung eines Lenkers, die über ein flexibles Zugelement (2), insbesondere ein Seil, und Umlenkrollen (12, 13) übertragen wird, parallel zueinander aufgekantet werden, wobei eine Bremseinrichtung (6) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement (2) direkt an einer Bindungsplatte (3) 35 der Skier (1) angreift und über ein elastisches Druckelement (9) geführt ist, das zwischen den beiden Skiern (1) am Rahmen des Schlittens aufgehängt ist.
  2. 2. Schlitten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckelement zwei Federn (9) vorgesehen sind, die sich einerseits an einer am Schlitten angebrachten Stützplatte 40 (10) abstützen und zwischen denen eine Mitnehmerplatte (11) auf das Seil (2) geklemmt ist.
  3. 3. Schlitten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein verstellbarer Anschlag (16) an der Unterseite des Rahmens des Schlittens den Aufkantwinkel der Car- 45 vingskier (1) begrenzt (Fig. 7).
  4. 4. Schlitten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Seil (2) verstellbar angebrachter Klemmteil (17) als Anschlag den Aufkantwinkel der Carvingskier (1) begrenzt (Fig. 8). 50
  5. 5. Schlitten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindungsplatte (3) in Form einer Skischuhsohle ausgeführt und in den Bindungen (15) der Carvingskier (1) befestigbar ist, wobei an jeder Bindungsplatte (3) seitlich zwei Verriegelungen (14) gegenüber der Bindung (15) der Carvingskier (1) vorgesehen sind (Fig. 6). 55 5 AT 502 801 B1
  6. 6. Schlitten nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die als Notbremse vorgesehene Bremseinrichtung (6) über eine vorgespannte Feder (20), die durch eine Reißleine (22) freizugeben ist, in Bremsstellung bringbar ist (Fig. 10). Hiezu 4 Blatt Zeichnungen
AT19672005A 2005-12-09 2005-12-09 Carvingfähiger schlitten AT502801B1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2001042074A1 (en) * 1999-12-07 2001-06-14 Howard James Goddard Steerable snow vehicle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2001042074A1 (en) * 1999-12-07 2001-06-14 Howard James Goddard Steerable snow vehicle

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