Die Erfindung bezieht sich auf eine Snowboardbindung, wie diese im Anspruch 1 beschrieben ist.
Die vorliegende Anmeldung ist eine Teilanmeldung aus A 89/2002 und kann der ursprüngliche Offenbarungsumfang zu A 89/2002 als ergänzende Offenbarung für die vorliegende Teilanmeldung herangezogen werden.
Es sind zahlreiche Bindungseinrichtungen für einzeln zu verwendende, brettartige Gleitgeräte, insbesondere sogenannte Snowboardbindungen bekannt, welche eine Basisplatte aufweisen, über die die Bindungseinrichtung auf dem Snowboard montierbar ist. Diese Basisplatte entspricht in ihrer Form und in ihrer Grösse in etwa der Schuhsohle eines entsprechend ausgebildeten Sportschuhs. Im Regelfall ist diese Basisplatte etwas kürzer bemessen, als die Sohlenlänge des bedarfsweise festleg- und lösbar darauf anzuordnenden Sportschuhs.
In den längsseitigen Randbereichen der Basisplatte sind vertikal zur Aufstandsebene vorragende Fortsätze ausgebildet. Diese Fortsätze sind bevorzugt an der Basisplatte einstückig angeformt und können als in den beiden Randbereichen durchgängig verlaufende oder als mittig abgesetzt ausgebildete Haltefortsätze für einen in Draufsicht U-förmigen Tragbügel ausgebildet sein. Dieser U-förmige Tragbügel soll den Fersenbereich des Sportschuhs umgeben und ist zur Anpassung an unterschiedliche Schuhgrössen gegenüber der Basisplatte in Bindungslängsrichtung individuell einstell- und fixierbar. Hierzu sind in den randseitigen Fortsätzen oder in den beiden Schenkeln des Tragbügels mehrere, zueinander distanzierte Durchbrüche für Befestigungsschrauben oder Langlöcher ausgebildet, wie dies beispielsweise der EP 1 127592 AI entnehmbar ist.
Weiters umfasst diese Bindungseinrichtung eine sogenannte Wadenstütze, über welche der Benutzer der Bmdungseinrichtung in Richtung nach Hinten gestützt wird. Diese Wadenstütze kann dabei unmittelbar an den Fortsätzen gelagert und um eine quer zur Bindungslängsachse verlaufende Schwenkachse
A2002/00089 mm anschlagbegrenzt verschwenkt werden oder es ist diese Schwenklagerung direkt auf dem U-förmigen Tragbügel ausgebildet. Die Anschlagbegrenzung für das Stützelement in rückwärtiger Richtung wird bevorzugt durch ein Anschlagelement auf dem Stützelement bewirkt, welches zur Begrenzung der Verschwenkbewegung des Stützelementes am Uförmigen Tragbügel zur Anlage kommt. Derartige Bindungseinrichtungen sind üblicherweise mit Riemenanordnungen und/oder mit automatisierten Kupplungsvorrichtungen zur Bildung sogenannter "Step-In" Bindungen versehen.
Nachteilig ist dabei, dass diese Bindungseinrichtungen nur relativ beschränkt an die individuellen Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden können.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Snowboardbindung zu schaffen, welche eine verbesserte Anpassung an die individuellen Wünsche bzw. Erfordernisse unterschiedlichster Benutzer ermöglicht.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die sich aus der gekennzeichneten Lösung ergebenden Vorteile liegen darin, dass mit lediglich einer Type einer entsprechend ausgebildeten Basisplatte oder eines entsprechend ausgebildeten Tragelementes eine Bindungseinrichtung geschaffen werden kann, welche eine einfache Anpassung an unterschiedliche Schuh- bzw. Sohlenbreiten ermöglicht.
Die Anzahl der Werkzeuge, insbesondere der Spritzgusswerkzeuge zur Herstellung von verschiedenen Bindungseinrichtungen für unterschiedliche Schuhbreiten bzw. Sohlenlängen kann somit reduziert werden, wodurch die Produktionskosten für derartige Bindungseinrichtungen niedrig gehalten werden können. Zudem ergeben sich Einsparungen und Vereinfachungen in der Lagerhaltung beim Produzenten und beim Vertriebsunternehmen für derartige Bindungseinrichtungen. Durch die einfache Einstellbarkeit der lichten Weite zwischen den Schenkeln des Tragelementes kann die Bindungseinrichtung auch problemlos an sich verändernde, individuelle Bedürfnisse und Erfordernisse angepasst werden.
Insbesondere kann der seitliche Halt bzw. die Stützwirkung der Bindungseinrichtung für den Sportschuh individuell optimiert oder fallweise verändert werden.
Durch die mögliche Weiterbildung gemäss Anspruch 2 können einerseits stabile Verbindungen zwischen der Basisplatte und dem Tragelement aufgebaut werden bzw. anderer-
A2002/00089 seits grosszügige Einstellbereiche hinsichtlich des Abstandes zwischen den Schenkeln geschaffen werden.
Durch die Ausführung gemäss Anspruch 3 kann der verfügbare Einstellbereich für den Abstand zwischen den Schenkeln des Tragelementes ohne besondere Vorkehrungen grosszügig dimensioniert werden.
Schliesslich ist eine Ausführung gemäss Anspruch 4 von Vorteil, da somit nicht nur eine Anpassung an die Breite des Vorderfusses bzw. des Spitzenbereiches des Schuhs, sondern auch eine Anpassung an die Fersenbreite bzw.
die Breite des Sportschuhs im Absatzbereich vorgenommen werden kann.
Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform einer Snowboardbindung mit einer Schwenklagerung für das bügelförmige Tragelement mit dem Stützelement in vereinfachter, perspektivischer Darstellung;
Fig. 2 eine Lagervorrichtung für die Schenkelenden des Tragelementes zur Anpassung an unterschiedliche Schuh- bzw.
Sohlenbreiten in vereinfachter, perspektivischer Darstellung.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäss auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäss auf die neue Lage zu übertragen.
In Fig. 1 ist eine Bindungseinrichtung 1 zur bedarfsweise lösbaren Verbindung eines Gleitgerätes, insbesondere eines brettartigen Sportgerätes 2, mit einem Sportschuh 3 perspektivisch veranschaulicht.
Bevorzugt ist das Sportgerät 2 durch ein sogenanntes Snow-
A2002/00089 board 4 gebildet, auf welchem die Bindungseinrichtung 1 zur lösbaren Verbindung mit einem entsprechend ausgebildeten Snowboardschuh 5 zu montieren ist.
Die Bindungseinrichtung 1 umfasst wenigstens ein Kupplungsteil 6, 7 zur bedarfsweise lösbaren Verbindung mit wenigstens einem korrespondierenden Kupplungsteil 8, 9 auf dem Sportschuh 3. Die Kupplungsteile 6, 7, 8, 9 können dabei eine werkzeuglos betätigbare Rastkupplung 10 bzw. ein sogenanntes "Step-In-System" zum komfortablen und raschen Verbinden und Lösen von Sportschuh 3 und Bindungseinrichtung 1 bilden.
Die Kupplungsteile 6, 7 der Bindungseinrichtung 1 können im Rahmen der Erfindung aber auch durch wenigstens eine, an sich bekannte Riemenanordnung gebildet sein.
Diese aus dem Stand der Technik bekannten Riemenanordnungen weisen wenigstens ein bandförmiges Zugelement mit einer Schnalle oder einer sonstigen Klemmvorrichtung auf, mit welcher der Sportschuh 3 in der Bindungseinrichtung 1 festgezurrt und für einen Ausstieg aus der Bindungseinrichtung 1 wieder gelöst werden kann.
Das Kupplungsteil 9 des Sportschuhes 3 kann beispielsweise durch einen bolzenf[delta]rmigen Fortsatz in dessen Fersenbereich gebildet sein. Der weitere Kupplungsteil 8 am Sportschuh 3 kann durch einen zungenartigen Haltefortsatz an dessen Sohle gebildet sein, welcher mit einer Vertiefung bzw. Haltelasche an der Bindungseinrichtung 1 in formschlüssigen Eingriffversetzbar ist.
Das weitere Kupplungsteil 7 der Bindungseinrichtung 1 kann durch ein mit dem fersenseitigen Kupplungsteil 9 in Verbindung versetzbares, verschwenkbar gelagertes Hakenelement gebildet sein, wie dies aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt ist.
Femer umfasst die Bindungseinrichtung 1 eine weitgehendst ebenflächige Basisplatte 11, welche via eine Niederhaltescheibe 12 auf der Oberseite 13 des Snowboards 4 gehaltert wird. Die Basisplatte 11 weist in Draufsicht bevorzugt einen annähernd schuhsohlenförmigen Umriss auf.
Es ist jedoch auch möglich, die Basisplatte 11 in Art eines balkenförmigen Trägers auszubilden, der in seinen Endbereichen die Kupplungsorgane zur Verbindung mit einem entsprechend ausgebildeten Schuh aufweist.
Die Niederhaltescheibe 12 zur Halterung der Basisplatte 11 bzw. der gesamten Bindungseinrichtung 1 auf dem Snowboard 4 weist in Draufsicht einen kreisrunden Umriss auf. Eine
A2002/00089 Dicke der radähnlichen Niederhaltescheibe 12 entspricht dabei in etwa einer Dicke der Basisplatte 11. Ein Durchmesser 14 der Niederhaltescheibe 12 kann 70 mm bis 140 mm, bevorzugt in etwa 105 mm betragen.
Die Basisplatte 11 weist in deren Zentrumsbereich einen kreisrunden Durchbruch 15 oder eine dementsprechende Ausnehmung auf, deren Durchmesser im wesentlichen dem Durchmesser 14 der Niederhaltescheibe 12 entspricht.
Die Niederhaltescheibe 12 und die Basisplatte 11 sind dabei via den Durchbruch 15 oder die Ausnehmung zumindest teilweise ineinander einsetzbar bzw. formschlüssig verbindbar. Die kreisscheibenförmige Niederhaltescheibe 12 bildet mit dem gegengleichen Durchbruch 15 bzw. mit der dementsprechenden Bohrung an sich eine sperr- und freigebbare Drehlagerung 16 für die Basisplatte
11 gegenüber der Oberseite 13 des Snowboards 4 aus. Insbesondere bildet diese Drehlagerung 16 eine im wesentlichen vertikal zur Basisplatte 11 bzw. zur Oberseite 13 des Snowboards 4 ausgerichtete Achse 17 aus, welche parallel zur Bindungshochachse verläuft bzw. sich mit dieser deckt.
Die Basisplatte 11 ist in Anlehnung an die Sohlenform des Sportschuhes 3 bevorzugt asymmetrisch zu einer Bindungslängsachse 18 ausgebildet.
Diese Bindungslängsachse 18 verläuft bevorzugt durch das Zentrum der Niederhaltescheibe 12 und ist im wesentlichen parallel zu einer Aufstandsebene 19 für den Sportschuh 3 ausgerichtet. Die Aufstandsebene 19 für den Sportschuh 3 auf der Basisplatte 11 kann weitgehendst parallel zur Oberseite 13 des Snowboards 4 verlaufen oder zur Realisierung eines sogenannten "Canting" auch schiefwinkelig zur Oberseite 13 des Snowboards 4 ausgerichtet sein.
Die wahlweise sperr- und freigebbare Drehlagerung 16 zwischen der Niederhaltescheibe
12 und der Basisplatte 11 erlaubt es, unterschiedliche Drehwinkelstellungen der Bindungseinrichtung 1 gegenüber dem Snowboard 4 einzustellen.
Insbesondere ist es, wie an sich bekannt, ermöglicht, einen Drehwinkel 20 zwischen der Bindungslängsachse 18 und einer Längsachse 21 des Snowboards 4 entsprechend den Wünschen eines Benutzers zu verändern und nachfolgend den gewünschten Drehwinkel 20 zu fixieren. Insbesondere kann über diese Drehlagerung 16 der Drehwinkel 20 von der Winkelstellung "Regulär" auf "Goofy" und umgekehrt beliebig justiert werden. Ebenso ist es möglich, via diese Drehlagerung 16 die Bindungslängsachse 18 von einer Ausrichtung parallel zur Längsachse 21
A2002/00089 bis zu einer Ausrichtung quer bzw. rechtwinkelig zur Längsachse 21 auszurichten.
Grundsätzlich ist die Drehlagerung 16 sperr- und freigebbar aber anschlaglos ausgebildet, sodass ein Verstellbereich für den Drehwinkel 20 von über 360[deg.] ermöglicht ist.
Wie an sich bekannt, sind auf einem Snowboard 4 zumindest zwei ident ausgebildete oder für den rechten und linken Fuss angepasste Bindungseinrichtungen 1 montiert. Hierfür ist üblicherweise eine Mehrzahl von Befestigungsschrauben 22 vorgesehen, welche die Niederhaltescheibe 12 durchsetzen und im Snowboard 4 verankert werden können, um die Bindungseinrichtung 1 an der Oberseite 13 zu haltern.
Die Befestigungsschrauben 22 erfüllen bei den aus dem Stand der Technik bekannten Ausbildungen zumeist auch die Funktion einer Einstell- und Fixiervorrichtung 23 für den Drehwinkel 20 bzw. für die Drehlagerung 16.
Die Bindungseinrichtung 1 umfasst weiters ein in Draufsicht U-förmiges bzw. bügelförmiges Tragelement 24 für ein im wesentlichen vertikal zur Basisplatte 11 ausgerichtetes Stützelement 25. Dieses Stützelement 25 ist bevorzugt als flächiges, im Querschnitt gewölbtes Element gebildet, das den Wadenbereich eines Benutzers bzw. den hinteren Bereich des Sportschuhs 3 stützen soll.
Allgemein wird das Stützelement 25 somit auch als Wadenstütze 26 bzw. als sogenannter "high-back" bezeichnet.
Das Stützelement 25 bzw. die demgemässe Wadenstütze 26 ist bevorzugt via eine im wesentlichen quer zur Bindungslängsachse 18 und im wesentlichen parallel zur Aufstandsebene 19 der Basisplatte 11 verlaufende Schwenkachse 27 begrenzt verschwenkbar. Insbesondere ist eine Verschwenkung des Stützelementes 25 in eine von der Basisplatte 11 entgegengesetzte Richtung nach hinten bevorzugt mittels einem individuell einstellbaren Anschlagelement - nicht dargestellt - begrenzt.
Dadurch kann die Stützwirkung des Stützelementes 25 bzw. die Krafteinleitung oder Kraftübertragung zwischen dem Benutzer und dem Sportgerät 2 den individuellen Bedürfnissen bzw. den unterschiedlichen Erfordernissen möglichst gut angepasst werden.
Zur Minimierung des Platzbedarfes kann - wie an sich bekannt - das im Einsatzzustand im wesentlichen vertikal von der Aufstandsebene 19 der Basisplatte 11 abstehende Stützelement 25 in eine gekippte bzw. umgelegte Lage verbracht werden, in welcher das Stützele-
A2002/00089 ment 25 eine raumsparende Position einnimmt, durch welche ein Transport des Sportgerätes 2 begünstigt ist.
Das Stützelement 25 ist last- bzw. kräfteübertragend auf dem bügeiförmigen Tragelement 24 montiert bzw. gehaltert.
Das Stützelement 25 ist dabei im Bereich einer Basis 28 bzw. im Basisabschnitt des U- bzw. bügelförmigen Tragelementes 24 gelagert.
Die Basis 28 bzw. der Basisabschnitt des Tragelementes 24 liegt bevorzugt in einem Abstand 29 hinter dem hintersten Punkt der Basisplatte 11 bezugnehmend auf die Bindungslängsachse 18 und auf die ordnungsgemässe Verwendung der Bindungseinrichtung 1. D.h., das Tragelement 24 ragt üblicherweise über den hintersten Punkt der Basisplatte 11 vor und lagert dabei das Stützelement 25 in einen Vertikalabstand 30 oberhalb der Aufstandsebene 19. Die beiden Schenkel 31, 32 des bügelförmigen Tragelementes 24 erstrecken sich längs der Basisplatte 11 in deren längsseitigen Randbereichen 33, 34.
Ein Abstand zwischen den beiden, im wesentlichen parallel zueinander verlaufenden Schenkeln 31, 32 entspricht dabei in etwa einer Breite 35 der Basisplatte 11 bzw. im wesentlichen der Breite eines zur Verwendung bestimmten Sportschuhes 3.
Für das bügeiförmige Tragelement 24 kann eine Schwenklagerung 36 geschaffen sein, welche eine begrenzte Verschwenkbarkeit des Tragelementes 24 innerhalb einer Vertikalebene 37 zur Basisplatte 11 bzw. zu deren Aufstandsebene 19 ermöglicht. Die Schwenklagerung 36 bildet hierfür bevorzugt in den von der Basis 28 abgewandten Endbereichen der beiden Schenkel 31, 32 eine im wesentlichen quer zur Bindungslängsachse 18 und im wesentlichen parallel zur Aufstandsebene 19 der Basisplatte 11 verlaufende Schwenkachse 38 aus, um welche das Tragelement 24 mitsamt dem Stützelement 25 begrenzt verschwenkbar gelagert ist.
Insbesondere ermöglicht die Schwenklagerung 36 eine bedarfsweise einstellund fixierbare und/oder eine während der Benutzung kräftebedingte Veränderung einer Winkelstellung 39 des Tragelementes 24 gegenüber der Basisplatte 11. Die Schwenkachse 38 der Schwenklagerung 36 zwischen der Basisplatte 11 und dem Tragelement 24 ist bevorzugt durch bolzenartige oder schraubenähnliche Verbindungselemente zwischen dem Tragelement 24 und der Basisplatte 11 definiert. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, jegliche andere aus dem Stand der Technik bekannten Schwenklagerungen 36 zwischen dem Tragelement 24 und der Basisplatte 11 vorzusehen.
So ist es z.B. auch möglich,
A200200089
-8 die Stirnenden der Schenkel 31, 32 als abgerundete Führungsflächen für damit korrespondierende Aufhahmetaschen dieser Stirnendbereiche in bzw. auf der Basisplatte 11 auszubilden.
Mittels einer Einstell- und Arretiervorrichtung 40 ist die Winkelstellung 39 entsprechend den individuellen Wünschen bzw. entsprechend den unterschiedlichen Erfordernissen justier- und festlegbar. Diese Festlegung der gewünschten Einstellung bzw. Winkelstellung 39 kann dabei starr oder aber auch unter Einwirkung von Verstellkräften bzw. Belastungen ab einem gewissen Ausmass federelastisch nachgiebig erfolgen. Diese Einstell- vmd Arretiervorrichtung 40 kann hierfür direkt der Schwenklagerung 36 zugeordnet sein.
Bevorzugt ist jedoch die Einstell- und Arretiervorrichtung 40 distanziert zur eigentlichen Schwenklagerung 36 angeordnet, um die auftretenden Kräfte leichter aufnehmen bzw. den Belastungen einfacher standhalten zu können. Zweckmässigerweise ist die Einstell- und Arretiervorrichtung 40 im auf die Einsatzsituation bezogenen, hinteren Endbereich der Basisplatte 11 angeordnet. Im Regelfall ist die Einstell- und Arretiervorrichtung 40 in etwa auf Höhe der halben Länge der Schenkel 31, 32 positioniert.
Die Einstell- und Arretiervorrichtung 40 umfasst bevorzugt wenigstens eine mechanische Klemm- und/oder Rastverbindung 41 zwischen den Schenkeln 31, 32 des Tragelementes 24 und der Basisplatte 11. Mittels dieser Klemm- und/oder Rastverbindung 41 sind unterschiedliche Distanzen bzw.
Winkelstellungen 39 zwischen der Basisplatte 11 und dem darauf verschwenkbar gelagerten Tragelement 24 einstell- und festlegbar. Diese unterschiedlichen Höhendistanzen ergeben dabei die gewünschte Winkelstellung 39 zwischen dem Tragelement 24 und der Aufstandsebene 19 für den Sportschuh 3 auf der Basisplatte 11. Die Klemm- und/oder Rastverbindung 41 umfasst zumindest zwei korrespondierende Klemm- und oder Rastflächen, welche beim Aufbringen einer ausreichenden Vorspannkraft zueinander die jeweils eingenommene Winkelstellung 39 fixieren können und somit die Schwenklagerung 36 blockieren. Die Einstell- und Arretiervorrichtung 40, welche bevorzugt in beiden längsseitigen Randbereichen 33, 34 für jeden der beiden Schenkel 31, 32 ausgebildet ist, umfasst jeweils wemgstens einen senkrecht zur Aufstandsebene 19 der Basisplatte 11 ausgerichteten Fortsatz 42, 43.
Diese laschenartigen Fortsätze 42, 43 sind bevorzugt vertikal zur Aufstandsebene 19 der Basisplatte 11 ausgerichtet und bilden die Klemm- und/oder Rastflächen für die Schenkel 31, 32 aus. Als Betätigungsorgan der
A2002/00089 Klemm- und/oder Rastverbindung 41 kann dabei ein schraubenähnliches Befestigungselement, ein Exzenterhebel oder ein sonstiges aus dem Stand der Technik bekanntes Spannelement Verwendung finden. Zur Erhöhung der Halte- bzw. Fixierkräfte können die einander zugeordneten Halte- bzw. Klemmflächen mit reibungserhöhenden Mitteln, wie z.B.
Aufrauhungen oder Gummierungen und/oder mit Verzahnungen versehen sein.
Auch die Schwenklagerung 36 in dem bei dieser Ausführungsform vorderen Stirnendbereich der Basisplatte 11 (bezugnehmend auf die Bindungslängsachse 18 und die übliche Gebrauchslage der Bindungseinheit 1) umfasst jeweils wenigstens einen Fortsatz 44, 45, an welchen die Schenkel 31, 32 verschwenkbar befestigt sind. Zur Bildung einer hochfesten Schwenklagerung 36 für das Tragelement 24 können dabei je Schenkel 31, 32 zwei zueinander beabstandete Fortsätze 44; 45 bzw. Haltelaschen vorgesehen sein, zwischen welchen jeweils ein Stirnende der Schenkel 31, 32 verschwenkbar aufgenommen ist.
Eine dementsprechende Ausbildung der Fortsätze 42, 43 kann zur Erhöhung der Bruchfestigkeit bzw. der Haltekraft auch bei der Einstell- und Arretiervorrichtung 40 vorgesehen werden.
Mittels der innerhalb vorgegebener Grenzen einstell- und fixierbaren Schwenklagerung 36 für das Tragelement 24 können einerseits unterschiedliche Stützhöhen für das Stützelement 25 bzw. die Wadenstütze 26 eingestellt werden. Ebenso kann eine Höhendistanz eines gegebenenfalls am Tragelement 24 angeordneten Kupplungsteils 7 zur Aufnahme des korrespondierenden Kupplungsteils 9 am Sportschuh 3 relativ zur Aufstandsebene 19 für den Sportschuh 3 einjustiert werden. Insbesondere kann dadurch auch eine sogenannte "aufgehängte Lagerung" des Fersenbereiches des Sportschuhs 3 gegenüber der Basisplatte 11 erzielt werden.
Durch eine geringfügige Distanz im Fersenbereich zwischen der Sohle des Sportschuhs 3 und der Basisplatte 11 bzw. durch eine anhebende Wirkung des Kupplungsteils 7 am Tragelement 24 gegenüber dem Sportschuh 3 kann auch eine Abfederung bzw. Dämpfung von Belastungen in Vertikalrichtung zwischen dem Fuss des Benutzers und dem Sportgerät 2 erzielt werden.
Eine Nachgiebigkeit des Kupplungsteils 9 in Vertikalrichtung zur Schuhsohle und/oder eine elastische Lagerung des Kupplungsteils 7 am Tragelement 24 oder für das Tragelement 24 an sich und/oder eine gewisse Eigenelastizität des bügelförmigen Tragelementes 24 selbst kann dabei eine federnde Abstützung des Fersenbereiches des Sportschuhs 3 bewirken.
A2Ö0200089 Anstelle dieser federelastischen bzw. nachgiebigen Lagerung des Sportschuhs 3 kann die bedarfsweise einstell- und fixierbare Schwenklagerung 36 aber auch zur Anpassung der Kupplungsvorrichtung 7 an unterschiedliche Grössen bzw. Typen an Sportschuhen 3 mit zweckmässigerweise unterschiedlicher Anordnung des zapfenartigen Kupplungsteils 9 geeignet sein.
Insbesondere kann durch Ausbildung der bedarfsweise einstell- und fixierbaren Schwenklagerung 36 für das rahmenartige Tragelement 24 mittels lediglich einer Type einer Bindungseinrichtung 1 eine Anpassung an eine Mehrzahl von unterschiedlichen Sportschuhen 3 mit unter Umständen produktionsbedingt variierender Höhendistanz des bolzenartigen Kupplungsteils 9 gegenüber der Schuhsohle vorgenommen werden.
Anstelle oder in Kombination zu einer starren Schwenklagerung 36 via die Klemmund oder Rastverbindung 41 ist es auch möglich, einen durch die Kraftwirkung eines Dämpfungselementes vorgegebenen Verstell- bzw. Federungsweg für das Tragelement 24 gegenüber der Basisplatte 11 vorzusehen. Beim zeitweisen Aufbringen bzw.
Auftreten ausreichend hoher Verstellkräfte kann dann eine federelastisch nachgiebige und nachfolgend selbsttätig rückstellende Verschwenkung des Tragelementes 24 mitsamt dem Stützelement 25 um die Schwenkachse 38 erfolgen. Impulsartige, auf die Wade eines Benutzers einwirkende Schläge können dadurch gedämpft werden und es kann somit einem vorzeitigen Auftreten von unangenehmen Druckstellen entgegengewirkt werden.
Das bügelförmige Tragelement 24 mit den beiden Schenkeln 1, 32 und der diese verbindenen Basis 28 ist bevorzugt einstückig ausgebildet und besteht aus einem hochfesten Material, wie z.B. Metall. Ebenso kann das Tragelement 24 aus einem hochfesten Kunststoffoder aus einem Leichtmetall, wie z.B. Aluminium, gebildet sein.
Die Schenkel 31, 32 des Tragelementes 24 erstrecken sich ausgehend vom hinteren Endbereich der Basisplatte 11 durchgängig bis in einen vorderen, zur Abstützung der Zehenballen vorgesehen Bereich der Basisplatte 11. Die Schenkel 31, 32 des Tragrahmens 24 bilden bevorzugt auch seitliche Begrenzungswände 46, 47 in den längsseitigen Randbereichen 33, 34 der Basisplatte 11 aus. Diese durch die Schenkel 31, 32 gebildeten Begrenzungswände 46, 47 dienen einerseits zur Stabilisierung bzw. Verfestigung der Basisplatte 11 und dienen weiters zur gesicherten Positionierung eines in die Bindungseinrichtung 1 eingesetzten Sportschuhes 3.
Wie nachfolgend noch näher erläutert werden wird, können die Begrenzungswände 46, 47
A20O2/0O089 auch zur Montage von riemenartigen Befestigungselementen für den Sportschuh 3 vorgesehen sein.
Die seitlichen Begrenzungswände 46, 47 der Basisplatte 11, welche nunmehr bevorzugt durch die Schenkel 31, 32 des Tragelementes 24 gebildet sein können, erhöhen die Bruchfestigkeit der Basisplatte 11 deutlich. Vor allem der relativ grossflächige Durchbruch 15 in der Basisplatte 11 beeinträchtigt an sich dessen Brach- bzw. Knickfestigkeit quer zur Bindungslängsachse 18 in hohem Ausmass und wird diese Verminderung der Festigkeit oder Steifigkeit durch die sich über weite Längsbereiche der Basisplatte 11 erstreckenden Schenkel 31, 32 zumindest kompensiert oder die Bruchgrenze der Basisplatte 11 mittels den seitliche Verstärkungsstege bildenden Schenkeln 31, 32 sogar noch erhöht.
Die Fortsätze 42 bis 45 können somit - wie in Fig. 1 dargestellt - in bezug auf die Gesamtlänge der Basisplatte 11 relativ kurz ausgebildet werden und wird durch die sich durchgängig erstreckenden Schenkel 31, 32 des beispielsweise zu U-Form gebogenen oder U-förmig gespritzten Tragelementes 24 die Biegesteifigkeit der damit verbundenen Basisplatte 11 deutlich erhöht.
Die gelenkige Verbindung via die Schwenklagerung 36 und die elastisch nachgiebige Verbindung bzw. die starre Verbindung im Bereich der Einstell- und Arretiervorrichtung 40 zwischen dem Tragrahmen 24 und der Basisplatte 11 kann also wesentlich zur Versteifung der Basisplatte 11 beitragen.
Anstelle laschenartiger Fortsätze 42 bis 45 vorzusehen ist es selbstverständlich auch möglich, zwei sich über grössere Längsbereiche der Basisplatte 11 erstreckende, quer zur Bindungslängsachse 18 in etwa in der Sohlenbreite eines geeigneten Sportschuhes 3 zueinander distanzierte Fortsätze 42, 43 bzw. dementsprechende randseitige Haltestege für den Tragrahmen 24 auszubilden.
Auf der Basisplatte 11 ist bevorzugt auch wemgstens ein die Aufstandsebene 19 bildendes Aufsatzelement 48, 49 ausgebildet.
Dieses wenigstens eine Aufsatzelement 48, 49 kann dabei durch ein die Haftreibung der Bindungseinrichtung 1 gegenüber dem Sportschuh 3 erhöhendes bzw. eine Dämpfungswirkung erzielendes Element in Art eines sogenannten "padding" aus Schaumkunststoff oder aus einem Elastomer gebildet sein und/oder durch ein die Basisplatte 11 verlängerndes Aufsatzelement 49 in Art eines sogenannten "pedal" gebildet sein. Ein derartiges "pedal" ist bevorzugt in dem auf die Bindungslängsachse 18
A2002/00089 bezogenen vorderen Endbereich der Basisplatte 11 vorgesehen und dient zur Abstützung des Bereiches der Zehenballen bzw. der Zehen im Sportschuh 3 und verlängert üblicherweise die Basisplatte 11.
Fallweise wird mit diesem Aufsatzelement 49 auch eine leichte Schrägstellung, insbesondere ein geringfügiger Anstieg der Aufstandsebene 19 in dem den Zehen eines Benutzers zugeordneten Endbereich der Basisplatte 11 geschaffen, wodurch dieses Aufsatzelement 49 üblicherweise auch als "Gaspedal" bezeichnet wird.
In Fig. 2 ist der vordere Teilbereich der Bindungseinrichtung 1 schematisch veranschaulicht. Der Einfachheit halber ist lediglich einer der Schenkel, im gezeigten Ausführungsbeispiel der Schenkel 31 des Tragelementes 24 dargestellt. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, die nachfolgend beschriebene Ausbildung für beide Schenkel 31, 32 des Tragelementes 24 vorzusehen.
Das Stirnende des Schenkels 31 weist wemgstens zwei, bevorzugt mehrere, quer zur Bindungslängsachse 18 zueinander distanzierte Lagerstellen 87, 88, 89, 90 auf.
Der wenigstens eine Fortsatz 44 an der Basisplatte 11 ist dabei wahlweise mit wenigstens einer der Lagerstellen 87 bis 90 verbindbar, um eine starre Halterung oder die Schwenklagerung 36 für das Tragelement 24 auszubilden. Mittels den quer zur Bindungslängsachse 18 zueinander distanzierten, wahlweise zu nutzenden Lagerstellen 87, 88, 89, 90 können zwischen den Schenkeln des Tragelementes 24 unterschiedliche Aufnahmebreiten für einen vorgesehenen Sportschuh geschaffen werden. Insbesondere kann der lichte Abstand zwischen den beiden Schenkel des Tragelementes 24 bestmöglich an die Breite des jeweiligen Sportschuhs bzw. an die Breite seiner Sohle stufenweise angepasst werden. Bei gleichzeitiger Nutzung der seitlichen Begrenzungsflächen des Schenkels 31 als Lagerstellen 87, 90 und bei Ausbildung von zwei Aufhahmeschlitzen bzw.
Ausnehmungen 91 zur Bildung der Lagerstellen 88, 89 am Schenkel 31, können vier quer zur Bindungslängsrichtung 18 zueinander beabstandete Schwenklagerungen 36 oder alternativ auch starre Lagerungen je Schenkel 31 des Tragelementes 24 geschaffen werden.
Bei einer möglichen Ausführungsform können quer zur Bindungslängsrichtung 18 mehrere zueinander distanzierte Fortsätze 44 an der Basisplatte 11 und/oder mehrere quer zur Bindungslängsrichtung 18 zueinander distanzierte, damit korrespondierende Durchbrüche oder
A2002/00089 Ausnehmungen 91 in wenigstens einem der beiden Schenkel ausgebildet sein.
Eine hierzu inverse Ausbildung der Fortsätze 44 und Ausnehmungen 91 ist ebenso möglich.
Sogar wenigstens eine der seitlichen Begrenzungsflächen an wenigstens einem der beiden Schenkel kann die innerste und/oder äusserste Lagerstelle 87; 90 zur Einstellung des schmälsten und/oder weitesten Abstandes zwischen den Schenkeln des Tragelementes 24 bilden.
Unabhängig davon können auch im rückwärtigen Bereich der Basisplatte 11 und/oder des Tragelementes 24 mehrere Lagerstellen zur gegenseitigen Verbindung und bedarfsweisen Einstellung des Abstand zwischen den beiden Schenkeln ausgebildet sein.
Die jeweilige Einstellung des Schenkelabstandes kann dann durch ein den wemgstens einen Fortsatz 44 und den jeweiligen Schenkel verbindendes Befestigungsmittel 50, beispielsweise in Art einer Schraube 51, fixiert werden.
Der Ordnung halber sei abschliessend daraufhingewiesen,
dass zum besseren Verständnis des Auf baus der Bindungseinrichtung 1 diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmassstäblich und/oder vergrössert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemässen Lösungen bilden.
Die diesbezüglichen, erfindungsgemässen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
A2002/00089 Bezugszeichenaufstellung Bindungseinrichtung 36 Schwenklagerung Sportgerät 37 Vertikalebene Sportschuh 38 Schwenkachse Snowboard 39 Winkelstellung Snowboardschuh 40 Einstell- und Arretiervorrichtung Kupplungsteil 41 Klemm- und/oder Rastverbindung Kupplungsteil 42 Fortsatz Kupplungsteil 43 Fortsatz Kupplungsteil 44 Fortsatz Rastkupplung 45 Fortsatz Basisplatte 46 Begrenzungswand Niederhaltescheibe 47 Begrenzungswand Oberseite 48 Aufsatzelement Durchmesser 49 Aufsatzelement Durchbruch 50 Befestigungsmittel Drehlagerung 51 Schraube Achse Bindungslängsachse 87 Lagerstelle Aufstandsebene 88 Lagerstelle Drehwinkel 89 Lagerstelle
90 Lagerstelle Längsachse Befestigungsschraube 91 Ausnehmung Einstell- und Fixiereinrichtung Tragelement Stützelement
Wadenstütze Schwenkachse Basis Abstand Vertikalabstand Schenkel Schenkel Randbereich Randbereich
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Breite
A2004/00089