AT503695B1 - Zylinderschloss - Google Patents

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AT503695B1 AT3042004A AT3042004A AT503695B1 AT 503695 B1 AT503695 B1 AT 503695B1 AT 3042004 A AT3042004 A AT 3042004A AT 3042004 A AT3042004 A AT 3042004A AT 503695 B1 AT503695 B1 AT 503695B1
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2 AT 503 695 B1
Die Erfindung bezieht sich auf ein Zylinderschloss mit einem Gehäuse und einem in diesem verdrehbaren, Zuhaltungen und einen Schlüsselkanal aufweisenden Zylinderkern, der an seinem vorderen Ende mit einer als Aufbohrschutz ausgebildeten Schutzkappe verbunden ist, die einen Durchtrittsschlitz für den Schlüssel besitzt, und die durch einen mechanischen Umformvorgang an einen stirnseitigen Endzapfen des Zylinderkerns mechanisch angeformt ist, wobei der Endzapfen zumindest eine bei dem mechanischen Umformvorgang verformte, in ihrem umgeformten Zustand eine formschlüssige und kraftschlüssige Verbindung mit der Schutzkappe erzeugende, verformbare Rippe aufweist, wobei durch die kraft- und formschlüssige Verbindung ein Verdrehen der Schutzkappe gegenüber dem Zylinderkern beim Aufbohrversuch verhindert ist.
Aus US 1,422,594 A, US 6,155,090 A, EP 0 761 915 B1 sind Zylinderschlösser bekannt, bei denen der Zylinderkern an seinem vorderen Ende eine als Aufbohrschutz ausgebildete Schutzkappe trägt. Die Verbindung von Schutzkappe und Zylinderkern erfolgt über in Querrichtung gegeneinander verschiebbare Verbindungselemente, die in Längsrichtung formschlüssig inein-andergreifen und eine in Längsrichtung gerichtete Relativbewegung von Schutzkappe und Zylinderkern verhindern. Die Querbewegung der Schutzkappe gegenüber dem Zylinderkern wird für den Zusammenbau von Schutzkappen und Zylinderkern umschließenden Gehäuse blockiert. Eine feste Verbindung von Schutzkappe und Zylinderkern ist nicht vorgesehen.
Aus der DE 298 19 084 U1 ist es bekannt, bei einem Zylinderschloss einen platten- oder scheibenförmigen Aufbohrschutz aus Hartmetall mittels Reibschweißung mit dem vorderen Ende des Zylinderkernes fest zu verbinden.
Die gattungsbildende EP 0 927 801 A1 zeigt eine Schutzkappe, die vorne auf der Stirnseite des Zylinderkernes aufliegt und für den bestimmungsgemäßen Gebrauch durch eine dünne Hülse gegen Verdrehen gehalten ist. Beim Aufbohrversuch geht dieser Halt verloren und die Schutzkappe wird gegenüber dem Zylinder derart verdrehbar, dass ein angesetzter Bohrer nicht weiterbohren kann. In der Praxis hat sich diese Maßnahme jedoch nicht als wirksam erwiesen. Zur Verbesserung des Aufbohrschutzes soll das Verdrehen der Schutzkappe verhindert werden, wobei der Herstellungsvorgang jedoch möglichst einfach sein soll.
Dies wird bei einem Zylinderschloss der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Schutzkappe in einer von einer verformbaren Umfangsrippe begrenzten, stirnseitigen Ausnehmung des Endzapfens angeordnet und mit dem Endzapfen durch die diese Ausnehmung begrenzende, beim Anformen der Schutzkappe verformte Umfangsrippe formschlüssig verbunden ist, und dass die beim Anformen der Schutzkappe verformte Umfangsrippe des Endzapfens den Rand der Schutzkappe nach innen übergreift, oder dass die beim Anformen der Schutzkappe verformte Umfangsrippe des Endzapfens in eine seitliche Umfangsrille der Schutzkappe eingreift, oder dass die beim Anformen der Schutzkappe verformte Umfangsrippe des Endzapfens in eine am Seitenrand der Schutzkappe angeordnete Ausnehmung eingreift, oder dass eine die Stirnseite des Endzapfens überdeckende Schutzkappe vorgesehen ist, die an ihrer Rückseite einer Verankerung trägt, in die zumindest eine beim Anformen der Schutzkappe verformte Rippe des Endzapfens mit ihrem verformten Ende eingreift.
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung ist die Schutzkappe durch einen bei ihrem Anformen an den Endzapfen des Zylinderkerns entstehenden Form- und Reibschluss mit dem Zylinderkern zu einer untrennbaren, festen Baueinheit verbunden. Diese Festigkeit entsteht dadurch, dass die verformbare Rippe des Endzapfens beim Anformen der Schutzkappe mechanisch umgeformt wird und dadurch eine die Schutzkappe oder ein Formschlusselement derselben umgreifende Gestalt erhält. Diese Rippe des Endzapfens wird in ein Formschlusselement des Endzapfens umgeformt, das dann zusammen mit der Schutzkappe bzw. deren Formschlusselement eine feste Reib- und formschlüssige Verbindung von Zylinderkern und Schutzkappe bildet. Die Schutzkappe selbst bzw. ihr Formschlusselement wird nicht verformt. 3 AT 503 695 B1
Der nachstehend beschriebene Formschluss besteht in axialer Richtung des Zylinderkernes, wohingegen in Umfangsrichtung Reibschluss entsteht.
Ais Formschlusselement der Schutzkappe kann deren äußerer Randbereich vorgesehen sein, der nach dem Umformen der verformbaren Rippe des Endzapfens von der umgeformten Rippe umgriffen wird. Ein Formschlusselement der Schutzkappe kann von ihrem Seitenrand gebildet werden. Dieser kann mit Ausnehmungen oder Vertiefungen versehen sein, in die eine verformbare Rippe des Endzapfens bei ihrer Umformung hineingedrückt wird, um in diese Ausnehmungen bzw. Vertiefungen formschlüssig einzugreifen.
Auch die Rückseite der Schutzkappe kann mit einem rückwärtigen Formschlusselement versehen sein, an das eine verformbare Rippe des Endzapfens bei ihrer Umformung mit ihrer Gestalt angepasst wird. Als rückwärtiges Formschlusselement kann ein abstehender Zapfen vorgesehen sein, dessen Anschluss an die Rückseite der Schutzkappe von einer hinterschnittene Rille gebildet wird, in die die verformte Rippe des Endzapfens mit ihrem Ende eingreift. Als rückwärtiges Formschlusselement kann eine in die Rückseite der Schutzkappe eingelassene, von einem zumindest abschnittsweise hinterschnittenen Randwulst begrenzte Ausnehmung vorgesehen sein. Bei angeformter Schutzkappe ragt der Zylinderkernendzapfen mit seiner Stirnseite in diese Ausnehmung hinein und eine oder mehrere verformte Rippen des Endzapfens greifen mit ihren beim Anformen der Schutzkappe nach außen abgebogenen Enden in die hinterschnittenen Abschnitte des Randwulstes ein.
Die Schutzkappe kann mit dem vorderen Endzapfen des Zylinderkerns verklebt bzw. verlötet sein, bevor sie an den Endzapfen mechanisch angeformt wird. Die mit dem vorderen Endzapfen des Zylinderkerns verklebte bzw. verlötete Schutzkappe ist mit ihrem Durchtrittsschlitz für den Schlüssel auf den Schlüsselkanal des Zylinderkerns genau ausgerichtet.
Die erfindungsgemäße Ausbildung benötigt lediglich eine dem jeweiligen Formschlusselement der Schutzkappe benachbarte, verformbare Rippe des Zylinderkemendzapfens. Die Rippe benötigt keine der Oberfläche des schutzkappenseitigen Formschlusselementes präzise angepasste Gestalt. Die Rippe erhält ihre, dieses Formschlusselement umgreifende bzw. in dieses Formschlusselement eingreifende Gestalt während des Anformens der Schutzkappe, wenn die Rippe in die Gestalt des zylinderkernseitigen Formschlusselementes umgeformt wird. Bei diesem Umformvorgang wird die verformbare Rippe des Zylinderkemendzapfens an die Gestalt des jeweiligen schutzkappenseitigen Formschlusselementes angepasst. Dabei werden auch allfällige durch Fertigungstoleranzen entstandene Formabweichungen dieser Formschlusselemente ausgeglichen.
Zum Umformen einer Rippe des Endzapfens in die Gestalt eines zylinderkernseitigen Formschlusselementes kann die Rippe in einem Roll- bzw. Pressvorgang an das zugehörige, schutzkappenseitige Formschlusselement angepresst bzw. angerollt werden. Bei einer Schutzkappe mit einem rückwärtigen Formschlusselement kann die zugehörige Rippe des Endzapfens durch axiales Verpressen von Schutzkappe und Zylinderkern in die Gestalt des in das rückwärtige Formschlusselement der Schutzkappe eingreifenden, zylinderkernseitigen Formschlusselementes umgeformt werden. Um das Verformen der Endzapfenrippen durch diesen axialen Pressvorgang zu erleichtern, können diese Rippen mit Hinterschneidungen und/oder mit nach innen abgeschrägten Vorderkanten und dergleichen versehen sein.
Erfindungsgemäß wird eine beispielsweise als flache Hartmetallscheibe ausgebildete Schutzkappe an den Endzapfen des Zylinderkerns direkt angeformt. Beim Anformen wird eine Rippe des Endzapfens mechanisch umgeformt und mit der Schutzkappe in Eingriff gebracht. Dabei entsteht eine starre formschlüssige Verbindung zwischen der Schutzkappe und dem Zylinderkern. Nach dem Anformen der Schutzkappe an dem Zylinderkern ist die Schutzkappe mit dem Zylinderkern untrennbar verbunden. Das Umformen der Rippe kann in einem Roll- oder Pressvorgang vorgenommen werden, in dem die Rippe mechanisch verformt, umgebogen oder ge- 4 AT 503 695 B1 staucht wird.
Erfindungsgemäß kann die Schutzkappe in einer von einer verformbaren Umfangsrippe begrenzten, stirnseitigen Ausnehmung des Endzapfens angeordnet und mit dem Endzapfen durch die diese Ausnehmung begrenzende, beim Anformen der Schutzkappe verformte Umfangsrippe formschlüssig verbunden sein. Diese Ausbildung sieht eine aus Zylinderkern und angeformter Schutzkappe bestehende Baueinheit vor. Die den Zylinderkern mit der Schutzkappe starr verbindende Formschlussverbindung wird durch die mit dem Anformen der Schutzkappe verbundene Verformung der Umfangsrippe erzeugt, die dem Außenrand der Schutzkappe benachbart angeordnet ist und die stirnseitige Ausnehmung des Endzapfens seitlich begrenzt. Beim Anformen der Schutzkappe wird die vorher axial geradlinig verlaufende Umfangsrippe des Endzapfens in ein zylinderkernseitiges Formschlusselement umgeformt, das die Schutzkappe bzw. deren Formschlusselement umgreift.
Erfindungsgemäß kann die beim Anformen der Schutzkappe verformte Umfangsrippe des Endzapfens den Rand der Schutzkappe nach innen übergreifen. Bei dieser Formschlussverbindung bildet der Rand der Schutzkappe das schutzkappenseitige Formschlusselement, das von der zum zylinderkernseitigen Formschlusselement umgeformten Umfangsrippe des Endzapfens Übergriffen wird.
Die beim Anformen der Schutzkappe verformte Umfangsrippe des Endzapfens kann in eine am Seitenrand der Schutzkappe angeordnete Ausnehmung eingreifen. Bei dieser Formschlussverbindung ist die in den Seitenrand der Schutzkappe eingelassene Ausnehmung das schutzkappenseitige Formschlusselement, in das die zum zylinderkernseitigen Formschlusselement umgeformte Umfangsrippe des Endzapfens eingreift.
Die beim Anformen der Schutzkappe verformte Umfangsrippe des Endzapfens kann in eine seitliche Umfangsrille der Schutzkappe eingreifen. Bei dieser Ausbildung der Formschlussverbindung ist die seitliche Umfangsrille der Schutzkappe das schutzkappenseitige Formschlusselement, in das die zum zylinderkernseitigen Formschlusselement umgeformte Umfangsrippe des Endzapfens eingreift.
Erfindungsgemäß kann eine die Stirnseite des Endzapfens überdeckende Schutzkappe vorgesehen sein, die an ihrer Rückseite eine Verankerung trägt, in die zumindest eine beim Anformen der Schutzkappe verformte Rippe des Endzapfens mit ihrem verformten Ende eingreift. Bei dieser Ausbildung der Formschlussverbindung bildet die an der Rückseite der Schutzkappe vorgesehene Verankerung das schutzkappenseitige Formschlusselement, in das die zum zylinderkernseitigen Formschlusselement umgeformte Umfangsrippe des Endzapfens eingreift.
Die Rückseite der Schutzkappe kann mit einer Ausnehmung für den Endzapfen versehen sein, die von dem hinterschnittene Abschnitte aufweisenden Rand der Schutzkappe begrenzt ist, und der Endzapfen kann schräg nach vorne abstehende, sternförmig angeordnete Rippen besitzen, die mit ihren beim Anformen der Schutzkappe nach außen abgebogenen Enden in die hinter-schnittenen Abschnitte des Schutzkappenrandes eingreifen. Bei dieser Ausbildung ist die Schutzkappe mit dem in ihre rückwärtige Ausnehmung ragenden Zylinderkern formschlüssig verbunden. Diese Ausnehmung bildet mit ihren hinterschnittenen Abschnitten das schutzkappenseitige Formschlusselement, in das die jeweils zu einem zylinderkernseitigen Formschlusselement umgeformten Rippen des Endzapfens mit ihren nach außen umgebogenen Enden eingreifen.
Die erfindungsgemäße Ausbildung sieht eine aus Zylinderkern und angeformter Schutzkappe bestehende, starre Baueinheit vor. Diese vereinfacht den Zusammenbau des jeweiligen Zylinderschlosses und erlaubt ein einfaches Nachrüsten von bestehenden Zylinderschlössern mit einem verbesserten Aufbohrschutz. 5 AT 503 695 B1
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Aufbohrschutzes kann bei den meisten Zylinderschlössern eingesetzt werden. Dies gilt für Zylinderschlösser mit im Zylinderkern mittig angeordnetem Schlüsselkanal ebenso wie für Zylinderschlösser, bei denen der Schlüsselkanal im Zylinderkern einen seitlich offenen Längsschlitz bildet.
Nachstehend wird die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 ein Zylinderschloss mit einer in das Gehäuse eingesetzten, aus Zylinderkern und angeformter Schutzkappe bestehenden Baueinheit, Fig. 2a und 2b die Baueinheit der Fig. 1 vor bzw. nach dem Anformen der Schutzkappe, die Fig. 3a und Fig. 3b eine zweite Ausführungsform einer Baueinheit vor bzw. nach dem Anformen der Schutzkappe, die Fig. 4a und 4b eine dritte Ausführungsform einer Baueinheit vor bzw. nach dem Anformen der Schutzkappe, Fig. 5 ein Zylinderschloss mit einer weiteren Ausführungsform einer aus Zylinderkern und angeformter Schutzkappe bestehenden Baueinheit, und Fig. 6a und 6b die Baueinheit der Fig. 5 vor dem axialen Verpressen von Zylinderkern und Schutzkappe.
In Fig. 1 ist schematisch ein Zylinderschloss dargestellt, bei dem im Gehäuse 1 ein Zuhaltungen (nicht dargestellt) und einen Schlüsselkanal 2 aufweisender Zylinderkern 3 verdrehbar ist. Der Zylinderkern 3 ist mit einer an seinen vorderen Endzapfen 4 angeformten, als Aufbohrschutz ausgebildeten Schutzkappe 5 zu einer untrennbaren Baueinheit verbunden. Der Hauptabschnitt des Zylinderkerns 3 besitzt einen kleineren Außendurchmesser als der vordere Endzapfen 4 und die an diesen angeformte, scheibenförmige Schutzkappe 5 ist mit einem Durchtrittsschlitz 6 für den Schlüssel versehen.
Der Endzapfen 4 des Zylinderkerns 3 ist mit der Schutzkappe 5 durch eine erst mit dem Anformen der Schutzkappe 5 erzeugte Formschlussverbindung starr und formschlüssig verbunden.
Der Endzapfen 4 des Zylinderkerns 3 besitzt eine von einer Umfangsrippe 7 seitlich begrenzte, stirnseitige Ausnehmung 8, in der die Schutzkappe 5 aufgenommen ist. In dieser Ausnehmung 8 wird die Schutzkappe 5 durch den nach innen umgebogenen und die Schutzkappe 5 an ihrer Vorderseite nach innen übergreifenden, vorderen Abschnitt 7a der Umfangsrippe 7 fixiert. Beim Einsetzen der Schutzkappe 5 ist der vordere Abschnitt 7a der Umfangsrippe 7 axial geradlinig ausgerichtet. Nach dem Einsetzen der Schutzkappe 5 wird er durch den mit dem Anformen der Schutzkappe 5 verbundenen Umformvorgang nach innen, zur Mittelachse des Zylinderkerns 3 hin umgebogen, an die Vorderseite der Schutzkappe 5 angepresst und dadurch in ein den Rand der Schutzkappe 5 übergreifendes, zylinderkernseitiges Formschlusselement umgeformt. Der von der umgeformten Umfangsrippe 7 übergriffene Rand der Schutzkappe 5 bildet das schutzkappenseitige Formschlusselement dieser Formschlussverbindung.
Zum Umformen der Umfangsrippe 7 in ein abgewinkeltes, zylinderkernseitiges Formschlusselement kann ein Roll- bzw. Pressvorgang eingesetzt werden, durch den der über die Vorderseite der Schutzkappe 5 vorstehende, vordere Abschnitt 7a der Umfangsrippe 7 von einem an der Vorderseite der Schutzkappe 5 an deren Rand entlangbewegten Rollwerkzeug 9 verformt, nach innen umgebogen und an die Vorderseite der Schutzkappe 5 angedrückt wird.
Fig. 3a und 3b zeigen eine weitere aus Zylinderkern 10 und angeformter Schutzkappe 11 bestehende Baueinheit. Die Schutzkappe 11 ist in einer stirnseitigen Ausnehmung des Zylinderkernendzapfens 12 aufgenommen. Die diese Ausnehmung seitlich begrenzende Umfangsrippe 13 wird beim Anformen der Schutzkappe 11 in eine im Querschnitt keilförmige Ausnehmung des Seitenrandes der Schutzkappe 11 hinein umgeformt. Bei dieser Formschlussverbindung bildet die im Querschnitt keilförmige Ausnehmung des Seitenrandes der Schutzkappe 11 das schutzkappenseitig Formschlusselement, in das die umgeformte Umfangsrippe 13 als zylinderkernseitiges Formschlusselement eingreift.

Claims (3)

  1. 6 AT 503 695 B1 Nach dem Fertigstellen der Formschlussverbindung wird diese Baueinheit an ihrer Außenseite in einer Drehbank mechanisch bearbeitet, um die über den Hauptabschnitt des Zylinderkerns 10 radial überstehenden Teile der umgeformten Umfangsrippe 13 und des Zylinderkernendzapfens 12 zu entfernen. Fig. 4a und 4b zeigen eine weitere, aus Zylinderkern 14 und angeformter Schutzkappe 15 bestehende Baueinheit. Im Seitenrand der Schutzkappe 15 ist eine Umfangsrille 16 vorgesehen. Die Schutzkappe 15 ist im Endzapfen 17 des Zylinderkerns 14 in einer stirnseitigen Ausnehmung aufgenommen. Diese wird von einer Umfangsrippe 18 seitlich begrenzt, die mit einem äußeren Umfangswulst 19 versehen ist. Beim Anformen der Schutzkappe 15 an den Zylinderkern 14 wird Umfangsrippe 18 des Endzapfens 17 von einem Rollwerkzeug 20 gegen den Seitenrand der Schutzkappe 15 angedrückt. Dabei wird die Umfangsrippe 18 verformt. Sie wird mit ihrer Innenseite in die Umfangsrille 16 der Schutzkappe 15 hineingedrückt. An ihrer Außenseite wird ihr äußerer Umfangswulst 19 flachgedrückt. Bei dieser Formschlussverbindung bildet die Umfangsrille 16 der Schutzkappe 15 das schutzkappenseitige Formschlusselement, in das die umgeformte und dabei mit einem nach innen vorstehenden, inneren Umfangswulst versehene Umfangsrippe 18 des Endzapfens 17 als zylinderkernseitiges Formschlusselement eingreift. Fig. 5 zeigt ein Zylinderschloss mit einer in dessen Gehäuse 21 eingesetzten, aus Zylinderkern 22 und angeformter Schutzkappe 23 bestehenden Baueinheit. Die Schutzkappe 23 überdeckt die Stirnseite des Endzapfens 24 des Zylinderkerns 22. Die Schutzkappe 23 besitzt an ihrer Rückseite eine Ausnehmung 25, die von einem umlaufenden Rand 26 seitlich begrenzt ist. Dieser Rand 26 besitzt seitlich hinterschnittene Abschnitte, in die der Endzapfen 24 mit den bei seinem axialen Anpressen gegen die Rückseite der Schutzkappe nach außen abgebogenen Enden seiner sternförmig angeordneten Rippen 27 eingreift. Fig. 6a zeigt eine der sternförmig angeordneten, schräg nach außen abstehenden Rippen 27 des Endzapfens 24 vor seinem axialen Verpressen mit der Schutzkappe 23. Zum Anformen der Schutzkappe 23 an den Zylinderkern 22 werden Zylinderkern 22 und Schutzkappe 23 axial gegeneinandergedrückt. Dabei wird die schräg nach außen abstehende Rippe 27 des Endzapfens 24 mit ihrer Vorderkante gegen den Boden der Ausnehmung 25 gepresst, nach außen umgebogen und mit ihrem vorderen Ende in einen seitlich hinterschnittenen Abschnitt des Schutzkappenrandes 26 hinein umgeformt (Fig. 6b). Bei dieser Ausbildung der Formschlussverbindung bildet der mit seitlich hinterschnittenen Abschnitten versehene Schutzkappenrand 26 das schutzkappenseitige Formschlusselement, in das die umgeformten Rippen 27 des Endzapfens 24 mit ihren nach außen abgebogenen vorderen Enden als zylinderkernseitige Formschlusselemente eingreifen. Patentansprüche: 1. Zylinderschloss mit einem Gehäuse (1, 21) und einem in diesem verdrehbaren, Zuhaltungen und einen Schlüsselkanal (2) aufweisenden Zylinderkern (3, 10, 14, 22), der an seinem vorderen Ende mit einer als Aufbohrschutz ausgebildeten Schutzkappe (5, 11, 15, 23) verbunden ist, die einen Durchtrittsschlitz (6) für den Schlüssel besitzt, und die durch einen mechanischen Umformvorgang an einen stirnseitigen Endzapfen (4, 12, 17, 24) des Zylinderkerns (3, 10, 14, 22) mechanisch angeformt ist, wobei der Endzapfen (4, 12, 17, 24) zumindest eine bei dem mechanischen Umformvorgang verformte, in ihrem umgeformten Zustand eine formschlüssige und kraftschlüssige Verbindung mit der Schutzkappe (5, 11, 15, 23) erzeugende, verformbare Rippe (7, 7a, 13, 18, 27) aufweist, wobei durch die kraft-und formschlüssige Verbindung ein Verdrehen der Schutzkappe gegenüber dem Zylinderkern beim Aufbohrversuch verhindert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (5, 11, 15) in einer von der verformbaren Umfangsrippe (7, 7a, 13, 18) begrenzten, stirnseitigen Ausnehmung (8) des Endzapfens (4, 12, 17) angeordnet und mit dem Endzapfen (4, 7 AT 503 695 B1 12, 17) durch die diese Ausnehmung (8) begrenzende, beim Anformen der Schutzkappe (5, 11, 15) verformte Umfangsrippe (7, 7a, 13, 18) formschlüssig verbunden ist, und dass die beim Anformen der Schutzkappe (5) verformte Umfangsrippe (7, 7a) des Endzapfens (4) den Rand der Schutzkappe (5) nach innen übergreift, oder dass die beim Anformen der Schutzkappe (15) verformte Umfangsrippe (18) des Endzapfens (17) in eine seitliche Umfangsrille (16) der Schutzkappe (15) eingreift, oder dass die beim Anformen der Schutzkappe (11) verformte Umfangsrippe (13) des Endzapfens (12) in eine am Seitenrand der Schutzkappe (11) angeordnete Ausnehmung eingreift, oder dass eine die Stirnseite des Endzapfens (24) überdeckende Schutzkappe (23) vorgesehen ist, die an ihrer Rückseite einer Verankerung trägt, in die zumindest eine beim Anformen der Schutzkappe (23) verformte Rippe (27) des Endzapfens (24) mit ihrem verformten Ende eingreift.
  2. 2. Zylinderschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (5, 11, 15, 23) mit dem vorderen Endzapfen (4, 12, 17, 24) des Zylinderkerns (3, 10, 14, 22) verklebt oder verlötet ist.
  3. 3. Zylinderschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite der Schutzkappe (23) mit einer Ausnehmung (25) für den Endzapfen (24) versehen ist, die von dem mit hinterschnittenen Abschnitten versehenen Rand (26) der Schutzkappe (23) seitlich begrenzt ist, und der Endzapfen (24) schräg nach vorne abstehende, sternförmig angeordnete Rippen (27) besitzt, die mit ihren beim Anformen der Schutzkappe (23) nach außen abgebogenen Enden in die hinterschnittenen Abschnitte des Schutzkappenrandes (26) eingreifen. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2014167588A1 (en) * 2013-04-09 2014-10-16 Cisas.P.A. Break-in resistant cylinder

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0927801A1 (de) * 1997-12-19 1999-07-07 BKS GmbH Schliesszylinder für ein Sicherheitsschloss

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