AT503772A1 - Weiche für eine gleisanlage für schienenfahrzeuge - Google Patents
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Description
Patentanwälte *··*HefelScHofmann
European Patent Attorneys Dipl.-Ing. Herbert Hefel Mag. Dr. Ralf Hofmann A-6806 Feldkirch, Austria Egelseestr 65a, Postfach 61 19773/33/eb 060426 1
Die Erfindung betrifft eine Weiche für eine Gleisanlage für Schienenfahrzeuge, wobei die Weiche von Schwellen getragene Schienen und eine die Schwellen tragende Bettung (11) umfasst und zumindest auf einer Seite zwei ausgehende Gleise vorhanden sind.
Weichen sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Zumindest auf einer Seite weist eine Weiche zwei ausgehende Gleise auf, wobei ein vom anderen Weichenende her einfahrendes Schienenfahrzeug mittels einer Zungenvorrichtung auf ein gewünschtes dieser beiden Gleise geleitet werden kann, ohne dabei die Fahrt zu unterbrechen.
Weichen stellen Störstellen der Gleisanlage dar, an welchen die Fahrgeschwindigkeit nur relativ gering sein kann. Durch die Weichen wird die Leistungsfähigkeit eines Schienennetzes limitiert. Zudem sind Wartungsarbeiten an der Bettung der Schwellen, die beispielsweise in Form eines Schotterbettes ausgebildet sein kann, aufwendiger als im Bereich eines normalen Einzelgleises. Für freie Gleise bzw. Einzelgleise (d. h. abseits von Weichen) ist es bekannt, die Schwellen mit elastischen Besohlungen zu versehen, wodurch unter anderem auch die Wartungsarbeiten an der die Schwellen tragenden Bettung verringert werden können. Im Bereich von Weichen, entlang von denen unterschiedliche, teilweise exzentrische Belastungen der Schwellen auftre-ten, werden die Schwellen herkömmlicherweise direkt auf der Bettung verlegt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Weiche bereitzustellen, durch welche die auf die Bettung einwirkenden Belastungsspitzen verringert werden können. Erfindungsgemäß gelingt dies durch eine Weiche mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Durch die elastischen Besohlungen der Schwellen kann eine verbesserte Lastverteilung erreicht werden. Hierbei können, insbesondere im an die letzte durchgehende Langschwelle anschließenden Bereich, Torsionskräfte durch die über die Länge der betreffenden Schwellen unterschiedlichen Steifigkeiten der Besohlungen aufgenommen werden, um einer seitlichen Verkippung des Schienenfahrzeugs entgegenzuwirken. Vorzugsweise ist zumindest bei jedem der beiden Gleise, die zu einem der Weichenenden hin ausgehen, nach der letzten durchgehenden Langschwelle eine Schwelle mit einer derartigen sich über die Länge der Schwelle in ihrer Steifigkeit ändernden Besohlung vorhanden, vorzugsweise sind dies jeweils mehrere sol-
Bankverbindungen Österreichische Postsparkasse Konto Nr. 92.111.622, BLZ 60000 Swift-Code: OPSKATWW IBAN:AT55 6000 0000 9211 1622
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In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist weiters vorgesehen, dass die Weiche mindestens zwei Bereiche umfasst, in denen die Steifigkeiten der Besohlungen der Schwellen zueinander verschieden sind. Günstigerweise sind die Steifigkeiten der Besohlungen hierbei in mindestens einem Endbereich der Weiche, vorzugsweise in beiden Endbereichen der Weiche, höher als in einem zentralen Bereich der Weiche, welcher mindestens ein Herzstück umfasst.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Weiche in Draufsicht;
Fig. 2 einen schematischen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 1;
Fig. 3 einen schematischen Schnitt entlang der Linie B-B von Fig. 1 und Fig. 4 einen schematischen Schnitt entlang der Linie C-C von Fig. 1.
Bei dem in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Weiche in Form einer einfachen Rechts-Weiche ausgebildet. Die Weiche weist somit auf einer Seite ein ausgehendes Gleis 1 und auf der anderen Seite zwei ausgehende Gleise 2, 3 auf. Wenn man die Gleise 1,2 als einzelnes durchgehendes Gleis betrachtet, so kann dieses auch als "Stammgleis" bezeichnet werden und das hiervon abzweigende Gleis 3 als "Zweiggleis
Die Schienen 4, 5 der Weiche werden von Schwellen 6, 7, 8 getragen und sind hierbei mit den Schwellen 6, 7, 8 über Befestigungsmittel 9 verbunden, die in den Fig. 2 bis 4 nur schematisch angedeutet sind. Zwischen den Schienen 4 der beiden ausgehenden Gleise 1, 2, 3 befinden sich Zwischenschienen 5.
Eine ebenfalls nur schematisch angedeutete Zungenvorrichtung 10 dient dazu, ein auf dem Gleis 1 einfahrendes Schienenfahrzeug wahlweise auf eines der Gleise 2, 3 zu leiten.
Die Schwellen 6, 7, 8 werden von einer Bettung 11 getragen, die im gezeigten Ausführungsbeispiel in Form eines Schotterbetts, d. h. von Schotter, ausgebildet ist. Auch eine Ausbildung in Form eines Hartbetts, bei der die Bettung von einer gussfähigen Masse, insbesondere Beton, gebildet wird, ist denkbar und möglich.
Die dargestellte Weiche umfasst die folgenden Bereiche:
Auf der Seite, auf der die dargestellte einfache Weiche nur ein einzelnes Gleis 1 aufweist, ist anschließend an das Weichenende 22 ein Endbereich 12 vorhanden, über welchen die Schwellen 6 gleichbleibende Längen I aufweisen. Die Längen I entsprechen vorzugsweise den Längen, die die Schwellen im an die Weiche anschließenden freien Gleis (Einzelgleis) aufweisen.
An den Endbereich 12 schließt ein zentraler Bereich 13 der Weiche an. In diesem zentralen Bereich erfolgt die Aufspaltung des Gleises 1 in die beiden Gleise 2, 3. Dieser zentrale Bereich • · ·· •· ··· • · · • · · ··· • ··· 4 ι · ···· Λ· ··· umfasst die Überschneidung 14 der Schienenstränge, wobei im Bereich dieser Überschneidung 14 das Herzstück 15 der Weiche liegt. Im Falle einer einfachen Weiche ist nur eine Überschneidung 14 bzw. ein Herzstück 15 vorhanden. In diesem zentralen Bereich 13 sind die Schwellen als Langschwellen 8 ausgebildet, die eine größere Länge als die Schwellen 6 des Endbereiches 12 aufweisen, wobei sich die Länge der Langschwellen 8 über die Ausdehnung des zentralen Bereichs 13 ändert. Im Falle einer einfachen Weiche nimmt die Länge der Langschwellen 8 ausgehend von der Seite, auf der das einzelne Gleis 1 liegt, zur Seite hin zu, auf der die beiden Gleise 2, 3 vorhanden sind.
Auf der Seite, auf der die beiden ausgehenden Gleise 2, 3 vorhanden sind, werden die Schienen 4 der ausgehenden Gleise 2, 3 in an das Weichenende 18 anschließenden Abschnitten von für jedes Gleis 2, 3 separaten Schwellen 6, 7 getragen. Diesd"Abschnitt der Schienen 4 folgen im Anschluss an die letzte durchgehende Langschwelle 8 des zentralen Bereichs 13 und hier liegen Bereiche 16, 17 der Weiche. Die letzte durchgehende Langschwelle 8 des zentralen Bereichs 13, die in Fig. 1 am rechten Ende des zentralen Bereichs 13 sichtbar ist, wird auch als "letzte durchgehende Schwelle" bzw. "LDS" bezeichnet.
In einem Endbereich 17 der Weiche, der für jedes der beiden in diese Richtung ausgehenden Gleise 2, 3 an das Weichenende 18 anschließt, werden die Schienen 4 jedes Gleises 2, 3 von separaten Schwellen 6 getragen, die vorzugsweise alle gleichlang ausgebildet sind und hierbei vorzugsweise die Länge der Schwellen der an die Weiche anschließenden freien Gleise bzw. Einzelgleise aufweisen.
Zwischen dem Endbereich 17 und dem zentralen Bereich 13 der Weiche liegt ein Bereich 16, in welchem Schwellen 7 vorhanden sind, die aus Platzgründen gegenüber den Schwellen 6 des Endbereichs 17 verkürzt ausgebildet sind. Und zwar sind die Vorkopflängen v, d.h. die jeweilige über das Zentrum der Schiene 4 seitlich vorstehende Länge der Schwelle 7 (vgl. Fig. 4) an den aufeinander zugerichteten Seiten der Schwellen kleiner als an den voneinander weggerichteten Seiten. Die Gleise 2, 3 sind somit exzentrisch zu diesen Schwellen 7 angeordnet. Es kommt dadurch beim Überfahren eines Schienenfahrzeuges zu einer asymmetrischen Verteilung der auf die Schwelle 7 einwirkenden Kraft und somit zu einer asymmetrischen Belastung der Bettung 11. Derartige Schwellen 7 werden auch als "Kurzschwellen mit einseitig verkürzter Vorkopflänge” bezeichnet.
Die der Bettung 11 zugewandten Unterseiten aller Schwellen 6, 7, 8 der Weiche sind mit elastischen Besohlungen 19 versehen. Die Besohlungen 19 weisen ein elastisches Material auf, bei dem die elastischen Anteile die plastischen zumindest überwiegen und welches insbesondere von einem Elastomer oder einem thermoplastischen Elastomer gebildet wird, wobei die Besohlungen 19 vorzugsweise insgesamt aus einem Elastomer oder thermoplastischen Elastomer bestehen. Vorteilhafte Materialien für die Besohlungen sind beispielsweise Polyurethan-Elastomere oder Kautschuk-Elastomere.
Im Bereich 16, der an die letzte durchgehende Langschwelle 8 des zentralen Bereichs 13 in Richtung zum Weichenende 18, zu dem die beiden Gleise 2, 3 führen, anschließt und in welchem die Schienen 4 der beiden Gleise 2, 3 von separaten Schwellen 7 getragen werden, wobei die Schienen 4 exzentrisch zu den Schwellen 7 liegen, weisen die Besohlungen 19 der Schwellen 7 über die Länge dieser Schwellen 7 unterschiedliche Steifigkeiten auf. Hierbei sind im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Abschnitte 20, 21 mit unterschiedlichen Steifigkeiten vorhanden. Im Abschnitt 21, der näher beim anderen der beiden Gleise 2, 3 liegt, d.h. auf der Seite der Schwelle 7 liegt, auf welcher die Vorkopflänge v verkürzt ist, ist die Steifigkeit höher als im Abschnitt 20, der weiter vom anderen der beiden Gleise 2, 3 entfernt liegt. Dadurch wird einem Verkippen der Schwelle 7 bei einer gegenüber ihrer Längsmitte asymmetrisch auf sie einwirkenden Kraft aufgrund eines die Weiche überfahrenden Schienenfahrzeugs entgegengewirkt.
In einem jeweiligen der Abschnitte 20, 21 der Besohlung 19 ist die Steifigkeit in Längsrichtung der Schwelle 7 im gezeigten Ausführungsbeispiel konstant ausgeführt. Es könnten auch mehr als zwei Abschnitte 20, 21 mit unterschiedlichen Steifigkeiten vorhanden sein und/oder die Steifigkeiten könnten sich innerhalb der Abschnitte 20, 21 ändern. Jedenfalls ist die mittlere Steifigkeit der Besohlung 19 über die dem anderen Gleis 2, 3 näher liegende Hälfte der Schwelle 7 größer als über die vom anderen Gleis 2, 3 weiter entfernt liegende Hälfte.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weisen alle Schwellen 7 im Bereich 16 derartige Besohlungen 19 auf, deren Steifigkeiten sich in Längsrichtung der Schwellen 7 ändern. Obwohl diese Ausbildung bevorzugt ist, wäre es auch denkbar und möglich, dass nur ein Teil dieser Schwellen 7 mit derartigen Besohlungen ausgebildet ist, deren Steifigkeit sich über die Länge der Schwelle 7 ändert, während die anderen Schwellen mit Besohlungen 19 versehen sind, deren Steifigkeit über die gesamte Länge der Schwelle 7 konstant ist. Zumindest ist für jedes Gleis 2, 3 die erste Schwelle 7, die auf die letzte durchgehende Langschwelle 8 des zentralen Bereichs 13 folgt, mit einer derartigen, sich über die Länge der Schwelle in ihrer Steifigkeit ändernden Besohlung 19 versehen.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Weiche auch in Längserstreckung der Gleise 1, 2, 3 gesehen zumindest zwei Bereiche 12,13, 16,17 auf, in welchen die Besohlungen 19 voneinander unterschiedliche Steifigkeiten besitzen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Schwellen 6 in den an die Weichenenden 22,18 anschließenden Endbereichen 12, 17 mit Besohlungen versehen, deren Steifigkeiten größer sind als die Steifigkeiten der Besohlungen 19 im zentralen Bereich 13 der Weiche. Beispielsweise sind die Steifigkeiten der Besohlungen in den Endbereichen 12,17 für alle Schwellen 6 gleich groß. Der Steifigkeitswert kann hierbei der Steifigkeit der Besohlungen der Schwellen der an die Gleise 1, 2, 3 der Weiche jeweils anschließenden freien Gleise (Einzelgleise) entsprechen.
Im zentralen Bereich 13, in welchem die Steifigkeiten der Besohlungen 19 der Langschwellen 8 geringer als die Steifigkeiten der Besohlungen der Schwellen 6 der Endbereiche 12,17 sind, können zwei oder mehrere Unterbereiche ausgebildet sein. Beispielsweise könnte in einem • ♦ • · • · · · ··♦ • · · · ♦ • · · ♦ · t ·· ·· ·♦· ··
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Unterbereich, der das Herzstück 15 und einen daran anschließenden Abschnitt des zentralen Bereichs 13 umfasst und sich beispielsweise über mindestens ein Drittel der Länge des zentralen Bereichs 13 erstreckt, die Besohlungen der Langschwellen 8 kleinere Steifigkeiten aufweisen als in einem vom Herzstück 15 weiter entfernten Unterbereich.
Im Bereich 16 können die Steifigkeiten der Abschnitte 20 der Besohlungen 19, welche im Bereich der voneinander weggerichteten Enden der Schwellen 7 der beiden Gleise 2, 3 liegen, beispielsweise mit den gleichen Steifigkeiten wie die Langschwellen 8 im Bereich des Herzstücks 15 ausgebildet sein. In den Abschnitten 21 der Besohlungen, welche in den Bereichen der einander zugewandten Enden der Schwellen 7 der beiden Gleise 2, 3 liegen, können beispielsweise die gleichen Steifigkeitswerte wie in den an die Weichenenden 22,18 anschließenden Endabschnitten 12,17 vorhanden sein.
Zwischen dem auf der Seite der beiden ausgehenden Gleise 2, 3 gelegenen Endbereiche 17 und dem Bereich 16 der verkürzten Schwellen 7 könnte ein Übergangsbereich vorhanden sein, um einen kontinuierlicheren Übergang der Steifigkeiten der Besohlungen 19 zu erreichen, wobei der Steifigkeitswert im Übergangsbereich zwischen demjenigen im Endbereich 17 und demjenigen im zentralen Bereich 13 bzw. im das Herzstück 15 umfassenden Unterbereich des zentralen Bereichs 13 liegen könnte. Dieser Übergangsbereich würde somit ein oder mehrere an den Bereich 16 in Richtung zum Weichenende 18 anschließende Schwellen 6 umfassen und der Endbereich 17 würde dementsprechend kürzer ausgebildet sein. Der Übergangsbereich könnte selbst in zwei oder mehrere Unterbereiche unterteilt sein, um einen noch kontinuierlicheren Verlauf der Steifigkeit zu erreichen.
Durch die Steifigkeit wird angegeben, welche Kraft für eine bestimmte Einsenkung im Material (bzw. Kompression des Materials) erforderlich ist. Das Maß der Steifigkeit ist somit mm/N. Die Steifigkeit der Besohlung 19 gibt somit an, wie groß die erforderliche, auf die Schwelle 6, 7, 8 einwirkende Kraft sein muss, um eine bestimmte Einsenkung der Schwelle zu erreichen.
Die Steifigkeit der Besohlung kann durch die Härte des verwendeten Materials, aus dem die Besohlung besteht, auf einen gewünschten Wert eingestellt werden. Je härter das Material ist, desto größer ist die Steifigkeit. Vorzugsweise können hierbei Elastomere oder thermoplastische Elastomere unterschiedlicher Härte eingesetzt werden. Beispielsweise sind PU-Elastomere in unterschiedlichen Härtegraden bekannt.
Stattdessen oder zusätzlich hierzu können Anpassungen der Steifigkeit auch über die Geometrie der Besohlung erreicht werden, insbesondere durch unterschiedliche Dicken der Besohlung und/oder unterschiedliche Auflageflächen der Besohlung. Die Auflagefläche kann beispielsweise durch rasterartig angeordnete Löcher mehr oder weniger verringert werden.
Durch die Variation der Steifigkeiten der Besohlungen in Querrichtung der Gleise 2, 3 und vorzugsweise auch in Längsrichtung der Gleise 1, 2, 3 können Differenzen der Einsenkungen der Schienen 4, 5 bei der Überfahrt eines Schienenfahrzeugs verringert werden. ♦ ♦ · • · • · • · • · • ··· • · · · • · · ··· » ··· 4 ·· ·· «·· r
Konstruktionsbedingt gibt es bei Weichen mit Langschwellen Unterschiede in der Bettungssteifigkeit entlang des Gleiskörpers. Diese Unterschiede resultieren aus der sich kontinuierlich ändernden Länge der Schwellen und den in manchen Bereichen versteifend wirkenden Bauteilen wie Herzstück, Radlenker und Flügelschienen. Aufgrund der dadurch variierenden Lastabtragung kommt es herkömmlicherweise bei Zugüberfahrt zu unterschiedlichen Schieneneinsenkungen. Diese Einsenkungsdifferenzen lassen sich durch unterschiedliche Steifigkeiten der Besohlungen zumindest verringern.
Unterschiedliche Modifikationen des gezeigten Ausführungsbeispiels der Erfindung sind denkbar und möglich, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise können auch in anderen Bereichs im beschriebenen Bereich 16 Besohlungen eingesetzt werden, deren Steifigkeit sich in Längsrichtung der Schwelle ändert. So könnten beispielsweise im zentralen Bereich 13 oder in einem Unterbereich desselben Langschwellen 8 vorhanden sein, deren Besohlungen in bei den beiden Enden der jeweiligen Langschwelle 8 gelegenen Abschnitten eine größere Steifigkeit als in einem demgegenüber weiter in Richtung zur Mitte der Langschwelle 8 gelegenen Abschnitt aufweist.
Der auf der Seite des einzelnen Gleises 1 gelegene Endbereich 12 könnte auch entfallen, d.h. die Länge der Schwellen nimmt bereits beginnend vom Weichenende 22 an zu.
Die Erfindung ist nicht auf einfache Weichen eingeschränkt. Beispielsweise könnte die Erfindung auch bei einer doppelten Weiche eingesetzt werden, welche auf beiden Seiten der Weiche zwei ausgehende Gleise aufweist. Der zentrale Bereich der Weiche würde sich in diesem Fall über alle Überschneidungen von Schienensträngen erstrecken und mindestens zwei Herzstücke umfassen. Die Längen der Langschwellen verringern sich hierbei von den Enden des zentralen Bereichs zu dessen Mitte hin. Anschließend an den zentralen Bereich könnte die Weiche in diesem Fall beidseitig in der Weise ausgebildet sein, wie beim gezeigten Ausführungsbeispiel für die beiden ausgehenden Gleise 2, 3 beschrieben.
Die Endbereiche 12 und/oder 17 könnten auch entfallen.
Das Material der Besohlung 19 könnte sich auch über die Seitenflächen der Schwellen 6, 7, 8 erstrecken. Η ^ ' ► ·· ···♦ ·· ·· ···# ► · · ► · * ·« ··· ···· ··· »**
Legende zu den Hinweisziffern: 1 Gleis 2 Gleis 3 Gleis 4 Schiene 5 Zwischenschiene 6 Schwelle 7 Schwelle 8 Langschwelle 9 Befestigungsmittel 10 Zungenvorrichtung 11 Bettung 12 Endbereich 13 zentraler Bereich 14 Überschneidung 15 Herzstück 16 Bereich 17 Endbereich 18 Weichenende 19 Besohlung 20 Abschnitt 21 Abschnitt 22 Weichenende
Feldkirch, am 1 8. MAI 2006
Claims (10)
- Patentanwälte *··*Hefel&Hofmann European Patent Attorneys Dipl.-Ing. Herbert Hefel Mag. Dr. Ralf Hofmann A-6806 Feldkirch, Austria Egelseestr 65a, Postfach 61 19773/33/eb 060426 Patentansprüche: 1. Weiche für eine Gleisanlage für Schienenfahrzeuge, wobei die Weiche von Schwellen (6, 7, 8) getragene Schienen (4, 5) und eine die Schwellen (6, 7, 8) tragende Bettung (11) umfasst und zumindest auf einer Seite zwei ausgehende Gleise (2, 3) vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die der Bettung (11) zugewandten Unterseiten der Schwellen (6, 7, 8) der Weiche mit elastischen Besohlungen (19) versehen sind und dass zumindest für einen Teil der Schwellen (7) sich die Steifigkeit der Besohlung (19) über die Länge der Schwelle (7) ändert.
- 2. Weiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (4) von zwei auf einer Seite der Weiche ausgehenden Gleisen (2, 3) in an das Weichenende (18) anschließenden Abschnitten von für jedes Gleis (2, 3) separaten Schwellen (6, 7) getragen werden und in einem zentralen Bereich (13) der Weiche die Schienen (4, 5) von durchgehenden Langschwellen (8) getragen werden und für zwei Gleise (2, 3), die auf einer der beiden Seiten der Weiche von dieser ausgehen, die Besohlung (19) zumindest derjenigen Schwelle (7), welche in Richtung zum auf dieser Seite der Weiche gelegenen Weichenende (1 (9 hin auf die letzte durchgehende Langschwelle (8) des zentralen Bereichs (13) folgt, über die Länge der Schwelle (7) mindestens zwei unterschiedliche Steifigkeiten aufweist.
- 3. Weiche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steifigkeit der Besohlung (19) dieser mindestens einen der letzten durchgehenden Langschwelle (8) folgenden Schwelle (7) eines jeweiligen ausgehenden Gleises (2, 3) im Bereich der Hälfte der Schwelle (7), die dem anderen der beiden Gleise (2, 3) näher liegt, einen höheren mittleren Wert aufweist als im Bereich der anderen Hälfte dieser Schwelle (7).
- 4. Weiche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Besohlung (19) dieser mindestens einen der letzten durchgehenden Langschwelle (8) folgenden Schwelle (7) eines jeweiligen ausgehenden Gleises (2, 3) zumindest zwei Abschnitte (20, 21) aufweist, über welche die Steifigkeit der Besohlung (19) jeweils konstant ist, wobei der näher beim anderen der beiden Gleise (2, 3) liegende Abschnitt (21) der Besohlung (19) eine größere Steifigkeit als der vom anderen der beiden Gleise (2, 3) weiter entfernte Abschnitt (20) aufweist.
- 5. Weiche nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Besohlungen Bankverbindungen Österreichische Postsparkasse Konto Nr. 92.111.622, BLZ 60000 Swift-Code: OPSKATWW IBAN: AT55 6000 0000 9211 1622 Sparkasse der Stadt Feldkirch Konto Nr. 0400-006300, BLZ 20604 Swift-Code: SPFKAT2B IBAN: AT70 2060 4004 0000 6300 T +43 (0)5522 73 137 F +43 (0)5522 73 359 M office@vpat.at I www.vpat.at VAT ATU 49415501 • · · · ··· • I · · · t · · · · • · • ··· • » · · ··«· (19) von zwei oder mehreren Schwellen (7), die auf die letzte durchgehende Langschwelle (8) in Richtung zum näher gelegenen Weichenende (18) folgen, über die Länge der jeweiligen Schwelle (7) eine derartige unterschiedliche Steifigkeit aufweisen.
- 6. Weiche nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der der letzten durchgehenden Langschwelle (8) folgenden Schwellen (7), deren Besohlung unterschiedliche Steifigkeiten aufweist, vorzugsweise alle dieser Schwellen (7), an ihrer dem anderen Geleis (2, 3) zugewandten Seite eine gegenüber der vom anderen Gleis abgewandten Seite verkürzte Vorkopflänge (v) aufweist.
- 7. Weiche nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Weiche mindestens zwei sich jeweils über einen Abschnitt der Länge der Gleise (1, 2, 3) erstreckende Bereiche (12,13,17,18) aufweist, wobei in mindestens einem Bereich (12,13,17,18) die Besohlungen (19) der Schwellen (6, 7, 8) dieses Bereichs (12, 13,17, 18) eine andere Steifigkeit als in mindestens einem anderen Bereich (12, 13,17, 18) aufweisen.
- 8. Weiche nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steifigkeit der Besohlungen (19) der Langschwellen (8) im zentralen Bereich (13) der Weiche, welcher mindestens ein Herzstück (15) der Weiche umfasst, niedriger ist als in mindestens einem Endbereich (12, 17) der Weiche, vorzugsweise niedriger ist als in beiden Endbereichen (12,17) der Weiche.
- 9. Weiche nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem der Endbereiche (12,17) der Weiche oder einem jeweiligen Endbereich (12,17) der Weiche und einem das Herzstück (15) umfassenden Bereich der Weiche mindestens ein Zwischenbereich vorhanden ist, in welchem die Steifigkeit der Besohlung (19) einen Wert aufweist, der zwischen dem Wert der Steifigkeit der Besohlung (19) im Endbereich (12,17) und dem Wert der Steifigkeit der Besohlung im Bereich des Herzstücks (15) liegt.
- 10. Weiche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche Steifigkeiten der Besohlungen (19) oder unterschiedliche Steifigkeiten von Abschnitten (20, 21) von Besohlungen (19) durch unterschiedliche Steifigkeiten der Materialien der Besohlungen (19) ausgebildet werden.Feldkirch, am 18. MAI 2006
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