AT503775B1 - Anordnung zur abgedichteten durchführung von einzeladerkabeln durch öffnungen, z.b. eines gehäuses - Google Patents

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2 AT 503 775 B1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur abgedichteten Durchführung von Einzeladerkabeln durch Öffnungen, vorzugsweise eines Gehäuses, mit einer Dichtung aus gummielastischem Material, insbesondere Elastomeren, wie Silikon, welche die Grundform einer im Bereich des Anschlußendes des Kabels auf die Kabelisolierung aufsteckbaren Hülse mit insbesondere ringwulstförmigen Abdichtungselementen und einen rohrartigen Endteil aufweist und einer die Dichtung am Kabel fixierenden Würgeklemme, insbesondere eine Krimpe, die vor dessen Ende am rohrartigen Endteil anbringbar ist und vorzugsweise Teil eines Kabelanschlußelementes ist.
Derartige Anordnungen haben Massenprodukte eine als Vielzahl von Anwendungen für die als Beispiel der Kraftfahrzeugbau genannt wird, wo solche Anordnungen mit Einzeladerkabeln für verschiedene Energieversorgungseinrichtungen, Überwachungs- und Steuereinrichtungen eingesetzt werden. Je nach dem Strombedarf bzw. den Erfordernissen der Betriebssicherheit haben die Einzeladerkabel verschiedenste bis herab zu relativ kleinen Leitungsquerschnitten. Wegen der Vielzahl der Anwendungen ist es fast unabdingbar, die Aufbringung der Dichtungen und ihre Befestigung mit Hilfe der Würgeklemmen zu automatisieren. Dabei ist zu bedenken, daß zur Erzielung der notwendigen Abdichtung der Durchführungsdurchmessung der Dichtung um bis zu 40 % kleiner als der Isolierungsaußendurchmesser des Kabels zu wählen ist und daß überdies ein ausreichender Halt der meist Teil des Kabelanschlußelementes-bildenden Würgeklemme gewährleistet sein muß. Dabei ergibt sich das Problem, daß bei einem zu starken Andrücken der Würgeklemme, wie es z. B. bei der Ausführung nach der DE 198 11 519 A1 zur Versenkung dieser Klemme in die Oberfläche des zylindrischen Dichtungsendteiles vorgeschrieben wird, eine erhöhte Beschädigungsgefahr für Dichtung und Kabel gegeben ist. Zur teilweisen Beseitigung dieses Problems werden nach der EP 0 553 872 A1 die Dichtungen aus einem besonderen Material hergestellt, bei dem in das gummielastische Material längliche Füllstoffe aus härterem Material eingefügt werden, die in Längsrichtung der Dichtung orientiert sind, so daß die Dichtung in Längsrichtung eine geringere Festigkeit gegen das Zusammendrücken als in der Radialrichtung erhält und beim Anbringen der Krimpe, deren Befestigungsteil eingedrückt werden kann, der Öffnungsdurchmesser der Dichtung in diesem Bereich aber nicht verringert wird. Die Dichtungsaufgabe bleibt dann den Wülsten, in dem mit den Außenwulsten versehenen Teil überlassen. Es wurde auch schon vorgeschlagen, die Würgeklemme dadurch zu sichern, daß am freien Ende des rohrartigen Endteiles eine Außenverdickung, etwa ein Wulst vorgesehen wird, der die Dichtung auch bei geringerer Klemmung gegen Ausziehen aus der Krimpe sichern soll, doch behindert ein derartiger Wulst der automatischen Förderung der Dichtung, so daß bisher wegen der vielen Störfälle auf ihn verzichtet wird. Für die abgedichtete Durchführung von Rohren durch die Wandungen von Wärmetauschern sind aus der WO 1996/036844 A1 Sonderformen von Dichtungen bekannt, bei denen die Dichtung die Grundform eines Napfes mit einseitigem Außenflansch aufweist und im Napfboden die Durchführungsöffnung für das Rohr besitzt, wobei der Durchmesser dieser Öffnung kleiner ist als der Durchmesser des einzufügenden Rohres. Bei der Montage wird der Dichtungsnapf von der Einführungsseite der Rohre her bis zum Flansch an die eine Wandungsseite angedrückt, wonach das Rohr eingeführt wird, so daß es die bis dahin den Napfboden bildenden Teile der Dichtung nach außen stülpt und so die Dichtung an der Wand verankert. Dabei ist eine genaue Anpassung der Länge des eingeführten Teiles der Dichtung an die Wandstärke notwendig, damit bei der Ausstülpung eine sichere Fixierung gewährleistet ist.
Die aufgezeigten Probleme werden bei einer Anordnung durch die Verwendung einer Dichtung gelöst, in deren rohrartigem Endteil innenseitig wie an sich bekannt, eine Endverdickung vorgesehen ist, die sich bei Einführung des Kabels würgend um das Ende der Kabelisolierung legt und dabei eine äußere vorzugsweise wulstartige Aufweitung des rohrseitigen Endteiles bildet, sodass sie bei aufgesetzter Klemme wenigstens teilweise über deren zum Kabelanschlußelement gerichteten Rand vorragt und einen Rückhalter für die Klemme bildet.
Durch diese erst beim Einschieben des Kabels nach außen gedrückte Endverdickung wird zunächst erreicht, daß sie im Gegensatz zur vorgeschlagenen Ausführung die Automatisierung

Claims (1)

  1. 3 AT 503 775 B1 der Zubringung und Anbringung der Dichtung nicht behindert und überdies, wie auch bisher angestrebt, bei etwas leichter angezogener Würgeklemme, also bei Vermeidung der erwähnten Beschädigungsgefahr ein Herausziehen von Kabel und Dichtung wegen des durch die Endverdickung entstehenden Anschlages sicher verhindert ist. Läßt man die Würgeklemme wenigstens über einen Teil der Endverdickung greifen, dann ergibt sich in diesem Bereich eine verstärkte Anpressung der Dichtung an das Kabel, so daß in weiterer Folge mit einer etwas größeren Toleranz für den Einführungsdurchmesser der Dichtung gegenüber dem Kabeldurchmesser gearbeitet werden kann, wodurch das Anbringen der Dichtung von Haus aus erleichtert und, wie erwähnt, deren Beschädigungsgefahr entscheidend verringert wird. Bei der vorstehend genannten Ausführung kann das Einführen des Kabels dadurch erleichtert werden, daß die Verdickung in Form einer Verjüngung der Lichtweite des rohrartigen Endteiles zum Außenende hin ausgebildet ist. Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, es zeigen Fig. 1 eine bei der erfindungsgemäßen Anordnung verwendete Dichtung stark vergrößert im Längsschnitt und Fig. 2 ebenfalls im Längsschnitt durch die Anordnung bei eingeführtem Kabel und angebrachtem, mit einer Würgeklemme befestigtem Anschlußelement. Die aus Silikon im Spritzgußverfahren hergestellte Dichtung 1 besitzt einen Hauptkörper 2 mit Außenringrippen 3 und beim Ausführungsbeispiel im Querschnitt dreieckigen inneren Dichtungsrippen 4. An den Hauptkörper 2 schließt ein rohrförmiger Endteil 5 an, der mit einem konischen Übergang 7 in einem Endwulst 6 endet. Beim Einführen eines Kabels 8 legen sich die Rippen 7 sowie die Innenseite des rohrförmigen Endteiles 5 an den Isoliermantel dieses Kabels an und der Endwulst 6 stülpt sich in die Stellung 6a teilweise nach außen, bleibt aber gegenüber dem übrigen Rohrteil 5 innenseitig auch im festeren Eingriff mit dem Kabel 8. Auf dem Leiterteil 9 des Kabels ist ein elektrisches Anschlußelement, insbesondere eine Klemme 10 mittels einer eigenen Klemmlasche 11 aufgeklemmt. Eine weitere Würgeklemme 12 umschließt den rohrförmigen Endteil 5, hält die Dichtung fest und drückt ihren Rohrteil 5 zusätzlich an das Kabel 8 an. Der überstehende Endwulst 6a bildet einen Anschlag, der ein Herausziehen der Dichtung beim Ein- oder Ausschieben des mit der Dichtung 1 versehenen Kabels 8 in oder aus einer Öffnung verhindert. Zu erwähnen ist noch, daß Dichtungen 1 der gegenständlichen Bauart bis zu Mantelaußendurchmessern der Isolierungen der verwendeten Kabel in der Größenordnung von 1 mm eingesetzt werden. Patentanspruch: Anordnung zur abgedichteten Durchführung von Einzeladerkabeln durch Öffnungen, z. B. eines Gehäuses, mit einer Dichtung aus gummielastischem Material, insbesondere Elastomeren, wie Silikon, welche die Grundform einer im Bereich des Anschlußendes des Kabels auf die Kabelisolierung aufsteckbaren Hülse mit insbesondere ringwulstförmigen Abdichtungselementen und einen rohrartigen Endteil aufweist und einer die Dichtung am Kabel fixierenden Würgeklemme, insbesondere eine Krimpe, die vor dessen Ende am rohrartigen Endteil anbringbar ist und vorzugsweise Teil eines Kabelanschlußelementes ist, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Dichtung (1) in deren rohrartigem Endteil (5) innenseitig wie an sich bekannt, eine Endverdickung (6) vorgesehen ist, die sich bei Einführung des Kabels (8) würgend um das Ende der Kabelisolierung legt und dabei eine äußere, vorzugsweise wulstartige Aufweitung (6a) des rohrseitigen Endteiles (5) bildet, sodass sie bei aufgesetzter Klemme (12) wenigstens teilweise über deren zum Kabelanschlußelement (10) gerichteten Rand vorragt und einen Rückhalter für 4 AT 503 775 B1 die Klemme (12) bildet. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
AT8362006A 2006-05-16 2006-05-16 Anordnung zur abgedichteten durchführung von einzeladerkabeln durch öffnungen, z.b. eines gehäuses AT503775B1 (de)

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Cited By (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011002773B3 (de) * 2011-01-17 2012-04-05 Ab Elektronik Sachsen Gmbh Dichtung für ein elektrisches Kabel mit mehreren Innenleitern

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