AT504797A4 - Schaltungsanordnung zur erkennung von netznulldurchgängen - Google Patents
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Description
Schaltungsanordnung zur Erkennung von Netznulldurchgängen Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Erkennung von Netznulldurchgängen einer Netzspannung eines Wechselspannungsnetzes, wobei ein durch die Netzspannung hervorgerufener Messstrom einem Nulldurchgangsdetektor zur Bildung eines Netznulldurchgangsignals zugeführt ist. Schaltungsanordnungen zur Erkennung von Netznulldurchgängen einer Netzspannung eines Wechselspannungsnetzes werden überall dort eingesetzt, wo ein zur Wechselspannung synchrones Signal benötigt wird. Ein Einsatzgebiet ist die phasenrichtige Ansteuerung von Leistungsteilen eines Umrichters oder Wechselrichters in Abhängigkeit von den Netznulldurchgängen der Netzspannung. Dabei dient ein Umrichter bzw. Wechselrichter beispielsweise der Bereitstellung elektrischer Energie in Form eines Wechselstromes, welcher zur Einspeisung in ein Wechselspannungsnetz geeigneten ist. Ein Anwendungsgebiet hierfür ist die Anbindung alternativer Stromquellen an ein zumeist öffentliches Wechselspannungsnetz. Derartige Stromquellen können Solarpaneele, Brennstoffzellen, Windkraftgeneratoren oder sonstige Stromquellen wie Akkumulatoren sein. Nach dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Wechselrichterschaltungen mit unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten bekannt. Verwendet werden dabei verschiedene Grundtypen elektronsicher Wandler wie z.B. Hochsetzsteller, Tiefsetzsteller oder Hochtiefsetzsteiler zur Erzeugung eines halbwellenförmigen Stromes, kombiniert mit Voll- oder Halbbrücken zur Invertierung jeder zweiten Halbwelle mit dem Resultat eines ein- oder mehrphasigen Wechselstroms . Insbesondere in Photovoltaikanlagen sind verschiedene Auflagen der Netzbetreiber und der Behörden zu erfüllen, beispielsweise die Einspeisung eines sinusförmigen Stromes. Die Sinusform wird dabei in der Regel aus der Netzspannung abgeleitet. Ein wesentliches Kriterium für eine netzsynchrone Einspeisung ist die genaue Erkennung der Netznulldurchgänge zur phasenrichtigen Ansteuerung der Leistungsteile. Die Netznulldurchgänge in der Netzspannung definieren für die Wechselrichtersteuerung die Zeitpunkte zur Umschaltung von einer positiven zur negativen Halbwelle und vice versa. Die phasenrichtige Ansteuerung der Leistungsteile eines Wechselrichters ist aber auch für die Gerätesicherheit wesentlich. Ein fehlerhaftes Umschalten von einer positiven zur negativen Halbwelle bzw. umgekehrt führt ohne entsprechende Absicherungsmassnahmen zu einem Netzkurzschluss im Leistungsteil des Wechselrichters, welcher die Beschädigung bzw. Zerstörung der Leistungskomponenten zur Folge haben kann. Eine bekannte Schaltungsanordnung zur Erkennung von Nulldurchgängen besteht aus einem Spannungsteiler und einem Komparator oder Operationsverstärker (vgl. Fig. 1 und 2). Dabei liegt am Ausgang des Komparators bzw. Operationsverstärkers ein Rechtecksignal an, wobei beispielsweise dessen Low-Wert eine negative Halbwelle und dessen High-Wert eine positive Halbwelle der Netzspannung anzeigt. Der Signalwert ändert sich also mit jedem Nulldurchgang der Netzspannung. Die Widerstände des Spannungsteilers sind dabei hochohmig um die Verlustleistung gering zu halten. Derartige Schaltungen sind aufgrund der hochohmigen Eingänge des Komparators bzw. Operationsverstärkers anfällig für Fehlerfassungen der Netznulldurchgänge. Auslöser für solche Fehlerfassungen können elektromagnetische Störungen oder Störungen im Netz sein. Dabei kann es vorkommen, dass am Eingang des Komparators bzw. Operationsverstärkers ein Stromwert anliegt, dessen Vorzeichen nicht der momentanen Sollphasenlage der Netzspannung entspricht, wodurch ein falscher Netznulldurchgang registriert wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art anzugeben, welche eine störungssichere Erfassung der Netznulldurchgänge ermöglicht. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst durch eine Schaltungsanordnung zur Erkennung von Netznulldurchgängen einer Netzspannung eines Wechselspannungsnetzes, wobei ein durch die Netzspannung hervorgerufener Messstrom einem Nulldurchgangsdetektor zur Bildung eines Netznulldurchgangsignals zugeführt ist und wobei zwischen Leiter und Nulleiter des Wechselspannungsnetzes eine Stromsenke angeordnet ist, mittels welcher der Verlauf des Stromwertes des durch die Netzspannung hervorgerufenen Messstromes festgelegt ist. Der Einsatz der Stromsenke stellt sicher, dass der Betrag des Messstromwertes auch bei niedrigen Netzspannungswerten im Bereich der Nulldurchgänge gross genug ist, um bei auf den Messstrom einwirkenden Störungen das phasenrichtige Vorzeichen des Messstromes beizubehalten. Bewirkt beispielsweise während einer positiven Netzhalbwelle eine elektromagnetische Störung am Eingang des Nulldurchgangsdetektors eine Absenkung des Messstromwertes, bleibt dieser trotzdem positiv und es kommt nicht zu einer fehlerhaften Erkennung eines Nulldurchganges. Die erfindungsgemässe Anordnung stellt also im kritischen Bereich nahe den Netznulldurchgängen der Netzspannung einen ausreichend hohen Messstrom bereit um die Nulldurchgänge unbeeinflusst von einwirkenden Störungen sicher zu erkennen. Andererseits wird aber auch durch eine entsprechende Begrenzung des Messstromes im Bereich der Scheitelpunkte der Netzspannung die Verlustleistung niedrig gehalten. In einer vorteilhaften Ausprägung der Erfindung ist die Stromsenke als variable Stromsenke ausgebildet, um die Verlustleistung durch einen variablen Verlauf des Messstromes zu optimieren. Dabei ist es zum Beispiel vorteilhaft, wenn der durch die variable Stromsenke bewirkte Verlauf des Stromwertes indirekt proportional zum Verlauf der Netzspannung ist. Das Signal zur Steuerung der Stromsenke und damit zur Festlegung des Verlaufes des Messstromwertes kann dann direkt vom Verlauf der Netzspannung abgeleitet werden. Um im Bereich der Netznulldurchgänge einen besonders ausgeprägten Anstieg des Messstromes bereitzustellen ist es günstig, einen entsprechend hohen Proportionalfaktor einzustellen und dabei den Verlauf des Messstromwertes für hohe Netzspannungswerte mit einem Mindestwert zu begrenzen. In einer vorteilhaften Schaltungsanordnung ist die Stromsenke in Reihe mit einem Widerstand angeordnet und parallel zu dem Widerstand ist ein als Komparator oder Operationsverstärker ausgebildeter Nulldurchgangsdetektor angeordnet. Diese Anordnung ist mit einfachen Bauteilen realisierbar und liefert am Ausgang des Nulldurchgangsdetektors ein Rechtecksignal, dessen High-Wert eine positive Halbwelle der Netzspannung und dessen Low-Wert eine negative Halbwelle der Netzspannung anzeigt. Dabei ist es günstig, wenn der Ausgang des Komparators bzw. des Operationsverstärkers mit einem Element zur galvanischen Trennung, z.B. einem Optokoppler verbunden ist. In einer anderen Schaltungsanordnung ist die Stromsenke in Reihe mit einem Element zur galvanischen Trennung, z.B. einem Optokoppler angeordnet. Bei dieser Anordnung liegt am Ausgang des Optokopplers ein invertiertes Rechtecksignal an. Der LowWert zeigt demnach eine positive Halbwelle und der High-Wert eine negative Halbwelle der Netzspannung an. Diese Anordnung liefert mit wenigen Bauteilen ein galvanisch getrenntes Netznulldurchgangssignal . Die Stromsenke selbst ist als unidirektionale oder als bidirektionale Stromsenke ausgebildet, je nach dem, welches Nulldurchgangssignal erwünscht ist. In einer Schaltung mit unidirektionaler Stromsenke bleibt der Messstrom solange ungleich Null, solange die Netzspannung grösser als Null ist bzw. für die Ausführungsform mit in Reihe zur Stromsenke angeordnetem Optokoppler die Netzspannung grösser als die Durchlassspannung der Optokopplerdiode ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Wechselrichter, dessen Leistungsteil in Abhängigkeit von den Netznulldurchgängen einer Netzspannung eines Wechselspannungsnetzes angesteuert ist. Dabei ist ein Wechselrichter zur Einspeisung elektrischer Energie in ein Wechselspannungsnetz vorgesehen, bei welchem die Nulldurchgänge der Netzspannung mittels einer erfindungsgemässen Schaltungsanordnung erfasst sind. Vor allem bei Wechselrichtern zur Anschaltung von alternativen Stromquellen an ein Wechselstromnetz ist es wichtig, einen hohen Wirkungsgrad zu erzielen, um die Wirtschaftlichkeit alternativer Stromerzeugung sicherzustellen. Deshalb werden in Leistungsteilen derartigen Wechselrichter besonders verlustarme Bauteile eingesetzt. Solche Bauteile sind sehr sensibel gegenüber fehlerhaften Phasenumschaltungen und daraus resultierenden Netzkurzschlüssen. Es ist deshalb wichtig, dass die Netznulldurchgänge sicher erkannt werden. Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung: Fig. 1 Schaltungsanordnung mit Spannungsteiler und Komparator (Stand der Technik) Fig. 2 Schaltungsanordnung gemäss Fig. 1 erweitert um einen Optokoppler (Stand der Technik) Fig. 3 Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemässe Schaltungsanordnung mit Komparator Fig. 4 Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemässe Schaltungsanordnung mit Optokoppler Fig. 5 Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemässe Schaltungsanordnung mit zwei Stromsenken und zwei Optokopplern Fig. 6 Ansteuerung einer spannungs- oder stromgesteuerten unidirektionalen Stromsenke Fig. 7 Signalverläufe bei Verwendung einer unidirektionalen Stromsenke Fig. 8 Ansteuerung einer spannungs- oder stromgesteuerten bidirektionalen Stromsenke Fig. 9 Signalverläufe bei Verwendung einer bidirektionalen Stromsenke Figur 1 zeigt eine einfache Schaltungsanordnung zur Erkennung von Netznulldurchgängen nach dem Stand der Technik. Dabei bilden zwei Widerstände Rl und R2 einen Spannungsteiler zwischen Leiter L und Nullleiter N eines Wechselspannungsnetzes. Ausgehend vom Leiter L wird die Netzspannung UNETZüber den ersten Widerstand Rl und den zweiten Widerstand R2 abgebaut, wobei ein Messstrom i durch die Widerstände Rl, R2 fliesst. Parallel zum zweiten Widerstand R2 ist ein Komparator oder Operationsverstärker als Nulldurchgangsdetektor geschaltet, an dessen Ausgang das Nulldurchgangssignal als Rechtecksignal anliegt. Der HighWert entspricht einer positiven Halbwelle der Netzspannung UNETZund der Low-Wert einer negativen Halbwelle der Netzspannung UNETZ. Die Eingänge des Komparators bzw. Operationsverstärkers können mit Schutzdioden geschützt sein. Um die sich ergebende Verlustleistung gering zu halten, sind die beiden Widerstände Rl, R2 in der Regel hochohmig ausgebildet (z.B. 200k[Omega] bis 300k[Omega] für den ersten Widerstand Rl und 2k[Omega] bis 5k[Omega] für den zweiten Widerstand R2) . Bei einem 230V Wechselspannungsnetz ergibt sich daraus eine maximale Gesamtverlustleistung von 0,26W (ohne Berücksichtigung der Schutzdioden) . Für den Messstrom i ergibt sich damit im Scheitelwert der Netzspannung UNETZein Wert von 1,61mA (ohne Berücksichtigung der Schutzdioden) und im Nulldurchgangsbereich bei einer Netzspannung UNETZvon IV ein Wert von 5[mu]A (ohne Berücksichtung der Schutzdioden) . In Figur 2 ist wiederum eine Schaltung nach dem Stand der Technik mit einem Spannungsteiler und einem Komparator bzw. Operationsverstärker dargestellt, wobei der Ausgang des Komparators bzw. Operationsverstärkers mit einem Optokoppler OPTO zur galvanischen Trennung vorgesehen ist. Da der Optokoppler OPTO eine Invertierung des Signals bewirkt, sind die Eingänge des Komparators bzw. Operationsverstärkers vertauscht, sodass als Nulldurchgangssignal am Ausgang des Optokopplers OPTO das gleiche Signal wie am Ausgang des Komparators bzw. Operationsverstärkers in Figur 1 anliegt. Die in Figur 1 und 2 dargestellten Schaltungen nach dem Stand der Technik sind sehr empfindlich gegenüber Störungen, wenn sich die Netzspannung UNETZeinem Nulldurchgang nähert und damit der Messstrom i im Spannungsteiler sehr klein wird. Es genügen dann z.B. geringe elektromagnetische Störungen, die auf die hochohmigen Eingangsverbindungen des Komparators bzw. Operationsverstärkers einstrahlen um eine fehlerhafte Auswertung des Komparators bzw. Operationsverstärkers herbeizuführen. Ebenso können geringfügige Störungen im Netz selbst zu einem Fehler bei der Nulldurchgangserkennung führen, da aufgrund des geringen Messstromes i bereits Störungen geringer Leistung zu einem Vorzeichenwechsel am Eingang des Komparators bzw. Operationsverstärkers führen können. Eine erfindungsgemässe Schaltungsanordnung, dargestellt in Figur 3, weist diese Nachteile nicht auf. Diese Schaltungsanordnung unterscheidet sich von der in Figur 1 dargestellten dadurch, dass anstelle des ersten Widerstands Rl eine Stromsenke 1, d.h. eine elektronische Last mit gesteuertem Strom oder Spannung, vorgesehen ist. Die Stromsenke 1 ist im einfachsten Fall so eingestellt, dass bei einer Netzspannung UNETZungleich Null ein konstanter Messstrom iRfliesst. Die Stromsenke 1 kann dabei als unidirektionale oder als bidirektionale Stromsenke ausgebildet sein. Im ersten Fall fliesst nur bei einer positiven (oder nur bei einer negativen) Halbwelle der Netzspannung UNETZein konstanter Messstrom iR. Der Beginn bzw. das Ende einer Nullwertphase des Messstromes iRgibt bei einer unidirektionalen Stromsenke 1 den Zeitpunkt eines Nulldurchgangs der Netzspannung UNETZan. Bei einer bidirektionalen Stromsenke 1 dreht sich die Flussrichtung des Messstromes iRmit jedem Nulldurchgang der Netzspannung UNETZum. Somit zeigt der Vorzeichenwechsel des Messstromes iRden Zeitpunkt eines Nulldurchgangs der Netzspannung UNE[tau]zan. Eine andere erfindungsgemässe Schaltungsanordnung ist in Figur 4 dargestellt. Dabei ist eine Stromsenke 1 in Reihe mit einer Diode D und einem Optokoppler OPTO als Nulldurchgangsdetektor zwischen den Leiter L und den Nullleiter N eines Wechselspannungsnetzes geschaltet. Durch diese Reihenschaltung fliesst im einfachsten Fall wieder ein konstanter Messstrom iF, wenn die Netzspannung UNETZgrösser ist als die Summe der Durchlassspannung der Diode D und der Durchlassspannung der Diode des Optokopplers OPTO. Der Anfang bzw. das Ende einer Nullwertphase des Messstromes iFzeigt dabei einen Nulldurchgang der Netzspannung UNETzan. Die sich aus den Durchlassspannungen der Dioden ergebenden Ungenauigkeiten können von einer nachgeschalteten analogen oder digitalen Kompensationseinheit ausgeglichen werden, da die bekannten Durchlassspannungen der Dioden in der Regel nur minimalen Änderungen (z.B. bei Temperaturschwankungen) unterliegen. Am galvanisch vom Eingang getrennten Ausgang des Optokopplers OPTO liegt demnach ein invertiertes Nulldurchgangssignal in Rechtecksform an. Der High-Wert zeigt eine negative Halbwelle und der Low-Wert eine positive Halbwelle der Netzspannung UNETZan. Um die Detektiersicherheit der Netznulldurchgänge zu steigern, wird zur Erfassung der negativen Halbwelle und zur Erfassung der positiven Halbwellen der Netzspannung UNE[tau]zje eine Reihenschaltung aus einem Stromwandler la, lb und einem Optokoppler OPTOl, 0PT02 eingesetzt. Eine derartige Schaltungsanordnung ist in Figur 5 dargestellt. Während einer positiven Halbwelle der Netzspannung UNE[tau]zfliesst ein positiver Messstrom iFp durch einen ersten Optokoppler OPTOl und eine erste Stromsenke la. Während einer negativen Halbwelle der Netzspannung UNE[tau]zfliesst ein negativer Messstrom im durch eine zweite Stromsenke lb und einen zweiten Optokoppler OPT02. Die Ausgangssignale der beiden Optokoppler OPTOl, 0PT02 sind einer Logikschaltung 4 zugeführt, in der die beiden Signale z.B. zu einem gemittelten Nulldurchgangssignal verarbeitet werden. Somit liegt der Vorteil einer erfindungsgemässen Schaltungsanordnung in der hohen Verstärkung des Messstroms iRbzw. iFim Bereich der Netznulldurchgänge des Netzspannung UNETZ- Durch den hohen Messstrom iRbzw. iFin der Stromsenke bis in unmittelbare Nähe eines Netznulldurchgangs und dem schlagartigen Wegschalten des Messstromes iRbzw. iFbei Polaritätswechsel der Netzspannung UNETZkann ein wesentlich eindeutigeres Nulldurchgangssignal gewonnen werden als es mit einem Spannungsteiler nach dem Stand der Technik möglich ist. Vor allem für Wechselrichter ist es wichtig, auch bei stark gestörten Netzen mit Oberwellen in der Netzspannung UNETZdie tatsächliche Polarität (d.h. die Polarität der Grundschwingung) der Netzspannung UNETZsicher zu erkennen. Abhängig vom Leistungsteil eines Wechselrichters kann bereits eine Fehlerkennung eines Netzdurchganges bei einer tatsächlichen Netzspannung UNETZvon wenigen Volt einen Bauteile schädigenden Kurzschlussstrom infolge falsch geschalteter Leistungstransistoren herbeiführen. Die Netznulldurchgangserkennung wird dabei mit steigendem Messstrom iRbzw. iFzunehmend sicherer gegenüber Netzstörungen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass mit steigendem Strom durch die Stromsenke 1 auch die Verlustleistung in der Stromsenke 1 grösser wird. In einer vorteilhaften Ausprägung ist deshalb vorgesehen, den Messstrom iRbzw. iFin der Weise variabel vorzugeben, dass er im Bereich der Netznulldurchgänge hoch ist und im Bereich der Scheitelwerte der Netzspannung UNETZgering ist. Ein entsprechendes Beispiel für eine unidirektionale Stromsenke ist in den Figuren 6 und 7 angegeben. Figur 6 zeigt in vereinfachter Weise die Signalverarbeitung in den einzelnen Elementen einer erfindungsgemässen Schaltungsanordnung. Die spannungs- oder stromgesteuerte Stromsenke 11 ist in Reihe mit einem Nulldurchgangsdetektor 31 zwischen den Leiter L und den Nullleiter N eines Wechselspannungsnetzes geschaltet. Zudem ist die Netzspannung UNETZeiner Steuerungseinheit 21 der Stromsenke zugeführt. In der Steuerungseinheit 21 wird der Stromsenke eine Stromsenkenspannung Us als Funktion Us=f (l/UNE[tau]z) der Netzspannung UNETZvorgegeben. Diese Funktion bestimmt beispielsweise für die Netzspannung UNETZgleich Null einen Höchstwert für die Stromsenkenspannung Us. Im weiteren Verlauf fällt die Stromsenkenspannung Us linear mit steigender Netzspannung UNETZab, wobei eine untere Begrenzung vorgesehen ist. In der Stromsenke 11 wird der Messstrom i durch die Stromsenke 11 als Produkt der Stromsenkenspannung Usmit einem konstanten Faktor K vorgegeben. Somit ist auch der Messstrom das Resultat einer Funktion des Reziprokwertes der Netzspannung UNETZ(i=f (l/UNE[tau]z) ) Die Signalverläufe mit verschiedenen Funktionen für den Messstrom i=f(l/UNE[tau]z) sind in der Figur 7 dargestellt. In den Diagrammen ist auf der Abszisse die Zeit t aufgetragen. Das erste Diagramm zeigt den Verlauf der Netzspannung UNE[tau]züber der Zeit t, wobei eine unidirektionale Stromquelle mit Durchlassrichtung bei positiven Halbwellen der Netzspannung UNETZ angenommen ist. So lange die Netzspannung UNETZnegativ ist, bleibt der Wert des Messstromes i gleich Null. Im zweiten Diagramm ist ein Verlauf a für den Messstrom i über der Zeit t dargestellt, wobei diesem Verlauf a eine lineare Funktion des Messstromes i über der Netzspannung UNE[tau]zzugrunde liegt. Mit dem Nulldurchgang der Netzspannung UNE[tau]zspring der Messstrom i auf einen vorgegeben Maximalwert iMa[chi]und verläuft dann indirekt proportional zum Verlauf der Netzspannung UNE[tau]z- Zum Zeitpunkt des Erreichens des Netzspannungsscheitelpunktes erreicht der Messstrom i einen Minimalwert iMin. Im dritten Diagramm ist ein Verlauf b mit linearer Funktion des Messstromes i über der Netzspannung UNE[tau]z und einem unteren Begrenzungswert iMindes Messstromes i dargestellt. Ein derartiger Verlauf b erlaubt gegenüber dem vorangestellten Verlauf a einen steileren Abfall des Messstromes i bei steigender Netzspannung UNETZund damit eine Verringerung der Verlustleistung. Die Verlustleistung beträgt zum Beispiel bei einem 230V Wechselspannungsnetz 0,39W, wenn als Maximalwert iMa[chi]der Messspannung 6mA und als Minamalwert iMinder Messspannung 3mA vorgegeben sind und der Minimalwert iMinbei einem Netzspannungswert von 100V erreicht wird. Damit ist die Verlustleistung im Bereich des oben angegeben Beispiels für eine Schaltung nach dem Stand der Technik, wohingegen der Messstrom i nahe der Netznulldurchgänge den 1200-fachen Wert (6mA/5[mu]A) des Messstromes nach dem Stand der Technik erreicht. In einem weiteren Diagramm ist ein Verlauf c des Messstromes i über der Zeit t mit nichtlinearer Funktion des Messstromes i von der Netzspannung UETZdargestellt. Die Signalverarbeitung und der Signalverlauf für eine bidirektionale Stromsenke sind in den Figuren 8 und 9 dargestellt. In Figur 8 ist die spannungs- oder stromgesteuerte Stromsenke 12 in Reihe mit einem Nulldurchgangsdetektor 32 zwischen Leiter L und Nullleiter N eines Wechselspannungsnetzes geschaltet. Die Netzspannung UNETZist einer Steuereinrichtung 22 der Stromsenke 12 zugeführt. In der Steuereinrichtung 22 wird eine Stromsenkenspannung Usals Funktion des Reziprokwertes der Netzspannung UNE[tau]zgebildet, wobei hier anders als bei einer unidirektionalen Stromsenke für beide Polaritäten der Netzspannung UNETZeine Funktion angegeben ist. In Figur 8 sind sowohl für die negativen als auch für die positiven Netzspannungswerte lineare Funktionen mit Begrenzung der Stromsenkenspannung Usdargestellt. Die Stromsenkenspannung Usist der Stromsenke 12 zugeführt, wobei durch Multiplikation derselben mit einem Faktor K der Verlauf des Messstromes i durch die Stromsenke 12 vorgegeben ist. In Figur 9 sind wieder drei unterschiedliche Beispiele für einen Messstromverlauf a, b, c über der Zeit t, indirekt proportional zur Netzspannung UNETZdargestellt. Dabei ist ein der jeweiligen Funktion f(l/UNETZ) entsprechende Verlauf a, b, c sowohl für die positive als auch für die negative Halbwelle der Netzspannung UNETzangegeben. Der erste Verlauf a entspricht einer linearen Funktion des Messstromes i über der Netzspannung UNETZmit einem vorgegeben Maximalwert iMaxund einem Minimalwert iMin. Dem zweiten Verlauf b liegt ebenfalls einer linearen Funktion zugrunde, wobei jedoch für die positive Halbwelle der Netzspannung UNETZein positiver Wert mit Minimalbetrag iMinund für die negative Halbwelle der Netzspannung UNETz ein negativer Wert mit Minimalbetrag vorgegeben ist. Dem dritten beispielhaften Verlauf c des Messstromes i über der Zeit t liegt eine nichtlineare Funktion des Messstromes i von der Netzspannung UNETZzugrunde . Sowohl für unidirektionale als auch für bidirektionale Stromsenken können beliebige andere Funktion gewählt werden. Dabei ist lediglich die Vorgabe eines hohen Messstromes im Bereich geringer Netzspannung UNE[tau]zbei gleichzeitig geringer Verlustleistung durch die Stromsenke zu berücksichtigen.
Claims (10)
1. Schaltungsanordnung zur Erkennung von Netznulldurchgängen einer Netzspannung (UNETZ) eines Wechselspannungsnetzes, wobei ein durch die Netzspannung (UNE[tau]z) hervorgerufener Messstrom (i, iR, iF, iFP, iFN) einem Nulldurchgangsdetektor (31, 32) zur Bildung eines Netznulldurchgangsignals zugeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Leiter (L) und Nullleiter (N) des Wechselspannungsnetzes eine Stromsenke (1, la, lb, 11, 12) angeordnet ist, mittels welcher der Verlauf des Stromwertes des durch die Netzspannung (UNETZ) hervorgerufenen Messstromes (i, iR, i , iFP, iFN) festgelegt ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromsenke (1, la, lb, 11, 12) als variable Stromsenke ausgebildet ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die variable Stromsenke (1, la, lb, 11, 12) bewirkte Verlauf des Stromwertes des Messstromes (i, iR, iF, iFP, iFN) indirekt proportional zum Verlauf der Netzspannung (UNETZ) ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die variable Stromsenke (1, la, lb, 11, 12) bewirkte Verlauf des Stromwertes mit einem Mindestwert (iMin) begrenzt ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromsenke (1, 11, 12) in Reihe mit einem Widerstand (R) angeordnet ist und dass parallel zu dem Widerstand (R) ein als Komparator oder Operationsverstärker ausgebildeter Nulldurchgangsdetektor angeordnet ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang des Komparators bzw. des Operationsverstärkers mit einem Element zur galvanischen Trennung (OPTO) verbunden ist.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromsenke (1, la, lb, 11, 12) in Reihe mit einem Element zur galvanischen Trennung (OPTO, OPTOl, OPT02) angeordnet ist.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Element zur galvanischen Trennung als Optokoppler (OPTO, OPTOl, OPT02) ausgebildet ist.
9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromsenke (1, la, lb, 11, 12) als unidirektionale oder als bidirektionale Stromsenke ausgebildet ist.
10. Wechselrichter zur Einspeisung elektrischer Energie in ein Wechselspannungsnetz, dadurch gekennzeichnet, dass die Netznulldurchgänge der Netzspannung (UNETZ) mittels einer Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 erfasst sind.
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