AT505537B1 - Hilfsvorrichtung zum anbringen von saugfähigen einlagen in hosen - Google Patents
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Description
2 AT 505 537 B1
Die Erfindung betrifft eine Hilfsvorrichtung zum Anbringen von saugfähigen Einlagen, insbesondere von Inkontinenzeinlagen, in Hosen.
Einlagen dieser Art weisen einen saugfähigen Zentralbereich, z.B. einen polsterähnlichen Zellstoffstreifen, und einen um den Zentralbereich herumführenden bordürenartigen Rand auf. Ferner sind selbstklebende Bereiche, insbesondere Klebestreifen oder Klebepunkte vorgesehen, um die Einlage in einer Hose wie beispielsweise eine Unterhose festzuhalten.
Das Anbringen in der Hose ist schwierig, weil sowohl die Hose als auch die Einlage weiche Gegenstände sind und lagerichtig festgehalten und faltenfrei ineinander gefügt werden müssen. Im Allgemeinen sind für das Anbringen von saugfähigen Einlagen in Unterhosen zwei Personen erforderlich, um einen exakten Sitz der Einlage zu gewährleisten. Auch die zusätzliche Verwendung einer Einweg- oder Mehrweg-Netzhose erfüllt den Zweck nicht vollständig, weil die Klebezonen auf der Einlage nur sehr schlecht am Netz halten.
Aus der DE 601 13 403 T2 ist eine Kombination einer Windel und einer externen Wechselunterlage zur Unterstützung des Anlegens und Abnehmens der Windel bekannt. Die Wechselunterlage ist als Wickeltischplatte ausgebildet und verfügt über Befestigungsmittel, um eine Windel in einer planen Lage zu fixieren. Ein Baby wird auf die Windel gelegt, die Befestigungsmittel werden sodann gelöst und die Windel wird um den Körper geschlagen.
Ziel der Erfindung ist es, das Anbringen einer saugfähigen Einlage in einer Hose zu erleichtern, sodass eine Person den Vorgang rasch, problemlos und so ausführen kann, dass sich keine Falten bilden. Dazu wird eine Hilfsvorrichtung vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein balliger Körper, wie eine Halbkugel, an den ein Zylinder mit einer Standfläche anschließt, zum Auflegen der saugfähigen Einlage vorgesehen ist, dass etwa im Bereich des Überganges des balligen Körpers zum Zylinder bzw. im Zylindermantel Halterungen zur temporären Lagefixierung der saugfähigen Einlage angeordnet sind und dass zwischen diesen Halterungen und der Standfläche eine Klemme zum Einklemmen des Hosenrandes als Fixpunkt für das Darüberziehen der Hose über die saugfähige Einlage auf dem balligen Körper vorgesehen ist. Die Hilfsvorrichtung kann mit einfachen Mitteln äußerst kostengünstig hergestellt werden und lässt sich infolge ihres Hohlraumes auch als Verpackung für Einlagen beim Verkauf oder für die Zwischenlagerung (Mehrzweckgegenstand) verwenden. Eine Einlage wird mit der Saugseite nach unten auf den balligen Körper gelegt, dort mittels der Halterungen fixiert. Eine Unterhose wird mittig am Hosenrand mit der Klemme gehalten und über den balligen Körper bzw. die dort fixierte Einlage gestülpt bzw. gezogen. Nach Entfernen der Abdeckungen für die Klebepunkte oder -zonen wird mit den Händen Druck auf die Hosen gegen die Hilfsvorrichtung ausgeübt und dann werden alle Halterungen freigegeben bzw. die Klemme geöffnet. Die Hose wird abgenommen und enthält die Einlage faltenfrei und in perfekter, lagegenauer Anordnung.
Es ist zweckmäßig, wenn die Klemme wie bekannt zwei Scharnierbacken aufweist, die durch einen Hebel in der Klemmstellung fixierbar und aus dieser in die Offenstellung klappbar ist. Klemmen dieser Art werden bei der Verbindung von Hosenträgern mit Hosen eingesetzt. Um sicherzustellen, dass Hosen mit verschiedenen Schnitten und Größen eingesetzt werden können, vor allem aber, um die Position einer Einlage in einer Hose (höher oder tiefer) festzulegen, kann die Klemme auf dem Zylinder höhenverstellbar angeordnet sein. Dazu ist in vorteilhafter Weise eine Lochreihe auf einer Erzeugenden des Zylinders vorgesehen. Die Klemme kann durch eine Schraubverbindung mit einem der Löcher lagefixiert sein.
Eine besondere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass als Halterungen für die saugfähige Einlage in den balligen bzw. zylindrischen Körper in einer oder mehreren Querschnittsebenen nebeneinander Bohrungen vorgesehen sind, die etwa an den Eckpunkten der saugfähigen Einlage liegen und in die Pfropfen unter Einklemmung des jeweiligen Einlegeran-des einsteckbar sind. 3 AT 505 537 B1
Die Verwendung der Hilfsvorrichtung erfolgt in der Weise, dass eine saugfähige Einlage, insbesondere Inkontinenzeinlage, die einen Klebestreifen oder eine Klebezone aufweist, mit diesem nach oben auf den balligen Körper aufgelegt und an den Eckpunkten zumindest einer Seite mittels der Pfropfen im dünnen Randbereich festgeklemmt wird, dass dann der bundseitige Rand der Hose, insbesondere Unterhose, in der Schrittebene, also an der Vorderseite mittig, in die Klemme eingeschoben und fixiert wird, dass die Hose nach oben über den balligen Körper und damit über die saugfähige Einlage gestülpt wird, dass ein Abdeckstreifen eines Klebestreifens oder einer Klebezone auf der saugfähigen Einlage nach unten abgezogen und die Hose gegen die saugfähige Einlage gedrückt wird und dass dann die Klemme geöffnet, die Pfropfen entfernt und die Hose mit der im Inneren festgelegten saugfähigen Einlage von dem balligen Körper abgenommen werden.
Eine Ausführungsform zum Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Hilfsvorrichtung gemäß der Erfindung in Vorderansicht mit einem Detail A im Querschnitt, Fig. 2 eine Seitenansicht mit aufgelegter und fixierter Einlage (schematisiert) und mit einer Unterhose vor dem Anklemmen, Fig. 3 die Ausführung nach Fig. 2, jedoch mit eingeklemmter Unterhose sowie die Endstellung strichliert angedeutet, Fig. 4 am Stück der Seitenwand einer Hilfsvorrichtung mit einer offenen Klemme, Fig. 5 die Vorrichtung nach Fig. 4 mit einer geschlossenen Klemme und Fig. 6 die Vorrichtung nach Fig. 4 mit einer umgeklappten Klemme.
Eine Hilfsvorrichtung zum Anbringen von saugfähigen Einlagen 4, insbesondere von Inkontinenzeinlagen in Hosen 16, wie beispielsweise Unterhosen, umfasst einen balligen - hier halbkugelförmigen - Körper 1, der nach unten in einen Zylinder 2 übergeht.
Im Ausführungsbeispiel handelt es sich dabei um einen Hohlkörper mit einer geringen Wandstärke von beispielsweise 3 bis 4 mm. Der Hohlraum kann zur Aufbewahrung von Einlagen herangezogen werden. Der Zylinder 2 endet mit einer Standfläche 3, sodass die Hilfsvorrichtung beispielsweise auf einen Tisch gestellt werden kann.
Jede saugfähige Einlage 4 besteht aus einer durchlässigen Abdeckung eines saugfähigen Zentralbereichs, der auf einer dichten Folie angeordnet ist, welche über den Zentralbereich hinausgeht und einen dünnen umlaufenden Rand bildet. Eine solche Einlage 4 wird über den balligen Körper 1 gelegt. In der Hilfsvorrichtung, hier im Zylindermantel, sind Halterungen 5 vorgesehen, um die Einlage 4 am Rand temporär zu fixieren. Dazu sind Pfropfen 6 vorgesehen, die in Bohrungen 7 passen und mit deren Hilfe der Rand der Einlage 4 festgeklemmt werden kann. Dies ist als Detail A in Fig. 1 im Querschnitt dargestellt.
Ferner ist eine Klemme 8 an der Hilfsvorrichtung zwischen den Bohrungen 7 und der Standfläche 3 vorgesehen, die einen Hebel 9 und Scharnierbacken 10 aufweist. Mit Hilfe des Hebels 9 können die Scharnierbacken 10 geöffnet und geschlossen werden (siehe Fig. 4 und 5). Die Klemme 8 kann längs einer Erzeugenden des Zylinders 2 in der Höhe verstellt werden. Dazu ist im Ausführungsbeispiel eine Lochreihe 11 vorgesehen und die Klemme 8 weist korrespondierende Bohrungen auf, sodass die Klemme 8 mittels einer Schraubverbindung 12 (in Fig. 4, 5, 6 strichpunktiert angedeutet) weiter oben oder unten angeordnet werden kann.
Bei der Klemme 8 handelt es sich beispielsweise um jenes Verbindungselement, das an Hosenträgern zur Anbringung an dem oberen Hosenrand geläufig ist. Wichtig ist dabei jedoch, dass die Klemme 8 gegenüber ihren Montagelappen 13 mittels einer Scharnierverbindung 14 nach oben umklappbar ist, wie dies Fig. 6 zeigt.
Nachdem also die Einlage 4, wie oben beschrieben und auch aus Fig. 1 ersichtlich, über dem balligen (halbkugelförmigen) Teil der Hilfsvorrichtung mit Hilfe der (vier) Pfropfen 6 in Löchern 7 mit der Saugseite nach unten fixiert worden ist, wird die Klemme 8 geöffnet (Fig. 2) und der bundseitige Rand 15 einer Unterhose 16 oberhalb des Schrittes an der Vorderseite der Hose 16
Claims (6)
- 4 AT 505 537 B1 mittig in der Klemme 8 fixiert (Fig. 3). Die Klemme 8 ist in ihren Stellungen dazu im Detail in Fig. 4 und 5 dargestellt. Wie in Fig. 3 durch die Pfeile angedeutet, wird die Hose 16 sodann nach oben über den balligen Körper 1 der Hilfsvorrichtung gezogen. Dabei klappt die gesamte Klemme 8 um die Scharnierverbindung 14 nach oben (Fig. 6). Auf der Einlage 4, nämlich auf der dichten Folie, die den saugfähigen Zentralbereich trägt, sind Klebepunkte bzw. Klebezonen vorgesehen. Diese sind durch Abdeckstreifen geschützt. Die Streifen werden abgezogen und die Hose 16 wird mit den Handflächen gegen den balligen Körper 1 gedrückt. Die Pfropfen 6 werden entfernt und die Klemme 8 wird gelöst. Es kann die Hose 16 mit der nun lagerichtig und unverrückbar eingesetzten Einlage von der Hilfsvorrichtung abgenommen werden. Erwähnt sei noch, dass der ballige Körper 1 auch eine von der Halbkugel abweichenden Form haben kann und dass der Zylinder 2 nicht zwingend als Kreiszylinder ausgebildet sein muss. Patentansprüche: 1. Hilfsvorrichtung zum Anbringen von saugfähigen Einlagen, insbesondere von Inkontinenzeinlagen, in Hosen, dadurch gekennzeichnet, dass ein balliger Körper (1), wie eine Halbkugel, an den ein Zylinder (2) mit einer Standfläche (3) anschließt, zum Auflegen der saugfähigen Einlage (4) vorgesehen ist, dass etwa im Bereich des Überganges des balligen Körpers (1) zum Zylinder (2) bzw. im Zylindermantel Halterungen (5) zur temporären Lagefixierung der saugfähigen Einlage (4) angeordnet sind und dass zwischen diesen Halterungen (5) und der Standfläche (3) eine Klemme (8) zum Einklemmen des Hosenrandes (15) als Fixpunkt für das Darüberziehen der Hose (16) über die saugfähige Einlage (4) auf dem balligen Körper (1) vorgesehen ist.
- 2. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemme (8) wie bekannt zwei Scharnierbacken (10) aufweist, die durch einen Hebel (9) in der Klemmstellung fixierbar und aus dieser in die Offenstellung klappbar ist.
- 3. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemme (8) auf dem Zylinder (2) höhenverstellbar angeordnet ist.
- 4. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Höhenverstellung der Klemme (8) eine Lochreihe (11) auf einer Erzeugenden des Zylinders (2) vorgesehen ist und dass die Klemme (8) durch eine Schraubverbindung (12) mit einem der Löcher lagefi-xierbar ist.
- 5. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Halterungen (5) für die saugfähige Einlage (4) in den balligen bzw. zylindrischen Körper (1) in einer oder mehreren Querschnittsebenen nebeneinander Bohrungen (7) vorgesehen sind, die etwa an den Eckpunkten der saugfähigen Einlage (4) liegen und in die Pfropfen (6) unter Einklemmung des jeweiligen Einlegerandes einsteckbar sind.
- 6. Verwendung der Hilfsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine saugfähige Einlage (4), insbesondere Inkontinenzeinlage, die einen Klebestreifen oder eine Klebezone aufweist, mit diesem nach oben auf den balligen Körper (1) aufgelegt und an den Eckpunkten zumindest einer Seite mittels der Pfropfen (6) im dünnen Randbereich festgeklemmt wird, dass dann der bundseitige Rand (15) der Hose (16), insbesondere Unterhose, in der Schrittebene an der Vorderseite in die Klemme (8) eingeschoben und fixiert wird, dass die Hose (16) nach oben über den balligen Körper (1) und damit über die saugfähige Einlage (4) gestülpt wird, dass ein Abdeckstreifen eines Klebestreifens oder einer Klebezone auf der saugfähigen Einlage (4) nach unten abgezo- 5 AT 505 537 B1 gen und die Hose (16) gegen die saugfähige Einlage (4) gedrückt wird und dass dann die Klemme (8) geöffnet, die Pfropfen (6) entfernt und die Hose (16) mit der im Inneren festgelegten saugfähigen Einlage (4) von dem balligen Körper (1) abgenommen wird. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen
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