AT505659B1 - Antriebsvorrichtung für eine spritzgiessmaschine mit volumenveränderlichem schmiermittelbehälter - Google Patents
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Description
2 AT 505 659 B1
Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für eine Spritzgießmaschine mit einer, insbesondere teleskopartigen, Spindelabdeckung für eine Spindel eines Spindeltriebs, wobei ein volumenveränderlicher Zwischenraum zwischen Spindeltrieb und Spindelabdeckung Schmiermittel enthält, welche mit einem volumenveränderlichen Behälter in Verbindung steht. Derartige Antriebsvorrichtungen sind bereits bekannt, wobei je nach Ausführungsart unterschiedliche Probleme auftreten.
Generell fangen die Spindelabdeckungen das beim Drehen der Spindel teilweise stark umherschleudernde Schmiermittel auf, um die Verschmutzung der Spritzgießmaschine zu verhindern und den Schmiermittelverbrauch klein zu halten.
Es gibt Ausführungen, bei denen die Spindelabdeckung die Spindel nur zum Teil bedeckt, wodurch das Schmiermittel nach unten z.B. in eine Schmiermittelwanne abtropfen kann. Dies führt allerdings dazu, dass in der Umgebungsluft ein Schmiermittelnebel herrscht.
Wenn die Spindel des Spindeltriebs mit einer Spindelabdeckung vollkommen eingefasst ist, kann - wie aus dem Stand der Technik bekannt - ein Zu- und ein Ablauf für Schmiermittel vorgesehen sein, wodurch ein Schmiermittelkreislauf entsteht. Diese Ausführung ist allerdings aufwändig, benötigt ein eigenes Pumpsystem und ist wartungsintensiv.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, die vorbeschriebenen Nachteile zu vermeiden und eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Antriebsvorrichtung anzugeben.
Dies wird bei der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung dadurch gelöst, dass die teleskopartige Spindelabdeckung eine Öffnung für die Verbindung zwischen volumenveränderlichen Behälter und volumenveränderlichen Zwischenraum aufweist. Dieser Behälter nimmt beim Einspritzen das verdrängte Volumen (Luft, Schmiermittel) auf und gibt es beim Aufdosieren wieder ab.
Vorteilhaft kann dabei vorgesehen sein, dass die Öffnung oberhalb des Schmiermittels im volumenveränderlichen Zwischenraum angeordnet ist, wodurch der Behälter derart mit der Öffnung in Verbindung steht, dass im Behälter befindliches flüssiges Schmiermittel durch die Schwerkraft in den Zwischenraum zurückfließt.
Vorteilhaft kann weiters vorgesehen sein, dass der volumenveränderliche Zwischenraum zumindest durch die Spindel des Spindeltriebes, die Spindelabdeckung und eine Stirnplatte begrenzt ist. Dieser volumenveränderliche Zwischenraum wird durch die Öffnungs- und Schließbewegung verkleinert bzw. vergrößert. Im Bereich der Stirnplatte können auch Dichtelemente oder andere Teile, die zur Stirnplatte gehören, die Begrenzung des Zwischenraumes bilden.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der Spindeltrieb zumindest einen Motor, eine durch den Motor antreibbare Spindel und eine Spindelmutter aufweist. In diesem Fall bildet die Spindelmutter auch einen Teil der Begrenzung des Zwischenraums.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführung kann vorgesehen sein, dass der volumenveränderliche Zwischenraum und der volumenveränderliche Behälter hermetisch abgeschlossen sind. D. h., dass nicht nur das Schmiermittel im Zwischenraum und im Behälter gehalten wird, sondern auch die Luft, welche auch einen gewissen Anteil an Schmiermittel aufweist. Dies bedeutet, dass der Zwischenraum mitsamt Behälter flüssigkeits- und gasundurchlässig ist. Dies bietet vor allem für den Einsatz von Spritzgießmaschinen in Reinsträumen den großen Vorteil, dass keine Schmiermittelpartikel aus der Spritzgießmaschine hinaus gelangen.
Vorteilhaft kann dabei vorgesehen sein, dass der volumenveränderliche Behälter aus einem elastischen Material, vorzugsweise aus Gummi, besteht. 3 AT 505 659 B1
Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann auch vorgesehen sein, dass der volumenveränderliche Behälter Teil eines Blasen- oder Kolbenspeichers ist.
Weiters kann auch vorteilhaft vorgesehen sein, dass der volumenveränderliche Zwischenraum und der mit diesem verbundene volumenveränderliche Behälter mit Schmiermittel, Luft und einem Schmiermittel-Luft-Nebel gefüllt ist. Generell kann das Schmiermittel ein Schmieröl oder Schmierfett sein, wobei durch die ständige Bewegung des Spindeltriebes ein Teil des Schmiermittels mit der Luft vermischt, wodurch ein Schmiermittel-Luft-Nebel entsteht.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass zwischen dem volumenveränderlichen Zwischenraum und dem volumenveränderlichen Behälter ein Volumensausgleich bei der Schließ- bzw. Öffnungsbewegung der Antriebsvorrichtung stattfindet.
Dabei kann vorgesehen sein, dass das Gesamtvolumen im Wesentlichen gleichbleibend ist. Dies bedeutet, dass vor allem beim Schließvorgang die Luft im Zwischenraum und dem Behälter komprimiert wird, wodurch sich das Gesamtvolumen während des Schließvorgangs (Einspritzvorgang) verringert. Sobald dieser Komprimierungsvorgang jedoch beendet ist, wird wieder das vorher gegebene Gesamtvolumen erreicht.
Schutz wird auch begehrt für eine Spritzgießmaschine mit einer Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
Schutz wird darüber hinaus für die Verwendung einer solchen Spritzgießmaschine in Reinräumen bzw. Reinsträumen begehrt.
Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf Fig. 1 und Fig. 2 näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung 9 einer Spritzgießmaschine 10 (nur ausschnittsweise dargestellt) im Querschnitt, wobei der Spindeltrieb 7 durch die Spindel 1, die Spindelmutter 6 und den Motor 12 gebildet wird. Die Spindel 1 stößt in Richtung Einspritzbrücke 13 vor, um die Achsialbewegung beim Einspritzen 10 durchzuführen. Die Spindel 1 ist dabei zumindest teilweise von der Spindelabdeckung 2 umgeben. Diese ist teleskopartig ausgeführt, wobei erfindungsgemäß auch ein Faltenbalg oder Ähnliches als Spindelabdeckung 2 dienen könnte. Im Bereich der Überlappung der Spindelabdeckungen 2 ist eine Dichtung 3 vorgesehen. Im Bereich des Motors 12 befindet sich die Stirnplatte 5, welche auch zum Teil den Zwischenraum 8 zwischen Spindel 1 und Spindelabdeckung 2 begrenzt. Im Zwischenraum 8 befindet sich das Schmiermittel 11 (nicht dargestellt), welches vor allem den Bereich um die Spindel 1 bedeckt. Dabei kann die Spindel 1 zumindest teilweise in Schmieröl getaucht sein oder von Schmierfett bedeckt sein.
In Fig. 2 wird ein Teil der Antriebsvorrichtung 9 beim Einspritzen dargestellt. Hierbei ist die teleskopartige Spindelabdeckung 2 durch die Drehung der Spindel 1 in der Spindelmutter 6 komplett zusammengefahren, wodurch der Zwischenraum 8 verkleinert wird und sich dadurch das verdrängte Volumen (Schmiermittel, Luft) im Behälter 4 sammelt.
In diesem Ausführungsbeispiel ist im Bereich einer Spindelabdeckung 2 die Verbindung mit dem Behälter 4 vorgesehen, welcher für den Volumensausgleich mit dem Zwischenraum 8 sorgt. Dieser Behälter 4 könnte auch im Bereich der Stirnplatte 5 oder in einem anderen, mit dem Zwischenraum 8 in Verbindung stehenden, Bereich der Spritzgießmaschine 10 angeordnet sein. Vorzugsweise könnte der Behälter 4 dabei in einem Blasen- oder Kolbenspeicher angeordnet sein. Besonders wichtig ist die hermetische Abdichtung des Zwischenraums 8 und des Behälters 4 um den Einsatz der elektrischen Spritzgießmaschine 10 in Rein- bzw. Reinsträumen zu ermöglichen.
Claims (13)
- 4 AT 505 659 B1 Patentansprüche: 1. Antriebsvorrichtung für eine Spritzgießmaschine mit einer insbesondere teleskopartigen Spindelabdeckung für eine Spindel eines Spindeltriebs, wobei ein volumenveränderlicher Zwischenraum zwischen Spindel und Spindelabdeckung Schmiermittel enthält, welche mit einem volumenveränderlichen Behälter in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass die teleskopartige Spindelabdeckung (2) eine Öffnung für die Verbindung zwischen volumenveränderlichen Behälter (4) und volumenveränderlichen Zwischenraum (8) aufweist.
- 2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung oberhalb des Schmiermittels (11) im volumenveränderlichen Zwischenraum (8) angeordnet ist.
- 3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (4) derart mit der Öffnung in Verbindung steht, dass sich im Behälter (4) ansammelndes flüssiges Schmiermittel (11) durch die Schwerkraft in den Zwischenraum (8) zurückfließt.
- 4. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der volumenveränderliche Zwischenraum (8) zumindest durch die Spindel (1) des Spindeltriebes (7), die Spindelabdeckung (2) und eine Stirnplatte (5) begrenzt ist.
- 5. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindeltrieb (7) zumindest einen Motor (12), eine durch den Motor (12) antreibbare Spindel (1) und eine Spindelmutter (6) aufweist.
- 6. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der volumenveränderliche Zwischenraum (8) und der volumenveränderliche Behälter (4) hermetisch abgeschlossen sind.
- 7. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der volumenveränderliche Behälter (4) aus einem elastischen Material, vorzugsweise aus Gummi, besteht.
- 8. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der volumenveränderliche Behälter (4) Teil eines Blasen- oder Kolbenspeichers ist.
- 9. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der volumenveränderliche Zwischenraum (8) und der mit diesem verbundene volumenveränderliche Behälter (4) mit Schmiermittel (11), Luft und einem Schmiermittel-Luft-Nebel gefüllt ist.
- 10. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem volumenveränderlichen Zwischenraum (8) und dem volumenveränderlichen Behälter (4) ein Volumensausgleich bei der Schließ- bzw. Öffnungsbewegung der Antriebsvorrichtung (9) stattfindet.
- 11. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gesamtvolumen im Wesentlichen gleichbleibend ist.
- 12. Spritzgießmaschine mit einer Antriebsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
- 13. Verwendung einer Spritzgießmaschine nach Anspruch 12 in Reinräumen. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
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