AT517406A1 - Presse mit variablem massenausgleich - Google Patents

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AT517406A1
AT517406A1 ATA50584/2015A AT505842015A AT517406A1 AT 517406 A1 AT517406 A1 AT 517406A1 AT 505842015 A AT505842015 A AT 505842015A AT 517406 A1 AT517406 A1 AT 517406A1
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Matassoni Paolo
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Andritz Tech And Asset Man Gmbh
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    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B30B1/00Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen
    • B30B1/26Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen by cams, eccentrics, or cranks
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    • B30B15/0064Counterbalancing means for movable press elements

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Abstract

Den Gegenstand dieser Erfindung bildet eine Presse oder ein Stanzautomat (1) mit einem Antrieb (7) über den ein Stößel (2) oszillierend angetrieben wird. Zum Ausgleich von Massenkräften ist ein oszillierender Massenausgleich (9) vorgesehen, der ebenfalls über den Antrieb (7) oszillierend in entgegengesetzter Richtung zum Stößel (2) angetrieben wird. Erfindungsgemäß weist der Massenausgleich (9) einen Tank (10) auf, der zur Massenanpassung mit einem Stoff, beispielsweise Öl, befüllbar ist. Den Gegenstand dieser Erfindung bildet auch ein Verfahren, zum Anpassen der Masse des Massenausgleichs (9).

Description

PRESSE MIT VARIABLEM MASSENAUSGLEICH
Den Gegenstand dieser Erfindung bildet eine Presse Oder ein Stanzautomat mit einem Antrieb über den ein Stößel oszillierend angetrieben wird. Zum Ausgleich von Massenkräften ist ein oszillierender Massenausgleich vorgesehen, der ebenfalls über den Antrieb oszillierend in entgegengesetzter Richtung zum Stößel angetrieben wird.
Den Gegenstand dieser Erfindung bildet auch ein Verfahren zum Anpassen der Masse des Massenausgleichs, das mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchgeführt wird.
Insbesondere bei schnelllaufenden Stanzautomaten ist es üblich, dass zur Verminderung von Vertikalkräften ein oszillierender Massenausgleich vorgesehen ist, der als Gegengewicht das Gewicht des Stößels und des Werkzeuges ausgleicht.
Wenn bei derartigen Maschinen das Werkzeugoberteil, welches am Stößel befestigt ist, gewechselt wird, beispielsweise beim Wechsel auf ein anderes herzustellendes Produkt, ändert sich häufig auch das auszugleichende oszillierende Gesamtgewicht, da unterschiedliche Werkzeugoberteile in der Regel auch unterschiedliche Massen besitzen.
Die Anpassung der Masse des Massenausgleichs erfolgt gegenwärtig während des Werkzeugwechsels durch das Hinzufügen oder das Entfernen von Metallgewichten, die am oszillierenden Massenausgleich befestigt sind. Eine derartige Massenanpassung ist zeitraubend und aufwändig, insbesondere wenn das Werkzeugoberteil häufig gewechselt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Presse Oder einen Stanzautomaten bereitzustellen, bei denen ein Werkzeugwechsel schnell und einfach durchgefiihrt werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Presse oder einen Stanzautomaten mit einem Massenausgleich, der einen Tank aufweist, der mit einem Stoff befiillbar ist.
Die Masse des Massenausgleichs kann somit durch die Befiillung bzw. durch die Entleerung des Tanks sehr einfach angepasst werden. Als Stoff kann Wasser oder vorzugsweise 01 verwendet werden, das ohnehin in großer Menge fiir den Pressenbetrieb benötigt wird. Es kann aber auch ein Feststoff, beispielsweise Blei- bzw. Stahlkugeln oder Sand fiir die Befiillung des Tanks verwendet werden.
Die Anpassung der Masse des Massenausgleichs erfolgt vorzugsweise während des Werkzeugwechsels, idealerweise automatisch.
Es ist giinstig, wenn im Tank Schwallbleche (Trennwände) angeordnet sind, durch die die Bewegung des Stoffs, beispielsweise des 01s, im Tank reduziert wird. Der Tank kann aber auch in mehrere Teilbereiche unterteilt sein, die separat befiillbar sind, sodass dem Stoff möglichst wenig freier Raum fiir eine allfällige Bewegung zur Verfiigung steht. Alternativ können auch mehrere separat befiillbare Tanks vorgesehen werden. Dadurch kann beispielsweise ein Aufschäumen des 01s verhindert werden. Im Tank kann aber auch ein Verdrängungskörper, beispielsweise eine Kunststoffblase, vorgesehen sein, der bei einer Befiillung des Tanks mit dem Stoff an Volumen verliert und die Bewegungsmöglichkeit des Stoffs im Tank eingrenzt.
Der Tank ist vorzugsweise über einen flexiblen Schlauch und eine Pumpe mit einem feststehenden Vorratsbehälter verbunden. Durch die Verbindung über den flexiblen Schlauch kann sich der Tank problemlos mit dem Massenausgleich bewegen, ohne dass dafür die Verbindung zum Vorratsbehälter gelöst werden muss.
Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Anpassen der Masse des Massenausgleichs in einer Presse oder eines Stanzautomaten. Die Masse des Massenausgleichs wird bei einem Werkzeugwechsel durch Änderung der Stoffmenge im Massenausgleich angepasst, vorzugsweise während des Werkzeugwechsels.
Dabei ist es günstig, wenn die in den Tank gefiillte und die aus dem Tank entnommene Stoffmenge gemessen wird, sodass dadurch die aktuelle Masse des Massenausgleichs ermittelt werden kann.
Alternativ kann der Tank in mehrere Teilbereiche unterteilt sein, die separat befüllt werden. Die Teilbereiche können jeweils mit Überlaufventilen ausgestattet sein. Für eine Massenanpassung des Massenausgleichs werde dann entsprechende Teilbereiche solange befüllt, bis der Stoff aus dem Überlauf des jeweiligen Teilbereichs austritt.
Durch das vollständige Befüllen einzelner Teilbereiche wird zwar nur noch eine diskrete Masseneinstellung möglich, dafür wird aber die Messung der Stoffmenge überflüssig und ein Bewegen des Stoffs im Tank verhindert.
Es ist auch denkbar, dass an bestehenden Maschinen nachträglich ein Tank am oszillierenden Massenausgleich befestigt wird, sodass auch bei diesen Maschinen die einfache Massenanpassung bei einem Werkzeugwechsel möglich wird.
Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung beschrieben.
Figur 1 zeigt einen Stanzautomaten 1 mit einem Antrieb 7, der iiber eine Kupplungs-Bremskombination 6 und eine Schwungmasse 5 eine Exzenterwelle 4 antreibt. Die Exzenterwelle 4 treibt iiber die Pleuel 3 den Stößel 2 oszillierend an. Am unteren Stößelende ist ein Stanzwerkzeug 15 befestigt.
Die Exzenterwelle 4 treibt hier auch iiber ein weiteres Pleuel 8 den Massenausgleich 9 oszillierend an, und zwar so, dass sich der Massenausgleich 9 in entgegengesetzter Richtung zum Stößel 2 bewegt.
Am Massenausgleich 9 ist ein Tank 10 befestigt, der hier iiber einen flexiblen Schlauch 16 mit Hilfe einer Pumpe 12 mit 01 befiillt werden kann. Das 01 wird aus einem Vorratsbehälter 13 entnommen.
Der Tank 10 ist Bestandteil des Massenausgleichs 9 und iiber Spannbänder 11 am restlichen Massenausgleich 9 befestigt. Alternativ kann der Tank 10 auch iiber Gummiauflagen zur Schwingungsdämpfung mit dem restlichen Massenausgleich 9 verbunden, z.B. verschraubt, sein. Im Tankinneren befinden sich Schwallbleche 14, durch die die Fliissigkeitsbewegung beruhigt wird.
Wenn nun das Stanzwerkzeug 15 gewechselt wird, beispielsweise zur Bearbeitung eines anderen Produktes, dann wird gleichzeitig die Masse des Massenausgleichs 9 durch die Änderung der Ölmenge im Tank 10 angepasst.
Die in der Zeichnung dargestellte Ausfiihrungsform stellt lediglich eine bevorzugte Ausführung der Erfindung dar. Die Erfindung umfasst auch andere Ausfiihrungsformen, bei denen der Tank 10 mit einem Feststoff befiillt wird. Der Feststoff kann dann mit Hilfe von Druckluft in den Tank 10 geblasen werden bzw. fiir eine Entleerung abgesaugt werden.

Claims (10)

  1. Patentansprüche
    1. Presse oder Stanzautomat (1) mit einem Antrieb (7) über den ein Stößel (2) oszillierend antreibbar ist und mit einem oszillierenden Massenausgleich (9) zum Ausgleich von Massenkräften, der ebenfalls über den Antrieb (7) oszillierend in entgegengesetzter Richtung zum Stößel (2) antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenausgleich (9) einen Tank (10) aufweist, der mit einem Stoff befüllbar ist.
  2. 2. Presse oder Stanzautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daSS der Tank (10) in einzelne voneinander abgetrennte Bereiche unterteilt ist bzw. dass mehrere Tanks vorhanden sind, die separat befüllbar sind.
  3. 3. Presse oder Stanzautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der stoff öl oder Wasser ist.
  4. 4. Presse oder Stanzautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Tank (10) Schwallbleche (14) angeordnet sind.
  5. 5. Presse oder Stanzautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tank (10) über einen flexiblen Schlauch (16) und eine Pumpe (12) mit einem Vorratsbehälter (13) verbunden ist.
  6. 6. Presse oder Stanzautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der stoff ein Feststoff ist.
  7. 7. Verfahren zum Anpassen der Masse des Massenausgleichs (9) in einer Presse Oder in einem Stanzautomaten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer durch einen Werkzeugwechsel am Stößel (2) bedingten Massenänderung des Stößels (2) die Masse des Massenausgleichs (9) durch Änderung der Stoffmenge im Tank (10) des Massenausgleichs (9) angepasst wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpassung der Masse während des Werkzeugwechsels erfolgt.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpassung der Masse automatisch erfolgt.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Tank (10) gefüllte und die aus dem Tank (10) entnommene Stoffmenge gemessen wird, sodass dadurch die aktuelle Masse des Massenausgleichs (9) ermittelbar ist.
ATA50584/2015A 2015-07-06 2015-07-06 Presse mit variablem massenausgleich AT517406B1 (de)

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